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Nachstehende Anordnung des Milchversorgungs­verbandes Rhein-Main wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht. 76460

Frankfurt a. M., 17. Dezember 1934.

Milchwirtschaftsverband Hessen.

Im Auftrage: gez.: Birkenholz.

Anordnung, belr. die Neuregelung der Ausgleichsabgabe und Festsetzung von Verbandsbeiträgen im Verbands­gebiete des Milchversorgungsverbandes Rhein-Main vom 17. Dezember 1934.

Auf Grund des § 8, Abs. 1, Ziffer 5 und 11 der durch die Verordnung über den Zusammenschluß der Deutschen Milchwirtichast vom 27. 3. 34 (RGBl. 1934, Tl. I, S. 259 ff.) errichteten Satzung für Milch­versorgungsoerbände wird folgendes angeordnet:

8 1.

Ausgleichsabgabe.

Die zur Stützung des Werkmilchpreises von der in den Verkehr gebrachten Trinkmilch bisher er­hobene Ausgleichsabgabe wird wie folgt geändert:

Die Ausgleichsabgabe beträgt:

1. für an eine Sammelstelle, Molkerei oder Verteilungsstelle gelieferte Trink­milch (einschl. Marken- und Vorzugs­milch) je Liter 1,9 Pf.

2. für selbstgemarktete oder ab Hof ver­kaufte Trinkmilch (einschl. Marken- und Vorzugsmilch) 2,9 Pf.

je Liter.

Soweit bisher zur Angleichung von Erzeuger­preisen eines bestimmten Wirtschaftsbezirkes eine höhere Ausgleichsabgabe festgesetzt war, können die­selben beibehalten werden.

Da, wo eine Pauschalierung angeordnet wird, ist bei Berechnung der Pauschale der Satz von 2,9 Pf. je Liter zugrunde zu legen.

Die so berechnete Ausgleichsabgabe ist wie bisher an die mit dem Einzug der Ausgleichsabgabe be­auftragten Stellen (Verrechnungsstellen, Molkereien, Milchabsatzgenossenichaften) zu den festgesetzten Ter­minen abzuführen.

§ 2.

Verbandsbeiträge.

Zur Deckung der Verwaltungskosten und der son­stigen Aufwendungen des Milchversorgunasverban- des Rhein-Main und anteilmäßig des Milchwirt­schaftsverbandes Hessen erhebt der Milchversorgungs- verband einen Verbandsbeitrag. Dieser beträgt:

1. je Liter Trinkmilch (einschl. Marken-

und Vorzugsmilch) VioPf.

2. je Liter Werkmilch 1/10 Pf.

3. die Milchverteiler leisten bei einem Um­

satz bis zu 200 Liter täglich bzw. 6000

Liter im Monat einen Verbandsbei­tvag von 25 Pf.

4. bei einem Umsatz über 200 Liter täglich bzw. über 6100 Liter im Monat einen Verbandsbeitrag von 50 Pf.

_ § 3.

Die auf das Frischmilchkontingent entfallende Ver­bandsumlage wird gleichzeitig mit der Ausgleichs­abgabe einbezogen.

Der auf die Werkmilch entfallende Verbandsbei­trag wird mit dem Stützungsbetrag verrechnet.

Die Derbandsbeiträge der Milchverteiler werden am Ende eines jeden Monats durch die Milchabsatz­genossenschaften, Molkereien bzw. zentralen Verrech­nungsstellen erhoben. Die vorgenannten Stellen haben die Beiträge auf das Postscheckkonto der Lan- desbauernkasse Rhein-Main-Neckar, Frankfurt a. M., Nr. 335 Ffm., für Rechnung: Milchwirtschaftsoer- banb Hessen, Unterkonto: Milchversorgungsverband Rhein-Main, Frankfurt am Main, zu entrichten.

§ 4.

Diese Anordnung tritt rückwirkend vom 1. Dezem­ber 1934 in Kraft.

Die bisherige Anordnung, betr. Ausgleichsabgabe tritt gleichzeitig außer Kraft.

Frankfurt a. M., den 17. Dezember 1934.

Milchoersorgungsverband Rhein-Main. Der Vorsitzende: gez.: Wirth.

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Der Rechtsanwalt Koehler in Gießen ouro 3 Konkursverwalter ernannt.

Konkursforderungen find bis zum 14. Januar - bei dem Gericht anzumelden. , .,

Es wird zur Beschlußfassung über die Bewe"" tung des ernannten oder die Wahl eines Verwalters und des Gläubigerausschusses uno tretendenfalls über die im § 132 der ^onLurjfunfl nung bezeichneten Gegenstände, ferner zur -pui der angemeldeten Forderungen auf

Montag, den 21. Januar 1935, 10 W* vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. Termin anberaumt. ,mnnt

Allen Personen, welche eine zur Koners gehörige Sache in Besitz haben oder zur ito mässe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oo leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, vo Besitze der Sachen und von den ForderungI - roeldje sie aus der Sache abgesonderte BeM in Anspruch nehmen, dem Konkursoerwauer 14. Januar 1935 Anzeige zu machen.

Gießen, den 22. Dezember 1934.

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