Aufruf an alle schaffende Kameraden im Jungvolk
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Meine Strafkammer Gießen.
Wegen Erpressung wurde ein Mann aus Friedberg vom dortigen Amtsgericht zu6WachenGe- f ä n g n i s verurteilt. Der Angeklagte schloß e>n,e^ Kaufvertrag über ein Hausgrundstück, dessen Wert 16 000 Mark betrug. Bei der notariellen Beurkundung gab man zwecks Steuerermäßigung nur 13 000 Mark als Kaufpreis an. Als der Verkäufer den restlichen Betrag geltend machen wollte, drohte der Angeklagte mit einer Anzeige wegen Steuerhinterziehung. Die gegen das obige Urteil eingelegte Berufung wurde entsprechend dem Antrag der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.
Ein Mann aus Butzbach stieß mit seinem Auto gegen einen Radfahrer, so daß dieser erhebliche Schäden erlitt. In der Berufungsverhandlung — der Angeklagte war vom Amtsgericht Butzbach zu einer Geldstrafe verurteilt worden —, mußte mangels Beweises Freisprechung erfolgen. Der Antrag des Anklagevertreters lautete entsprechend.
Ein Kaufmann aus Gießen verkaufte einer Hausangestellten von hier eine Nähmaschine. Wie sich später herausstellte, war das Mädchen finanziell nicht imstande, sich in dieser Höhe zu verpflichten. Dem Angeklagten ging es nur darum, sich durch fingierten Auftrag die Provision zu beschaffen. Wegen Betrugs — es wurden ihm noch andere Fälle zur Last gelegt — verurteilte ihn das hiesige Amtsgericht zu einer Gefängnis ft rafe von vier Monaten. Die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung wurde kostenfällig verworfen.
Auch am Donnerstag machte die Kammer wieder von dem Gesetz zur Unschädlichmachung gefährlicher Gewohnheitsverbrecher gegenüber dem zur Zeit in der Zellenstrafanstalt in Butzbach befindlichen Otto Kresinsky, der schon mehrmals wegen Raubes, schweren Diebstahls usw. bestraft ist, Gebrauch. Es wurde Sicherungsverwahrung angordnet.
Ein Bettler trieb sein Unwesen in der Umgebung von Alsfeld. Das dortige Amtsgericht verurteilte ihn zu 14 Tagen Haft und verfügte die Verweisung an die Landespalizeibehörde. Gegen die letzte Verfügung verfolgte der Angeklagte das Rechtsmittel der Berufung, der stattgegeben wurde, da es sich nach Auffassung des Gerichts um keinen gewerbsmäßigen Bettler handelt.
Wichtig für Gauparteitag-Teilnehmer. Sonntagsfahrkarten nach Frankfurt am 24. Februar ab 0 Uhr.
Amtsgericht Gießen.
Ein hiesiger Kaufmann stellte in der Nacht zum 21. November 1933 in den Lagerraum seiner Firma ein Auto unter, trotzdem in diesem Lagerraum leicht brennbare Stoffe, Oele und Fette, lagern. Das Gericht erkannte auf eine G e l d st r a f e von 10 Mark, evtl, zwei Tage Haft.
Wegen groben Unfugs erhielt ein Student einen Stralbefehl über 30 Mark. Dagegen legte er Einspruch ein. In der gestrigen Hauptverhandlunq erwies sich, daß der Angeklagte in angetrunkenem Zustand in der Walltorstraße die Scheibe eines Ausbängekästchens einschlug. Wegen d"r Harmlosigkeit der Straftat ermäßigte das Gericht die Strafe auf 10 Mark.
Ein Hausmeister aus Falkenstein bog mit seinem Motorrad, vom Hitlerwall kommend, in die Marburger Straße ein. In demselben Augenblick kam aus entgegengesetzter Richtung ein Milchausträger mit seinem Fahrzeug. Da beide verkehrswidrig fuhren, kam es zu einem Zusammenstoß. Der gegen beide erlassene Strafbefehl von je 25 Mark wurde auf 15 bzw. 5 Mark ermäßigt, da nur geringer Sachschaden entstanden ist.
nicht deutsch und deshalb ungeeignet, an dem Kulturleben der deutschen Schaffenden teilzunehrnen.
Wenn in den letzten Jahren die deutsche, nordische Empfindung für Kunst, Musik, Schrifttum, Theater, Tanz, Film, Feste und alle anderen Aeuße- rungen des inneren Wollens unseres Volkes von den fremden Empfindungen zurückgedrängt, ja abgetötet wurde, so ist es gerade unsere Aufgabe, das verlorene Gefühl für arteigene Kulturgestaltung wieder zu wecken. Gerade wir sind berufen, alle schöpferischen Kräfte der deutschen Nation insbesondere die der deutschen Jugend, zu einigen und der Hilfe und größten Unterstützung zuteil werden zu lassen.
tigen Blatte, die der Beachtung der interessierten Mitbürger empfohlen sei.
** Das Museum t m Alten Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
** Die Bauarbeiten zur Erweite- rung der städtischen Kläranlage wer. den in unserem heutigen Anzeigenteil zur Vergebung ausgeschrieben. Es handelt sich um die Erbauung eines Schlammsaulbehälters von ca 1500 Kubikmeter Inhalt in Eisenbeton, den Einbau eines Sandfanges und die Schaffung von Schlamm-
zeworfen. Mit einem Bruch des rechten Unter- chenkels mußte die Bedauernswerte von M Freiwilligen Sanitätskolonne nach der Ehlrurgischen Klinik gebracht werden.
** Vorsicht bei Verletzungen mit Tintenstift! Ein Vorfall, der jedermann zur Warnung dienen sollte, ereignete sich in dem Dorfe Bleidenrod (Kr. Alsfeld). Dort zog sich die 22 Jahre alte Hilde Lein, Tochter eines Landwirts, mit einem Tintenstift eine Verletzung an der Hand zu, die sie nicht weiter beachtete. Die Verletzung führte leider zu einer Zellgewebeentzündung, die es notwendig machte, das bedauernswerte Mädchen der Chirurgi-schen Klinik in Gießen zuzuführen. Hier mußte sofort eine Operation vorgenommen werden, um eine Blutvergiftung und damit Lebensgefahr für das Mädchen zu verhindern.
RDH. Setzt Tiere nicht aus! Mancher Tierbesitzer ist gezwungen, sich von seinem Tier zu trennen, sei es, daß er die Steuer nicht mehr zahlen kann, oder daß in der neuen Wohnung keine Haustiere gehalten werden dürfen. Wer fein Tier verkaufen oder verschenken will, tue es aber nicht, ohne sich vorher zu überzeugen, daß es wirklich in gute Hände kommt. Findet man für sein Tier keine gute Stelle, so lasse man es schmerzlos töten. Grau- sam aber ist es, ein Tier an einen fremden Ort auszusetzen und es seinem Schicksal zu überlassen. Wer ein eigenes Haustier aussetzt, um sich des Tieres zu entledigen, verstößt gegen das Reichs-Tierschutzgesetz vom 24. November 1933 und wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bestraft.
Gau der Deutschen Turnerschaft, des deutschen Fußballoereins, und die Sportabteilung des BAT. in Südamerika veranstalteten zugunsten der Winterhilfe der Reichsregierung gemeinsam ein Sportfest.
Der deutsche Sportklub in Antwerpen spendete 1757 belgische Franken, die aus einem Werbeabend, einem Winterhilfsspiel und sonstigen Spenden eingingen.
Dem Winterhilfswerk in Oederan bei Dresden wurde der schöne Betrag von 500 Mark von einer deutschen Krankenschwester überwiesen, die gegenwärtig auf der Insel Sumatra in Niederlän- disch-Jndien tätig ist.
Ein in Ober-Glogau geborener und jetzt in Südwe st-Afrika wohnender Farmer hatte in einer Nachlaßsache, in der er ganze 2 Mark erbte, an Gebühren und Auslagen 1,15 Mark zu zahlen. Er sandte nach Ober-Glogau eine englische Pfund- note und bat, den Restbetrag für das Winterhilfswerk zu geben.
Daten für Samstag, 24. Februar.
1468: Johann Gutenberg, der Erfinder der Buch- druckerkunst, gestorben; — 1884: der Philolog Georg Büchmann in Berlin gestorben; —- 1885: Staatssekretär Hier! geboren; — 1911: der Maler Fritz von Uhde gestorben; — 1920: erste Versammlung der NSDAP, in München (Adolf Hitler spricht.)
Daten für Sonntag, 25. Februar.
1625: Hans Jakob Christoffel v. Grimmelshausen, Dichter des „Simplicisiimus", geboren; — 1634: der Generalissimus Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland, wird in Eger ermordet; — 1916: Fort Douaumont erobert.
Gießener Wochcnmarktpreise
* Gießen, 24. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,20 bis 1,25 Mark, Kochbutter 1,— bis 1,10 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 9 bis 10, Wirsing, das Pfund (gelb) 15, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 15, Gelbe Rüben 12, Rote Rüben 10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 25, Rosenkohl 30 bis 35 Pf., Feldsalat 1,20 bis 1.50 Mark, Tomaten 50 bis 60 Pf., Zwiebeln 10, Meerrettich 40 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3 bis 3% Pf., der Zentner 2,80 bis 3,— Mark, Aepfel, das Pfund 15 bis 25 Pf., Birnen 15 bis 20, junge Hähne 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 35 bis 50, Salat 25 bis 30, Endivien 15 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 25, Sellerie 10 bis 35 Pf.
’SovnotUcn
— Tageskalender für Samstag: Stadttheater, 20 bis 23 Uhr, „Julius Cäsar". — Oberh. Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung; 16.30 Uhr, Einführungsvortrag von Prof. Dr. Olt. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Konjunkturritter". — Astaria-Lichtspiele, Selters- roeg, „Der Polizeibericht meldet ..." — „Kampfring der Deutsch-Oesterreicher im Reich", 20.15 Uhr, (Saf6 Leib, Oesterreich-Abend. — Verein ehern. 116er, 20 Uhr, Postkeller, Jahres-Hauptversamm- mng. — Handweberei Schloß Westerburg, Caf4 Ebel, 11 bis 19 Uhr, Handgewebe-Ausstellung.
— Tageskalender für Sonntag: Stadt- tfjeater, 19 bis 21.45 Uhr, „Alle gegen Einen — Einer für Alle" — Volksbund Deutsche Kriegs- gräberfürforge, Landesverband Hessen, Bezirks- 9nippe Gießen, 12 Uhr, Neue Aula, Gedenkfeier zu Ehren der im Kriege und in der Freiheitsbewegung Gefallenen; 20 Uhr, Stadtkirche, kirchenmusikalische Passionsandacht. — Oberhess. Shinftoerein, Turmhaus am Brand, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. —
trockenbeeten. t
** Die Sprech stund en der NS: - F rau e n» (haft Gießen-Mitte finden jeden Montag von 20 bis 21.30 Uhr in der Geschäftsstelle der Orts- gruppe Gießen-Mitte, Kaplansgasse x8, statt. An- y ,rK .. 2------diesen Tagen erledigt werden.
t Lv _____nfaU. Gestern nachmittag
wurde die 59jährige Sozialrentnerin Johanna Hardt, Kläranlage 74, das Opfer eines Derkehrs- unfalles. Sie ging hinter einem Kohlenfuhrwerk her und las sich herabgefallene Kohlen auf. Plötzlich kam ein Auto angefahren. Die Frau konnte Nicht mehr rechtzeitig ausweichen und wurde zu Boden
Aber auch jede Gemeinschaft in der f)3. und im Jungvolk soll dazu beitragen, daß das große Volksgut unserer Vorfahren gewahrt wird und durch Neuschaffung eine gewaltige Mehrung erfährt.
Jede Kameradschaft ober Iungenschaft sollte in der Lage sein, eigene Feste und Feiern mit eigenen kleinen Werken dichterischer oder musikalischer Art ausgestalten zu können. In jeder Einheit sind Menschen, die Veranlagung zur Schaffung kultureller Werte in sich tragen, nur muß solche Veranlagung erkannt und geweckt werden. Wenn schon in der Jugend das Gefühl für arteigene Kultur vorhanden ift, fo kann niemals ein solcher Tiefstand eintreten, wie wir ihn in den letzten Jahren erlebt haben. Es gilt nur, diese Menschen zu finden und zu unterstützen. Ihnen besondere Pflege angedeihen zu lassen, damit sie nicht in ihrer frühesten Jugend die vorhandenen Fähigkeiten verkümmern lassen. Meist sind auch die Eltern daran schuld, die auf dem Standpunkt stehen, daß die Kunst eine Sache zweiter Klasse sei. Da besonders ist unser Einsatz nötig, damit diese weitverbreitete Meinung über die Kunst verschwindet. Der wirkliche Künstler kann niemals ein Mann großer materieller Reichtümer sein, sondern er muß dauernd kämpfen, um seine Existenz zu erhalten. Braucht er das nicht, dann besteht die große Gefahr, daß er bequem und untätig wird. Ein Schaffender muß einfach leben und darf nichts auf Aeußerlichkeiten geben. Alle die Küstler, welche die Herren spielen wollen, sind keine Künstler, sondern sie bilden sich das nur ein.
Nur der kann Großes schaffen, der in und mit der Natur lebt und sie kennt. Deshalb schon müssen wir unsere Jugend zur Natur bringen und sie naturverbunden aufwachsen lassen.
Erst wenn das erreicht ist, daß sie die Natur und ihr Wesen versteht, dann wird sie auch die Kunst und ihre Gestalter verstehen und lieben können, dann wird die Zeit des Kitsches vorüber fein, denn nur durch den Mangel an Naturkenntnis konnte der Kitsch sich breitmachen.
Bei der Kulturveranstaltung der HI. am Sonntag, 25. Februar, wollen wir den Anfang zu neuem Kulturschaffen machen.
Walter Kroll, Kulturrechtwart im Oberjungbann IV/13.
Feierstunde der jungen Nation.
Die Hitler-Jugend weist nochmals auf die am Sonntag, 25. Februar, 20 Uhr, im Caf6 Leib statt- findende Feier st unde der jungen Nation hin. Der Abend wird dem Kulturwillen der HI. Ausdruck geben. Im Rahmen des Programms werden zwei Sprechchorspiele von W. Krom melde in und W. Kröll urausgesührt.
Es werden sprechen: Oberbannführer W. Blu- menröber, Geoietsführer Walter Kramer, M. d.R.
Der Pro^rammverkauf ist in vollem Gange.
Weisen auch Sie den Hitler-Iungen, wenn er morgen ober übermorgen zu Ihnen kommt, nicht ab. Das Programm kostet 30 Pf. Kleinrentner, Invaliden und Sozialrentner zahlen die Hälfte.
Kulturveranstaltungen dieser Art finden in diesen Tagen in sämtlichen Bannen des Gebietes statt.
Der Gebietsführer wird die drei besten Veranstaltungen besonders auszeichnen.
Der Bann 116 hat alles getan, um unter diesen drei Bestveranstaltungen mitzumarschieren.
Der zahlreiche Programmoerkauf läßt darauf schließen, daß die Veranstaltung wiederholt werden muß.
Die Anwartschaft der Arbeitslosen in der Invalidenversicherung.
Die Landesversicherungsanstalt Hessen schreibt uns: Nach § 14 des Gesetzes zur Erhaltung der Leistungssähigkeit der Invaliden-, Angestellten- und der knappschaftlichen Versicherung vom 7. Dezember 1933 wird ab 1. April 1933 auch die Zeit, während der ein Arbeitsloser versicherungsmäßige Arbeitslosen- oder Krisenunterstützung erhält, oder aus der öffentlichen Fürsorge unterstützt wird, als Ersatzzeit für die Aufrechterhaltung der Anwaltschaft in der Invalidenversicherung angerechnet. Diese Ersatzzeit ist von den Umtauschstellen der Quittungskarten der Invalidenversicherung (Bürgermeistereien und Versicherungsämter der Städte) auf Grund amtlicher Unterlagen in die Quittungskarten einzutragen.
Weiterhin können nach § 25 des Gesetzes Personen, die ihre Versicherung vernachlässigt haben, freiwillige Beiträge für die Zeit vom 31. Dezember 1930 ab noch bis zum 31. März 1934 nachbringen. Entsprechende Anträge sind mit Rücksicht auf die Ende März 1934 ablaufenbe Frist entroeber unmittelbar bei ber Lanbesversicherungsanstalt, Darmstadt, Wilhelminenstraße 34, oder bei den Bürgermeistereien bzw. städtischen Versicherungsämtern unter Vorlage der Gebrauchsquittungskarte und ber Aufrechnungsbescheinigung zu stellen.
Ausländsdeutsche gedenken der Heimat
So mancher Deutsche hat während ber letzten 14 Jahre seinem Vaterlanbe ben Rücken gekehrt. Die nationalsozialistische Revolution hat vielen von ihnen neue Hoffnung gegeben. Als nun gar bas großartige Winterhilfswerk eingeleitet mürbe, ba wollten auch sie nicht abseits stehen. Sie geben ihrer Freude über bas große Werk des tätigen Sozialismus burch eigene Mitwirkung Ausbruck. Aus allen Teilen ber Welt laufen ihre Gelbfenbungen unb Sachfpenben ein. Wie sehr biese Bewegung anhält, lehren folgenbe Beispiele aus jüngster Zeit.
Aus Sübamerika schrieben brei ehemalige Einwohner ber kleinen hessischen Stabt B a b Wimpfen: „Würben Sie so gut sein unb bem Winterhilfswerk 35 Mark einzeichnen? Wir haben dieses Gelb gerne gefpenbet, benn heute wissen wir, baß es richtig verwenbet wirb." So kam biese Summe aus Valencia unb Porto Caballo als Beweis herzlicher Heimatliebe. Der La Plata-
Die Zeit des Kampfes um die Straße ist vorbei. Heute geht es an den Ausbau der Gemeinschaft der NS.-Jugend. Die Schulung muß in den Vordergrund gerückt werden, um allen Führern und Jungen den Weg zu zeigen, den sie gehen müssen, um das Ziel zu erreichen, welches wir uns gestellt haben. Mit der Schulung muß gleichzeitig die Kulturarbeit laufen.
Das bedeutet aber Kulturarbeit?
Jedes Volk hat feine Kultur, d. h. ein gewisses Geistesleben, eine Gestaltung der Sitten und Gebräuche, eine durchgeistigte seelische Gepflogenheit.
Die Hitlerjugend ist das junge Deutschland, ist dasDo 1 k Don morgen. So wie jede Generation an ihrer Gepflogenheit hängt und sie liebt, fo lieben auch wir Jungen unsere selbstge- talteten Sitten und Anschauungen und lassen sie uns nicht nehmen. Der Einfluß der alten Generation ist groß, besonders in der Schule, und wird es in vielen Beziehungen auch bleiben, denn sie hat das größere Wissen, welches wir niemanden ab« treiten wollen. Die Schule soll aber eine Bildungs- tätte fein, so wie sie ursprünglich gedacht war, doch >arf sie sich nicht auf das Privatleben der Schüler ausdehnen wollen.
heule besteht die große Gemeinschaft der Jugend, die alle und alles umfaßt. Sie wird auch die Gestaltung und Formung des jungen Menschen übernehmen, ba, roo die Schule versagt hat.
Wir wollen keine einseitig Gebildeten, ja verbildeten Menschen, keine mit Weisheit vollgepfropften Krüppel, sondern unser Ziel ist es, kräftige, schöne und wissende Menschen zu bilden, welche auf hoher körperlicher unb geistiger Kulturstufe stehen. Nur aus gefunben, gebildeten Menschen kann ein gesunder Staat werden, und nur ein solcher Staat hat bas Recht, auf Dauer unb Ewigkeit zu bestehen. Ein Staat, in dem ber schafsenbe Mensch regiert und keine Bonzen. Ein Staat, in dem jeber daselbe Recht hat unb es keine Klassen unb Kästen gibt. Unb ein Staat, in dem nur nach Leistungen gewertet wird. Ein solches Volk ist fähig, roieber große Männer ber Welt zu schenken. Solche Männer aber können auch mieberum nur von solchen Völkern verstauben werben, bie frei find von allen politischen unb weltanschaulichen Streitigkeiten. Von Völkern, bie stark im Glauben sind unb einig in ihrem Wollen. Ja nur von ben Nationen, bie aus innerster Ueberzeugung so hanbeln unb nicht aus Massenpsychose, aus einem momentanen Trieb süblicher Leibenschaft. Unb das werben nur bie nordischen Menschen sein, die ruhig überlegenden, standhaften, tapferen Männer und die treuen unb eblen Frauen ber germanischen Welt.
In Deutschland unterscheiden wir fünf Rassen, doch ist die nordische bie stärkere.
Die meisten unserer großen Männer waren nordisch unb unsere Führer werben norbisch fein.
Doch wollen wir nicht in ben Fehler verfallen, zu glauben, alle anberen vertretenen Rassen wären
Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Der Polizeibericht meldet ..." — Obst- unb Garten bau verein, 15.15 Uhr, Kaufm. Vereinshaus, Vortrag. — Evangelische Stadtmission, 20.15 Uhr, musikalischer Dolksabend. — Handweberei Schloß Westerburg, CafL Ebel, 14 bis 18 Uhr, Handgewebe-Ausstellung.
— Aus bem Stabttheaterbüro: Morgen, Sonntag, bas nationale Drama „Alle gegen Einen — Einer für Alle" von Forster-Burggraf; Spielleitung ber Jnbenbant. Die Aufführung würbe auf Veranlassung bes Gaukulturwarts ber NSDAP, aus Anlaß bes Volkstrauertages angesetzt. — Dienstag bas Trauerspiel „Julius Cäsar" von Shakespeare. — Mittwoch: Drei Akte von Kurt Goetz „Hokuspokus". — Donnerstag Veranstaltung ber NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freube": Konzert bes Stabttheater-Orchesters. — Freitag: Drei Akte von Kurt Goetz „Hokuspokus".
— Der Oberheffifche Kun st verein kün- bigt für heute nachmittag freien Besuch mit einem Vortrag von Prof. Dr. Olt an. (Siehe heutige Anzeige.)
— D i e Vortragsvereinigung (Goethe- Bunb, Kaufmännischer Verein unb Gewerbeverein) veranstaltet am nächsten Montag ihren 5. Vortragsabenb mit einem Licht- bilber-Vortrag über „Die beutsche Himalaja-Expe- bition 1929/31 im Kampfe um bie höchsten Gipfel der Erde". Den Vortrag wird der bekannte Himalaja-Forscher Paul Bauer halten. (Siehe gestrige Anzeige.)
— Der Obst- unb Gartenbauverein Gießen veranstaltet am morgigen Sonntag im Kaufmännischen Vereinshaus einen Vortrag. (Siehe heutige Anzeige!)
— Die Hanbgewebeausftellung ber Handweberei Schloß Westerburg ist bis einschließlich morgigen Sonntag geöffnet. (Siehe gestrige Anzeige.)
** Die biesjähriaen Abiturienten in Hessen. In Hessen stehen gegenwärtig nach einer amtlich bestätigten Mitteilung 1112 Abiturienten unb 237 Abiturientinnen in ber Reifeprüfung. Von ihnen haben sich von vornherein 562 junge Männer unb 175 Mädchen für praktische Berufe entschieden. Der Rest, nämlich 550 männliche und 62 weibliche Abiturienten, haben die Absicht ausgesprochen, studieren zu wollen. Da aber das auf Hessen entfallende, vom Reich festgesetzte Jahres- kontingent der zum Hochschulstudium Zugelassenen (abgesehen von ben Lehrerstubenten am Päbago- aischen Institut) 340 männliche unb 34 weibliche Stubenten ist, werben sich also noch 210 Abiturienten unb 28 Abiturientinnen nichtakabemischen Berufen zuwenben müssen.
** Semesterschluß-Gottesbienst. Am Volkstrauertag, Sonntag, 25. Februar, finbet um 8 Uhr in ber Stabtkirche ber Semesterschluß-Gottes- bienst für evangelische Stubenten statt. Die Prebigt hält Stubenfenpfarrer Surfer.
♦* Die Auszahlung be r Militärver - ^orgungsgebührnisse (Heeresrenten) für ben Monat März erfolgt bereits am Dienstag, 27. Februar.
** Stabttheater-Abonnement. Zur Einlösung bes 6. Abschnitts bes Stabttheater-Abon- nements wird in unserem heutigen Anzeigenteil aufgefordert. Näheres in der Bekanntmachung.
** Die Gießener Wochenmärkte finden von ber nächsten Woche ab roieber breimal wöchent- lich statt. Unsere Hausfrauen mögen bie heutige Bekanntmachung ber Bürgermeisterei beachten.
** Die Ausgabe von K o h 1 e n b e z u g s - scheinen für Arbeitslose unb verschämte Arme betrifft eine Bekanntmachung bes stäbtischen Wohlfahrtsamtes in unserem Heu-
SA. der NSDAP. Reserve I (Stahlhelm).
Antreten aller katholischen uniformierten unb nicht uniformierten Kameraben, sowie ber Anwärter am Sonntag, 25. Februar, um 8.40 Uhr, in der Liebig- straße an ber Katholischen Kirche.
Antreten aller übrigen uniformierten und nicht uniformierten Kameraben, sowie ber Anwärter um 9 Uhr am Stahlhelmheim. Kirchgang unb baran an- schliehenb Gefallenenehrung am 116er Denkmal, Landgraf-Philipp-Platz, mit Kranznieberlegung.
Sturmbann I.
Ortsgruppe des Stahlhelm, BdF.
Montag, 26. Februar, 20 Uhr, Zusammenkunft ber Anwärter im Stahlhelmheim. Kamerab Kreisführer Dr. Dehner wirb über bie Lage berichten.
Damit pünktlich angefangen werben kann, wirb Antreten ab 19.30 Uhr empfohlen.
Der Ortsgruppenführer.
NSDAP., Amt für Beamte, Kreis Gießen.
Bis spätestens 15. März melben bie Ortswarte des RDB. im Kreis Gießen, im Benehmen mit ben Fachschaftsleitern unb Vertrauenmännern, biejeni- gen Beamten unb Ruheftanbsbeamten — auch soweit sie nicht bem RDB. angehören — bie noch nicht Mitglieber ber NS.-Volkswohlsahrt sinb. Fehlanzeige ist ersorberlich. gez.: Heß.
KDAI. Bezirksleitung Gießen.
Der Schulungsabend am Mittwoch, 28. Februar, fällt wegen Erkrankung bes vorgesehenen Sprechers aus.
Am 10. unb 11. März Tag ber beutschen Technik in Leipzig. Alles nähere ist ber Parteipresse zu entnehmen. Wenn nötig, ergeht noch be- sonbere Weisung.
Nächster Schulungsabenb voraussichtlich Mittwoch, 14. März. Bezirksleitung Gießen.
gez. Kurz.
Kein Urlaub für Amtswalter des NSLB. während der Schulzeit.
An bie Direktionen ber höheren Schulen und die Kreis- und Stadfschulämfer richtet sich folgende Verfügung von Ministerialrat Ringshausen: „Wir haben Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß Lehrkräfte, die als Amtswalter des NSLB. tätig sind, während der Schulzeit an Sitzungen, Besprechungen usw. des NSLB. nicht teilnehmen bür- fen. Da bem Schulwesen bringenb Ruhe not tut, ift es unbebingt erforderlich, daß derartige Veranstaltungen in die schulfreie Zeit verlegt wer- ben."
Hitler-Jugend.
Obergebietsführung West.
Die Gebietsführung Mittelrhein, Köln, Volks- gartenstrahe 62, bittet alle Jg., die sich für tunst- handwerkliches Gestalten interessieren, sich bei der Abteilung S des genannten Gebietes auf dem Dienstweg zu melden. Fachleute wollen ihr Fach mitangeben. Das Gebiet Mittelrhein wünscht diese Angaben, um diese Jugendgenossen zu kunsthandwerklichen Gemeinschaften zusammenzufassen.


