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Das erste Schulungslager aus der Vurg Gleiberg
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Staatsbürger und staatsbürgerliche Verpflichtung
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Samstag um 15 Uhr probeweise in Betrieb gesetzt. Grund zur Beunruhigung beim Heulen der Sirenen besteht also nicht.
** Die Straßensammlung für das ugendherbergswerk am vorigen Sonntag
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Anordnung!
Vetr.rKampfbund derDeutschenArchitekte« und Ingenieure.
Ls ist Pflicht jedes nationalsozialistischen Architekten, Technikers und Ingenieurs, dem
Aampfbund der Deutschen Architekten und Ingenieure
beizutreten. Der KDAI. hat die Zusammenfassung aller deutschen Techniker zum Ziel und ist die für die Schulung der Techniker im nationalsozialistischen Sinne von der Reichsleitung der NSDAP, allein anerkannte Stelle.
Ls muh mit der Vereinsmeierei und Zersplitterung nun endlich einmal Schluh gemacht werden. Ich kann es daher, im Interesse der gewaltigen Aufgaben, die der Technik bei dem Aufbau des Staates gestellt sind, nicht mehr zulassen, dah sich die Architekten, Chemiker und Ingenieure in einem Dutzend von vereinen und Bünden verlieren, und werde, wenn hier nicht ia aller Kürze ein Zusammenschluh erfolgt, die mir geeignet erscheinenden Maßnahmen treffen.
Anmeldungen für den Gau Hessen-Nassau sind an die
Gebietsleitung, Frankfurt am Main, Adolf-Hitler-Haus, Gutleutstr. 8/12, bzw. an die betreffenden Bezirksleitungen zu richten.
Frankfurt a.M., 20. April 1934.
Gez.: Sprenger.
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schon Schulung". Aus der Praxis'der politischen, Schulung innerhalb der studentischen Kamerad- ®as schließt am 5. Mai schaftserziehung wird von Graeoe noch berich- Verlauf dieses Lagers werden wir noch berichten, ten. Der Sontag nachmittag ist freigehalten für I ---------
ergab in der Stadt Gießen den Betrag von 836,95 Mark.
R. D. H. Tränkt die Tiere reichlich! Auf das Tränken wird in der Tierpflege oft zu wenig Wert gelegt. Manches Pferd würde bei der gleichen Futtermenge besser ernäyrt aussehen, wenn es Gelegenheit hätte, während der Mahlzeit etwas Wasser zu sich zu nehmen. Beim Füttern auf der Straße erhält eine große Anzahl Pferde auch hinterher kein Wasser. Da das trockene Futter den Durst erhöht, hört manches Pferd vor Durst auf zu fressen. Wenn nur irgend Wasser erreichbar ist, sollte das Pferd auch nach der Mahlzeit ausgiebig getränkt werden. Ein genügend getränktes Tier kann besser arbeiten, als ein durstendes. Auch den Kettenhunden stelle man immer Wasser zur Verfügung und gebe ihnen während der Sommerhitze einen chattigen Platz. Dasselbe gilt für die Kaninchen. Käfigvögel dürfen ebenfalls nicht der heißen Sonne
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Schon seit einigen Wochen ist der Umbau des Albertus-Baues der Burgruine Gleiberg fertiggestellt. Die Räume, die für zukünftige Lager bestimmt sind, wurden von jugendlichen ortsansässigen Handwerkern in selten schöner Art erneuert. Nun wird Ende dieser Woche Leben auf der sonst so stillen Burg einziehen, da die zukünfti- ;en Kameradschaftsführer der Studentenschaften Marburg, Gießen und Frankfurt, sowie die Führer ür die Wohnkameradschaften der einzelnen Korporationen dieser Universitätsstädte hier für einige Tage zu ernster Arbeit zusammenkommen werden.
Das Schulungsiager,
das im Auftrag des Leiters des Amtes für Kame- radfchaftserziehung der Deutschen Studentenschaft durchaesührt wird, steht unter der Gesamtleitung des Führers des Gießener Kameradschaftshauses cand. theol. Paul Seipp. Die Schulungsleitung liegt in Händen des Hochschulgruppenführers des NSDStB. Gießen und politischen Schulungsleiters bei der SA.-Standarte 116 cand. rer. pol Bernhard. Edler von Graeoe. Die Lagerleitung wurde cand. rer. nat. Hans Fritz Schuster, dem Hauptamtsleiter für Aufklärung und Werbung der Gießener Studentenschaft, übertragen.
Die Arbeitstagung
steht unter dem Motto: „Ziel und Weg der tudentischen Kameradschaftserz ie- h u n g". Nachstehend eine kurze Uebersicht über den Tagungsverlauf:.
Freitag vormittag nach der Eröffnung und Flaggenhissung Referate von Prof. D. Born- kämm und B. E. von Graeve. Nachmittag Freizeitgestaltung unter Leitung von Stud. Pom- m e r e n i n g.
Der Samstagmorgen bringt Referate von Seipp, ferner von Obertruppführer Nahm und einen Vortrag des Obertruppführers Heinz Horn über: „SA.-Geift in das Kameradschaftshaus und in die Wohnkameradschaft". Der Nachmittag bringt wieder Fortsetzung der Uebungen zur Ausgestaltung einer Freizeit. Am Samstagabend findet nach dem Abendbrot ein kameradschaftliches Zusammensein der Lagerteilnehmer mit der Leitung des Gleiberg- vereins, mit der Gemeindeführung von Gleiberg und Krofdorf, mit der SA. von Gleiberg und Krofdorf und mit Gästen aus Gießen und Wetzlar statt.
Am Sonntagmorgen wird zuerst Professor Pfähler über: „Die Verantwortung des Kameradschaftsführers als Erzieher" zu den Studenten sprechen. Im Anschluß dgran, referiert Prof. Duken über: „Die Voraussetzungen der politi-
einer einheitlichen Führung durch die Reichsgewalt, wies der Redner auf die starken Schattenseiten her früheren Ländermacht hin, in deren Kreis sich im Rheinland und in Bayern Loslösungs- und Separatistenbestrebungen geltend machten, die bereit waren, auch den Bestand des Deutschen Reiches für ihre egoistischen Ziele des Separatismus preiszugeben.
Daß diese üblen Dinge durch Adolf Hiller endgültig beseitigt und auch für die Zukunst unterbunden sind, wird von den aufrechten deutschen Volksgenossen mit rückhaltloser Befriedigung anerkannt.
Der Redner versäumte in diesem Zusammenhang« nicht, eindringlich vor den geistigen Mächten zu warnen, die früher bei den Loslösungs- unid Sepa- ratisten-Bestrebungen die Triebkraft waren und die auch heute wieder unter dem Deckmantel von Kulturarbeit am Werke sind, dem deutschen Neubau unter Adolf Hitlers Führung Schwierigkeiten und Widerstände zu bereiten. Der Redner ließ keinen Zweifel darüber, daß der nationalsozialistische Staat derartigen Bestrebungen zur gegebenen Zeit mit allem Nachdruck entgegentreten wird, er wies aber auch -darauf hin, daß in dem von jenen Kräften heute noch geführten Teil der Jugend keine Liebe und kein Verständnis für derartige Bestrebungen vorhanden sind, sondern
alles Drängen und Sehnen auch dieser Jugend nur dem von Adolf Hitler geschaffenen und geführten nationalsozialistischen Deutschland gilt.
Jeder Deutsche hat die Verpflichtung, die Jugend in dieser Einstellung zu stärken und zu fördern und selbst mit allen Kräften an diesem Aufbauwerk mit- zuhelfen. Dabei will der Nationalsozialismus keinen einzigen deutschen Volksgenossen zuruck st oßen oder beiseite stehen lassen, er will sie alle gewinnen, er ringt mit der ganzen Kraft seiner Idee und mit den Herzen ihrer Träger um die Gewinnung aller deutschen Volksgenossen zum bedingungslosen Glauben an Deutschland im Gei st e Adolf Hitlers.
Während z. B. in Frankreich durch das starke Eindringen fremder Rassen im Volksleben und in der Verwaltung immer mehr der Verfall des Volkstums um sich greift, ist im Deutschland Adolf hitlers aus der Grundeinstellung nach Blut und' Boden der Aufstieg und Bestand des deutschen Volkstums gegeben und gesichert.
Dieses Deutschland muh auch für die Zukunft frei und rein erhallen werden, und deshalb kann es keinen Staatsbürger geben, der nicht deutschen Blutes, deutscher Gesinnung und des gleichen deutschen Herzschlages ist. wie Deutschland zu einem Bollwerk gegen den Bolschewismus geworden ist, so wurde es auch ein Bollwerk gegen den verfall der weihen Haffe und ein Schuhwall gegen das herandrängen der anderen Raffen.
Für dieses Deutschland ringt auch unsere Jugend, die Adolf Hitler treue Gefolgschaft leistet und der mir einst das Geschick Deutschlands ruhig in die Hände geben können, weil diese Jugend i m Gleichschritt mit Adolf Hitler auf ihre große deutsche Aufgabe vorbereitet und gefestigt worden ist.
Mit dem eindringlichen Appell an die Zuhörer, im gleichen G e i st e und mit derselben freudigen Gläubigkeit wie die Jugend unserem Führer Adolf Hitler treue Gefolgschaft 3U leisten und damit für das neue und bessere Deutschland zu arbeiten, schloß der Redner seine von glühender Begeisterung für das Werk Adolf Hitlers getragenen mitreißenden Darlegungen. Die Versammlung dankte dem Redner mit lebhaftem Beifall.
Bezirksleiter Kurz unterstrich anschließend in einigen Sätzen nachdrücklich und wirkungsvoll die Ausführungen des Redners, der selbst noch einmal einige Gesichtspunkte besonders hervorhob und dabei, auf dringenden Wunsch des Versammlungsleiters, für Juni einen weiteren Vortrag im KDAJ. zusagt«.
reiner Zustimmung am folgenden Werktag das klöbnis des Dertrauensrats geleistet werden.
Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen.
Eine vorbildliche soziale Tat.
Der Inhaber der Lebensmittelhandlung Gustav ' e i ß e, Seltersweg, hat den 42 Angestellten sei- ?s Hauses zum bevorstehenden Tag der nationalen rbeit den Festanzug der Deutschen Arbeitsfront - nit Mütze als Feiertagsgeschenk der Firma zur Verfügung gestellt. Im Sinne unseres Führersund wlkskanzlers Adolf Hitler hat Herr Gustav ' e i ß e mit dieser Stiftung seinen Mitarbeitern ne Freude bereiten, zugleich aber auch dem heimi- hen Handwerk eine Derdienstmöglichkeit erschließen rollen.
Die Abgabe von Fichtenschniuckreisig.
Die Bürgermeisterei gibt im heutigen Anzeigen- Ht bekannt, daß das bestellte Fichtenschmuckreisig inb die Fichtenbäumchen am kommenden Samstag in Hofe des Gymnasiums abgegeben werden. In- tnefsenten seien auf die Bekanntmachung besonders
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j den allgemeinen Feierlichkeiten des 1. Mai ohne Überanstrengung rechtzeitig teilnehmen kann. In en Fällen, wo dies nicht möglich ist, kann L.'.l
Nundfunkprogramm.
Freitag, 27. April.
6.05 Uhr: Gymnastik. 7.10: Frühkonzert (Schall- platten). 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 11: Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I (Schallplatten), slawische Tondichter. 13.20: Mittagskonzert II. Ausführung: Standartenkapelle Kurfürst, SA.-Reseroe I, Mainz: Leitung: Sturm- führer Hermann Holzapfel. 14: Mittagskonzert II! (Fortsetzung). 14.40: Stunde der Frau: Kinderspiel und Kinderspielzeug. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. Ausführung: das Rundfunk
Im Anschluß an die Arbeitstagung der studentischen Kameradschaftsführer wird von der Juristi- scyen Fachschaft an der Universität Gießen ein juristisches Schulungslager durchgeführt. Die Schulungsarbeit liegt in Händen der Herren Prof. Dr. Bley, Dr. Bötticher, Dr. Gal- l a s und Gaugruppenleiter Rea.-Afs. Denker. Die Lagerleitung hat wieder cand. rer. nat. h. F. Schuster. Die Eröffnung des Lagers erfolgt am 2. Mai 20.15 Uhr. Zur Begrüßung werden neben dem Führer der Studentenschaft, cand. jur. Adam, der Gauführer Hessen des Bundes Nationalsozialistischer Juristen Pg. Rechtsanwalt A m e n d (Darmstadt), der Dekan der juristischen Fakultät an der Universität Gießen Prof. Dr. Bley und der Gaugruppenleiter Hessen der Referendare und Assessoren im BNSDJ. Pg. Reg.-Ass. Denker sprechen.
Lager schließt am 5. Mai abends, lieber den
einen Bummel der Lagerteilnehmer in die Stadt Gießen, hier ist Gelegenheit geboten, die Stadt Gießen mit ihren Sehenswürdigkeiten und die Universität mit allen Instituten zu besichtigen.
Am Montag morgen spricht zunächst der Direktor des Gießener Studentenhauses Dipl.-Volkswirt Grebe über: „Die wirtschaftliche Seite der studentischen Kameradschaftserziehung" und „Die Beteiligung der Studentenwerke an der Kameradschaftserziehung". Anschließend folgt ein Referat des Führers der Gießener Studentenschaft cand. jur. Adam über die Themen: „Kameradschaftserziehung und Fachschaften" und .Kameradschaftserziehung und Korporationsleben". In der Schlußsitzung am Nachmittag wird von cand. theol. P. Seipp eine Zusammenfassung unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse der korporativen Wohnkameradschaften zum studentischen Kameradschaftshaus gegeben. Am Montag, 20.30 Uhr, wird dann auf dem Gleiberg van der Studenten- schäft eine „Walpurgisfeier" abgehalten, zu der schon heute namhafte Gäste ihr Erscheinen zugesagt haben.
Am Tag der Nationalen Arbeit wird das Lager an dem Festzug in der Gemeinde Krofdorf teunehmen. Nach dem Umzug wird dieses Lager mit einer feierlichen Flaggeneinholung geschlossen.
Wir hoffen, daß dieses erste Lager auf der Burg Gleiberg den erwünschten Erfolg bringt und heißen schon heute die Teilnehmer recht herzlich willkommen. Wir werden unsere Leser auf dem laufenden halten und ausführliche Berichte von den einzelnen Sitzungen bringen.
Juristisches Schulungslager auf der Burg Gleiberg.
Wandel in Deutschland, der viele Millionen deutscher Volksgenossen erfaßt hat, ist nicht etwa aus einem Programm zu erklären, sondern nur dadurch, daß der deutsche Mensch den Führer Adolf Hitler mit dem Herzen ersaßt und verstanden hat, weil eben diese Idee aus bem Herzen des Führers gekommen ist. Dieser grundstürzende Wandel hat auch die jüdische Herrschaft in Deutschland, die sich im politischen, wirtschaftlichen und geistigen Leben allenthalben bestimmend geltend machte, beseitigt und damit dem ©egenemanbertreiben beutscher Volksgenossen ein Enbe gesetzt. Abolf Hitler hat burch seine Jbee einen völlig neuen B e - griff b e 5 Staatsbürgers geprägt unb ihn aus feinem Herzen in seinem Buche „Mein Kampf" in bie Herzen ber Deutschen hineingetragen.
Aus diesem neuen Begriff ergibt sich auch, dah im Dritten Reich jeder deutsche Volksgenosse dem anderen deutschen Volksgenossen helfend und fördernd zur Seife stehl und alle einander als gleichwertig anerkennen.
Als besondere Aufgabe des Nationalsozialismus und als staatsbürgerliche Verpflichtung der beut- schon Volksgenossen ist nunmehr bie ganze Masse ber beutschen Menschen aus ber geistigen Demoralisierung ber letzten 14 Jahre her- auszuholen unb a u f ben richtigen Weg, ben Aböls Hitler uns gewiesen, zu führen. Dabei ist befonbers zu beachten, baß ber Nationalismus unb ber Sozialismus o o ne inan b e r abhängig sinb, baß ber Sozialismus Abolf Hitlers bie Orunblage ist unb
niemand national fein kann, wenn er nicht zugleich auch im Sinne Adolf Hitlers Sozialist ist.
Wenn auch bie vollkommenste Auswirkung biefes Oebanfengutes wohl erst bei ber kommenben Gene- ration zutagetreten bürste, so muß aber boch schon jetzt jeder beutsche Volksgenosse sich mit aller Kraft bemühen, fein Leben unb Wirken nach biefen beiben Grunblagen einzurich- ten unb bergcftalt bie staatsbürgerlichen Verpflich- tungen im Dritten Reich zu erfüllen. Von biefer Grunblage aus wirb er bann auch bas Streben unb Arbeiten bes Führers richtig versieben unb mürbigen, ebenso bie bisherigen großen Leistungen, wie sie bas erste Jahr ber Regierung Abolf Hitlers gebracht hat, gerne anerkennen.
Nach einem Hinweis auf bie von Abolf Hitler burch Beseitigung ber Länberherrschast vollbrachte politische Einheit Deutschlands unter
ausgesetzt werden, wie das öfters In guter Absicht geschieht. Die Tiere leiden unter der prallen Sonne.
Schöffengericht Gießen.
Wegen D-rstoß gegen den § 3 der Verordnung des Reichspräsidenten vorn 21. März 1933 erkannte das Gericht gegen den Wilhelm Ortmüller aus Gießen auf 2 Monate Gefängnis. Der Angeklagte beleidigte anläßlich der Verhaftung feines Sohnes aufs schwerste die Reichsregierung.
An Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat erhielt ein Mann aus Nidda 150 Mark Geldstrafe. Als Führer eines Lastwagens unterließ es der Angeklagte am 22. November 1933 in Nidda, seine Fahrgeschwindigkeit so einzurichten, daß er in ber Sage war, seinen Verpflichtungen Genüge zu leisten. Daburch fuhr er gegen einen Hanbkarren unb tötete ein den Wagen brücfenbes 8jähriges Kind.
Der Hermann Walldorf von hier erlaubte sich gegen bie Regierung gerichtete Urteile über unsere Wahrung, wofür er 4 Monate Gefängnis erhielt unter Anrechnung von 15 Tagen Untersuchungshaft.
!esklrche Nassau-Hessen in die Deut-
iche Evangelische Kirche.
Evangelische Kirche und 1. Mai.
EPH. Nachdem schon im Vorjahr in den meisten wangelischen Kirchenaemeinden am Tage ber natio- taten Arbeit gottesdienstliche Feiern eingerichtet Daren, ist nunmehr die Beteiligung der Kirchen tn diesem Festtag der Nation kirchlicherseits einheitlich geregelt worden.
Es ist bestimmt worden, daß am Vorabend des Hages der nationalen Arbeit Gottesdienste au alten sind, die die nationale Arbeit und ihren Festig unter Gottes Wort stellen. Die Kirchengebäude nd am 1. Mai zu beflaggen. Die Glocken sind zu iuten. Am Sonntag vor dem 1. Mai ist in den Oottestnenften für den Tag der nationalen Arbeit Fürbitte zu tun, und bei den Ankündigungen sind iie Gemeindeglieder zur Teilnahme an den Der- cnftaltungen herzlich aufzufordern.
Das feierliche Gelöbnis
(»es Vertrauensrates zum 1. Mai 1934
Nach dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Ar- Jeit legen am 1. Mai 1934 die erwählten bzw. be- nfenen Mitglieder des Vertrauensrates tot der versammelten Gefolgschaft ein feier» liches Gelöbnis ab wie folgt:
„Wir geloben, in unserer Amtsführung nur dem Wohle unseres Betriebes und der Gemeinschaft aller Volksgenossen unter Zurückstellung eigennütziger Interessen zu dienen, unb wir wollen in unserer Lebensführung unb Diensterfüllung allen Betriebsangehörigen Vor- bilb sein."
Mit diesem Gelöbnis verspricht der ©erfreuens- tat feierlich, feine im Gesetz niebcrgelegten Pflichten erfüllen, wobei es selbstverständlich ist, daß bie t ngelnen Betriebe bafür besorgt sinb, baß bas Ge- libnis in einem mürbigen äußeren Rahmen abgelegt wird. Wie die einzelnen Betriebe diese Feier- Ichkeit ausgestalten, bleibt diesen überlassen.
Zeitlich ist die Betriebsfeier des Gelöbnisses bes »ertrauensrates so anzusetzen, baß bie Gefolgschaft
Der zweite Schulungsabenb bes KDAJ. (Kampfbund Deutscher Architekten und Ingenieure), ber Sestern unter Leitung bes Gießener Bezirksleiters iberingenieur Kurz im Eaf6 Ebel ftattfanb, brachte ben zahlreichen Besuchern einen Vortrag bes KreiSpreffewartsundSchuiungSleiters
Michel
über bas Thema „Staatsbürger unb staatsbürgerliche Verpflichtung".
Der Rebner betonte einleitenb, baß bas Wart Staatsbürger heute eine ganz anbere Deutung hat als früher, wo jeher, ber nach Deutschland) kam, auch ber frembstämmige Jube, sich um bas Staatsbürgerrecht bewerben konnte unb es erhielt.
heule ist es ausgeschlossen, daß Fremde gleichberechtigt als Staatsbürger mit dem urdeutschen
Menschen dastehen,
denn Adolf Hitler hat Deutschland den Deutschen roiebergegeben, ben fremb- ftämmigen Einfluß von früher beseitigt unb bas beutsche Volk zusammengeführt unter einem Führer zu einem Volk, in bem es nicht mehr Stänbe unb Klassen gibt, sonbern nur noch gleichberechtigte Deutsche als Staatsbürger, in beren Gemeinschaftsleben bie frühere silbische Machtstellung keinen Platz mehr hat. Mit biefer Einigung bes beutschen Volkes hat ber Nationalsozialismus bie jahrhunbertelange Geschichte ber beutschen Zerrissenheit unb Uneinigkeit abgeschlossen unb in beren Stelle bie heißersehnte beutsche Einheit gesetzt.
Der Rebner wies Johann auf bie egoistische Hausmachtpolitik früherer beutscher Fürsten zum Nachteil ber beutschen Volksgesamtheit hin, erinnerte an bie vielfachen Erscheinungen von Eigennutz auf allen Gebieten bes Volkslebens vom Mittelalter bis in bie neueste Zeit hinein, machte auf bie selbst innerhalb ber Familien vielfach herrschenbe Zerrissenheit in ber Einstellung zu ben Jbealen bes Lebens unb bie baburch bebinqte Uneinigkeit auch in ben großen Fragen bes Volkslebens aufmerksam unb stellte allen biefen unliebsamen Erscheinungen
das gewaltige deutsche Linigungswerk des Nationalsozialismus
gegenüber, für bas sich ganz naturgemäß bie tn bas beutsche Leben hineinwachsenbe Jugenb befon- bers begeistert unb bamit bem Führer Abolf Hitler bie festeste, in bie deutsche Zukunft weisende Gefolgschaft gibt Dieser gewaltige
hngewiosen.
Zweckverband Arbeitsdienstabteilung Gießen.
Im Regierungsgebäube in Gießen fanh unter dem Fvrsitz von Sürgermeifter Dr. Hamm (Gießen) Sc konstituierende Mitgliederversammlung bes weckverbandes Arbeitsbienstabteilung 222/5 Stand- n:t Gießen statt. An bem Zweckoerband sinb betet- l:,t bie Stabt Gießen, bie Gemeinden Albach, Stilen- Lrf (Lahn), Alten-Buseck, Annerod, Daubringen, Lroßen-Linben, Hausen, Leihgestern, Lollar, Rödgen, Lüttershausen, Steinbach, Watzenborn-Steinberg unb Wieseck. Außerbem hat sich das Forftamt Cchisfenberg durch einen Zusatzvertrag bem Zweck- v.rband angeschlossen. Zum Derdanbsvorsteher trurbe Oberbürgermeister Ritter, als dessen Stellvertreter Bürgermeister Dr. Hamm bestellt.
Aufgabe des Zweckverbandes ist ber Betrieb unb fre Unterhaltung ber Unterkunft ber Arbeitsbienst- Abteilung und bie Durchführung volkswirtschaftlich wertvoller Maßnahmen gemäß ber Landesplanung M Bereich der Arbeitsdienstabteilung mit Hilf« des Arbeitsdienstes.
Die Entrümpelung der Oachspeicher.
RVH. Zur Zeit werden mit Rücksicht auf ben Luftschutz überall bie Dachspeicher entrümpelt. Es b-lteht hierbei bie große Gefahr, haß wertvolle alte Tnpiere, Bücher ober anbere Altertümer aus Un- kcnntnis verbrannt, ober sonstwie vernichtet werben. t?r Reichsbunb Volkstum unb Heimat bittet barum biingenb, alle Dinge, bie sich auf Speicher befinben mb bie als Altertümer irgenbmie wertvoll fein formten, pfleglich zu behanheln unb sie in keiner Keife zu vernichten. Wenn solche irgenbroo gefunben werben, setze man sich sofort nut bem Ortsringführer dks Reichsbunbes Volkstum unb Heimat in Serbin- bung, ber für ihre fachgemäße Behanblung unb Unterbringung Sorge tragen wird.
Gickcncr Wochenmarktpreise
* Gießen, 26. April. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: ßanbbutter, bas Pfund 1,30 bis 1,35 ! Mark Kochbutter 1,10 bis 1,15 Mark, Matte 20 bis 25 Pf, Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische, noch Gewichtsklasse) 8% bis 11, Weißkraut, bas Mund 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Ruben 12 bis 15 Rote Rüben 10, Spinat 10 bis 12, Spargel 40 bb 60, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 65 Pf- Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis ^0, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Rhabarber 12 bis 15, Kartoffeln U Pf., ber Zentner 2,80 bis 3 Mark, Aepfel, bas Mund 20 bis 25 Pf-, Suppenhühner 70 bis 80, Alumenkohl, das Stück 30 bis 50, Salat 15 bis 20, Salatgurfen 50 bis 60, Lauch 5 bis 10, Rettich 20, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, das Bund 10 Pf.
Bornottzen.
— Tage skalender für Donnerstag: Kreisleitung der NSDAP., Amt für Volkswoh - Ichrt, 19 Uhr, Eaf6 Leid, Amtsleiter-Appell mit Barträgen von Dr. Kranz unb Dr. Hofmann. — NS.-Frauenschaft Gießen, 20.30 Uhr, Turnstunde in ber Schillerschule. — Lichtspielhaus, Bahnhof- Haße: „Mein Herz ruft nach Dir". — 2Iftorta- üichtspiele, Seltersweg: „Der Abenb bes 13. Juni urb „Moberne Mitgift". — Oberhessischer Kunstoer. «iil, Turmhaus am Branbplatz, 16 bis 17 Uhr, Aus- Mlung.
— Aus dem Stadttheaterbüro. Mor- Ri, Freitag, abend zum ersten Mal das Traueret „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" von bhiller. (Siehe heutige Anzeige.)


