Mittwoch, 25.ZEZ4
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Nr. X7X Drittes Matt
Sven Hedin inFnnerasien
Nachdruck verboten!
12 Fonlegung
Vor einiger Zeit haben drei Alpinisten eine der letzten noch möglichen Erstbesteigungen in den Alpen vollführt: sie erkletterten unter großen Strapazen und Lebensgefahr die Westwand des Scheiblingssteines in den Gesäusebergen. Diese Großtat ruft die Erinnerung an die erste, nach langen Fehlschlägen' und vielen Opfern gelungene Besteigung des Matterhorns wach, ein unvergängliches Ruhmesblatt in der Geschichte der Alpinistik.
es denn, wenn man es einmal von Zermatt aus, also von Nordosten her, anpacken würde?
Am 8. Juli erscheint er wieder bei Carrel. Und der Italiener läßt sich wirklich breitschlagen. Am 9. soll es wirklich losgehen, die O st wand hinauf. Whymper ist mit allen Vorbereitungen fertig. Da erscheint plötzlich am frühen Morgen Carrel und erklärt, etwas verlegen, er könne nun doch nicht mit, er habe sich schon früher einer anderen Reisegesellschaft verpflichtet, sie ins Tal von Aosta zu begleiten. Kaum ist er fort, erfährt Whymper, daß Carrel im Begriff ist, ohne ihn aufs Matterhorn zu steigen. Signor Sella, ein italienischer Minister, hat den Plan schon lange mit ihm vereinbart. Am Morgen des 11. Juli kann Whymper mit seinem Fernrohr beobachten, wie einige Leute von Breil aus die Abhänge des Berges erklettern. Fünf Jahre lang hat der' Mann ums Matterhorn gekämpft, und jetzt
26. Juli stürmt er gegen den Gipfel an, fünfmal hintereinander, fanatisch mit zusammengeblssenen Zähnen, bis zur völligen Erschöpfung. Es ist eine Energieleistung ohnegleichen. Diesmal ist Carrel nut von der Partie. Aber es gelingt doch nicht. Einmal türzt er eine steile Wand hinunter, mehr als siebzig Meter in die Tiefe, nur ein Zufall rettet ihm das Leben. Zwei Kilometer weit schleppt er sich mit chwer blutenden Kopfverletzungen bis zum Dorfe Breil. Er hat es gewagt, ohne jede Begleitung den Anstieg auszuführen. Als die Leute davon hören, erklären fie ihn für wahnsinnig. Aber Whymper läßt sich nicht beirren. Fünf Tage spater geht er mit Carrel wieder los. Es ist alles vergeblich. Der Berg zeigt immer neue Tücken. Whymper ist verzweifelt. In einem Anfall völliger Entmutigung hinterläßt er seine halbe Ausrüstung seinem Wirt, er solle sie jedem übergeben, den es etwa nach der Ersteigung des Matterhorns gelüste. Er selber glaube nicht mehr daran, daß es möglich sei.
Aber Anfang August 1863 erscheint Whymper von neuem im Val Tourmanche. Carrel hat die verbissene Energie des Engländers imponiert, er erklärt sich bereit, es noch einmal mit ihm zu probieren Die Vorbereitungen sind so gründlich wie noch nie zuvor. Außer Carrel wird noch ein Führer angenommen, dazu drei Träger, alles bergerfahrene Leute, die schon manchen Gipfel bezwungen haben. Als sie schon weit über 4000 Meter hinter sich haben, bricht plötzlich ein wahnsinniges Gewitter los, dem ein Schnee st urm folgt, wie ihn noch keiner der Männer erlebt hat. Vierundzwanzig Stunden heult und braust es um die sechs Leute, als wolle der Berg sie mit Haut und Haaren verschlingen. Ein Steinhagel jagt den anderen, und sie können von Glück sagen, daß sie endlich doch noch wieder ins Tal kommen. Whymper muß nach London zurück, er hat nur wenige Tage Urlaub.
Im nächsten Jahre legt er eine Pause em. Als , er im Juni des Jahres 1865 wieder vor dem Matterhorn steht, wird ihm klar, daß er bisher einen . grundlegenden Fehler gemacht hat. Er hat immer ' 't, den Giganten von der italienischen Breil her, zu bezwingen. Wie wäre
Ministerpräsident überreicht dem österreichischen Gesandten Baron Giesl die serbische Antwortnote. — 6.30 Uhr: Baron Giesl verläßt Belgrad; Oesler- reich-Ungarn bricht die diplomatischen Beziehungen zu Serbien ab.
9.30 Uhr: Teilmobilmachung Oe ff er- re ich-Ungarns gegen Serbien.
Kaiser Wilhelm II. bricht seine Nordlanb- reise ab. — poincare und Biviani treffen in Stockholm ein.
Italiens Botschafter in Wien erklärt: Italien wird freundschaftliche Haltung einnehmen, behält sich aber im Falle der Besetzung serbischen Gebietes Ausgleichsansprüche vor und erwartet Herbeiführung vorherigen Einvernehmens.
Hans von Kirchhofen war, nachdem er seine Braut und die Freundin nach Hause gebracht hatte mit seinem Mercedes ebenfalls heimwärts gejagt, in einem Tempo, als säße der Teufel ihm im Nacken, und als könne er durch fein Rafen feinem Zugriff entgehen. . , .
Wie bange, wie feig war dieser Mann doch tm Grunde seines Wesens!
Unruhevoll lief er dann in seiner Wohnung lange Zeit umher. Eine Zigarette nach der anderen steckte er sich an. L , ,
Seine Rechnung also über den Haufen geworfen!
Ein Fehler in der Rechnung, den er wohl kaum würde ausmerzen können.
Aber ruhig Blut bewahren!
Kaltfchnäuzig werden!
Eine neue Rechnung aufstellen!
Noch war längst nicht alles verloren!
Nein! Er gab das Rennen nicht kurz vor dem Ziel auf!
Drei Tage Frist hatte er. In drei Tagen war e r der Verfügungsberechtigte. Am vierten Tage brauchte er nicht mehr in Berlin zu fein.
Dann mochte man zusehen, ob und wo man ihn fände, ihn und das Geld, das er mitnehmen wurde.
Der Traum von dauernder Macht in den Geyerling-Werken — allerdings, damit war es aus!
Der dritte Tag: 25. Juli.
Deutschland nimmt Greys Vermittlungsvorschlag an und gibt ihn nach Wien weiter; der deutsche Staatssekretär des Auswärtigen von 3agoro antwortet: der Konflikt bleibe zwischen Oesterreich und Serbien lokalisiert, die Mächte sollten nur zwischen Oesterreich und Rußland vermitteln.
Wien lehnt Sasonows Vorschlag einer Fristverlängerung für Serbien ab.
Russischer Kronrat billigt die Beschlüsse des 24., überläßt den Zeitpunkt der Teilmobilmachung dem Außenminister und seht als Beginn der „Kriegsvorbereitungsperiode" den 26. an.
3 Uhr nachmittags: Mobilmachung des serbischen Heeres — 5.58 Uhr: Der serbische
Mya triumphierte:
„Im Krankenhaus — bei Knauer!"
Sie weidete sich ordentlich an seinem angstvollen Gesicht. „Na, nun beruhige dich nur! Knauer wird in den nächsten acht Tagen nicht wach werden."
Er sah sie fragend an.
„Ja — nicht wahr, da staunst du! Weißt du denn nicht mehr, daß ich selbst einmal Patient im Sankt- Hedwigs-Krankenhaus war? Es ist allerdings schon lange her. Ich wußte also Bescheid dort, und es war mir deshalb eine Kleinigkeit, Knauer zu finden. Na, und dann hatte ich Dusel. Es war niemand sonst im Zimmer, als ich eintrat. Knauer schlief. Ich habe ein Pulver in die Medizinflasche ge- chüttet... Oh!, ich sage dir, das wird ganz famos wirken!"
„Bist du dessen auch sicher?"
„Aber ganz und gar! Und du brauchst auch nicht zu befürchten, daß man die Tat vorzeitig entdeckt. Es ist ein bewährtes, indisches Schlafpulver, unsichtbar, r»nn es in einer Flüssigkeit ausgelöst ist..."
Die Sorgenfalten auf dem Gesicht des Mannes legten sich jetzt.
Er klopfte ihr befriedigt auf die Schulter: „Siehst du, ich wußte ja, auf dich ist Verlaß!" Er wollte sie umfassen.
„Laß das!" fuhr sie ihn schroff an. „Das ist wider die Abmachung! Hast du das Geld?"
Seiner Brieftasche entnahm er ein Bündel Scheine. Er wollte sie aufzählen. Sie wehrte aber ab. Sie nahm das Geld und steckte es in ihre Handtasche, die neben ihr lag.
Am Montag würde das Geld anonym einem Wohlfahrtsinstitut zugehen. Sie wollte mit diesem Sündenlohn nichts zu tun haben.
Hans von Kirchhofen rief Doktor Becker an.
„Sagen Sie mal, Doktorchen — ist es wahr: habt ihr Knauer wieder mobil? Tatsächlich? — Na, das freut mich aber...! Doktor, wie ist es? Kann man den Kranken denn mal besuchen? Nun ja, es soll ja nicht schon heute abend sein. Morgen oder übermorgen! — Wie, bitte? — Na, aber natürlich! Aber sicher doch! — Um zehn Uhr? — Also dann: Auf Wiedersehen morgen früh auf dem Tennisplatz!"
Er rieb sich die Hände.
, Mehr wollte ich nicht wissen. Knauer hat bisher geschwiegen, Mya. Nun kommt alles darauf an, wie sich' dein Gift auswirken wird."
Erlaube mal, Gift? Das Pulver ist kein Gift, sondern es schläfert nur ein. Das allerdings gründ. (i^,@ott, das ist mir doch gleichgültig! Hauptsache Ist," daß Knauers Wund bis über den Dienstag . hinaus stumm bleibt?"
„Keine Sorge, mein Verehrter! Es klang spöttisch, . aber der Mann merkte es nicht. Zu sehr war er mit
seinem Ziel beschäftigt.
.Fortsetzung folgt.)
ZweMämer und Hilda
Vornan von Hermann W. Walder.
Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)
Doktor Becker war eben von Potsdam zurück- qekehrt. Er saß an seinem Schreibtisch, den Kopf schwer in beide Hände gestützt. Vom Nachtdienst hatte er sich dispensieren lassen. Aber würde er Ruhe finden?
Seine Braut hatte bereits zweimal angerufen. Er ließ sich verleugnen. m £ ..
Nie und nimmer hätte er ihr in dieser Verfassung unter die Augen treten ober mit ihr reden können. Und er durfte ja auch die Situation nicht vorzeitig verraten.
Es klopfte. .
Eine Schwester meldete, daß eine Dame in dringlicher Angelegenheit in seinem Sprechzimmer auf ihn warte.
Gr lehnte ab. Mst niemanden wollte er zusammenkommen.
Die Schwester kam nach kurzer Zeit wieder und überreichte ihm eine Karte, worauf, hastig geschrieben, stand:
„Dringlich in Sachen Knauer!
Er las und sprang hoch.
Das Ergebnis der Unterredung Mya Korbers mit dem Assistenzarzt Becker war die Abrede gemeinsamen Handelns zur Entlarvung des Verbrechers bei gegenseitigem Versprechen, dabei, solange es ging, die Oessentlichkeit auszuschalten, und der Zusicherung an die Frau, ihre Mitwirkung ebenfalls geheimzuhalten.
Es kam vor allem darauf an, Kirchhofen ganz sicher zu machen.
Der Arzt und Mya Korber verabredeten auch nach dieser Richtung ein bestimmtes Vorgehen.
Während der Unterredung war Doktor Becker an den Apparat gerufen worden. Sein Alter Herr teilte ihm mit, daß er sich schon erfolgreich erkundigt habe: Die Kirchhofens hätten keine Nebenlinie und feinen Verwandten namens Hans.
Was brauchte er mehr an Beweisen!
Hans Kirchhoff, deine Stunde hat geschlagen!
i Als Mya Körber ihre Wohnung betrat, kam ihr, , wie sie es erwartet hatte, Hans von Kirchhofen schon auf der Treppe entgegen
i Die Frau gab ihm ein Zeichen, daß er sich - gedulden möchte. Sie zog sich mit ihm in ihr Zimmer zurück. Hier konnte sich der Mann nicht länger halten:
„Wo warst du?"
„Du sprichst so selbstsicher, Mya! Hast du dir chon einen Plan zurechtgelegt?"
„Noch nicht! Wenigstens bin ich mir noch nicht völlig im klaren. Du mußt mir Zeit lassen. Ich werde schon rechtzeitig handeln."
„Gibst du mir Bescheid?"
Ja! Ich werde dich dauernd auf dem laufenden halten." Und sie fügte hinzu: „Was du auch zu hören bekommst — von mir ober von anberer Seite —: verliere bie Nerven nicht!
Sie sagte es absichtlich, um ihn tn Sicherheit zu wiegen. r,
Ihre Zuversicht stärkte seine Hoffnungen.
Sein bleiches Gesicht bekam mieber etwa-- Farbe.
„Also gut!" sagte er. „Ich gehe unb werbe bir bas Gelb beschaffen Es muß meines Erachtens jetzt noch etwas geschehen, bevor ber Knauer rebet. Wenn er bloß noch nicht gesprochen hat....
„Ja, davon wird allerdings viel abhängig sein. Aber, fo oder fo, laß mich nur machen Geh letzt, damit ich mir über die nächsten Schritte chlusslq werden kann. Es dürste dir ,a bekannt sein daß ich immer aus die besten Gedanken kommen kann, wenn ich allein bin."
Hans von Kirchhofen ging. or
Er war einigermaßen beruhigt, ^tzt ^ostte er sich übrigens mit Doktor Becker ini er: in‘ 9
eben Dessen Benehmen würbe ihm Aufschluß geben können was mit Knauer los war, und w.e dieser sich bisher verhalten hatte.
Mna Korber ließ sich, als sie ihren früheren Freunb aus bem Hause wußte, in einen Sessel
Vor 20 Fahren.
Oie Tragödie der 13 Tage. — Ein Zeitkalender der Tage des Kriegsausbruchs vom 23. 7. - 4. 8.1914.
Sie stiegen bann beibe in ein Auto. Dem Führer gab sie als Ziel eine Charlottenburger Abresse an.
Auf ber langen Fahrt unterrichtete sie ben Rumänen über bie Ereignisse, soweit ihr bies tunlich erschien, unb gab ihm Anweisung, sofort nach Rumänien zu reifen unb Wolterstorffs Befreiung zu veranlassen.
Sie ließ bann halten.
Prachianu oerabschiebete sich.
Dem Chauffeur erteilte sie ben Auftrag, sie nach bem Sankt-Hebwigs-Krankenhaus zu bringen.
,aernft in jüngster Zeit waren ihr öfter Bedenken
Sie schüttelte sich wie im.Fieber. Em Entjetzens Mr"°kn^chh°s--
neue Sympathien! Wenn wenig.
U"P“ -Sf™ Nun er würde ja sehen, »•- 7
Mit einem Mietwagen suhr fie zunächst ms Stadtzentrum, wo sie °°n einem Lokal aus Pracht- aneieanbätte Glück. Er war zu Hause.
Zehn Minuten später kam er Herbetgeeilt.
Das Matterhorn ist bezwungen.
Nun geht es mieber hinunter. Croz ist an ber Spitze, Habow hinter ihm, bann folgen Hubson, Douglas, bie Taugwalbers unb als Letzter Whymper. Um 3 Uhr finb fie an ber schwierigsten Stelle. Michel Croz hat sein Beil beiseite gelegt, faßt Habow an ben Beinen unb bringt seine Füße in bie richtige Lage, bann will er sich um- brehen, um einen Schritt weiterzugehen. In biefem Augenblick gleitet Habow aus, Croz brüllt geüenb auf, Hubson unb unmittelbar barauf auch Lorb Douglas werben bie Füße unter ben Beinen weqqerissen. Der alte Peter Taugwalber und Whymper stemmen sich mit aller Gewalt gegen bas Gestein, bas Seil spannt sich mit einem fürchterlichen Ruck unb — reißt. Einige Sekunben lang sehen sie bie vier Männer auf ben Rücken me- bergleiten unb mit ausgeftretften Hänben nach einem Halt suchen. Dann stürzen sie mehr als 1500 Meter in bie Tiefe. Arn nächsten Morgen finb bie anberen Männer in Zermatt, mit wankenben Knien unb kaum fähig, ein Wort über bie Lippen zu bringen. Whymper bricht sofort mit einer Rettungskolonne mieber auf, um ju retten, was noch zu retten ist. Nach sieben Stunben sinb sie auf ber Hochfläche ober bem Gletscher. Mit bem Fernrohr sehen sie sie liegen: Croz etwas voraus, l Habow in seiner Nähe unb Hubson weiter hinten.
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Nun auch hier blieb nur Verzicht übrig. Schabe! Aber schließlich — es gab ja noch mehr Frauen . . War es nicht bie eine, war es die andere! Vielleicht — die Mya?!
. Die Mya! Ja, die Mya Körber mußte helfen! Und nun war er bei ihr.
Das war wahrhaftig eine bittere Pille für ihn, als Bittender aufzutreten. Aber was half's? Es ging nun nicht mal anders.
Nun gut! Ich will dir helfen, Hans! Doch erwarte nicht, daß damit unser Verhältnis das alte wird. Du zahlst mir im Voraus den Betrag von zehntausend Mark!"
Keine^Wiberrebe! Nur für diesen Preis kannst du" auf meine Hilfe rechnen."
Die Frau sprach kalt, geschäftsmäßig. Sie konnte sich dieses Auftreten erlauben, denn sie wußte, daß er sie brauchte und auf jede Bedingung eingehen würde, nur um zum Ziele zu kommen.
Hans von Kirchhofen wäre ihr am liebsten an ben Hals gesprungen, um sie zu erwürgen. Eine ungeheure Wut erfüllte ihn. Aber er mußte sich beugen- unb sagte deshalb ja!
Die erste Besteigung des Matterhorns
Oie gewaltigste Leistung in der Geschichte der Alpinistik.
Von Or. G. E. Meißner.
ein Lager auf. Am nächsten Morgen vor Sonnenaufgang geht es weiter. 20 Minuten nach 6 Uhr sinb sie bereits 4300 Meter hoch. Die Wanb erweist sich als eine mächtige natürliche Treppe. Dann wirb ber Weg schwerer. Die Steine sind mit einer bünnen Eiskruste überzogen. Zuletzt kommt eine ziemlich schlimme Ecke. Wie sie J)erum inb, seheü sie vor sich Schnee, eine kleine Strecke von 70 Metern, unb sie sinb enblich am Ziel.
Ein Bilb von der jetzigen Expedition des großen schwedischen Forschers, der es sich Ziel gesetzt hat, die alte Karawanenstraße zwischen China und Curopa wied^ ^fzufinden. Bekanntlich wurde Sven Hedin während dieser Expedition mit Jemen Begleitern von Räuberbanden überfallen und gefangen genommen, nach einiger Zeit jebod) roie^e^fr^l9^aJef"- Me Aufnahme zeigt ben Forscher (rechts im langen Pelz), wie er ben Startversuch eines La - wagens überwacht, ber in bem losen Flugsand eingefunfen ift unö nun mit Hilfe von Stofs- bahnen wieder flottgemacht werden soll. - (Copyright Nordisk-Rotogravyr-Stockholm-A. PJ
soll plötzlich alles umsonst gewesen sein.
Plötzlich erblickt er eine kleine Gesellschaft auf dem Wege von Zermatt, ein schlanker, junger Engländer, Lord Douglas, mit Peter Taugwalder, bem berühmten Führer, unb besten beiben Söhnen. Sie wollen aufs Matterhorn. Douglas ist begeistert, als Whymper ihnen vorschlägt, sich ihnen anzuschließen. Als sie ins Monte-Rosa-Hotel kommen, sitzt vor ber Tür ber alte Michel Croz. Ein englischer Geistlicher, Charles Hubson, unb sein Freunb Habow haben ihn engagiert. Er will aufs Matterhorn. Eine kurze Beratung, und beide Gesellschaften schließen sich zusammen.
Am 13. Juli um V26 Uhr morgens brechen sie auf. Acht Mann, Croz, die drei Taug- walders, Douglas, Hadow, Hudson und Whymper. Sie machten den Angriff von Osten her. Um 1M2
L Rhr°r°sind^Kach,7s Är" sL I^°Äas muß^k^n FÄ-N hangen «Meben nen- bie Steilem die von unten vollkommen unzu- fein. Man hat ferne Lelchememehr Stunden, gänglich schienen, sind so harmlos, daß man °uf Zwei Tage nach Whymper stand auch Carrel auf ihnen umherlaufen kann. Um 12 Uhr schlagen sie dem Matterhorn.
4505 Meter hoch ragt das Matterhorn auf, mitten im Massiv ber Walliser Alpen, genau an ber Grenze zwischen ber Schweiz unb Italien. Es war bie letzte ber großen Alpenspitzen, bie um bie Mitte bes vergangenen Jahrhunberts noch keines Menschen Fuß betreten hatte. Die Leute in Breil unb Zermatt am Fuß bes Berges bekreuzigten sich, wenn sie hinaufsahen.
Nur einen Mann gab es in ber ganzen Gegend, einen alterprobten Bergführer, stolz und selbstbewußt, der auch das Matterhorn für bezwmglich hielt. Er hauste unten an der Südseite im Val Tournanche: Johann Anton Carrel. Schon 1858 hatte er den ersten Versuch gemacht, er hatte sogar die 4000-Meter-Grenze überschritten, aber weiter ging es nicht.
Es war im Jahre 1861, als eines Tages ein junger Engländer bei ihm erschien, E d w a r d Whymper, und ihn fragte, ob er einen Angrist aufs Matterhorn wagen wolle. Sie mürben sich nicht einig. In ber ganzen Gegenb fanb sich rein anberer Führer. Whymper holte sich einen aus bem Oberlanb, aber bei ber ersten Schwierigkeit, ah es gilt, einen Karnin zu burchklettern, versagt ber Mann unb kehrt um. ..... ™
Dieser Englänber ist ein merfrourbiger Mann. Der mißglückte Versuch am Matterhorn steckt in feiner Seele wie ein Stachel. Er verbeisit sich in bie Jbee. Sie wirb ihn nicht mehr loslassen, bis er seine Sehnsucht befriebigt hat.
In biefem Jahre allerbings geht es nicht mehr, Hi er muß nach Lonbon zurück. Aber schon im nach- nur versucht sten Sommer ist er mieber ba. Vom 7. bis zum! Seite, dov
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