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Nr. 49 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)Dienstag, 27. Sebruar 1954

Der Schwur auf dem Königsplatz.

I i

Blick auf die feierliche Vereidigung vor den Propyläen in München, von wo die Eidesformel den Politischen Leitern im ganzen Reich von Reichsminister Rudolf Heß, dem Stellvertreter des Führers, vorgesprochen wurde.

Kauderwelsch in aller Wett.

Ein Streifzug durch die merkwürdigsten Sprachen der Erde.

Am Baum der Sprache gibt es neben reich aus­ladenden Aesten und gerade gewachsenen Zweigen auch wunderliches Gestrüpp und Schlingwerk. Zu diesem gehören die Rot- oder Behelfs- Sprachen, die nicht organisch aus dem Wesen und mit der Entwicklung eines Volkes gewachsen sind, sondern die äußeren Bedürfnissen oder sozialen Verhältnissen ihre Entstehung verdanken. Da sie häufig zum Zwecke von Handel und Wandel ge­schaffen wurden, hat man sie Handelssprachen ge­nannt, aber Professor Ernst Schultze, der diese seltsamen Mitzgeburten des Sprachgeistes in einer Abhandlung desSociologus" eingehend unter­sucht, schlägt als bessere Benennung Sklaven­oder Diener-Sprachen vor, da sie am häufigsten zur Verständigung zwischen Herren und Dienenden benutzt wurden. Verständigung kann sich sogar wortlos vollziehen, wie der sogenannte stumme Handel" zeigt, von dem schon H e r 0 d 0 t berichtet und der sich zwischen höher kultivierten und unterdrückten Völkern entwickelte. Auch die Trommelsprache der afrikanischen Reger, die Pfeif-Sprache auf der Kanarischen Insel Gomers sind Notbehelfe des Ausdrucks, wenn sie nicht irgendwelchen geheimen Zwecken dienen.

Ersatzsprachen bilden sich zwischen verschieden­sprachigen Menschen, von denen keiner die Sprache des anderen kennt und die sich irgendwie auf die bequemste Weise eine Verständigungsmöglichkeit zurechtmachen. Es entsteht dann ein wunderliches Kauderwelsch, das jedoch die Form einer richtigen, wenn auch unentwickelten Sprache annimmt und bestehen bleiben kann. So erzählt z. B. Andree von deutschen Ansiedlern in Orenburg, daß sie sich im Verkehr mit russischen und tartarischen Hausie­rern einen Mischmasch mit fremden Svrachbrocken geschaffen hatten, so daß etwa ein Satz lautete: Mämka (Verkleinerungsform von russisch Mutter) hat die Kischmisch (Traube) und die Uriuk (Aprikose) aus derselben Läfka (Laden) gekauft, wo ihr Kumgar (Waschnapf) gekauft habt." Die wichtigste dieser von Siedlern geschaffenen Misch­sprachen ist das Pennsylvania-Deutsch, eine Vermengung des pfälzischen Dialekts der deut­schen Einwanderer mit englischen Brocken, das noch heute von 1 bis 1,5 Millionen Menschen in Penn- sylvanien, im nordwestlichen Maryland, Ohio, Indiana und Kanadisch-Ontario gesprochen wird und eine ganze Literatur, besonders humoristischer Art, aufweist.

Das älteste und berühmteste Kauderwelsch, das zu Handelszwecken geschaffen wurde, ist die Lingua franca, die in den Seehäfen der ganzen Levante, an den Küsten Kleinasiens, Syriens, des Schwarzen Meeres und Nordafrikas verstanden wird und aus dem Mittelalter stammt. Die Grundlage ist Italie­nisch, vermischt mit einem bunten Wirrwarr fran­zösischer, spanischer, portugiesischer und einiger lateinischer Brocken. Moliere hat imBürger als Edelmann" dem Mufti des Schlußballetts selt­same Laute in den Mund gelegt, die man so lange für blühenden Unsinn hielt, bis die Franzosen bei ihrem Einzug in Algier 1830 zu ihrem Erstaunen feststellten, daß die Gassenjungen die Sätze aus dem Moliere verstanden; es war Lingua franca. Die eigentlichen Sklaven- und Dienersprachen haben sich hauptsächlich im Verkehr zwischen Weißen und Farbigen in den letzten zwei Jahrhunderten ge­bildet,' vielfach beeinflußt durch den Sklavenhandel. Da ist das Kisuaheli, von den Engländern verächtlichGeplapper" genannt, eine Verfilzung des Suaheli mit englischen Ausdrücken, ohne die aber kein Handelsmann und kein Forschungsreisen­der im schwarzen Erdteil auskommt. Die meisten Negerstämme an der Küste von Neu-Guinea spre­chen außer den eigen Mundarten noch das soge­nannte F a n t i, dessen Hauptbestandteil ein ver­ballhorntes Neger-Englisch ist. Die westindischen Negersprachen verdanken ihre Entstehung dem Ver­kehr zwischen Plantagen-Besitzern und Sklaven. Die Ersatzsprache der ' Moskito-Küste läßt resolut alle Laute fort, die die Eingeborenen nicht aus­sprechen können, so daß z. B. Kaffee Kapi, Tabak Twaka heißt. Daß Papplomento in Guyana setzt sich aus Holländisch und verschiedenen Neger- Idiomen zusammen. Eine eigenartige Wander­sprache im westlichen Gebiet des Stillen Ozeans ist das sogenannteBeach-la-mar", entstanden aus dem französischen Wort für Seegurke. Der Handel mit diesen Gurken, dem Trepang, führte

französische Händler mit den Fischern zusammen, die durch ihre schlechte Aussprache des französischen Wortes den Namen schufen, der dann auf das später entstandene Sprachgemisch übertragen wurde. Dieses Kauderwelsch, das hauptsächlich von Walfisch­fängern und Sklavenhändlern ausgebildet wurde und auch dasPidgin-Englisch" der Südsee heißt, hat nur geringen französischen Einschlag, während der Hauptwortschatz englischen Ursprungs ist. Die verbreitetste Ersatz-Sprache der Welt ist das in Ostasien entstandene und dann weit in den be­nachbarten Gebieten eingenistetePidgin-Englisch", ein entsetzliches Gemengsel aus einem ganz kleinen englischen Wortschatz, durch portugiesische und malaiische Sprachfetzen verunreinigt und schließlich in Aussprache und Grammatik dem Chinesischen angenähert. Diese sprachliche Mißgeburt ist zweifel­los durch einen Zwang gefördert worden, den die Engländer in China ausübten. Da sie selbst sich zu aut dünkten, um chinesisch zu lernen, und in John Chinaman eine kulturell tiefstehende Rasse vor sich zu haben meinten, mit der man wie mit Kindern sprechen müsse, so bedienten sie sich einer kindisch lallenden, absichtlich verstümmelten und verdrehten Sprache, die die Chinesen von ihnen lernten. Ist so die Verbreitung des Pidgin durch ein völker­psychologisches Mißverständnis unterstützt worden, so stellt doch überhaupt die kindliche Form des Sprechens ein allgemeines Merkmal dieser Sprachen dar. Indem sich der Herr auf das so viel tiefere Niveau des Dieners herabläst, reder er mit ihm wie mit einem Kinde und der Sklave lallt ihm nach. Dazu kommt noch die meist unfreiwillige, manchmal aber auch absichtliche Komik, die dem Ganzen einen humorvollen Anstrich gibt und mit zur Benutzung des primitiven Sprach-Salats bei­trägt.

Einheitliches Fernsprechbuch für das Rhein-Maingebiet.

Frankfurt a. 26. gebr. (LPD.) Die In- dustrie- und Handelskammer für das Rhein-Mai- nische Wirtschaftsgebiet hat an die Oberpostdirek­tion Frankfurt am Main eine Eingabe gerichtet, in der sie die Bitte ausspricht, im Interesse der Einheit des Rhein-Main-Gebiets die Herausgabe eines gemeinsamen, alphabetisch in sich geordneten F e r n s p r e ch b u ch e s für das Rhein-Main- Gebiet alsbald in die Tat umzusetzen. Bei der Belebung der Wirtschaft im Rhein-Main- Gebiet mache sich das Fehlen eines solchen Fern­sprechbuches, das jedem Teilnehmer der Bezirke Frankfurt und Darmstadt unentgeltlich zugestellt wird, äußerst nachteilig bemerkbar. Die Postbehörde würde bei Erfüllung dieses Wunsches ebenfalls mit einem vermehrten Fernsprechverkehr und damit mit einer Mehreinnahme rechnen können. Erfah­rungsgemäß unterbleiben häufig Anrufe, wenn erst die Nummer des Teilnehmers mühsam gesucht oder gar bei den Auskunftsstellen erfragt werden muß.

Büchertisch.

Gaupp - Stein - Ionas, Kommen­tar zur Zivilprozeßordnung, 15. neu­bearbeitete Auflage, zwei Bände, 1933 f., Lieferung la nebst Ersatzbogen und Lieferung 3. Subskrip­tionspreis 1,60 Mk. und 10,35 Mk. (330, 352) Seit Abfassung der unlängst erschienenen Bespre­chung des Kommentars ist das Gesetz zur Aende- rung des Verfahrens in bürgerlichen Rechtsstreitig­keiten erschienen und auf Grund dieses Gesetzes die Zivilprozeßordnung neu bekanntgemacht worden. Diese tiefgreifende Abänderung der ZPO. machte eine weitgehende Neukommentierung der bereits in den ersten' beiden Lieferungen erläuterten Gesetzes­bestimmungen notwendig. Diese Neukommentierung ist enthalten in der Lieferung la und den ihr lose beigegebenen Ersatzbogen. Die Lieferung la enthält aber ferner die bislang noch ausstehende Erläute­rung der §§ 108 bis 127 (Sicherheitsleistung und Armenrecht). Die Lieferung 3 bringt den Kommentar zu den §§ 253 bis 360. Das nun schon weit vor­geschrittene Werk befindet sich auf dem neuesten Stande. Iter Verlag stellt die Ersatzbogen den Sub­skribenten nicht in Rechnung. Der Subskriptionspreis ist am 31. Dezember 1933 erloschen. E.

DerFeierabendanzug der Deutschen Arbeitsfront

Die Bezirksleitung der Deutschen Arbeits­front teilt mit:

Für die Mitglieder der Deutschen Arbeits­front habe ich mich entschlossen, einen Fest­anzug zu schaffen, welcher von denfelben bei festlichen Veranstaltungen getragen werden soll. Dieses Ehrenkleid soll den schaffenden deutschen Menschen, ohne Unterschied des Standes, als Mitglied der deutschen Volksgemeinschaft kenn­zeichnen und damit seine Stellung als vorbild­liches Mitglied der Gesellschaft festlegen.

gez. Dr. Ley."

Diese Anordnung des Führers der Deutschen Arbeitsfront, die, wie kaum eine andere, geeignet ist, die Begriffe des Standes- und Klassenunter­schiedes zu beseitigen, ist von allen Volksgenossen mit Freude und Begeisterung ausgenommen worden.

Zwei Gesichtspunkte sind es, die die überragende Bedeutung gerade dieses Gedankens Herausstellen. Der eine ist in dem Wortlaut der Anordnung be­reits enthalten, und zwar in der

Kennzeichnung aller schaffenden INenschen als vollwertige Mitglieder der Deutschen Volks­gemeinschaft.

Es ist eine Tatsache, daß der Unterschied in der Kleidung vielfach dazu beigetragen hat, ein ge­wisses Minderwertigkeitsgefühl gegenüber den besser­gekleideten Betriebsführern, Leitern, Angestellten und Beamten, in die Arbeiterschaft zu tragen.

Der zweite Punkt ist nicht minder bedeutend in seiner Auswirkung, denn hierdurch besteht die Mög­lichkeit, ein schwer darniederliegendes handwerkliches Gewerbe zu retten, und damit Hunderttausenden von Volksgenossen

eine auskömmliche Existenzgrundlage zu schaffen.

Da es den Arbeitern aber vielfach nicht möglich ist, sich in kurzer Frist einen solchen Anzug zuzu­legen, haben sich einsichtsvolle Unternehmen dazu entschlossen, ihrer Gefolgschaft bei der Anschaffung des neuen deutschen Gesellschaftsanzuges zu helfen. Erinnert fei hier an das vorbildliche Verhalten einer sächsischen Firma, die einen Betrag von 5000 Mark zur Verfügung stellte, um allen Be­triebsangehörigen kostenlos Festanzüge zu beschaf­fen. Auch in Kreisen der rheinischen Wirtschafts­führer hat dieser

neue Gemeinschaftsgeist bereits Eingang gefunden. Werkführer haben dort zugesagt, bis zur Hälfte die Anschaffungskosten selbst zu tragen, der andere Teil, der der Gefolg­schaft vorgestreckt wird, soll in 26 Wochenraten vom Lohn abgezogen werden. Eine Firma in Hannover- Land übernimmt sofort die Kosten für die Her- n von 200 Feierabendanzügen. Die Hälfte sten wird in wöchentlichen Raten von einer Mark einbehalten, den restlichen Teil macht die Firma ihrer Belegschaft zum Geschenk.

Wir könnten die Reihe solcher Firmen, die von dem neuen Gemeinschaftsgeist durchdrungen sind, endlos aufstellen. Deshalb haben wir uns entschlos­sen, in unserer heimatlichen Presse einen

Ehrenplatz für die Velriebsführer

zu reservieren, die ihrer Gefolgschaft die Anschaf­fung des Feierabendanzuges der Deutschen Ar­beitsfront, sei es durch Üebernahme eines Teiles der Kosten oder durch Kreditierung des Herstel­lungswertes, ermöglichen.

SJL-'Spoit

Deutschlands Fußballelf gegen Luxemburg.

Lin Weltmeisterschafts-Ausscheidungsspiel.

Am 11. März findet in Luxemburg-Stadt das Weltmeisterschafts-Ausscheidungsspiel Deutschland Luxemburg statt. Der Deutsche Fußballbund hat für dieses Spiel zwar nicht wie ursprünglich geplant eine rein westdeutsche Mannschaft gestellt, aber es befinden sich immerhin neun Westdeutsche in der Elf, die durch die Süddeutschen H a r i n g e r und O e h m ergänzt wird. Mit Ausnahme des rechten Flügels Suchy-Billen von Hamborn 07, haben die anderen Leute alle schon ein- oder mehrmals in eine Nationalmannschaft gestanden. Die recht in­teressante Aufstellung hat folgendes Aussehen:

Buch loh (Speldorf); H aringer (Bayern München), Hund (Schwarz-Weiß Essen); Janes (Fortuna Düsseldorf), Szepan (Schalke 04), Oehm (1. FC. Nürnberg); Suchy, Billen (beide Hamborn 07), Hohmann, Rasselnberg (beide VfL. Benrath), K o b i e r s k i (Fortuna Düs­seldorf).

Die Mannschaft ist wesentlich stärker als die west­deutsche Vertretung, die kürzlich in Lille gegen Nordfrankreich nur ein Unentschieden von 3:3 erzie­len konnte. Sie dürfte u. E. die Aufgabe, Luxem­burg zu schlagen und damit Deutschland den Weg in die Endspiele um die Fußball-Weltmeisterschaft frei zu machen, glatt lösen können. Luxemburg soll und darf dabei keineswegs unterschätzt werden, die tapfere Vertretung des kleinen Landes hat noch am letzten Sonntag durch ihren schönen 3:2-Sieg über Belgien-8 in Charleroi bewiesen, daß sie einen recht guten Fußball spielt und kämpfen kann. Der Schießsport im GauXV (Hessen)

Zur Vorbereitung für die Deutschen Kampfspiele 1934 und zum Training für die Olympischen Spiele 1936 haben sich aus dem Gau 15 (Hessen) des Deutschen Kartells für Jagd und Sportschießen, Abteilung Kleinkaliber-Schießsport (Fachgruppe III des Deutschen Schießsport-Verbandes), bereits zahl­reiche Schützen gemeldet. Auf die einzelnen Gruppen verteilen sich die Meldungen wie folgt:

Einzelschießen mit offenem Visier 52 Schützen; Einzelschießen mit beliebigem Visier 25 Schützen; Mannschaftsschiehen mit offenem Visier 9 Mann­schaften; Olympia-Bedingung, Einzelschießen 15 Schützen. Der erste Ausscheidungskampf für die Olympia-Bedingung findet am 18. März in Frank­furt a. M. statt.

Beccali startet in Berlin.

Nach der Erteilung der Starterlaubnis durch den Italienischen Leichtathletik-Verband hat nunmehr der Olympiasieger und Weltrekordläufer Luigi B e c c a l i telegraphisch und brieflich sein bestimm­tes Kommen zum 23. Berliner Hallensportfest am 4. März im Sportpalast angekündigt. Ganz Berlin wird dem ersten Start Beccalis in der Reichshaupt­stadt mit großem Interesse entgogensehen.

Erwin Casmir in Stockholm.

Der einstmals bekannteste deutsche Fechter, Erwin C a s m ür = Frankfurt hat jetzt eine ehrenvolle Ein­ladung erhalten. Zusammen mit dem Ulmer G e i - w i tz nimmt der Frankfurter am Stockholmer Fecht­turnier, das am kommenden Donnerstag seinen Anfang nimmt, teil.

Kurze Sportnotizen.

Max Schmeling ist in Begleitung seines Trainers Machon wieder in Deutschland eingetrof­fen. Er äußerte, daß er durch die Niederlage, die er sich selbst zuschreibt, gelernt habe, denn durch die langen Kampfpausen sei er steif und langsam geworden. Der Deutsche will sich jetzt durch dauern­des Kämpfen wieder in die vordere Reihe der Schwergewichtsboxer der Welt bringen und keines­wegs, feine. Laufbahn mit dieser Niederlage durch Hamas 'beenden.

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Birger Ruud, der bekannte norwegische Ski­läufer, wurde jetzt vom Deutschen Ski-Verband offi­ziell als Olympiatrainer verpflichtet. Der Norweger wird sein Quartier in München aufschlagen und mit dem theoretischen Unterricht schon im Sommer be­ginnen.

Aus dem Reiche des Wintersports.

Die Skilcinderkämpfe der Studenten abgeschloffen.

Die Skiländerkämpfe DeutschlandSchweiz und DeutschlandJapan, die im Rahmen der deutschen Hochschulmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen durchgeführt wurden, konnten am Montag mit den letzten Wettbewerben abgeschlossen werden. Deutsch­land gewann am Vormittag zunächst den Staffel­lauf gegen Japan und errang damit einen über­legenen Gesamtsieg mit 2013,70 Punkten vor Japan (1848,49 Punkten). Den Slalomlauf innerhalb des Treffens gegen die Schweiz gewann Kaech-Schweiz in 43 Sekunden vor dem Freiburger Stober und von Weech-München. Im Gesamtergebnis kam so die Schweiz zu einem knappen Erfolg mit 890,26 : 880,45 Punkten.

Die kI8-Rennen in Sollestea.

Höhepunkt und Abschluß.

Die internationalen FIS - Skirennen in dem schwedischen Städtchen Solleftea fanden am Sonn­tag mit dem großen Sonder-Sprunglauf der wieder mit deutscher Beteiligung ausgetragen wurde ihren alanzvollen Höhepunkt. Rund um die Hallstabergschanze hatten sich nicht weniger als 25 000 Zuschauer eingefunden, die abermals einen norwegischen Sieg sahen. Christian Johansson kam mit Sprüngen von 51 und 59 Meter vor A. Havde (Norwegen) und dem Schweden Sven Eriksson auf den ersten Platz. Die Deutschen hielten sich in dem internationalen Konzert wieder aus­gezeichnet. Der junge Berchtesgadener Hans Ostler war sogar mit seinem 12. Platz (Note 215.8) bester Mitteleüropäer; Alfred Stoll (Berchtesgaden) lag nach dem ersten Gang sogar mit an der Spitze, vergab sich aber später alle Chancen durch eine ausgesprochen schwache Haltung und landete auf dem 15. Rang. Karl Dietl erreichte noch den 23. Platz für die deutschen Farben.

Den Abschluß der Wettkämpfe bildete am Montag der 50-Kilometer-Dauerlauf, der der ausrichtenden Nation endlich den schon lange sehn­süchtig erwarteten Sieg einbrachte. E. Viklund

gewann den Lauf in der guten Zeit von 4:06:43 vor seinem Landsmann Nils Eglund. Deutsche waren in dieser Konkurrenz nicht am Start er­schienen.

Mntersporifest des Deutschen Ostens.

DasWintersportfest des deutschen Ostens" in Krummhübel und Brückenberg war ein großer Er­folg. Der deutsche Eishockey meisterBranden­burg" Berlin kam zu zwei Erfolgen und schlug Beu- then 09 mit 3:0 sowie eine schlesische Auswahlmann­schaft mit dem gleichen Ergebnis. In den Vie - rerb ob rennen siegte wie erwartet der Zweier- Weltmeister Kilian (Garmisch) auf seinem Bob Olympia" in Rekordzeit. Berliner Erfolge gab es im Kunstlaufen, bei «den Herren durch Haertel und bei den Damen durch Frau Paula Schmidt und im Paarlaufen durch Frl. Hempel - Weiß. Im Patrouillen lauf triumphierte etwas über­raschend die SA.-Patrouille des Sturms 33 der Jäger-Standarte Hirschberg vor dem Militär - Spv. Hubertus Hirschberg und im Eisschießen be­legte die Mannschaft Obermaier (Bad Reinerz) den ersten Platz. Auf der Koppenschanze in Krumm­hübel wurde das Springen abgewickelt. Den weitest gestandenen Sprung führte Meine! (Aschberg) mit 46,5 Meter aus, für den Sieg in der Kombination Lang- und Sprunglauf kamen jedoch nur Bleidl (Aschberg) und Ermel (Brückenberg) in Betracht, von denen ersterer dank seiner besseren Sprünge Sieger wurde.

Sonja Henie in München.

5000 Zuschauer waren am Samstagabend im Münchener Prinzregenten-Eisstadion anwesend, um das unerreichte Können der vielfachen Weltmeisterin im Eiskunstläufen, der Norwegerin Sonja Henie, zu bewundern. Die Norwegerin zeigte ihre Welt- meisterschafts-Kür- und ein weiteres Schaulaufen und erntete für ihre ausgezeichneten Leistungen stürmischen Beifall. Besonderes Interesse fand auch das Eishockeyspiel zwischen den Zweiten der die»» jährigen Weltmeisterschaft, den US A.^angers, und dem SC. Rießersee. Die Amerikaner kamen auf Grund ihrer besseren Gesamtleistung zu einem