Der Obmann der Ortsgruppe, Kamerad Mölk, legte einen Kranz auf dem Heldenfriedhof nieder und hielt dabei eine kurze Ansprache. Wenn wir uns hier einfänden, so führte er u. a. aus, so gälten unsere Gedanken nicht nur den Kameraden, die auf diesem Friedhöfe begraben liegen, sondern allen, die in Feindesland oder auf dem Meeresgründe ihre Ruhestätte gefunden haben. Wir gedächten zu dieser Stunde auch jener Helden, die im Kampf der deutschen Freiheitsbewegung fielen. In den letzten 15 Jahren habe von den Kriegsopfern fast angenommen werden müssen, daß sie vergessen seien. Hilfe und Dank, Ehre und Achtung sei man ihnen in dieser Zeit schuldig geblieben. Nachdem aber Adolf Hitler das Staatsschiff übernommen habe, atmeten alle Kriegsopfer auf, denn der Führer sei mit den gleichen Wunden geschlagen worden, wie sie der Weltkrieg den Kriegsopfern brachte. Nun könnten die Kriegsopfer leben in dem Bewußtsein, daß die Opfer, die sie an Gesundheit und Blut brachten, nicht mehr umsonst gewesen seien. — Bei gesenkter Fahne und mit zum deutschen Gruß erhobener Hand gedachte man abschließend in kurzem, stillen Verweilen der Gefallenen.
Totengedenkfeier in Lang-Göns.
s. Lang-Göns, 25. Nov. Zu einem erhebenden Erlebnis wurde die heutige Feier, die in unserer Gemeinde zum Gedenken der Toten veranstaltet wurde. Alle Vereine und alle Gliederungen der NSDAP, waren in geschlossenem Zuge auf dem Kirchplatz aufmarschiert, dazu hatte sich fast die gesamte Gemeinde versammelt. Noch selten hat der Kirchplatz eine so zahlreiche Lang-Gonser Zuhörerschaft gesehen. Vor dem Denkmal der Gefallenen hatten die Fahnenträger Aufstellung genommen.
Nach einem Choralvorspiel des Dosaunenchors unter Leitung von Karl Boller und einem Chor des Gesangvereins „Frohsinn" unter Leitung von Chormeister Blaß (Gießen), „Selig sind die Toten", sprach der Ortsgeistliche, Pfarrer Wahl, in tief empfundenen, au Herzen gehenden Worten über den heutigen Gedenktag. Drei Denkmäler, so führte der Geistliche u. a. aus, stünden heute vor unserm Auge. Das von Langemarck, das an dem Platz errichtet wurde, an dem vor 20 Jahren an einem nebligen Novembertag die jungen Freiwilligen mit dem Deutschlandlied auf den Lippen in den Tod gingen, das von Tannenberg, in dem unser größter Deutscher, der nur die Treue und den Glauben an Deutschland kannte, Paul von Hindenburg, nun ruht und das auch heute noch von den ruhmreichen Schlachten in bitterer Notzeit erzählt, und das Denkmal in unserer Gemeinde, auf dem die Namen von 59 Männern verzeichnet sind, die ihr Alles, ihr Leben gaben, um Deutschland frei vom Feinde zu halten. Sie gingen alle in dem Glauben an Gott und für eine glückliche Zukunft Deutschlands in den Tod. Und heute aab uns das Schicksal wieder Männer, die versuchen, uns aus der Not in eine bessere Zukunft zu führen, wenn das gesamte Volk sich hinter sie stellt, wenn wir alle so leben und handeln, wie es die rechte Volksgemeinschaft erfordert.
Nach der Rede des Geistlichen legte der Vorsitzende des Kriegervereins, Karl Kd. N e r n , einen Kranz für unsere gefallenen Helden nieder und gelobte, daß wir ihnen nachleben wollten. Darauf erinnerte Bürgermeister Wenzel noch einmal an die großen Opfer, die gebracht wurden im Weltkrieg und auch an die Opfer der Männer, die ihr Leben Hingaben für die Freiheitsbewegung, für das Dritte Reich. Allen zum Gedenken legte er einen Kranz der Gemeinde Lang-Göns nieder.
Anschließend trug der Gesangverein „Frohsinn" in feiner Weise das Lied „Wie sie so sanft ruhen" vor. Dann spielte der Posaunenchor das Lied: „Ich hatt' einen Kameraden".
Damit war die Feier auf dem Kirchplatz beendet. Die gesamten Zuhörer zogen sodann auf den Friedhof, wo der Posaunenchor einen Choral spielte, der gemischte Chor einige Lieder vortrug und der Geistliche einen Text verlas. Mit einem Schlußgebet wurde auch diese Feier beendet.
Weihnachtsaussiettung im Turmhaus.
Neichskammer der bildenden Künste: Gruppe Gießen.
Die Gruppe Gießen der Reichskammer der bildenden Künste (Gau Hessen-Nassau) eröffnete am Samstag ihre diesjährige Weihnachts-Ausstellung. Sie ist zahlenmäßig noch stärker beschickt als die vorjährige: es sind insgesamt 27 Künstler unseres engeren Heimatgebietes vertreten, die meisten von ihnen mit mehreren Arbeiten. Die Maleret überwiegt, wie üblich, bei weitem. Bei ber Fülle dessen, was diesmal geboten wird, ist es im Rahmen eines Berichtes nicht möglich, mehr zu geben als einen Ueberblick, der auf Vollständigkeit keinen Anspruch macht, vielmehr zu lebhaftem Besuch, eigenem, eingehenden Studium und womöglich — das ist ja die Hauptsache — zum Kauf anregen möchte.
*
Bei einer gründlichen Vorbesicktigung haben wir im Einzelnen folgendes notiert. Mueller-Leute r t bringt neben der bekannten und früher bereits besprochenen Hitler-Büste drei neue Bilder: die „Landschaft mit Brücke", ein starkes grohliniges Bild mit ruhigen Farben und reicher, bewegter Tiefengliederung; dann ein Seestück, temperamentvoll gemaltes, schwieriges und von Courbet bis Böcklin hochberühmtes Motiv der sich Überschlagenden Welle; dazwischen ein gutes Figurenbild, das Mann und Frau unkonventionell einander gegen- überstellt und farblich von den Komponenten Rot und Blau überzeugend zusammengehalten wird. — Von Paul Maus fallen neben einer Chiemsee- Landschaft vor allem zwei große weibliche Akte auf: ganz realistisch gesehen, auf die körperliche Gebärde, das Muskelspiel und die mancherlei Lichter und Schatten der Körperoberfläche liebevoll eingehend; ruhige gedeckte Hintergründe lassen die Akte hell und lebendig ins Bild treten.
Von Lotte D r o e s e finden wir awei kleine Arbeiten: die „Heimkehrende Familie , ein einfaches und zeitloses Motiv, fast ein wenig lHwermütio in der Farbgebung; darunter, heller, schärfer im Umriß und realistischer ein Stilleben mit Krug und Weintrauben. — Viehmann malt einen bäuerlichen Jnnenraum voll friedlicher Ruhe; strickendes Mädchen am Tisch, die Katze auf dem Stuhl, Blumenstöcke am Fenster: ein Stimmungsbild. — Rohrbach zeigt eine Helle, leicht und luftig aquarellierte Sommerlandschaft, außerdem in einer Vitrine Gebrauchsgraphik: Plakate, Urkunden, Ex- libris. — Margret Kranz, der wir vor kurzem in der „Heimat im Bild" eine ausführlichere Betrach-
Aus der provinzialhaupiftadt
die
Weihnachtsausstellung für eröffnet.
Anschließend bleiben wir bei Musik und zusammen.
Eintrittspreis 30 Pfennig.
die sich um das Zustandekommen der Ausstell///:/ verdient gemacht haben, auch an das ~ Stnch quartett Schüttler, erklärte Herr Koddü;
merksame;
3m weit • Gdjulrat 5 I Munswer g gewollt, im n rufsfchicht, I rassen, M übe? Volkes Wknftyn m bringe nidjt rolle Mrbeit h i eilsgeme der Referent l ffiii sm braud ii Dir Mzr t | gebauten t)ee
»Wir rool Volles. \t bemütiger Quellen einer mö
onn löste ..Damit
w
Aoi
rwii I "PM tu
5»*
Oie Deutsche Arbeitsfront
NS-Gemeinschast »Kraft durch Freude".
; . Edelgar Kopf in i > Lächeln sc
„Wo m stehen selb , Er küßl >o blieben
Anläßlich des Jahrestages ,Kraft durch Freude" hat der Gießener K o n z e r t o e r e i n der NS.« Gemeinschaft „Kraft durch Freude" 200 Eintrittskarten für das Klavierkonzert am Dienstag zum halben Preise zur Verfügung gestellt. Die Karten können auf der Geschäftsstelle der NS.-Gernein- schäft „Kraft durch Freude" abgeholt werden.
Feier der Betriebsgemeinsthast der städtischen Betriebe.
Arn morgigen Dienstag, 27. November, versammeln sich anläßlich des einjährigen Bestehens der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" sämtliche Betriebsgemeinschaften der städtischen Betriebe um 19 Uhr auf dem Oswaldsgarten. Jeder Betriebsgemeinschaftswalter hat dort Meldung an den Vertrauensrat zu erstatten. Dann erfolgt der Abmarsch zum „Einhorn" (ehemalige Palast-Lichtspiele), wo die Feier statt- findet.
Das ewige Kind.
Von Malier von Molo.
Ich kenne einen Mann, der bereits graue Haar« hat, und der das ist, was man klug nennt. Er hat auch vieles im Leben erreicht, und wenn man genau zusieht, fo hat er keinen Gegner zu fürchten. Aber er hat sehr viele Gegner.
Ist der Mann schlecht? Ist er egoistisch? Ist « roh oder heimtückisch? Er ist gerade das Gegenteil von dem allen. In seiner Kindheit wurde er von seiner Mutter dahin erzogen, daß alle Menschen nach Höherem streben und man das Geistige mehr als bas Materielle achten müsse. Danach handelt der Mann. Aber danach handeln ist schwer. Die Men« schen zeigen sich immer wieder anders. Wenn der Mann ihnen hilft ober sich für sie einsetzt, dann beißen sie nach seiner Hand, die er ihnen gibt. Wenn er seine ganze Kraft vertut, die Menschen zu Höhe« rem ober Geistigem zu erziehen und zu führen, dann lachen sie ihn entweder aus ober sie tun eine Zeitlang mit, bann aber werden sie bösartig und fall«" von ihm ab. Wenn der Mann selbstlos ist, dann werden die Menschen mißtrauisch und halten ihn für einen geriebenen ethischen Schwindler. Und $ Frauen — er kommt immer wieder darauf, die Madonna auf jeden Fall besser gewesen muß. f.
Wenn der Mann solches erfährt, und er erfährt ts immer wieder und wieder, bann nimmt er sich DOt' von nun an hart und egoistisch wie die anderen zu sein. Aber da kommt er sich bald komisch vor- Letzthin traf ich ihn in solcher Stimmung.
du, was mein Fehler ist?" sagte er, „ich bin 101 Innern ein ewiges Kind."
„Warum klagst du darüber?" antwortete ich, ist doch bas Schönste? Heißt es nicht: Wenn M nicht werdet wie die Kinder, werbet ihr nicht ins Himmelreich kommen." h
Da sah der Mann sehr ernst vor sich nieder, uno ich merkte an seinem Gesichtsausdruck, daß er a die Richtigkeit dieses Satzes nach seinen Erfayrun gen nicht recht glauben konnte. Ich sagte:
„Wolltest du so alt und grau m deinem Innern sein wie die anderen?"
Da sah mich das Kind mit den grauen Haaren und lächelte. „
„Nein", antwortete der Mann, „das wäre p fürchterlich; ich will schon so bleiben."
„Na alfor sagte ich, und nun lachten wir veu"
pnn - I rjl >ch foe |. Robby k
Mabe u ban, Met, ist be sagte 'N Mo Edeic Neu Men!
•ÄS-
Aufruf!
am 2) len 5 tag, 27. «Rone mb er, veranstaltet die Kreisamtsleitung der NSV. für die zur Heit hier im Kreis untergebrachten Saarkinder ein Kin- berfeft. lieber 300 Saarkinder weilen an diesem Tage in unserer Stadt und finden sich mit ihren Pflegeeltern nachmittags 2 Uhr im Cafz Leib zusammen. Die Veranstaltung wird unter Mitwirkung der Reichswehrkapelle von Dorführun. gen des Jungvolks und der Iundmädel urnrahnll Den Schluß bildet eine Darbietung der Atzen'. Busecker Bauernspielschar.
Um diesen Tag für die jungen Brüder und Schwestern von der Saar zu einem Erlebnis wer. den zu lassen und der Stadt auch äußerlich ein fest, liches Gepräge zu geben, wird die gesamte Gießener Bevölkerung aufgefordert, an diesem Tage flaggen und Transparente mit Hinweisen auf oie Verbundenheit mit der Saar zu zeigen.
Soweit die Plätze im Cafä Leib nicht von den Kindern und den Pflegeeltern beansprucht werden, ist der Eintritt für alle Volksgenossen frei.
Heil Hitler!
Kloß, Kreisamtsleiter.
mentvoller im Kolorit, in den Konturen aber etwas weicher geworden zu sein, wie man an den in Motiv und malerischem Stil eigenartig miteinander kontrastierenden vier Bildern beobachten kann, die er diesmal ausgestellt hat: Mann mit Pelzmütze und Pfeife; „Morgenlicht"-Landschaft; „Stilleben" und „Am Wasser". — Von Waltyer sehen wir eine Anzahl phantasievoll farbiger Entwürfe zu dekorativen Zwecken (Wandteppiche und Schatullenbemalung in Tempera.
Die Bildhauer: da ist B o u r c a r b e mit zwei markanten, lebendig durchgeformten Gelehrtenköpfen, Geheimerat B. und Geheimrat Kr., zwei Holzplastiken von nobler und vergeistigter Haltung. — Da ist ferner Ködding mit einem plastischen Porträt des Herrn Bänninger sen., das trotz feiner halbreliefmäßigen Bindung on die Hintergrundfläche einen unmittelbar lebendigen, sozusagen sprechenden Eindruck ergibt. — Güngerich arbeitet die tiefgefurchteten Züge von Hindenburgs mächtigem Greisenhaupt überzeugend aus dem schweren Block heraus. — W. Horneffer zeigt neben einer figürlichen Gruppe „Mutter und Kind" einen gut gesehenen, scharf profilierten Knabenkopf.
. -y-
Die Ausstellung wurde am Samstagnachmittag bei starkem Besuch der Oeffentlichkeit übergeben. Nach einem stimmungsvollen, sehr sauber gespielten Musikvortraa . des Schöttler-Quartetts hieß Bildhauer K ö d d i n g im Namen der Künstlerschaft die Anwesenden herzlich willkommen. Er wies auf die nacf) der neuen Einteilung nicht unwesentliche räumliche Ausdehnung der Gruppe Gießen hin und bezeichnete den Gedanken der Winterhilfe als Leitmotiv für die Schaffung dieser Ausstellung; auch hier könne sich Hilfsbereitschaft und Volksverbundenheit im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest segensreich bewähren. Die Ausstellung weife eine größere Reichhaltigkeit und eine größere Zahl von beteiligten Künstlern auf, für die der Raum fast zu klein fei. Nach kurzem Ueberblick über die Gruppierung und Anordnung der Arbeiten dankte Herr K ö d d i n g der Stadt und dem Kunst- verein für die Überlassung des Ausstellungsraumes. Gießen habe sich im Laufe der Jahre zu einem Kulturmittelpunkt entwickelt; die Behörden mögen dies durch tatbereites Interesse an den künstlerischen Dingen anerkennen. Nach einer sinnvollen Variation des bekannten Schillerwortes „Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst" umschrieb Bildhauer K ö d d i n g in kurzen Zügen die beiden großen Aufgaben des Künstlers feiner Kunst und dem Leben gegenüber. Der harte Kampf um die wirtschaftliche Existenz zwinge vor allem dazu, manche unbedachten Vorwürfe wegen zu hoher Preise energisch zurückzuweisen. Nach einem Dank an alle.
tung gewidmet haben, bringt eine Gruppe ihrer mit liebevoller Ausführlichkeit gezeichneten und gemalten Blumenstücke, von denen sich etwa das „Geißblatt mit Brombeeren" durch besonders anmutige Linienführung und eine zarte dekorative Wirkung auszeichnet.
H. E. Kleine ist mit einer Reihe von Lithographien zur Stelle: die Blätter „Aus Orpheus: Gefilde der Seligen" und „Zirkusszenen", die in ihrer locker andeutenden, vom Augenblickseindruck ausgehenden Haltung, im bewegten Spiel von Tier« und Menschenleibern an gewisse Blätter von Sle- oogt recht rühmlich erinnern. Dazu ein apart und empfindlich gemaltes kleines Oelbild „Taube". — Don Stephan fehen wir ebne gute, in der Zeichnung ganz malerisch geschlossene heimatliche Landschaft vom Vetzberg, dazu ein minutiöses Detail von der Gleibergruine. — Von Kutscher neben einem Industrie-Motiv zwei gute Aquarell-Landschaften aus dem Spessart und aus der Nauheimer Gegend. — Von Dietrich notieren wir zwei dekorative kleine Radierungen. — Von Geilfus ein humoristisches Genrebild, etwa auf der Linie zwischen Spitzweg und Wilhelm Busch.
Eine Anzahl hübscher heimatlicher Landschaftsmotive gibt es weiterhin von Fritz Bender und aus dem Nachlaß von W. Bartels. — H. Will ist mit dem charakteristischen Brustbild eines jungen Bauern in Schwälmer Tracht, mit einem apart gemalten Damenbildnis und einer freundlichen, klaren Dorflandschaft vertreten, in der die Vorfrühlingsstimmung überzeugend eingefangen ist. — Fries zeigt eine Gruppe heller, weiträumig angelegter Bilder, von denen wir „Im September", „Lißberg" und „Am Dillstein" notiert haben. — 3n Klipsteins Gemälde „Das Strumpfweber- haus" fpüren wir noch in der Linienführung die sichere Hand des Radierers, als der er uns ja von mancher früheren Ausstellung her geläufiger ist. — Karl Lenz bringt diesmal etliche kräftige, aus dem Volksleben gewonnene Figuren-Studien von unmittelbarer Frstrhe des Bewegungseindruckes. — Paula Mohr stellt ein paar weiche, von Licht und Wärme erfüllte Sommerlandschaften aus.
Sigurd Lange, den wir den Lesern der Heimat im Bald" schon des öfteren als Zeichner vor- gestellt haben, präsentiert sich hier als Maler mit zwei gesunden, kräftig ausgearbeiteten Freilichtbildern und dem dekorativen Porträt eines Mädchens in Linzgauer Tracht mit prächtig ausladender, goldener Haubenkrone. — Ferner nennen wir ein recht persönlich wirkendes, aufgelockertes Männerbildnis von Emil Koch, ein tüchtiges Blumenstück von Berta Lenz und eine klar gegliederte Winterlandschaft von Großhaus.
H. C. Steinbach scheint uns, feit wir ihn zuletzt gesehen haben, noch kräftiger und tempera«
HR®
I W'Men
I " h nt p unh ftabn 3ut; UslunN izweüen *
Am 27. November: Jahrestag „Kraft durch Freude".
Nun besteht die NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude", das große Geschenk des Führers für den deutschen Arbeiter, fast ein Jahr. Am Dienstag, 2 7. November, finden deshalb in allen Ortsgruppen und größeren Betrieben Veranstal- tungen statt. Diese Feiern beginnen um 1 9.30 Uhr.
In Gießen findet im Caf 6 Leib eine Feier für alle Gliederungen der Beweguna statt. Die Reichswehrkapelle übernimmt die musikalische Umrahmung.
Ad 19.45 Uhr wird die Feier aus dem Sportpalast In Berlin übertragen. Es fpre» chen hierbei Arbeiter, die an den Veranstaltungen „Kraft durch Freude^ teilgenommen haben. Die Abteilungsleiter der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" geben Bericht, und Dr. Ley faßt die gan- zen Leistungen zusammen in einem Bericht an den Führer.
Dann spricht der Führer über
das große Feierabendwerk der 715» .-Gemeinschaft
„Kraft durch Freude".
1
I
■«*ren.le
«Mi
** B is jetzt rund 3000 Kriegs-Ehren, kreuze in Gießen beantragt. Nach dein jetzigen Stande der Meldungen ist von rund 3000 Antragstellern die Verleihung des Kriegs-Ehren- kreuzes bei der für Gießen zuständigen Polizei- direktion beantragt worden. Davon entfallen runb 2400 Anträge auf ehemalige Frontkämpfer, runb 500 Anträge auf Kriegsteilnehmer und rund 100 Anträge auf Eltern und Witwen von gefallenen Kriegern. Die Frist zur Einreichung der Anträge läuft bekanntlich noch bis zum 31. März nächsten Jahres. Man rechnet damit, daß insgesamt etwa 10 v. H. der Bevölkerungsziffer, also rund 3500 Personen, Anträge auf Verleihung dieses Ehrenzeichens stellen werden.
* * Aufgehobene Straßensperre. Die Sperre auf der Provinzialstraßenstrecke S ch ölten—Rai nrod ist wieder aufgehoben worden.
* * Unfall. Der hiesige Schlosserlehrling Georg Eberhard glitt an seiner Arbeitsstelle aus unb stürzte dabei so unglücklich, daß er mit einer Gehirnerschütterung durch die Freiwillige Sanitätskolonne vorn Roten Kreuz in die Klinik gebracht werden mußte.
* * Verkehrsunfall. Der Zimmermann Karl Rohm von Wieseck, der sich am Samstagabend
Lesen wollen sie ihn alle ...
(Zuschrift aus dem Leserkreise.)
„Zeitung" rief laut und vernehmlich der Zeitungsjunge durch das Treppenhaus. Gleich darauf klappte eine Tür, die Zeitung wurde geholt. Glatt, sauber, leicht nach Druckerschwärze riechend, lag sie vor dem Hausherrn. Denn „Er, was Er ist, er kriegt sie natürlich zuerst!" O bitte, dachten Sie etwas anders? Erstens — zweitens — drittens — und überhaupt und so — und denn auch — Er bezahlt...! Also das geht in Ordnung!
Wohlgeordnet, bedachtsam überlegend — hie und da beifällig oder ablehnend knurrend, liest der Hausherr! Später kommt die Frau des Hauses, leicht sorgenvoll und etwas gehetzt: „Kann ich ein Stück Zeitung haben?" Mit einigem Zögern wird der Zeitung wohlgeordnete Zahl getrennt und überreicht. Klapp, geht die Tür; schnellen Schrittes kommt die Tochter des Hauses: „Mutting, schnell, bitte die Beilage, der neue Schlippstrick soll drin sein; Ursel hat ihn schon nachgemacht!" wieder ein Blatt weg, aber schon stürmt der Jüngste her- ein: „Zeigt mir bloß mal, was vom letzten HJ- Tag drin steht. Knorke, knorke, muß ich gleich sehn!"
Blätter — Blätter überall — jeder liest. Ein Klingelzeichen — rrrt — Alarm — Besuch — Schnell rafft Mutting alles zusammen — weg damit! Später hat keiner mehr recht Zeit, jeder hat was anders vor, gana spät nur denkt Mutter: „Ach, du mußt ja noch lesen!" — aber es bleibt beim wollen ...
Tage vergehen, da fällt es Vater plötzlich ein, daß er ja auch noch etwas nachlesen muß, da hat doch der Redner behauptet ... na ja — also wo ist die Zeitung — Verwirrung zuerst, dann Beruhigung — na da war sie ja — ewig die Sucherei k Und jetzt läuft das Drama — wieder Besuch: „Ach bitte, Sie halten doch das Blatt, mein Mann mochte vom Dienstag den Abendbericht über den Turnverein!" „Aber gewiß, gern!" flötet die Tochter — schleichende Angst im Herzen, ich suche ihn gleich. Türen klappen, gedämpftes Schimpfen. „Und ich sag's euch tausendmal, legt die Zeitung zusammen! und sie lag doch gestern da — Beim Altpapier ist sie doch auch nicht---Heinz, Bengel, was
willst Du denn mit der Zeitung?" „Uralt — schon vom Dienstag!" „Aber das suchen wir doch gerade!" „Habt euch nicht — heut ist Freitag — wer liest denn da noch drin!" Gerade noch duckt er sich rechtzeitig, sonst hätte seine Zeitansicht ihm eine Ohrfeige eingetragen.
Seufzend sehen sich Mutter und Tochter an. Dröhnend geht Vater über die Szene — und alle drei versichern sie: „Jetzt wird er aber immer geordnet und aufgehoben. Schrecklich diese ewige Jagd nach den Blättern. Aber lesen wollen wir ihn doch alle, unseren lieben, seit vielen Jahren in der Familie heimischen Gießener Anzeiger! Nun wird er gesammelt! M. P.
Aus her Hitlerjugend
GPA. Der Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hat den bisherigen Abteilungsleiter S des Gebiets Hessen-Nassau, Willi Ruder, zum Gau-Schulungsleiter ernannt. Diese Berufung ist nicht allein für Unterbannführer Ruder eine hohe Ehre, sie stellt darüber hinaus der Arbeit der HI. das denkbar beste Zeugnis aus. Unterbannführer Ruder wird auch weiterhin dem Stabe des Gebietes Hessen-Nassau angehören. Als Nachfolger des Abteilungsleiters S des Gebietes, Ruder, hat Gebietsführer Kramer den Leiter der Gebietsführerschule „Christian Großmann", Bannführer Fritz Handwerk, ernannt. Er tritt sein Amt am 1. Dezember 1934 an.
In Vollzug einer Aenderung in der Leitung der Gebietsführerschulen wird die bisherige Gebietsführerschule in Zwingenberg ab 1. Dezember eingestellt.
Die Feiern der Eingliederung von Hitlerjungen in die Formationen der Partei wurden in diesem Jahre in verschiedenen Orten des Gebiets Hessen-
Nassau in besonders feierlicher Weise durchgeführt. Mit die erhebendste Feier fand auf der alten Münze n b u r g statt, wo man bei Fackelschein mit den primitivsten Mitteln einen nachhaltigen Eindruck schuf.
Reichsbund Volkstum und Heimat.
Unser H ei matabend findet nicht am 2. Dezember, sondern schon am Samstag, 1. Dezember, 20.15 Uhr, im Caf6 Leib statt. Herr Ministerialrat Ringshausen wird sprechen.
Es sind vorgesehen: Mundartvorträge von Georg Heß, Volkstänze einer T r a ch t e n g r u p p e aus Erksdorf bei Kirchhain, Chore des Bauer« schen Gesangvereins und Volkslieder und Sprechchöre der S ch i l l e r s ch u l e Gießen.
Unsere Mitglieder und ihre Angehörigen zahlen einen Unkostenbeitrag von je 20 Pf., Nichtmitglieder zahlen 50 Pf. Eintritt.
Vornotizen.
— Tageskalender für Montag: NS.- Frauenhaft Gießen-Nord, 20.30 Uhr, Caft Ebel, Monatsversammlung. — Kreisleitung Gießen, Amt für Beamte, 20 Uhr, „Aquarium", Fachschaft 12 (Allgemeine Länderverwaltung) zusammen mit der Fachschaft Justiz, Fachschaftsabend mit Vortrag über „Die Keimzelle einer Nation". — Ortsgruppe Gießen« Mitte, 20.30 Uhr, Caf6 Leib, Versammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: Gastspiel des Kuban-Kosaken- chors; im Filmteil „Ein Herz für ein Lied". — Dor- tragsvereinigung: Goethe - Bund, Kaufmännischer Verein, 20 Uhr, Neue Aula, Lichtbilder-Dortrag „Auf der Groß-Tierfang-Expedition in Ostafrika". — Turmhaus am Br and platz, 16 bis 18 Uhr, Weihnachts-Ausstellung der Reichskammer der bildenden Künste, Gruppe „Gießen". — Fröbelseminar, 20 Uhr, Beginn eines Weihnachts-Bastelkurses für Mütter.
— D ie Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde veranstaltet am kommenden Donnerstag einen Vortrag mit Lichtbildern. Universitäts- professor Dr. Sessous (Gießen) wird über das Thema „Als landwirtschaftlicher Sachverständiger vor und während des Krieges im deutschen Schutzgebiet Samoa" sprechen. (Näheres in der heutigen Anzeige.)
** Eine öffentliche Mahnung an säumige Zahler erläßt die Gießener Stadtkasse in unserem heutigen Anzeigenteil. Es sei besonders auf diese Bekanntmachung hingewiesen.
MdieLeituZ
Gießen w SB‘‘ k« | ,s her äsenden, m feilet, geop Achten derer, Ines Volke!
Deutschen im Kamp1 höchstes । lten uns i n gaben t sei es
It, bah 1 i Kamps
Es sei schon «jeder sagen H, en zu vei Weispiel. Es SBolt zu fier Über von je, Weses, sein k!kurze Ansp kAn acker 1 wesenden r ! Ölinute de
; Das Ort bann in fe


