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m. 23 Erstes Blatt

W Jahrgang

5am§tag, 27. Januar M4

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags

Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

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Mit 4 Beilagen RM.1.95

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Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitatr-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: §chulftratze 7

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermühigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei» gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm

Amtsverkündigungsblatt

nicht auf solche Fragen erstreckt, die nach internationalem Recht ausschließlich als innere Angelegenheiten eines der beiden Staaten anzusehen sind.

Beide Regierungen erklären ihre Absicht, sich in den ihre gegenseitigen Beziehungen betreffenden Fragen, welcher Art sie auch sein mögen, unmit­telbar zu verständigen. Sollten etwa Streitfragen zwischen ihnen entstehen und sollte sich deren Ve-

Beide Regierungen sind der Ueberzeugung, daß sich auf diese Weise die Beziehungen zwischen ihren Ländern fruchtbar entwickeln und zur Begrün­dung eines gutnachbarlichen Verhält­nisses führen werden, das nicht nur ihren bei­den Ländern, sondern auch den übrigen Völkern Europas zum Segen gereicht.

Die gegenwärtige Erklärung soll ratifiziert hi» Ratifikationsurkunden sollen sobald als Warschau ausgetauscht werden. Die Er- für einen Zeitraum von zehn gerechnet vom Tage des Austausches der surkunden an. Falls sie nicht von einer Regierungen sechs Monate vor Ablauf aumes gekündigt wird, bleibt sie auch i Kraft, kann jedoch alsdann von jeder jederzeit mit einer Frist von sechs Mo- digt werden.

Ein zehnjähriger Verständigungspaki zwischen Deutschland und Polen.

Der Witte zur Begründung gutnachbarlicher Beziehungen.Ein erster großer Erfolg der direkten Methode in der Außenpolitik des Führers.

Die amtliche Erklärung.

Berlin, 26. Fan. (DNB. Wie durch amtliche Meldung vom 15. November vorigen Jahres in Berlin und Warschau bekanntgegeben wurde, ist damals bei einer Aussprache zwischen dem Herrn Reichskanzler und dem polni­schen Gesandten in Berlin die übereinstim­mende Absicht der Reichsregierung und der polni- lAan fofinoiiafU mnrhon htö htöfd fiothon

Lahr -er Wende.

Nur noch eine kurze Spanne trennt uns von jenem Tage, da sich zum erstenmal der denkwür­dige 30. Januar jährt, an dem sich der greife Feld- marschall an der Spitze des Reiches und der Führer des jungen Deutschland zu jenem Bunde zusammen­fanden, der im letzten Augenblick unser deutsches Volk vom Abgrund des Bürgerkriegs zurückreißen und aus dumpfer Verzweiflung, blindem Parteien­haß und fanatischem Klassenhader eine neue Volks­gemeinschaft siegreich emporsteigen ließ. Das tiefe gläubige Vertrauen jener einst so kleinen Schar, die in Adolf Hitler den Retter vor drohendem Chaos sahen, hat sich Millionen und aber Millionen mit­geteilt, erfüllt heute ein ganzes Volk mit der Ge­wißheit, daß es den Führer gefunden hat, der ihm mit heißem Herzen und starken Armen den Weg zu einem neuen Reich höchster sittlicher Kraft, in­neren Friedens und sozialen Ausgleichs, wirtschaft­licher Schaffensfreude und politischer Freiheit bah­nen wird. Das erste Jahr der nationalsozialistischen

für die provinzial-irekiion Oberheffen und für das Kreisami Gießen

7lr. 4 Erscheint Dienstag und Freitag. 26. LüNUNr Aur durch die Post zu beziehen. 1934

Inhaltsübersicht: Fuhrwerks- und Radfahrverkehr. Schafräude in Garbenteich. Ausführung der Landesfeuerlöschorünung. Auffinden ausländischer Kinderluftballons. Schulfunk. Feier des 100.Jahrestages der Errichtung des Deutschen Zollvereins. Feldbereinigung Trohe. Dienstnachrichten.

igt in doppelter Urschrift in deutscher

>er Sprache.

en 26. Januar 1934.

Für die deutsche Regierung:

: Freiherr von Neurath.

Für die polnische Regierung:

gez.: Joseph Lipski.

Bekanntmachung.

Betr.: Fuhrwerks- und Radfahrverkehr.

Es liegt Veranlassung vor, auf die Bestimmungen der Allge­meinen Stratzenverreyrsordnung vom 21.10.1927 (AVBl. Rr. >7) hinzuweisen, wonach Fuhrwerke während der Dunkelheit und bei starrem Rebel mindestens eine hellvrennende Laterne mit farb­losem oder gelblichem Glase führen müssen. Ebenso müssen Fahr­räder während der Dunkelheit und bei starkem Rebel mit einer hellbrennenden Laterne mit farblosem oder gelblichem Glase ver­sehen sein, welche den Lichtschein nach vorne auf die Fahrbahn wirst.

Ferner wird auf die Verordnung über die Hinteren Leucht­zeichen der zweirädrigen Kraft- und Kleinkrafträder sowie der Fahrräder vom 27.4.1929 (RGBl. S. 388) hingewiesen, wonach ledev Rad bei Dunkelheit oder starkem Rebel mit einem Hinteren Leucht­zeichen von gelbroter Farbe versehen sein muß. In nächster Zeit werden häufig Kontrollen durch die Gendarmeriebeamten unseres Bezirkes vorgenommen werden, ob diese Bestimmungen von den Fuhrwerksbesitzern und Radfahrern beachtet werden. Im Be­tretungsfalle wird unnachsichtlich Strafanzeige erfolgen.

Gießen, den 17. Januar 1934.

Kreisamt Gießen. J.V.: Schmidt.

den Inhalt der Zuschrift in den Klassen bekanntzugeben und durch ständige Ueberwachung dafür zu sorgen, daß alle aufgefundenen ausländischen BatlonS sofort der nächsten Polizeibehörde abge- liesert werden.

Gießen, den 22. Januar 1934.

Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Henß.

In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß in Hessen ausländische, insbesondere französische Kinderluftballons mit Anyängekarten auf- gesunden werden. Die jeweiligen Finder der Ballons werden er­sucht, unter Benutzung der Anhängekarte Namen des Finders, Zeit und Angabe des Orts der Landung mitzuteilen. ES unter­liegt keinem Zweifel, daß derartige Machenschaften eines politi­schen Hintergrundes nicht entbehren.

Trotz mehrmaliger Hinweise in der Tagespresse, derartige Bal­lons sofort der nächsten Polizeibehörde abzugeben, kommt es im­mer wieder vor, daß die Finder derartiger Ballons diese zurück­senden an den Absender.

Wir bitten daher, in allen hessischen Schulen und Lehranstalten in geeigneter Weise darauf Hinweisen zu lassen, alle aufgefunde­nen ausländischen Luftballons sofort der nächsten Polizeibehörde abzuliefern.

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Ehrung der Landesfeuerlöschordnung! hier: Aufstellen Grundlisten.

Berlin, den 18. Dezember 1933.

0 3100 354 II.

Betr.: Aus der

Betr.: Schulfunk.

An die Schulvorstände -er Landgemeinden -es Kreises.

Wir weisen Sie auf die Verfügung des Hess. Staatsministe­riums, Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum vom 18. Januar 1934 (siehe Darmstädter Zeitung Rr. 18 vom 22. Januar 1934) hin und empfehlen Ihnen, bis spä­testens 5. Februar 1934 Ihre Anträge an uns einzureichen.

Gießen, den 22. Januar 1934.

Hesi. Kreisschulamt. I. V.: Dr. Henß.

Bekanntmachung.

Betr.: Feldbereinigung Trohe (Kreis Gießen): hier» den Zutei­lungsplan.

Mit Entschließung vom 6. Januar 1934 zu Nr. 1/e 344 hat das Hessische Staatsministerium, Abteilung 1/e für Landwirtschaft, Darmstadt, den Zuteilungsplan der Gemarkung Trohe einschließlich

An die Bürgermeistereien des Kreises.

Wir empfehlen Ihnen, obige Bekanntmachung ortsüblich in Ihrer Gemeinde bekanntzugeben.

Gießen, den 17. Januar 1934.

Kreisamt Gießen. J.B.: Schmidt.

Abschrift.

Der Reichsminister der Finanzen.

Betr.: Feier des 100. Jahrestages der Errichtung des Deutschen Zollvereins.

An

die Landesregierungen.

Im Einvernehmen mit dem Herrn Reichsminister des Innern bitte ich zu veranlassen, daß in den Schulen des 1. Januar 1834, des Tages des Inkrafttretens des Deutschen Zollvereins, im Hin­blick auf die Bedeutung seiner Gründung für die spätere politische Einigung Deutschlands gedacht wird.

In Vertretung: gez. Reinhardt.

Betr.: Ausfinden ausländischer Kinderluftballons.

Au die Schulvorstände der Laudgemeinde« des Kreises.

Das abschriftlich nachstehende Schreib eit ^^"tsminisieriuins

Betr.: Feier des 100. Jahrestages der Errichtung des Deutschen Zollvereins.

An die Schulvorstände -er Landgemeinden des Kreises.

Von der abschriftlich folgenden Verfügung des Herrn Reichs- Ministers der Finanzen an die Landesregierungen geben wir hier­mit Kenntnis mit der Maßgabe, daß in den Oberklassen eine der nächsten Geschichtsstunden dem ThemaZollverein" gewidmet und auf die Bedeutung der Gründung des Zollvereins im Sinne des Ausschreibens hingewiesen wird.

Gießen, den 22. Januar 1934.

Hessisches Kreisschulamt. J.V.: Dr. Henß.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinde« des Kreises.

Unter Hinweis auf §11

desfeuerlösch^dnung vom - Verzeichnis der

alsbald dre Grundliste d Feue Y März 1935 als feuerwehr- für die Zeit *XuÄ nehmenden Personen aufzustellen. Im pflichtig in Anspruch z unsere Verfügung vom 10. Februar übrigen verweisen wir au unsere empfehlen

1927, AmtsverkundigE für öic Mitteilung an die

Ihnen, danach zu verfahren. Foir Buchdruckerei Krndt,

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stens zum 1. März 1934.

Gießen, den 23. Januar 1934.

Hess. Kreisamt Gießen. I. V.: Grein.

Bekanntmachung.

Betr.: Schafräude in Garbenteich.

angeordneten Schutzmaßnahmen hiermit aufgehoben.

Gießen, den 23. Januar 1934.

Hessisches Kreisamt Gießen. J.V.: Schmidt.

eitrag n Deutschland, presse.

Mannschaft an dem internationalen in Berlin teilnehme. Es sei klar, daß hland der Führung Adolf Hitlers folgen Ereignisse vom Freitag ermutigen zum zu der Hoffnung, daß Deutschland bei hl praktischen wie grundsätzlichen Aner- in guter Nachbar sowohl nach nach Osten hin sein werde. Obgleich nie- in Deutschland lebt, glaubt, daß die ge durch das Abkommen beigelegt sei, s doch eine bessere Aussicht für die fünf« h-polnischen Beziehungen als jemals gu­ten.

Zehn-Jahrespakt mit Polen", so schreibt kxpreß",ist die Konsolidierung der iner einjährigen Diplomatie. Seit seiner lahme hat Hitler seine Aufmerksamkeit -rbesserung der deutsch-polnischen Bezie-

nzösischen Außenpolitik gelöst, nicht ohne alten Bundesgenossen noch für die An­ormaler Besprechungen zu Moskau ein- i haben. Den Weg nach Westen mußte k freilich ohne Frankreich, ja von recht her und mißtrauischer Kritik der Pariser eitet, unternehmen. Er traf auf den ; Reichskanzlers, die in der großen Frie- ngekündigte Bereitschaft zur Anbahnung Zeziehungen mit allen Nachbarn erst ein- iber Polen in die Tat umzusetzen.

m Abkommen zwischen Polen und der onalsozialistischen Regierung in Danzig hsam eine Probe auf die Gangbarkeit des zes. Deutsch-polnische Besprechungen in in Warschau folgten und gestern nun richsaußenminister von Neurath und der Gesandte in Berlin ein auf zehn Jahre Verständigungsabkommen schließen, das rn Deutschland und Polen etwa austre- fragen unmittelbaren Besprechungen der »iligten Mächte vorbehält. Damit ist in lie Besorgnis ausgeräumt, als ob Deutsch­tritt aus dem Völkerbund irgendwelche Folgen für Polen haben könnte und hat die Gewißheit, auch ohne das Gen- zu betreten, feine Hand über den beut« erhellen in Polen halten zu können. Daß einschneidende Frage, die bisher in der das deutsch-polnische Verhältnis so un- ;estaltet hatte, in den Berliner Verhand- e besondere Rolle gespielt haben wird, zahl aus der Anwesenheit Calonders, ienten der Gemischten Kommission für besten, schließen. So haben die beiden n Mächte, zwischen denen ein Ausgleich stich zu sein schien, sich als erste über ibe Mauer von Siegern und Besiegten Hand gereicht in dem festen Willen einer tng den Weg zu bahnen, die den ncllio- irfniffen und wirtschaftlichen Notwendig­er großen und ehrliebenden Völker ent- nn wird man auch in Paris die Forde- ages erkennen und den Mut zu ähnlichen finden?