zelnen Fall dem Gauschulungsleiter sofort Bericht zu erstatten.
13. Sämtliches S ch r i f t t u m, das zu Schulungszwecken verwendet wird, oder verwendet werden soll, bedarf der Begutachtung und der Genehmigungdes Gauschulungsleiters, dem das Material vor der Drucklegung bzw. vor der Verbreitung vorgelegt werden muß. Anfragen sind zu richten an das Gauschulungsamt, Frankfurt a. M., Eschenheimer Anlage 40/41 (Volksbildungsheim).
Preußen.
Kreis Biedenkopf.
< Gladenbach, 23.Jan. Unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors K i e k e b u s ch begibt sich die Marburger Große Strafkammer am 2. Februar nach hier, um gegen den Viehhändler Adler und dessen Sohn wegen Betrugs und Wuchers zu verhandeln. Zu dem Termin sind außer den Angeklagten, die sich im Marburger Amtsgerichtsgefängnis befinden, 10 5 Zeugen
qeladen. Für die Verhandlung sind mehrere Tage vorgesehen. Für Gladenbach dürfte diese Gerichtsverhandlung von großem Interesse sein, da Landwirte aus der näheren und weiteren Umgegend an diesem Prozeß beteiligt sind-
Berliner FrühbSrse.
Berlin. 26. Jan. <DNB. Funkspruch.» Der varbörsliche Frühverkehr lag w e i t e r st i l l u n d a b . wartend, wenn auch wieder eine ganze /leihe qünstiaer Momente geeignet wären, an einigen Märkten das Interesse zu beleben. Beachtung findet vor allem das Geschäftsergebnis bei Krupp, sowie die weitere Steigerung der Walzwerkproduktwn. Auch Meldungen über einen lebhaften Geschäftsgang bei Stöhr werden vermerkt, ebenso die Erklärung Washingtoner Regierungskreise zu den Transferverhandlungen. Man erwartet heute wieder etwas Interesse für Renten, insbesondere für Reichsbirhnvorzugsaktien.
Am Valutamarkt hörte man London gegen Kabel mit 4,96,25, den Dollar in Berlin mit 2,64,7 und das Pfund mit 13,40.
Neues für den Bücheriifch.
Hesten-Heimat.
— Unter dem Titel „Hessen und Waldeck in schönen Bildern" begann im Verlag von Friedrich Lometsch in Kassel herausgegeben von Fritz Lometsch, eine Sammlung ausgezeichneter photographischer Aufnahmen aus unserer engeren Heimat zu erscheinen, von denen uns oorliegen: Band I, „Heimatland", 37 Aufnahmen aus Hessen und Waldeck, und Band II, „B u r g e n u n d Schlösser", 37 Aufnahmen aus Hessen und Waldeck, mit einem Geleitwort von Direktor A. Wohringer. stellv. Vorsitzender des Hess. Geschichtsvereins, und einem kurzgefaßten Anhang kunft- und kulturhistorischer Anmerkungen zu den Bildern. Die Photographien dürfen in Aufnahmetechnik und Wiedergabe vorbildlich genannt werden. Die schmucken Bändchen sind trefflich geeignet, Hei- matoerbundenheit und Heimatliebe zu stärken und anregend zu vertiefen, sie verdienen weite Verbreitung, wozu auch der geringe Preis von je 1,20 Mark beitragen dürfte, und seien hier angelegentlich empfohlen. Die beiden nächsten Bände der Reihe sollen hessische Kirchen und hessische Trachten behandeln —(310/311) —
— Hessischer V o l k s k a l e n d e r 1934. Herausgegeben von Fritz Lometsch unter Mitwirkung der Abteilung für Volksbildung der NSDAP., Gau Kurheffen. 51. Jahrgang. Friedr. Lometsch, Verlag, Kassel. Preis 0,65 Mark. — (309) — Der inhaltreiche, gut zusammengestellte und mit vielen hübschen Bildern geschmückte Kalender betont in
allen seinen Beiträgen den Heimatgedanken, bringt eine Fülle unterhaltender und belehrender Aufsätze, Kalendarium, Rätsel, Scherzfragen nebst allerlei wissenswerten Zusammenstellungen für das ganze Jahr. Die denkwürdigen Tage der nationalsozialistischen Machtergreifung sind in vier großen eindrucksvollen Bildern festgehalten und geben dem Kalender sein charakteristisches Gepräge.
— Albinmüller. Denkmäler, Kult- und Wohnbauten. L. C. Wittich, Verlag, Darmstadt 1933. — (453) — Der gut ausgestattete schmale Band darf als erste authentische Geschichte der Darmstädter Künstlerkolonie, der Schöpfung des vormals regie-i renden Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein gelten, erläutert am Schaffen eines Künstlers, des Darmstädter Architekten Albinmüller. Darmstadt dankt ihm einen großen Teil seiner Geltung im künstlerischen Deutschland. Er hatte mit Recht den Löwenanteil an der Arbeit und am Erfolge jener Kunstschau von 1914, die der Weltkrieg leider vor der Zeit zum Sterben brachte. Der vorliegende Band gibt einen gut zusammengestellten Ueberblick über das vielseitige architektonische Schaffen dieses Baukünstlers. Dr. Ernst Zeh gab dem Band eine knappe Einführung „Aus dem Schrifttum über Albinmüller".
— Wilhelm Ide: Das rote Haus. Eine Erzählung aus Hessen. 79 Seiten. Geb. 1,10 Mark. E. Bertelsmann Verlag in Gütersloh. — (507) — Im Hessenlande, wo schon die Brüder Grimm bei der Märchenfrau von Niederzwehren ihre Schätze sammelten, klingen in der Spinnstube noch heute
die herrlichen Volkslieder, winkt Frau Sage von jedem Stein. Und so ist in Ides Erzählung vom roten Haus, feinen Kreuzen und dem Geheimnis der Holdermarthe selbst ein Volkslied zur Wirklichkeit geworden.
Romane und Novellen.
— D i e Insel-Bücherei (468 bis 472), die mit ihren 450 Nummern em Bücherschatz von höchster Mannigfaltigkeit geworden ist, ist um eine weitere Reihe, die dritte dieses Jahres, vermehrt worden. Der Glanzpunkt der Reihe ist die vielfarbige Wiedergabe von 24 Bildern deutscher Minnesinger aus der berühmten Manessischen Handschrift, eine Meisterleistung der Reproduktionstechnik. Das Geleftwort schrieb Hans Naumann. Besonderes Gewicht ist in dieser Reihe auf das neueste deutsche Schrifttum gelegt: von Karl Heinrich Waggerl bringt sie einen Band mit fünf Erzählungen unter dem Titel „Du und Angela", von Hans Fr. B l u n ck ein Märchenbuch „Der Trost der Wittenfru". Ein neuer noch unbekannter Name taucht auf in Werner Kortwich; in feiner Novelle „Friesennot" erleben wir den seltenen Fall, daß ein junger Dichter an den Beginn seines Schaffens ein Meisterwerk stellt. In dem „Bismarck- Brevier" hat Professor Wilhelm S ch ü ß l e r, unseren Lesern aus verschiedenen Aussätzen bekannt, das staatsmännische Gedankengut des ersten deutschen Kanzlers zusammengefaßt. In den drei Abhandlungen, die Eduard Spränget in dem Band „Goethes Weltanschauung" vereinigt hat, folgen wir mit großem Genuß den erkenntnisreichen Gedankengängen eines Mannes von hohem geistigen Rang.
— Will Vesper: Die Wanderung des Herrn Ulrich von Hutten. Ein Tagebuch- Roman. Verlag C. Bertelsmann in Gütersloh. 194 Seiten. Gebunden 3 Mark. — (510) — Ein glücklicher Gedanke, das Auf und Ab und Immervor- wärts des unruhigen Lebensganges Huttens als Tagebuch-Roman breiteren Kreisen vorzuführen, die damit in die Tiefen eines Menschenschicksals und einer gärenden Zeit, in die Gedankenwelt des Humanismus und der Reformation hineinsteigen. Die Schreibweise ist fesselnd und knapp, erfüllt von dramatischem Leben und den heißen Gedanken eines kühnen, weitblickenden Streiters, der zuerst deutsche und nationale Gesinnung zu Richtlinien politischen Denkens und Handelns erhob.
— Felix Riemkasten: Weggetreten. Roman. Broschiert 3,60 Mk., Leinen 4,80 Mk. Brunnen-Verlag, Willi Bischoff, Berlin SW 68. — (418) — Der Roman gibt klar und lebendig das Bild der Zeit von 1918 bis 1933, er zeigt uns Menschen, die ehrlich an alles glaubten, was marxistische Wühlarbeit ihnen so schön hinzustellen wußte, und wir sehen dann, wie mit Notwendigkeit alles zerreißen mußte: Familie, Volk und Wirtschaft, und wie mit gleicher Notwendigkeit Hitler an die Macht kommen mußte.
— Rudolf Presber: Ein delikater Auftrag. Ein lustiges Geschichtenbuch. Brosch. 3,20 Mark, Leinen 4,50 Mark. Brunnen-Verlag, Willi Bischoff, Berlin SW 68. — (404) — Zwischen dem, was sein soll und dem, was leider nur ist, be* stehen Unterschiede. Man kann sie als tragisch empfinden, man kann sie aber auch als lächerlich an« sehen. Da Presber Presber ist, sieht er sie als lächerlich an und macht in einer Anzahl kleiner Ge- schichten ein hübsches Ragout-fin zurecht. /
— Fred Andreas: Die alte Rechnung und M. C. Rud: Alarm im Mietshaus (Verlag Ullstein, Berlin). — (233/234) — Zwei spannende Kriminalromane der neu erstandenen „Ullstein-Bücher".
Verschiedenes.
— D i e Vergessenen. Aufzeichnung aus dem Feldzug in Palästina. Von Adolf T r e i tz. 140 Seiten. Verlag Knorr & Hirth, München. Geh. 1,90 Mark, Leinen 2,50 Mark. — (409) — Die Vergessenen — das sind ein Trupp von 14 deutschen Soldaten in Palästina im Herbst 1918, die auf Patrouille geschickt, den Anschluß an ihr zurückgehendes Bataillon verfehlen und sich auf eigene Faust durchschlagen. Immer wieder werden sie von Beduinen aus dem Hinterhalt beschossen und langsam aufgerieben. Schließlich sind nur noch drei am Sehen, ein Offizier und zwei Mann. Wehrlos, verwundet, buchstäblich ausgeraubt bis aufs Hemd, werden sie von den fanatischen Eingeborenen beschimpft, mißhandelt, ja wie wilde Tiere gehetzt — und trotzdem hält der Führer, selbst verwundet, aus und verzichtet darauf, sich den Engländern gefangen zu geben. In letzter Minute werden sie von deutscher Nachhut aufgefunden. Diese erschütternden Aufzeichnungen sind ein Zeugnis deutschen Heldentums auf verlorenem Posten.
— Einführung in die physikalisch« Chemie. Von Stud.-Rat Dr. E. Fischer. Mit einem Abschnitt über die galvanischen Ketten. Von Stud.-Rat K. Weber Mit 24 Abb. (IV und 120 S.) 8. (Mathematisch-physikalische Bibliothek, Reih« II, Heft 1.) Geb. 3 Mark. Verlag von B G. Teub« ner in Leipzig und Berlin 1933. — (326) — Das Buch will die wichtigsten Begriffe und Gesetze der physikalischen Chemie ohne Verwendung höherer mathematischer Hilfsmittel elementar darstellen, und zwar bedient sich der Verfasser der kinetischen Be» trachtungsweise. Hierdurch wird erreicht, daß ein ungemein anschauliches Bild vorn Wesen der physikalisch chemischen Vorgänge gegeben und so dem Anfänger das Eindringen in die neue Wissenschaft und das Verständnis für die neuen Begriffe und Gesetze wesentlich erleichtert wird. Sodann wird durch Zugrundelegung dieser Theorie auch die Einheitlichkeit der Darstellung gewährleistet. Für die Auswahl des Stoffes war der Gesichtspunkt maßgebend, nur solche Tatsachen und Gebiete zu behandeln, die sich mit einfachen Mitteln experimentell veranschaulichen lassen.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen
Frau Emma Spruck, geb. Kipper sprechen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank aus. Besonderen Dank für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Gießen, im Januar 1934.
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Mittwoch, den 31. Januar, 9% Uhr vormittags, im Gasthaus „Zur Deutschen Eiche" in Klein-Linden aus den Forstorten Wüstung Hexenbusch, Tiefental, Fuchsbau, Tannacker und Rehloch der Försterei Großen- Linden (Franzenwald):
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'ießen, den 11. Januar 1934.
I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Wagner. Ortsgerichtsvorsteher.
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Scheiter, rm: Eiche 21, Kiefer 113, Fichte 12 1. Kl., 9 2. Kl.; Knüppel, rm: 3 Buche, 11 Eiche, 28 Kiefer, 4 Weymouthskiefer, 10 Fichte; Reisig, 100 wellen: 2 Kl. (Stammreisig) 8 Buche, 0,8 Birke, 32 Kiefer, 3. Kl. (Astreisig) 0/ Buche, 7,4 Eiche, 0,3 Weide, 34 Kiefer, 27 Fichte; Stöcke, rm: 5 Fichte.
Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen.
Hessisches Forstamt Schiffenberg. Nicolaus.
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Gießen, Marktplatz 8. «ja
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Flur I, Nr. 1000 = von 1797 qm hofrelte, geschätzt = % = 22 187,50 RM., versteigert.
Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht aus-
gefucht <m$..
Steinstraße 111
Mühlen-Versteigerung.
Montag, 29. d.M., nacknn. 3 Uhr, ioU die „Schiff en berg er Mühte" erbschaftsh. a. d. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg versteigert werden. Näheres bet Karl Jung I., Watzenborn-Steinberg,Lndwigstr.42
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