Hautekzeme usw. leiden. Die Veranlagung ist vorhanden, durch irgendeinen äußeren Reiz wird dann der Anfall ausgelöst. Dieser auslösende Reiz kann sehr verschiedener Natur sein. Ueberanstrengung, Aufregung, grelles Licht, Lärm, Aufregungen, Aufenthalt in überheizten Räumen, starker Alkoholgenuß, Nikotin, schlechte Luft, Eisenbahnfahrten usw. können einen Migräneanfall Hervorrufen. Die Dauer der Anfälle ist sehr verschieden, der Schmerz beschränkt sich meist auf eine bestimmte Schädelhälfte und hat einen bohrenden Charakter. Typisch für ein Migräne ist eine starke Uebelkeit, die zu einem stundenlangen Erbrechen führen kann. Meist geht diesen Anfällen die sogenannte „Aura" voraus: Kopfdruck, Schwindel, Erregungszustände künden dem Kranken mit Sicherheit das Auftreten eines Anfalls an. Da die Migräne, wie sich durch die Forschungen der letzten Jahre ergeben hat, zu den Ueberempfindlichkeitskrankheiten gehört, muß ihre Behandlung darauf eingestellt sein, den Grund -er Ueberempfmdlichkeit zu beseitigen. Migräne, die in bestimmten Berufen oder nach dem Genuß bestimmter Nahrungsmittel auftritt, läßt sich also durch Vermeidung des auslösenden Reizes heilen. Den Hauptwert muß der Migränekranke auf eine vom Arzt verordnete Diät legen, die vor allem fettarm fein wird. Sehr wichtig ist außerdem die Derdauungstätigkeit des Patienten, besonders wenn auch andere Erscheinungen auf einen gestörten Stoffwechsel Hinweisen. Seinen Sommeraufenthalt soll der Migränekranke am besten im Hochgebirge verbringen. Er darf sich nicht der prallen Sonne aussetzen, dagegen sollen sich Luftbäder sehr gut bewährt haben. Sowohl mit einer allgemeinen Massage, wie auch mit einer Kopfmassage, die sich besonders auf die Stirn, Halspartien und Schläfen beschränkt, hat man gute Erfolge erzielt, die durch ein tägliches Frottieren oder durch Bürstenbäder
wirksam unterstützt werden können. Wichtig sind für die Kranken die Mittel, die er während oder kurz vor dem Anfall anwenden kann und die ihm schnellstens Erleichterung schaffen. Durch heiße Fußbäder, Abführmittel, große Flussigkeitsmengen, Riechmittel und große Dosen von Salizyl, Brom und Kaffee läßt sich der Anfall eventuell noch abwenden. Die von vielen Kranken angewandten kalten Umschläge zur Schmerzlinderung haben sich als nicht geeignet erwiesen. Der Arzt empfiehlt, diese Umschläge mit warmem Wasser vorzunehmen, auch wenn der Kranke momentan nicht dieselbe Erleichterung verspürt, die ihm ein kalter Umschlag bereitet. In sehr schweren Fällen wird der Arzt durch Ko- kainisierung der Nase helfen oder er wird dem Kranken einige Tropfen Am^lnitrit zum Einatmen reichen. Da sehr viele Fälle auf rein seelischen Erschütterungen beruhen, wird eine psychische Behandlung angebracht sein, die oft das Leiden vollständig verschwinden läßt.
Blutstillung.
Ein ganz einfaches, blutstillendes Mittel ist leider noch lange nicht weit genug bekannt. Man behandelt die blutende Wunde mit heißem Wasser, und zwar wird man am zweckmäßigsten, falls man eine kleine Spritze zur Hand hat, einen feinen Wasserstrahl in einer noch auszuhaltenden Temperatur auf die Wunde richten. Ist keine Spritze zur Hand, so hilft man sich mit warmen Umschlägen. Handelt es sich bei der Blutung um eine Schlagaderverletzung, bei der das Blut ungleichmäßig spritzend heraussprudelt, so wird man, bis der sofort gerufene Arzt kommt, oberhalb der Wunde durch einen Verband oder durch Druck der Hand eine Stauung hervor- ufen, die ein stärkeres Bluten verhindert.
Wirtschaft.
Devisenzuteilung im Warenverkehr mit dem Ausland.
Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat in einem Runderlatz an die Devisenstellen die Festsetzung der Devisenkontingente für die Wareneinfuhr für das zweite Kalenderhalbjahr 1934 geregelt. Grundsätzlich bleiben die für das erste Kalenderhalbjahr zugeteilten Grundbeträge auch für das zweite Halbjahr bestehen. Sie unterliegen wie bisher den für die einzelnen Monate angeordneten Kürzungen. Bei der Festsetzung der Grundbeträge bleibt der Zahlungsbedarf für die landwirtschaftlich bewirtschafteten Erzeugnisse, für Waren, deren Einfuhr verboten ist, und für die von den Rohstoff- überwachungsstellen bewirtschafteten Waren unberücksichtigt, soweit bisher schon Anordnungen der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung darüber ergangen find, daß diese Waren nur noch auf Grund von" Einzelgenehmigungen bezahlt werden dürfen. Die Ermächtigung der Devisenstellen, bei den allgemeinen Genehmigungen und Einzelgenehmigungen bis zur Höhe von 1000 RM. monatlich auf Antrag von den vorgeschriebenen Kürzungen abzusehen, ist aufgehoben worden.
♦
* Erweiterung des Ausfuhrverbotes für Rohkupfer. Mit Verordnung vom 22. Juni 1934 hat der Reichswirtschaftsminister das unter dem 7. Juni 1934 erlassene Ausfuhrverbot für Rohkupfer erweitert. Danach unterliegen dem Ausfuhrverbot Rohkupfer einschl. Elektrolytkupfer, sämtliche Kupferlegierungen, Bruch und Abfälle des legierten und nicht legierten Kupfers, jedoch ausschl. des Rohkupfers in Pulverform.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 25. Juni. Nach der zweitägigen Unterbrechung lag die Börse ausgesprochen still. Die Bankenkundschaft war trotz des Ausfalls der Samstagsbörse mit Aufträgen kaum vertreten, während die Kulisse Zurückhaltung bekundete, zumal größere Anregungen nicht vorlagen. Trotz der großen Geschäftsstille war die Kursentwicklung nicht unfreundlich, es überwogen die Kursbesserungen. Besonders freundlich lagen Elektrowerte; Bekula und Lahmeyer gewannen je 0,75 Proz., Siemens etwa 1,5 Proz., Lechwerke Augsburg 1,5 Proz., nur Schuckert gaben 0,40 Proz. nach. AEG. und Ges- fürel blieben gut behauptet. Am Chemiemarkt waren Scheideanstalt um 3 Proz. erhöht, die Schwankungen in diesem Papier sind zumeist auf den engen Markt zurückzuführen. Etwas leichter waren Metallgesellschaft (— 0,75 Proz.) und Farbenindustrie (— 0,50 Proz.). Der Montanmarkt lag still und uneinheitlich. Schwächer waren Harpener um 0,50 Proz., Phönix um 0,40 Proz., Stahlverein um 0,50 Proz., Rheinstahl um 0,25 Proz., höher dagegen Ilse Genuß (plus 1 Proz.), Laurahütte (plus 0,40 Proz.) und von Kaliwerten Aschersleben um 1,5 Proz. Kunstseideaktien trotz der Ausführungen
in der Bernberg-GV. etwas leichter, AKU um 0,13 Proz., Bernberg um 0,75 Proz. Gut gehalten waren Schiffahrtsaktien, Reichsbahn-VA. 0,13 Proz. höher, AG. für Verkehr ca. 1,5 Proz. niedriger. Von Zell- ftoffwerten Aschaffenburger erneut 1,25 Proz. fester, womit die Kurserhöhung über Waldhof behauptet wird. Zement- und Bauwerte lagen still, Holzmann jedoch ca. 1,25 Proz. fester.
Auch am Rentenmarkt waren die Umsätze sehr gering. Altbesitz und Kommunal-Umschuldung je 0,50 Proz. schwächer, Stahlverein-Bonds — 0,65 Proz. In der zweiten Börsenstunde hielt sich die Umsatztätigkeit auf allen Marktgebieten in engsten Grenzen. Die Kursgestaltung war weiterhin nicht ganz einheitlich bei allerdings nur kleinen Veränderungen. Etwas stärker gedrückt waren Rhein. Braunkohlen mit minus 2,5 Proz. Farben- schwankten zwischen 149 bis 149,5 Proz. Im allgemeinen hielten sich die Kurse auf dem Anfangsstand.
Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz nochmals 0,25 Proz. ab, die übrigen variablen Werte lagen geschäftslos. Am Pfandbriefmarkt kam noch einiges Angebot heraus, das jedoch bei nur wenig veränderten Kursen ausgenommen wurde. Stadtanleihen lagen still und' teilweise bis 0,50 Proz. niedriger. Von Auslandsrenten gewannen Goldmexikaner 0,50 Proz., Anatolier 0,25 Proz., Ungar. Goldanleihe blieb zu 7,25 Proz. behauptet. Tagesgeld blieb zum Satz von 3,25 Proz. unverändert.
Frankfurter Abendbörse behauptet.
Frankfurt a. M., 25. Juni. Auch die Abendbörse entbehrte jeglicher Anregung und war auf fast allen Marktgebieten weitgehend geschäftslos; die Grundstimmung blieb indessen freundlich. Einiges Interesse zeigte sich für die Farben-Aktie, die bei kleinem Umsatz um 0,25 v. H. anzog. Daneben waren einige Elektroaktien befestigt, wie Akkumulatoren mit plus 1,50 v. H. Bekula plus 0,65 v. H., Gesfürel und Licht und Kraft je plus 0,50 v. H. Im übrigen hielten sich die Berliner Schlußnotierungen meist gut behauptet, Harpener und Holzmann lagen je 1 v. H. niedriger. Kunstseideaktien, die im Berliner Schlußverkehr stark gedrückt waren, besonders Bernberg, waren etwas erholt. Im Verlaufe blieb die Börse still.
Auch am Rentenmarkt war das Geschäft bei gut behaupteten Kursen minimal. Von fremden Werten zogen 4- und 3>^prozentige Schweiz. Bundesbahn von 1912 um je 1,75 v. H. auf 160,25 bzw. 150 v. H. an. U. a. notierten: Altbefitzanleihe 95,13, 6proz. Stahlverein - Bonds 77,75, 6proz. Stadt Mainz von 1926 78,75, 6proz. Rhein. Hyp.-Bank Goldpfandbriefe R 2—25 88,75, Reichsbank 154, Gelsenkirchen 60,25, Harpener 103,50, Klöckner 70,50, Phönix 47, Rheinstahl 97, Akkumulatoren 192,50, Aku 60,50, Bernberg 66, Bekula 142,50, Daimler 48,50, Deutsche Linoleum 60, Licht und Kraft 109,50, IG.-Farben 150, Gesfürel 105,75, Holzmann 60,50, Rhein. Elektro 101,50, Schuckert 90, Zellstoff Aschaffenburg 49,50, Südd. Zucker 180, Nordd. Lloyd 32,50.
Tagung -er Geflügelzucht-Ortssach berater des Kreises Gießen in Wieseck.
* Wieseck, 25. Juni. Gestern sand hier eine Geflügelzuchttagung der Ortsfachberater des Kreises Gießen statt, zu der sich neben den örtlichen Vertretern der Geflügelzucht auch noch eine größere Anzahl Kleinzüchter eingefunden hatten. Kreisfachschaftswalter Heß (Watzenborn-Steinberg) entbot die Grüße des Kreisvereins für Geflügelzucht und hieß insbesondere den Leiter des Tierzuchtinstituts von der Landesuniversität Gießen, Dr. Lang, und den Bezirksbeauftragten für Eierverwertung und
Gauwatter für Kleintierzucht in Hessen-Nassau, pg. Eckhardt, Heppenheim a. d. B.
willkommen.
Darauf ergriff Herr Eckhardt das Wort zu einem großangelegten Vortrag, in dem er u. a. folgendes ausführte: Die Geflügelwirtschaft nimmt im Rahmen der deutschen Volkswirtschaft die dritte Stelle ein, stellt doch ihre Leistung einen Wert von 1,1 Milliarden dar. Deshalb war eine der ersten Maßnahmen der nationalsozialistischen Regierung die Eingliederung der Geflügelwirtschaft in den Reichsverband der deutschen Kleintierzucht und damit in die Hauptabteilung IV des Reichsnährstandes. Durch Gesetz vom 20. Dezember 1933 wurde der Verkehr mit Eiern geregelt und zwar nach dem Grundsätze, daß die Genossenschaft die Eier zu erfassen, der Handel sie zu verkaufen habe. Ergänzt wurden diese Bestimmungen durch die Verordnung vom 3. Mai 1934, die beide Körperschaften zum An- und Verkauf zuließ. Um eine einheitliche Regelung der Eiereinfuhr und den Ausgleich innerhalb der Bezirks - Eiererfaffungs - Genossenschaften durchführen zu können, wurde dann noch eine Reichs- eierverwertungsstelle geschaffen. Die Bezirks-Eier- verwertungsverbände umfassen Genossenschaften und Handel und werden von einem Vorsitzenden geleitet, dem ein Verwaltungsrat, bestehend aus je drei Vertretern der Geflügelhalter, der Händler und der Genossenschaften, beigeordnet und ein Generalrat von 30 Mitgliedern a^gegliedert ist. Das wichtigste Glied in der Eiererfassung ist die Ortssammelstelle.
Durch die neuen organisatorischen Maßnahmen ist es gelungen, den Eierpreis beim Erzeuger um über einen halben Pfennig gegenüber dem Vorjahr zu heben, die Erzeugung selbst so zu steigern, daß im Jahre 1933 nur noch für 78 Millionen Mark eingeführt wurden, während noch im Jahre 1931 über 300 Millionen Mark durch Bezug aus dem Auslande der deutschen Volkswirtschaft verloren gingen. Mit Rücksicht auf die Verflechtungen des internationalen Handels werde es sich niemals ermöglichen lassen, die Eiereinfuhr ganz zu drosseln, da wir auch auf Ausfuhr unserer industriellen Erzeugnisse als Gegenleistung angewiesen seien.
Mit der Forderung, sich mit allen Fasern unseres Seins hinter den Führer und den Reichsbauernführer W. Darrs zu stellen, schloß der Redner seine umfassenden Ausführungen und gab
noch bekannt, daß am 30. November und am 1. und 2. Dezember dieses Jahres die 1. Reichskleintier- zuchtschau in Frankfurt a. M. stattfindet, die eine weitere Aufwärtsbewegung der deutschen Geflügelwirtschaft bedeuten werde. .Reicher Beifall lohnte seine Ausführungen, be^en eine rege Aussprache folgte, wobei u. a. noch die Frage der Uebemahme- scheine, die Regelung der Vergütung der Ortssam- melstellenleiter, die Beschlagnahme von gesetzwidrig erfaßten Eiern, die Durchführung der Standardisierung und der unmittelbare Verkehr vom Erzeuger zum Verbraucher behandelt und geklärt wurden.
Als zweiter Redner sprach
Dr. Lang, Gießen,
über das Thema: Kükenaufzucht unter 6 e • fonöerer Berücksichtigung der Fütterung.
Seinen Darlegungen sei u. a. folgendes entnommen: In der Geflügelzucht soll eine neue Arbeitsteilung erfolgen. Da dem bäuerlichen Betriebsinhaber die Zeit und oft auch die Fachkenntnisse zur Brut und Aufzucht fehlen, sollen diese in die Hand des erfahrenen Fachmannes, des Züchters, eines Geflügelhofes, eines Farmbetriebes oder staatlich anerkannten oder Staatsinstitutes gelegt werden, denn richtige Brutdurchführung und sachgemäße »Pflege der Jungtiere find die Grundlagen für Hochleistung. Hier gemachte Fehler rächen sich späterhin bitter. Danach wurde die Anlage des Brutnestes praktisch vorgeführt. Das Brutei soll genügend groß sein, nicht unter 55 Gram wiegen, nicht über zehn Tage alt sein und normale Formgestaltung aufweisen und von einer zweijährigen, hochgezüchteten Henne stammen. Zur Fütterung der Küken soll in erster Linie wirtschaftseigenes Futter Verwendung finden, z. B. Bruchweizen, nicht aber Hirse und Reis, die beide ausländischer Herkunft sind. Allmählich ist zum Schrot- und Mehlfutter überzugehen. Die notwendigen Eiweißmengen sind durch Zusatz von Sauermilch und Knochenschrot zu verabreichen. Um dem Futter den nötigen Pitamin- gehalt zu geben, ist reichlich Grünfutter, vor allem Salat, Gemüse und Brennesseln, darzubieten. Ständiges Ueberwachen der Jungtiere verhütet ansteckende Krankheiten. Zum Schlüsse streifte der Vortragende noch die Rassenfrage und forderte, daß nur hochgezüchtete Wirtfchaftsrafsen einzustellen seien, die allein eine gute Rentabilität gewährleisten.
Auch dieser Vortrag sand reichen Beifall. Auf Fragen aus der Versammlung über Futtermischungen und Jungtierpreise gab der Redner ausführliche Auskunft.
Die anregend verlaufene Tagung wurde durch den Versammlungsleiter in üblicher Weise geschlossen. Mit der Tagung war eine kleine Eierschau verbunden, bei der das Einst der Erfassung und Verkaufsanbietung praktisch und anschaulich dem Jetzt gegenübergestellt war und so schlagend den gewaltigen Fortschritt der neuen Zeit zeigte.
Franksurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 25. Juni. Auftrieb: Rinder insgesamt 1266 (gegen 1931 am letzten Montagsmarkt), darunter befanden sich 415 Ochsen, 140 Bullen, 376 Kühe und 335 Färsen. Kälber 507 (559), Hämmel 28 (14), Schafe 27 (24), Schweine 4098 (4231). Rotiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen' al) 33 bis 34, b) 31 bis 32, c) 27 bis 30, d) 21 bis 26. Bullen a) 29 bis 30, b) 26 bis 28, c) 23 bis 25, d) 20 bis 22. Kühe a) 27 bis 29, b) 23 bis 26, c) 18 bis 22, d) 10 bis 17. Färsen a) 33 bis 34, b) 30 bis 32, c) 27 bis 29, d) 22 bis 26. Kälber a) 43 bis 45, b) 37 bis 42, c) 29 bis 36, d) 20 bis 28. Lämmer und Hämmel bl) 34, c) 29. Schafe f) 22 bis 25, g) 18 bis 20. Schweine al) 50, a2) 45, a) 39 bis 43, b) 38 bis 43, c) 37 bis 43, d) 33 bis 42, e) 32 bis 40, gl) 34 bis 37, g2) 30 bis 33. Im Preisoergleich zum letzten Montagsmarkt zogen beste Ochsen, Bullen und Kühe sowie Schweine je 1 Mark an, Kälber gaben 4 bis 5 und Hämmel 2 Mark nach, ebenso gingen geringe Tiere der Rindergattungen um 1 bis 2 Mark zurück. Marktverlauf: Rinder ruhig, geringer Ueberstand (Marktzufuhr freiwillig geregelt). Kälber langsam, geräumt. Schafe und Hämmel langsam, Ueberstand. Schweine ruhig, nahezu ausverkauft.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 25. Juni. Bei knappem Angebot blieb die Haltung auf allen Märkten fest und die Preise zogen weiter an. Brotgetreide war bis 2,50, Hafer sogar um 12,50 Mark höher. Es notierten: Weizen 207 bis 209; Roggen 187,50; Hafer 210 bis 212,50; Weizenmehl Type 563 Festpreis
gebiet W X 28,90, do. W VII 28,60; Roggenmehl Type 610 Festpreisgebiet R VIII 25,25, do. R VI 25,25, zu allen Mehlpreisen je plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizenmehl IV B 16,50; Weizen- nachmehl 16; Weizenfuttermehl 12,25; Weizenkleie (fein) 11,25, (grob) 11,55; Roggenkleie 12; Roggenfuttermehl 12,50; Sojaschrot 16,85; Palmkuchen 16,45; Erdnußkuchen 18; Treber 16,75; Trocken- schnitzel und Heu gestrichen; Weizen- und Roggen- stroh drahtgepreßt 2,80 bis 3, do. gebündelt 2,90 bis 3,10. Kartoffeln: Erstlinge hiesiger Gegend 6,50 Mark per 50 Kilogramm ab Verladestation. Tendenz: fest.
Tragischer Vorfall bei einer Sonnenwendfeier.
LPD. Straßebersbach (Dillkreis), 25.Juni. Als am Samstag um 21 Uhr die örtlichen Formationen Aufstellung nahmen, um sich zur Sonnenwendfeier zu begeben, fuhr ein Motorradfahrer in eine Jungvolkgruppe hinein. Drei Pimpfe wurden zu Boden gerissen, einer 12 Meter von der Maschine mitgeschleift. Er erlitt schwere Verletzungen, u. a. an einem Auge, mit dessen Verlust gerechnet werden muß. Er wurde der Klinik in Gießen zugeführt. Ein zweiter Junge erlitt einen komplizierten Oberschenkelbruch und gefährliche Rippenbrüche. Auch er kam ins Krankenhaus, während ein dritter Junge mit leichteren Verletzungen davonkam. Die erregte Menge nahm eine drohende Haltung gegen den Motorradfahrer ein, der sich nur mit Mühe in Sicherheit bringen konnte.
------------------------------< ■ ■
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TL
Datum | 22 6- | 25-6
25.6.
95,13
96
95,13
90
90,5
90
89,5
89,5
89
90
89
88,75
96
96
95,13
95,5
95,13
95
89,5
89
88,5
90
89,25
88,5
89
88, 4
Banknoten.
89,5
89,25
91,5
91,5
91
91
92
91,5
24,5
22,4 1 20,51
72,9 -
180 | 180 \
22,75
7,4
7,75
180
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
92
101
92
101
94 99,6 90,75
94,5
99,9
91
8,25 8
7,2 6,75 7,05
8,1
25,25
1,2
7,25
6,55
24,25 1,25 7,25
6,8
7
8
7,5
1,15
7,25
6,6
6,9
8,5
7,5
95,5 i
99,75
91
4% Oesterretchtfche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrentr 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische StaatSrent» V. 1910 *y,% deSgl. von 1918..........
5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zoll anleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
8% Deutsche RetchSanleihe v. 1927
6% ehem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929
&Yi% Doung-Anleihe von 1980
Deutsche Anl.-Ablüi.-Schuld mit
AuSlos.-Rechten ...........
DeSgl. ohne AuSloi.-Rechte......
8% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............
6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 18..................
6Vi% Hess. Landes-Hypotheken, bank Darmstadt Liqui.........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leiye Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
6% ehem. 8% Franks. Hyv.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1985
8% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
Iy,% ehem. 4Vi% Franks. Hyp^ Bank-Liqu.-Psandbriefe.......
6K,% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....
6% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehem. 7% Pr. Landespfand.
briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs..
Gritzner.................. O|
Malnkraftwerke Höchst a.w— 4
Süddeutscher Zucker ......... -s
22-6- |
95 |
99,7
91 |
96 I
Fronkfur! a. JJL
Berlin
Schluß» furd
Schlußk. Abend- börsc
Schluß» furd
Schlußk. Mittag- börfr
Frankfun a. 0JI.
Berlin
Schluß» furd
Schlußk. Abend» börse
Schluß» furd
Schlußk. Minag- börse
Datum
22-6
25-6-
22-6.
25-6.
ManSfelder Bergbau.........O
Kokswerke ............. O
Phönix Bergbau.............O
Rheinische Braunkohlen .....10
Rheinstahl ..................O
Vereinigte Stahlwerke........O
Otavi Minen .............0
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
I. 9. Farden-Jndustrte.......7
Scheideanstalt........... 9
RülgerSwerke ...............0
Melallgeiellschast............. O
75,5
47,75
233,5
97
41
14,5
120,75
120
162
150
205
67
39
84
59,25 106,75
125,5
61,13
69
48,9
48,75
48,25
64,5
20
182,5
192
137,75
76,25
47
231
97
40,5
14
122,25
123,5
164
150
207,75
67
38,25
83,75
60,5 107,5 125,5
60,5
66
48,5
49,5
48,5
60
19,5
184
192,5 137
76 92,9 47,75
233
97 40,65
14,5
121,5
120
163
150
66,75
39
59
107,65 61,25
69,25
48
49
130,25
47,9
64
65,5
19,5
184 190,75 137,25
76
91
47,25
234
97
40,4
14,5
123,75
124,65
168,75
149,75
67,5
38,75
83,25
61,5
108
60,25
65,5
47,5
49,25
133
48,75
59
64,25
19,5
184
191
Philipp Holzmann....... O
Zementwerk Heidelberg ...... O
Zementwerk Karlstadt.........O
Schultheis Patzenhoser .......O
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................. 0
Zellstoff Waldhof ............O
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Dessauer GaS ............... 7
Daimler Motoren....... C
Deutsche Linoleum...........O
Orensiein & Koppel..........O
Leonhard Tietz ..............O
<haoe......................10
AerumnIatoren-FahrS........O
Lonti-Gumml...............O
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß« furd
Schlußk. Abend» börse
Schluß» furd
Schlußk. Mittag» börse
Datum
22-6. |
25-6-
22.6.
25.6.
4% kx b%R 4Vt% 4% R sy<%
Hamb Hamb Hansa Nordl A.G. Berlb Comr Deut
«e DreS
»gl. Serie 11 ........
7,8
4,25
6,5
3,9
35,25
28
33,13
62,5
89
53,75
63
65,75
156
23,5
141,5
85,25
110
61
105,5
91,25
147,25
125,25
76,5
119,75
61
104,5
166
126
70,75
65,25
7,8
3,9
35,5
27,75
32,5
61,5
89
53,5
61,5
65,25
154
23,5
142,5
85
109,5
65,25
105,75
101,5
90
149,25
126
76,9
112
60,25
103,5
167
127
I 70,5
! 65,25
4,5
6,65 4
28,13
33
62,4
89,5
53,75
63 65,75 155,25
23,4 141,65
85
109 64,75 104,65
91
147 125,75
77,5 119,65
60,9
105
73,9
167
126,5
70,5 65,75
7,6 4,45
6,9 3,85 35,5
27,5
26
32,75
61
89,5 53,5
61,5 65,25 153,9
23,13 141,9
85
109 65,75 105,25 101,5 90,25 149,75
127
76,75 120,13
60,25
104
73,5 164,25 127,75 70,75 64,65
umün. vereinh. Rente v. 1903 RumLn.vereinh.Rentev.i9i3 umänische vereinh. Rente .. Anatolier
urg-Amertka-Pakel ..... 0
urg-Südam. Dampfschiff. 0 -Dampfschiff..........0
reutscher Lloyd ......... 0
für Verkehrswesen Akt. .. 0
'er Handelsgesellschaft ... 4 nerz- und Privat-Bank ... 0 che Bank und Disconto- ellschasl................ 0
wer Bank............. n
Reichsbank ................ 12
öLtt.®..................... 0
Bekula.....................ö
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ............. 6
Fellen & Guilleaume......... 0
ÄeseUsch.f.Elekir.Unternehmung. 6
Rheinische Elekwszität ........ 5
Schuckert L Co............... 5
Siemens L Halske............ 7
SahweyeiLCo............. 10
Buderus ........... 0
Deutsche «rdtzl..............4
Gelsenkirchener..............0
Harpener...................0
Hoesch Äsen—Köln-Neuesten .. 0
Alse Bergbau ...............8
Ilse Bergbau Genüsse...... 8
Klöcknerwecke............... 0
ManneSwann-RSbreu........ 0
22-3un(
25-Juni
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Meld
Brief
Geld
Brie-
Buenos Aires
0,608
0,612
0,608
0,612
Brüssel ....
58,57
58,69
58,58
58,70
Rio de Jan.
0,181
0,183
0,189
0,191
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
56,39
56,51
56,39
56,51
Danzig....
81,67
81,83
81,67
81,83
London....
12,625
12,655
12,625
12,655
HelsingsorS.
Paris .....
5,584
5,596
5,584
5,596
16,50
16,54
16,50
16,54
Holland ...
169,73
170,07
169,73
170,07
Italien....
21,53
21,57
21,48
21,52
Japan .....
0,751
0,753
0,749
0,751
Jugoslawien
5,664
5,676
5,664
5,676
Oslo.....
63,44
63,56
63,44
63,56
Wien......
48,45
48,55
48,45
48,55
Lissabon...
11,49
11,51
11,49
11,51
Stockholm..
65,08
65,22
65,08
65,22
Schweiz ...
81,44
81,60
81,47
81,63
Spanien...
34,32
34,38
34,32
34,38
Prag......
10,44
10,46
10,44
10,46
Budapest ..
—
—
Neuyork...
2,509
2,515
2,510
2,516
Berlin, 25-Juni
Geld
Brief
Amerikanische Noten..............
2,463
2,483
Belgische Noten..................
58,42
58,66
Dänische Noten .................
56,24
56,48
Englische Noten .................
12,58
12,64
Französische Noten...............
16,46
16,52
Holländische Noten...............
169,31
169,99
21,36
21,44
Norwegische Noten ...... ••••• -
63,27
63,53
Deutsch Oesterreich, tz 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noten...............
64,92
81,29
34,18
65,18
82,61
34,32
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Lnaarilche Note» ................


