1.300 Drittes Blatt
Montag, 24. Dezember 1934
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)
des
Hitler!
(gez.) Lutze.
fern Fest der Liebe, das das ganze deutsche unter dem Weihnachtsbaum im Glauben an
Volk eine
L'asZahr -es Aufbaus
ton Franz Sel-ie, Reichsarbeitsminister.
beispiellosen Disziplin der deutschen Bevölkerung trotz der Terrorakte der Emigranten und Separatisten solch weitgehende Schutzmaßnahmen für überflüssig hielt, hat der Bereitstellung der Truppen zugestimmt und damit ein großes Opfer gebracht zu einer friedlichen Regelung der Verhältnisse an der Saar. Ohne die deutsche Zustimmung wäre die Bereitstellung der Truppen ein Bruch der für das Saargebiet geltenden Rechtsordnung gewesen. Aus dieser Sachlage ergeben sich
lichtere Zukunft vereint, verbindet sich die ganze SA. Deutschlands als Garant einer lebendigen Volksgemeinschaft mit heißem Herzen zu dem stahlharten Wollen: Rimmer zu lasses von den männlichen Tugenden, die die SA. groß gemacht und Deutschland befreit haben, die die tragenden Pfeiler sind, auf denen der Bestand und die Zukunft des neuen Deutschland sicher und unverbrüchlich beruht. — Jetzt und für alle Zeit das Wohldes Ganzen höherzu st eilen als das eigene Ich, jedem Volksgenossen ein leuchtendes Beispiel zu sein in der Treue zum Führer, und im Einsatz für eine wahre, aufrichtige Volksgemeinschaft, immer bereit zu fein, alles, selbst das Leben, freudig zu geben für das Volk, für Deutschland. In diesem Geiste der alten SA. frohe Weihnacht! Heil
Beförderungen in der SG.
Berlin, 22. Dez. (DRB.) Der Reichsführer der SS. hat vom Stabe des Führers zu Weihnachten befördert: SS.-Oberführer Julius Schreck zum SS.-Brigadeführer, SS.-Oberführer Julius Schaub zum SS. - Brigadeführer; SS. • Untersturmführer Dr. Brandt zum SS.-Obersturrn- führer. Außerdem wurden befördert die SS.-Oberführer Backe, Dr. Reifchle, Meinberg, W i l l i k e n s zu SS.-Brigadeführern, der SS.» Sturmbannführer Berndt (Adjutant des Reichspressechefs) zum SS.-Obersturmbannführer, SS.» Untersturmführer W e r l i n zum SS.-Obersturm» führer. — Der Führer des SS.-Oberabschnittes Südost SS.-Gruppenführer von Woyrsch ist mit Wirkung vom 1. Januar 1935 an zum SS.» Obergruppenführer ernannt worden.
[ du) e r e Kriegsweihnachten, und doch Diiben es weitere vierzehn, noch schwefle und friedlosere Weihnachten, Hwine Fortsetzung des Krieges von außen und lir'-ii inneren Bruderkampf sahen.
l'oer den deutschen Frontsoldaten verließ trotz Ice.ir schweren 18 Weihnachten nicht die Hoffnung taine friedvolle Weihnachten. Wir Frontsoldaten illii glauben fest an seine Auferstehung, genau so fefumie wir daran glaubten, daß unser Kampf um lieiünnere und äußere Freiheit Deutschlands doch mal von Erfolg gekrönt sein müßte.
us solchen Gedanken heraus schrieb ich Weih- 1 arten 1932: „Kein Mensch und kein Teufel, keine Uli)t dieser Erde wird uns den Glauben an
Weihnachtsbotschast des Shess des Stabes an die SA
Vor dem Abstimmungstransport des schwedischen Truppenkontingents, das als Polizeitruppe während der Abstimmungszeit im Saargebiet eingesetzt wird, besichtigte König Gustaf in Begleitung seines Enkels, des Erbprinzen Gustaf Adolf (rechts hinter dem König), die für dieses Kommando be- stimmten Mannschaften.
Berlin, 22. Dez. (DRB.) Die RSK. meldet: An die SA. erläßt der Chef des Stabes Viktor Lutze folgende Weihnachtsbotschaft: Weihnacht ist das Fest der Liebe, ist die hohe Zeit ewig sich erneuernden Lebens. Im Nationalsozialismus formte sich der Lebenswille des deutschen Volkes zum politischen Prinzip, seine tragenden Gedanken höchster, uneigennütziger Liebe, die Ueberwindung des selbstischen Eigennutzes zugunsten des allgemeinen Besten und die Riederreißung der trennenden Schranken zwischen Berufen und Konfessionen, zwischen Klassen und Ständen zur Verwirklichung einer wahren Volksgemein- schäft aller Deutschen.
In der SA. wurden diese Ziele lebendige Tat. In dem vieljährigen Kampf der SA. um die Straße und um die Herzen der deutschen Menschen offenbarte sich eine Opferfreudigkeit, die nicht an Existenz und Lohn, nicht an bequeme Ruhe und persönliches Glück dachte, — die nur erfüllt war von einer heiligen Unrast und bereit, jede Stunde alles hinzugeben, selbst Blut und Leben, für Deutschland.
Und in der Kameradschaft der SA. lebte die tätige Volksgemeinschaft sichtbar und überzeugend. In den braunen Bataillonen Adolf Hitlers trat ruhig und selbstverständlich der Student neben den Arbeiter, der Bauer neben den Erwerbslosen, der Prinz neben den Handwerker. Sie alle gleichen Rechts und gleicher Pflichten. Alle geeint durch einen Glauben, den Nationalsozialismus; eine Liebe, Deutschland, — eine Treue, die zum Führer Adolf Hitler. Mit diesen Wesens- roerten hat die SA. dem Nationalsozialismus den Weg zum Siege gebahnt.
Und an diesem Tage der Geburt Christi, der Wende in der Natur zu neuem Leben — an die-
um mit ihnen das Weihnachtsfest zu feiern. Staatssekretär Hierl, der begleitet wurde von der Leiterin des Frauen-Arbeitsdienftes, Scholz-Klink, dem Gauarbeitsführer Bormann und Amtsleiter Hilgenfeldt, wurde auf den freien Platz vor dem Lager geführt, wo eine Sonnwendfeier stattfand. Dann ging es hinein in das Unterkunftshaus, wo weiß gedeckte Tische, große Schüsseln mit Aepfeln und Nüssen, Berge von Kuchen fein säuberlich ausgerichtet die Kaffeetöpfe und Weihnachtsbäume in strahlendem Kerzenschein warteten. Weihnachtslieder erklangen, bis dann der Weihnachtsmann mit feinen vielen Helfern Einzug hielt und jedem etwas brachte. Die jungen Menschen, die in ihren Päckchen auch Bücher fanden, stürzten auf ihren Reichsarbeitsführer, bitten um ein Autogramm, und bald entwickelt sich ein derartiger Andrang, den ein Witzbold treffend kennzeichnet: „Reichsarbeitsführer auf Schreibstube kommandiert". Staatssekretär Hier! wandert lachend durch den Raum, plaudert hier, fragt dort, überall sieht er Freude und strahlende Gesichter. Manch einer von den jungen Menschen mag vielleicht in dieser Stunde an Jahre der Arbeitslosigkeit zurückdenken. Heute wissen sie alle, daß es im Reiche Adolf Hitlers
entgegen.
Des Reichsarbeitsfichrers Weihnachtsfest.
Staatssekretär Hierl feiert Weihnachten im Arbeitsdienstlager.
DNB. Berlin, 23. Dez. Reichsarbeitsführer Staatssekretär Hierl weilte am Samstag in Ruhlsd 0 rf bei Teltow, wohin er sich, da er zu Weihnachten nicht allerorten sein konnte, dreihundert Kameraden und Kameradinnen des Arbeitsdienstes, die kein Elternhaus haben, zusammengerufen hatte,
Bürcksl fordert Entfernung der Emigranten aus der Gaar-polizei. Wo bleibt der Beitrag der Regierungskommision zur politischen Entspannung?
Sine Mitteilung des Gaarbevoll- mächtigten des Reichskanzlers.
ime Reihe von industriellen und sonstigen llnter- lemungen haben in anerkennenswerter Weise in wehten Zeit Anfragen an mich gerichtet, die sich ni einer Absicht namhafter Unter- klungen des Kampfes an der Saar tefflfen.
H bringe auf diesem Wege den beteiligten Krei- etiD anf und Anerkennung ;um Ausdruck. Dr in Frage kommenden Betrage werden dem R m t 0 „S a a r - f) i l f 5 ro e r f“ bei der V e - I ilf sfparkaffe Neustadt a. d. Hardt" zu- zechrt.
iie Mittet dienen ausschließlich zur Besse- rng der sozialen Lage für solche Fami- IIt die in den Jahren der Abtrennung in bittere N kamen (Beseitigung von Elendswohnungen, Schaffung von Arbeitsplätzen ufro.).
aeustadt a. d. Hardt, 24. Dezember 1934.
gez. Vürckel, Saarbevollmächtigter des Reichskanzlers.
Feine „Enterbten" und keine „Stiefkinder Glückes" mehr gibt.
Ein Schreiben an Knox.
Neuftadt a. d. H., 23. Dez. (DNB.) Der Saarbevollmächtigte des Reichskanzlers, Gauleiter Dürckel, hat dem Präsidenten der Regierungskommission in Saarbrücken folgendes Schreiben zugehen lassen:
„Herr Präsident! Der Aufmarsch der Polizeitruppen für das Saargebiet ist nunmehr erfolgt. Deutschland, das angesichts der
Kriegsverletzten mit herzlichem Händedruck, und viele Tausende Hände im ganzen Saal streckten sich ihm
so soll ihr Handeln uns Vorbild sein. Die deutsche Jugend sei berufen, das zu vollenden, was die Vorfahren begonnen hätten.
Nach diesen Worten verteilten die SA.-Männer der Standarte 16 und die Reichswehrleute unter lautem Jubel die Gaben. Den Höhepunkt.aber erreichte der Jubel, als dann ganz unverhofft Reichs- minifter Dr. Goebbels persönlich im Saal erschien. Dr. Goebbels begrüßte die Veteranen und
bei deutschen Endsieg nehmen können. Lckschlanb muß wieder hoch! In Deutschland muß ruiioer Sonne scheinen und durch deutsche Arbeit rru für jeden Deutschen wieder ein Dasein ge- pfpfen werden, daß es endlich wieder wert ist, Di(:-5 Leben in Deutschland zu leben. 1933 ^ift das deusche Schicksalsjahr!"
mb es kam das Jahr der Entscheidung und das Zcr der Erfüllung, und ich konnte wiederum zu D^hnachten sagen: „Seit diesem Schicksalstage steht ei e geeinte Nation hinter seinem ehrwür- litm Reichsoberhaupt, dem Generalfeldmarschall »Hindenburg , hinter dem Führer Adolf Ji Iler. Seit diesem Tage weiß die Welt, daß l.utschland wieder auferstanden ist, •|r seit diesem Tage wissen wir nunmehr gewiß, unsere Arbeit in Krieg und Nachkrieg nicht inj sonst war, sondern ihren Lohn in sich selbst •onben hat. Ehre sei Gott in der Höhe und Dank ■jiii diese Schicksalsfügung. Dank aus tiefstem Her- je daß mir nun wieder ein freies deutsches Weih- Uchte n feiern können!"
ii'em Jahr der Erfüllung folgt das Jahr des N fbaues, des Aufbaues im Innern mit der Dylichkeit eines friedsarnen Aufbaues nach außen. <:| ift mit ein Verdienst der deutschen Frontsoldaten, irin über Schützengräben hinweg nach 20 Jahren nun Frontsoldat zu Frontsoldat Brük- hin geschlagen werden zu den Männern, die lir:t in Waffen gegen uns standen, und die nun Io:0 nicht ewiger Feind bleiben wollen. Der tiefe iiikre ethische Wert des Frontsoldatentums erweist fd und es erweist sich auch, daß unter den anderen Ft" Pern ebenfalls Frontsoldaten leben. !i im Felde gewonnene Anschauung dieser Manner Mark und ernst genug, um Landesgrenzen über- Irftfen und ein starker Friedensfaktor für alle Völ- hroerben zu können. Als im November 1918 alles lmmmengebrochen war, glaubte ich an ben beut= r)7n Frontfolbatengeift, wußte ich, baß biefem H intfolbatentum bie große Aufgabe bes beutfchen Bi’beraufbaues vom Schicksal zugewiesen sein t!rbe.
:'5 ist so gekommen. Ein Frontsoldat sillach die Bresche, und wir alle haben die ßwißheit nunmehr, daß der Frontsoldat Adolf hi-ler uns im Geiste jener in den Kriegsjahren geronnenen Erkenntnis und Kenntnis der wirklichen frige des Lebens führen wird. Unter der Führung jifoif Hitlers ist das deutsche Aufbauwerk im Jahre |9'U gewaltig gefördert worden. Die Politik hm e s echten Sozialismus zeigt Leistun- r, wie diejenigen der Arbeitsbeschaffung, des ß nterhilfswerks und es erfüllt mich mit Freude ir.i Stolz, daß ich sowohl als Sozialminister wie ih" Führer und Gründer des NS. Deutschen Front- Kppfer-Bunbes (Stahlhelm) in dem Kabinett 11 0 I f Hitlers mitarbeiten und im Sinne fe deutschen Frontsoldatentums mich betätigen lern.
j'reue ist bas Fundament echten Solbatentums, t .:ue ber Frontsoldaten ist ein Ding an sich, steht 0 ? ein Fels im Meer, hält das gegebene Wort und ü unabhängig von Schwankungen fremder Kurse Ihr Konjunkturen. Wir haben dem Führer Adolf hJer Treue gelobt und werden sie als alte Front- |>tonten halten. Als wir mit tiefem Schmerze den Men Generalfeldmarschall und Reichspräsi- hinten von Hindenburg zu Grabe trugen,
:2cn wir ihm als dem großen Führer der Nation liil letzte Ehre geben können, und bann bas Gelob- ti ber Treue von ihm auf ben Führer unb Reichs- l^lzler Ab 0 lf Hitler übertragen. Zu ihm haben d : uns bekannt, zu ihm hat sich das ganze deutsche ÜdHt bekannt, und zu ihm wird sich und zum deuten Vaterlanbe bas Saarvolk am Abstimmungstage ir 13. Januar 1935 bekennen.
Dieses Bekenntnis zum Führer, zum deutschen EdlEe unb zum Deutschen Reiche ist die Parole |[:r 1 9 3 5. Zu unserem Wollen möge ber Allmächte? auch für das Jahr 1935 das Erfüllen unb das
Volksweihnachi in der Reichshaupistadi.
Zwölstausend Berliner Kinder, Veteranen und Kriegsverlehle werden von GA., Reichswehr und Winterhilfswerk beschert.
Ds die deutschen Frontsoldaten vor zwanzig Jah- «1 im August 1914 in das Feld zogen, da sprach so Nt.cher Mund beim Abschied das tröstende Wort: ,schachten sind wir wieder zu Haus!" So man= t)ci war es unvorstellbar, daß das Fest des Friede ' mit feiner Weihnachtsbotschaft: „triebe auf 90 «s.. \ <7>io iWöiAckntinf
Erm" draußen unter Kampf und Vernichtung be= । e Vr (DNB) Die ^lchshaupt-
i-d qen werben könnte. Unb doch würben es oieri *ta^ hcr . arIl Eibenen Sonntag em -Bolfs- “ J weihnachtsfeft im wahrsten Sinne bes Wor
tes. Auf etwa hunbert Plätzen Groß-Berlins brannten Weihnachtsbäume, an langen festlich geschmückten Tischen wurden 12 000 Berliner Kinder beschert. Das Gaupropagandaamt hatte gemeinsam mit dem Winterhilfswerk die Vorbereitungsarbeit geleistet. UeberaU leuchteten freudige Kinderaugen und bewunderten sehnsüchtig die geheimnisvollen Tüten auf den Gabentischen, die die köstlichen Ueberraschungen entgelten.
Die Hauptfeier veranstaltete die Standarte 16 für 3000 Kinder in Moabit. Die ganze Wiclefstraße hinunter stehen mitten auf der Straße, 711 Meter lang, Tische, gedeckt mit Gaben. Jedes Kind bekommt eine große Tüte mit Lebensrnitteln, Naschwerk und Spielzeug. Die Häuser tragen Flaggenschmuck. Erwartungsfroh die Menschen, noch gespannter die Kinder, die von beiden Seiten her an die Tische geführt werden. Das Lied „Ihr Kinderlein kommet" ertönt. Mit brausendem Jubel empfangen verweist
Dr. Goebbels
auf ben Wanbel, ber in biefem Arbeiterviertel vor sich gegangen ist, unb wirft bie Frage auf, wer bas vor zwei ober brei Jahren überhaupt für möglich gehalten hätte. „Wenn wir in früheren Jahren bavon gesprochen haben", so sagte er, „bann begegnete uns Gelächter unb Unverstanb, aber eher als bas selbst bie Optimisten unter uns für möglich gehalten haben, machten wir unsere Theorie zur Wirklichkeit. Nun erstrahlen in biefen Straßen, in benen Menschen wohnen, bie bas Schicksal nicht mit Glücksgütern gesegnet hat, bie Weihnachtskerzen. Alle Herzen hochgemut unb froh gestimmt. Der Sozialismus ber T a t ist Wirklichkeit geworben. Im Zeichen bes Weihnachtsfestes haben wir uns bie Hänbe gereicht zum gemeinsamen Denken unb Hanbeln. Wir wollten zu euch kommen, um euch zu zeigen, baß wir für euch ba sind. Es ist nicht wahr, was unsere Gegner sagen, daß wir euch Gewalt und Terror aufzwingen wollen, sondern so wie wir euch unser Herz geschenkt haben, so habt ihr uns auch euer Herz geschenkt. Wir glauben, daß wir uns euer Herz verdient haben durch unsere Arbeit unb unsere Leistungen unb daburch, baß wir uns für euch sorgen, bamit ihr nicht mehr allein eure Sorgen habt. Das Reich, bas wir gegrünbet haben, ist ein sozialistisches, unb bie Arbeit ist in ihm roieber z u Ehren gekommen.
Dieses Reich führt den Frieden nicht nur im Wunde, sondern es ist auch bereit, ihn der Wett durch die Tat zu beweisen. Deshalb glauben wir, ein Recht zu haben, als friedliebendes Volk vor die Wett hinzu t r e t e n und von ihr auch den Frieden zu fordern. Wir sind nicht gekommen, um die Wett in Krieg zu stürzen, sondern um unserem Lande die Ehre und den wirklichen, dauerhaften Frieden zu geben. Deshalb richte ich hier im Angesicht tausender deutscher Kinder, tausender deutscher Wänner und Frauen, mitten im Arbeiterviertel Berlins an die ganze Welt den Appell zum Frieden und zur Eintracht in dem Sinne, daß wir so, wie wir unserem eigenen Lande Ordnung und Frieden gebracht haben, auch der Welt Ordnung und Frieden zurückgeben können.
In biefem Sinne wollen wir uns vereinen, wollen wir uns stärken an bem Leuchten, bas uns heute aus ben Kinberaugen entgegenstrahlt, wollen wir uns erfreuen an ber Dankbarkeit, bie biefe Kinber« Herzen uns entgegenbringen. Wir wollen niemals vergessen, baß in biefen Kinbern unsere Hoffnung liegt, unb baß unsere Sorgen unb Arbeit nur ihnen, bem fommenben Volke, gelten. So wollen wir uns*bem Reich unb bem Volk verschworen unb wollen als einiges Reich vor bie Welt hintreten unb bem Weihnachtsfest seinen wahren Sinn zurückgeben, inbem wir als Volk über alle Schranken hinweg uns bie Hänbe reichen unb ber Welt entgegentr&en mit bem Wunsche: „ft riebe auf Erben ben Mensche n!".
Brausenber Beifall bankte Dr. Geobbels. Nur mühsam konnte er sich ben Weg zu ben Tischen bahnen. Da spricht er mit ben Kinbern, bie ihm ihre Sachen zeigen unb bie Hänbe zum Heil!-Gruß entgegenreden, lange unb herzlich, unb als er sich bann mieber zum Wagen roenbet, umbranbet ihn Jubel, bes Dankes unb ber Freube. Dr. Goebbels verläßt Moabit, einen Stabtteil, ber im Kampf um Berlin gewonnenen Reichshauptstabt, ber nicht mehr wieberzuerkennen ist unb heute erfahren hat, was Sozialismus ber Tat ist.
Zur gleichen Stunbe hatten sich, betreut von ber SA.-Stanbarte 16, im großen Saale ber Kr 0 11 0 per weitere 1000 Kinber unb zahlreiche Kriegsverletzte unb Veteranen von 1866 unb 1870/71 eingefunben. Anwesend waren u. a. eine Aborbnung ber Wehrmacht im Beisein bes Chefs ber Heeresleitung General ber Artillerie Freiherrn von Fritsch, Obergruppenführer von Jagow mit seinem Abjubanten, Staatsrat Görlitzer u. a. Unter strahlenben Weihnachtsbäumen lauschten sie ben Worten bes Propaganbaministers Dr. Goebbels, bessen Rebe aus ber Wiclefstraße übertragen wurde. Dann verwies
der Lhes der Heeresleitung General d. Art. Frh. von Fritsch
auf ben tiefen Sinn unb bie symbolhafte Bebeutung bieses Abenbs, wo bas ganze Volk zusammen st e h e in Glaube, Hoffnung unb Liebe. Diese brei Dinge wohnten in jedes Deutschen Brust. Der Glaube an den Führer unb sein Werk, baraus emporfteigenb b i e Hoffnung auf ben Wieberaufbau unsres Vaterlanbes unb schließlich eine tiefe Dankbarkeit für alle, bie zur Neugestaltung bes Reiches beigetragen haben, vor allem auch bie Dankbarkeit für bie Veteranen aus ben Jahren 1866 unb 1870/71 unb bie Kämpfer bes Weltkrieges, bie Leben unb Gefunbheit eingesetzt haben, um die Heimat zu lchützeu. Wen» wir auch sie heute unter uns feljen,
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