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den

Deutschland braucht Kolonien!

setzen.

Anschließend sprach in etwa einstündigem Vor­trag über Das ThemaKolonien oder nich t?"

Or. jur. Sauer, Sonn

1662

den des

der und Schwestern in der Heimat erforderlich, um die notwendigen Geldmittel zusammenzubringen.

schen Lei st ungen in den Kolonien gegen­über. Er betonte in diesem Zusammenhang mit Nachdruck,

füt Deutschland sei die koloniale Schuldlüge erst tot, wenn der deutschen kolonialen Ehre von den Kriegsgegnern voll Genüge getan und die deutschen Kolonien an uns zurückgegeben seien.

der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und die NSDAP, den deutschen kolonialen Gedanken grundsätzlich bejahen. Der Führer strebe dahin, auf dem Wege der Verhandlungen und in fried­licher Regelung mit den anderen Mächten die Kolonialfrage in guter Weise für uns zu lösen.

Ala

Anzeigen AttiengeleMa!! Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zeitschriften 6ießen. 56ulfiraBellr.7

in eigenen deutschen Kolonien für h verwies demgegenüber

auf unser jetziges Abhängigkeitsoerhältnis in der Rohstoffbescyaffung aus dem Kolonialbesitz anderer Völker. Mit Nachdruck betonte er:

Zukunft ganz und gar heimabgebunden sein mutz, i stürzung unter der Einwohnerschaft auslöste. Der r.j. ----l bis Dor brel Jahren mit Erfolg hier wirkende Leh-

Deutsche Devisen- und deutsche Rohstoffnot ist nichts anderes als deutsche kolonialnott Die

Generalvertretung:

Gustav Heuser, Frankfurt a.M.

Ruf: Carolus 41987/88 Hanauerlandstraße 200

Zukunft ganz und gar heimabgebunden sein mutz Zu diesem Zwecke schließen sich vorteilhaft ganz kleine Nachbarschaften zu Arbeitsgruppen auf den verschiedenen Gebieten der Heimatlehre zusam­men. Dabei darf sich keine Gruppe etwa Beobach, tungen verschließen, die auf dem Arbeitsfelde einer anderen Fachgruppe liegen. Alle müssen mit und für einander und also für das große Eine arbeiten. Die Ergebnisse müssen auch schriftlich niedergelegt, beson. ders wertvolle veröffentlicht werden. Nach und nach muß dann für jedes Dorf, für jede Schule, ein H e i m a t b u ch erstehen auf Grund dessen jeder neu in Dorf und Gegend kommende Erzieher frucht­bringende Arbeit in der Heimatschule fortsetzen kann.

Eine gut besuchte Versammlung im Saale des Cafe Leib, zu der auf gestern abend der Frauen­bund der Deutschen Kolonialgesellschaft und der Frauenoerein für Deutsche Uebersee (Deutsches Rotes Kreuz) eingeladen hatten, diente der Wer­bung für den deutschen Kolonialgedanken. Zu Be­ginn der Versammlung begrüßte

die Leiterin des Frauenbundes, Fran Hummel

hier müsse jeder mtthelfen und jeder opfern, alle Deutschen müßten einmütig zusammen­stehen.

Unsere Volksgenossen draußen müßten wissen, wel­chen starken Rückhalt in der deutschen Heimat sie haben, und aus diesem Bewußtsein heraus müßten sie immer die Kraft schöpfen können, sich mit Nach­druck für die Erhaltung ihres Deutschtums einzu-

Mit Bitterkeit wies der Vortragende darauf hin, daß keine der Regierungen des Weimarer Systems jemals für die Rückgewinnung unserer Kolonien aufgerufen habe, ja daß sich in jener Zeit sogar Kolonialgegner in Deutschland selbst betätigen konn­ten. Erst mit dem Durchbruch des Nationalsozia­lismus zur Macht habe sich auch in kolonialer Hin­sicht bei uns ein grundlegender Wandel vollzogen, erst seitdem gehe auch hierin ein Er­wachen durch Deutschland. Das deutsche Volk sei sich der Größe und der Bedeutung eines deutschen Kolonialreiches wieder bewußt geworden ...... 1 ' ' > an uns begangene kolo-

Kreis Alsfeld.

xx Nieder-Ohrnen, 23. DEL Der Stein­bruch von Corte im Mühlberg ist den ganzen Sommer über in Betrieb gewesen. Dadurch konnten mährend des Sommers etwa 18 Arbeiter lohnenden Erwerb finden. Da das Material im ursprünglichen Bruch aber nicht mehr einwandfrei war, wurde in einer Entfernung von etwa 200 Meter ein neuer Bruch eröffnet. Die Steine werden von hier aus mit einer Zugmaschine bis zur Klopfmaschine be- fördert, wo sie dann zerkleinert und am Anschluß- gleis verladen werden. Auch in der Eisen» st e i n g r u b e herrscht wieder reger Betrieb.

H. Wettsaasen, 24. Okt. Don einer Kom­mission wurde das Land unserer Gemar- kung untersucht. Es handelt sich dabei um die Feststellung des Einheitswertes, der bei der Steuerfestsetzung für den Landwirt maßgebend ist. Die Einschätzung war seinerzeit zu hoch erfolgt und wurde auf eine Beschwerde der Bauern noch ein­mal einer Nachprüfung- unterzogen. Die B e - stell ung des Feldes ist im großen und gan­zen beendet. Die Ernteerträgnisse sind durchschnitt- lieh als gut zu bezeichnen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

(D Launsbach, 24. Okt. Heute traf eine Trauerbotschaft in unserem Ort ein, die tiefe Be-

Reiches stellte.

Nach einem kurzen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung der deutschen Kolonien und die Tätig­keit unserer großen Kolonialpioniere wie Lüdentz, Peters, Nachtigal usw. streifte der Vortragende kurz die Fehler der deutschen Kolonialpolitik unter dem Nachfolger Bismarcks, den Reichskanzler General Caprivi, erwähnte weiter die bittere Enttäu­schung Karl Peters usw. und stellte zusammen- fassend fest, daß jene deutsche Kolonialpolitik im lideralistischen Fahrwasser sich immer mehr von der guten Grundlage des wirklichen Schöpfers der; deutschen Kolonien Karl Peters entfernte. Trotz dieser Fehlgriffe entwickelten sich unsere deutschen Kolonien immer mehr, und die Früchte der deut­schen Kolonialarbeit reiften immer schöner heran. Da brach der Weltkrieg aus.

Durch Verletzung der Kongo-Akte trugen unsere .^Kriegsgegner den Krieg in die Kolonien hinein, fo daß Deutschland zur Abwehr der vom Feinde begonnenen Feindseligkeiten in den Kolonien zur Verteidigung seines Kolonialbesitzes schrei­ten mußte. In diesem Kolonialkriege, der durch die Schuld der anderen entstand, offenbarten sich deutscher Heldenmut, deutsche Hingabe und deutsche Treue in glänzender Weise, womit die innige Verbundenheit unserer Kolonialdeutschen mit der neuen Heimat und mit der eingebore­nen Bevölkerung, aber auch deren Treue zu den deutschen Männern in Überzeugender Weise zum Ausdruck kam.

Der Redner erinnerte sodann an die Schmach des Diktats von Versailles, an die unerhörte Lüge der Feindmächte von der deutschen Kolonialschuld und: der angeblichen deutschen Unfähigkeit zu aufbauen­der kolonisatorischer Arbeit, und stellte diesen Lugen | und Verleumdungen die bis zum heutigen Tage; bewahrte Treu und Anhänglichkeit der Eingeborenen, sowie die tatsächlichen deui-

ihre letzte Vorstellung, betiteltHaß und Liebe". Das Stück fand bei besetztem Saale guten Anklang.

wg. Grohen-Buseck, 24. Okt. Ein arges Mißgeschick passierte dieser Tage einer Frau auf dem hiesigen Bahnhof, die in Richtung Fulda mit dem Zuge abfahren wollte. Die Frau hatte ihr dreijähriges Kind in ein Abteil hineinge­schoben und wartete dann vor dem Wagen das Aussteigen der Reisenden ab. Mittlerweile beschäf­tigte sie sich mit ihrem Gepäck so gründlich, daß sie die Abfahrt des Zuges nicht bemerkte und erst darauf aufmerksam wurde, als die Wagenreihe mit ihrem Kinde davonrollte. Die Wiederver­einigung von Mutter und Kind erfolgte später auf einer anderen Station. Die hiesige N S. ° Frauenschast eröffnete ihre Winterarbeit mit einem Heimabend, bei dem die Führerin Frau Schneider das Arbeitsprogramm für den kom­menden Winter bekanntyab und ferner über den Reicheparteitag 1934 berichtete.

X Göbelnrod, 24. Okt. Ein tragisches Unglück ereignete sich in unsrer Gemeinde. Der Kreisstraßenwart i. R. Heinrich Schulz stürzte aus dem drei Meter hoch gelegenen Fen st er seines Zimmers auf die Erde. Dabei zog er sich Verwundungen am Kopf, aber anscheinend auch innere Verletzungen zu. Der Arzt, der alsbald zu Hilfe gezogen wurde, legte dem Be­dauernswerten einen Kopfverband an. Alle Be­mühungen, ihn am Leben zu erhalten, waren aber vergeblich. Gestern abend verschied er. Der Ver­storbene war 83 Fahre alt und Mitglied des hiesigen Gesangvereins.

Kreis Friedberg.

-V Butzbach, 24. Okt. In diesem Jahre war die Bautätigkeit so rege, wie selten in einem der verflossenen Jahre. Eine ganze Anzahl Wohn­häuser wurde im Rohbau und zum Teil auch fertig­gestellt. Gegenwärtig sind noch zwei Häuser im Bau. Eine größere Zahl Um- und Anbauten wurde auegesührt. Daneben wurde die Stadtrandsiedlung mit neun Doppelhäusern errichtet, deren Fertigstel­lung man noch in diesem Herbst ermöglichen will. Die verlängerte Bismarckstraße hat verschiedene Neubauten aufzuweifen, an denen gegenwärtig und für die Folgezeit noch zu arbeiten ist. Die Firma T r ö st e r sah sich gezwungen, ihre Lagerräume zu erweitern und hat einen großen Bau an den be­reite vorhandenen an der Taunusstraße angeschlos­sen. Die Wetterauer Nudelfabrik mußte ebenfalls eine Vergrößerung ihrer Fabrikanlage vornehmen, deren Ausbau gegenwärtig erfolgt. All­gemein kann gesagt werden, daß das gesamte Bau­handwerk vollauf zu tun hatte und auch weiterhin mit Aufträgen versehen ist, so daß die Zahl der Arbeitslosen in unsere Stadt eine wesentliche Sen­kung erfahren hat.

Kreis Bübingen.

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z. Nidda, 24. Okt. Schon feit Jahren können sich die hiesigen Metzger und Gastwirte mit Eis aus dem inzwischen vergrößerten und zur Abfahrt praktisch angelegten Eisteich hinter dem Amts- gerichtsgebäude voll eindecken. Trotz mäßiger Ab­gabe hierfür von den Geschäftsleuten bleibt für die Stadt noch eine erkleckliche Summe Geld. Im Som­mer bient der Teich zum Ruder- und Paddelsport, wofür ein Pächter etwa 60 Mark zahlt. Nun kommt ein weiterer Erlös daraus in Betracht. Auf An­regung des früheren Bürgermeisters R u l l m a n n wurde Ende Mai dieses Jahres eine Brut von Forellen und Schleien in diesen Teich ge­setzt' die jetzt Aum Verkauf kommen. Da das Wasser durch Ab- und Zufluß stets erneuert wird, so rech­nete man von vornherein mit guter Qualität, worin man nicht getäuscht wurde. Dementsprechend war auch flotter Absatz zum Preise von 0,80 Mark je Pfund. Der Fang belief sich auf etwa l1 /* Zentner.

Kreis Schotten.

rl. Gedern, 22.Okt. Die OEtobertagung des Bezirks Gedern desNSLB. war trotz schlechten Wetters von allen Mitgliedern besucht. Kamerad Küster (Steinberg) behandelte Zunächst die verschiedenen früheren Lösungsversuche der Ju­denfrage, denen er die nationalsozialistische gegen- überstellte. Die Leiter der umgeformten Arbeits­gemeinschaften, Schnierle, Kalmar und E i - t e l klärten über ihre Stoffgebiete und die Art ihrer Arbeit auf. Es kommt weniger auf Organisation an, als auf regste heimatliche Forscherarbeit und methodische Ausgestaltung ihrer Ergebnisse für die Zwecke unserer Volksschule, deren Lehrplan in

fassen. Es ist traurig, wenn es hie und da tn Deutschland noch Jugend gibt, die das noch nicht erkannt hat und der Hitlerjugend noch heute abseits steht. Es gibt nur eine deutsche Jugend und das Ist die Hitlerjugend. Sie wird auf allen erdenklichen Gebieten für Den Bestand und die Belange der

rer Alb. Sachweh ist tödlich verunglückt. Lehrer Sachweh, der in Hennweiler auf dem Huns­rück tätig war, wollte mit dem Auto nach einem Nachbarort fahren, um einen Kollegen zu vertre­ten. Plötzlich losten sich die Bremsen des am Hang stehenden Wagens, der rückwärts rollte. Lehrer Sachweh, der schwer kriegsverletzt war, {prang | au5 dem Wagen und wurde heftig an einen Daum gedrückt, wodurch er eine furchtbare Quetschung am Oberschenkel erlitt. Trotz sofortiger Ueberführung mit oem unbeschädigt gebliebenen Wagen in das nächste Krankenhaus, konnte der Verletzte nicht mehr gerettet werden. Er starb kurz nach der Ein­lieferung infolge starken Blutverlustes. Die sterb­lichen Ueberreste des Entschlafenen, der im 40. Le­bensjahr stand, sollen in seinem Heimatort Garben­heim zur letzten Ruhe gebettet werden.

Kreis Biedenkopf.

LPD. Weidenhausen, 24. DFL Glück im Unglück hatte ein Geschäftsmann aus Marburg. An der Zollbuche bei Weidenhaufen geriet infolge Ver- aaserbruchs sein Kr a f t ro a g e n in Brand. Der Wagen brannte vollständig aus, nur das Eisengerippe blieb übrig. Der Reisende konnte recht­zeitig aus dem Wagen springen und kam ohne Ver­letzung davon.

Garagenbrand durch Benzinexplosion.

LPD. Frankfurt, 24. Okt. In der Garage auf dem Lagerplatz der ©erüftbaugenoffen- schäft der Malermeister in der Ginn­heimer Landstraße ist heute früh ein Brand aus- gebrochen. Zwei Benzinfässer wurden von den Flammen zur Explosion gebracht. Das Feuer fand dadurch reichliche Nahrung und setzte den ganzen Garagenbau schnell in helle Flammen. Die alarmierten Feuerwehren konnten nichts an­deres tun, als den Brand zu beschränken. Nachdem die Garage völlig ausgebrannt war, konnte das Feuer nach einer halben Stunde gelöscht werden. Zwei Bulldoggs, die in dem Gebäude untergestellt waren, wurden von dem Brand restlos zerstört.

Kolonialfrage ist die Conditio sine qua non für die Erweiterung des deutschen Lebens­raumes. Eigener Kolonialbesitz ist aber auch, von der weltwirtschaftlichen Seite her gesehen, ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft.

Weiter machte der Redner auf die hohen ideel« len Werte des eigenen deutschen Kolonialbesitzes für unser Volkstum aufmerksam, da dort draußen den jungen deutschen Menschen nicht allein wirt­schaftliche Entfaltungsmöglichkeiten gegeben wer­den könnten, sondern ihnen vor allem auch die Möglichkeit einer heroischen Charakter­bildung und einer daraus entsprungenen Lebens­haltung erwüchsen. Gerade die Heranwachsende deutsche Jugend, die erfreulicherweise vom besten deutschen Geiste erfüllt sei, müsse immer wieder auf den kolonialen Gedanken hingewiesen und mit ihm in engster Weise vertraut gemacht werden.

Am Schlüsse seiner interessanten Darlegungen: machte der Vortragende noch auf die deutsche For­derung auf Gleichberechtigung mit allen anderen Völkern auch in kolonialer Hinsicht und auf die Notwendigkeit der Ge­meinsamkeit der weißen Rasse gegen­über der farbigen Welt dringend aufmerksam. Er betonte abschließend mit Nachdruck:

Der mit deutschem Blut getränkte Boden der deutschen Kolonien ist für uns heiliges Landl Angesichts der deutschen Blutopfer dort draußen wollen wir unsere Fahne weitertragen in fried­lichem Kampfe für die koloniale Wiedererhe­bung unseres Volkes.

Dann wird der Tag kommen, an dem das Hoheits­zeichen des neuen deutschen Dritten Rei­ch c s auch über deutschem Boden in Asri- k a wehen wird. (Starker Beifall.)

Sie Leiterin des Frauenbundes, $rau Hummel,

knüpfte an den Vortrag die eindringliche Aufforde­rung zur Unter ft ützung aller Arbeit, die auf Wiedergewinnung unserer Kolo­nien gerichtet ist, und forderte auf, mit vollstem Vertrauen auch in dieser Hinsicht unserem Führer und Kanzler Adolf Hitler als dem Bahn­brecher der kolonialen Wiederauf« bauarbeit für Deutschland zu folgen. Mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer und Kanzler als Treugelöbnis fand die Versammlung ihren Abschluß.

00 Klein-Linden, 25. Okt. Für Dolksbund Deutsche Knegsgraber- fürsorae sammelte am vergangenen Sonntag die NS.Kriegsopferversorgung (NSKOV.) unserer Gemeinde in einer Dorfsammluna den stattlichen Betrag von 90,25 Mark. Die in Den letzten Tagen durch die Schüler der Oberklasse in unserer Ge­meinde durchgeführte H a u s s a m m l u n a für den .Volksbund für das Deutschtum im Ausland" (VDA.) ergab den Betrag von 29,80 Mark. Von dem Amtsgericht in Gießen wurde der Dermal- tungsbeamte Rud. Jung zum Ortsgerichts­vorsteher in unserer Gemeinde ernannt.

§ Aus der nördlichen Wetterau, 24. Okt. Bei dem günstigen Herbstwetter schreiten die Feldarbeiten rüstig vorwärts. Wohl sieht man heute noch in vielen Gemarkungen die Landwirte daran, die letzten Kartoffeln zu ernten. Es dreht sich dabei in der Hauptsache um btf Spätkartoffel Ackersegen", die nach dem Eintritt der letzten Re­genzeit erst recht in ihr Wachstum getreten ist. Das Korn ist restlos gesät und steht durchweg schon als üppige Saat auf den Fluren. Da auch hie Dick- wurz in der letzten Zeit am meisten an Größe An­genommen haben, hat der Bauer keine Eile, sie ein­zufahren, da bis jetzt keine Frostgefahr bestand. Zur Zeit wird die Weizenaussaat vorgenommen. Die Futterknappheit wie im Sommer und Nach­sommer ist behoben. Jetzt stehen große Mengen ©rünfutter, wie Erbsen, Stoppelklee und Stoppel­rüben zur Verfügung, wodurch die Wintervorräte noch unangetastet bleiben. Mit dem Slufgang der Hasenjagd sind die Jäger eifrig am Weidwerk. Trotz des günstigen Sonnenwetters ist ein mittel­mäßiger Hasenbestand anzutreffen.

§ Mainzlar, 24. Okt. Gestern abend gab die seit einigen Tagen hier weilende Thüringer Dolksoühne im Saale des Gastwirtes Koch

deutschen Jugend eintreten.

Ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer und Reichsjugendführer beschloß die Arbeitstagung Sozialamtes.

Oberhessen.

Landkreis Sichen.

Der Redner tm«, e W daraus hin daß d°-^r°ß°^ R°

deutsche Volk in der Zeit vor Bismarck sich leider S « ® b

allen kolonialen Bestrebungen serngehalten hat, die deutsche «ntschast und der deutsche Mensch sein Wissen und seine Kraft in den Kolonien immer nur im Dienste anderer Völ­ker einfetzte, die sich ein riesiges Kolonialreich auf­bauen konnten, während das deutsche Vaterland aus dieser Arbeit seiner Söhne nicht den geringsten Nutzen hatte. Sodann erwähnte der Redner die grundlegende Wendung unter der Kanzlerschaft Bismarcks, der Deutschland endlich auch jur Kolonialmacht werden ließ und die Arbeit der deutschen Kolonialpioniere unter den Schutz des

Im weiteren Verlaufe seines Vortrages machte der Redner in überzeugender Weise die gewaltige Bedeutung dieser Aufgabe für unser Volk klar. Er wies auf den M angel an Raum für unser <. ständig wachsendes Volk im deutschen Vaterlande hin und stellte dieser Tatsache denRaum ohne Volk" in den Kolonien gegenüber; er schilderte ' ~ 1 ' "^hstoss-

insbesondere die Frauenschaft, um deren Unter­stützung der Arbeit der kolonialen Frauenvereine sie bat. Ferner machte sie mit den Aufgabengebie­ten der beiden Vereine bekannt, wobei sie betonte, daß der Frauenbund der Deutschen Kolonialgesell­schaft vor allem die Möglichkeit schaffen wolle, die Kinder unserer deutschen Volksgenossen in den Ko­lonien draußen in deutsche Schulen zu schicken oder in Deutschland unterrichten zu lassen, während der Frauenverein für Deutsche Uebersee seine Kraft für vtl ______________________M.________

die Schaffung von deutschen Krankenhäusern, für unfo strebe dahin, daß das an uns begangene kolo- die Ausbildung von Pflegerinnen und für die ftör» j njale Unrecht wieder beseitigt werde. Unter Hin­derung aller Gesundheitseinrichtungen in den Ko-1 TOex5 auf den dritten Punkt des nationalfozialisti- Ionien einsetzt. Für beide Aufgabengebiete sei die; sch?n Parteiprogramms und unter Zitierung von hingebungsvolle Opferfreudigkeit der deutschen Brü- wiederholten Aeutzerungen des Führers stellte der fr'1'11- orfnrhprfirh 'INI Redner in klarer und überzeugender Weife fest, daß

Kunll und Wissenschaft.

Dr. Finsterwalder über die Jtanga-JJarbaG Expedition.

Dr. Finsterwalder von der Technischen Hochschule Hannover, der wissenschaftliche Leiter der N a n g a - P a r b a t - E x p e d i t i o n, ist nach Hannover zurückgekehrt und äußerte sich zu einem Mitarbeiter desHannoverschen Anzeigers" über den Verlauf der Expedition. Er gedachte zunächst der schweren Opfer, die die ungeheure Wetterkata­strophe mit dem Tode von Willi M e r k 1, Willi W e l z e n b a ch und Ulrich Wieland forderte. Während die bergsteigerische Seite der Expedition zu einem Mißerfolg wurde, nahm der wissenschaft­liche Teil des Unternehmens einen glücklichen Ver­lauf. In vielen anstrengenden Einzelunternehmun« gen wurden etwa 30 Gipfel zwischen 4000 und 6000 Meter Höhe in der Umgegend von Nanga Parbat bestiegen, um von ihnen aus vor allem kartographi­sche, geographische und geologische Aufnahmen zu machen. Die hier bearbeitete Gegend bot sowohl in bergsteigerischer als auch klimatischer Hinsicht die größten Schwierigkeiten. Am Durchbruch des Indus, der am Fuß des Nanga-Parbat vorbeifließt, sind die größten Höhenunterschiede der Erde und entsprechend gewaltigen klimatischen Gegensätze. Rund 400 von Dr. Finsterwalder gemachte photo. grametrische Meßaufnahmen, die das gesamte etwa 4000 Quadratkilometer große Expeditionsgebiet er­fassen, ermöglichen es, nun eine genaue Photo« grametrische Karte dieses Gebietes herzu« stellen, die jetzt im Geodätischen Institut der tech­nischen Hochschule Hannover ausgearbeitet werden soll. Die Abwicklung der Expedition, die von Bergsteigern und Wissenschaftlern gemeinsam vor- genommen wurde, stieß auf größte Schwierigkeiten» da die Träger vollständig versagten. Schließlich ge­lang es aber doch, die wichtigsten Hochlager zu räumen und die Expedition geschlossen und aufrecht nach Indien zurückzuführen, wo ihr durch die eng­lischen Behörden und besonders von den dortigen Deutschen ein herzlicher Empfang zuteil wurde.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Saniskag nachmittag geschloffen.