Dienstag, 27. MrzM4
184. Zahrgang
Nr. 73 Erstes Blatt
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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poüiischer Frühling in -er Schweiz.
Don unserem W-K-Berichterstatter.
Roosevelt zwischen Gelb und Rot.
Neuorientierung in der amerikanischen Sozialpolitik.
haben.
Die Streitigkeiten wurden durch einen ft o 11 e f -
roärttg keine Erklärung über die künftige britische
Vertreter der Arbeiter, der Arbeitgeber sowie eines
dieser Vertretungen bevorzugen werde.
gleichzeitig das eigentliche Ende dieses Systems. Vertraut mit der Mentalität seiner Mitbürger ging Roosevelt daran, durch dreierlei Maßnahmen tatsächlich das alte Finanz- und Wirtschaftssystem zu begraben. Durch die Dollarabwertung entschuldete er die überschuldete Industrie und Landwirtschaft und erzielte für sie, wenn auch etwas künstlich, höhere und zureichende Preise. Das war ein Schlag gegen die Mammonmonarchen der Wallstreet. Und wenn auch Roosevelt nicht einen gestet- gerten Kampf gegen sie betrieb, so genügten doch K schon diese Maßnahmen, um seinem Programm eine gewaltige Popularität zu verschaffen. Die Ober» priester des goldenen Kalbes und die Trustmagnaten sahen sich zunächst in die Defensive gedrängt, vor
Eindeutsch-russischesDevisenabkommen
B e r l i n, 26. März. ^DNB.) Amtlich. Die zwischen der Reichsregierung und der Regierung der UdSSR, in den letzten Wochen geführten Wirtschaftsverhandlungen haben zu einem Schlußprotokoll geführt, das im Auswärtigen Amt von den Vertretern der Reichsregierung und der Botschaft der UdSSR, und der Handelsvertretung unterzeichnet worden ist. Das Schlußprotokoll enthält Regelungen für das Jahr 1934; insbesondere sind Vereinbarungen über den Verkehr mit derReichsbank und über die devisenrechtlichen Fragen getroffen worden.
Elemente führte, die, miteinander verfilzt, als T r u st m a g n a t e n mit einem Schwarm von Geschäftspolitikern nach außen hin die humanitäre Fassade aufrechthielten, dahinter aber nicht immer mit sauberen Mitteln nach und nach die Herrschaft der Trusts aufrichteten und Staat und Verwaltung beherrschten, sowie durch ihre Kreditpolitik die anderen Industrien und die gesamte Landwirtschaft in eine Zinsknechtschaft grauenhaftester Art gestürzt
der Einfuhr hat mehrere Ursachen. Zum überwiegenden Teil ist sie auf saisonübliche Gründe zurückzuführen, die immer in den ersten Monaten des Jahres eine besondere Rolle spielen. Zweitens befinden sich die überseeischen Rohstoffländer in einem Stadium offensichtlichen konjunkturellen Aufschwungs. Die Preissteigerung an den Rohstoffmärkten ist nicht mehr in der Hauptsache durch währungspolitische Maßnahmen bedingt, sondern Symptom einer wachsenden Nachfrage. Dies gilt nicht nur für Rohstoffe der Produktionsmittelindustrie; es trifft auch zu bei Rohstoffen für Konsumgüter, besonders bei Wolle und bei Häuten und Leder. Die hierin zum Ausdruck kommende Kauf kraft st eigerung der überseeischen Länder kann sich naturgemäß erst in einiger Zeit auf der Seite der Ausfuhr bemerkbar machen.
In der Ungleichheit und zeitlichen Differenzierung der Wirkungen des Konjunkturumbruchs auf den beiden Seiten des Außenhandels liegt allerdings gerade,für Deutschland ein Moment der Ungewißheit. Denn die geringen Reserven an ausländischen Zahlungsmitteln können unter Umständen dann von hemmenden Einfluß auf die weitere Kreditbereitschaft der Außenhandelsbanken sein, wenn neue politische und wirtschaftliche Störungen im zwischenstaatlichen Warenaustausch zu erwarten sind. Vielleicht ist die Welt noch nicht überall genügend aufnahmebereit für die nichts beschönigende Methode einer offenen und ehrlichen Darstellung der Lage. Aus allen diesen Gründen wird die Einfuhrkontrolle der Rohstoffe vorbeugend wirken, ohne an das System der Kriegswirtschaft anknüpfen zu wollen oder an der privatwirtschaftlichen Grundlage unserer Wirtschaft etwa ändern zu wollen.
hat Präsident Roosevelt persönlich geführt. Der Streit hatte seine Ursache darin, daß die Arbeit-
Das Gesetz über den Verkehr mit industriellen Rohstoffen und Halbfabrikaten geht von devisen- und arbeitsmarktpolitischen Notwendigkeiten aus. Zunächst wird es feine
gebet gegen jede gewerkschaftliche 0 r - ganisierung ihrer Arbeitnehmer waren und nur Betriebsvertretungen zulassen wollten. Die Arbeitnehmer führten gegen die Ansicht der Industriellen den nationalen Wiederaufbauplan ins Feld, in dem das Recht der Arbeiter, sich nach eigenem Ermessen zu organisieren, ausdrücklich anerkannt wird.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Genf, 25. März 1934.
Auch in der Schweiz beginnt der Kampf zweier , Weltanschauungen sich immer deutlicher aozuzeichnen. Noch sind die Fronten nicht überall klar geschieden. Noch fehlt die fortreißende Parole und noch ist vieles mehr dumpf gefühlt als klar erkannt. Aber so viel ist doch sicher, daß Altes ■ und Neues miteinander ringen, und < daß der Gegensatz der Generationen sich auch j hier immer stärker bemerkbar macht. Man braucht । keineswegs die Parallele mit der Entwicklung in , anderen Ländern zu übertreiben. Gewiß hat die Schweiz mit ihrer jahrhundertealten Tradition und ' ihrem starken Bürgersinn ihre eigenen Gesetze. Aber es handelt sich eben doch auch um 1 europäische Entwicklungen, die einem gemeinsamen Schicksal entspringen, Entwicklungen, denen sich auch die bisher so ruhige Insel der Schweiz nicht mehr länger entziehen kann.
Die Krisenerscheinungen, die in den letzten Wochen sich in rascher Folge häuften, sind auch in der Schweiz vielen Menschen unerwartet gekommen, andere sträuben sich selbst heute noch, davon Notiz zu nehmen. Um die Bedeutung der letzten Vorgänge zu ermessen, wie sie sich durch die Verwerfung des Staatsschutzgesetzes und die Krise innerhalb des Bundesrates darstellen, muß man sich klarmachen, daß die Autorität der Schweizer Regierung bisher auf sehr viel festerem Boden ruhte als die der üblichen parlamentarischen Regierungen. Obgleich die schweizerische Verfassung noch aus den Jahren 1848 und 1874 stammt, waren ihre Urheber vernünftig ge- .nug, die Stellung der eigentlichen Regierung gegenüber der Bundesversammlung in jeder Weise zu st ä r k e n. Jede Demission eines Bundesrates bedeutet daher unendlich viel mehr als die eines parlamentarischen Ministers. Die Stabilität der Verhältnisse ergab sich weiter dadurch, daß die radikal-demokratische Partei zusammen mit den Katholisch-Konservativen feit vielen Jahrzehnten u n b e ft ri 11 e n herrscht und die maßgebenden Stellen im Staat besetzt. Rein parteimäßig gesehen ist ihre Macht auch heute noch ungebrochen. Das hat kürzlich erst die Wahl des 60jährigen Ständerats Baumann als Nachfolger Häberlins bewiesen, die entgegen dem Rat weitsichtiger Politiker innerhalb der radikal- demokratischen Partei selbst aus parteimäßigen Er- mäaungen heraus erfolgt ist.
Aber dieses Schwanken gerade der jüngeren Politiker innerhalb der radikalen Partei, ob man die Ersatzwahl für einen Bundesrat nach der Mißtrauenskundgebung bes' Volkes durch Verwerfung des Staatsschutzgesetzes, einfach nach der alten Parteischablone vornehmen ober aber unter Verzicht auf die bisherige radikale Mehrheit einfach den besten Mann wählen solle, zeigt, daß auch in der Schweiz neue politische Gedanken sich durchzusetzen beginnen. Maßgebende radikale Zeitungen haben 'ihre Partei davor gewarnt, die Zeichen der Zeit zu verkennen und die Partei über das Vaterland zu stellen. Es war vergebens: Nach einigem Schwanken haben die Radikalen doch einen eigenen Mann und noch dazu einen der älteren Generation als Nachfolger Häberlins nominiert. Die Parteimaschine arbeitete, der Kandidat wurde gewählt und an Stelle einer Beilegung der Regierungskrise erfolgte eine Verschärfu n g. Allenthalben im schweizerischen Volk kam deutlich die Enttäuschung darüber zum Ausdruck, daß kein Fenster im Bundeshaus aufgestoßen worden war, um die dumpfe Luft herauszulassen.
Durch den sich an bie Wahl Baumanns unmittelbar anschließenden Rücktritt des katholisch-konservativen Finanzministers Musy, der vielfach^als Auftakt für weitere Demissionen gilt, ist die Bresche innerhalb der Regierung noch viel breiter geworden. Die Gefahr liegt' vor, daß jene Schweizer Parteipolitiker, die alles retten wollten, schließlich alles verlieren werden.- Ganz 'ungehemmt
dusiriezweigen des mittleren Westen dauern noch immer an. Auch der Neuyorker Autodroschkenftreik brachte in bet Sonntagnacht neue Ausschreitungen. Die Streikenden verlegen sich nunmehr auf verein- zelte Angriffe in abgelegeneren Gegenden und vermeiden Zusammenstöße mit den am mittleren Broadway zusammengezogenen Polizeikräften.
Lande" die Möglichkeit, Dollarmilliardär zu mer= lein Fundament größerer Sicherheit den. Doch ist das Prinzip aufrechterhalten worden,1 erhält, wenn die Bemühungen um die Konsolidie- wonach jeder einzelne Amerikaner entweder wirt-' rung der Auslandsschulden erfolgreich bleiben.
schaftlich Erfolg hat, was man zumeist feiner Tüch-1 Nach der Außenhandelsstatistik des Monats tigkeit zuschreibt, ober zu Grunbe geht, was in Februar entfällt ber wesentliche Grunb für bie einem anberen Sinne Darwin als natürliche Zucht- Passivierung ber Bilanz auf bie Steigerung wähl im Kampf ums Dafein hinzustellen versuchte, ber Einfuhr, ber gegenüber bie Ausfuhr unter Nur, baß tatsächlich bie ökonomische Entwicklung Berücksichtigung ber Kürze bes Monats Februar brühen zu einer Herrschaft jener kapitalistischen. burchaus konstant geblieben ist. Diese Steigerung
Dollfuß schafft sich eine ,/WehrsroM".
Zusammenschluß der Wehrverbände unter Leitung des Bundeskanzlers.
Wien, 26. März (DNB.) Heber bie Vereinheitlichung ber österreichischen Wehrformationen sinb zwischen Dollfuß, bem Bunbesführer ber Heimwehren, Starhemberg, unb bem Generalsekretär ber Vaterlänbischen Front, Stephan, ohne Teilnahme bes Vizekanzlers Fey grunbsätzliche Vereinbarungen getroffen worben, bie folgenbe Regelung vorsehen:
Sämtliche Wehrverbänbe — bie Heimwehren, die Ostmärkischen Sturmscharen, ber Freiheitsbunb unb bie Christlich-beutsche Turnerschaft, jeboch ohne bie Bauernwehren bes Lanbbunbes, — werben z u einer „Wehrfront" zusammengefaßt. Führer der Wehrfront wird der Bunbesführer S t a r h e m b e r g. Die gesamte vaterlänbische Front, bie in Zukunft aus ber „zivilen Front" ber verschobenen Organisationen unb ber We hrfront bestehen wirb, untersteht bem Bunbeskanzler Doll- f u ß. Vizekanzler Fey unb ber bisherige Führer der ostmärkischen Sturmscharen, Hnterrichlsminister Dr. Schuschnigg, scheiden aus der Leitung ber
Ein Streik in der Autoindustrie vermieden Ter Präsident greift ein.
Washington, 26.TNärz. (DNB.) Nach langen Verhandlungen ist am Sonntagabend eine Einigung in dem Streit der Kraftwagen-
Kontrolle der Rohfioffeinsuhr.
Die Beziehungen zur Zahlungsbilanz. — Die Preissteigerungen an den Rohkoffmärtten.
sprechen maßgebende Schweizer Zeitungen heute Davon, baß eine grünbliche Erneuerung Der Bunbesregierung notroenbig fei, um Die schwierige politische unb wirtschaftliche Lage im Lande zu meistem. Ein Blick nach Deutschland unb 'ein Vergleich mit bem frischen unb zielbewußten Anpacken ber schwierigsten Probleme im Dritten Reich erwecken gerabe bei ber jungen Generation Den Glauben, baß bie Ueberalterung ber gegenwärtigen Regierung an vielen Hebeln schuld fei, unb daß zum mindesten ihre Verjüngung erfolgen müsse, um das Bundeshaus mit neuen Ideen unb neuer Eneraie zu erfüllen.
Darüber hinaus ist aber auch schon ber Zweifel an ber unbebingten Zweckmäßigkeit ber alten Schweizer Verfassung unb an ber Möglichkeit auf ihrer ©runblage bie brangenben Probleme ber Gegenwart zu bewältigen, weit verbreitet. Der Ruf nach einer Verfassungsreform ist ,d o r allem im Lager ber fronten taalich zu hören. Die nationalsozialistische Bewegung ist organisatorisch noch wenia entwickelt, aber zweifellos neben den Fronten im Dorbrinaen. Noch vor wenigen Wochen Glaubte man tn Den Zirkeln ber alten Parteipolitiker, bie elementare Bewegung im Schweizer Volk gering schätzen zu können, unb bie maßgebenbe.Presse machte sich, wie einst in Deutschlanb, eher über sie luftig. Das ist heute anbers geworben. Von Deutschlanb und von Italien her ist bas neue Gedankengut vor allem tn bie Köpfe ber jüngeren Generation gelangt unb macht vor ben Parteischranken schon längst nicht
Englische Rückfragen in Parts
Eine Aussprache im Unterhaus als zwecklos aufgegeben.
mehr Halt. Trotzbem barf bie festverwurzelte Schweizer Demokratie nicht einfach mit bem Weimarer System in Deutschlanb verglichen werben. Eine Umbilbung ber Regierung unb eine Derfassungsreform sinb mit ber revolutionären Bewegung in anberen ßänbern sachlich noch nicht gleichzusetzen, wenn sie für bie bisher so ruhige Schweiz aUerbings auch schon viel bebeuten.
In biesem Zusammenhang barf schließlich auch nicht vergessen werben, baß die Schweizer Sozial- bemokraten über einen äußerst aktiven unb rabikalen Flügel verfügen, ber burch Nicole in Genf auch Regierungseinfluß ausübt. Aber gerabe bas Beispiel ber mit Moskau oerbunbenen Genfer Kantonsregierung stärkt ben antimarxistischen unb rechtsgerichteten Elementen automatisch ben Rücken. Obgleich Sozialbemokraten unb Fronten bei ber Bekämpfung bes herrschenben Systems zuweilen in gleicher Richtung marschieren, sinb bie Gegensätze zwischen ihnen hoch nicht weniger scharf als etwa in Oesterreich unb Deutschlanb. Mit großem Interesse wirb man ber weiteren innerpolitischen Entwicklung in ber Schweiz entgegensehen. Es ist natürlich nicht gesagt, daß Sensationen sich häufen müssen. Aber unter der zwischendurch vielleicht ruhig erscheinenden Oberfläche vollziehen sich geistige Umschichtungen, die früher ober später politische Wirklichkeit werben können.
Industrie herbeigeführt worden. Damit ist ein haben. .
W^et 250 000 Arbeiter betreu hätte > Parallel m. der Entw^lung m «landaber vermieden worden. Die lehlen Verhandlungen S Wammen, als eine Masche zunächst zerriß, °-n,r ^mlich die Bankengewalt. Der furchtbare Bankenzusammenbruch bes Vorjahres bebeutete
Wehrformationen aus. Die einzelnen Wehrverbänbe bleiben als Unteroerbänbe weiter im Rahmen ber Wehrfront bestehen, werben jeboch umorganisiert. Die gesamte Vaterlänbische Front wird zur österreichischen Staatsbewegung erklärt. Die nicht in der Wehrfront zusammengeschlossenen Wehrverbände sollen zum Teil durch Eingliederung ber Angehörigen in bie Privatwirtschaft zahlenmäßig herabgesetzt werden, so daß in Zukunft die Wehrfront etwa 30 000 bis 40 000 Mann umfassen wird.
Hafter in London Anweisungen für die \ Unterredung erhalten hat, die er heute mit bem Staatssekretär des Aeußern, Sir John Simon haben wird. Die französische Regierung wünsche weitere Nachrichten über die Art der Garantien zu erhalten, die -Großbritannien zu geben bereit sei. Wie verlautet, wird sich die britische Regierung mit Deutschland unb Italien in Verbinbung setzen. '
T* I tagung über bie Ostertage eine Abrüstungs-
Döllttl ausfpradje abzuhalten, sei aufgegeben worden,
livv eU'r'a'q" zwischen Unternehmern und den i London, 27. März. (DNB. Funkspruch) Nach da die Lage der Abrüstungsbesprechungen gegen- tlvverirag zwy^en «n^rneymern mw , Telegraph" dürste der A brüstungs - wärtig keine Erklärung über die künftige britische
Arbeitern geregelt Ferner wird tn Detroit e i n /s K a b i n e 11 s, der am Dienstag Politik zulasse. Die Arbeiterpartei hat zugegeben,
Ausschuß gebildet werden, der aus je einem £ ^5 d) u ß i) s D... , ^te eingehend daß eine Aussprache im Augenblick Zwecklos wäre.
besprochen hat, sich für eine Anfrage na ch „Times" teilt mitz daß b e r s r a^n z ö^s i s^ch e B o^t-
Während Roosevelt versucht, bie Wirtschaftskrise zu überminben, steigt bie soziale Krise auf. Anderthalb Menschenalter, nachdem m Deutschland, drei Menschenalter, nachdem in England der Kampf zwischen Organisationen ber Unternehmer unb ber Arbeitnehmer mit einer Anerkennung ber Arbeit- .............o._.........v_______vi_____ . ,
nehmerorganisationen enbete, ist in ber Neu en Anwendung für Textilroh st offe finden, boch Welt im ökonomischen Ablauf bie Wirtschaft in fönnen jeberzeit gleiche Regelungen für ben a n b e = biefe Kampfzone getreten. Die Streikwelle,^ ^11 Einfuhrbebarf getroffen werben. Es bie im Frühherbst überall auffteilte, war eine reine f0[{ bie Häufung von Vorräten ver- Lohnbewegung. Die infolge ber Dollarabwertung nrieben und eine zweckmäßige Verteilung für plötzlich gestiegenen Lebensmittelpreise liefen ben ben wirklich nötigen Seb arf sichergestellt Löhnen bavon. Heute geht es nicht nur um Lohn werben.
unb Arbeitszeit, sonbern um bie p r i n zip i e l l e j Maßgebenb für biefe vorüdergehenbe Einfuhr- Anerkennung ber gewerkschaftlichen Regelung ist ber Staub ber beutschen Währung Organisationen, obgleich für unb gegen biefe unb der Zahlungsbilanz. Im Februar de- Anerkennung nicht nur soziale unb humanitäre Mo- trug ber Passivsalbo 35 Millionen ober 13 Millio- mente ins Felb gerückt werben, sonbern auch rein nen Mark mehr als im Januar. Das sinb sicher wirtschaftliche Heberlegungen. | ernste Zahlen. Man braucht anbererseits bie Passi-
Währenb bie manchesterliche Wirtschaftsausfas- oierung ber beutschen Hanbelsdilanz nicht zum An- fung, wonach lebiglich bie Reichtumsbildung der 1 laß zu nehmen, übertrieben pessimistische Vorstellun- Jnbividuen Zweck der Einzelwirtschaft sei unb bem J gen zu erwecken. Die Gefahrenzone, in ber sich ber Staat nur eine Nachtwächterrolle zuerkannt werden^ deutsche Außenhanbel ohne Zweifel befindet, ist bürfe, zuerst in Deutschlanb zerbröckelte, bann aber nicht größer unb nicht kleiner, als sie im Lause ber auch im klassischen Lanbe ber Wirtschaftsfreiheit, in letzten eineinhalbJahre gewesen ist. Man kann so- Englanb, zum alten Eisen geworfen worden ist, lebte gar behaupten, daß mit ber wachsenben Konsoli- eigentlich nur noch bie amerikanische Wirtschaft in bierung ber zwischenstaatlichen Warenströme auf diesen Vorstellungen. Zwar ist bie Jbeologie längst Grunb ber sich neu einspielenben Wettbewerbs- durch bie Wirklichkeit vernichtet worben, jeher „frei- bebingungen bie beutsche Position im Welthanbel geborene" Amerikaner habe in „Gottes eigenem i selbst unter bem akuten Druck ber Devisenknappheit Laube" bie Möglichkeit, Dvllarmilliarbär zu wer-'
« LIVIU vXl Lil yUl f | l | w •> v 1 11 v | 1 w J) /
Unparteiischen besieht. Diesem Ausschuß werben ™ a r ausgesprochen Haden, in der um Aufklä- d i e Lohnlisten und die 2nifglieber-| tung über Wünsche unb Ansichten ersucht werden listen der Arbeitervertretungen zu-' soll, bie in ber französischen Note nur berührt, qänqlidj sein. Die Regierung betont, daß sie feine | aber nicht eingehenb oder adschließenb behandelt e er i>enreiunqen PKuut3uutn luttbe. worden sind Die Frage der Ausfuhr ungs-
Dl- kleineren Ausstände in den nerfchiedenen 3n- y, a f t
der zur Sprache gebracht werde. Die Absicht, i m Unterhaus am Donnerstag anläßlich der Der-


