Gauleiter Sprenger vor den Propagandisten
-es Gaues Hessen-Nassau.
Eröffnung des ersten Lehrgangs.
In fünf siebentägigen Lehrgängen werden in der Zeit vom 22. Oktober bis 3. Dezember 1934 alle Gauredner, Kreisredner, Kreispropagandaleiter, Ortsgruppen- und Stützpunktpropagandawarte erfaßt, um gemeinsam neue Wege und Richtlinien für die Propagandatätigkeit zu suchen und zu erarbeiten. In allen Lehrgängen werden sprechen:
Gauleiter Sprenger,
Gaupropagandaleiter Müller-Scheld, Gauwirtschaftsberater Eckhardt, Gaupresseamtsleiter Woweries,
. Pressereferent der Landesftelle Hessen-Nassau, G. B. M ü l l e r,
Landesobmann Becker.
Für jedes dieser Referate steht ein ganzer Tag zur Verfügung.
Während am Vormittag das etwa zweistündige Referat gehalten wird, wird am Nachmittag das Thema in einer mehrstündigen Aussprache und Diskussion durchgearbeitet.
Im feierlich geschmückten Saal des Hauses der Jugend zu Frankfurt a. M. wurde am Montagvormittag der erste Lehrgang eröffnet. Schon auf den ersten Blick sah man, daß hier eine mustergültige Disziplin herrscht. Der Gaupropagandaleiter meldete dem Gauleiter und eröffnete sodann den 1. Kurs Darauf legte der Gauleiter in etwa eineinhalb Stunden in großen Zügen die Aufgaben und Möglichkeiten der Propagandaarbeit klar und gab einen Ueberblick über die Entstehung der Bewegung in unserem Gau. Der Vortrag des Gauleiters, auf dessen ausdrückliche Anordnung diese Lehrgänge zurückzuführen sind, zeigte deutlich, daß hier nicht kalter, schulmeisterlicher Unterricht erteilt werden soll, sondern daß diese Lehrgänge vor allem kameradschaftliche Aussprache von Führer und Gefolgschaft fein werden.
Nach der mit außerordentlichem Beifall aufgenommenen Rede des Gauleiters fand das gemeinsame Mittagessen statt.
Vor der am Nachmittag stattfindenden Aussprache ist eine Ruhepause von zwei Stunden angeordnet. Dadurch, daß täglich nur ein Referat gehalten wird, soll den im Dienst sehr stark beanspruchten Propagandisten wenigstens für diese sieben Tage die Möglichkeit einer inneren und äußeren Entspannung gegeben werden. Die Angehörigen eines jeden Kreises sind gemeinsam untergebracht, damit sie sich einmal näher kennenlernen und somit eine völlig kameradschaftliche Basis für die kommende Arbeit gewährleistet ist.
Schon heute kann gesagt werden, daß diese völlig neue Art der Durchführung eines Lehrganges sehr erfolgreich zu werden verspricht.
Weitere Nachrichten über die kommenden Vorträge werden laufend durch die Presse bekanntgegeben.
Kirche und Schule.
—s— Büdingen, 22. Okt. Nach einem Visitationsgottesdienst am Sonntag in der Stadtkirche, in dem Dekan Hoch- Selters und Pfarrer Page predigten, fand am heutigen Montag im hiesigen Gemeindesaal in Anwesenheit von Propst Knodt- Giehen eine Dekanats-Disitationskon- serenz der Geistlichen des Dekanats Büdingen statt. Pfarrer Page- Büdingen eröffnete die Tagung mit einer Gebetsandacht über 1 Corinther 3,4 bis 4,5. Dekan Hoch begrüßte den $um ersten Male auf der Synode erschienenen Oberhirten und gedachte in ehrenden Worten des jüngst heimgerufenen Pfarrers Laut- Nidda. Propst Knodt ermahnte in seiner Begrüßungsansprache im Hinblick auf die kirchliche Gegenwartslage zur Selbstzucht, Klarheit in Lehre und Verkündigung und rechter Treue in der Gemeinschaft untereinander. Den Hauptvortrag hielt Pfarrer Page über das Thema „Die Wiederherstellung der Gemeinde". Bemerkenswert an dieser Konferenz ist, daß erstmalig die Geistlichen der aus den früheren, nunmehr aufgelösten Dekanaten Rodheim und Nidda und im Büdinger Dekanat aufgegangenen Pfarreien in Büdingen zugegen waren. Am Nachmittag traf man sich mit den Pfarrfrauen zu einer Famiuenzusammenkunft im Cafe Hell.
Wissenschaftliche Akademikerhilfe.
Wirtschastsforschung Lahntal.
Am vergangenen Freitag fand im Studentenhaus ein offener Sprechabend der hiesigen Arbeitsgruppe der Wissenschaftlichen A. k ad emi« kerhilfe statt, auf dem der Organlsatlonslelter der Notarbeit 4, Standortkunde und Dorfforschung im Kreise Löwenberg (Schlesien), Heinz Beutler, über die Ergebnisse der Dorfforschungsarbeit m Kesselsdorf bei Löwenberg berichtete. Durch die Verbindung wissenschaftlicher Arbeit mit praktischer — die einzelnen Gruppenmitglieder waren bei Bauern untergebracht, denen sie halbtägig im Hof und auf dem Acker halfen — wurde eine gesunde Grundlage für die Arbeit geschaffen und eine enge Zusammenarbeit des gesamten Dorfes mit der WAH.-Gruppe gewährleistet.
Im Laufe der Forschungszeit (rund 26 Wochen) wurde eine Kartierung der Gemeindeflur (von der Gründung des Dorfes an bis zu den Verhältnissen nach der Feldbereinigung) und eine nahezu lüden- lose photographische Sammlung wesentlicher volks- und dorfkundlicher Gegenstände durchgeführt. Vom Kinderspielzeug bis zum Arbeitsgerät, vom Hausbau bis zur Tracht ergab sich ein geschlossenes Bild dörflichen Lebens. Eine bildtechnisch sinnvolle bildstatistische Zusammenstellung ergänzte Karte und Photo.
Diese systematisch durchgeführte Forschungsarbeit, auf engen Raum begrenzt, ist eine der ersten abgeschlossenen Arbeiten der WAH. Sie wurde bisher auf der bäuerlichen Ausstellung Breslau im Herbst d.J. und auf der kürzlich abgeschloffenen Reichsrüstwoche des Reichsbundes „Volkstum und Heimat' in Friedberg als Beispiel praktischer volkkundlicher gemeinschaftlicher Forschung gezeigt und erregte, zumal sie neue Wege zeigte, berechtigtes Aufsehen.
Anschließend berichtete der Organisationsleiter der hessischen Maßnahme über die bisherigen Arbeiten der „Wirtschaftsforschung Lahntal". Die Gruppe der Notarbeit 157 hat in den fünf Wochen ihres Bestehens eine Sichtung des voi> handenen Materials vorgenommen und vorerst einen Ueberblick über den Stand der Verhandlungen über die L a h n k a n a l i s i e r u n g aufgestellt. Daneben wurde der Rahmen der notwendigen Untersuchungen und Forschungen festgelegt. Die eigentlich „neue" Arbeit der Gruppe setzt damit ein.
Der Abend schloß nach einer erfreulich lebendigen Aussprache über die Probleme Der Gemeinschaftsarbeit und ihre Bedeutung für die Arbeit der Fachschaft an der Hochschule, denen im kommenden Semester besondere Aufgaben mit konkreten Zielen zugewiesen werden sollen.
Obecheffen.
। hiesigen Taxiwagen zusammen. Der Motorrad- fnhroi- ein (iprr G o r h ff nns WffpnhiiTrt mürbe
Kreis Friedberg.
des Jungvolks ergab hier 67 Laibe Brot. — Das Jubiläum der Lutherbibel am 31. Oktober soll hier besonders festlich begangen werden. U. a. wird sich die evangelische Jugend im Rahmen eines Festgottesdienstes in den Dienst der Sache stellen. — Die Holzhauerarbeiten werden in diesem Jahre einen früheren Verlauf nehmen, als in früheren Jahren. Ferner wird eine größere Menge Holz im Rahmen der Arbeitsschlacht geschlagen werden.
n. Flensungen, 23. Okt. Am Sonntagnachmittag fand im hiesigen Bibelheim Flen- sungerhof ein Jugendtreffen statt. Das Thema der Besprechung lautete: „Wohin sollen wir gehen?" (Joh. 6, Vers 66—69.) Mit großer Aufmerksamkeit lauschte die Jugend den Ausführungen der Prediger Peters und Gaubatz. Die Gedichte dreier Mädels, sowie einige Jugendlicher
'+ Butzbach, 23. Okt. Durch das Jungvolk i wurden in den Gemeinden des nördlichen Sammelbezirkes des Kreises folgende Brote abgeliefert und in geschmückten Autos nach Offenbach verbracht: Butzbach 725 Laib, Nieder-Weifel 206 Laib, Kirch-Göns 110 Laib, Gambach 291 Laib, Pohl-Göns 126 Laib, Fauerbach 80 Laib, Langenhain mit Ziegenberg 96 Laib, Bodenrod 38 Laib, Maibach 32 Laib, Münster 35 Laib, Griedel 90 Laib. Zusammen 1545 große und 284 kleine Laib. Das Eintopfgeri cht erbrachte über 500 RM., aus dem Verkauf von Bernfteinfpitzen wurden 178 Mark erlöst.
Kreis Bübingen.
y Nid «da, 21. Okt. Gestern fand ein von der hiesigen Arbeitsdienstabteilung ausgeführter Unterhaltungsabend in der Turnhalle statt. Nach einem von hiesiger Feuerwehrkapelle flott gespielten Einleitungsmarsch begrüßte der Abteilungsführer Wettläufer in herzlichen Worten die Volksgenossen, worauf von den Arbeits
fahrer, ein Herr H e r b st aus Altenburg, wurde schwer verletzt. Es entstand außerdem erheblicher Materialschaden.
ll. Merlau, 23. Okt. Die Brotsammlung
dienstlern verschiedene lebende Bilder gestellt wurden. („Kämpfer an der Front", „Dorwärtssturm", „Vertrag von Versailles", „Zeit der großen Schmach", „Tiefstand des deutschen Volkes" und „Arbeitsdienst".) Dem Verlesen einiger Stellen aus dem vom Arbeitsdienstlager herausgegebenen Iahresbuch folgte ein Rückblick auf den Schwimmsport im laufenden Jahre. Der Wiedergabe von Heiterem aus dem geselligen Leben auf b-er Bude und Ernstem aus dem Arbeitsdienst folgte der Vortrag von etlichen vortrefflichen Chören. Abteilungsführer Wettläufer stellte in Aussicht, daß ähnliche Abende in Zukunft alle zwei Wochen ftattfinben sollten und zwar zur Festigung der wahren Volksgemeinschaft innerhalb der Gemeinde. Durch Vorträge aller Art sollten jedem Besucher einige angenehme Stunden bereitet werden. Das „Sieg-Heil" auf den Führer und der Gesang des Horst-Wessel- und des Deutschland-Liedes beschlossen den Abend.
Z. Nidda, 22. Okt. Gestern abend fand in der hiesigen Turnhalle, durch NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in die Wege geleitet, ein Bunter Abend statt, bei dem Frankfurter Künstler durch Gesangs- und humoristische Vorträge, sowie sonstige reichliche Darbietungen mitwirkten. Der Musikzug der Standarte 466 unterhielt die Zuhörer, die die Turnhalle bis zum letzten Platz füllten, durch Musikstücke verschiedenster Art in meisterhafter Ausführung. Den Vorträgen folgte Tanzvergnügen.
Kreis Alsfeld.
* Alsfeld, 23. Okt. Montagnacht stieß ein Motorradfahrer von Altenburg mit einem
zur Gitarre trugen zur Verschönerung der Stunde bei. Zuletzt richtete Herr Stein- Unter-Seibertenrod noch einige Worte an die Jugend. Mit dem Lied „Wir reichen uns zum Bunde die treue Bruderhand" schloß die eindrucksvolle Feier. — Bei bet Brotsammlung bes Jungvolks würben in unserem Dorfe 51 Dierpfunb-Laibe Brot ge- fpenbet.
ll. Bühf eld, 23. Okt. Die Straßenbauarbeiten zwischen hier unb Homberg nehmen einen guten Fortgang. Durch bie Kleinpflasterung werben bie hiesigen Basaltsteinbrüche in Tätigkeit gesetzt.
# Ober-Ohmen, 23. Okt. Durch ben Heber- gang bes gemeinbeeigenen Lichtnetzes in ben Besitz bes Ueberlanbmertes Ober- Hessen würben fast in allen Häusern Umarbeitungen b e r Hausleitungen notwenbig. Diese Arbeiten find jetzt so gut wie beenbet. Demnächst wirb an ben teilweisen Umbau des Ortsnetzes durch das Ueberlandwerk gegangen. — Am Sonntag fand in der Wirtschaft „Zum Ohmtal" eine Versammlung der Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront statt, in der Pg. Bezirksleiter Braun-Laubach eine Besprechung roegen der demnächst beginnenden Holzhauerarbeiten abhielt und dabei weitgendst das Tarifsystem erläuterte. Pg. Braun übergab dem hiesigen Ortsgruppenleiter .die Tarifaufstellung und beauftragte ihn, diese den in Frage kommenden Rottenmeistern zur Kenntnis zu bringen.
cxd Nieder-Ohmen, 23. Okt. In der Wirt- i schäft Joh. Böck fand eine Mitgliederver-
sammlungderDAF. undderNS.-Hago statt, in der der Kreisamtswalter der DAF. Pg. Hartmann über das Thema „Ehre die Arbeit, bann ehrst bu bein Volk" sprach. Er erklärte bie Richtlinien ber DAF. für die Einzelmitglieder unb sprach ferner über die Neueinstellungen in den Betrieben. Mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Füh- rer und dem Gesang des Horft-Wessel-Liedes wurde die Versammlung geschlossen. — Die vom Jungvolk durchgeführte Brotsammlung der NSV. für minderbemittelte Volksgenossen brachte hier 128 Brote.
w Burg- unb N i e d e r - G e m ü n d e n , 23. Okt. Währenb bie Bautätigkeit im Sommer unb Vorsommer fast vollkommen ruhte, finb im Herbst am Bahnhof bzw. in nächster Nähe bret Wohnhäuser errichtet worben. Eines bavon soll noch in biesern Jahr bezogen werben, währenb bie bei- ben anberen im Rohbau fertiggestellt unb erst im nächsten Frühjahr vollenbet werben sollen. — Die NS.-G erneinschaft „Kraft b u r ch F r e u b e" veranstaltete am Sonntag im Saal von Decher einen Bunten Abenb. Eine Spielschar aus. Als- felb verstanb es meisterhaft, bie Lachmuskeln in Bewegung zu setzen. Eine Theatergruppe aus Rom- rob brachte bas Volksstück „Die Erbtante" recht hübsch zur Aufführung. Sämtliche Darbietungen ernteten reichen Beifall.
st. Kirtorf, 23. Okt. Gegenwärtig werden stier umfassenbe Arbeiten zur Felbberei- n i g u n g durchgeführt. Eine aus fachverstänbigen ßanbroirten gebildete Kommission unter ber Leitung des Felbbereinigungsamtes Lauterbach ist mit Bonitätsarbeiten beschäftigt. Die gleichen Arbeiten find gegenwärtig in den benachbarten Orten Erben- hauisen, Appenrod und Dannenrod in vollem Gange. — Nach einer Mitteilung des Ortsgruppenleiters und Bürgermeisters Lather ist zum kommenben Winter eine Holz-Mehrfällung von 50 Prozent vorgesehen. Auch in ben Staatswalbungen soll bie Holzfällung in biesern Winter um 50 Prozent erhöht werben. Die Holzfällerei bzw. Holzhauerei wirb in ben ©emeinbemalbungen Enbe Oktober, in ben Staatswalbungen im November ihren Anfang nehmen. Damit werben in ben kommenben Wintermonaten zahlreiche Volksgenossen Beschäftigung unb Erwerb finben. — Die Kartoffelernte lieferte hier einen recht guten Ertrag.
Preußen.
Furchtbarer Tod eines Leichtsinnigen.
LPD. Limburg, 23. Okt. Auf ber Heimweg von Kaltenholzhausen nach Netzbach erkletterte am Samstag abenb gegen 10 Uhr ber 17jährige Lanb» wirtssohn Karl Weder aus Netzbach im lieber« mut einen Leitungsmast ber Ueberlanblei« tu n g. Auf bem Mast stehenb jobelte er feinen auf ber Straße stehenben Begleitern zu. Beim Hin- unterfteigen blieb ber leichtsinnige Bursche m i t ben Beinen an einem Leitungskabel hängen. Als er mit bem herunterhängenden Oberkörper ein zweites Kabel berührte, geriet die Kleidung des Unglücklichen durch den entstandenen Kurzschluß in Helle Flammen. Weber, der zwischen den Kabeln der 10 000 Volt führenden Hochspannungsleitung hing, war auf der Stelle t o t. Seine Leiche, die erst nachdem die Baukolonne der Mainkraftwerke verständigt worden war, heruntergeholt werden konnte, wies furchtbare Verbrennungen auf. Die Kleidung war bis auf die Jacke des mit dem Kopf nach unten Hängenden vollständig verbrannt, der Körper war stark verkohlt.
Internationaler Betrüger in Fulda verhaftet.
LPD. Fulda, 23. Okt. Die Fuldaer Kriminal- Polizei konnte einen unter ber Maske eines griechisch- vrchoboxen Priesters herumreisenben Hoch stap - ler unb Betrüger, der seit 1929 in Spanien, Oesterreich, Frankreich und Deutschland gesucht wirb und dazwischen auch in Nord- unb Südamerika fein Unwesen getrieben hat, verhaften. Es handelt sich um ben staatenlosen 46jährigen Galizier Wladimir Bodnyp, in dessen Besitz ein in Brasilien ausgestellter Nansen-Paß gefunden würbe. B. hatte in einem FuldaerKloster einen raffinierten Betrugsversuch unternommen.
Lw. E. 52 (a) / 34.
Beschluß.
lieber den lanbwirtschaftlichen Betrieb (Eigentümer- unb Pächter-Betrieb) bes ID alter Hlüller HL unb seiner Ehefrau Margarete, geb. Besdorfer, to Birklar wird das Entschulbungsverfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung ber lanbwirtschaftlichen Schuld' Verhältnisse vom l.Juni 1933 heute um 10 Uhr eröffnet. 6256D
Die Canbesbauernfaffe Rhein-INain-Ueckar e. G. nu b. h. in Frankfurt a. IN. wirb zur Entschulbungs- stelle ernannt.
Die Gläubiger werben aufgeforbert, ihre Ansprüche bis zum 1. Dezember 1934 bei bem unterzeichneten Amtsgericht anzumelben unb bie in ihren Hänben befinblidjen Schulburkunben dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Ads. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile.
Gießen, den 19. Oktober 1934.
Hessisches Amtsgericht. _
Lw. E. 37 (a) 34.
Betr.: Landwirtschaftliches Entschuldungsverfahren Joh. Heinrich Kehr IX. Eheleute in Treis an der Lumda.
Beschluß.
Das Entschulbungsverfahren über ben lanbtmrfr schriftlichen Betrieb ber Eheleute Johann Heinrich Kehr IX. in Treis an ber Cumba ist aufgehoben.
Gießen, 18. Oktober 1934.
, Hessisches Amtsgericht,
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Der Vorstand.
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Die Bezirkssparkasse Gießen wirb zur Entschul- bungsftelle ernannt. 6266D
Die Gläubiger werben aufgeforbert, ihre Ansprüche bis zum 15. Dezember 1934 bei bem unterzeichneten Amtsgericht anzumelben unb bie in ihren Hänben befinblichen Schulburkunben bem Gericht einzureichen, bei Meibung ber in § 11 Abf. 2 bes Entschulbungsgesetzes angebrohten Rechtsnachteile.
Gießen, ben 17. Oktober 1934.
Hessisches Amtsgericht.
KleineAnzeigen im Gieftener Anzeiger werden von Tauienden beachtet und geleien.
| Verkäufe |
Aelt.,mittelschw.
Mevd
Grauschimmel,;, verkaufen. 6I31d
Hrch. Schwärs Fronhansen Lahn
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Wiesen- Heu liefert 0512s
Lw. E. 34 (a) / 34.
Beschluß.
Heber den lanbwirtschaftlichen Betrieb ber Ludwig Reuschling Witwe INarie, geb. Bast, zu Roden wirb bas Entschulbungsverfahren gemäß bem Gesetz zur Regelung ber lanbwirtschaftlichen Schulboerhällnifse vom l.Juni 1933 heute um 11 U.jr vormittags eröffnet. 6265V
Die hessische Landesbank (Staatsbank) zu Darmstadt wirb zur Entfchulbungsstelle ernannt.
Die Gläubiger werben aufgeforbert, ihre Ansprüche bis zum 30. November 1934 bei bem unterzeichneten Amtsgericht anzumelben unb bie in ihren Hänben befinblichen Schulburkunben bem Gericht einzureichen bei Meibung ber in § 11 Abf. 2 des Entschulbungsgesetzes angebrohten Rechtsnachteile.
Gießen, 12. Oktober 1934.
Hessisches Amtsgericht.


