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1769: der Dichter Ernst Moritz Arndt in Schoritz auf Rügen geboren (gestorben 1860); — 1923: Diet-
vor der Verleihung der Ehrenkreuze noch einige
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liche Gliederungen der Bewegung teil.
NS-Hago-Kandgebung.
Die NS.-Hago, Kreisbetriebsgemeinschaft
Zerleihung der Ehrenkreu^e i die Frontkämpfer. Er führte u.'a. etwa folgendes aus: „Soldaten! Diese Anrede mag wohl bei den Veranstaltungen der Alma mater ungewöhnlich sein. Aber diese Anrede ziemt sich allein zu dieser Stunde. Ich empfinde es als besondere
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Winterhärte Tiere.
Der Winterfrost macht manchem Tierleben ein Ende. Aber es sind dann entweder die vielzuvielen Lebewesen einer Art, deren ungeheure Vermehrung durch eine ebenso gewaltige Vernichtung wieder wettgemacht werden muß, oder es sind kranke und schwächliche Exemplare, die, um die Art nicht zu verschlechtern, besser eingehen als weiterleben.
Für die Tiere aber, die dem Winter trotzen, die nicht wie die Zugvögel nach dem Süden fliegen, ist der Winter nicht so schlimm, wie man es sich meistens vorstellt. Eine ganze Reihe unserer einheimischen Tiere verbringt den Winter schlafend. Kröten, Eidechsen und Schlangen verstecken sich ins Moos, in Felsritzen, in Mauselöcher; als Eier, Larven oder Puppen überwintern die Insekten in Baumrinden und unter dem gefallenen Laub. Igel, Maulwurf und Eichhörnchen haben im Herbst genügend Futtervorräte in ihren Bau getragen, denn wenn sie sich auch die größte Zeit über ruhig verhalten, schlafen sie doch nicht die ganzen Monate hindurch.
Es gibt aber auch Tiere, denen der Winter nicht nur nichts anhaben kann, die sich sogar in der Kälte besonders wohlfühlen. Der Eisvogel macht an eisfreien Stellen des Baches Jagd auf Fische, Enten suchen mit Vorliebe auch im Winter offene Wasserplätze auf, und die Wasser-Amsel sucht auf dem Grunde des Baches nach Gewürm.
Ehrung der Frontsoldaten.
Feierliche Lleberreichung der Ehrenkreuze an die Frontsoldaten der Landesuniversität Gießen.
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bereit; wir — sind gestorben für Deutschland.
Das Wissen um diesen entscheidenden Unterschied zwischen uns lebenden Frontsoldaten und unseren toten Kameraden tut uns die Haltung kund, in der wir allein das Kreuz empfangen und tragen dürfen. Wir tragen es für uns, um uns von ihm mahnen zu lassen: Vergiß nie, daß du in dem Augenblick aufhörst unter die Frontsoldaten zu gehören, in dem du für dein Volk nicht mehr genau so geradestehst wie damals.
Frontsoldat sein ist kein ein für allemal erworbener Ehrentitel; Frontsoldat heißen, ist eine Ehre, um die du bis zum letzten Atemzug kämpfen mußt.
Wir tragen es für die Jungen in unserem Volk, damit es sie mahne: Seid bescheiden; all eure Bereitschaft ist erst Vorübung der einzigen letzten Bereitschaft.
Und mir tragen das Kreuz für unsere toten Kameraden. Wer von uns hat nicht die Jahre erlebt, in denen er sein Eisernes Kreuz tief vergraben hatte, weil 'er sich geschämt hätte, es zu tragen vor einem Volk, das feine — unsere Toten vergaß. Geschämt vor diesen Toten. Wir tragen es für sie, damit es von ihnen, den Treusten, Kunde gebe: Wir und die Jungen, wir alle sind nichts vor euch, ihr toten Frontkämpfer.
Kameraden! Ist es nicht das Größte, das uns der Krieg schenkte, daß wir so wie niemand im deutschen Volk wissen, was das ist: Kameradschaft über den Tod hinaus. Daß wir nie an die Toten des Weltkrieges und unsere Verpflichtung gegen sie denken müssen, ohne eines oder viele liebste Gesichter vor uns zu sehen.
Denn wir die kreuze empfangen, geloben wir Mann für Mann, jeder fein kreuz für die toten Kameraden seiner Kompanie zu tragen; in ganzem Einsatz weiter zu bauen daran, daß der Sinn ihres Opfers sich immer tiefer erfüllt an unserem Volk. Dann tragen wir es so, wie sie es verdient hätten, dann tragen wir es in Wahrheit als Ehrenkreuz.
Wir geben ihnen dieses Gelöbnis mit dem alten Soldatenlied, mit dem — seit es das Lied gibt — lebende Soldaten immer den toten Kameraden ihr Bestes gelobten."
Alle Versammelten fangen darauf unter der Begleitung der Musikkapelle das Lied vom guten Kameraden.
Nachdem die Musikkapelle die Ouvertüre „Dem deutschen Volk" gespielt hatte, richtete
der Vertreter der Wehrmacht
werk und Handel in der DAF. veranstaltet am kommenden Freitag, 28. Dezember, 20.30 Uhr, im Saale des Caf6 Leib eine öffentliche Versammlung mit dem Thema „Die Arbeitsschlacht im Winter 1934/35". Zu der Versammlung sind sämtliche Mitglieder des Hausbesitzervereins, des Hausfrauenvereins und alle Interessenten für den Eigenheimbau eingeladen. Für die Ortsgruppen der NS.- Hago und der Reichsbetriebsgemeinschaften Handel 17 und Handwerk 18 ist der Besuch der Ver- fammlung zur Pflicht gemacht.
Die grauen Glücksmänner kommen wieder.
Loosverkauf auf der Straße zugunsten der Winterhilfe. — Losbrief 50 Pf. — Sofortige Gewinnauszahlung. — 1000-Mark- und 5000-Mark-Ge- roinne sind im vorigen Jahr in Gießen gezogen worden. — In jedem Losbrief Postkarten, teilweise frankiert, mit Abstempelung. — Sammelwert. — Außerdem in jedem Losbrief Prämienschein, der an einer Ziehung teilnimmt.
Glänzendes Ergebnis der Winterhilfesammlung unserer Polizei.
Das Sammelwerk unserer Gießener Polizeibeamten am „Tag her deutschen Polizei" zum Besten der hilfsbedürftigen Volksgenossen hat ein außerordentlich erfreuliches Ergebnis gebracht. Es wurden von den Polizeibeamten rund 2500 Mark Bargeld und 9 Zentner Lebensmittelpa k s t e an den beiden Sammeltagen für das Winterhilfswerk zusammengebracht. Dieses überaus erfreuliche Resultat darf wohl als ein Beweis dafür angesprochen werden, daß das Band der Gemeinschaft zwischen unserer Gießener Polizei und der Bevölkerung sehr innig ist. Die Polizeibeamten haben diese große Gebefreudigkeit unserer Bevölkerung mit lebhafter Freude empfunden. Der Leiter der Polizeidirektion Gießen, Polizeidirektor Heine, spricht im Hinblick auf dieses schöne Sammelergebns allen Volksgenossen, die zu der Sammlung bei- steuerten, seinen und der Polizeibeamten herzlichsten Dank aus.
Jahresende sein flügelloses Weibchen auf, und der Kreuzschnabel, der sich von den Samen der Nadelbäume nährt, zieht mitten in Frost und Schnee seine Brut auf.
Darum sollte man nicht gar zu weich werden, wenn man sich die Tiere im verschneiten Walde vorstellt. Das Reh findet junge Knospen, der Hase läßt sich in seiner Höhle einschneien, und die Singvögel suchen die Baumrinden nach Kerbtier-Eiern und nach Puppen ab. Nur wenn die Kälte außergewöhnlich scharf wird und der Schnee besonders hoch liegt, wird es böse mit unserer Tierwelt. Dann darf der Mensch helfend eingreifen und an den Futterplätzen für die Vögel und das Wild sorgen.
Taten für Montag, 24. Dezember.
1524: der portugiesische Seefahrer Vasco da Garna auf der Fahrt nach Kotschin gestorben (geboren um 1469); — 1824: der Komponist und Dichter Peter Cornelius in Mainz geboren (gestorben 1874); — 1837: Kaiserin Elisabeth von Oesterreich in München geboren (ermordet 1898).
Daten für Dienstag, 25. Dezember.
1742: Charlotte von Stein, die Vertraute Goethes, in Weimar geboren (gestorben 1827); — 1837: 1930)ia ^a9ner be’ Biagio geboren (gestorben
Daten für Mittwoch, 26. Dezember.
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Achtung!
Saar-Abstimmungsberechtigte!
Es ist immer noch eine große Zahl- von Abstirn- mungsberechtigten nicht im Besitz des vorgeschriebenen Reisepasses. Die Abstimmungsberechtigten werden nochmals dringend gebeten, sich möglichst bald den Reisepaß ausstellen zu lassen. Es ist'dazu nötig ein Paßbild, nicht mehr zwei wie bisher. Die Anmeldung zur Ausstellung des Passes hat bei dem betreffenden Polizeirevier zu geschehen, wo der Ab- stimmungsberechtigte wohnt, und der Paß selbst ist vier bis fünf Tage später bei den Paßbüros der Polizeibehörden abzuholen. In allen Zweifelsfällen wenden sich die Abstimmungsberechtigten an die Saar-Obleute, oder an die Polizeibehörden, wo sie gerne Auskunft bekommen.
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Gießener Dochenmarktpreise.
* ® t e B e n, 24. Dez. Auf dem heuligm ®*' markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund l^ , - 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 25 Pf, f Q das Stück 4 bis 10, Eier (frische) 13 bis H < 5. ländische) 10 bis 13, (inländische Kühlhaus^) r bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 1 *" Weißkraut 6 bis' 8, Rotkraut 9 bis 12, Oelbe , 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, unu kohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 25, Rosenkohl 30, Feldsalat 70, Zwiebeln 10 bis 12, Men u- 25 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 u ; Aepfel, das Pfund 10 bis 15 Pf., Birnen 8 vis Nüsse 40 bis 50, Honig 45 bis 50, junge .W bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Gänse 80 o Enten 80 bis 90, Tauben, das Stück 50 o • Blumenkohl 20 bis 60, Endivien 10 bis 15, 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30 P'-
Vornotizen. (i
— Tageskalender für Montag 1 fpielhaus, Bahnhofstraße: „Ich kenn Dicy liebe Dich..." ., „ah*
— Tageskalender für 1. W e ihn f e i e r t a g : Stadttheater, 19 bis 22 W, Freischütz". — Lichtspielhaus, Bahnhofsirage., , kenn' Dich nicht und liebe Dich - - - --
Lichtspiele, Seltersweg: „Der Herr der -w •. Turnverein von 1846, 20 Uhr, Turnhalle, sttaße, Familienfeier. m
— Tageskalender für 2. Weih °^fl5 feiertag: Stadttheater, 15 bis 17£5 uj' " er, Land des Lächelns"; 19 bis 22 Uhr "®cr-$ $ tfjjni» baron". — Lichtspielhaus, Bahnhofstratze- gin Christine". — Astoria-Lichtspiele, Se . „Der Herr der Welt". - Liederkranz-H^ 20 Uhr, Hotel Hindenburg, Familienzus
die Frank von einst und deutscher Wehrwille von heute nicht mehr getrennt sind durch eine
Zeit der Ehrlosigkeit.
daß einst und jetzt wieder Marksteine sind in der großen Linie deutscher soldatischer lleberlieferung.
Kameraden! Wir haben uns zu diesem Appell bewußt ohne Gäste und ohne Zuschauer zusammen- gesunden; eine Kompanie Soldaten, die etwas in ihrem Leben besitzt, in dem uns keiner verstehen kann, der es nicht selbst erfuhr. Wir haben alle irgendwo in der Welt den Ort erlebt, an dem zwischen uns und dem Feind kein lebendiges Wesen mehr war. Wir und der Feind. Sonst nichts. Und wir sind unter uns ehrlich genug zu wissen, daß bei keinem von uns in diesem Erleben die Stunde ehlte, in der er über die Angst der Kreatur und damit über sich felbft Hinwegspringen mußte. Wir haben uns nie Helden genannt, haben selten einmal gehaßt. Wir haben nur unsere Pflicht getan und leidenschaftlich gekämpft, wo wir den Feind zu fassen bekamen.
Weil wir hier unter uns sind, ist jedes Wort über die Front überflüssig. Und es ziemt sich darum für diese Stunde allein, zu fragen, was das heißt, daß jeder von uns 16 Jahre nach Kriegsende ein Ehrenkreu^ empfangen und tragen soll. Nirgends hat man so kräftige und unzweideutige Worte gefunden für Ordensjäger irgendwelcher Art, als vorne in der äußersten Sappe am Feind. Auch ind wir uns darüber einig, daß niemand so zu Ehren das Eiserne Kreuz trägt, wie der Infanterist in vorderster Linie, der hundertmal sein Leben drangab, ehe er es bekam.
Und wir wissen, daß keiner von uns sein kreuz fragt für mehr, als daß er seine Pflicht kak. Deshalb fragen wir unsere Orden und Ehrenzeichen nie für uns, nie als eine Glorie um unsere Person.
Aber wir tragen sie stolz für die andern, für die jungen Geschlechter. Wir tragen sie, um die Jungen daran zu gemahnen, daß immer wieder im Leben unseres Volkes Zeiten kommen, in denen die Vaterlandsliebe und die Einsatzbereitschaft des Mannes von allen großen Worten weg zur letzten, härtesten Prüfung gefordert wird; vor den Prüfer Tod. Wir allein wissen, was es heißt, diese Prüfung mit Ehren zu bestehen.
Indem wir so die Jugend unseres Volkes, an ihrer Spitze all die prächtigen Kameraden, die jetzt wieder das Handwerk lernen, das man in jener Prüfung beherrschen muß, mahnen, trogen wir unfere Ehrenzeichen nicht nur für sie, sondern vor ihnen als nie endende Erinnerung an die, die mehr gaben als wir alle: ihr Leben.
Was sollten wir heute mit dem Frontkämpferehrenkreuz, trügen wir es nicht zuallererst für unsere toten Kameraden. So wollte es der tote Feldmarschall; so will es der Führer:
In Deutschland soll wieder unantastbar feff- stehen, daß keiner mehr Ehre hat als der, der für Deutschland starb, daß niemand größere Liebe hat als der, der sein Leben ließ für die
Brüder.
Wir haben unser Leben nicht gelassen, wir waren nur bereit dazu, es herzugeben.
Und wenn je eine Sekunde die Versuchung über uns käme, nun „geehrt" auf dem Lorbeer jener Bereitschaft auszuruhen, zu vergessen, daß jedes Ehrenkreuz, solange einer lebt, immer neu verdient ein will — dann würde das Heer der Toten uns hart in unsere Grenzen zurückrufen: Ihr — wäret
Ehre, wenn der Herr Rektor mich als örtlichen Vertreter der Wehrmacht gebeten hat, die Ehrenkreuze zu verleihen. Ich tue es gerne als ältester Soldat der Garnison Gießen und in dem Gefühl der inneren Verbundenheit mit den gefallenen Toten.
Der Soldat ist nicht Freund vieler Worte, und wir machen auch nicht viel Aufhebens über eine Sache, die für uns eine Selbstverständlichkeit bedeutet, nämlich unserer Heimat und unserem Vaterlande in stiller pflicht zu dienen.
Sie haben das Wappenschild der Universität blank und die Soldatenehre rein gehalten. Heute im nationalsozialistischen Staate ist es wieder Pflicht, die Männer zu ehren, die ja alles Hingaben für ihr Vaterland und die Farben Schwarzweißrot. Wir gedenken auch des verewigten Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hindenburg, und unsres Reichskanzlers und Führers der Nation, die zur Erinnerung an die unvergeßlichen Leistungen des deutschen Volkes im Weltkrieg dieses Ehrenkreuz gestiftet haben, das zu tragen ist am schwarzweißroten Band.
2Högen alle diejenigen, die dieses kreuz tragen, wieder verpflichtet sein, der deutschen Jugend Sinn und Ziel zu geben, mit dem Leitsatz:
Dienen in pflicht und in Schweigen."
Jrn Namen des Führers übergab dann der Standortältefte die Ehrenkreuze an die einzelnen Frontkämpfer. (Leider konnten nicht alle Frontsoldaten der Universität in dieser Feierstunde das Ehrenkreuz verliehen bekommen, weil die Papiere zur Verleihung noch nicht alle restlos in Ordnung waren.) Der Standortälteste schloß diesen Appell, indem er ein dreifaches Hurra auf den Führer und das Vorbild der Soldaten ausbrachte, in das alle Versammelten begeistert einstimmten.
Nach dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel- Lied spielte zum Schluß die Kapelle den Badenweiler Marsch.
ganzen Gehalt des Christenglaubens in klassische Form geprägt sah: „Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben". (Joh. 3, 16.) Also ist die in Christus menschgewordene Vaterliebe Gottes der Inhalt der Weihnachtsbotsckaft. Damit ist die Erlösung der Menschen gegründet auf die stärkste Großmacht, die es nach Paulus gibt, die heilige Macht der Liebe. Dabei ist den Christen eines ganz klar: Wer die rettende Liebe des Vaters erlebt hat, der kann nicht anders, als diese Flut der Liebe überströmen lassen auf feine Brüder. Christus prägt diesen weihnachtlichen Glaubensvorgang in die Worte: „Wer an mich glaubt, von dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen". Darin ist es tief innerlich begründet, daß Weihnachten das Fest der schenkenden Liebe ist. Damit haben wir die glaubensmäßigen Wurzeln des großen Werkes bloßgelegt, unter dessen Zeichen unsere deutschen Wiehnachten jetzt schon zum zweitenmal stehen: bas Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Kein Volk der Welt hat bis jetzt etwas Derartiges zustande gebracht. Es wäre auch in einem unchristlichen oder entchristlichten Volke unausdenkbar. Deutsche Kraft und Schicksalsverbundenheit haben sich hier mit christlichem Liebes- und Rettersinn zu einer schlechthin bewundernswerten Tat verbunden. Die 1200jährige Harmonie zwischen Evangelium und Deutschtum ist hier um kraftvolle, beglückende Akkorde bereichert worden.
Und die Engel Gottes haben ihre Freude daran! Hn.
Gemeinschastsempfang einer Saar- kundgebnng.
Wie der Kreispropagandaleiter der Kreisleitung Gießen bekannt gibt, werden am 6. Januar Veranstaltungen jeder Art ausfallen, da für diesen Tag in jedem Orte des Kreises ein Gemeinschaftsempfang der großen Saarkundgebung in Berlin stattfinden wird. An diesem Empfang nehmen sämt-
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Am Samstagvormittag fand in der Neuen Aula die feierliche lleberreichung derEhren- kreuze an die Frontsoldaten, die jetzt zur Universität Gießen gehören, statt, lieber hundert ehemalige Frontsoldaten hatten sich in der festlich geschmückten Aula eingefunden, um die Verleihung dieses Ehrenzeichens in einer würdigen, ernsten und soldatischen Art zu feierm
Die Militärkapelle unter Leitung von Obermusikmeister K r a u ß e eröffnete die Feier mit dem Ko- burger Marsch. Dann nahm der Rektor der Landesuniversität, e
Se. Magnifizenz Professor Or. Pfähler das Wort und führte ungefähr folgendes aus: „Kameraden! Frontsoldaten! Ich begrüße Sie zum Appell der Frontkämpfer unserer Universität und begrüße ganz besonders in unserer Mitte den Standortältesten unserer Garnison. Ich danke Ihnen, daß Sie uns die Ehre gaben und den Dienst tun, aus Ihrer Hand das Kreuz empfangen zu dürfen, das uns unser toter Feldmarschall gestiftet Hot und unser Führer uns verlieh. So wie jene beiden großen Gestalten unserer Geschichte für uns die Vergangenheit des großen Kriegs und die Gegenwart, an der jeder von uns mifgeftalten darf, verbinden, fo ist uns ihr Hiersein in dieser Stunde sichtbarer Ausdruck dafür, daß
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Bleib deiner Haamet treu!
Don Gg. Heß, Leihgestern.
Mei Balser, de Aelste, setzt haur ean de Stoad he eas näit domm, e eas Studienroat, e hat eam Kopp fchut immer woas breann fier Aecker se zackern — do harr he kaan Sean«
' e läiß m'r ko Rouh, e wollt aamoul fturriern * . „Gout", faar ich, „bei Brourer moaa han’n
Landwirtschaft
' gieh dou ean die Welt ean sich ibraufe bei vergeaß blus dei Haamet näit, denk oft jererf ' Sei fleißig ean ehrlich, treib kaan Betrug
. ean -braa m'r die Noaß näit goar ze huch, ’ denk o dei Herkunft, du stammst vom Land ' bu seist e Ke and aus em Bauernstanb, haal dei Verwandte allzeit en Ehr'n bann tannfte aach immer bei u's verkehr'n. Ean dreiste später ean Ehestanb ean, belehr' aach bei Fraa so, erzeck so bei Keann bann seifte allzeit bei u's willkomme;
Du waast joa — 's wird immer woas metgenom o Ai er ean Voller, bu kennst joa bei Moller — do wird e'rnoul e Paketche geschacht, ean hu m’r e Wutschie dutgedrucht — do gebi's woas ze schmelze, es gebt woas ge broure oan?er doas alles wird nur dann geroure, wann be — wäi sich doas baut gehihr'n, allzeit bei Haamet hälft hibsch ean Ehr'n!
Doas hun aich em met off be Weg gegeame un so horres gehaale ean fei’m Leawe. Kimmt mei Balser off’s Land e’naus — Feierboag eas eam ganze Haus. Horre aach en Schweaß om Backe, der helft met beim Koartoffelhacke.
Ean wäi bie Keann, —so eas sei Fraa — be Dpa ean die Omamma, be Pätter ean bie Tante ean allsamt bie Verwanbte, e Fraab, wu jeber Da al bro nimmt, wann ean u's Dorf mei Balser timmt
Der Hot sei Haamet noach näit oergeaffe, ja — wu m’r sei Jugenbzeit verleabt un innen, ßeannebaam gejeafit wu aan die Moller Hot os Herz gebracht, wu m’r ean Ellersch Goate Hot bie Rieserchen «.
b lucht — r doas eas der Dort, den m’r bie Haamet nennt un ich bebauern jeden, ber'sche naut mie kennt. Viellaicht aach naut mie kenne will, weil he vom Land etz ean bie Stoobt verzöge, weil he en Smoking brät, float einst fei’m Sauern!!! ean spuckt als Städter etz die grüße Boge, weil he verlägind Leut ean Land, sei Herkunft aus em Bauernstand!
Ich maas, goar mancher setzt haur ean be&Mty dem einst sei Wieg eam Bauernhaus geftonnt $4 ean haur — aich soage doas dene zou Sdpifr- haur schäume se sich Ihrer Verwandte.
Goatt lob! — ’s fei aach noach annern bo - däi komme gern zou u’s osf's Land e’naus un glecklich foi’n se sich eam Elternhaus. Näit nur om Dankfest goar zoum Queschekucht ich naa, naa, — däi hu ihr Herkunft näit vergeaße. Doas eas be gesonde Stamm vom Land, bäi oachte un ehr'n be Bauernstanb.
Ja, wann bie Stoadt den Noochschub näit häit, un nur bai Träger vo Smoking ean Kell bann wir'sch im bie Städte baal schläächt beM wer will doas beftreire? — Kaa Mensch off Welt! -
E jeder vo Euch der moag sich beseanne, he roirb’s schun ean fei’m Stammbaam scanne, deaß, — wann näit bie Großrnotter goar — be Urgroßvoatter vo u's aaner rooar. Un ftann ihr Wieg eam Bauernhaus, bann eas boas aach bei Ellernhaus.
Jeder laib sein Haarnetscholle, oab Städter, oab vorn Land, doach als deutsche Broirer immer: „Aanig Hand ean Hand!" Wann m'r so zesomme stieh, bann roirb’s us wirrer besser gieh.
Deutsches Volk, st eh Hand in Hand, dich eint ein deutsches Vaterland!
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Das vorstehende Gedicht, mit dem unser hciinn!' dichter Georg Heß seine feit Jahren geM,eie Volkstumsarbeit im Dienste der ZusammenfüfM von Stadt und Land in erfreulicher Weise forlM wurde von ihm am vorigen Freitag bei dem Mainischen Bauernthing in Richen (Odenwald) - über das wir am Samstag berichteten - m Gegenwart des Gauleiters und Reichsstatthaltus Sprenger zum Vortrag gebracht.
Kirchenkollekte für das WinterhilMrk
ELP. Auf Vorschlag der Deutschen Evangelisch^ Kirche wird am Neujahrstage 1935 im 6a^' Reichsgebiet in den Gottesdiensten eine KoUck „Gabe der Evangelischen Kirche an bas Wintechlll
Manchen Lebewesen wird der Winter zur hohen Zeit, wo sie sich paaren und auch Junge groß- siehen. Forelle und Saibling laichen im Wiater, uu, yxugen geuuren Der Frostspanner sucht in den Wochen gegen das rich Eckart gestorben.
Ms zur Stunde geblieben ist. Cs ist eine große, einheitliche Linie, ote von den Tagen des Heilands bis etwa zu den Bildern Ed. v. Gebhardts oder Rudolf Schäfers führt. Ob wir an das Wessobrunner Gebet denken, oder an die kirchenpolitischen Kampflieder Walthers von der Vogelweise, wo Heinrich Sense und Meister Eckhard, die deutschen Mystiker, an die hohe Frau von der Wartburg und von Marburg, von Luthers Bibelübersetzung ober Ulrich v. Huttens Helbenkampf, an die Blüte des evangelischen Liedes im 17. Jahrhundert, oder an die Verdeutschung der Psalmen im Gesangbuch der reformierten Kirche — es ist allezeit dieselbe Grund- haltuna: die deutsche Seele sucht man mit der Chri- ftusfeelc zu vermählen. Und daraus hat sich für das deutsche Leben eine für den einzelnen Beschauer geradezu unübersehbare, unfaßbare Fülle des Segens ergeben: „Von Seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade", wie es in der gehobenen Sprache des gedankenreichen Johannes heißt. Diesen Vorgang aus unserem Seelenleben ausbrechen wollen, hieße der deutschen Tiefe ohne Zweifel den Todesstoß versetzen.
Der ganze Reichtum an Gemütstiefe und seeli- chen Kräften, den die innige Vermählung »eutscher Tiefe und christlicher Glaubensstärke ent- chränkt hat, zeiat sich nirgends so deutlich wie am Weihnachtsfest. Unsere deutschen Weihnachten sind eine so eigenständige Schöpfung geworden, daß es auch für den Kenner schwer ist, zu entscheiden, welcke Bestandteile zur Bildung dieses so ganz deutschen Festes mehr beigetragen haben, das Evangelium ober bas Deutschtum.
Fragt man aber, welches, vom Evangelium aus gesehen, ber eigentliche Inhalt bes Weihnachtsfestes ift, so kann bie Antwort nur bestehen in bem wichtigsten Wort ber Bibel, in bem auch Luther den
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