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1900-Sportplatz

Sonntag, 28. Oktober 1934, 15 Uhr

Handball-Pokalspiel

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Gau Nordhessen-Gau Baden

Vorher, ab 13.30 Uhr, Handball­spiel v. 1900 /VfB.-Rchsb. komb. gegen Kreisauswahlmannschaft

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Früh setzte dann die überraschende Entwicklung des Wunderkindes ein. Schon mit zwei Jahren setzte er seine Umgebung durch ungewöhnliche In­telligenz in Erstaunen. Mit vier Jahren führte er schon schwierige R e ch e n a u f g a b e n aus und bas vollkommen fehlerfrei. Mit fünf Jahren sprach und las er bereits Englisch, Deutsch Ita­lienisch, Russisch und Chinesisch flie­ßend', bas Chinesische eignete er sich an in San Franzisko von Chinesenjungen, mit denen er spielte.

Seit dem Erwachen seines Bewußtseins vergaß Giovanni nie mehr, was er irgendwann einmal ge­hört hatte, und das galt und gilt auch für das Er­schaute dies nämlich gibt er schon lang in un­erhörter Virtuosität mit dem Zeichenstift wieder. Nebenbei" ist er ein hochbegabter Musiker mit seinen sieben Jahren; er spielt wie ein Virtuose Klavier, Violine und Saxophon und vermag jedes Lied, jedes große Konzertstück nach einmaligem Hören einwandfrei in der Melodie und Rhythmik wiederzugeben.

Vorerst noch stehen alle Professoren, Wissenschaft­ler, Aerzte, die das siebenjährige Wunderkind prüfen konnten, hier vor einem faszinierenden Rätsel.

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des deutschen MotorschiffesSofia" erfahren. In­dem ich Ihnen, dem Kommandanten und der Schiffs­mannschaft für die mir gesandten Grüße herzlich danke, wünsche ich dem Motorschiff, das den Namen unserer Hauptstadt trägt, ein glückliches Segeln. Möge es für die Vertiefung der bulgarisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen beitragen. Boris." Bei allen Begrüßungsansprachen in den verschiedenen Ländern brachten die zuständigen obersten Behör­den. zum Ausdruck, daß durch die Einstellung des MotorschiffesSofia" die freundschaftlichen Bezie­hungen zwischen den Ländern des Nahen Ostens und Deutschland gestärkt und gefördert würden.

Oie falsche Maria.

Immer noch schreibt das Leben die spannendsten Romane. Ein solcher hat vor kurzem die italienische Gerichtsbarkeit beschäftigt, die ein Schreiben einer jungen Maria M. erhielt, worin sich diese darüber beklagte, in den Akten der Behörden als Ver­brecherin bezeichnet zu werden. Die Briefschrei­berin legte gleichzeitig Zeugnisse vor, aus denen hervorging, daß die Arbeitgeber der M. M. mit deren Leistungen jedenfalls durchaus zufrieden ge­wesen sind. Als Maria acht Jahre alt war, gaben sie die Eltern, die sich in Not befanden, fort. Diele Jahre waren seitdem ins Land gegangen. Als Maria wegen eines Stellungswechsels ein Leu­mundszeugnis benötigte, wurde ihr das von der Behörde mit der Begründung abgeschlagen, daß Verbrecherinnen ein solches natürlich nicht erhiel­ten. Erstarrt über diese Eröffnung suchte sie ihre Eltern auf, die sie 13 Jahre nicht gesehen hatten, um Klarheit in der Angelegenheit zu erlangen.

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schen Ursprungs sei und Preston rote der übrige Teil von Lancashire Schwierigkeiten im Zusammen­hang mit dem Verkauf von Baumwollwaren an Deutschland habe. Die örtlichen Baumwollhändler behaupteten, Deutschland boykottiere Lancashir-, und Preston dürfe daher kein deutsches Klavier kaufen. Es wurde erwidert, daß der Ankauf dieses Klavieres eine Geste gegenüber Deutschland sei, und daß, wenn Preston den richtigen Geist an den Tag legt, nur Gutes daraus erwachsen könne. Nach ein­stündiger Debatte wurde dann der Ankauf des Klaviers mit 21 geaen 17 Stimmen bestätigt. Die Minderheit blieb im Gegensatz zum Klavier verstimmt.

Ein Lendbote deutscher Arbeit im Hohen Osten.

Das neuerbaute MotorschiffS o f i a" der H a m- burg-Amerika-Linie hat im Dienst der Deutschen Levante-Linie seine Jungfernreise erfolg- reich beendet. Es wurde in den angelaufenen Hä­fen Griechenlands, der Türkei, Bulga­riens und Rumäniens herzlich empfangen. An allen Anlaufplätzen haben Behörden, Kauf­mannschaft, deutsche Kolonie und Parteistellen das Schiff besichtigt. In der Presse wurde das Schiff als eine Spitzenleistung des deutschen Schiffbaues bezeichnet. Besonders herzlich war der Empfang in den bulgarischen Häfen Burgas und Varna. Beide Städte haben derSofia" Ge­schenke künstlerisch wertvolle Bilder und einen Teppich gestiftet und König Boris von Bul­garien ehrte das Schiff und die Reederei durch folgendes Telegramm in deutscher Sprache:Mit aufrichtiger Freude habe ich die Ankunft in Varna

Giovanni Zelenna heißt es sieben Jahre alt ist es, und zur Zeit macht sein Ruhm die Runde um den Erdball. Die meisten uns bisher bekannt­gewordenen Wunderkinder wiesen eine ein­seitige außergewöhnliche Begabung auf für ein be­stimmtes Wissensgebiet, entweder für die Musik ober für die Mathematik ober für die Sprachen. Der siebenjährige Giovanni aber scheint hier eine ein- unb erstmalige Sonberstellung einzunehmen insofern, als, wenn man ben P o - saunen st ößenausAmenka restlos glauben darf, seine Fähigkeiten offenbar nach keiner Rich­tung hin begrenzt finb.

Zur Zeit hat sich bie Universität San Francisco bes erstaunlichen Falles angenommen. Von hier aus erfährt man: , ...

Der Vater bes Wunberkinbes ist ein italienischer Ingenieur, ben bie Ungunst ber Verhältnisse ruhelos von Erbteil zu Erbteil trieb. Wenig Wochen war bas Söhnchen Giovanni alt, als bie Zelennas von einer Branbkatastrophe heimgesucht würben, ber scheinbar ber Säugling zum Opfer fiel; jebem falls beklagten ihn bie Eltern längst als tot bis sie ihn viele Wochen später in einem Finbelhaus roieberfanben.

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Die Eltern waren über ihr Erscheinen höchst staunt und erklärten ihr, sie sei nicht ihr, Tochter, die doch erst im vorigen Jahr einigt Wochen bei ihnen gewesen wäre. Dann aber wäre es mit ihr bergab gegangen, bis sie schließlich in, Zuchthaus geendet hätte. Nun wandte sich Maria M. an die Staatsanwaltschaft, und es wurde tatsächlich festgestellt, daß in dem Zuchthaus von Venedig eine Dirne gleichen Namens ihre Strafen verbüßte. Im Kreuzverhör bekannte die Zuchthäus. lerin, daß sie anders heiße, sich nur den Namen Maria M. beigelegt hätte und auch bei den Eltern der echten Maria zum Besuch gewesen sei. Da big echte Maria auf diese Enthüllung hin das ge, wünschte Leumundszeugnis bekam, und sich bie Presse des interessanten Falles annahm, so gelang es ihr leicht, eine glänzende Stellung zu erhalten,

Neue Goldfunde in Rufsisch.Zenkalasien.

In den Flußtälern des Tschirschk (Usbekistans, des Talas und des Karakul (Kirgisengebiet) rouibt ein goldhaltiger Sand gefunden, der industriell vcr. wertbares reines Gold enthält. Im Flußtah von Muksu (Pamir-Hochland) wurden mehr Q[ä fünfzig Adern von goldhaltigem Quarz entdeckt Eine Reihe von Fachleuten der wissenschaftliche Institute haben sich an die Fundstellen begeb um die Vorbereitungen für die im nächsten aufzunehmenden Arbeiten zu treffen.

Der Nobelpreis für Medizin fällt an drei Amerikaner.

Der Nobelpreis für Medizin ist oi, Donnerstag in Stockholm verteilt worden. Er H an die Amerikaner Georges Minot, William Murthy und Georges Whipple gefallen. Di, drei amerikanischen Professoren sind dieser Ab­zeichnung wegen ihrer Entdeckungen auf dem G biete der Leber-Therapie bei perniziöser Anänu (Blutarmut) teilhaftig geworden.

Wettervoraussage.

Durch den Weiterzug des kräftigen Tiefs im 3ton den wird ozeanische Luft nach dem Kontinent dod geschoben. Somit wird sich bas Wetter etwas wechsel­haft und auch im allgemeinen kühler gestalten. Vor­übergehend treten auch schauerartige Niederschläg, auf.

Aussichten für Samstag: Wechselnd wg[. kiges Wetter, im ganzen etwas kühler, einzelne Nie­derschläge.

Aussichten für Sonntag: Weiterhin etwa, wechselhaftes Wetter.

Lufttemperaturen am 24. Oktober: mittags 14,8 Grad Celsius, abends 7,7 Grad; am 25. Oktober: morgens 6,1 Grad. Maximum 15,3 Grad, Minimum 4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Oktober: abends 9,9 Grad; am 25. Oktober: morgens 7,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 2,1 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IX. 34: 10 600. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Steindrucker«'

R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

fen Hütte, daß er anormal fei. So kam D. nach dem Mord an Bankbirektor Schurig in einem sehr aufgeregten Zuftanb ins Molkenhaus, bestellte ein Abenbesien, bas ihm nicht schmeckte, unb versuchte bann burch Genuß von Kaffee, Zigaretten unb Wermut zur Ruhe zu kommen. Interessant waren bie Schilberungen bes Oberstubienrates Borchers (Braunschweig) über sein Zusammentreffen mit B. am 30. Juni. Sie ließen erkennen, wie sich Büker bei ben Touristen angebiebert hat. Zum Schluß würben bie Schwiegereltern, bie Frau unb ein Bru- ber Bükers vernommen. Dabei kam ein Buch zur Sprache, von bem Büker in einem am 6. Okto­ber aus bem Gefängnis geschmuggelten Brief an feine Frau geschrieben hatte unb bas Auszeichnun­gen über Bükers Erlebnisse im Harz enthielt. Die Schwiegermutter will bas Buch nicht eingesehen unb gleich verbrannt haben.

Im Anschluß an bie Zeugenvernehmung erstatte­ten Dr. Klingenberg unb Dr. Opitz Berichte über ben Befunb bei ber Leichenöffnung. Die bei» ben Sachverstänbigenberichte besagen, baß ber Tob in beiben Fällen burch ben Schuß eingetreten sei. Den Leichen seien aber noch Stich- bzw. Schnitt- munben beigebracht worben.

Todesurteil gegen eine TNäbchenmörber bestätigt.

Das Reichsgericht verwarf antragsgemäß die von dem 36jährigen Josef Mosch aus Thale im Harz gegen bas Urteil bes Schwurgerichts Halberstadt vom 9. August b. I. eingelegte Revision als unbegrünbet. Damit ist ber Angeklagte wegen Morbes in zwei Fällen rechtskräftig zweimal zum Tobe ver­urteilt unter Aberkennung ber Ehrenrechte auf Le­benszeit. Mosch hatte am 13. Mai bie 26jähnge Lernschwester Jngeborg Rackwitz unb am 14. Ium die gleichaltrige Hausangestellte Marie Piekarek zwischen Braunlage und Elend ermordet.

Feuer in einem italienischen Schwefelbergwerk. Vier Arbeiter getötet.

In den italienischen Schwefelbergwerken von Perticara bei Pesaro brach Feuer aus, das trotz umfangreicher Löschoersuche rasch um sich griff. Man verschloß daher die Eingänge des Bergwerks, um bas Feuer zu ersticken. Nach mehreren Stunden drangen einige Arbeiter, die glaubten, der Brand fei gelöscht, ins Bergwerk ein. Sie wurden durch Einsturz eines Stollens verschüttet. Vier Ar­beiter wurden getötet, mehrere andere leicht verletzt.

Autounfall des Altertumsforschers Prof. Andree.

Der Leiter der Ausgrabungsarbeiten an den Externsteinen am Teutoburger Walde, Professor Andree- Münster, erlitt einen schweren Auto- unfall. Der mit drei Personen besetzte Wagen fuhr in der Schmalenberger Gegend gegen einen Baum und wurde zertrümmert. Professor Andree sowohl wie sein Assistent trugen erhebliche Ver­letzungen davon und wurden ins Detmolder Krankenhaus gebracht.

Viel Lärm um ein Klavier.

Der Stadtrat von Preston in England bestätigte dieser Tage den Ankauf eines Klaviers für 200 Pfund Sterling, gegen den starke Einwände erhoben worden waren, weil das Klavier beut-

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