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allem, als der Börsenspekulation, und den ver­schiedenen Boomoersuchen, also spekulativen Preis­steigerungen, ein harter Riegel vorgeschoben wurde.

(km zweites Programm Roosevelts bestand in der Hergabe von 1U bis 15 Milliarden Mark zur Beschassung öffentlicher Arbeiten und zur (Eindämmung der Arbeitslosigkeit. Schließlich aber, und, das Entscheidende war das Niro- System, die National Necovery Act, durch die für nicht weniger als 280 Industrien e i n Pro­duktionsprogramm ausgestellt wurde und die Lohn- und Aroeitszeitbedingungen festgelet wor­den sind. Damit war in Wirklichkeit der Beginn einer Planwirtschaft und die Abschaffung der zügellosen Produktion sowie des ungezügelten Preis­marktes erklärt. Der Staat hatte, weil die ameri­kanische Prioatwirtschast versagte, einen Teil der Wirtjchaftsgewalt an sich gerissen. Noch nicht völlig, aber zu einem erheblichen Teil war das alte Wirr- schaftsgebäude, das aus den Theorien der klassischen Nationalökonomie erbaut, eine zeitlang zureichend, aber dann völlig veraltet war, abgerissen worden.

Roosevelts Kampf ist ein Riesenkampf um die Durchführung feines Programms, und die oppositio­nellen Gewalten haben heute noch eine große Machtfülle. Ein Teil der Finanzgewaltigen schien offiziell wenigstens gute Miene zu dem gegen sie schließlich entscheidenden Spiel zu machen. Ein Teil der Industrie und das Publikum folgten willig. Aber gerade die Wirtschaftszweige, die bisher der anonymen Gewalt der Truftherren unterstanden Bergbau, Textilindustrie, Kraftfahrzeugsabrikation einschließlich Ford versuchten immer wieder, gegen den Stachel zu locken, und vor allem wandten fie sich dagegen, daß die im Niroprogramm vorge­sehene Anerkennung der Gewerkschaf­ten als Vertragspartner der Unternehmerorgani­sationen sich nicht verwirklichte. Sie haben eigentlich nur Werksorganisationen, was wir in Deutschland gelbe Gewerkschaften nannten, gelegent­lich anerkannt und wollen auch jetzt nur Werks- organifationen.

Der Marxismus hat ja im bisherigen amerikani­schen Gewerkschaftsleben keine Rolle gespielt. Die AFL., die American Federation of Labour, war bisher eine reine Organisation von qualifizier­ten Arbeitern, nach denen früher immer große Nachfrage war und die entsprechend bezahlt wur­den. Sie stand jahrzehntelang unter Führung von Samuel G o m p e r s, der in Wirklichkeit sehr unter­nehmerfromm war. Aber diese Richtung ist tot. Die Gewerkschaften stellen keine marxistischen Forderun­gen, aber jedenfalls wollen sie nicht mehr Objekt einer krassen Unternehmerpolitik sein. Der Streit, der gefährliche Formen angenommen hatte und nicht nur die Taxichauffeure, sondern auch die Ar­beiterschaft der Kraftfahrzeugindustrie der Bergbau­gebiete, der Eisenindustrie ergriff, ging vor allem darum, daß die Unternehmerorgönisationen sich zu kollektiven Lohnabkommen verstehen. Die Unternehmer beantworteten diese Forderung mit dem Versuch der Bildung von gelben Gewerk­schaften und erklärten in Bausch und Bogen die Ar­beiterforderungen für kommunistisch. Wer das Pro­gramm der amerikanischen Gewerkschaften kennt, weiß, daß sie weder damit noch mit einer anderen marxistischen Doktrin etwas zu tun haben.

Die nun soeben erfolgte Beilegung des Streites zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der Autoindustrie, der größten Industrie der bereinigten Staaten, ist mcht nur als ein großer persönlicher Sieg Roosevelts, sondern als ein Wendepunkt in der Entwicklung der Beziehun­gen zwischen Kapital und Arbeit in den Vereinig­ten Staaten zu werten. Zwischen dem Festhalten der Arbeitgeber an der Alleinherrschaft innerhalb der Betriebe und dem Drängen der Gewerkschaften nach her Beherrschung aller Arbeiterfragen ist es Roosevelt gelungen, eine Mittellinie zu finden, die abzulehnen sich die Gewerkschaften mit Rücksicht auf die öffentliche Meinung nicht leisten konnten. Roofevelt hat durchgefetzt, daß sich die Arbeiter ihre Vertretungen selb st auswählen dürfen, ohne daß die Arbeitgeber einerseits und die Gewerkschaften andererseits sich das Recht zu Vorschriften anmaßen können. Dies bedeutet die Ablehnung der Forderungen der American Federation of Labour, die, ebenso wie Senator Wagner, die Abschaffung der Betriebs­vertretungen und die alleinige Anerken­nung der Gewerkschaften verlangt haben. Dies bedeutet auch die Nichtannahme des von Senator Wagner eingebrachten Gesetzentwurfes durch den Bundeskongreß, der überhaupt bei diesen außerordentlich wichtigen Verhandlungen der letzten Woche zwischen den Autofabrikanten, den Arbeitnehmern und der Regierung ganz ausgeschaltet war. Andererfeits dürfen die Arbeitnehmer jetzt eine Gewerkschaft mit ihrer Vertretung beauftragen, wenn sie dies wünschen. Schließlich verlangt Roosevelt von den Arbeitgebern, daß sie bei der Einstellung bzw. Entlassung von Arbeitnehmern in erster'Linie den Kinderreichtum berücksichtigen, sodann das D i e n st a 11 e r , das Geschick und die A r b e i t s l e i ft u n q. Erst nach Berücksichti­gung dieser Punkte greift die Bestimmung Platz, daß nicht mehr Mitglleder der Gewerkschaften ein­gestellt ober abgebaut werden dürfen als Vertreter anderer Arbeitergruppen.

Nach der Regelung dieser wichtigen sozialpoliti­schen Fragen sieht Roosevelt die Zeit für einen kurzen Erholungsurlaub gekommen, den er in den Gewässern an der Küste von Florida ver­leben wird. Wie verlautet, wird er nach der Rück­kehr in etwa zwei Wochen sehr energisch die Er­ledigung her übrigen schwebenden Probleme be­treiben, insbesondere die Reform des Joli­ta r i f e s und den Ausbau des Außen­handels.

Der Nationalismus als Grundlage für das Zusammenleben der Völker.

Ein Vorwort des Führers zur italienischen Uebersetzung seines BuchesMein Kanrpf".

Mailand, 26. März. (DNB.) Im Verlage B o m p i a n i in Mailand kommt in diesen Tagen bie italienische Uebersetzung des Werkes des FührersMein Kampf" in Buchform her­aus. Der Führer hat dazu folgendes Vorwort geschrieben:

Völker, die für erhabene nationale 2deen kämpfen, sind lebens stark und zu­kunftsreich. Sie halten ihr Schicksal in Hän­den. Ihre gemeinschaftsbildenden Kräfte sind dann mcht selten Werte von internationaler Geltung, die für das Zusammenleben der Völker untereinander segensreicher wirken als dieun­sterblichen Ideen des Liberalismus, die die Be­ziehungen der Nationen verwirren und vernichten. Faschismus und Na t i o na ls o z i a l i s -

Oie demokratische Untermauerung dessaschistischenRegimesinZtalien Zehn Millionen stimmen bei der Wahl zur italienischen Kammer für die faschistische Abgeordnetenliste.

Rom, 26.Wärz. (DRV.) Amtlich wird folgendes vorläufiges Gesamtergebnis der Wahlen zur ita- lienifchen Abgeordneten - Kammer bekanntgegeben: Die Zahl der Wahlberechtigten betrug 10433536. Die Anzahl der abgegebenen Stimmen beläuft sich auf 10041 997; Wahl­beteiligung 96,25 v. h. hiervon lauteten a u f 3 a 10 025 513 Stimmen, a u f Rein 15 265 Stim­men. Ungültig waren 1219 Stimmen.

Die Abstimmung hat sich in ganz Italien in größter Ordnung und ohne jeden Zwischenfall voll­zogen. Die Blätter betonen, niemals in den heuti­gen Tagen habe man eine Volksabstimmung für ein Regime und den Wann, der es verkörpert, er­lebt, die so spontan gewesen sei. Das Ergebnis sei vor allem ein Akt der Dankbarkeit für den Duce, für sein heroisches Leben, das ganz der Verteidigung der Ration und ihren Idealen gewidmet sei. Ferner verkörpere es des Volkes unbestrittenen Glauben an das faschi­stische Regime. Schließlich fei es für alle übri­gen Rationen ein neuer glänzender Beweis für den einheitlichen Willen der italieni­schen Ration. Aus einem Volke, das bis vor kurzem aus Tradition zerrisien gewesen sei, sei nun eine bewundernswerte Einheit, ein unzerbrechlicher Block von Energien geworden. Rachdem der Fa­schismus wieder einmal feine eigene unzerbrechliche Geschlossenheit bewiesen habe, so schließt das G i o r n a l e d ' I t a l i a" seine Betrachtungen, könne er weiterschreiten auf dem Wege, den ihm die Geschichte weise, nämlich zur Erneuerung der politischen Ordnung, zur Zusammen­arbeit und Solidarität aller Klassen und zum siche­ren, ruhigen Zusammenleben aller Staaten in einem neuen Europa.

7N u s s o l i n i hat nach der Bekanntgabe des Er­gebnisses der Volksabstimmung den Parteisekretär beauftragt, den Offizialsekretären der Partei sein Lob auszusprechen. Am Wontagabend sprach der Parteisekretär S t a r a z e auf allen italienischen Sendern über Ergebnis und Bedeutung der Volks­abstimmung.

*

Von 10,5 Millionen wahlberechtigten Italienern haben f a st a 11 e m i i I a der Formel zugestimmt: Billigen Sie die Liste der Abgeordneten, die vom Großrat des Faschismus vor- ge schlagen wurde?" Diese Wahlabstimmung trug rein plebiszitären Charakter. Es gab nur ein Ja oder ein Nein für die vom Großen Rat des Faschismus aufgestellten Kandidaten für das 29. italienische Parlament, das am 28. April eröffnet werden soll. Der italienische Wähler hatte also nicht über die Zusammensetzung der Kammer, sondern nur für oder gegen das faschistische Regiment zu entscheiden. Die 400 neu gewähl­ten Abgeordneten sind aus 800 Kandidaten aus- gewählt worden, die durch die 13 großen Arbeits­säulen vorgeschlagen waren. Im Jahre 1929 stimm­ten von 9 673 049 nur 8 519 559 Wähler mit Ja. Damals war die italienische Wählerschaft erregt, vor allem über die katholische Aktion, über die Kontrolle der Jugenderziehung usw. Aber seitdem haben sich die Beziehungen zum Vatikan gebessert, und eifrige Katholiken behaupten foaar, daß der katholische Einfluß im faschistischen Staat sich in diesen fünf Jahren immer mehr verstärkt habe.

Die neue Kammer ist bi e letzte politische italienische Kammer, wenn auch nach anderen Grundsätzen gewählt als die vorfaschistischen Par­lamente. Sie dürfte nur ein Jahr tätig fein, bis aus ihr die kommende korporative Kammer,

eine ständische Kammer also, entsteht. Dieses llebergangsparlament hat ausdrücklich die Aufgabe zügewiefen erhalten, jene Verfaffungsreformpläne zudebattieren" und approbieren, die auf die Er­richtung des korporativen Staates hinauslaufen. Daß das neue Kor p or a tionsgesetz durch­geht, ist außer Zweifel. Mussolini hat dem Senat erklärt, daß die erste Etappe darin bestände, die Korporationen zu konstituieren, die zweite darin, das praktische Funktionieren dieser Institution zu überwachen und zu kontrollieren. Erst dann würde die Derfassungsreform burckgefühkt. Um den Weg ist hart gestritten worden. Während der langen De­batten über das neue Korporationsgesetz gab es einige Zusammenstöße zwischen den Arbeitern und den anderen Wirtschaftsgruppen, vor allem über den Artikel 8 des neuen Gesetzes, der die Kor­porationen ermächtigt, diewirtschaftlichen Be- Ziehungen und die einheitliche Disziplinierung der Produktion zu regulieren" und ferner über den Artikel 11, der bestimmt, daß solche Regulie­rungsvollmacht dem Korporationsparlament zu­steht und Gesetzeskraft hat. Die Entscheidung liegt aber in den Händen der Regierung, also Musso­linis.

In seiner berühmten Rede vom 14. November 1933 hat Mussolini erklärt, daß die bisherige Kam­mer der Deputierten durch das nationale Parlament oder den nationalen Rat der Korporationen abge­löst würde. Die alte demokratische Kammer sei ein Anachronismus. Sie repräsentiere eine versunkene Welt mit ihrem Majoritätsprinzip der Parteien usw. Damit habe eine Deputiertenkammer aus freien Wahlen ihre Daseinsberechtigung verloren. Dement­sprechend sind jetzt die Wahlen, ober genauer gesagt, die Abstimmungen in Form eines Plebiszits vor­genommen worden.

Aehnliche Versuche, die nach und nach sich immer klarer in Formen ausprägten, sind schon feit vielen Jahren angesetzt worden. Das Gesetz von 1926 er­mächtigte die Exekutive, ausgenommen gewisse Sachen, die dem Parlament zustanden, Dekrete zu erlassen, die Gesetzeskraft haben sollten. Schon da­durch war die gesetzgeberische Gewalt des italieni­schen Parlaments außerordentlich eingeschränkt, aber auch für das Gebiet, das der Deputiertenkammer noch belassen wurde, bestand die Oberaufsicht eines Kasfationshofes, der im Falle von Kompetenzkon­flikten endgültig entschied. Das war der Anfang vom Ende des demokratischen Parlamentarismus in Italien, dessen 29. Parlament ihn endgültig be­graben soll.

pariser Echo.

Französische Blätterstimmen

zur Volksabstimmung in Italien.

Paris, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Der Petit Parisien" erklärt, es unterliege feinem Zwei­fel mehr, daß Mussolini mehr denn je Italien hinter sich habe. Mit einem solchen Abstimmungsergebnis werde er jetzt ohne Zögern die Ständevertretung schaffen können, die ihm feit langem vorschwebe. Der überwältigende Erfolg der italienischen Volksabstimmung sei sicher zum größten Teil auf die außergewöhnliche Per­sönlichkeit Mussolinis zurückzuführen. Echo de Paris" schreibt, daß tatsächliche Regie? rungsmacht auch hinter dem Wandschirm der Ständevertretung Mussolinis, seinen Ministern und der Beamtenschaft gehöre. Der Staat wolle sich i n das Wirtschaftsleben einorbnen unb keine Initiative der Erzeuger mehr bulben. Dies bedeute, daß sich jetzt auch Italien mit Leib und Seele der Planwirtschaft ergebe. Roosevelts wirtschaftlicher Wiederaufbau fei bald übertroffen. Der faschistische Staat sei allmächtig. Bisher habe er sich aber noch nicht als allwissend erwiesen.

m u s, in ihrer weltanschaulichen Grundhaltung innerlich verwandt, sind berufen, einer fruchtbaren internationalen Z u - jammenarbeit neue Wege zu weisen. Sie in ihrem tiefsten Sinn und Wesen begreifen, beißt, dem Frieden der Welt und damit der Wohlfahrt der Völker dienen.

aber zu früh los. Ein Kind und ein Fuß­gänger wurden getötet. Weitere vier Un­beteiligte wurden schwer verletzt.

In Barcelona nimmt das Derbrecher- Unwesen zu. Kassenbvten eines Lichtspielhauses, die von mehereren Geheimpolizisten begleitet waren, wurden no'n B a n d i t en überfallen. Die

Berlin, den 2. März 1934.

Gez.: Hitler.

Räuber waren dem Geldtransport in vier Kraft­wagen gefolgt und schossen plötzlich aus M a s ch i n e n p i st o l e n auf die Boten und die

Erregte Stimmung in Spanien.

Valencia stundenlang ohne Licht. Frecher

Gibt es bewaffnete politische Gruppen in Frankreich?

Paris, 27. März. (DNB.-Funkfpruch.) Der

Polizisten, die das Feuer erwiderten. Zwei Poli- zeibeamte wurden schwer unb zwei Personen leicht verletzt. Die Verbrecher entkamen mit 20 000 Deseten. Der Streik der Metallarbei­ter in Madrid geht weiter.

Mocdonaid bekommt Drohbriefe.

London, 27. März. (DNB.-Funkspruch.) Nach

von zwei Polizisten, nicht wie bisher nur von einem begleiten zu lassen.

parlamentarische Untersuchungsausschuß zur Klä­rung der Februarunruhen hat die Regie-

Am Vorabend der Beisetzung der Königinmutter Emma von Holland.

qottesdienst statt, der von dem" Pfarrer H - r b st van der deutschen evangelischen Gemeinde

g-mahl, die Thronfolgerin, der Fürst und die Fürstin von Waldeck sowie der deutsche Gestndte Gras Zech teilnahmen. Im

Den Haag. 27. Marz. (DNB.) Die Königin n En g > -> nd der König v ° n Schw - de n. Uebcrfall auf Kasse"nböten in Barcelona. ,',^w7ki7chen Nepusno-rG-n-rAA-r- Madrid, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Va- neur von Niederländisch-Indien unb mehrere andere lencia war infolge von Sabotageakten Regierungsoberhäupter unb Fürsten haben am Vor- ber Elektriziätsardeiter stundenlang abend der Beisetzungsfeierlichkeiten für die Köniain- ohne Licht. In der Nacht haben dann die Arbeiter mutter, Kränze an ber Bahre ber De r- ber Elektrizitäts-, Gas- und Wasserversorgung den ft o r b e n e n nieberlegen lassen. In der deut- Streik begonnen, ber von der Regierung als un-, s ch e n Kirche im Haag fand ein Trauer- gesetzlich erklärt worden ist. Studenten des Techni- gottesdienst statt, t kurns und militärische Fachgruppen versuchen die Herb ft von ber deutschen evangelischen Gemeinde Betriebe zunächst notdürftig aufrecht zu erhalten, geleitet wurde, unb an dem u. a. der Vrini- In Saragossa brachten Syndikalisten vor einer n «> m n h f h i» Polizeiwache eine schwere Bombe zur Explosion.

Sie wollten so die Ablösung des Ueberfallkomman- , , ____

dos, insgesamt 25 Mann, töten. Die Bombe ging Laufe des Montag trafen im Haag zahlreiche offi=

rung aufgefordert, unverzüglich die erforderlichen dem arbeiteroarteilidjenDaily Heralb hat Mmi- Matznahmen zu treffen, um d i e Bewaffnung fterpräfibent Ma c d o n a Id neuerbmgs Drohbriefe gewisser Vereinigungen unmöglich zu erhalten, mit denen sich die polnische Polizei be­machen. Bei der Vernehmung von Augenzeugen reits beschäftigt. Aus den Briefen gehe hervor, daß über die Ereignisse am 6. Februar waren die Aus- der Schreiber die Gewohnheiten des Mimster- sagen des Ehrenvorsitzenden der royalistischen > Präsidenten sorgfältig beobachtet. So enthielten Camelots du roi Maxime Real del Sarte.sie genaue Angaben über die Morgenspa- von Interesse. Er erklärte, er sei von einem flier gange Mac Donalds im St. James-

Bekannten gebeten worden, den Innen- V a r k. Auch wurden die genauen Stunden unb

minifter des letzten Kabinetts Daladier, Frot, Minuten, zu denen Macdonald sich an dieser oder

aufzusuchen. Denn nur Frot sei imstande, die not- jener Stelle des Parkes aufgehalten hat, angegeben,

wendig gewordene Diktatur zu verwirklichen. I Arft ferne ^pa^ergange zu verzichten, habe Mac- Er höbe den Vorschlag a b g e l e h n t. Heber die > donalb abgelehnt Auf Drangen maßgebender Stel- Bewaffnung feiner politischen Freunde erklärte, len habe er sich doch bereit gefunden, künftig sich Sorte:Wohl verfügen meine Freunde persönlich """m ° * n 4 t--t

3 u ihrer Verteidigung über Revolver und Gummiknüppel, Waffenlager besitzen wir aber nicht. Das bedauere ich außerordentlich."

zielle Trauergäste und viele Zuschauer avs ber Pro« vinz ein, so daß alle Hotels und Pensionen überfüllt sind.

Am 1. April treten die neuen Unfalls verhütnngsvorschristen inKrafi

Am 1. April treten die neuen Unsallverhütungs. Vorschriften in Kraft, die von den gewerblichen Berufs genossenschaften geschaffen wor­den sind. Für die Durchführung von Bestimmun­gen, die über die bisher gültigen hinausgehen unb bie eventuellen Aenberungen an Einrich­tungen erfordern, ist eine Uebergangsfrift von drei Jahren vorgesehen. Alle anderen Forderungen, z. B. zur unfallsicheren Re­gelung des Betriebes oder für das Ver­halten der im Betrieb Beschäftigten und auch Forderungen, bie eine Aenoerung an den Einrichtungen nicht bedingen, find bis zum 1. April 1934 auch in beftebenben Anlagen durchzuführen. Für Neuanlagen treten die Vorschriften an diesem Termin ohne Ein­schränkung im ganzen Umfange in Kraft.

Die Durchführung der Vorschriften in den Be­trieben- liegt in erster Linie dem Unternehmer ob. Er hat auch die Arbeiter zur Benutzung der Schutzvorschriften und Schutzmittel und zur Beach­tung aller Vorschriften anzuhalten. Für gleiche Be­triebseinrichtungen, Maschinen und Arbeitsvorgänge stimmen die Vorschriften überein. Eine systematische Zusammenstellung aller Unfallverhütungsvorschrif­ten ist in Vorbereitung.

Der MbiliarvollsirecklWsschuH bis zum 31. Oktober verlängert.

Aber Schutz des Gläubigers gegen bös­willige Verschleppung.

Berlin, 26. März. (DNB.) Von den bestehen­den allgemeinen Vollstreckungsschutzvorschriften waren diejenigen, die sich auf die sogenannte Mo- bilarvollstreckung bezogen, bis zum 31. März d. I. befristet. In Betracht kamen hierbei insbesondere die §§ 18, 19, 19 d der Verordnung vom 26. Mai 1933, die die Pfändung vo-n Hausrat, Einrichtungsgegenständen, Vorräten und dergleichen und von Miet - und Pachtzin­sen, sowie dix Verpflichtung zur L e i ft u n g d e s Osfenbarungseides beschränkten. Diesen Dollstreckungsschutz hat nunmehr die Reichsregie­rung durch das am 22. d. M. beschlossene Zweite Gesetz über weitere Maßnahmen auf dem Gebiete der Zwangsvollstreckung bis zum 31. Oktober d. I. verlängert.

Dies erschien notwendig, weil trotz der unverkenn­baren Besserung unserer Wirtschaftslage die Ver­hältnisse noch nicht so gefestigt sind, daß schon jetzt eine völlige Beseitigung des Voll- streckungsschutzes verantwortet werden konnte. Auf der anderen Seite ist jedoch, um der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Lage der Gläu­biger Rechnung zu tragen, eine Lockerung ber zur Zeit geltenden Bestimmungen am Platze. D.eshalb versagt bas Gesetz ben bei ber Pfändung von Vorräten unter gewissen Voraus­setzungen gewährten Schutz, soweit es sich um Fer­tigwaren handelt. Ferner ermächtigt es das Gericht, Anträge auf Aufhebung oder einstweilige E i n st e 11 u n g ber Zwangsvoll­streckung, bie aus Verschleppungsabsicht ober aus grober Nachlässigkeit nicht als­bald nach der Pfändung bestellt sind, ohne sachliche Prüfung zurück zu weisen unb schließt bie De- schwerbe gegen Entscheibungen bes Vollstreckungs­gerichts über Gewährung ober Versagung des Voll­streckungsschutzes aus. Damit wird der vielfach be­klagte Uebelftanb beseitigt, baß Schulbner durch verspätete Antrag st ellung unb durch Ausnutzung des Rechtsmittelzuges bie Voll­streckung verschleppen konnten, auch wenn sie ihr keine begrünbeten Einwenbungen entgegenzu­setzen hatten.

Ein Sachverständiger für germanische Vorgeschichte. Anordnungen deS Reichsüberwachungs- amtes für Schulung und Erziehung.

München, 26. März. (DNB.) Das Reichsüber­wachungsamt für Schulung unb Erziehung ber ge­samten nationalsozialistischen Bewegung gibt folgen­des bekannt:

1. In Anbetracht der Wichtigkeit einer unbefan­genen Beurteilung ber germanischen Vorgeschichte bestimme ich Herrn Privatdozent Dx. R e i n e r t h, Universität Tübingen, mit meiner Vertretung auf allen einschlägigen Gebieten. Dr. Reinerth wird dadurch zugleich bevollmächtigt, alle Unterhandlungen in dieser Frage zu führen, um eine einheitliche Haltung in der NSDAP, sicherzustellen.

2. Die Reichs ft eile zur Förderung des deutschen Schrifttums ist mir persönlich unterstellt. Sie hat die Aufgabe, bas erschie­nene Schrifttum Deutschlands zu prüfen und das für die NSDAP., für das WerkKraft durch Freude" und für alle angeschloffenen Ver­bände Wertvolle zu empfehlen. Alle Schreiben ber in Frage kommenden Stellen sind zu richten an den gefcbäftsführenden Leiter PG. Hans Hagemeyer in Berlin, Oranienburger Straße 79.

Die parteiamtliche Empfehlung ober Ablehnung ber für bie Werbuna innerhalb der NSDAP, in Betracht kommenden Schriften erläßt die mir unter­stellte Reichsüberwachungsftelle der Be­wegung. Ihre Anschrift lautet vom 1. April 1934: Berlin W 10, Margaretenstraße.

gez.: Alfred Rosenberg.

Der Aeichssckahmeiffer der NSDAP. Generalbevollmächtigter des Führers in allen vermöqensrechtlichen Angelegenheiten der NSDAP.

München, 27. März. (DNB. - Funkspruch.) Der Führer hat ben Reichsschatzmeister ber NSDAP, zu feinem Generalbevollmächtigten in allen oermögens­rechtlichen Angelegenheiten Der Partei ernannt. Ins- befonbere hat der Reichsschatzmeister bas Recht, d i e Finanzgebarungber ber Partei ange­schlossenen Verbände nachzuprüfen. Keine Untergliederung der Partei besitzt eigene Rechtsper­sönlichkeit. Zur NSDAP, gehören sämtliche Partei­dienststellen, sowie alle Verbände und Organisatio­nen, bie Reichsleitern unterstellt sind. Die Gau­schatzleiter unb Gaurevisoren werden dem Reichs- schatzmeister unmittelbar unterstellt.