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M Zahrgang

zu umgehen.

gez. Adolf Hiller.

Einheitliche Front Polen-Estland

zu seiner Tat trieben, auch keinerlei Vermutungen aussprechen kann. Festgestellt werden kann aber

am meisten entspricht und konkrete Ergeb­nisse zur Festigung des Friedens zei­tigt. Aus den Unterredungen Becks mit den füh­renden Staatsmännern E st l a n d s hat sich weiter ergeben, daß weder die e st nische Regie­rung, noch das Volk bereit sind, die bisherige Methode der zweiseitigen Regelung der zwischen st aatlich en Be­ziehungen zu verlassen. 3n der Frage der Pakte wartet L st land in Ruhe die Er­gebnisse der schwebenden zwischenstaatlichen Ver­handlungen ab, die zu einer Klärung der Frage

Warschau, 25. 3uli. (DRV. Funkspruch.) Wie die halbamtliche3fkra'-Agentur aus Reval mel­det, haben die bisherigen Verhandlungen des pol­nischen Außenministers Beck mit den Staatsmän­nern Estlands eine völlige Ueberein- siimmung der politischen Ziele ergeben. Sie bestätigen erneut den willen zur engsten Zusammenarbeit der beiden Regierungen.

Berlin, 24. Juli. (DRB.) Reichskanzler Adolf Hiller hat an die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei folgenden Aufruf gerichtet:

3n hingebungsvoller Arbeit hat eine große Zahl von Mitgliedern der Partei, der SA., der SS.» der NS.-Frauenschaft, der H3. in den letzten Monaten sich dem Einsammeln von Spenden ge­widmet, um Not zu lindern oder sonst zur Erfül­lung wichtiger Aufgaben der deutschen Volksgemein­schaft beizutragen. 3hnen allen danke ich ebenso wie den Volksgenossen in- und auherhalb der Par­tei, die Spenden gegeben haben.

Nunmehr hat die R e i ch s r e g i e r u n g ein Gesetz erlassen, durch das alle Sammlun­gen von Geld- oder Sachspenden auf Straßen und Plätzen, von Haus zu Haus, in Gast­oder Vergnügungsstätten oder in anderen öffent­lichen Orten bis zum 31. Oktober 1934 verboten werden. Bis zu diesem Tage sollen gleichsam Sammelferien sein. Sie sollen den

stimmung der Ostpark überhaupt keinen Wert haben könne. In ähnlicher Weise, wenn auch etwas zu­rückhaltender, hat man in Riga seinen Willen kundgetan, sich der polnischen Antwort auf das in London ausgeheckte Paktprojekt auszuschließen. Es wird dem Obersten Beck nicht schwer fallen, in der lettländischen Hauptstadt dieselbe Uebereinstimmung der Ansichten herbeizuführen, wie in Reval. Rur Litauen hat es bisher vermieden, sich in der! einen oder anderen Richtung festzulegen. Es ver-! sucht, die werbenden Großmächte und ihre Wünsche gegeneinander auszuspielen, aber leicht könnte es dabei geschehen, daß sich die Regierung in Kowno zwischen sämtliche Stühle setzt.

Deutschland, das an irgendeiner Einfluß­nahme auf die Politik der baltischen Staaten kein Interesse hat, kann nur wünschen, daß die aus­gezeichneten Beziehungen zu Lettland und Estland

Sammlern selbst und allen Volksgenossen zugute kommen, die in der letzten Zeit oft über ihre Kräfte hinaus Opfer gebracht haben. Rur in ganz beson­deren Ausnahmefällen, die lediglich der Stellver­treter des Führers im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen bestimmen kann, wer­den in der Zeit bis zum 31. Oktober Sammlungen genehmigt werden. 3n Aussicht genommen sind solche Ausnahmen durch Gestattung eines Sam­meltages für das HilfswerkMutter und Kind- sowie für einige Haussammlungen karitativen Cha­rakters. Am 1. Rovember soll es dann mit frischen Kräften an das Hilfs werk für den Winter 1 9 3 4/35 gehen.

Ich empfehle der Partei und allen ihren Glie­derungen die st r e n g e Durchführung des er­lassenen Gesetzes und verbiete jeden Ver­such, seine Bestimmungen auf irgendeinem Wege

die heute in den Mittagsstunden im Gebäude d e rD e u t s ch e n Front" vorgenommen wurde. Ein starkes Polizeiaufgebot, darunter etwa 20 berittene Landjäger, riegelte diesmal die Waterloostraße ab und besetzte sogar die Vorgarten der Häuser. Die mit der Aktion betrauten Beamten gaben als ihren Auftrag an, sie hätten die Raume zu prüfen und zu versiegeln.

Auch auf der Redaktion und in der Wohnung des Chefredakteurs desSaarbrücker Abend­blattes" wurde eine Haussuchung vorge­nommen, hier wegenintellektueller Urheberschaft oder Mittäterschaft". Wie groß die Nervosität und Ratlosigkeit der Regierungsstellen ist, geht aber auch daraus hervor, daß die Kriminalpolizei sich nicht gescheut hat, eine Haussuchung sogar in den Räumen der Saarbrücker Zweigstelle des Deut­schen Nachrichtenbüros vorzunehmen, eines Büros, das gar keine andere Tätigkeit ausübt, als die Versorgung der Presse mit Nachrichten aus dem In- und Auslande. Während der Aktion wur­den die Zugangsstraßen und die Straße selbst durch ein starkes Polizei- und Landjägeraufgebot abge­sperrt. Nicht weniger als vier Kriminalbeamte hatte man benötigt.

| Dieses ungeheuerliche Vorgehen kennzeichnet wohl

den, weil Baumgärtner als politisch unzu­verlässig galt. Der Landesleitung der Deut­schen Front hat er am Montag einen Ein­schreibebrief geschickt, der schon seiner ganzen Form nach auf den verworrenen Geisteszu- stand des Verfassers deutliche Rückschlüsse ziehen läßt. Der Brief hat folgenden Wortlaut:

Ich melde mich hiermit von derDeutschen Front" ab. Gründe: Durch ihre allzugroße Nach­sicht gegenüber den Vaterlandsoerrätern und Emigranten und durch das dauernde Predigen von Disziplin, das als Mitglied derDeutschen Front" eine erste Stelle einnimmt.

hochachtungsvoll! Hans Baumgärtner!"

Die Landesleitung derDeutschen Front" hat dieses Schreiben sofort der Staatsanwaltschaft über­geben, um auch ihrerseits alles in ihren Kräften Stehende zur Aufklärung der Beweggründe der Tat zu tun.

DieDeutsche Front" lehnt es selbstverständlich ab, sich diese Gewalttat eines geistig verwirrten Menschen an die Rockschöhe hängen zu lassen.

Die Landesleitung wird, wie wir hören, in einer offiziellen Erklärung in schärfster Form gegen der- ^Daß ^an ^trotzde^ bh> Deutsche Front" in Zu-1 am besten die Wahl- und Ziellosigkeit der Polizei- sammenhang mit diesem Vorfall zu bringen sucht, liehen Maßnahmen.

scheint aus einer Haussuchung hervorzugehen,'

führen sollen. Eile scheint nicht geboten, und die leichtfertige Unterzeichnung der Pakte erachtet man als unzulässig; des­halb nimmt Estland zusammen mit Polen zu den neuen paklvorschlägen eine abwartende Haltung ein.

Der regierungsfreundlichekurzer p o r a n y" veröffentlicht in diesem Zusammenhang bemerkens­werte Unterredungen seines nach Reval ent­sandten Sonderberichterstatters mit dem estländi- schen Außenminister S e l j a m a a und dem General L a i d o n e r. Außenminister S e l j a m a a erklärte, Estland wolle und werde mit Polen zusammen vorgehen. Eine Annäherung der baltischen Staaten an Polen erachte er als drin­gende Rotwendigkeit. General L a i d o n e r er­klärte: Polen und Estland müssen auf allen Ge­bieten aufs eng sie Zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit ist notwendig, weil unsere geopolitische Lage übereinstimmt. Uns trennen nicht die geringsten Streitfragen, die die Zusammenarbeit trüben könnten. Zum O st p a k t gab der General folgende Versicherung ab: 3ch zweifle an der Möglichkeit und Durchführbarkeit der Pakte.

Zür zweiseitige Regelung der zwischenstaatlichen Beziehungen. - Abwartende Haltung gegenüber den Ostpaktplänen.

h a w a i i n s e l in Honolulu ein. Dem Besuch des Präsidenten auf diesem Außenposten des amerika­nischen Machtbereichs wird angesichts der Lage im Fernen Osten besondere Bedeutung beigelegt.

Mehr Klugzeuge zum Schutze des Panamakanals.

Panama, 25. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der amerikanische Kriegsminister George D e r n , der soeben eine Inspektionsreise im Gebiete des Pa­namakanals beendet hat, erklärte, daß für eine angemessene Verteidigung des Knals mehr Flug­zeuge und mehr Flugzeugabwehrge­schütze notwendig seien.

Der Führer beglückwünscht Dorpmüller

Berlin 24. Juli. (DNB.) Reichskanzler Adolf Hitler sprach dem Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellfchaft Dr. h. c. Dorpm-üller anläßlich seines Geburtstages mit Hinweis auf fein von restlosem und verdienstvollem Schaffen für das deutsche Vaterland erfülltes Leben seine Glückwünsche aus.

Roosevelt auf Hawaii.

DNB. h o n o l u l u, 24. Juli. Präsident Roose­velt traf am Dienstag an Bord des Kreuzers Houston" als erster Präsident d e r V er - einigten Staaten zu einem Besuch der

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

schon jetzt, daß

Baumgärtner im Zeitpunkt der Begehung der Tat keinerlei Beziehungen mehr zur Deutschen Front hatte. Er ha» auch nicht der früheren RSDAP. oder gar der früheren SS. angehört. Sein Aufnahmegesuch in diese Organisation war vielmehr bereits im April v. I. abgelehnt wor-

Aufruf des Führers an die Partei

Die Sammelferien bis zum 31. Oktober streng einhalten

polnischen Außenpolitik hat offenbar im baltischen

Raum schon Früchte getragen, denn neben der all- Der Engländer Arthur hemsley, Inspekteur mählichen Gewinnung der litauischen Öffentlichkeit der Saarpolizei. i

machte auch die Ausgestaltung der freundschaftlichen 1;

Beziehungen zu den beiden anderen Randstaaten wenigstens den Einmarsch fremder Lettland und Estland gute Fortschritte. Die von ei zu rechtfertigen, um auf diesem Umwege

Litauen mit dem Zwecke der Proklamierung Einfluß auf den Ausgang der Wahlen zu bekom- , eines französischorientierten Balten - wen. Aber selbst die aufreizenden Haussuchungen blocks einberufene Konferenz in Kowno hat diese hnrch den kriminellen Spitzel und Emigranten, den Entwicklung nicht verhindern können. Der starke deutschen Fahnenflüchtigen und Schlappmacher des polnische Einfluß an der Ostseeküste bekommt aber Weltkrieges, Machts^ hat zu nichts geführt; es seine besondere aktuelle und allgemein-europäische ^i denn, daß das daraufhin erfolgte Verbot der Bedeutung erst durch das Projekt des Nordost- deutschen Zeitungen als einErfolg" der Emigran- paktes, der nach dem Willen seiner russischen tenpartei gewertet werde, obgleich stimmungsmäßig und französischen Urheber außer Deutschland, der das Gegenteil der Fall ist. Dienstag früh nun ist Tschechoslowakei, Polen und Rußland auch sämt- ejnAttentat" auf Machts verübt worden, das liehe übrigen Länder des Ostseeraumes umfassen ,war für ihn zu keinerlei Folgen führte, das aber soll. So treibt die russisch-polnische Rivalität an wohl einige interessante Hinweise gestattet. Ent- der Ostsee einer notwendigen Entscheidung zu. weder gedenkt man nun mit fingierten Un- Der auch von Deutschland gegenüber dem r u h e n zu arbeiten, oder treiben wirklich einige Nordostpakt eingenommene Standpunkt, daß eine disziplinlosen Elemente mögen sie g e k auf t erneute Garantie des Friedens und der sein oder nicht die Dinge auf die Spitze! lieber Grenzen im Osten angesichts der bereits bestehen- die Einzelheiten des Zwischenfalles war noch nichts den zweiseitigen Nichtangriffsverträge nicht nur zu erfahren. Jedenfalls war der Marktplatz m völlig überflüssig, sondern sogar s ch ä d - Saarbrücken, wo die Schüsse auf Machts fielen, m l i ch und f r i e d e n s g e f ä h r d e n d'sei, ist auch auffälliger Eile mit Emigranten und K o m- von Finnland und Schweden schon zum Ausdruck m uni st en besetzt, gerade als ob diese daraus gebracht worden. Der schwedische Außenminister gewartet hätten. Ob man nun einen Grund ge- Sandler erklärte in einer Rede:Für S ch w e - fanden haben sollte? Man darf gespannt daraus den besteht kein Grund, am Ost Pakt jein, welche Hintergründe dieser Zwischenfall ge- teilzunehmen." Aehnlich äußerte sich die habt hat. große nationale Presse Finnlands. Die Widerstands- front gegen das französische Knebelungs- ZwIstyeNsUN.

system der 3 e g e n s e i t i g e n K r i e g s v e r - ^l'0Nt hat damit nichts zutun.

pflichtungen ist im Wachsen begriffen. Ob \\e\^ >

sich von dem äußeren Ring der Ostfeeländer auch Saarbrücken, 24. Juli (DNB.) heute morgen auf das Zentrum des geplanten Systems mit der- hat ein gewisser Johann Baumgärtner aus selben Entschiedenheit ausdehnen wird, das hängt Saarbrücken auf den Polizeikommissar Machts , - tsuütnh* mif

zum großen Teil von den Besprechungen ab, die einige Schüsse abgegeben, die f e h l g i n g e n. Das Zusammengehen Polens und Estlands aus

Oberst Beck gegenwärtig in Reval mit dem est- Machts machte seinerseits kehrt- und gab mehrere internationalem Boden wird fortgesetzt, zu­ländischen Außenminister S e l j a n a führt. Die S ch ü s s e auf Baumgärtner ab. Dieser brach ma( sich beide Regierungen dahin einigten, daß

estländische Regierungspresse hat es bereits offen zusammen und mußte ins Krankenhaus eingeliefert &-cfe Methode den 3ntereffen der beiden Völker

ausgesprochen, daß die Regierung in der Frage werden. ....... Ä £"

des O st pattes genau dieselbe Entscheidung fällen Baumgärtner ist bisher noch nicht verneh- werde wie Polen. Will man aber den bisherigen mungsfähig, so daß man über die Gründe, die ihn Auslassungen der halbamtlichen Warschauer Zei-' ~ ' ' ' '

tungen Glauben schenken, dann wird diese Entschei­dung negativ ausfallen. Noch zuletzt führte der regierungsfreundlicheExpreß Poranny" aus, daß Polen zu dem Ziele des Friedens und der Sicher­heit durch unmittelbare zweiseitige Ab­kommen strebe und daß die Erreichung dieses Zieles auf dem Wege der Paktomanie in Warschau unmöglich erfcheine. S e l j a n a wiederum machte darauf aufmerksam, daß ohne Deutschlands Zu-

,©ieEmigrantenhche gegen das deutsche Saarvolk.

umworben worden wie in diesen Tagen der^ E)ie Tat eines verworrenen Menschen wird zu neuen Gewaltakten der Emigranten gegen mEen^sich dm^hre"Gunst^wöbe^Po°?n auf die Deutsche Front benutzt. Reue Störungen des Hausfriedens.

der einen Seite steht, während Rußland und O 1

Frankreich am gleichen Strange ziehen. Wer von ihnen wird diesen Wettbewerb gewinnen? Eines der hervorstechendsten Merkmale der deut- Frankreich begann die diplomatische Offensive scheu Politik im Saargebiet ist die Unmensch- mit der Entsendung des bekannten radikalsozialisti- (i ch e Geduld und Selbstbeherrschung, schen Journalisten Pfeiffer, der die propa- die die Deutsche Front trotz aller Drangsale gandistische Vorbereitung des Ostpaktes übernehmen und' Schikanen an den Tag legt. Nur so war es und zugleich durch die Unterstützung der litauischen möglich, daß der Völkerbund zu einer frühzeitigen Ansprüche auf das LVilnagebiet die polnische Regie- Festsetzung des Abstimmungstermins gezwungen rung unter Druck fetzen sollte. Wenn die Entwick- war, obgleich die Mehrheit seiner Mitglieder die lung nicht völlig in ihr Gegenteil umschlägt, wird Entscheidung am liebsten verschoben haben würde. Herriot in seiner amtlichen Eigenschaft als Nun verjucht man, mit Provokationen aller Staatsminister die Mifsion Pfeiffers vollenden. Die Sowjetregierung sandte mit denselben Zielen einen ihrer geschicktesten Unterhändler, den vor dem Kriege wegen Unterschlagung aus der polnischen Sozialdemokratie ausgeschlossenen Ra- Lek (S o b e l s o h n), auf die baltische Besuchstour und übermittelte außerdem dem litauischen und estländischen Außenminister die Einladung Lit­winows zu einer für den 1. August bzw. 28. Juli | eingesetzten Reise nach Moskau. Die W a r s ch a u e r Regierung, aus naheliegenden Gründen von jeher an der engen Anlehnung eines baltischen Blocks an die polnische Politik aufs stärkste Interessiert, ist ebenfalls nicht müßig geblieben. Schon seit Mona­ten haben die polnischen Versuche in verstärktem Maße eingesetzt, durch wiederholte Reisen hervor­ragender Staatsmänner nach Kowno und durch entsprechend freundliche Presseäußerungen die Li­tauer für eine Annäherung zu gewinnen. Dabei spielte der von Warschau lancierte Plan einer engeren staatsrechtlichen Verbindung der beiden Länder nach der FormelMehr als ein Bündnis, weniger als eine Union" und der Vorschlag einer Neutralisierung des umstrittenen W i l na­ge b i e t e s eine große Rolle, und es war erstaun­lich zu sehen, daß der bei früheren ähnlichen Gelegen­heiten in der litauischen Presse einsetzende Protest­sturm gegen solche Zumutungen diesmal ganz aus­blieb. Die Aktivität der von Oberst Beck geleiteten

Nr. 171 Erstes Blatt 184. Zahrgang Mttwoch, 25.Zuli 1934

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ML General-Anzeiger für Oberhessen MM

richten: Anzeiger Gießen v w behördliche Anzeigen 6Rpf.

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nicht durch ein Pakt,gstem belastet wer­den, das seiner Natur nach Mißtrauen zwi­schen seinen Teilnehmern säen muß und das außer­dem dem Imperialismus gewisser Ru- stungsstaaten Vorschub leisten wurde. Die Terrorherrschast der Litauer, d,e ,m M-m- - aebiet eine Art permanenten Kriegszustand geschaf­fen haben, ist für uns ein warnendes Beispiel, denn sie war nur möglich, weil man in Kowno den star­ken Rückhalt anderer Machte suhlte. Wenn aber schon die Unterzeichnung des feierlich beschworenen Memelstatuts bei einer so offenkundigen Ver­letzung des Rechtes versagen, was soll man dann von einem Paktsystem erwarten, das das Unrecht legalisiert?