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Kirchliche Nachrichten
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Montag, 26. November. Lollar. 20.30 Uhr: Bibelstunde.
Donnerstag, 29. November.
Daubringen. 20.30 Uhr: Bibelstunde.
Freitag, 30. November.
Mainzlar. 20.30 Uhr: Bibelstunde.
Katholische Gemeinden.
Samstag, den 24. November. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte,
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Der Gibraltar-Tunnel.
Don Major Hans Rohde.
Frankreichs Imperialismus am Mittelmeer.
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Sonntag, den 25. November.
27. und letzter Sonntag nach Pfingsten.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Frauen: 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.
Montag, 26. November.
Laubach. 7.30 Uhr: Messe.
Mittwoch, 28. November.
Hungen. 7.15 Uhr: Messe.
Neuapostolische Gemeinden Gießen.
Sonntag, den 25. November.
Lokal: Händelstrahe 1. 9.30 und 16 Uhr: Gottesdienste.
Lokal: Cderstraße 13. 16 Uhr: Gottesdienst.
Mittwoch, den 28. November.
20.30 Uhr.
Vaplisten-Gemeinde.
Sonntag, den 25. November.
9.45 Uhr: Prediger Lotz; 11: Kindergottesdienst; 20.30: Prediger Falk.
Donnerstag, 29. November.
20.30 Uhr: Bibelbesprechung, Prediger Lotz.
Veffentllcher Sonntagsdienst.
Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.
Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf leit« fon 02.
Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.
Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr.
Sanitätskolonne: Telefon 2500.
21 erste: Dr Wolf, Dr. Ploch.
Zahnarzt: Dr. Schüttler.
Apotheke: Pelikanapotheke.
Frankreich ist bekanntlich seit langem mit allen Mitteln bestrebt, sich neben seinen Seeverbindungen mit dem afrikanischen Kolonialreich über Spanien auch eine Landverbindung zu schaffen, um auf diese Weise jede Gefährdung oder Unterbrechung seiner farbigen Transporte aus Afrika nach dem europäischen Frankreich tm Ernstfälle soweit wie nur irgend möglich auszuschließen und diese Transporte damit auf eine sichere Basis als bisher zu stellen. Dieses Bestreben war schon vor dem Krieg sehr stark. Es ist in den Jahren danach mit der Zunahme der politischen Spannungen im Mittelmeer, insonderheit mit der Verschärfung des italienisch-französischen Gegensatzes und der gegen früher wesentlich größeren Rolle der farbigen Truppen im Rahmen der französischen Wehrmacht noch sehr viel stärker geworden.
Den ersten französischen Schritt in dieser Richtung stellt ein Abkommen dar, das am 18. August 1904 zwischen dem damaligen spanischen Botschafter in Paris d e Leon y Gastillo und dem französischen Außenminister D e l c a s s S abgeschlossen wurde und den Bau von drei Eisenbahnlinien über hie Pyrenäen nach Nordspanien vorsah. Diesem ersten Schritt sind in der Nachkriegszeit noch eine ganze Anzahl weiterer gefolgt. Nicht nur, daß von den drei im Jahre 1904 vereinbarten Eisenbahnlinien zwei tatsächlich gebaut und in den Jahren 1928 und 1929 dem Verkehr übergeben wurden, begann Frankreich darüber hinaus fast gleichzeitig auch mit der spanischen Regierung in Madrid Verhandlungen, die den zweigleisigen Ausbau der großen von der französisch-spanischen Grenze nach Südspanien führen- renben Eisenbahnen und deren Umstellung auf französische Spurweite sowie die Herstellung einer ganzen Anzahl in gleicher Richtung führender A u - tomobil st raßen zum Ziele hatten. Vor allen Dingen aber griff es im Jahre 1929 den alten spanischen Lieblingsgedanken der Untertunne»
* Vergleiche Gießener Anzeiger vom 10. und 17. November.
Beuern. 13.30: Gottesdienst. — Steinbach. 9.30: Gottesdienst unter Mitwirkung des Gesangvereins „Eintracht", Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst, Kollekte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors, Kollekte; 11: Kindergottesdienst (1. Abteilung). — Kirchberg. 10: Gottesdienst; 11: kurze Gefallenen-Ehrung durch die Konfirmanden am Heldendenkmal; 11.15: hl. Abendmahl für die Jugend von Daubringen. — Lollar. 13.30: Gottesdienst. — Treis a. Lda. 10: Hauptgottesdienst, Kollekte; 13: Totengedächtnisfeier auf dem Friedhof. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst; 14: Totengedenkfeier. — Watzenborn-Steinberg 13: Kinüergottesdienst; 14: . Hauptgottesdienst; anschließend Feier am Denkmal.
— Garbenteich. 10.30: Gottesdienst, Mitwirkung des Gesangvereins „Viktoria". — hausen. 12.30: (Bottes« . dienst, Mitwirkung des Frauenchors. — Birklar. 1 9.30: Hauptgottesdienst. — Langsdorf. 11: Haupt- . aottesbienft, Kollekte; 19.30: Totenfeier. — Betten- I hausen. 13.30: Hauptgottesdienst, Kollekte. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 15: Feier auf dem Friedhof. — Langd. 13: Gottesdienst. — Beitsberg. 9: Gottes- । dienst, Kollekte. — Wirberg. 10.30: Gottesdienst,
Kollekte. — Beltershain. 12.15: Gottesdienst, Kol- lekte. — Harbach. 13.30: Gottesdienst, Kollekte. — • Ober-Gleen. 9.30: Kindergottesdienst: 10.20: Haupt- ! gottesdienst; 16.15: Friedhofsandacht. — Kirtorf. • Kinder- und Hauptgottesdienst fallen aus; 15.15: ' Friedhofsandacht. — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; ! Kirchenchor; Kollekte; 15.30: Feier auf dem Fried- I Hof; Posaunenchor. — Nieder-Bessingen. 13.45: ; Stiftsdechant Kahn; Schülerchor; 15: Feier ! Denkmal.
Der Plan, durch den Bau eines Tunnels ______
der Straße von Gibraltar eine Landverbin- bun g zwischen Europa und dem afrikanischen Kontinent zu schaffen, ist zunächst neben dem französischen „Canal de deux mers" (Verbindung zwischen dem Golf von Biskaya und dem Mittelmeer) und der ebenfalls französischen Trans- Sahara-Bahn das dritte große Verkehrsprojekt im Mittelmeerraum, das sich anschickt, aus dem Rahmen der Problematik und Utopie herauszutreten und Wirklichkeit zu werden. Es ist zwar feinem ganzen Ursprung, seiner geo« graphischen Lage und Geschichte nach ein in erster inie spanisches Projekt, nicht minder aber heute zugleich, so eigenartig dies auf den ersten Blick erscheinen mag, ein Projekt französischer Machtpolitik.
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Der wegen Bettelei schon vielfach vorbestrafte H. S. aus Chemnitz wurde wegen desselben Deliktes in der Umgegend Gießens vorgeführt. Das Gericht erkannte in Betracht der einschlägigen Vorstrafen au 6 Wochen Haft unter Anrechnung von 3 Wochen Untersuchungshaft. Außerdem wurde die lieber» Weisung in das Arbeitshaus angeordnet.
Wegen Uebertretung nach der KVO. erhielt der H. R. aus Frankfurt durch Strafbefehl 2 0 Mark Geldstrafe. Der Angeklagte überholte auf der Straße nach Frankfurt, entgegen bestehender gesetz- licher Bestimmungen, fahrlässigerweife ein anderes Fahrzeug. Gegen den Strafbefehl verfolgte er, jedoch ohne Erfolg, Einspruch. Das Gericht verurteilte den Angeklagten nach Vernehmung zweier Zeugen entsprechend dem Antrag des Amtsanwalts zu der im Strafbefehl festge etzten Strafe und in die Kosten des Verfahrens,
luna der Straße von Gibraltar wieder auf, oer feit der Milte des vorigen Jahrhunderts bereits die spanischen Gemüter bewegte, bis zum Jahre 1929 aber über rein theoretische Erörterungen nicht hinausgekommen war. Frankreich begann, sich in Wort und Schrift mit aller Macht für feine Verwirklichung einzufetzen und stellte schließlich der spanischen Regierung auch die nötigen Geldmittel zur Verfügung, um die erforderlichen Vorarbeiten durchzuführen.
Diese Vorarbeiten haben in den letzten drei Jahren in Gestalt von Bohrungen, geologischen Untersuchungen und Tiefseelotungen an verschiedenen Stelle der Straße von Gibraltar stattgefunden und nach einem Bericht der damit beauftragten Kommission an den spanischen Ministerpräsidenten vom Dezember vorigen Jahres angeblich auch den Beweis für die technische Durchführbarkeit des Unternehmens erbracht. Ihre Grundlage bildeten Entwürfe eines höheren spanischen Artillerie-Offiziers, des Obersten Pedro Jeve- n o i s. Diese Entwürfe, die im Jahre 1929 von der spanischen Regierung angekauft waren, empfahlen im Gegensatz zu früheren Vorschlägen, den Tunnel nicht an der schmälsten Stelle der Meerenge zwischen Punta De Canales und Punta Circes, sondern mit Rüsicht auf die geringe Tiefe und sonstigen günstigeren Geländeverhältnisse weiter westlich zwischen der alten spanischen Festung T a r i f a und Ras e l B u a r a an der marokkanischen Küste ostwärts von Tanger, also unter Umgehung des englischen Stützpunktes Gibraltar zu bauen. Der Tunnel würde hier 320 bis 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegen und eine Länge von 30 bis 40 Kilometer haben. Die Höhe der Kosten wurde auf 200 bis 220 Millionen Mark veranschlagt, die Bauzeit auf fünf bis sechs Jahre geschätzt.
Soweit die Vorschläge des Obersten Jevenois. Ob und wie weit sich die Ergebnisse der auf ihrer Grundlagen inzwischen an Ort und Stelle ausgeführten Untersuchungen mit ihnen decken, ist nicht bekannt geworden. Es besteht aber kein Zweifel, daß diese Untersuchungen nur dank einer weitgehenden finanziellen Unter- stützung durch Frankreich möglich waren, daß Spanien menschlichem Ermessen nach niemals aus eigener Kraft an eine Verwirklichung des ganzen Vorhabens denken kann, daß diese, wenn überhaupt möglich, so nur durch Frankreich herbeigeführt werden kann. Frankreich aber scheint fest entschlossen, dieses Unternehmen zu wagen. Es ist die treibende Kraft, die hinter dem gewaltigen Plane einer Untertunnelung der Straße von Gibraltar steht, nicht um der verkehrspolitischen, wirtschaftspolitischen und kulturpolitischen Bedeutung dieses Werkes willen, sondern einzig und allein aus machtpolitischen Gründen. Sein Ziel ist es, seiner schon heute gewaltigen Machtstellung im Mittelmeer und in Europa eine neue Grundlage zu schaffen, und damit die Frage des Gibraltartunnels im heutigen Stadium ihrer Entwicklung in Wirklichkeit nicht anders zu werten wie der „Canal des deux mers" und die Transsahara-Bahn: als ein Kennzeichen des keine Grenzen kennenden französischen Imperialismus.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 25. November. 26. nach Trinitatis. Totensonntag.
Stadlkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde im Markusfaal, Pfarrassistent Balz; 17: Pfarrassistent Balz. Litur- gischer Gottesdienst. — Johanneskirche. 9.30: Pfarr- af fist ent Balz, 11: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde; 17: Pfarrer Bechtolsheimer; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal, Pfarrer Anthes. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Anthes; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Pfarrer Anthes. — Petruskapelle. 9.30: Pfarrer Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde, Pfarrer Trapp; 17: Pfarrer Becker. — Kapelle des Neuen Friedhofs. 14: Pfarrer Trapp. — Wieseck. 10: Hauptgottesdienst (Chorgesang, Kollekte); 19.30: Abendseier (Chorgesang). — Alten-Vuseck. 9.30: Gottesdienst (Frauenchor), Kollekte; 13: Gottesdienst. — Grohen-Buseck. 10.30: Gottesdienst (Kirchenchor, Kollekte). — Oppenrod. 9: Gottesdienst, Kollekte. —
Das Mädchen
und die lieben Freuden
fen strampelnder Mädchenarme und Bubenbeine im Schwimmbad herausgriff, um mir Unterricht im Erawlen
,Da ist Schwester Martha, die mir die Hand hielt in der langen Macht vor der Operation. Oa ist Paul, der Portier des Bürohauses, der im rechten Augenblick sagte:
(Sie hieß Karoline, und die Ungewöhnlichkeit des Namens in einer Zeit, die Mia und Baby, Io,Oaisy und Swen als erste durchs Ziel gehen ließ, ist meine früheste Erinnerung an sie. Miß. verstehen Sie mich nicht. Karoline war gar nicht unmodern. Sie war Abteilungsleiterin in einer großen Firma, geschäftstüchtig, fleißig und dabei
zu geben, das ist die zweite Erinnerung. Und Karoline
eine Meisterin in der Kunst, ihr Gesicht schön zu machen, ohne das Auge des Bewunderers ihrer Figur zu beleidigen / Wie sie mich aus einem Hau-
Freuden, die mir geschenkt worden sind, und
die Mehrzahl der sieben weiß wohl gar nicht, daß sie es fafeif /
vl »Wie schön scheint praL die Sonne heute, M Irolleia«, als ich einmal ganz ver- zagt dachte, alles
V sei zu Ende. Oa ist
im seligen Walzerschritt die dritte — am Abend, an dem ich zum £>$ ersten Male mit Onkel ausgehen durste / Immer der gleiche, frohe und ausgeglichene Kamerad, das ist Karoline pK yb (und seit dem Schwimmunterricht darf ich sie olle paar Wochen besuchen) / Als ich sie gestern überraschen
der Omnibusschaffner, der immer ein wenig wartet, wenn ich verspätet zur Haltestelle laufe. Oa ist Fräulein Berger, Herr Schmidt, die Mutter Moser und nicht zuletzt der kleine Fritze, der so wunder- voll spucken kann und mir das Murmelspielen beigebracht hat.« Jetzt darf ich mitwählen und mitaussuchen,um sieben Menschen tz Zreudezu schenken. Dann darfich helfen,siebenpaketezu machen, in Weihnachtspapier gepackt und mit bunten Bändern ver.
schnürt. Dann werde ich helfen, sie zur Post zu trogen. Aber «S werden vierzehn Pakete sein und nicht sieben, denn meine eigenen sieben Freuden werden auch dabei fein /
Ltnd dann, das weiß ich, werde ich Karo- M(.
(ine so glücklich sehen, wie damals
im seligen Walzerschritt. Zx"-M> '
wollte, fand ich sie am Schreibtisch — verlegen
zum ersten Male, seit ich sie kenne. »ES
ist Adventszeit«, sagte sie, »Zeit zum Nach. /jy/zT denken, wer mir Gutes getan hat in
diesem Jahre, bewußt oder unbewußt. Hier äUl siehst Ou sieben Namen. Sie bedeuten sieben __


