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Die außerordentliche Hitze in den Vereinigten Staaten hat bisher in den mittleren und westlichen Staaten über 1900 Opfer gefordert. Stellen­weise ist Regen gefallen der allerdings nur wenig Erleichterung gebracht hat. In Missouri allein starben 291 Personen, in Illinois 254 und in Ohio 114 Personen.

In Vineta (Oklahoma) wurde eine Höchsttempera­tur von 37 Grad, in Roblesville (Indiana) eine solche von 4 5 Grad gemessen. Während der Wit­telwesten bei der Gluthitze verschmachtet, herrscht im Lolodarokeil Winterwetter. Auf dem IHounf Evans fielen rund vier Zentimeter Schnee. Die Dürreschäden werden auf mehrere Milliarden Dol­lar geschäht.

lieber 1900 Todesopfer der Sitze in WA

Schneefall in Colorado, schweres Unwetter in Texas, Dakotaeine Wüste

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Das erste Kabel schließt mit dem Satz: Die Ka- meraden setzen alles daran, Willi Merkl und seinen treuen Gefährten Gaylay zu retten, bleiben aber in schwerster Sorge, da Merkl seit acht Tagen ohne Nahrung. Beim Nachrichtendienst des Deutschen Rundfunks traf am Mittwochmittag ein zweites ganz kurzes Kabel ein. Danach ist Willi Merkl am 16. Juli im Lager 6 gestorben. Alle über- zur Rettung des Gefährten

Kronrat in London.

Der Berliner britische Botschafter beim König.

London, 25.Juli. (DNB.) Der König hielt am Mittwoch im Buckingham-Palast einen Kron- rat ab, bei dem u. a. Baldwin und der Unter­staatssekretär des Aeußeren, Lord Stanhope, anwesend waren. Anschließend empfing der König den britischen Botschafter in Berlin, Sir P h i p p s, in Audienz.

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des osteuropäischen Friedens zusammenarbeiteten. Minister Beck kam im Laufe seiner Ausführungen auch auf das Nordost paktproblem zu sprechen. In letzter Zeit, führte Beck aus, ist in der Presse und in diplomatischen Kreisen viel von soge­nannten Beistandspakten gesprochen worden. Mini­ster S e l j a m a a und ich waren uns darüber einig, daß dies eine interessante Frage sei, die aber noch eines näheren Studiums bedürfe. Wenn derartige Fragen an unsere Regie­rungen herantreten, dürfen sie ihnen gegenüber nicht gleichgültig bleiben, heute jedoch ist es au früh, bei einer so schwierigen Fragestellung, die einer genaueren Prüfung bedarf, in Einzelheiten gehen zu wollen. In dieser Auffassung, betonte Minister Beck, bestand zwischen den Außenministern beider Länder volle Einigkeit.

heute Nacht verließ Minister Beck mit seiner Gattin Reval, um sich nach Warschau zurück­zubegeben.

Außenminister Beck heute in Riga.

Riga, 26. Juli (DNB. Funkspruch). Heber den bisherigen Verlauf der baltischen Reise des polni­schen Außenministers Beck äußert sich die lettische Presse einstweilen zurückhaltend. Aber man weiß in Riga sehr wohl, daß die Ergebnisse der Be­sprechungen Becks mit den maßgeblichen Persönlich­keiten E st l a n d s geeignet sind, die unmittelbar bevorstehenden Rigaer Erörterungen wesent­lich zu beeinflussen. Der polnische Außenminister trifft am Donnerstagnachmittag in der l e t t l ä n - dischen Haupt st a d t ein, wo umfassende Vor­bereitungen für den Empfang getroffen worden sind.

fünfer dem Wunsche, zue verkrekung der 3n- leressen der deutschen Katholiken im Saargebiet eine neue Partei zu gründen, verbirgt sich nur die Fratze des Separatismus. Jede ka­tholische Partei, sie mag so oder so maskiert fein, stellt eine Schande für den gesamten deut­schen Katholizismus dar. Im Rarnen aller an­ständigen deutschen Katholiken warnen wir in letzter Stunde, und als Katholik rufe ich alle Katholiken des Saargebietes auf gegen diesen Verrat an uns und unserem Vaterlande. Der gläubige Katholik ist fest davon überzeugt, daß die großen Werte des Christentumes dem Dritten Reich jene Stühe fein müssen, für die jeder Staat, der nicht materialistisch unterbaut sein will, ihm dankbar fein wird. Jede gegen Deutschland abgegebene Stimme ist sogleich auch eine Stimme gegen den deutschen Katho­liken, der sich im Reiche zu beweisen bemüht, daß der deutsche Katholizismus nur staalserhal- tend und zuverlässig ist.

Der Redner befaßte sich bann mit den Ereig­nissen der letzten Tage irn Saargebiet und stellte die Frage: Was trägt der Völker­bund, was trägt Frankreich zur friedlichen Lösung der Saarfrage bei? und fuhr fort: Die Antwort lautet: Daß Angriffe auf unsere Ehre an der Tagesordnung sind. Wenn die Re­gierung gar behauptet, kein Saarländer sei wegen seiner deutschen Haltung einer Ehrverletzung aus­gesetzt, so ist diese Behauptung an sich schon eine Ehrverletzung, denn täglich wird unser Führer in der deutschfeindlichen Presse des Saarlandes so maßlos be­sudelt, wie dies keinem Staatsmann der Welt geschieht. Im Namen der gesamten Deutschen Front erkläre ich feierlich:

Wer den Führer unseres Deutschlands belei­digt und besudelt, der beleidigt und besudelt uns alle.

Willi MerNs Tod bestätigt.

Oer heroische Kampf der deutschen Himalaja-Expedition am Nanga parbat

am 14. Juli werden wiederum alle Versuche zur Rettung im Schnee erstickt. Am 15. Juli ist das Hauptlager in 3600 Meter höhe ohne jede Nach­richt aus den hochlagern. Auch die Sicht vom Hauptlager ist ständig durch Wolken verdeckt. Am 16. Juli versuchen Schneider, Aschenbren­ner und der letzte gesunde Kuli erneut das Lager 5 zu erreichen. Sie müssen des Wetters wegen die Arbeit abbrechen und umkehren. In der nächsten Nacht brechen dann Bechtholt und Müllrit­ter, die den allerersten Teil der Rettungsexepedi- tion bestritten hatten, mit 11 durchweg kranken Trägern vom Hauptlager nach Lager 4 auf, um weitere Rettungsaktionen einzuleiten. Die Pro­viantbeförderung gestaltet sich immer schwieriger, weil alle Träger krank oder erschöpft sind. Das Lager 4 in 6200 Meter höhe ist ohne Feuerung. Die Lebensrnittel sind knapp. Die Kräfte der Sa­hibs sind durch die ungeheuren Anstrengungen nahe­zu erschöpft. Dennoch beobachtet man vom Haupt­lager aus, daß am 17. erneut Schneider und Aschenbrenner nach Lager 5 spurten. Mittags ist das Wetter wiederum ganz schlecht.

polen gehört zu den baltischen Staaten

Erklärung des polnischen Außenministers Beck.

DRV. Berlin, 25. Juli. Die in schwerer Berg­not kämpfende deutsche Himalaja-Expedition hat nunmehr die traurige Bestätigung gegeben, daß auch ihr Führer Willi Merkl nicht mehr am Leben ist. Dem drahtlosen Dienst gingen zwei durch Voten von dem Berg des Unglücks zur Kabelstation in Astor gebrachte Telegramme zu. Sie sind ein hohes Lied der Kamerad­schaft. Sie schildern die geradezu übermenschlichen Krastanstrengungen, die zur Rettung der Spitzen­gruppe der deutschen Himalaja-Expedition, zur Ret­tung von Rlerkl, Wieland und Welzen- bach unternommen wurden.

Das erste Kabel, das am 17. Juli am Nanga Parbat aufgegeben wurde, lautet folgendermaßen: Der Träger Angtfering, der die Spitzengruppe Merkl, Wieland und Welzenbach begleitete, schlug sich am 14. Juli nach Lager 4 am Nanga Parbat zu 6200 Meter herab durch. Er berichtete: Am 9. Juli sind die drei deutschen Bergsteiger mit sieben Trägern bei andauerndem Schnecsturm von Lager 8 am Silbersattel, also aus 7600 Meter höhe, in das Gratlager 7 in 7500 Meter höhe abgestiegen, also einen Tag später als Schneider und Aschen­brenner, die vorher oben weilten. In diesem Lager 7 st a r b e n Wieland und Welzenbach.

Vier Tage später, also am 13. Juli, wurde Merkl von den eingeborenen Trägern Angtsering und Gaylay in die Nähe des ehemaligen Lagers 6 auf 7000 Meter gebracht, wo er seitdem in einer Schnee­höhle liegt. Am folgenden Tage, am 14. Juli, schlug sich dann der Träger Angtsering mit übermenschlicher Anstrengung nach Lager 4 in 6200 Meter höhe durch. Dort kam er mit erfrorenen Händen und Füßen an.

Inzwischen wurden von diesem Lager 4 aus ver­zweifelte Rettungsversuche unternommen. Am 12. Juli spurten in meterhohem Neuschnee Schnei­der, Müllritter und fünf eingeborene Träger fünf Stunden lang den Weg nach Lager 5. Sie fanoen fünf Meter vor einem Zelt den erfrorenen Träger Pinzonubu. Gleichzeitig sehen sie am Ra- kiot-Peak zwei weitere tote Träger am Seil. Es sind insgesamt fünf Darjeeling-Leute tot. Ein wieder einsetzender Sch nee sturm verhindert den Bergungsversuch und erzwingt die Rückkehr nach Lager 4. Schon am nächsten Tage, am 13. Juli, bringt Müllritter sieben kranke T r ä g e r her­ab ins Hauptlager in 3600 Meter höhe. Weitere Rettungsversuche von Lager 4 aus in der Richtung zur höhe des Berges werden immer wiederholt, aber stets vom Schneesturm zurückgeschlagen. Auch

Wir beschwören die Abstimmungskommission hier einzugreifen. Das ganze Saarvolk wird für diese selbstverständliche Handlung dankbar sein. Es würde auch zur Beruhigung beitraaen, wenn die nie bere Hetze bes Straßburger Senber unterbliebe. Es mehren sich gerabe in Elsaß-Loth-

ringen bis Stimmen, bie eine Verständigung zwi­schen Deutschlanb unb Frankreich herbeisehnen unb bie schamlose Hetze derjenigen Kreise ablehnen, die nur im Interesse einer prositgierigen Rü­st ungsindu st rie aus der Verhetzung der Völker Kapital schlagen wollen.

Wenn ich bie Frage an bie Regierungs­kommission richtete, was sie zur frieb- lichen Lösung ber Saarfrage beiträgt, so muß ich zur Illustration bas Beispiel ber letzten Woche heranziehen. Ein Emigrant wirb mit ber Durchführung verschiebener Haussuchungen beauftragt, unb es kommt zu einem Verbot von 26 Zeitungen, weil bie Haussuchungen burch einen Emigranten als herausforberung bezeichnet würbe.

O'Connor betroffen. In Freeport überflutete bas Wasser bie Schutzbämme unb fefjte im Augen­blick bie ganze Umgegenb unter Wasser. Zahlreiche Einwohner haben Freeport bereits verlassen. Der Uferwall von Galoeston würbe von Riesenwellen zerschlagen. Die Wasser werben vom Winb burch bie Straßen gepeitscht.

Der Kommissar für bie ßanbfieblung erklärte bei seiner Rückkehr von einer Besichtigungsreise burch die Dürre-Gebiete, daß sich niemand einen Begriff von der Katastrophe machen könne. Die westliche Hälfte von Nord- unb Süb-Dakota sowie der östliche Teil Montanas unb Wyomings hätten von Zehntausenben geräumt werben müssen, weil bie Gebiete eine vollkommene Wüste ohne ein einziges grünes Blatt barstellten. Das Gebiet könne vielleicht später einmal mit Büffelgras besät unb als Weibelanb benutzt werben, bürste aber

70 bis 80 Meilen Stunbengeschwinbigkeit. Die Der- wegen bes Regenmangels niemals wieber als Acker- binbungen finb unterbrochen, so baß nähere Einzel- lanb benutzt werben, wenn man eine Wieberholung heiten über bie Schäben noch nicht bekannt sinb. Am ber biesjährigen Dürre-Katastrophe vermeiben wolle, schwersten würben bie Ort Freeport unb Port --------

Warschau, 26. Iuli. (DNB. Funkspruch.) Rach einer amtlichen Mitteilung erklärte Außenminister Beck in Reval, bäh Polen zu den balti­schen Staaten gehöre, unb baß es sich auch für alle Fragen interessiere, bie bie baltischen Staaten beträfen. Wie weit bie Zusammen­arbeit zu gehen habe, sei schwer zu sagen. Un­zweifelhaft müsse bie Solibarität ber Inter­essen aller baltischen Staaten ihren Aus­druck unb ihren besonderen Weg finden.

3m Geiste der Freundschaft und der Herzlichkeit.

Reval, 25. Juli. (DNB.) Die Estländische Telegraphen-Agentur veröffentlicht über bie am Mittwoch abgeschlossenen Besprechun­gen zwischen bem polnischen Außenminister Beck unb bem estlänbischen Außenminister Seljamaa folgenben Bericht:

Die beiben Minister hatten Gelegenheit, sämt­liche bie Beziehungen zwischen beiben Länbern be- rührenbe Fragen burchzuprüfen. Sie konnten ein völliges Üebereinftimmen ber Gesichts­punkte auf beiben Seiten feststellen. Es würbe klarge­stellt, baß bie Zusammenarbeit beiber Regierungen mit bem Ziel einer politischen Stabilisie­rung im Osten Europas, bie bereits so glänzenbe Ergebnisse zur Festigung bes Friebens gehabt hat, im selben Geiste ber Freunbschaft unb ber Herzlichkeit fortgesetzt werben wirb. Die beiben Minister haben bie Gelegenheit benutzt, um sich gegenseitig au unterrichten über bie ver­schobenen Fragen oer allgemeinen Politik, an benen bie beiben ßänber mitinteressiert finb. Dazu gehörte auch ber Plan eines gegenseitigen Beistandspaktes, der gegenwärtig im Mit­telpunkt der internationalen Auseinandersetzungen steht.

Oer Rordoftpakt-Plan.

Reval, 25. Juli (DNB.) Der polnische Außen­minister Beck empfing am Mittwoch Vertreter der estnischen Presse, denen gegenüber er zunächst das volle Einvernehmen zwischen Polen und Estland hervorhob, die beide zur Festigung

Der Reichsfender s-------

Mittwoch um 22.20 Uhr eine Gedenkstunde für die im Kampfe um den Nanga Parbat gefallenen deutschen Bergsteiger. Die Sendung dauert bis 22.45 Uhr. Sie wird von allen deutschen Reichs- fenbern übernommen. Der deutsche Rundfunk hält anschließend eine Funkstille von fünf Minuten.

Der Führer erhebt die SS. zur selbständigen Organisation.

München, 25. Juli. Die Reichspressestelle ber RSDAP. gibt durch die RSK. folgende Verfügung des Führers bekannt:

3m Hinblick auf die großen Verdien sie der SS., besonders im Zusammenhang mit den Ereignissen des 30. Juni 1934, erhebe ich dieselbe zu einer selbständigen Organisation im Rahmen der RSDAP. Der Reichsführer- S $. untersteht daher gleich dem Lhef des Stabes dem Obersten SA.-Führer direkt.

Der Lhef des Stabes und der Reichsführer-SS. bekleiden beide den parteimäßigen Rang eines Reichsleiters.

München, den 20. Juli 1934.

Gez.: Adolf Hitler.-

Obergruppenführer v. Jagow an die Berliner GA.

Berlin, 25. Juli. (DNB.) Der Führer der S A. - Gruppe Berlin-Brandenburg hat-wie die NSK. meldet folgenden Gruppenfon­derbefehl erlassen:

An die SA.-Führer und -Männer der Gruppe Berlin-Brandenburg!

Ich habe mit dem heutigen Tage den Befehl über die SA.-Gruppe Berlin-Brandenburg übernommen. Ich erwarte von jedem SA.-Mann, der in den alten Tugenden der Nationalsoziali­stischen Partei mitzumarschieren gewillt ist, daß er alles daran setzt, das Ansehen der SA. zu fördern und bedingungslos seine Pflicht zu erfüllen. Diese Tugenden sind: Treue zum Führer, Opferwilligkeit und Bescheiden­heit! Im Geiste eines horst Wessel geht mein Ruf an Euch:

Die Reihen fest geschlossen!

Vorwärts für Führer und Volk!" heil Hitler!

Der Führer ber Gruppe Berlin-Dranbenburg: gez. von Jagow, Obergruppenführer.

SS-Gruppenführer General der Landespolizei Kurl Oaluege

hat an bi# SA.-Gruppe B e r l i n - B r a n b e n- burg folgenben Aufruf gerichtet:

An bie SA.-Gruppe Berlin-Branbenburg!

Der Führer hat ben SA.-Obergruppenführer von Jagow zum Führer ber SA.-Gruppe Berlin- Branbenburg ernannt. Damit ist ber mir vom Führer erteilte Befehl zur vorübergehenben Füh­rung ber Geschäfte ber SA.-Gruppe Berlin-Branben­burg erfüllt unb mein Auftrag an ben Pg. General ber ßanbespolizei Wecke erlebigt.

Ich banke bem Pg. Wecke für feine vorbilbliche Arbeit unb grüße bie Kameraben ber SA.-Gruppe Berlin-Branbenburg!

heil Hitler! Gez.: Kurt Daluege.-

Zeder zum Vorsitzenden des Zührerrats

des Heimstättenamtes berufen.

DNB. München, 26. Juli. Die NSK. meldet: Um bie Einheitlichkeit im beutschen Sieblungswesen weiter zu förbern, ist ber Reichsfieblungskommifsar Pg. Staatssekretär Dipl.-Jng. Gottfried Feder zum Vorsitzenden des bereits bestehenden Führerrates des Heimstättenamtes der NSDAP, berufen worden. Zum stellver­tretenden ßeiter des Amtes wurde Ministerpräsident a. D. G r a n z o w , der Beauftragte des Reichs­bauernführers für Siedlungsfragen, ernannt.

DasAmt für Volksgesundheit"

für alle volksgesundheitlichen Belange allein zuständig.

München, 26. Juli. (DNB.) Der Stabsleiter des Stellvertreters des Führers gibt folgende An­ordnung bekannt:

Unter Bezugnahme auf die diesbezügliche Ver­fügung vom 14. Juni 1934 mache ich noch einmal darauf aufmerksam, daß für sämtliche volks- gesundheitlichen Belange innerhalb der Partei und ihrer Gliederungen allein basAmt für Volksgesundheit^ zustänbig ist. Sämt­lichen anberen Parteibienststellen ist es ver­boten, felbftänbig in volksgesundheitliche Belange einzugreisen, ober Entscheidungen zu treffen. Dies gilt insdesonbere für ärztliche unb kassenärztliche Angelegenheiten. Für letztere ist allem zustänbig bie als öffentlich-rechtliche Körperschaft bem Reichs- arbeitsminifterium als Aufsichtsbehörde unter« stehenbe kassenärztliche Vereinigung Deutschlands.

gez. Bohrmann.

Ausnahme von Mitgliedern des Arbeitsdienstes in die OAZ.

Berlin, 26. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der Schatzmeister der Deutschen Arbeitsfront hat wie derVölkische Beobachter" meldet, folgende Anord- nung erlassen: , , -

Trotz der bestehenden Aufnahmesperre zur Deut­schen Arbeitsfront können Volksgenossen, bie aus bem Freiwilligen 21rt> e it 5b i en ft ent­lassen werben, in bie D e u t s ch e A r b e 11 s f r o n t a u f g e n o mm e n werden.

5)611 HitlerBrokmann, Schatzmeister."

Loty gestorben.

Paris, 25. Juli. 25. Juli. Der Herausgeber des Ami du Peuple und französische Industrielle C o t y ist am Mittwochabend g e stör b e n. Coty weilte auf seinem ßandsitz in der Nahe von Ver­sailles: er litt seit etwa 14 Tagen an einer schweren Lungenentzündung.

Wettervoraussage.

Von ber Biskaya her ragt hoher Druck keilförmig über Frankreich bis nach Deutschland vor und laßt im wesentlichen das sommerliche warme Wetter fortbestehen. Da aber im Norden fortgesetzt Storun­gen vorüberziehen, die an ihrer Südseite ozeanische ßuft mit sich bringen, durfte zeitweise gemüter« drohende Bewölkung auf treten.

2? u sfichten für Freitag: teils heiter teils wolkia warm, zeitweise schwul, im wesentlichen trocfen d^ch vorübergehend Neigung zu Gewitter-

chten für Samstag: Fortdauer der

^Lufttemperaturen am 25. Juli: mittags 20,2 Grad Eelfius abends 15,5 Grad; am 26. Juli: morgens 14 ®rab Maximum 22 Grad, Minimum 10,9 Grad. __ Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Juli: abends 20,9 Grad, am 26. Juli morgens 17,3 Grad.

Zu den Belangen der Bevölkerung, bie von bet Regierungskommission zu sichern finb, gehört in erster Linie ber Schuh ber Ehre ber Be­völkerung. Würbe man bie Zumutung, bie in diesem Falle an bas Saarvolk gestellt würbe, an bie Franzosen stellen, so würbe sie als kul- turschanbe unb eine Herabwürdigung aufgefahl werben. Richt weniger Ehrgefühl haben wir

Deutsche auch.

Die Herausforberung wirb uns offenbar zugemutet, um uns zu Unbesonnenheiten zu verleiten. Diesen Gefallen werben wir niemanb tun. Es ist ganz selbstverstänblich unb entspricht der bisherigen Haltung ber Deutschen Front an ber Saar, bah wir nach wie vor jeben Gewalt­akt ablehnen. Das Bruberbanb, bas mir gemeinsam geschlossen haben unb bas wir erst recht in ben tommenben Monaten besiegeln werben, wirb durch kein Dekret ober Verbot Nicht gesprengt werben.

Ls ist ehrenvoller, bei einem Stück Schwarz­brot beim deutschen Bruder zu bleiben, als für Zuckerbrot und Frack ein auch von Franzosen verachteter Ersahsranzose zu sein.

Es kommt ber 13. Januar, ber Tag unserer Ehre, ber Tag unserer Freiheit, ber Tag des Daterlanbes unb seines Führers! Heil Deutsch­lanb!

Die vielen geschlossenen Pfui-, Bravo- unb Heil­rufe zeigten, baß ber Rebner allen aus bem Herzen sprach. Stürmischer Beifall unb enblofe Heilrufe dankten bem Landesführer, bis bas Deutschland- unb bas Horst-Weffel-Lieb aus allen Kehlen er­klangen. Lanbesleiter Pirro brachte bann auf ben 13. Januar 1935 unb auf ben Führer ein dreifaches Sieg-Heil aus. Dann schloß bas Saar- lieb bie machtvolle Kunbgebung.

Lleberiragung der pirro-Rede im Saarland verboten.

Saarbrücken, 25. Juli (DNB.) Mit Interesse unb Spannung sah man überall im Saargebiet ber heutigen großen Rebe bes Lanbesleiters Pirro entgegen. Dieses offensichtlichstaatsgefährliche" In­teresse würbe roieberum mit bem üblichen Verbot bedacht. An alle Restaurants unb Cafes ist strikteste Anweisung ergangen, bie Rundfunküber- tragung ber Rebe Pirros unterbleiben zu lassen, wibrigenfalls würbe mit ber Schlie­ßung ber Lokale gebroht. Sämtliche Lokale würben heute abenb polizeilich überwacht, ob sie bieser Anweisung Folge leisten.

Richterliche Entscheidung beantragt.

Saarbrücken, 25. Juli (DNB.) Die Ver­siegelung ber Bürohäuser derDeut­schen Front" unb bie Beschlagnahme bes bortigen Aktenmaterials haben ben Lanbesleiter Pirro veranlaßt, burch seinen Rechts­berater beim zustänbigen Amtsgericht um eine richterliche Entscheidung über bie Zu­lässigkeit eines berartigen Vorgehens ber hiesigen Polizeibehörbe nachzusuchen. DieDeutsche Front" kann ben ungeheuren Verbacht ber Beteiligung an einem Morbversuch nicht unwibersprochen unb un= wiberlegt auf sich beruhen lassen, unb sie verlangt besroegen sofortige Aufhebung ber vor genommenen Beschlagnahmung.

In gleicher Weis« haben sich bie Leitung bes DNB. unb ber Saarkorresponbenz beschwerbeführend an das Amtsgericht mit der Forderung gewandt, auch ihre beschlagnahmten Akten unverzüglich frei

zugeben.