Dingt befolgt wird bis herab zum letzten Dlock- wart.
Die Schlagkraft und die Wirkungsmöglichkeit einer an sich guten Organisation ist um so größer, je größer ihre Disziplin. 3e mehr ihr G e - horsamübt bis ins Klein ft e, je klarer ihr rechtsum oder linksum nach dem Befehl des Führers macht, je sicherer ihr der Weisung zum Kurztreten oder Langsamschreiten nachkommt, desto sicherer kann der Führer Schritt für Schritt die Voraussetzungen schaffen zur Verwirklichung des nationalsozialistischen Programms.
Hitlerjungen! Ihr habt euch dem Führer in jener bedingungslosen Hingabe an Deutschland unterstellt, die vor 20 Jahren von Deutschlands jüngster Kampfgruppe, von den Freiwilligen von Langemarck das große gemeinsame Heldensterben für Volk und Reich verlangte. Ihr selbst habt euch diese Jugend von Langemarck zum Vorbild gestellt. Ihr habt das Glück, in einem Reich zu leben, das den besten Stürmern von 1914 nur als Hoffnung und Ahnung vorschwebte, ein Reich, das für die Ewigkeit zusammengeschmiedet, eine untrennbare Einheit bleibt, wenn ihr eure Pflicht tut. Für euch heißt Pflicht tun: des Führers Befehlen wortlos folgen. In lebendigem Erinnern ehrt ihr eure toten Kameraden des ersten Kriegsjahres am stärksten, wenn ihr deren Disziplin in euren Reihen wachhaltet. Für den HJ.-Führer muß Disziplin umso mehr erstes Gebot sein, je mehr Disziplin er von seinen Jungen verlangt. Disziplin muß er aber um so mehr von ihnen verlangen, je mehr die Jugend von Natur in schönem Freiheitsdrang zur wilden Ungebundenheit sich sehnt. Umso leichter aber müssen Disziplin und Unterordnung gepaart mit Achtung vor der Leistung der führenden Generation den Jungen von heute fallen, als die führende Generation größtenteils die Generation des Weltkrieges ist.
Ich weih, wie ihr verfolgt, geschmäht, verachtet und verhöhnt worden seid wegen eures Glaubens an den Führer. Ich weiß um euren Opfermut und kenne die Gefahren, die euch täglich bedrohten und die vielen Kameraden aus euren Reihen das junge Leben raubten. Das alles weih ich. Ich weih aber auch, dah alle Gefahren und Leiden eines einzigen Tages,
sollten, mit brutaler Gewalt diesen Dolkswillen zu überrennen und zu unterdrücken. Als Künder und Schirmer des Nationalsozialismus sind beide, der SA.-Mann und Politische Leiter, die Arme der Bewegung. Beide sind nach wie vor unentbehrlich und gleichwertig.
$21. und politische Leiter haben ihre gemeinsame Tradition, die verkörpert ist in der „alten Gard e". Sie umschlicht alle, die früh ihr Leben einsehten oder gaben für Deutschlands Wiederaufstieg im Nationalsozialismus., Das Fortbestehen der Kampfgemeinschaft, wie sie euch die „alte Garde" vorgelebt hat, findet heute darin seinen Ausdruck, dah eine Unzahl alter SA.- Männer und Führer unter uns ist, die als politische Leiter, HI.- oder Arbeitsdienstführer Dienst tun. Anderseits hat eine grohe Zahl von euch das Recht, ehrenhalber das Dienstkleid der $A. zu tragen. Mit Stolz kann ich darauf Hinweisen, dah ich selbst einst zum ersten Dutzend SA. - Männer gehörte, in den Reihen der SA. blutete und lange Zeit SA.-Führer war. Und mit Stolz bekenne ich, dah ich — mit der ehrenvollen und schweren Aufgabe, Stellvertreter des Führers zu sein, betraut — im Denken und Fühlen und handeln genau so politischer Führer und SA. - Mann bin und bleibe, wie damals, als mich der erste Schlag für meinen Führer traf. Ich
mühte sonst nicht Nationalsozialist sein.
Ihr werdet den Schwur ablegen auf den Führer, der damals und heute tatsächlich sowohl wie symbolisch oberster politischer Leiter und oberster SA.- Führer in einer Person war und ist. Kaum je in der Geschichte brachte ein Volk einem Führer der einen Schwur forderte, so re st los Vertrauen entgegen, wie das deutsche Volk Adolf Hitler. Wir haben das unendliche Glück, den Schwur ablegen zu dürfen auf den, der für uns Inbegriff des Führers an sich ist. Wir schwören auf den Kämpfer, der über ein Jahrzehnt sein Führertum bewies, der stets recht behielt und stets den rechten Weg ging, auch wenn bisweilen der größte Teil seiner Anhänger ihn nicht mehr verstanden haben mochte. Sucht Adolf Hitler nicht mit den Hirnen, mit der Kraft eures Herzen findet ihr ihn alle. Wer für Hitler schwört, schwört für
Deutschland. Schwört auf das große Deutschland, dessen Söhnen und Töchtern überall in der Welt die Heimat jetzt durch mich ein feierliches Gedenken sendet.
Bevor ich zur Vereidigung schreite, bitte ich jeden, vor seinem Gewissen zu prüfen, ob er sich stark genug fühlt, den Eid auf Adolf Hitler in seinem Geiste zu halten. Kein Nachteil soll dem erwachsen, der nicht mitschwört und dann offen und ehrlich sein Amt niederlegt, weil er sich für zu schwach hält. Wehe aber dem, der schwört und seinen Schwur bricht.
Oer Schwur.
Wir kommen zum Eide. Sprecht hier und in allen Gauen des deutschen Vaterlandes mir nach:
„Ich schwöre Adolf Hitler unverbrüchliche Treue, ihm und den mir von ihm bestimmten Führern unbedingten Gehorsam."
Die größte Eidesleistung der Geschichte ist geschehen! Dem Führer Sieg-Heil. Unmittelbar ehe der Stellvertreter des Führers den Massen den Schwur auf den Führer abnahm, erklang weihevoll das Deutschlandlied, während im Strahle der Sonne zehntausende von Händen sich zum Himmel erhoben. Dann erfolgte der überaus eindrucksvolle und weihevolle Akt der Eidesleistung, bei dem der Wortlaut des Treueschwures von den schwörenden langsam und feierlich nachgesprochen wurde. Musikklänge schlossen die Feier, die die Reihe der großen nationalsozialistischen Kundgebungen in der Geburtsstadt des Nationalsozialismus um eine weitere vermehrt hat. Nach der Feier wurden die Münchener Standarten unter den Klängen des Badenweiler Marsches in bas Braune Haus gebracht, während ein großer Teil der braunen Kolonnen in Neuner- und Zmölferreihen am Braunen Haus vorüberzog. Große Menschenmassen bewegten sich auf und ab promenierend und dichtes Spalier bildend in der Umgebung des Braunen Hauses. Besonders freundlich begrüßt wurden im Stadtbild die Mitglieder des Bundes deutscher Mädels, die in ihrer kleidsamen Tracht mit den blauen Röcken und den braunen Westen eine besonders farbige Note in das sonnenbeschienene menschenwogende Straßenbild brachten.
Oie Feier der Vereidigung in Berlin und im Reich.
Berlin, 24. Febr. (DNB.) Alle deutschen Städte standen am Sonntag im Zeichen der Vereidigung der Politischen Leiter der NSDAP, und der Heldengedenkfeiern. Die Veranstaltungen nahmen ebenso wie die Parteigründungsfeiern am Samstag überall unter stärkster Beteiligung der Bevölkerung einen eindrucksvollen und harmonischen Verlauf. Die Gauleiter würdigten das historische Ereignis der Vereidigung in zu Herzen gehenden Ansprachen, die häufig in die Mahnung ausklangen, nicht nachzulassen im Ringen um die deutsche Seele; denn dieser Kampf fei noch längst nicht als abgeschlossen zu bettachten. In Hamburg leisteten rund 20000 Politische Leiter dem Führer den Treueid, in Oldenburg 27 400, in Mannheim 10 000, in Köln 50 000.
Die Berliner Politischen Leiter, 75 000 an der Zahl, wurden im Lu st garten vereidigt, der besonders festlich ausgestaltet war. Ein Riesen- Hoheitszeichen auf schwarzem Grunde grüßte, flankiert von zwei großen Hakenkreuzfahnen, vom Schloß her die Teilnehmer. Auf dem Platz selbst flatterten 15 große Banner. Unmittelbar vor den Terrassen der Schloßfreiheit hatten etwa 2 0 0 0 Fahnen Aufstellung genommen. Hinter ihnen standen 23 000 Leiter der PO., 21 000 der NSBO., 13 000 der HI., 8000 der NS.-Haao, 2500 des Amtes für Beamte und ebenso viele Der NSKOV., 1200 des NS.-Lehrerbundes und viele Hunderte der Frauenschaft, des Arbeitsdienstes, des Juristenbundes und andere. Auf der Freitreppe der Nationalgalerie standen die Führerinnen des BDM. Die Berliner'Bevölkerung umsäumte in Massen den Lustgarten und die Anmarschstraßen. Um 10 Uhr begann die Übertragung aus München. Bald darauf schritt der Gauleiter von Berlin Reichs- ministex Dr. Goebbels in Begleitung des stellvertretenden Gauleiters G ö r l i tz e r die Front der Fahnenabordnungen ab. Die in Berlin weilenden Mitglieder der Reichsleitung waren vorn Adolf-Hitler-Haus nach dem Lustgarten geschloffen marschiert. Klar und deutlich schallten die aus München übertragenen Reden über den weiten Lustgarten. Am Schluß reckten sich 75 000 Arme in die Höhe zum Treueschwur auf den Führer. Das Horst-Wesfel-Lied beendete die Berliner Veranstaltung.
denen ein hillerjunge in den rötesten Gebieten in den Iahren vor der Machtergreifung ausgesetzt war, nicht vergleichbar sind den Gefahren und Leiden eines einzigen Tages Trommelfeuer, den ein Angehöriger der Frontgeneration durchlebte. Vergeßt das nie, wenn euer Führer, den dieses Trommelfeuer für uns verschonte,
harte Selbstzucht von euch verlangt.
Den politischen Leitern wiederhole ich, was ich ihren Kameraden vom Gau Thüringen vor deren Vereidigung im letzten Jahre gurtef: Seid treu im Geiste Hitlers. Fragt in allem, was ihr tut: W i e würde der Führer handeln, gemäß dem Bilde, das thr von ihm habt, und ihr werdet nicht fehlgehen. Treu sein Hitlers Geist nenne ich, sich bewußt sein, daß ein Führer nicht nur Rechte, sondern vor allem Pflichten hat. Treu sein Hitlers Geist nenne ich, ft e 15 der ganzen Welt Vorbild fein. „Führer sein heißt v o r l e b e n", so wie Adolf Hitler euch und der Mitwelt vorlebt. Treu fein Hitlers Geist heißt zurückhaltend und unabhängig von Äußerlichkeiten bleiben. Treu fein Hitlers Geist heißt in guten und in bösen Tagen Nationalsozialist bleiben durch und durch. Seid st e t s Diener am Ganzen auch in der Bewegung und wisset, daß die Bewegung in Ganzheit, nicht aber ein Teilglied, den Sieg bewahren und die Eroberung der Zukunft bringen kann. Seid nicht dünkelhaft, weil ihr in hohem Amte steht, seid nicht eifersüchtig, weil andere ein höheres Amt bekleiden. Seid euch stets bewußt, wo ihr auch stehen möget, ihr steht dort dank dem Führer, weil seine Führung allein den Siea ermöglichte. Dünkel hat nichts zu tun mit Stolz. Stolz dürfen wir sein, ftoh müssen wir sein auf das, was wir alle — politische Leiter und SA. — unter Führung Adolf Hitlers geleistet haben, und auf das, was wir unter feiner Führung — wir wissen es — noch leisten werden für Deutschland. Denn dessen seien wir uns bewußt: der geistige Kampf des Nationalsozialismus hat erst begonnen:
Schafft nicht an Stelle des schwindenden Standesdünkels in euerem Volke einen Standesdünkel in euerer Bewegung. Fühlt euch nicht zuerst als Angehörige einer Sondergrupe innerhalb der NSDAP., nicht als Angehörige einer Teilorganisation, fei es der PO., fei es der SA., fei es einer anderen Formation. Dünkt euch nicht mehr als euere Brüder. Euere Aufgaben find so groß, die Bereitschaft, die Deutschland von euch verlangt, so immerwährend, die Arbeit so lebenfüllend, daß ihr in euch nicht Raum habt für kleines Formations- denken, nicht Zeit für die Verfolgung kleiner Ziele, statt des einen großen. Bleibt ihr immer dem großen Ziele treu: Deutschland für alle Zukunft mit Hitlers Nationalsozialismus zu er- füllen, so habt ihr euch nicht allein den Dank des Führers erkämpft — in den Herzen der Deutschen von morgen werden euch Altäre der
Dankbarkeit brennen.
Niemand wird behaupten wollen, daß die politische Erziehung des Volkes, die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankengutes abgeschlossen ist — viele, die sich Nationalsozialisten nennen, müssen erst erfahren, was wirklicher Nationalsozialismus ist. Und niemand wird behaupten wollen, daß diese Erziehung des deutschen Volkes ungestört möglich wäre, wenn nicht im Hintergrund schirmend d i e SA. stünde und jedem Gegner, gleichgültig ob rechts oder links, die Lust nähme, auch nur den Versuch zu machen, dem Nationalsozialismus die Macht durch Schaffung eines neuen „Bodens der Tatsachen" ftreitig zu machen. Wer glaubt, der Gedanke an einen „Putsch" einer energischen Minderheit fei absurd und die SA. demgemäß überflüssig, dem sei erwidert, daß der Gedanke nur deshalb so absurd ist, weil die SA. mit ihrem Millionengewicht bereit steht, in einem einzigen schnellen Schlage jedem Gegner des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland ihre, allen Feinden der Idee furchtbare Kraft zu beweisen.
Die politiscke Organisation unserer Bewegung schuf in langen mühevollen Jahren den einheitlichen Volkswillen der Deutschen. Die SA. schützt Volk und Staat vor Kräften, die es wagen
Der Führer spricht an historischer Stätte zur alten Garde.
Oie Bewegung, die aus dem Volke kam und alte Kraft in den Oienft des Volkes stellte, wird sich immer wieder an das Volk wenden.
München, 24. Febr. (DNB.) Das ganze Reich nimmt an den Münchener Festtagen teil, an denen vor 14 Jahren die Bewegung geboren wurde, die heute Deutschland ist. Während am 24. Februar 1920 nur die 2000 ersten Kämpfer Adolf Hitler im Hofbräuhaussaal hören und feine 25 Programmpunkte mit eigenen Ohren vernehmen konnten, vermittelte der Rundfunk am Samstag die Feierstunde bis in die kleinste Gemeinde, bis in das abgelegenste Gehöft — aber auch der ganzen Welt, die wieder einmal — aus berufenstem Munde hören konnte, was der Nationalsozialismus ist, und was er will: Arbeit, Frieden, Ehre und Gleichberechtigung. Im großen Hofbräuhaussaal hatte sich am Samstagabend d i e Alte Garde versammelt, um den Führer zu ehren. Der g le i ch e Saal, bei dem man vor 14 Jahren bange hatte, ob er auch gefüllt werden würde, war überfüllt. Bei der A n - f u n f t des Führers vor dem Hofbräuhaus gab es eine reizende Szene. Plötzlich stürmten vier kleine Mädchen an den Wagen und überreichten dem Führer vier Nelken, die sie sich kurz vor Geschäftsschluß von ihrem ersparten Geld gekauft hatten. Eines der Mädchen wollte dem Führer auch etwas sagen. Der Führer drückte den Mädchen die Hand und sagte lächelnd: „Mädels, ich habe leider keine Zeit". Die Mädchen hatten lange unter Tischen versteckt im Hvfbräuhaus auf den Führer gewartet. Sie strahlten förmlich vor Glück, als es ihnen gelang, dem Führer die Blumen zu überreichen.
Dann schreitet der Führer unter den Klängen des Deutschlandliedes durch die Reihen feiner Getreuen. Alle Hände streckten sich ihm entgegen. Unermüdlich schüttelt Adolf Hitler die Hände seiner Garde. Er kennt sie alle. Seinem Gedächtnis entfällt nichts, am wenigsten Namen und Gesichter feiner treuesten Freunde. Unter den alten Kämpfern sieht man Oberbürgermeister Pg. Fiehler-München, Staatssekretär T a u p e r, Oberstadtschulrat Bauer — alles Parteigenossen, die bereits in d e n Jahren vor 1 9 2 3 in Hunderten von Versammlungen unter großen persönlichen Opfern mit unerhörter Bravour die nationalsozialistische Idee ins Volk trugen. Man sieht wieder den Frontkameraden des Führers im Felde Pg. Amann, den ersten Geschäftsführer der Partei bis zu ihrem Verbot im Jahre 1923. Nach einem dreifachen Sieg-Heil der Alten Garde auf den Führer ergriff Adolf Hitler unter stürmischem Jubel das Wort.
Oie Rede des Führers.
In feiner mehr als einftünbigen, von Beifallsstürmen begleiteten Rede rief der Führer einleitend die Erinnerung zurück an jenen Tag, an dem vor 14 Jahren die versammelten alten Kämpfer als kleine und unbekannte Bewegung zum ersten Male in diesem Saal vor die Oeffentlichkeit und damit vor das deutsche Volk traten. Damals war das deutsche Volk noch erfüllt von der ganzen Hoffnungslosigkeit des deutschen Schicksals, erfüllt von Gleichgültigkeit und tausend Zweifeln. „Gibt es noch einen Weg, der unser Volk aus diesem Tiefpunkt feiner nationalen Existenz herausführen kann, ist diese Not das E n d s ch i ck s a l unseres Volkes, oder ist es nicht am Ende doch nur eine Prüfung des Herrn, um uns zur Sinke h r zu zwingen?" Das fei die Frage gewesen, die sich die ersten Kämpfer der Bewegung damals vorlegten. Sie seien aber von vornherein überzeugt gewesen, daß die Freiheit eines Volkes nicht geschenkt wird, daß man das Schicksal nur wenden kann, wenn man felbft für diese Wende kämpft, und daß jeder einzelne für sich den Kampf beainnen muß. (Stürmischer Beifall.) Dor allem fei man sich zu jener Zeit aber auch darüber klar geworden, daß es nicht angehe, 3" denken, die Wende des deutschen Schicksals konnte von denen ausgehen, die das deutsche Volk vorher in das Unglück gestürzt hatten, daß nicht die Parteien und nicht die Männer der Vergangenheit die Führer in die Zukunft fein konnten.
„IDir waren überzeugt, daß man neue Kräfte gewinnen müffe, Kräfte, die in der
Tiefe der Nation vorhanden waren, aber bisher nicht zur Wirkfamkeit kommen konnten. Nur ein einziges Mittel gab es: Im ganz Kleinen beginnen, um so die Organisationen, die langsam Staat im Staate wurden, Träger der neuen Zukunft werden zu lassen. Es war notwendig, daß die Führung der deutschen Geschicke nunmehr von ganz anderen jungen und durch nichts belasteten Männern in die Hand genommen wurde. Und es war noch etwas notwendig: Daß diese Männer aus der Front kamen, die V/2 Jahre am tapfersten das deutsche Leben vertreten hatten. Nicht aus dem faulen Sumpf unserer alten Parteien konnte die deutsche Rettung kommen, sie konnte nur kommen aus dem Teil der Nation, der anständig seine Pflicht erfüllte. (Stürmischer Beifall.) So sind wir damals als deutsche Soldaten an dieses werk gegangen, haben neue Prinzipien aufgestellt, haben sie als neue Männer vertreten und haben für diese Prinzipien und ihre Vertretung eine durch und durch neuartige Organisation geschaffen, die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.
Die neue Partei mußte erfüllt sein von dem Gedanken ihrer Ausschließlichkeit. Sie mußte
Immer noch besser, man verzichtet auf die scheinbaren Köpfe und hat das Volk, als man besitzt diese „Köpfe" und verliert das Volk. Wer nur solche Köpfe kennt, wird sich in kurzer Zeit in einem luftleeren Raum sehen. Wer aber ein Volk sein eigen nennt, wird es erleben, daß sich immer wieder neue Köpfe aus ihm erheben. (Lebhafte Beifallskundgebungen.) So hat unsere Bewegung, im Laufe von wenigen Iahren, allmählich die Vorkämpfer des neuen Staates aus der Millionenzahl der Menschen herausgezogen, hat Unbekannten einen Namen gegeben, und sie zu Trägern der deutschen Zukunft heranreifen lassen, so dah die NSDAP, nach kaum 15 Iahren heute in der Lage ist, tatsächlich das Schicksal des Volkes in ihre starke Faust zu nehmen.
Der Führer ging bann auf die besondere Bedeutung der Erinnerungsfeier ein. Vor 14 Jahren, am 24. Februar 1920, seien die alten Kämpfer zum ersten Male in diesem Saal zusammengetreten, um in großen Zügen bie Thesen eines neuen Programms ber beutfchen Welt $u verkünben. Nicht ganz 2000 Menschen seien in Diesem Raum gewesen. Diese 2000, bie sich bamals gläubig mit ber Bewegung oerbunben haben, finb Pioniere eines neuen beutschen Zeitalters geworben. Durch sie würbe ich erst ber „Dolksführer" unb bann ber Kanzler ber beutschen Nation. (Lauter Beifall.) Es ist baher heute nur eine Pflicht aller Nationalsozialisten, baß sie in biefer Stunbe allen denen banken, bie bamals schon vor 14 Jahren sich mutig zu unserer neuen Bewegung bekannt haben. Sie, bie Sie hier finb, können stolz fein, mit zu den ersten Gläubigen biefer Fahne gezählt zu haben, bie nunmehr zum Symbol ber Deutschen Auferstehung geworben ist. Das ist ber Dank für bie Zeiten ber Verfolgung, des Hohnes und des Spottes. Was in der Zukunft das deutsche Volk zum Nationalsozialismus führen muß, kann nur durch eine ewig gleichmäßige Erziehung gelingen. Gewaltig sind die Aufgaben, die uns bevorftshen: Aus einem Lippenbekenntnis müssen wir eine Herzensbekenntnis machen. Wir sehen vor allem die d e u t s ch e Jugend als den kommenden Träger dieser Entwicklung an.
tatsächlich intolerant fein, sie mußte vom ersten Tage an ein Glaubensbekenntnis politischer Art aufstellen und sie mußte erfüllt sein von dem eisernen Grundsatz: Wir dulden keine zweite politische Erscheinung neben dieser in Deutschland! Wenn die Partei ihr Ziel erreichen wollte, dann mußte sie ein neues deutsches Volk, eine neue deutsche Volksgemeinschaft schaffen.
Der Führer schilderte dann den Entwicklungsprozeß, ber es ber Bewegung möglich machte, bie wertvollen Elemente au sammeln, bie allein Träger ber Geschichte bes Volkes für bie Zukunft fein konnten. Indem wir Nationalismus unb Sozialismus vereinigten, haben wir sowohl bie bürgerlichen Nationalisten wie bie internationalen Marxisten fortgescheucht, um bafür aber in bem unerschöpflichen Brunnen unseres Volkstums unermeßlich neue Kräfte zu finben. Wer Treue unb Glauben, Zuversicht, Fanatismus unb beharrliche Hingabe finben will, ber muß borthin gehen, wo biefe Tugenben noch zu finben finb. Sie finb aber nur zu finben in ber breiten Masse biefes Volkes. (Segeifternbe Zustimmungsrufe.) Nur bort herrscht biefes gläubige Vertrauen, biefe blinbe Hingabe, biefe Anhänglichkeit unb biefer heroische Mut, für ein Jbeal einzutreten. Unb wenn man uns aus ber intellektuellen Oberschicht sagte: „Ihr habt boch keine Köpfe, wie wollt ihr einst bas beutsche Schicksal meistern?", bann konnten wir antworten:
Die Kraft eines Volkes ist nichts anderes als die Einmütigkeit und die in sich geschloffene Verbundenheit des Volkes. Darin muß die Bewegung auch in der Zukunft ihren wirksamsten Ausdruck finden. Damit wird sie der politischen Entwicklung Stetigkeit und Sicherheit geben, denn sie wird dem deutschen Volke eine politische Führungshierarchie schenken, so daß es für alle Zukunft nicht mehr als Opfer böswilliger Spekulanten und eigensüchtiger Interessenten verfällt. Sie wird dafür sorgen, daß das deutsche Volk für alle Zukunft nur noch eine Nation nach außen und e i n Dolk nach innen ist. (Stürmischer Beifall.)
Und so, wie einst die Bewegung von diesem ^>aale ihren Ausgang nahm in bie deutsche Nation, Jo nahm von diesem Saale aus ein Jahr später ihren Ausgang auch die SA. Es ist wirklich ein historischer Saal. Nicht bloß die erste Versammlung hat hier stattgefunden, auch der erste Kampf bis aufs Messer und mit der Pistole wurde hier ausgetragen. (Laute Zustimmung.) In diesem Saale maren zum ersten Male junge Nationalsozialisten als Parteigenossen zu einer Gemeinschaft vereint. Die unmißverständlich einen Entschluß proklamiert bat: Mit dem Geist wollen wir die Nation erobern, aber mit der Faust jeden bändigen, der es wagt, den Geist durch Terror zu vergewaltigen. (Stürrni- scher Beifall.) Das war die Gründung der S A., der großen Kraftarmee der Partei.
Wir haben eine ungeheure Verpflichtung für bie Zukunft. Das Vertrauen, bas uns bas Bolk am 12. November geschenkt hat, verpflichtet uns alle, stets an dieses Volk z u denken und für dieses Volk einzutreten. Indem wir auch heute nur das fein wollen, was wir einst waren, werden wir auch in Zukunft bleiben, was wir heute sind! (Lebhafte Zustimmung.) Aus dem Volke finb wir gekommen, unb bem Volke wollen wir für immer gehören. Wenn wir unserem Doll in Der Zukunft so bienen wie in der Vergangenheit, bann wirb uns bas beutsche Volk auch in ber Zukunft genau so gehören wie es uns in der Vergangenheit gehörte.
ÄieVerbnndenheiimiidemVolkederbesteAnspom für eine Politik des ausbauenden Friedens.


