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Oer Kreisbeauftragte des Heichssport- führerS für den Kreis Gießen.

An alle dem Reichsbund für Leibesübungen angehörenden Vereine der Stadt und des Kreises Gießen.

Alle Vereine füllen nach untenstehendem Muster einen Fragebogen in dreifacher Ausfertigung aus, den sie bis zum 29. Juli an ihren Fachgruppenleiter einsenden. Ich erhalte die Fragebogen bis zum 1. August von den Fachgruppenleitern. Der Frage­bogen ist möglichst in Maschinenschrift auf Din- fdrmat auszufertigen.

Fragebogen.

Kreis: Stadt und Kreis Gießen.

Vertrauensmann: Wilhelm Mohr, Sportlehrer, Gießen, Mühlstrahe 18.

Fachgruppe:

Verein:

Zeit der Gründung:

Uebungsgebiete:

Mitgliiederstärke am l.Juli 1934:

f)at der Verein eigne Halle?

Hat der Verein eignen Platz?

Hat der Verein- eigne Schwimmbahn?

Hat der Verein eignen Schießstand?

Wenn nicht:

Wem gehören die Uebungplätze oder -räume?

Wo vollzieht sich der Vereinsbetrieb im Winter?

Vereinsleitung: (Diese Angaben für jedes 'einzelne

Amt auf einzelnen Dinbogen beilegen.)

Amt:

Name:

Alter:

Beruf:

Mitglied seit:

NSDAP, seit:

Vermögen des Vereins beim Jahresabschluß:

Schulden des Vereins beim Jahresabschluß: Monatlicher Mitgliedsbeitrag?

Wieviel jugendliche Mitglieder im Alter von 14 bis

18 Jahren hat der Verein:

Jungen:

Mädchen:

Wieviel jugendliche Mitglieder im Alter von 6 bis 14 Jahren hat der Verein:

Jungen:

Mädchen:

Gez.: Mohr, Kreisbeauftragter des Reichssportführers für den Kreis Gießen.

Zwei Gießener Studenten bei der r000-Kilometer-Iahrt erfolgreich.

Gestern nachmittag kehrten der Stabsleiter des NSDStB. Gießen cand. med. Theophil Hey und cand. med. Weber vom Zielort der 2000-Kilo- lneter-Fahrt, Baden-Baden, zurück. Beide hatten die Goldene Medaille erhalten. Hey, der eine Durchschnittszeit von 84 Kilometer fuhr, wurde per­sönlich von Obergruppenführer Hühnlein be­glückwünscht. Die im Studentenhaus versammel­ten Studenten begrüßten die erfolgreichen Fahrer mit einem kräftigenSieg-Heil!"

Dritter Tag derjtlfön".

Am dritten Wettbewerb des 15. Rhön-Segelflug- Wettbewerbs wurden bereits die Bedingungen zu den zwei bedeutsamsten Preisen erfüllt. Der Mann­heimer Pilot Ludwig Hofmann erflog in den Morgenstunden als Erster den Milseburg-Preis. Die schweren Bedingungen für den mit 4000 RM. ausgestatteten Fern-Ziel-Flug, der einen Hin- und Rückflug nach dem Oechzenbera und Landung auf der Wasserkuppe vorschreibt, erfüllte Wolf H i r t h - Hornberg ausMoazagotl". Er legte die 70 Kilo­meter lange Gesamtstrecke in einem 3Vrstündigem Flug zurück.

Die Deutschen Kampfspiele.

Erster Haupttag in Nürnberg.

Am Eröffnungstag der 4. Deutschen Kampfspiele in Nürnberg herrschte wieder vom frühen Morgen an ein lebhafter sportlicher Betrieb. Im Tiergarten­saal traten die Fechter zu den Vorentscheidungen um die Mannschaftsmeisterschaft im Degen an, im Luitpoldsaal ermittelten die Amateurboxer die Tell- nehmer der Schlußrunden und im gleichen Hause rollten wieder die Kugeln der Kegler. In der Schwimmbahn des Stadions nahmen die Schryimm- wettkämpfe ihren Anfang und in der großen Kampfbahn wurde das Handballentscheidungsspiel um den dritten Platz ausgetragen.

Weihestunde im Stadion.

Der Nachmittag brachte dann im Stadion den ersten Höhepunkt mit der offiziellen Eröffnung. Pünktlich um 4 Uhr marschierten in drei Säulen die 8000 Teilnehmer an den Spielen, alle im bun­ten und farbenfreudigen Dreß, in die Kampfbahn. In der Mittelsäule, die der Träger der Traditions­fahne der fränkischen Nationalsozialisten eröffnete, marschierten auch die Teilnehmer der Marineschule Flensburg-Mürwick, der Badischen Landespolizei und der Deutschen Hochschule für Leibesübungen Berlin. Eine Gruppe von SA.-Sportlern mit den Fahnen des neuen und alten Reiches machte den Schluß. Als die vielen Tausend Aufstellung genom­men hatten, marschierten Ehrenkompanien der Bayrischen Landespolizei und Reichswehr in den Jnnenraum und dann folgte die Totenehrun'g. Die Fahnen senkten sich, und stehend hörten die 20 000 Zuschauer und die Teilnehmer das Lied vom guten Kameraden.

Auf der Ehrentribüne hatten neben dem Reichs­sportführer von Tschammer und Osten der Frankenfuhrer Streicher, Minister Schemm und Polizeigeneral D a l u e g e Platz genommen. Oberbürgermeister Liebel entbot den Gruß der Stadt Nürnberg, dann erklärte der Reichssport, fuhrer in einer kurzen Ansprache, die in dem Satz Dem Vaterlande gilts, wenn wir zu spielen scheinen" gipfelte, die 4. Deutschen Kampfspiele für eröffnet. Unter dem wieder großen Beifall der Massen vollzog sich der Ausmarsch.

Die Wettbewerbe.

Vorführungen der Badischen Landespol i- -el, die Bodengymnastik und Turnen am leben­den Reck zeigte und der Marineschule Mür- w l ck tue mit Sprüngen am hohen Tisch aufwar­tete, begann das Hauptereignis des ersten Tages, das

Endspiel um den Handball-Kampfspielpokal.

Hier standen sich die beiden mitteldeutschen Gau­mannschaften von Sachsen und Mitte gegen­über Die Sachsen errangen einen glücklichen und nicht ganz verdienten Sieg mit 7:6, nachdem der Gau Mitte bei der Pause noch 5:2 geführt hatte Der Gau Mitte mußte von der 10. Minute ab durch Verletzung b?mes ausgezeichneten Halblinken Kling­er mit 10 Mann spielen, ein Umstand, der auf das Ergebnis von entscheidendem Einfluß war. In der Pause des Handballspieles zeigte die D e u t s ch- la n d r i e g e der DT. mit Reck-Weltmeister Ernst Winter-Frankfurt unter großem Jubel der Zu­schauer ihr einzigartiges Können.

Der Sport des Vormittags.

Am Vormittag fand in der Kampfbahn das Handballspiel um den dritten Platz und Nordmark fta . Die Badener hatten ihre Mannschaft vorteil.

umsestellt und konnten einen verdienten Sieg P,atz errang bem bcn dritten

Bei den

Boxern

wurden am Vormittag sämtliche Teilnehmer an den Endkampfen ermittelt. Es gab noch einige Ueberraschungen, besonders in den ^wereren Gewichtsklassen. So schieden die beiden Schwergewichtler Runge (Elberfeld) und Kohl- haß (Munster) aus und im Halbschwergewicht unterlag der Westdeutsche Figge dem Singener Maier. Für die Endkampfe haben sich folgende' ©Ofer qualifiziert: Fliegengewicht: Rappsilber (Frankfurt) - Brofazi (Hannover). Bantamge- i °"^^mer. (Köln) - Miner (Breslau). Feder- YEwlch: Schöneberger (Frankfurt) - Kästner1 (Erfurt). Leichtgewicht: Schmedes (Dortmund) ge-, gen Frey (München). Weltergewicht: Campe gegen I

I Lüdtke (beide Berlin). Mittelgewicht: Schmittinger (Würzburg) Bernlöhr (Stuttgart). Halbschwer- gewicht: Maier (Singen) Pürsch (Berlin). Schwergewicht: Fischer (Nürnberg) Eckstein (Lübeck).

Die Schwimmer begannen ihre ersten Kämpfe im Stadion. Es kamen die Vorläufe der Damen im 200-Meter- Brustschwimmen und der Herren im 100-Meter- Rücken-, 200-Meter-Crawl- und 400-Meter-Crawl- schwimmen sowie die ersten Kämpfe zum Kunst­springen zum Austrag. Durchweg setzten sich in allen Konkurrenzen die Favoriten durch und es gab nur wenige Ueberraschungen. Die geschwom­menen Zeiten waren mäßig.

Bei den

Fechtern

traten sechs Mannschaften zum Kampf um die Deutsche Degen-Mannschaftsmeisterschaft an. Hier sieht es bei den noch nicht beendeten Kämpfen dies­mal nach einem Siege der beteiligten Mannschaft der Reichswehr aus. Die Frankfurter Hermannia schlugen den Turnerbund Stuttgart mit 14:2 und die Turnerschaft Freiburg mit 15:1. Nächst den Frankfurtern war die Mannschaft der Reichswehr mit Siegen von 11:5 gegen den Frankfurter TV. 1860 und mit 13:2 gegen die Stuttgarter am besten. Die Kämpfe werden erst in den späten Abendstun­den beendet.

Am Montagabend wurde noch zu später Stunde das

Florettfechten der Herren beendet. Sieger wurde hier der Frankfurter E i s e n e ck e r nach einem Stichkampf gegen den Meister Heim (Offenbach). Beide Fechter hatten sieben Siege. Dritter wurde der Ulmer G e i w i tz mit 6 Siegen vor R o s e n b a u e r (Frankfurt), Adam (Wiesbaden), Jewarowski (Frankfurt), Berthold (Chemnitz), Kolbing er (München) und Döblinger.

Auch beim Kegeln fiel am späten Abend noch eine Entscheidung. Auf der S ch e r e n b a h n siegte der Berliner Roschilb mit 1451 Holz bei 200 Wurf vor Bleiß (Thale, Harz) und D ü r h e i d e (Braunschweig).

Die Tennisspieler in München.

Im Münchener Tennis - Stadion begann am Dienstag das Kampfspiel-Tennisturnier im Bei­sein zahlreicher Zuschauer und bei annehmbaren Wetterverhältnissen. Leider waren eine Anzahl der gemeldeten Spieler und Spielerinnen nicht am Start, so daß vom Programm des ersten Tages 13 Spiele kampflos gewonnen wurden. Der deutsche Meister G. v o n (Tramm hatte in Dr. Heit­mann (Krefeld) einen beachtlichen Gegner, den er aber doch sicher mit 6:4, 6:2 abfertigen konnte. Schwer zu kämpfen hatte Frl. Hammer (Stutt­gart), die 24:20 Spiele brauchte, um Frl. Ott« b e rg - Krüger (Essen) 15:13, 9:7 besiegen zu können. Von den übrigen Spielen ist noch der Sieg von HenkelII-Denker im Herrendoppel über die Bayern H e l m i s II - M i t t e r e r mit 6:3, 6:2 zu erwähnen. Marieluise Horn ließ Frl. Dol­linger (Leipzig) mit 6:0, 6:0 nie eine Chance.

Starke Beteiligung der Wehrmacht an den Kampfspielen

Unter den Teilnehmern an den Deutschen Kampf- spielen in Nürnberg befinden sich auch starke Ab­ordnungen der Wehrmacht. Das Reichsheer ent- sendet allein 51 Leichtathleten, u. a. die bekannten Läufer Unteroffizier L e i ch u m (100 Meter), Jäger III (800 Meter) und Reiter Sander (10 000 Meter). Feldwebel Huber wird beim Zehnkampf starten. An den turnerischen Wettkämp­fen nehmen ferner drei, am Schwimmen neun, und an den schwerathletischen Kämpfen zwei Angehö­rige des Reichsheeres teil. Am modernen Fünf­kampf beteiligen sich 13 Offiziere, darunter der be­kannte Oberleutnant H a n d r i ck , und am Fechten Hauptmann Höfter, Hauptmann H a x, sowie drei weitere Offiziere. Die Reichsmarine stellt 24 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften an den Wettkämpfen im Turnen, Leichtathletik, Schwim­men, Schwerathletik, Boxen, Schießen und Fechten. Außerdem wird von einer Gruppe von 50 Sol­daten der Reichsmarine, unter denen sich sieben Einzelkämpfer befinden, als Schauvorführung ein Hechtspringen vorgeführt.

Der Verbandsachier der MG. 1877 auf der Misterschasts- und Kampfspielregatta.

Wie schon in unserer Vorschau berichtet, ging die Mannschaft der GRG. 1877 mit nicht geringen Aussichten auf Erringung einer Kampfspielmedaille oder Meisterschaftsplakette an den Start. Das Ab­schneiden der Mannschaft hat denn auch bewiesen, daß sie, wenn sie auch nur ein wenig mehr vom Glück begünstigt gewesen wäre, eine entscheidende Rolle hätte spielen können. Das geht auch aus den Tatsachen hervor, daß der Führer des Deutschen Ruderverbandes, Herr Reg.-Präsident Pauli, unsere heimische Mannschaft gleich nach dem deut­schen MeisterHellas" Berlin und Würzburger RV. (dem vorjährigen Meister) nennt, noch vor den beiden Teilnehmern am Entscheidungslauf: Ber­liner RCl. und Mainzer RV.

Fachleute und Kritiker sagten ungefähr folgendes: Hervorragend sportlichen Wert hatten die 5 Aus- scheidungsläufe zum großen Achter, in denen sich zwölf deutsche Elitemannschaften um den höchsten Titel bewarben.

Eine ausgezeichnete Rolle spielte dabei der Gießener Achter, der in seinem Vorlauf einen grandiosen Sieg erfocht und im Zwischenlauf nach mörderischen Kampfe nur ganz knapp unterlag.

Oer erste Vorlauf

sah Gießen 1877, Ulm, Berliner RCl. und Ger­mania Königsberg am Start. Nach dem Startkom­mando setzte sich Ulm an die Spitze, gefolgt von Berlin, Gießen, Königsberg. Doch mußten die Ul­mer die Führung bald an Berlin abtreten, die von Gießen hart bedrängt, als erstes Boot die 500- Meter-Markierung passierten. In mörderischem Tempo wurden die 1000 Meter in der Reihenfolge Berlin, Gießen, Ulm, Königsberg erreicht. Der Ab­stand vom ersten bis zum letzten Boot betrug nicht mal eine Länge.

Bei 1200 Meter fehle sich Gießen mit schnei­digem Spurt an die Spitze des Feldes und ließ sich dieselbe auch trotz verzweifelter Anstren­gungen der übrigen Boote nicht mehr entreißen.

Der Abstand im Ziel betrug von Boot zu Boot je eine Länge in der Reihenfolge: Gießen 1877, Ber­liner Ruder Club, Ulm, Königsberg. Gießen bot in bezüg auf Technik und Stil eine hervorragende Leistung und errang sich schnell die Sympathie des rudersachverständigen Publikums.

Die übrigen Vorläufe endeten wir berichteten bereits darüber mit den in unserer Vorschau angedeuteten Ergebnissen: Den 2. Vorlauf ge­wann der Mainzer RV vor RCl. Wannsee-Berlin, Frankfurter RV. und Leipzig. Den 3. Vorlauf sah Würzburger RV. vor Hellas Berlin, Lübeck und Mainz-Kastel in Front. Zum

ersten Zwischenlauf

am Nachmittag, für den Gießen als Favorit galt, lagen Gießen, Berliner RCl. und Mainz am Start. Sofort begann ein erbittertes Ringen um die Füh­rung. Bei den Gießenern, deren Hauptstärke sonst der Start ist, klappten die ersten Schläge nicht gut,

und niemand hätte voraussagen können, daß dies gerade die Entscheidung bedeutete. Mit unglaublich hoher Schlagzahl gingen die Boote auf die Reise in der Reihenfolge: Berlin, Mainz, Gießen. Bei 500 Meter hatte Gießen die Mainzer auf den letz­ten Platz verwiesen. In erbittertem Ringen wird die 1000-Meter-Marke passiert, die den unter Hergabe des letzten, rudernden Berliner Club mit einer Länge vor Gießen und einer weiteren Länge zurück Mainz in Front sah.

Mil mächtigen Zwischenspurts gelingt es dem Verbandsachter der GRG. bis auf Luftkasten­länge an die Führenden heranzugehen.

Berlin erwehrte sich der erbittert um die Führung kämpfenden Gießener tapfer und ließ sich den ge­wonnenen Vorsprung nicht entreißen. Noch 200 Meter waren es bis zum Ziel. Luftkastenlänge vor Gießen lag Berlin, % Länge dahinter Mainz. Da setzt Mainz auf der anderen Seite, angefeuert durch Tausende am Ufer mitlaufende Anhänger, zu einem unerhörten Endspurt ein und konnte im Ziel noch Gießen mit halber Luftkastenlänge aus der Ent­scheidung drängen.

Das schönste Rennen der ganzen Regatta hatte seinen Abschluß gefunden und die hervor­ragende Zeit sowohl wie die knappe Differenz zwischen den Booten bestätigten, mit welcher Erbitterung hier gekämpft wurde.

Der Verbandsführer bedauerte es selbst, daß der Gießener Achter durch seinen unglücklichen Start um den Sieg und dadurch nicht in die Entscheidung kam. Diese Tatsache fand denn auch am folgenden Tage ihre Bestätigung, indem die Gießener Mann- schäft im Vorlauf zum Ersten Achter den Mainzer Nuderverein einwandfrei mit 1% Länge schlug und damit den Beweis erbrachte, daß sie nur durch Mißgeschick nicht in die Entscheidung kam, wo sie bestimmt unter den drei Ersten zu suchen war.

Ohne die Leistungen der anderen Mannschaften zu schmälern, darf aber doch hervorgehoben werden, daß unsere einheimische Mannschaft unter viel schwierigeren Verhältnissen als alle ihre Gegner trainierte. Die Leistungen sind daher besonders hoch zu bewerten.

Fast alle Mannschaften ruderten in neuen Booten, die nach Größe und Gewicht gebaut wurden.

Besonders großes Interesse an der Ruderei zeigte die Stadt Würzburg, die ihrer Mannschaft einen neuen Achter bauen ließ und auch einen achttägigen Aufenthalt in einer Kurstadt bewilligte. Außerdem haben sportbegeisterte Bürger der Stadt durch frei­willige Spenden einen neuen Vierer ohne Steuer­mann gestiftet. Zieht man außerdem noch in Be­tracht, daß in fast allen Vereinen Gelegenheit ist, durch systematisches Wintertraining, wie Bassin- rudern, Leichtathletik, Schwimmen usw., die Mann- sckaften von langer Hand auf diese Höchstleistungen vorzubereiten, so muß man schon zu der lieber« Zeugung kommen, daß die Gießener Mannschaft sich ganz hervorragend geschlagen hat.

Mslurn-Mnnschastskampf in Kinzenbach.

Sieger: Turnverein Lollar.

Am vergangenen Sonntag gelangte in Kinzen­bach ein Mannschaftskampf im Volksturnen (Erste Austragung) zwischen den Mannschaften der Ver­eine von Lollar, Kinzenbach, Odenhausen und Heu­chelheim zur Durchführung. Der spannende Wett­kampf endete mit folgenden Ergebnissen:

1. Tv. Lollar 11 879,22 Punkte;

2. Tv. Kinzenbach 10 586,43 Punkte;

3. T. u Spv. Odenhausen 9596,43 Punkte;

4. Tv. Heuchelheim 9202,13 Punkte.

Die sorgfältigen Vorbereitungen hes Ausrichters, Tv. Kinzenbach, gewährleisteten einen reibungs­losen Ablauf des Kampfes. Die Kämpfe konnten ohne jegliche Unterbrechung durchgeführt werden und sahen als Sieger, die mit einigen Spitzen­könnern besetzte Mannschaft des Tv. Lollar hervor­gehen. Ueberraschend gut schnitt der Veranstalter ab. Er ließ die beiden, bestimmt nicht schwachen Mannschaften der Turnvereine Odenhausen und Heuchelheim auf den 3. und 4. Platz zurück.

Oie einzelnen Wettkämpfe.

(K: Kinzenbach; L: Lollar; O: Odenhausen; H: Heuchelheim.)

Das Turnen begann mit dem Weitsprung und sah sofort ganz erstklassige Leistungen. Als Bester erwies sich hier Großhaus (L), der bereits im ersten Sprung 6,74 Meter erzielte. Sein Der- einskamerad V i e h l kam auf 6,65 Meter. Speier (O) 6,43 Meter; Pfaff (K) 6,21 und Kehr (H) mit 6,12 Meter waren die Nächstbesten.

Im Kugelstoßen waren die Leistungen schwächer. Dietz (L) kam auf 11,64 Meter, Zecher (O) überwarf mit 11,10 Meter gleichfalls die Elf- Meter-Marke. Bereits nach diesen zwei Uebungen lag Lollar klar an erster Stelle vor Odenhausen, Kinzenbach und Heuchelheim.

Besonderes Interesse beanspruchte der 100- Meter-Lauf, der in drei Läufen durchgeführt wurde. Im ersten Lauf siegte Müller (H) in 12,3 Sekunden vor Leib (K) 12,4 Sek. Im 2. Laus schlug Künkel (L) in 11,3 Sek. Pfaff (K) in 12,2 Sek. und im letzten legte Großhaus (L) gleichfalls 11,3 Sek. bin. Die Leistungen des 100-Meter-Laufes können sich gleichfalls sehen lassen und brachten Lollar um weitere Punkte stark nach vorne.

Im H o ch s p r u n g gab Lollar gleichfalls den Ton an und kam mit Müller und Munzert, die 1,55 bzw 1,50 Meter erreichten, zu wichtigen Punk­ten. Kinzenbach verbesserte hier seine Position durch Schmidt und Pfaff mit 1,50 bzw. 1,45 Meter. Die übrigen Teilnehmer kamen alle auf 1,45 Meter.

Ke ulen weitwurf: Fast sämtliche Teilneh­mer überwarfen die 50-Meter-Grenze. Den ersten Platz erreichte W. Viehmann (K) mit der Leistung oon 59,10 Meter. Ihm am nächsten kam Kreipl (L) mit 56,95 Meter und Müller (H) mit 54.10 Meter.

Nach diesen fünf Uebungen war der Stand des Kampfes folgender: 1. Tv. Lollar 6669,05 Punkte- 2. Kinzenbach 5588,50 ; 3. Odenhausen 5213,47; 4. Heuchelheim 5016,95 Punkte. Während Lollar also seinen Vorsprung von Hebung zu Hebung vergrö- c ,?am Kinzenbach gleichfalls mehr auf und überbö te bei der letzten Uebung Odenhausen, lag Heuchelheim an der 4. Stelle.

Der 8 00-Meter-Lauf war eine sichere Sache der Gebrüder Neidel (H), die in sauberem

Alle stch den jeroeils ersten Platz, in den beiden Laufen sicherten. Die Zeiten waren in Anbetracht der Grasbahn mit 2:16 und 2:18 Min. noch als gut zu bezeichnen. Während im ersten Lauf Hans Neidel m Simon (O) einen scharfen Widersacher hatte aber dessen Angriffe glatt abwies, kam sein Bruder Franz im zweiten Lauf gegen Schmidt (K) etwas leichter zum Sieg.

Heuchelheim überholte nach dieser Konkurrenz Odenhausen vorübergehend, und konnte auch trotz der wenigen Punkte, die es im Stabhochsprung holte, diesen Vorsprung noch halten. Hier gab es q an CsS)?det^ ?ieg DOn Wilh. Bepler (K), der ö,20 Meter übersprang und an 3,30 Meter nur knapp, scheiterte Die nächsten Besten waren hier sieter mann unl) Großhaus (L) mit je 3,10

Das Speerwerfen brachte Lollar und Oden- haufen die höchsten Punkte. Lollar erreichte durch ?ie$'^r 48,96 Meter warf, die beste Leistung, vor Henkel (O) mit 44 Meter. Alle übrigen Teilnehmer erreichten die 40 Meter nicht.

Diskuswerfen waren die Leistungen ^lg Die beste Leistung erreichte Zecher (O) mit ^^ Meter vor W. Bepler (K) mit 28,82 Meter. Psinktverhaltms lag hier Odenhausen vor Lol- lar, Kinzenbach und Heuchelheim.

Im Schleuderballwersen waren die Lei- Äff gleichwertig und brachten für sämtliche Mannschaften die annähernd gleichen Punktzahlen. ?nrf £ ro^r?l/m5r'. TOUer (fi) mit 46,70 Meter rJc D'ch (L) mit 45,50 Meter. Alle weiteren Teilnehmer kamen bis auf einen, über 40 Meter Ur % Ufe?u?9 ?es Kampfes, die 4 X 1 0 0 - Me - er-Staffel' sah tm Tv. Lollar den erwarteten Sieger. Die Mannschaft lief in 47 Sek. eine für die Npihlnf^okknlsse schöne Zeit heraus. Die' weitere Reihenfolge war h,er: Heuchelheim 49 2 Sek Oden- hausen 49,3 Sek., Kinzenbach 49,5 Sek

^?.Lieber einmal mehr gezeigt, was an entwicklungsfähigen Leuten gerade in den Land-

^.den ilt. Die Leistungen des 100- 59 10 mpf/r5 hm,t r-1'3 ' des Keulenwurfes mit

5),10 Meter, der Speerwurf von 48,96 Meter die Weitfvrunge von 6,74, 6,65 und 6 43 Meter und LU' 6eifn dies

eutiid). In andern Uebungsarten bemerkte man bann auch wieder an den Ergebnissen die Bevor" "X. Nichtbeachtung derselben.' Alles in «7 werden" $eranfto,tun9 0,9 gelungen betrach.

Brieffoften der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der

funFi 8' in O- Der in der vorigen Aus- fühM.nn9eben k erleidet nach einer Durch-

d-nde eine praktisch sebr einschnei-

bch^dana» ®ter Nllrge (ober Mitschuldner, d ,, - ach insoweit ein Leistungsverweigerungs- einen b(?I Befriedigung des Gläubigers

haben gegen berr Betriebsinhaber

E ' "Nb zwar gilt dies vom Zeitpunkt ffnfJ^rh90"965 Antrags auf Eröffnung des

LbUnsfl5Derlaf)ren5 über den Antrag, sowie ?mnnnb bes Ent chulbungs- oder

Zwangsvergleichsoerfahrens.