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Saarbrücken, 25, 6ept. ®SÄ) Von der auch feinen anderen Zweck- haben Können, als
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Aus aller Welt
mit nicht zu überbietender Oberflächlichkeit „Fest- !s e h e n werde, stellungen" macht, die keine andere Wirkung — und ’
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der mit einem Kartell, das sie mit dem gemäßigten Flügel der Sozialdemokraten zusammenführen soll.
Doumergue steuert aus der dunklen Erkenntnis
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den, die S a a r b e v o l k e r u n g i n d e r Welt- Meinung erneut zu verd ä ch t i g e n, dieser Weltmeinung die Verhältnisse im Saargebiet t n vollständiger Verzerrung unterbreiten. Die deutsche Bevölkerung betrachtet diesen söge- nannten Internationalen Ausschuß als ein Organ der internationalen (3 r e u e l p r o pa- ganda gegen das Saargebiet und gegen Deutsch-
Line SchnWelkommission der kommunistischen Greuelpropaganda an der Saar.
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der schwerste Teil der Arbeit zu bewältigen sein, bis der erste nationalsozialistische Großfilm vorliegen wird, der der Welt das wahre Gesicht des neuen Deutschlands zeigen wird. Vom „Sieg des Glaubens" zum „Triumph des Willens" — ein neues Jahr Aufbau liegt in dieser symbolischen Enttma- lung eingeschlossen.
Eine Mustersiedlung des NSOHB.
Separatistenpresse herzlich begrüßt, ist m Saarbrücken eine Kommission des „W e l t k o m l t e e s i für die Opfer d e s Hitler-Faschismus eingetroffen mit der Absicht, die Probleme. des > Saärqebietes, insbesondere den sog. ständig steigenden „Terror der Deutschen Front" zu studieren. Die : Mitglieder der Kommission sind Lord Morley — । bekannt durch den Neichstagsbrandstifter-Gegenpro- zeß — der amerikanische Rechtsanwalt Willmm D. Thompson, der schwedische Senator B r^a n ti n g und der in seiner eigenen Heimat bestgehaßte Emigrant Graf Michael Karolyi. Die „Unter- suchüngskommission" hat an die faarländische Emigrantenpresse eine Mitteilung herausgegeben, in der sie bekannt gibt, daß sie über vierzig Zeugen — Männer und Frauen in Saarbrücken und an anderen Orten des Saargebietes — gehört fyabe. Naturgemäß will die Kommission des „Weltkommunismus" Beweise von Terror gegen die Saarbevolke- runq, von Befürchtungen der katholischen Bevölkerung, von einer Gefahr der Nichtgeheimhaltung der Abstimmung und schließlich der weit verbreiteten „Forderung" nach einer neuen späteren Abstimmung gefunden haben. Demgegenüber stellt die „Saarbrücker Zeitung" die Anfrage, ob sich unter den von der Kommission befragten Personen auch Anhänger der Deutschen Front befunden haben, und ob die Kommission nicht von dem Terror gegen die Deutschen im Saargebiet gehört habe. Das Blatt fährt dann fort: „Die Kommission will Arbeiter und Gewerkschaftsmitglieder gehört haben. Und die sollen nichts erzählt haben vom Terror der Grubenverwaltung? Nichts von dem roten Terror? Nichts von den Provokationen durch Emigranten und moskowitische Funktionäre? Die Herren haben Beamte gefragt. Auch deutschgesinnte Beamte? Und die sollen nichts erzählt haben von den mannigfachen Maßnahmen, die sie als Zumutung und Bedrückung empfinden? Sie haben sich mit Mitgliedern der Regierungskommission unterhalten doch wohl über die Bevölkerung. Wenn sie sich auch mit der Bevölkerung über die Regierungskommission unter- halten haben, werden sie ja einiges gehört haben. Haben sie sich auch mitdeutschgesinntenKa- tholiken unterhalten? Dann müssen sie erfahren haben, wie man hierzulande über die Herrschaften denkt, die sich den S o w j e t st e r n auf die Soutane heften. Die deutsche Bevölkerung des Saargebietes betrachtet es als eine Unverschämtheit, daß eine Kommission, von ihr nicht herbeigerufen mit den unzulänglichen Methoden und
Polizeihauptleute Anlauf und L e n ck feien un- f e re Kameraden , die Kameraden des natio- nalsozialistischen Deutschlands.
Den Dank der Berliner Schutzpolizei für die weitgehende Förderung des Denkmalbaues hatte deren Kommandeur, Polizeioberst Dillenburg ex, vorher zum Ausdruck gebracht. Am Schluß brachte Rcichsinnenminister Dr. Frick nach ehrenden Worten des Gedenkens für die im Kampfe für Volk und Vaterland gefallenen Polizeibeamteh em Dreifaches Sieg-Heil auf Deutschland und den Führer und Reichskanzler aus. Unter den zahlreichen Ehrengästen sah man u. a. den Chef des Stabes der SÄ., Lutze, Reichsführer der SS. Himmler, Reichs- jugendführer Baldur v. S ch i r a ch , Admiral R a e • der, Polizeipräsident v. Levetzow, General von W i tz l e b e n , die Polizeigenerale W i t t e und von Zepelin, Gendarmeriegeneral Schöplenberg und Staatssekretär Meißner. — Unser Bild zeigt (von' rechts nach links): Oberbürgermeister Sa hm, Staatssekretär Gr auer t, Reichsmnen- Minister Dr. Frick, Polizeigeneral Daluege und Staatskommissar Dr. Lippert vor dem em* hüllten Denkmal.
„Triumph des Willens."
Der Führer pr»gt den Titel für den Rcichsparteitagfilm 1934.
Berlin 25. Sept. (DNB.) Soeben ist der Titel für den Großhirn vom Reichsparteitag 1934 be= tanntqeqcben worden. Der Führer selbst hat noch einqehenben Besprechungen mit Lent Riefen- ft a h l für das monumentale Tonsilmdokurnent der Bewegung den Titel geprägt: „Triumph des Willens!". . .
So hat nun dieser gigantische Film, der auf des Führers persönliche Veranlassung hin gedreht wurde, einen verheißungsvollen Namen bekommen. Im Dezember werden wir Zeugen der Uraufführung sein Gespannt und aufhorchend sieht nicht nur ganz Deutschland, sondern die Welt dem Tage der festlichen Krönung einer Riesenaufnahmearbeit entgegen. Ganz Deutschland trägt den heißen Wunsch in'sich, daß dieser Film nicht nur die Erinnerung derer die Teilnehmer am Reichsparteitag 1934 waren wachrufen werde, sondern auch alle anderen, die'nicht mit dabei sein konnten, den „Triumph des Willens" miterleben lasse.
Dank an die Polizei.
Ein Denkmal für die im Kampf gegen den Kommunismus gefallenen Pol,ze,beamten.
B e r l i n , 25. Sept. (Fkp.) Das kleine thüringische Bergarbeiterstädtchen Meuselwitz im Attenbur- aer Lande stand an diesem Tage im Zeichen des RS. Deutschen F r 0 n t k ä m p f e r b u n d e s (S t a h l h e l m). Der Tag galt der feierlichen Weihe der „Stahlhelm-Gartenfiedlung l933. In jahrelanger, mühseliger Arbeit hatten die Karne' raden des NSDFB. aus -einem unansehnlichen Schuttabladeplatz eine saubere, hübsche und ansehnliche Gartensiedlung geschaffen. Zu ihrer Weihe malen aus den Nachbargauen über 4000 nationalsozia' listische Frontkämpfer gekommen. Mit ihnen traten über 3000 Kameraden der SA., Formationen oer PO., der HI-, der Krieger- und Militärvereine uno Abordnungen der Bergknappen in ihren schmuae Uniformen an. Eingeleitet wurde der Festtag W einen Feldgottesdienst-, am Ehrenmal fand würdige Gedenkfeier für die Gefallenen statt, bem Appellplatz wurde die Front der 7000 durch oe Bundeskanzler, Major a. D. B o ck, begrüßt. RaM dem der Ortsgruppenführer die Entwicklung 0 Siedlungsarbeit geschildert, Bürgermeister Sacy die Grüße der Stadt und Landrat Wagner o Grüße der thüringischen Statsregierung und o. Glückwünsche des Reichsstatthalters zu bem geiu genen Werk überbracht hatten, verlas BundeswM Bock ein Telegramm des Bundesführers, ^ei^ arbeitsminifters Seldte. Ein dreifaches galt dem Führer und Reichskanzler Adolf Hiller.
CRätfel um die ,/Morro Castles. Eine Höllenmaschine an Bord?
Vom Untersuchungsausschuß für den Brand an ■ Bord der „Morro Castle" wurde jetzt ANY : Pender vernommen, der in der Ünglu i die Wache hatte. Pender vertrat die Ansicht,, - der Brand durch eine Bomben e x P l I - zum Ausbruch gekommen sei. Er habe.cinc t ) durchdringenden Explosionsknall aus der Rich
Die Arbeiten an der endgültigen Gestaltung des Reichsparteitagsfilmes befinden sich jetzt in einer entscheidenden Entwicklung. Lern Riefenstahl, die in den nächsten Monaten die schwere Arbeit des Schneidens vor sich hat, hat mit der Prüfung des getarnten Materials begonnen. Der Führer wird bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe bestimmend eingreifen Nahezu 1Ö0 000 Meter Film sind gedreht worden. Um der Oeffentlichkeit einen Begriff von der gewaltigen Arbeit zu vermitteln, die fetzt zu leisten ist, fei'angeführt, daß allem 81 Stunden notwendig sind, nur um das gesamte Aufnahmemate, riat einmal einer Durchsicht für die endgültige Auswahl zu unterziehen. Jeder Meter des Filmes wird eingehend geprüft, wobei sich die Wahl außerordentlich schwierig gestaltet, da ein abendfüllender Film nur 3000 Meter lang fein darf.
Indessen ist Walter fRuttmann mit bet fertig« stellung der Vorgeschichte des Films beschäftigt. Bekanntlich gestaltet er nach seinem Manuskript den Auftakt des Films, der die Etappen der nationalsozialistischen Revolution von 1914 bis 1934 umreist. So wird für den „Triumph des Willens" noch
hier vorzubringen. Der Streitfall zwischen der Schweiz und Frankreich bestehe überhaupt nicht. Wenn aber ein Streitfall gar nicht existiere, bann habe der Völkerbundsrat auch nichts mit ferner Lösung zu tun, und wenn es Feinen Vertrag gebe der anwendbar sei, so könne sich auch der Haager Schiedsgerichtshof nicht mit der Sache be- affen. Motta habe juristische Gutachten zugunsten ier Schweiz angeführt, aber er sei hier nicht voll- tändig gewesen. Auch schweizerische Juristen selbst hätten anerkannt, daß für die Schweiz keine Rechtsgrundlage bestehe.
Wenn IHotfa sich auf einen französischen Juristen beziehe, so müsse er sagen, daß er diesem Juristen, der früher Rechtsberater für das französische Ministerium gewesen sei, die Autorität b e ft r e i t e. Er habe als Franzose nicht das Recht gehabt, die öffentliche Meinung in einem anderen Lande erst aufzustacheln. Aber Frankreich habe auch eine öffentliche Meinung, auf die es Rück- sicht nehmen müsse. 3m übrigen müsse er 2Hotta sagen, daß die öffentliche TUeinung nicht immer ein guter Berater sei. (Sehr deutlich war hier die Spitze gegen die Haltung der Schweiz in der Aufnahme Sowjetrußlands in den Völkerbund zu erkennen.)
In großer Erregung rief Barthou dann aus: Mein Land hat eine Invasion erduldet. Es hat mehr als 1,5 Millionen Tote gehabt. Die Verluste, die es erlitten hat, sind überhaupt nicht at> zuschiitzen. Lassen sich di- Schweizer An- sprüche damit überhaupt irgendwie vergleichen.'' Der Angreifer hätte unsere Schaden bezahlen müssen, aber wir haben aus Großmut auf untere Rechte Verzicht geleistet und selbst bezahlt.
schaftskrise weisen soll. Doumergue appelliert Per Radio an das in Jnteressentengruppen..^rspUtterte und sich untereinander befehdende Uanzosische Volk, es möge ihn doch freundlichst nut stärkeren Rechten ausstatten. Wir erinnern uns der §?it, gerabe ber französische Großkapitalismus höhnisch auf bie Errichtung bes Reichsnährstandes und auf die Be grünbung bes kommenben Ständestaates lm Drttt Reich hinwies. Jetzt stellt man m Frankreich fest, daß bie Lanbwirtschast trostlos barnteberliege unb der Willkür gewisser Börsen- unb Fmanzkrelse aus- ^Wohi/man blickt: überall traftlofe Versuch-, mit kleinen Reformen große Probleme zu melfterm Die Rüstungsinbustrie verschlingt Milliarben unb Abermilliarden, weil bie hinter ihr s^enben Finanziers bas Phantom ber beutfchen Gefahr als Kinberschreck in bie Welt gesetzt haben. Unb gerade barüber hinaus vergißt man den schlimmsten Feind der in den Eingeweiden der Nation sein Werk der Zerstörung ungehindert fortsetzen kann wie ein Krebsschaden, den man noch heilen formte, roenn man ihn jetzt mit scharfem Schnitt aus dem Körper hlraustrennte. Es ist, als ob ein ganzes Volk nicht
Schließlich betonte Barthou noch, daß zwischen der s Schweiz und Frankreich ein Schiedsgerichts- . vertrag bestehe, der nicht einfach als nicht- bestehend behandelt werden könne. Schon besold fei das Vorgehen Mottas nicht berechtigt Wenn ein Berichterstatter tatsächlich ernannt werden sollte, sv würde die französische Abordnung ihm das ganz Material unterbreiten. sQ&
Es bestand bei allen Zuhörern der Eindruck, oatz der französische Außenminister diese Gelegenheit be- nukte um Motta wegen seiner Haltung m der Frage be? russischen Eintritts in ben Völkerbund sthr^viel schärfer anzuareifen, als es fönst der Fall Gewesen wäre. Der Vertreter Italiens Aloisi oedas bann eine sehr ruhig unb Hof ich abgefaß e Erklärung, in ber er aber auch für finn ßanb bie Pflicht zur Ersatzleistung für bie von schweizerischen Bürgern erlittenen Schaben a b l e h n t e.
Ernennung eines Berichterstatters.
Bunbesrat Motta betonte in seiner Replik, baß es sich zweifellos boch um einen Streitfall hanbele wie immer, wenn unmittelbar Verhandlungen nicht zum Erfolg geführt hätten. Man komme dann zur Intervention eines Dritten. Aus diesem Grunde habe er sich an den Völkerbund g.ewcmdtt In dein Schiedsvertrag zwischen Frankreich und der Schweiz sei ausdrücklich festgelegt worben, daß er nicht für bie Vergangenheit gelten solle. Barthou sprach bann nochmals, diesmal m einem ver- öhnlicherem Tone. In ber Sache hielt er feinen Standpunkt aufrecht. Er schlug bie Ernennung eines unparteiischen Bericht e rft a 11 e r s durch den Völkerbundsrat vor, der zunächst einmal festste!- len solle, ob der vorliegende Fall für em Gutachten des Haager Gerichtshofes geeignet feL "T fer sident des Völkerbundsrates B e n e f ch schlug dann den Argentinier C a n t i l o als Berichterstatter vor, was vom Rat einstimmig angenommen wurde.
Die Anwerbung ausländischer Polizei.
Die Ablehnung der Schweiz. — Italien und Belgien bereit.
Genf, 25. Sept. (DNB.) Das Völkerbundssekretariat veröffentlicht folgende Verlautbarung: Der Völkerbundsrat hatte beschlossen, der Regierungskommission des Saargebietes seine volle Unterstützung zu gewähren für den Fall, daß diese es für nötig halten sollte, ausländische Pers on e n anzuwerben, um durch sie d i e Polizei unb die lokale Gendarmerie währenb ber Abstimmungszeit zu verstärken. Der Ratspräsibent hatte m einem Runbschreiben ben Mitgliebsstactten bes Vol- ferbunbes empfohlen, die Einzelanwerbungen für die Polizei im Saargebiet zu erleichtern.
Der Generalsekretär hat nun die Antworten einiger Regierungen erhalten. Die belgische Regierung teilte mit, daß sie bereit sei, Einzelanwer- bungen unter geeigneten belgischen Staatsbürgern nicht zu verhindern „und gegebenenfalls zu erleichtern". — Die i t a l i e n i s ch e Regierung hat erklärt, daß sie nicht verfehlen werde, der Regierungs- kommission ihre Unterstützung zu gewähren „indem sie im Gebiete des Königreiches die Verpflichtung italienischer Staatsbürger erleichtert". — Die litauische Regierung hat geantwortet, daß die Vorschläge, bie vom Rat angenommen feien, bie volle Beachtung ber litauischen Regierung gefunben hätten. — Die schweizerische Regierung hat wie schon gemelbet — betont, daß bie Gesetzgebung ber Schweiz es schweizerischen Bürgern nicht verwehre, in fremben Pvlizeitruppen zu bienen. Sie hat aber im Hinblick auf ihre Neutralitätspolitik ben Wunsch geäußert, baß bie Regierungskommission darauf verzichte, in ber Schweiz Emzel- , anroerbungen vorzunehmen. — Der Präsident der Regierungskommission, Knox, hat daraufhin ge- ■ antwortet, daß er unter diesen Umständen von der । Anwerbung von Polizisten in der Schweiz ab-
Es ist für den aufmerksamen Beobachter ber französischen Zustänbe ein spannenbes Schauspiel, bie Entwicklung ber innerpolitischen Verhältnisse jenseits bes Rheins zu verfolgen. Hinter den waffenstarrenden Betonmauern der französischen Ost- grenze vollziehen sich Gärungserscheinungen, die nicht das geringste zu tun haben mit der immer wieder an die Wand gemalten deutschen Jnvasions- gesahr, sondern die ein ureigenes Produkt der innerpolitischen Geschäfte darftellen, die allein für das Schicksal des französischen Volkes maßgebend sind. Während Barthou daraus pocht, mit dem Eintritt Rußlands in den Völkerbund und mit dem bevorstehenden Abschluß des russisch-französischen Militärbündnisses einen außenpolitischen Erfolg baoongetragen zu haben, werben immer weitere Kreise ber französischen Bevölkerung von ber Furcht ergriffen, bie Verbrüberung ber beiben marxistischen Parteien unb bie immer schärfer roerbenbe fnmmnniftiiche Agitation könne eines Tages zum
kommunistische Agitation könne eines Tages Ai Ausbruch eines Bürgerkriegs unb bamit zur W nichtung ber britten Republik führen.
Es war hochinteressant, in ber Runbfunk - rede Doumergues biese Furcht vor ber marxistischen Einheitsfront zittern zu sehen. Es war fast erschütternb, erleben zu müssen, wie bieder alt gewordene Staatsmann seine Hörer davor warnte, sich als Schrittmacher und Wegbereiter des Kommunismus mißbrauchen zu lassen. Denn der Sozialismus und der Kommunismus seien dasselbe; unb bie Vereinbarung ber beiben marxistischen
zu sehen vermochte, was der Ernst der Stunde gebietet.
Kampfansage der sranzMSen Ieamtenschasf.
Paris 25. Sept. (DNB.) Ministerpräsident Doumergue hat in seiner Rundfunkrede vom Montag angekündigt, daß bie Beamten als Steuer des Staates ein besonderes, verfassungsmäßig ver- ankertes Statut erhalten wurden, ba es nicht an- aehe daß sie außerberuflich gegen den Staat Stellung nähmen. Der autonome Beamtenverband hat daraufhin eine Erklärung abgegeben in der es heißt, er werde sich mit allen Mitteln ge neu bie äußerst ernste Drohung eines WC'i;jSK»K U,".' ■»».,' ,»».»">*«> »-«>
SS 2 Ä SSSSyS— darf sicher fein, baß weitere folgen werben.
Frankreichs innerpotiiifche Krisis
Doumergues Warnruf.—Kleine Mittel sollen helfen.
Auf bem Berliner H o r st - W e s s e l - P l a tz enthüllte Dberpräftbent Gauleiter Kube in Gegenwart zahlreicher führenber Persönlichkeiten bas Denkmal für bie im Kampf gegen Rotmorb gefallenen Polizeibeamten. Das von Hans Dammann unb Heinrich Rochlitz geschaffene Kunstwerk zeigt einen Polizeihauptmann halb liegenb unb fterbenb, einen anberen hoch aufgerichtet, bem Tod ins Angesicht schauend, ein Sinnbild der Ge- ahren, denen die Polizeibeamten in jener Zeit Tag und Nacht ausgesetzt waren. Die Gruppe besteht aus Bronze, während der Sockel aus Muschelkatt- tein geschaffen worden ist. .....
In seiner Weiherede schilderte Oberprasident K u b e noch einmal die Zeiten, in denen die Polizei von den Männern des 9. Novembers gezwungen wurde, sich nicht nur gegen die staatszerstorenden Kräfte, fondern auch gegen die staatserhattenden Kräfte zu wenden. Erst nach der Einigung des deutschen Volkes habe die Polizei den Schutz des Staates finden können, den sie so unbedingt nötig hatte und der ihr bis dahin von ihren höchsten Kommandostellen versagt worden sei. Die an dieser Stelle einem sinnlosen Mord zum Opfer gefallenen
Quai d'Orsay seine Verbrüderung mit Mo s- k a u gefeiert hat? Fast hat es den Anschein, als eien die bürgerlichen Parteien Frankreichs in ihrer Verkennung des Bolschewismus genau so mit Blindheit geschlagen, wie es unsere Parteistrategen in Deutschland bis zum Januar 1933 gewesen sind.
Die schwächliche Gegenpropaganda gegen den marxistischen Altivismus geht Hand in Hand mit den Versuchen, durch kleine und kleinste Reformen den verfahrenen Staatstarren aus dem Dreck zu ziehen. Genau sv wie die Republik von 1918 Verwesungserscheinungen zeigte, als in den Sflaref, Barmat und Kutisker die Prototypen eines korrupten Systems vor den Schranken des Gerichts standen, genau so wirft der Sumpf der parlamentarischen Korruption in Frankreich seine Blasen, wenn in dem Stavisky- schwindel gerührt wird. Das politische Palaver dreht sich schon seit vielen Monaten um diese Affäre und Hand in Hand damit schleicht die innerpolitische Krise weiter, die durch das Kabinett Doumergue nicht gebannt, sondern nur verzögert wurde. Denn auch der jetzige Ministerpräsident hat es nicht verstanden, mit seinem „Kabinett der nationalen Einigung" handgreifliche Erfolge zu erzielen, weil diese mit ben bisherigen Mitteln gar nicht beseitigt werben : können. Die radikalsozialistische Partei, Die weder , radikal noch sozialistisch ist, sondern die kleinbürger- i liche Demokratie repräsentiert, liebäugelt schon wie-
Parteien haben bereits einen unheilvollen Einfluß heraus, daß irgend etwas geschehen muß, auf eine auf bie Wirtschaftslage Frankreichs genommen. Art Staat s r e s o r m zu bie vor allem b.e Man fragt sich, was sich benn Herr Doumergue Stellung bes Minifterprasibent festigen unb aus- dabei gebucht hat, als sein Ministerkollege vom bauen unb bie anbererseiis Auswege aus ber Wirt-


