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ordnung bekannt:Die Sitzung des Reichshand­werkstages am 28. Oktober 1934 wird über alle deutschen Sender übertragen. An den Ver­sammlungen nehmen Meister, Gesellen und Lehr­linge gemeinsam teil. Ich mache es allen NS.- Hago-Mitgliedern sowie der Reichsbetriebsgemein­schaft 18 zur Pflicht, an diesem Gemeinschafts­empfang teilzunehmen.

(Gez.) Dr. Robert L e y."

Keine Geschästswerbung durch Parteistellen.

Eine Anordnung des Stellvertreters des Führers.

Berlin, 24. Okt. (DNB.) Der Stellvertre- ter des Führers erläßt folgende Anordnung:

Da jede geschäftliche Betätigung dem Wesen und der Zielsetzung der Partei als weltan­schauliche Kampfgemeinschaft widerspricht, verbiete ich hiermit allen Gliederungen der Partei, die Beteiligung an Firmen aller Art und die Empfehlung ihrer Er­zeugnisse, ganz gleich, ob dafür eine finanzielle Gegenleistung erfolgen soll oder nicht. Die Wer­bung für Einzelfirmen durch Parteidienststellen ist auch dann untersagt, wenn diese Einzelfirmen ihren Sitz in ausgesprochenen Notstandsgebieten haben. Die Werbung für Einzelfirmen ist allein Sache ihrer Betriebsleitungen. Dagegen kann für ausgesprochene Notstandsgebiete unter Hinweis auf alle in ihnen vorhandenen Ge­schäftszweige eine Gemeinschaftswerbung nicht nur durch staatliche und andere Stellen, son­dern auch durch Parteidienststellen und zwar durch die zuständigen Gauleitungen erfolgen.

München, den 20. Oktober 1934.

(gez.) R. Heß.

Reichsminisler Dr. Göbbels an den Arbeitsdienst.

Berlin, 23. Okt. (DNB.) Im Garten des Reichspropagandaministeriums fand eine Kund­gebung des Arbeitsdienstgaues IX Berlin-Branden­burg statt. Gauarbeitsführer Bormann begrüßte Dr. Goebbels und bat ihn im Namen des deutschen Arbeitsdienstes, der die Wetterführung des Front- und Kampferlebnisses sei: Sei unser Kamerad! In seiner Eigenschaft als Oberarbeitsführer gab Dr. Goebbels für den heutigen Taa die Losung aus: Arbeitsdienst ist Ehrendien st an der Nation!" Anschließend erklang zum ersten Male das Dr. Goebbels gewidmeteLied vom Svaten". Dr. Goebbels erklärte in einer kurzen Ansprache, daß der nationalsozialistische Arbeitsdienst die gran­dioseste Verwirklichung des nationalsozialistischen Gedankens sein werde.Ihr habt einen guten Anfang gemacht", rief Dr. Goebbels den Ar­beitsmännern zu.Ihr wart der Debatten müde und habt begonnen mit der Arbeit. Ihr könnt stolz auf eure Tat sein, und es wird einmal der Tag kommen, da es für jeden Deutschen ein Ehrendienst feih wird, in euren Reihen zu schaffen."

Die alten Arbeitgeberverbände muffen verschwinden.

Berlin, 23. Okt. <DNB.) Der tommif|a- rische Führer der Wirtschaft teilt mit: Die Anordnung des Führers der Wirtschaft vom 28. April d. I., wonach für wirtschaftspolitische Ver­bände alle Satzungsänderungen, Liqui­dationen und sonstige Maßnahmen, deren Auswir­kung über den Zeitraum der nächsten Monate hin­ausgeht, der Zustiinmung des zustän- b i $ e n Hauptgruppenführers bedürfen, bezieht sich selbstverständlich nicht auf die alten Arbeitgeberverbände. Diese Ar­beitgeberverbände haben in der Regel Ende vorigen Jahres ihre Liquidation beschlossen und jetzt nach Ablauf des gesetzlichen Sperrjahres zu ver­schwinden.

Sehr wichtig

für Saarabstimmungsberechtigte!

von separatistischer Seite ist gegen f a f( alte Abstimmungsberechtigten Einspruch erhoben worden, auch gegen den Landesgruppen­führer der Saarvereine von Hessen und Hessen- Nassau, Postamtmann Anschütz und gegen seinen Stellvertreter Polizeimajor Lange. Diese Ein­sprüche müssen sofort widerlegt werden, da bie Frist am 2 5. Ottober abtäuft 3n Zweifelsfällen wenden sich die Abstimmungsberech- ten an ihren Saarobmann, wenn dieser nicht bekannt ist, an Postamtmann Hugo Anschütz, Frankfurt a. 211., Zeil 106, Fern­sprecher 200 26, Nebenstelle 372.

Mazedonische Terroristen für vogelfrei erklärt.

Sofia, 23. Okt. (DNB.) Vor zwei Monaten hatte die Staatspolizei an eine Reihe mazedo­nischer Terror ist en mit Iwan Michai- loff an der Spitze, die sich bis dahin ihrer Festnahme entziehen konnten, die öffentliche Auf- sorderung ergehen lassen, sich innerhalb einer zwei­wöchigen Frist den Behörden zur Verneh­mung zu stellen. Diese Aufforderung war auf Grund der neuen Verfügung zum Schutze der Sicher­heit des Staates erlassen worden. Auf Ersuchen der Staatspolizei hat nunmehr das Sofioter Kreis­gericht den mazedonischen Führer Iwan Michai- loff sowie sechs weitere Terroristen als Ver­brecher und vogelfrei erklärt. Jeder bulgarische Staatsbürger, der auf einen der Ge­suchten stößt, ist verpflichtet, diesen der Polizei anzuzeigen oder aber ihn selbst f e st z u - nehmen. Der JMRO.-Führer Iwan Michailoff sowie einige andere Komitatschi konnten bekanntlich ins Ausland entkommen. Die Polizei ver­mutet indessen, daß sich mehrere der Gesuchten noch in Bulgarien versteckt halten. Selt­samerweise befindet sich unter den auf der Ver­brecherliste genannten Terroristen auch der Marseiller Königsmörder Wlado (3cor- fl i e f f - Tschernosemski.

Brunnenvergistung.

Berlin, 23. Okt. (DNB.) Eine französische Zeitung läßt sich aus Belgrad melden, daß Der preußische Ministerpräsident bei semer Unterredung mit dem südslawischen Außen­minister in Belgrad für den Fall südslawischer Unter­stützung deutscher Pläne die Abtretung öster­reichischer Gebietsteile an Südsla - Wien angeboten, oder die Unter st ützung gegenüber Italien sowie wirtschaftliche Vorteile zugesagt hab»,

Hierzu wird vonzustandlgerSeit e erklärt: Diese Behauptungen, die schon bei früheren Gelegen- heilen aufgestellt und damals dementiert worden sind, bedürfen kaum eines erneuten Dementis, da ihre böswillige Tendenz klar er f i ch t- l i ch ist. Immerhin sei festgestellt, daß es dem . Mi­nisterpräsidenten Göring völlig fern lag, ein derartiges Angebot oder auch nur ähnliche ^Fragen anläßlich seines Aufenthaltes in Belgrad öst^p^che zu bringen, zumal derartige Pläne nur Phanta­siegebilde übelwollender Elemente sind und in Wirklichkeit niemals existiert haben. Wie wir aus Belgrad hören, wird dieses Dementi vom jugoslawischen Außenminister Jeftitsch vollauf betätigt

Opfer des Kommunismus.

Trauriges Fazit des Aufstands inAsturicn.

Madrid, 23. Okt. (DNB.)El Debate" gibt Eindrücke ihres nach Asturien entsandten Bericht­erstatters wieder. Die Häuser der Dörfer waren zum großen Teil zerschossen. Sämtliche Brücken und Ueberführungen in jener Gegend wa- rend von den Aufständischen in die Luft ge­sprengt worden und nur notdürftig von den Pionieren mit Brettern und Balken wieder gang­bar gemacht. Erschütternd waren die Szenen, die sich nach der Befreiung Oviedos unter den Einwohnern abspielten. Auf der einen Seite die Wiedersehensfreude derjenigen, die nach tage»

langer Trennung ihre Angehörigen und Freunde ge­sund wieder antrafen, und auf der anderen Seite Trauer derjenigen, die feststellen mußten, daß ihre nächsten Verwandten in dem furchtbaren Blutbad umgekommen waren. In M i e r e s war sofort nach dem Aufstandsbeginn d er f r e t e Kommunismus ausgerufen worden. Man setzte das Geld außer Kraft und gab als Zahl- mittel Gutscheine heraus, mit denen der Geschäfts- verkehr geregelt wurde. Die A e r z t e mußten von früh 8 bis 20 Uhr Dienst tun und von 20 Uhr bis morgens 8 Uhr im Reoolutionshospital Wache halten. Für diese Arbeit erhielten sie einen Gut­schein von einer Peseta (etwa 35 Pfg.) täglich für ihre ganze Familie. Zum Vorgesetzten für die Aerzte wurde ein Praktikant ernannt, der u. a. die von den Aerzten ausgestellten Rezepte zu begut­achten hatte. , ,

Bei der Madrider Polizeibehörde hat sich ein 2 6 j ä h r i g c r Stube n t gestellt, der angab, der verantwortliche Führer bei den Schieße­reien und Feuerüberfällen während der Revolutions­tage in Madrid zu sein. Er halte es für die Pflicht eines jeden revolutionären Führers, die volle Ver­antwortung für die von ihm veranlaßten Taten zu übernehmen, und bedauere außerordentlich, daß sich eine Reihe Führer der Bewegung durch die Flucht der Verantwortung entzogen habe. Sein un­mittelbarer Chef sei ebenfalls geflohen und habe eine beträchtliche Summe Geldes mitgenommen.

Neue Bürgerkriegsvorbereitungen -er Austromarxisten.

Wien, 23. Okt. (DNB.) Einen aufsehenerregen­den Bericht über marxistische Bürgerkriegsvorberei- tunaen in Wien veröffentlicht das Organ des Wirt­schaftsoerbandes der Bundessicherheitswachbeamten Oesterreichs,Die B u n d e s p o l i z e i": In ihrer letzten Folge finden sich unter der UeberschriftS i e r ü ft e n z u neuen Kämpfen" folgende Aus­führungen: Die Staatsfeinde rüsten, sie rüsten in oesorgniserregender Weise, sie rüsten mehr denn je. Reiche Geldmittel müssen ihnen zur Ver­fügung stehen. Die Quellen sind ja nicht schwer zu erraten und immer unoerhüllter treten sie auf. Offener arbeiten sie. Immer kühner werden ihre Drohungen. Hier sind es in erster Linie Radikal­sozialdemokraten und Kommunisten, die sich zu einer Einheitsfront zusam- mengeschlossen haben und hemmungslos Hetzen und schüren. Zu Tausenden werden ver­botene Zeitungen und Flugschriften verbreitet. In schwerer Menge werden Waf­fen über d i e Grenze nach Oe st erreich geschmuggelt. Die unterirdischen Organisationen arbeiten tatkräftiger denn je uno Verrat um­lauert nach wie vor unser Korps.

Daß ein Kampf bevorsteht, und zwar ein heim­tückischer meuchelmörderischer Kampf, das beweisen auch die Funde bei Amtshandlungen, das beweisen

die zahlreichen Beschlagnahmungen von Waffen und Sprengmitteln, das be­weisen die illegalen Schriften, die immer offener und ungescheuter verbreitet werden. Hier verweisen wir insbesondere auf das HetzblattDer Schutz­bündler", das in Wien in Taufenden von Exemplaren gedruckt und von Hand zu Hand verbreitet wird und worin ständig die Aufforderung wiederkehrtSchafft Munition für den Kampf, sammelt und spendet für den Wehrfonds des Schutzbundes" und wo ständig die Rubrik wiederkehrtNachrichten vom Gegner". Diese Gegner sind selbstverständlich wir, und es läßt tief blicken, wenn in diesen Nachrichten Einzelheiten über unsere Ausrüstung, Schulung und Unterbrin­gung gebracht werden.

Es ist aber auch deutlich genug, wenn es heißt: Kurz i st die F r i ft, bie ßur Vorbereitung auf die Kämpfe verbleibt. In Eile müssen unsere Reihen gestärkt, muß die revolutionäre Wehreinheit des Proletariats gefestigt werden." Das ist keine Prahlerei, das find keine Phrasen, denn die Funk­tionäre der früheren sozialdemokratischen Partei, die unausgesetzt weiter wühlen und arbeiten, sagen es ungescheut und offen:In diesem Jahr noch muß die Entscheidung fallen, in diesem Jahre kommt der Entscheidungskampf."

Sammlung der Deutschen in Böhmen.

Seitdem die Prager Regierung die meisten po­litischen Organisationen der Deutschen in Böhmen verschlagen hatte, war ein großer Teil der dortigen deutschen Bevölkerung politisch heimatlos geworden. Die Lücke war schwer auszufüllen, um so mehr, als das Mißtrauen der herrschenden Re­gierungskreise jeden Versuch der Deutschen beglei­tete, sich neu zu formieren. Dabei war es von An­fang an klar, daß der politische Zusammenschluß auf breiter Grundlage, mit anderen Mitteln arbeiten mußte, als sie bisher im deutschen Parteiwesen in Böhmen üblich waren. Der Nationalsozialismus, auch wenn sein böhmischer Zweig verboten war, hatte die Gemüter doch gewaltig wachgerüttelt, so daß auch die deutschen Volksgenossen in der Tsche­choslowakei ihre Aufgabe im öffentlichen Leben mit ganz anderer Energie agzufassen entschlossen waren, als es bisher üblich war. Das aber ist es gerade gewesen, was derSudetendeutschen Hei­matsfront" von ihren Gegnern zum Vorwurf gemacht wurde. Dabei ist ihr Führer, Konrad Henlein, ein politisch völlig neuer Typ in Böh­men. Er war niemals Parteipolitiker^ niemals Par­lamentarier, feine Führereigenschaften erwarb er sich als Vorsitzender b e r Deutschen Turnerschaft, damit aber auch die Gefolg­schaft der Jugend, die heute die treibende Kraft der Heimatfrontbewegung ist.

Lange Zeit war es Konrad Henlein nicht er­laubt roorb-'n, vor größerer Öffentlichkeit sein Programm zu entwickeln, aber gerade diese Art der amtlichen Bevormundung hat ihm immer neue Scharen deutscher Volksgenossen zugeführt. Als endlich am letzten Sonntag eine Kundgebung derSudetendeutschen Heimatfron r in dem alten deutschen Städtchen Böhmisch- L e i p a gestattet wurde, war der Erfolg ein ganz gewaltiger. Es mögen etwa 30 000 Mitglieder der

neuen Bewegung versammelt gewesen sein. Dem Führer Konrad Henlein wurden große Ovationen zuteil. Seine Programmrede war ein Beweis star­ken politischen Willens, verbunden mit großer Mäßigung. Zeigte schon die inmitten der deutschen Fahnen auf dem Festplatze gehißte tschechische Staatsflagge, daß sich die neue Bewegung loyal zum Staate einstellt, so bewiesen die Worte des Redners das gleiche. Die Deutschen wollen keine Absonderung vom Staate, aber ihre vollen Rechte und die Erhaltung ihres Volkstums. Weder der Nationalsozialismus, noch der Faschismus seien (nach den Worten ihrer führenden Staatsmänner) ein Exportartikel und deshalb für Deutschböhmen nicht ohne weiteres an­wendbar. Um so lebhafter begrüßte Henlein die vom Reichskanzler Adolf Hitler bekundete Friedens­bereitschaft und die grundsätzliche Zurück- Weisung jeder Entnationalisierung als Voraussetzung für vertrauensvolle Neugestal­tung der Beziehungen zwischen Deutschland und seinen Nachbarn.

Bemerkenswert war auch die Ablehnung jedes Versuches der Wiederherstel­lung der Habsburger, weil hier eine lieber- einstimmung der sudetendeutscken Auffassung mit der Prager Politik bekundet wird. Das Wort Hen­leins, daß das Sudetendeutschtum offen und ehr­lich bie Hand zum Frieden biete, könnte einen neuen Abschnitt in der Frage des Ausglei­ches der Nationalitäten innerhalb der Tschechoslo­wakei eröffnen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die andere Seite dazu stellen wirb, der bis­her mit einer Zersplitterung der deutschen Kräfte mehr gedient war, als einem kraftvollen Zusam­menschluß zur Erreichung fester und realpolitischer Ziele.

Die Vorbesprechungen zur Ilottenkonserenz haben in London begonnen.

Englisch-japanischer Meinungsaustausch. Japan zu Verhandlungen bereit.

London, 23. Okt. (DNB.) Im Kabinettssaal von Downingstreet begannen am Dienstag bie Flottenbesprechungen zwischen Groß­britannien, den Vereinigten Staaten und Japan zur Vorbereitung der nächstjährigen Flottenkonferenz. Die heutige Sitzung fanb zwischen Öen Vertretern Großbritanniens und I a - p a n s statt. Die nach den Besprechungen aus- gegebene amtliche Verlautbarung ist kurz und farb­los.Ein allgemeiner Meinungsaustausch fand mit Joe^ug auf die künftige Beschränkung der Flotten- ruftungen statt." Aus diesen Worten ist kaum zu entnehmen, wie dies der Fall zu sein scheint, daß ein beträchtlicher Teil der Zeit durch die Dar« leaung der japanischen Vorschläge in Anspruch genommen war. Die japanischen Ver­treter haben bekanntlich einen endgültigen Plan mitgebracht, der den brittschen Vertretern mündlich mitgeteilt wurde. Es folgte eine allgemeine Er­örterung, bei der die brittschen Vertreter um Auf­klärung über eine Anzahl von Punkten ersuchten. Ein hoffnungsvolles Zeichen wird in der Tatsache erblickt, daß Die ursprüngliche Absicht der Japaner, gleich zu Beginn der Verhandlungen mit ihrem Plan in die Oeffentlichkeit au treten und sich da­durch sestzulegsa« anscheinend ausgegebea

worden ist. Dies läßt den Schluß zu, daß man auf japanischer Seite bereit ist, über bie Dor- schlage zu verhandeln. Von britischer Seite wird alles unternommen werden, um ein Kompro­miß zwischen dem von den japanischen und amerika­nischen Vertretern eingenommenen Standpunkt zu finden.

Japan wartet ab.

Noch keine Kündigung des Flottenvertrags.

Tokio, 23 Okt. Nach der ZeitungEhozi" wird bie japanische Delegation folgende fünf Vor- schlüge unterbreiten:

1. Die zukünftige glottenparität zwischen ben brei Mächten soll 4:4:4 betragen

2. Großkampfschiffe bürfen in' Zukunft nur ein Höchstmaß von 20 000 Tonnen haben.

3. abfehaf fung ber F1 u g z e u g m u 11 e r - f O) i f f e als KrieHswaffe.

4. Keinerlei zukünftige neue Uferbefe- ft i g u n g e n.

5. Beibehaltung ber U - B o o t s - F1 o tte durch Japan mit Rücksicht auf feine besondere geo- graphische Lage am Stillen Ozean.

In der Frage der Kündigung des Flotteuabkom-

mens herrscht noch keine Klarheit. Man wiÜ die Ergebnisse der Londoner Besprechungen ab« warten. Weiter verlautet, daß Japan politische Er­örterungen ablehne und alle Einzelverhandlungen über die Erneuerung von 9tid)tangriffspatten vom Londoner (Ergebnis abhängig machen wolle. In einer Massenversammlung von Seeoffi­zieren und Politikern wurde die Kündigung des Flottenoertrages verlangt. Ent­schließungen, die in dieser Frage angenommen wurden, gingen der Regierung in Tokio und der in London weilenden japanischen Vertretung zu.

Die Studenten in Mexiko streiken weiter.

M e x i k o - S t a d t, 24. Okt. (DNB. Funkspruck.) Die Studentenschaft veranstaltete eine Ab- ftimmung über bie Weiterführung ober ben Ab­bruch bes Streiks, ber sich gegen bie Abschaffung ber Freiheit bes Unterrichts unb gegen bie Einführung ber sozialistischen Schu­lung richtet. Die Mehrheit der Studentenschaft sprach sich für Fortsetzung des Streiks aus. Die Studenten der Chemie, denen der Polizeipräsident die Herstellung von Bomben voraeworfen hatte, erklären diese Behauptung für falsch und absurd. Die Waffenhandlungen in Mexiko-Stadt und in anderen bedeutenden Städten des Inlandes wur­den auf Anweisung der Behörden geschlossen. Ein Teil von ihnen hatte bereits freiwillig den SB al« fenverkauf eingestellt, um die Bewaff­nung oppositioneller Kreise zu verhindern.

Der Erzbischof von Oaxaca forderte vom Innenministerium einen Auslandpaß für Ab­reise nach Guatemala. Dem Parlament des Staa­tes Zacatecas wurde ein Gesetzentwurf zugeleitet, ber bie Umbenennung aller nach Hei­ligen benannten Ortschaften vorsteht. Als neue Ortsnamen sollen bie Namen bekannter Männer ber mexikanischen Geschichte verwendet werden.

Meine politische Nachrichten.

Der jugoslawische Gesandte Balugdzic stattete dem Führer und Reichskanzler einen Be­such ab und sprach namens bes Regentschaftsrates unb ber Regierung Jugoslawiens bem Führer und ber Reichsregierung herzlichen Dank für bie zahlreichen Beweise aufrichtiger Anteilnahme aus, die Deutschland bei dem tragischen Tode bes Könias Alexanber bezeigt habe, unb bie bas jugoslawische Volk wie seine Regierung wohltuenbempfun- ben hätten.

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Der Führer unb Reichskanzler empfing in Gegenwart bes Reichswirtschaftsministers bie Mitglieber bes Internationalen Baum- w o 11 k o m i t e e s. Dieses Komitee hält in diesen Tagen in Berlin seine Jahressitzung ab.

Der Bunbesführer des NSDFB. (Stahlhelm), Reichsarbeitsminister Franz S e l b t e, hat ber Witwe des verstorbenen Generalobersten von K l u ck, seines Heerführers im Weltkriege und ein« ftigen Regimentskameraden, feine herz­lichste Anteilnahme und sein aufrichtiges Beileid ausgesprochen. Der Minister wird an dem Staats­begräbnis des Generalobersten teilnehmen.

Der Reichsarbeitsführer Hier! hat den Reichs­statthalter von Hamburg Gauleiter Kaufmann sowie ben Regierenben Bürgermeister Krogmann zu Ehrengauarbeitsführern ernannt.

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KreuzerKarlsruhe" hat an den Führer und Reichskanzler folgenden Funkspruch ge­richtet:Kommando und Besatzung danken für gute Wünsche. Heil dem Führer! ,Karlsruhes"

Professor v o n B e r g m a n n hat die Behandlung des schwererkrankten Königs Fuad von Aegypten beendet und ist nach Deutschland zu­rückgekehrt. Der König befindet sich auf dem Wege der Besserung. Der anscheinend von interessierter Seite geförderte Plan einer Regentschaft ist durch die rasch fortschreitende Genesung des Königs wieder in den Hintergrund getreten.

Ministerpräsident Gömbös ist nach kurzem Aufenthalt in Wien wieder in Budapest einge­troffen. Der Gegenbesuch beim Bundeskanzler Schuschnigg ist verschoben worden. Gömbös beabsichtigt, sich Anfang November nach Rom $u begeben, und wird auf der Fahrt nach Rom der österreichischen Regierung in Wien seinen Besuch abstatten. Indessen ist der ungarische Außen­minister oonKanya am Dienstag von Rom kommend in Wien eingetroffen. Er wirb am Mittwoch mit dem Bundeskanzler Dr. Schu­schnigg unb Außenminister Berger-Walde- n e g g Unterrebungen haben.

Aus aller Wett.

Neuer Stratosphärenflug pircard-. 16000 Meter erreicht?

Der BallonAscension" ist am Dienstag um 0.58 Uhr MEZ. mit Professor Piccarb unb seiner Frau zu einem S t r a t o s p h ä r e n f l u g aufgestiegen. Dem Abflug wohnten etwa 40 000 Menschen bei, barunter auch Henry Forb. Der Ballon stieg lansam unb verschwanb halb in ben tiefhängenben Wolken. Jean Piccarb führt einen Kurzwellensenber mit, um mit ber Außenwelt in Verbinbung zu bleiben. Der Ballon überflog zu­nächst ben Erie-See unb befanb sich um 4.18 Uhr MEZ. in etwa 1250 Meter Höhe über ber Siabi Norwalk im Staate Ohio. Der Ballon trieb in der Richtung nach Pennsylvanien. Frau Piccarb gab eine Funkmeldung, wonach an Bord bes Ballons alles wohl ist und der Ballon in schneller Fahrt der Stratosphäre zustrebe. Gegen 7 Uhr MEZ. wurde der Ballon von einem Flug- zeug über der Stadt Akron gesichtet. Der Ballon befand sich in einer Höhe von über 12 000 Meter. In der Nähe der Stadt Cadiz (Ohio) ist der Ballon in einem Wald niedergegangen. Die Ballon­hülle ist bei der Landung zerrissen, dagegen blieben die Instrumente unversehrt und auch Professor P i c c a r d und Frau kamen ohne Verletzungen davon. Der Ballon soll eine Höhe von 16 000 Meter erreicht haben.

Ehemaliger kommunistischer Reichstagsabgeordneier wegen Urkundenfälschung vor Gericht.

Das Berliner Schöffengericht verurteilte den ehe» maligen kommunistischen Reichstagsabgeordneten Dr« Theodor Neubauer wegen Urkundenfälschung zu sieben Monat Gefängnis. Neubauer ge* hörte bis zum November 1932 dem Reichstag an und befand sich auch noch im Mär§ 1933 auf N#