Nachdruck verboten!
9 Fortsetzung.
habe ich geglaubt, ich Br .. och finden. Vergebliche tonnt
unternommen, und immer
würde Lelia eines Tages doch finden.
Wahrheit in mir
Die
Au-
ver- und
ich wollte.
Ich vermied jedes Alleinsein mit ihr. Und ich litt Höllenqualen, wenn du mir dein großes Glück priesest. Um was habe ich mehr gelitten? Daß Lelia nun dir gehörte, oder weil ich einen unerhörten Betrug gegen den besten, treuesten Freund mit verdeckte?
Wenn du draußen auf den Feldern warst, kam Lelia zu mir. Sie lockte, und ich unterlag.
Wußte, daß ich nicht wert war, daß die Sonne mich beschien. Und blieb doch!
Hoffnung!
Dabei war ich der Frauenliebling, aber fern Mensch, auch du nicht, hat gewußt, wie es in ~~......aussah. Die Liebe zu Lelia starb
sucht nach Lelia
Wir haben, du und ich, noch mehrere Reisen
Der Anfang einer Tragödie war es damals bereits. Denn ich kannte Lelia. Urib ich kannte dich! Wußte, daß du ihr die Vergangenheit niemals zeihen würdest, wußte, daß sie nur durch Lug Trug deine Frau geworden sein konnte.
Ich liebte sie noch immer! Ich! Diese Frau! du liebtest, die dein Eigentum war!
wieder neue Aufträge, dies oder jenes von Onkel' Karls Feldern zu verkaufen.
Eines Morgens war Lelia fort. Nur em kleiner Zettel gab Aufschluß.
Leb wohl, mein Freund. Es waren herrliche Stunden, aber sie müssen jetzt zu Ende sein. Suche nicht nach mir, ich würde nicht wieder mit Dir gehen. Lelia.
Ich habe getobt und gerast, meinte, ohne sie nicht leben zu können. Es ging dennoch.
Ich habe aber nach ihr gesucht. Ueberall, ohne sie zu finden. Wie vom Erdboden verschwunden war sie. „ m ,r
Inzwischen hattest du mich zu einer großen Reise eingeladen. Ich habe mir damals nichts merken lassen, tobte und raste durch Tage und Nächte, aber mein Herz verbrannte dabei noch immer in Sehn-
Jch sah das gefährliche Aufblitzen in Lelias gen. Ich wußte, daß sie dir die Treue brach, sobald
Das Rätsel einer Frühlingsnacht Vornan von Gert Gothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Derlag, Halle, Saale
„Darf ich dir erzählen?" bat der andere demütig. Härtlingen setzte sich. Dann sagte er:
„Sitte, nimm Platz. Wir wollen m Ruhe darüber sprechen."
Dabei lauschte Rudolf Härtlingen seiner eigenen Stimme wie der einer fremden. Denn es war doch nicht möglich, daß er selbst so kalt und ruhig zu dem Verräter, zu dem falschen Freunde sprechen konnte?
Venjo Holm erzählte:
„Du weißt, daß ich außer den gemeinsamen Reisen mit dir mich immer auch allein in fremden Ländern befand. Ich lernte in Monte Carlo Lelia Schwarzkoppen und ihren Vater kennen. Er war ein Mensch, der vom Glücksspiel lebte. Ein Franzose erzählte mir eines Tages, daß man ihn in England auch schon wegen Spionage verhaftet und abgeschoben hatte. Ein dunkler Ehrenmann also Mich störte das nicht. Erstens war ich ein freier -Künstler, hatte nicht auf meine Ahnen Rücksicht zu nehmen. Zweitens war ich toll verliebt in Lelia. Wir waren täglich zusammen. Ich hatte damals Onkel Karl beerbt und merkte die ganze Gaunerei des alten, eleganten Schwarzkoppen erst, als । er mein schönes Bargeld bereits in der Tasche hatte. Nichts weiter davon. Lelia war der Lockvogel, der die Geldleute anzog, die dann von dem Vater gerupft wurden. Ich liebte Lelia! Jetzt war es bereits keine tolle Verliebtheit mehr. Jetzt liebte ich sie mehr als mein Leben. Ich sah in ihr ein Opfer ihres Vaters. Aber ich hatte mich geirrt. Lelia gefiel dieses leichtsinnige Leben sogar recht aut. Sie liebte mich vielleicht — vielleicht aber war es ihr auch damit nicht ernst. Ich wollte sie in eine reinere Atmosphäre bringen und schlug ihr vor, mit mir zu fliehen, denn selbstverständlich wollte Schwarzkoppen nichts von einer Verbindung zwischen Lelia und mir wissen.
Lelia floh mit mir. Es mochte das Abenteuerliche jein, was sie reizte. Wir lebten miteinander in Paris. Ich
Venjo Holm hielt inne. Graf Härtlingen hatte eine Bewegung gemacht. Jetzt saß er aber bereits wieder ruhig da, und Venjo Holm fuhr fort:
„In Paris! Sinnlos habe ich das Geld vertan mit ihr. Von Vergnügen zu Vergnügen rasten wir. Mein alter Inspektor schrieb die wahrsten Bettelbriefe an mich. Es nützte nichts. Er erhielt immer
nicht.
Ich lebte bann wieder in Paris. Jahrelang. Gearbeitet habe ich; einige gute Bilder geschaffen. Du befandest dich auf einer Weltreise.
Und dann kam eines Tages die Stunde, in der ich nach Schloß Härtlingen kam. Kurz hattest du mir mitgeteilt, daß du dich verheiratet hättest.
Ich war neugierig, wie die Frau aussehen mochte, die dich, den stolzen Rudolf Härtlingen, zu einer Ehe hatte bewegen können. Ich sah deine Frau.
Es war Lelia!
Der Zufall, der mir gegenüber hart blieb und mir Lelia nicht mehr in den Weg geführt hatte, der gab sie dir zur Frau.
mir zu jagen, denn ich hätte ihr diese Vergangenheit niemals verziehen."
„Dann bin ich nicht mehr ganz so schuldig, Rudolf?"
Nein! Von mir aus nicht. Es kommt darauf an" wie du selbst diese Schuld fühlst. Ich will keine Einzelheiten wissen. In Härtlingen hat eine Zeit- lang eine schöne Blume geblüht; sie ist vergangen, vergessen. Von heute an! Du aber sollst nicht wieder ins Elend hinaus. Bleib hier! Ich reise in der nächsten Zeit. Du bist dann vollkommen unge- ft°2)er Künstler sah ihn an, bittend, zerquAt
„Ich habe Lelia namenlos geliebt. Ich hatte ihr alles verziehen, alles", flüsterte er.
Mit einem sonderbaren Ausdruck in den grauen Augen blickte Graf Härtlingen ihn an.
Eine ganze Weile hing Schweigen im Zimmer.
Dann sagte Härtlingen:
„Das Geständnis — da jener Monn es gerade bir mochte, dir, der mir so nahegestanden hat — ist wertlos. Es wird dir niemand glauben."
, Man wird es glauben müssen, denn der Oberarzt und Schwester Helene sind Zeugen dafür", sagte Venjo Holm fest, und jetzt klang in seiner Stimme ein befreiter Ton.
Wenn — es — so — steht, dann allerdings",' sagte Härtlingen, und sein Blick ruhte durchdringend ' auf dem vor ihm Stehenden.
Der stand in demütiger Haltung vor ihm wie ein " Bettler. Härtlings Faust riß ihn empor.
„Wie ich auf dich gewartet habe in dieser furcht-' baren Zeit — ich hatte ja keinen Menschen, keinen. Alles zog sich von mir zurück. Weißt du, was das heißt?" *'
Der heisere Husten des andern ließ ihn zur Besinnung kommen. Seine Hand drückte den einstigen besten Freund wieder in den Sessel nieder.
„Du bleibst hier, denn du bist krank. Ich werde den Arzt benachrichtigen. Aber erst..." Er klingelte.
Gormann erschien.
„(Bormann, ein gutes Zimmer für meinen Freund. Und Mutter Gormann soll etwas recht schönes zu essen- zurechtmachen. Eine Flasche starken Südwein, Gormann!"
„Jawohl, Herr Graf."
Gormann ging hinaus, kam sich vor wie vor den Kopf geschlagen. Jetzt nahm sein Herr gar den wieder auf? Nannte ihn Freund? Diesen vollständig verkommenen Menschen?
Kopfschüttelnd kam er in die Küche zu seiner Frau.
In der Halle aber standen sich die zwei Männer gegenüber, zwischen denen der Schotten der toten Frau stand; das fühlten sie beide, und darqn konnten auch die guten Worte des Grafen Härtlingen nichts ändern.
(Fortsetzung folgt.)
Blieb auf dein Zureden hin immer wieder. Ich hatte Lelia in Paris gemalt. In einem ihrer großen Koffer verwahrte sie das Bild. Sie hatte es mir eines Tages gezeigt, und so habe ich Ehre und Pflicht vergessen. Von da an hat es gespielt.
Eines Tages bin ich auf und davon. Ich ertrug es nicht mehr, dich zu täuschen. Das ist meine Schuld. Nun weißt du sie, und nimm die Peitsche und jage mich hinaus!" .
Langsam stand der junge Schloßherr auf. Sem düsteres Gesicht war wie aus Stein gemeißelt.
„Das ist deine Schuld? Du bist gerade bei Geständnissen? Wo bleibt deine Tat auf dem See?" Venjo Holm stand auch auf. Er sagte langsam: „Lelia ist von dem Schauspieler Otto Kirmann getötet worden. Er war ihr Bruder und hatte sich diesen Namen zugelegt. Sie hatte sich geweigert, ihm ihren wertvollen Schmuck auszuhändigen. Ktr- mann starb vor einigen Tagen im Krankenhaus von wo auch ich mich aufgehalten habe. Er erkannte mich und legte mir die Beichte, daß er Lelias Mörder fei, ab. Bis dahin hatte auch ich dich für den Mörder gehalten. Ich dachte, du habest von Lelias Untreue gewußt, und so sei es zu der gräßlichen Tat gekommen. Als ich Kirmanns Geständnis hatte, wartete ich, blieb bei ihm, bis er starb; denn das sah ich doch, daß er nur noch wenige Tage zu leben hatte. Dann kam ich zu Dir!
Mein Erbe habe ich verpraßt. Das Gut ist verkauft. Ich bin ein Landstreicher geworden."
„Du bist nicht arm! Du haft deine Kunst! Im Teehaus fand ich ein Bild, zu dem Lelia dir Modell gestanden hat. Verkaufe es doch, ich stelle es dir gern zur Verfügung." Doll bitteren Spottes klangen die Worte des Schloßherrn.
„Das Bild? Ich brauche es nicht. Ich bin hierhergekommen, um dir deine Ehre zurückzugeben. Dem Name muß wieder rein und makellos fein. Solange muß ich noch leben, um die Wahrheit bezeugen zu können. Ich werde also in der Nähe in irgendeinem Winkel warten, bis du mich brauchst."
Groß und dunkel stand der Schloßherr von Härtlingen plötzlich dicht vor dem Besucher.
„Da du jene Frau von früher her kanntest, sozusagen also viel ältere Rechte an sie hattest als ich, so fühle ich mich von dir nicht mehr betrogen. Bleib hier in Härtlingen, Venjo!"
Der andere sah ihn an, als habe er nicht recht gehört. Dann stand er langsam auf.
„Rudolf, das kann ich nicht annehmen. Ich kam, weil ich dir das Geständnis jenes Menschen bringen wollte, und weil ich hoffte, damit etwas gutzumachen. Nur ein wenig gutzumachen von dem, was ich dir angetan, indem ich Lelia wieder verfiel, als sie längst — dir gehörte!"
„Du hast mir nichts angetan damit. Das Heiligtum, das Lelia in meinem Herzen, meinem Leben darstellte, ist zerstört, feit ich weiß, wer Lelia in Wirklichkeit war. Daß ihre Vergangenheit — so aussah, schon das allein hätte mir genügt, sie von
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