Dienstag, 27. Februar 1934
Nr. 49 Erstes Vlatt
184. Jahrgang
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Englands Schrei nach Sicherheit.
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1. „Status quo“ der ausgerüsteten Nationen;
2. internationaler Verzicht auf den chemischen
Rom, 26. Februar. (DRV.) Der englische Groh- siezelbewahrer Eden wurde am INontagnach- mittag von Mussolini zu einer Unterredung empfangen. Die Unterredung, die Eden mit Mussolini in Gegenwart des Staatssekretärs S u - v i ch hatte, dauerte etwa 1% Stunden. In der amtlichen Mitteilung darüber heißt es, daß Lden den Duce über feine Besprechungen in Paris und Berlin unterrichtet habe. Die Unterredung habe beide Staatsmänner in die Lage verseht, das italienische und das englische Abrüstungsmemorandum von neuem zu prüfen. Beide seien sich über die zu erreichenden Ziele einig geworden und insbesondere über die Möglichkeit, eine Grundlage für ein allgemeines Abkommen zu finden.
Am Montagabend nahm Eden an einem kleinen Essen teil, das ihm Staatssekretär S u v i ch in einem der römischen Klubs in privater Form gab, da amtliche Feiern wegen der Hoftrauer nicht stattfinden können. Lden wurde am Montagvormittag vom Pap ft in Privataudienz empfangen. Er stattete auch dem Kardinalstaatssekretär Pacelli einen Besuch ab.
Oie britische presse ist hoffnungsvoll.
London, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) lieber Edens Unterredung mit Mussolini glaubt der Berichterstatter des „Daily Telegraph" in Rom mitteilen zu können, daß die Aussichten, eine Grundlage für eine Abrüstungsvereinbarung zu erreichen, weniger ungünstig sind als vor einiger Zeit. Zwei Punkte hätten sich aus Edens Reise nach den drei großen europäischen Hauptstädten ergeben:
1. Die britische Denkschrift bleibt die Grundlage der künftigen Erörterungen; 2. der nächste Schritt der britischen Regierung wird in erheblichem Maße davon abhängen, was d i e französischen Minister dem Lordsiegelbewahrer zu sagen haben werden, wenn er ihnen über seine Besprechungen berichtet.
Mussolini sei sehr freimütig in seinen Aeßerun- gen gewesen, habe aber gegenüber aewis - (en Punkten der britischen Denkschrift U n» nachgiebigkeit gezeigt. Die Besprechung sei so erschöpfend gewesen, daß Eden imstande sein werde, früher als geplant nach Daris weiter zu fahren. Bon maßgebender Seite verlautet, daß das Gerücht, wonach eine Verschmelzung der britischen und der italienischen Denkschrift vorgesehen sein soll, völlig unbegründet sei. Die britische Denkschrift bleibe die alleinige Grundlage der weiteren Erörterungen. Rom habe sie nicht abgelehnt, und Deutschland sei bereit, sie als Grundlage anzunehmen.
Im Bericht des „Times"-Berichterstatters in Rom heißt es u. a., der Schluß der amtlichen Verlautbarung scheine den Eindruck zu bestätigen, daß
den Nachweis zu versuchen, daß die britische Flotte weit hinter den anderen Kriegsflotten der Welt zurückbleibe. Im Jahre 1936 bei Ablauf des Londoner Flottenabkommens werde Großbritannien z. B. nur drei oder vier nicht veraltete Schlachtschiffe gegenüber acht amerikanischen und fünf japanischen besitzen. An Kreuzern werde es 1935 nur d i e Hälfte der erforderlichen Mindestzahl besitzen. Auch die Zahl der veralteten Fahrzeuge unter den Zerstörern sei beunruhigend hoch. Die britische Nation müsse von dem Irrtum lassen, daß sie Sicherheit in Abrüstungsverträgen und im Völkerbund finden könne.
Militärische Stoßtrupps als Mittel der Außenpolitik. Pläne des französischen Generalstabs. Paris, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) „Echo de Paris" fordert, die Regierung möge ein besonderes Berufsheer schaffen, das überall dort eingesetzt werden könne, wo Frankreichs Politik eine militärische Unter- stützung benötige. „Republique" bezeichnet diesen Plan als äußerst gefährliches Spiel des französischen Nationalismus. Man würde damit zu
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Randnoten.
Die Dunkelmänner der Dollfuß-Diktatur haben die Zeit für gekommen gehalten, ans Rampenlicht zu treten, und jetzt weiß man, daß der kraftvolle Diktator Dollfuß in Wirklichkeit nur die Bremse fremder Mächte gegen den nationalen Lebenswillen und das Selbstbestimmungsrecht des österreichischen Volkes sein syllte. Denn heute noch gilt, was 1920 der spätere amerikanische Präsident Hoover sagte, Oesterreich sei nicht lebensfähig, es habe keine Zukunft als das Armenhaus, denn die Mächte hätten ihm feine Fußsehnen zerschnitten, von seinen Absatzgebieten getrennt, und ihnen sollte man daher die Verantwortung überlassen. Die Dollfuß-Leute wissen genau, daß aus eigener Kraft dieser so unglücklich geschnittene Staat nicht lebensfähig ist, daß ihre Erfindung der österreichi-
Mtzeim Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
krieg;
internationale Bestimmungen, durch die Deutschland seinen guten Willen beweisen kann. d. h. essektive Kontrolle der defensiven Teitaufrüstung Deutschlands;
Sonderabkommen über die halbmilitärischen Verbände, das durch die Berliner Besprechungen Edens ermöglicht worden sein soll.
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Edens Unterredung mit Mussolini.
Schnette Einigung über die Möglichkeiten einer Abrüstungsverständigung
endgültig ist, sondern dem immer wieder eine Auferstehung folgt hat am vergangenen Sonntag seinen ernsten symbolhaften Ausdruck gefunden. Man gedachte der vielen Millionen Toten des Weltkrieges und man rief das Volk zum Appell der Nation. Man senkte die Fahnen mit dem schwarzen Trauerflor und nahm dem Volke den Eid der unverbrüchlichen Treue zum Führer des neuen Deutschlands ab Und in der Tat, beides gehört zusammen, der Tod und das Leben, der Krieg und die Besinnung, die Gefallenen und der Aufbruch der Nation. Es ist ein- und dasselbe Erbe, für das die Millionen des Weltkrieges im Dreck der Front gefallen und gestorben sind und für das die jungen Kämpfer der deutschen Revolution in tagtäglichem unermüdlichen Einsatz ihren Mann stehen.
So waren auch die Worte des Reichswehrministers von Blomberg bei der Heldengedenkstunde in der Berliner Staatsoper zu verstehen: „In stolzer Trauer gedenkt heute das ganze Volk der Gefallenen. Heber die Spanne der langen bitteren Jahre und des unglücklichen Ausgangs des Krieges hinweg schlagen wir in dieser Stunde eine Brücke von unseren Herzen hinüber zu den Gräbern in fernen Landen. Wir gedenken in Ehrfurcht und Dankbarkeit der zwei Millionen, die da starben, auf daß Deutschland lebe." Wir haben den Gefallenen in unserer Seele eine Heimstätte gegeben, gleichgültig, ob sie bekannten oder unbekannten Namens gewesen sind, gleichgülttg auch, ob sie im Sappen köpf, auf Patrouille, als Flieger oder wie sonst immer ihre Pflicht erfüllt haben.
Und trotzdem war diese erhabene Weihestunde mehr als eine Stunde des Erinnerns und des Zurückgedenkens. Es war auch eine Stunde, in der allen die unverbrüchliche Zusammengehörigkeit des F r o n t e r l e b n i s s e s und des nationalsozialistischen Aufbruchs, der mythischen Gestalt Hi n b e n b u r g s und des jungen Führers Adolf Hitler offenbar wurde. Denn — der Führer hat das oft und dankbar betont — das Weltkriegserlebnis und der Nationalsozialismus sind nicht voneinander zu trennen. Die geschichtlich beispiellose Verbundenheit aller Volks-
Opferfreudigkeit der Berliner, die sich hier wieder einmal unter Beweis stellen konnte. Die SA.- Führer sind auch ganz gewiß nicht aus dem Grunde der „Reklame" oder der „Sensation" mit den Sammelbüchsen auf die Straße gegangen. Nein, diese Sammelaktion der Sturmführer und höheren Chargen der SA. findet ihren eigentlichen Grund und Sinn in dem Wesen und in der Geschichte der SA. selbst. Entstanden aus einer ursprünglichen Kampfgemeinschaft, aus dem „Saalschutz" bei den ersten Versammlungen der jungen nationalsozialistischen Bewegung vor heute vierzehn Fahren, wurden die Sturmabteilungen, die „SA.", im Laufe der Fahre des Kampfes gegen den Volk und Nation zerfetzenden Marxismus und Kommunismus zu den Sammellagern der „braunen Soldaten", die aus dem Volke tarnen und sich für das Volk mit ihrem ganzen Ich einzusetzen bereit waren. Sie wurden zu den Keimzellen der großen politischen Millioncn- armee, die die SA. heute bildet, nicht mehr allein eine politische Kampfgruppe, sondern die Gemeinschaft des neuen deutschen und wehrhaften Volkes.
Unverbrüchliche Treue zu ihrem Führer, opfer- volle Hingebung an das große Ganze und selbstlose Kameradschaft gegen den Nebenmann im Glied der Kolonne — das hat die Männer der nationalsozialistischen SA. einst zusammengeführt und zusammengehalten. Und diese tragenden Ideen haben heute in der SA. des deutschen Volkes Form und Gestalt angenommen und haben das große Heer der verantwortlichen Führer aus den Reihen der Sturmabteilungen erwachsen lassen. Ebenso aber wie die Führer der SA. jederzeit von jedem einzelnen Sturmmann das Letzte verlangen, ebenso sind auch sie selbst bereit, sich für die Kameraden einzusetzen, mit denen sie verwachsen bleiben trotz Charge und Titel und Amt. Wenn sie in diesen Tagen hinausgegangen sind auf die Straße, um für die armen Kameraden in den Reihen ihrer SA. zu sammeln, um die Mittel aufzubringen, damit praktische und schnelle und wirkliche Hilfe geleistet werden kann, dann haben sie ein schönes Beispiel einer unbedingten Pflichterfüllung gegeben, der Pflicht, die von ihnen den vollen und ganzen Einsatz verlangt im Dienst für den nächsten Kameraden und für den Dienst am ganzen deutschen Volke.
Edens Besprechung mit Mussolini durchaus ermutig e n ö war. Das Schwergewicht der Sendung Edens liege jetzt offensichtlich in Paris.
Der Widerhall in Paris.
Paris, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Abrüstungsfrage hat nach Berichten der französischen Presse aus Rom gewisse Fortschritte gemacht, da die Besprechungen Mussolinis mit Eden z u einer Verständigung geführt haben sollen. Der römische Berichterstatter der Havas-Agentur will von einer Einigung über den Abschluß einer Rüstungspause wissen, eines kurzfristigen Abkommens, durch das der gegenwärtige Rüst ungs st and der Siegermächte stabili- fiert und Deutschland z u einer kontrollierten bedingten Teilaufrüstung ermächtigt werde. Eine derartige Einigung wäre nach Auffassung des französischen Berichterstatters unmöglich gewesen, wenn Eden aus Berlin nicht den Eindruck mitgenommen hätte, daß Deutschland keine Einwendungen erheben würde. Eden und Mussolini sind sich ferner, wenn man der französischen Presse ©tauben schenken darf, über die Möglichkeit einer allgemeinen Verständigungsgrundlage einig. Es handelt sich um den bekannten „M i n d e st p l a n", den Italien zu einem von den interessierten Mächten zu unterzeichnenden Abkommen auf folgender Grundlage verdichten möchte:
der Zukunft abgegrenzt. Ein deutsches Menschenbild soll Wirklichkeit werden, wie es seit Jahrtausenden die Sehnsucht unserer Geschichte ist. Mit Recht sagte der Führer, daß das Geschehene auf dieses Ziel hin noch gewaltiger sein wird als das Geschehen, das hinter uns liegt. Und in entsprechendem Maße wird der Anspruch, der an die Menschen gestellt ist, denen die Erfüllung und Erkämpfung des Zieles obliegt, gewaltiger, größer und härter fein. Es ist der Kampf um die Entfaltung und die Verwirklichung des ewigen Deutschlands, das sich in immerwährendem Kampf um Tod und Leben, um Stirb und Werde, um Innerlichkeit und Macht lebt und erfüllt und das im Sterben der Soldaten des Weltkrieges ebenso seinen Ausdruck gefunden hat, wie in dem kämpferischen Aufbruch der natto- nalsozialistischen Bewegung.
Fm Rahmen des Winterhilfswerkes haben am 14. Jahrestag des Beginn des nationalsozialistischen Kampfes die Führer der SA. - Gruppe Berlin-Brandenburg auf den Straßen und Plätzen der Reichshauptstadt eine Sammelaktion zugunsten der bedürftigen SA. - Männer eingeleitet, die sich über eine Woche erstrecken soll. Vom Sturmführer aufwärts, Sturmbannführer und Standartenführer, die Brigadeführer und Oberführer, ja selbst der Grup- penführer — sie alle haben die Sammelbüchse in die Hand genommen, haben sich auf die Straßen gestellt, sind in die Lokale hineingegangen, haben die Automobile angehalten, um ein Scherslem für die bedürftigen Kameraden der ihnen unterstellten Verbände zu erbitten. Niemand von ihnen hat sich ausgeschlossen, und alle sind sie mit freudigem Gesicht und frohem Herzen an dieses Unternehmen herangegangen. Und die Berliner wollten ihnen gewiß nicht nachstehen, sie haben schnell und gern gegeben. Mancher „Sechser" und Groschen, häufig ein Fünfziger oder ein silbernes Markstück, ja sogar Goldstücke und Schecks sind in die roten Sammelbüchsen der Winterhilfe gefallen, so daß diese Sammelaktion finanziell einen überraschend großen Erfolg gezeigt hat.
2lber darüber hinaus hat diese neuartige und einzigartige Sammlung eine größere Bedeutung und einen weit tieferen Sinm Es ist nicht allein die
Mächten ausgehalten zu werden.
Das Volksempfinden der Oesterreicher hat das scharf erkannt. Denn sonst würde ein Dollfuß nicht wagen, seine immer wieder angekündigte Verfassungsreform ohne Volksbefragung durchzuführen. Hierin liegt ein Staatsftreichver- fuch vor, der nicht einmal in dem des 2. Dezember 1851 durch Napoleon III. fein Vorbild findet, denn schließlich war Louis Napoleon durch eine überwältigende Mehrheit des französischen Volkes zum Staatspräsidenten gewählt worden, während Dollfuß seine Macht nur einem christlichsozialen und schwarzgelben Klüngel verdankt, hinter dem Rom und Paris standen. Man kann es verstehen, wenn sogar Bundespräsident M i k l a s dieser Dollfuß auf die Nerven geht und er sein Amt niederlegen will. Wie weit die Habsburg-Freunde in Budapest und in Wien jetzt Morgenluft wittern, ist noch nicht ganz klar. Oberst Wolf, der Führer der „Kaisertreuen Volksparte i", wurde bisher auch von den Christlichsozialen etwas als der Frosch der La Fontaineschen Fabel betrachtet, der so groß werden wollte wie ein Ochse. Aber daß der schwarzgelbe,Wolf jetzt an Dollfuß und Fey appellieren kann, und Fürst Starhemberg jedenfalls, nach einer Erklärung im Pariser „Journal", daß ein Anschluß Oesterreichs an Deutschland das größte Unglück sei, die Verbindung mit dem Kronprätendenten Otto nicht abzuleugnen vermag, läßt doch auf den Versuch einer Restauration der Habsburger schließen.
Eine solche Restauration soll dazu dienen, dem Hause Habsburg die alte Rolle zuzuschanzen, den deutschen Nationalwillen zu schwächen. Aber daß die Kleine Entente darüber entsetzt ist, wie man in Paris mit den schwarzgelben Legitimisten liebäugelt und daß auf jeden Fall solches Dunkelmännertreiben mit der österreichischen Volksbewegung nichts gemein hat, sind doch politische Wirklichkeiten, die durch künstliche Konstruktionen auch mit Hilfe von Paris nicht beseitigt werden können. Frankreich weiß, daß das französische Volk schließlich mit den Bourbonen machte, die nach dem Sturz Napoleons durch fremde Mächte als Dynastie den Franzosen wieder aufgezwungen wurden. Das österreichische Volk verlangt, fein Schicksal, feine (Staatsform und feine Regierung nach dem demokratischen Selb st bestimmungsrecht der Völker gestalten zu können. Dollfuß, die Schwarzgelben, ihre Schutzherren in Paris und anderswo sind anderer Meinung, aber das Gesetz der geschichtlichen Kräfteentwicklung arbeitet gegen die Versuche, das Rad der Geschichte für Oesterreich rückwärts drehen zu wollen.
genossen in der Kameradschaft des grauen Heeres hat ihre Wiedergeburt in der braunen Front des nationalen Sozialismus erfahren. Die alten soldatischen Tugenden der Opferbereitschaft, des persönlichen Mutes, der Disziplin und des Einsatzes für eine Idee, die im Wahn und in der Feigheit der Revolte unterzugehen drohte, feierten hier erneut ihre Auferstehung.
So war es wirklich ein Ereignis von tiefer, fast mehr als sinnbildlicher Bedeutung, wenn Adolf Hitler in der Nacht vor dem Heldengedenktaa d i e alte Garde seiner Bewegung zu einem Appell zusammenrief, um ihr einerseits für den mannhaften Kampf zu danken und um andererseits neue Aufgaben vor sie hinzustellen. Auch hier sprach der Führer wieder von der Zusammengehörigkeit des Fronterlebnisses und des Nationalsozialismus. Die deutschen Geschicke verlangten nach einer neuen Führung, aber sie konnte nicht wachsen aus dem Sumpf unserer alten Parteien, sondern sie konnte nur kommen aus dem Teil der Nation, der anständig seine Pflicht erfüllte, aus „den Reihen jener Männer, die viereinhalb Jahre lang an der Front das deutsche Leben am tapfersten vertreten hatten. So sind wir damals als deutsche Soldaten an dieses Werk gegangen, haben neue Prinzipien aufgestellt, haben sie als neue Männer vertreten unb haben für diese Prinzipien und ihre Vertretung eine durch und durch neuartige Organisation geschaffen, die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei!" Ihr Ziel war, ein neues deutsches Volk, eine neue deutsche Volksgemeinschaft zu schaffen, und wenn sie dieses Ziel erreichen wollte, dann mußte sie dem deutschen Volke das beibringen, was es als Soldatenvolk vier Jahre lang der Welt gegenüber bewiesen hatte. Denn Heroismus ist nicht nur auf dem Schlachtfeld notwendig, sondern auch auf dem Boden der Heimat.
Und dann legt Hitler Rechenschaft über das Erreichte und über das noch zu Erkämpfende ab. „Die Bewegung hat noch lange nicht ihr Ziel erreicht. Sie befindet sich erst im Beginn ihrer Entwicklung. Wenn wir einst sagten: Unsere Aufgabe ist die Eroberung der Macht in Deutschland, so sagen wir heute: Aufgabe der Bewegung ist die Eroberung des deutschen Menschen für die Macht dieses Staates." Damit sind die Aufgaben
Ein Hauptgrund für den in Rom zur Schau getragenen Optimismus, so schreibt der römische Berichterstatter des „Matin", ist die Versicherung Edens, daß Deutschland sich nicht weigere, eine effektive Kontrolle über die halbmilitärischen Verbände anzunehmen. Die italienische Regierung würde diese Bereitschaft, wenn sie sich bestätigen sollte, als bedeutungsvoll insofern ansehen, als ihrer Ansicht nach damit die Zustimmung Frankreichs ermöglicht würde. Der Wunsch Italiens nach einem allgemeinen Abrüstungsabkommen scheine so stark zu sein, daß weitere Zugeständnisse an den französischen Standpunkt bei den kommenden Verhandlungen nicht ausgeschlossen seien.
London, 27. Febr. (DNB.-Funkspruch.) In der konservativen Presse wird heute dringend ein Auf- rüsten Englands gefordert. „Daily Telegraph" sagt: Der Haushalt des Luftfahrtministeriums, der demnächst dem Parlament unterbreite! werden wird, läßt die Luftverteidigung Großbritanniens, verglichen mit Der anderer Mächte, in einer noch ungünstigeren Lage als gegenwärtig erscheinen. Der Haushalt fordert die Mittel für Drei neue Geschwader (jedes Geschwader hat in der Regel zwölf Flugzeuge). Hierdurch wird die königliche Luftstreitmacht auf 45 Geschwader verstärkt, womit sie aber noch immer um sieben Geschwader unter der Grenze zurückbleibt, die in dem vor elf Jahren abgegebenen Gutachten als Mindest- grenze für d i e Sicherheit des Landes bezeichnet wurde. Inzwischen verstärken andere Mächte, besonders die Vereinigten Staaten, Frankreich, Japan und Sowjetrußland, ihre Luftstreitkräfte in größerem Maße. Aber die britische Regierung bleibt entschlossen, alles zu unterlassen, was im Auslande falsch ausgelegt werden könnte.
„Mornina Post" beklagt die beunruhigende Schwäche Der britischen Kriegsflotte. Ein heute veröffentlichtes Blaubuch über die Stärke der Kriegsflotten der Welt bietet dem Blatt Anlaß,


