UM8 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzelger für Gberheffen)__________lNontag, Zß.Zebruar 1954
Oer Tag der Vereidigung.
Eindrucksvolle Feier in Gießen. — Treffen der allen Garde des Gaues in Frankfurt. — Gauleiter Sprengers Appell an die politischen Leiter.
Ein feierlich-festliches Ereignis, das keiner der Teilnehmer jemals im Leben vergessen wird. Weihevoll waren die Stunden der Vereidigung aus den Führer und Volkskanzler Adolf Eitler überwältigend das in dieser (Eidesleistung enthaltene unverbrüchliche, alles überragende Bekenntnis zu dem vom Führer geschaffenen national- sozialistischen Deutschlands Wunderbar war der Zu- sammenklang der Herzen und die Einheit der Gedanken und Gefühle, in der sich die auch in unserer
An der Spitze des Zuges schritten hinter der großen! Fahnengruppe der Kreisleiter Dr. Harth und der' stellv. Kreisleiter Hopfenmüller, gefolgt von den übrigen Mitgliedern der Kreisleitung, denen sich dann die politischen Leiter der zahlreichen Orte und die Führer der HI. und des JV. anschlossen. In flottem Marsche durchschritt der Zug seinen Weg durch die Stadt, die nicht nur in den Marschstraßen, sondern allenthalben in reichem Schmuck der Flaggen des Dritten Reiches prangte. Um 9 Uhr traf
Amtsleiter und Abteilungsleiter der Kreisleitung Gießen.
In der Mitte Fünfter von rechts Kreisleiter Dr. Harth, daneben nach links stellvertretender Kreisleiter Hopsenmüller, komm. Beigeordneter Bartholomäus, Kreiswalter der NS.-Volkswohlfahrt K l ö s, landwirtschaftlicher Kreisfachberater D ö r r s ch u ck ; von Kreisleiter Dr. Harth nach rechts hin Kreiskassenwart Pape, Krewpersonalamtsleiter I u n g, Kreisfunkwart Dörr, Kreisbetriebszellenleiter Wagner. — Zweite Reihe von links nach rechte- RS.-Beamtenleiter Heß, Witab-Leiter Kurz, Kreisgerichtsvorsitzender Seid, Kreispressewart Michel, Rektor N e b e l i n g , Kreisgeschäftsführer Frank. — (Aufnahme: Photo-Pfaff. Gießen.)
Stadt zu vielen Hunderten versammelten politischen Leiter und Amtswalter für alle Zeiten mit ihrem ganzen Sein dem Führer und seinem Werk verschworen. Fürwahr ein Erleben, das Ewigkeitswert in der Geschichte unseres deutschen Bottes und unserer engeren Heimat hat...
der Zug vor dem Cafe Leib ein. Dann begann der Einmarsch in den Saal, in dem die SS. wieder in ausgezeichneter Weise den Ordnungsdienst versah. In wenigen Minuten war der Saal bis zum letzten Platz besetzt.
Die Feier im Cafe Leib.
Amtswalter vereidigt.
In Gießen wurden 167* Amtswalter der Partei und ihrer Untergliederungen vereidigt. Davon gehören 599 zur PO., 215 zur HI. und JV., 80 zum BDM., 80 zur RSBO., 570 zur NS.-Frauen- fchaft, 3 zum RS.-Lehrerbund. 50 zur NSV., 67 zu den NS.-Beamten und 7 zum FAD.
Oer Auftakt.
Schon früh wurde es am gestrigen Sonntagmorgen in den Straßen unserer Stadt sehr rege. Don allen Seiten strebten die politischen Leiter der NSDAP, und die Amtswalter ihrer Untergliederungen den befohlenen Treffpunkten zu. Auf O s - waldsgarten versammelten sich die politischen Leiter der PO. und die Führer der HI. und des JV., um von dort in geschlossenem Zuge zum C a f 6 Leib zu marschieren, wohin sich die Führerinnen des BdM. gesondert begaben. Der weite Platz des Oswaldsgarten war ringsum von den Gruppen der politischen Leiter umsäumt, die sich zum gemeinsamen Marsch formierten. Viele Fahnen der Ortsgruppen des Kreises Gießen und der übrigen Formationen wehten hoch über der Gefolgschaft und gaben dem eindrucksvollen Bild dieses Aufmarsches ein besonders festliches Gepräge. Gegen 8.30 Uhr begann der Marsch des langen Zuges. Zur gleichen Zeit strömten von allen Seiten Männer und Frauen der Turnhalle zu, in der sich die Amtswalterin- nen der NS.-Frauenschaft, die Amtswalter der NSBO., der NS.-Hago, der NS.-Lehrer, der NS.- Aerzte, der NSV. und der NS.-Beamten versammelten. Der Marsch vom Oswaldsgarten zum Cafe Leib ging unter guter Marschmusik des Spielmannsund des Musikzuges der SA.-Reserve durch die Neustadt, Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Seltersweg, Hindenburg-Wall, Neuen Bäue, Schulstraße,.Markt- platz, Kirchenplatz, Lindenplatz und Walltorstraße.
Im Saale saßen die politischen Leiter, auf der Galerie hatten die Führerinnen des BdM. und die Führer der HI. und des JV. Platz genommen. Arn Tische der Leitung aus der Bühne saßen Kreisleiter Dr. Harth, stellv. Kreisleiter H o p f e n rn ü l l e r, komm. Beigeordneter Bartholomäus, Kreispressewart Michel, SS.-Sturmführer Hainbach, SS.-Verwaltungsführer Scharführer G r u • newald, HJ.-Bannführer Häuser, BdM.- Führerin Lotte C r ö o n.
Nach der feierlichen Einbringung der Fahnen eröffnete Kreisleiter Dr. Harth die Tagung und gab sofort dem
komm. Beigeordneter Bartholomäus das Wort zu einer Ansprache über die B e d e u - tungdes Tages der Vereidigung. Dieser sagte In seinen eindringlichen Ausführungen u. a.:
Wenn heute in ganz Deutschland die politischen Leiter der NSDAP, und die Amtswalter aller Nebenorganisationen vereidigt werden, so hat dieser Tag und diese Handlung eine ungeheure innere Bedeutung. Nachdem der Führer am 30. Januar 1933 zum Volks- und Reichskanzler ernannt wurde, hat die Partei den er st en Schritt in die zweite Etappe des Kampfes getan.
Durch die Machtübernahme ist die Partei mit allen Nebenorganifationen der Träger des neuen Deutschland geworden.
Der Nationalsozialismus war es vom ersten Tag seines Kampfes ab gewohnt, nach dem Grundsatz zu handeln: Alles oder gar nichts! Weil in unserer Partei die große Volksgemeinschaft verankert ist, in unserer Partei alle Berufsstände, alle Berufsarten, wie überhaupt alle produktiven Arbeiter zusammengefaßt sind, steht unsere Partei auf dem Standpunkt, daß in ihren Reihen die Volks-
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vor der Vereidigung.
Die Fahnengruppe bei der Aufstellung vor dem Cafe Leib.— (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.)
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HI. beim Einmarsch in das Caf6 Leib zur Vereidigung. — (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.)
gemeinschaft so weit gefaßt ist, daß nur derjenige, der Mitglied dieser Volksgemeinschaft ist, ein Recht hat, sich Träger des Staates zu nennen. Allen anderen, den Auch-Nationalsozialisten und denen, die irgendwie in der Ferne herumschweifen, rufen wir zu: Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns!
Heute findet nicht nur die Vereidigung der Amtsleiter der Partei , sondern auch aller Träger des neuen Staates statt. Diese Vereidigung gibt uns
nicht nur Rechte, Rechte zu Gesetzen am und im Staate, sondern diese Rechte als Amtsleiter sind einstmals teuer erkauft worden und müssen in Zukunst noch teuer erkauft werden.
Nur der hat Rechte, der zuvor seine Pflichten erfüllt hat.
Deshalb sind wir Nationalsozialisten stolz darauf, daß wir unter unseren Fahnen mit dem Hakenkreuz trotz aller Widerstände den 30. Januar er-
Der Hewen-Gedenkiag in Gießen.
Die Gottesdienste am gestrigen Heldengedenktag waren dem Gedächtnis der Kriegsgefallenen gewidmet. Früh um 8 Uhr fand in der Johannes- kirche ein besonderer Militärgottesdienst für unsere Garnison statt, an den Hauptgottesdiensten in der Stadt-, wie in der Johanneskirche nahmen größere Stahlhelmformationen teil. Sämtliche Gottesdienste, auch die am Abend, waren gut besucht. Die Predigten hoben den Schmerz um die Gefallenen des großen Krieges hervor, in dem sich das ganze deutsche Volk am Heldengedenktag vereine. Als herrliche Saat aus ihren Gräbern erblühe uns jetzt die seit Jahrhunderten ersehnte Einigung unseres Volkes unter Adolf Hitler.
Gedenkfeier und Kranzniederlegung der GAR I (Stahlhelm).
Den Tag des Gedenkens an die gefallenen Helden des Weltkrieges beging die S A. - R e f e r v e I (Stahlhelm) am gestrigen Sonntag zunächst mit gemeinsamem Kirchgang. Im Anschluß daran fand auf dem Landgraf-Philipp-Platz, am Denkmal der 116er, eine Gefallenenehrung und Kranzniederlegung statt. Die Stürme, die unter Begleitung des Musikzuges von der Stadtkirche bzw. von der Johanneskirche nach dem Denkmal marschierten, nahmen vor dem Ehrenmal Aufstellung. Oberstleutnant a. D. Loppe sprach, nachdem er einen prächtigen Kranz niedergelegt hatte, von dem Opfer der gefallenen Kameraden, von ihrem geistigen Erbe, von unserer Pflicht, sie niemals zu vergessen und ihnen Treue zu halten bis zum Tode. Bei gesenkter Fahne spielte anschließend die Musikkapelle das Deutschland-Lied. Damit wurde die kurze Feier, an der auch zahlreiche Mitbürger teilnahmen, beendet. Gemeinsam marschierten die Stürme dann nach dem Stahlhelmheim in der Moltkestraße. Dort löste sich der Zug auf.
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Ortsgruppenleiter Oberstleutnant a. D. Loppe bei der Ansprache.
Bei gesenkter Fahne wird der GeMeusn gedacht,
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