Anordnung.
Die Politische Lchutungsarbeit ist genehmigungspflichtig r
1. Jedwede weltanschauliche Schulung, slaatspott- tische. wirtschaftspolitische, kulturpolitische und sonst irgendwie als politisch anzusehende Schulung-- und Erziehungsarbeit im Gebiet des Gaue» Hessen- Nassau ist ohne Aufsicht und ohne Genehmigung de» Gauschulungsleiters verboten.
Private Vereine und Verbände, Korporationen. Innungen, Klubs usw.» die bisher Im Rahmen ihres Organisalionsbereiches Lchutungsarbeit in der oben bezeichneten Art betrieben haben, müssen, sofern sie den Umfang de» politischen Kreises nicht überschreiten, die Genehmigung von den zuständigen kreis- schulungsleitern einholen. Sobald ihr Organisationsbereich größere Gebiete des Gaues Hessen- Nassau umfaßt, also den einzelnen Kreis überschreitet, haben sie sich mit dem Gauschulungsamt unverzüglich in Verbindung zu sehen.
2. Sämtliches Schrifttum, da» zu Schulungszwecken verwendet wird oder verwendet werden soll, bedarf der Begutachtung und der Genehmigung des Gaufchulungsleiters, und es muß diesem das Material vor der Drucklegung bzw. vor der Verbreitung vorgelegt werden. Anfragen find zu richten an das Gauschulungsamt der Gauleitung Hessen- Nassau. Gez.: Sprenger.
oen um Brot und Heizung für die Armen sieghaft behaupte.
50 Pfennige für die Nächstenliebe! Ein Losorief, der sofortigen Gewinnentscheid enthält! 5000 Mark können gewonnen und sofort ausbezahlt werden! Und jedes Los besitzt noch einen Prämienschein, der am 1. März zur Verlosung gelangt und dessen Prämie wiederum 5000 Mark beträgt. Wenn nun jemand sich ganz besonders glücklich an diesem „Gegenangriff" beteiligt, so fällt ihm nicht nur der Hauptgewinn, sondern auch die Prämie zu, das sind 10 000 Mark!
30 Serien dieser braunen Lose mit je einem Haupttreffer und Prämie halten die „Soldaten" der Winterhilfe zum Kauf bereit: also 30mal belohnt der „Gegenangriff" seine Mitkämpfer mit der Hoffnung auf den Höchstgewinn von 10 000 Mark.
NS-Lehrerbund Gießen-Gtadt.
heute, Mittwoch, 16 Uhr, in der Turnhalle der Oberrealschule Versammlung mit Vortrag von Professor Dr. L a u t e n s a ch über „Geopolitische und wehrvolitrsche Eindrücke auf einer, Reise durch Ost- afien . Zu der Versammlung sind auch Gäste willkommen.
Bund Deutscher Mädel
Gau 4, Oberhessen.
Die Geschäftsräume der Gauführung befinden sich jetzt: Friedberg, Diesfenbachstrahe 3, Anruf 4666.
hell Hitler!
Jngeborg von Garnier, Gaugeschäftsführerin.
Gietzener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 24. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,45 Mk., Landbutter 1,15 bis 1,25, Kochbutter 1,— Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 11 bis 12, Wirsing, das Pfund 15 bis 20 Pf., Weißkraut 10, Rotkraut 12, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 25 bis 28, Unterkohlrabi 6 bis 8? Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 30 Pf., Feldsalat 1,— bis 1,50 Mk., Zwiebeln 10, Meerrettich 45, Schwarzwurzeln 25, Kartoffeln 3 bis 3%, Aepfel 10 bis 25, Birnen 15, junge Hähne 80, Suppenhühner 70 bis 75, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 40 bis 60, Endivien 20 bis 30, Lauch 5 bis 10 Pf., Sellerie 10 bis 35 Pf.
Daten für Mittwoch, 24.Januar.
1712: Friedrich der Große in Berlin geboren (gestorben 1780); — 1776: der Dichter E. T. A. hoff- mann in Königsberg geboren (gestorben 1822); — 1880: der Ozeanograph Alfred Merz in Perchtels- dorf bei Wien geboren (gestorben 1925).
Bornonzen.
— Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19.30 bis 21.30 Uhr: „Bob macht sich ge- sund". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,^Des jungen Dessauers große Liebe". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 16 bis 17 Uhr, Ausstel- lung. — RS.-Lehrerbund Gießen-Stadt: 16 Uhr, Turnhalle der Oberrealschule, Versammlung mit Dor- trag Professor Dr. Lautensach über „Geopolitische und wehrpolitische Eindrücke auf einer Reise durch Ostasien". — Ortsgruppe Gießen-Rord: 20.30 Uhr, Zellen 1, 2, 3, 4 und 5, „Aquarium", Zellenabend; Vortrag Professor Dr. Mayer über das Verhältnis Deutschland — Oesterreich. — Ortsgruppe Gießen-Ost, Zelle 5 und 6: „Stadt Lich", 20.30 Uhr, Zellenabend. — Katholisches Dereinshaus. 15.30 Uhr Kasprrte-Theater.
— Aus dem Stadttheaterbure au. Morgen, Donnerstag, Deutsche Bühne Reihe 1, Opernabend „Der betrogene Kadi" von Gluck und Die Nürnberger Puppe" von Adam. (Siehe heutige'An- Zeige.)
*
**, Ausfallende Sprechstunde des hessischen Staatsmini st er s. Das Staats- Presseamt teilt mit: Die Sprechstunden des hessischen Staatsministers Jung fallen bis Samstag, den 27. Januar, aus.
** Ehrung eines verdienten Schul- mannes. Dem ehemaligen Direktor der Ober- realschule zu Gießen, Oberstudiendirektor i. R. . Dr. Heinrich Schnell in Guntersblum (Rheinhessen), wurde, wie das Personalamt mitteilt, in Ansehung seiner hervorragenden Verdienste um das hessische Schulwesen der Charakter eines „Geheimen Schulrats" verliehen.
** E i n seltenes Jubiläum. Am heutigen 24 Januar werden es 25 Jahre, daß unser bekannter Mitbürger Heinrich Launspach durch das Vertrauen der oraanisierten Gießener Hausbesitzer in den Vorstand oes Gießener hausbesitzerverelns gewählt wurde. Sehr bald nach 1910 wurde er erster Vorsitzender des Vereins. Welche enorme Ar- beit der Jubilar seit dieser Zeit zum Wohle der Stadt geleistet hat, später auch als Stadtratsmit- fllieb, sei pflichtgemäß erwähnt. Große Verdienste bat sich der nunmehr 70 Jahre alle Mitbürger in sozialpolitischer Beziehung erworben. Furchtlos hat er auch in der Zeit her marxistischen Regierung feiner deutschen Gesinnung überall, wo es angebracht
war, Ausdruck gegeben. Der hausbesihervereln hat anläßlich des Jubiläums Herrn Launspach zum Ehrenvorsitzenden ernannt und seiner Dankbarkeit durch ein entsprechendes Jubiläumsgeschenk Ausdruck gegeben.
** Eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Steuererklärungen erlassen die Finanzämter Gießen, Grünberg und Hungen im Ä Anzeigenteil. Auf die Bekanntmachung sei s hingewiesen.
** Beitragszahlung der Einzelmrt- glieder der Deutschen Arbeitsfront. Die Gau-Betriebszellenabteilung teilt mit: Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die Beiträge nur bei den örtlichen NSBO.-Dienststellen, |
nicht aber bei der Gau-Betriebszellenabteilung im Adolf-Hitler-Haus direkt einzuzahlen find.
** Gegen Gefahren im Walde. Nachdem sich in letzter Zeit durch unbefugtes Betreten von Holzhauereien in den Staats- und Gemeindewäldern schwere, zum Teil tödlich verlaufene Unglücksfälle ereigneten, haben sich die Forstpolizeibehörden veranlaßt gesehen, ein allgemeines Polizeiverbot des Betretens der Holzhauereien durch Unbefugte au erlassen. Die hessischen Kreisämter haben die Forstpolizeibeamten und die Gendarmerie beauftragt, Zuwiderhandlungen zur Strafanzeige zu bringen. Für Unfälle, die durch unbefugtes Betreten der Holzhauereien entstehen, wird von keiner Seite gehaftet.
Landkreis Gießen.
X Wiefeck, 23. Jan. Im kleinen Saal von Gastwirt Heinrich Braun fand jetzt die erste Mit» gliederoersammlung dieses Jahres der Orts, gruppe der NSDAP, statt. Ortsaruppenleiter und Bürgermeister Karl Euler ergriff nach Herz« licher Begrüßung das Wort zu einer längeren An« spräche, die richtunggebend für die Arbeit im neuen Jahr war, besonders für die in der OG. tätigen hoheitsträger und Funktionäre. Ausführlich behan« beite der Ortsgruppenleiter die Begriffe „Raffe, Blut und Bodenständigkeit". Der Ausbau der Partei und der Macht, die in Oer Hauptsache im neuen Jahr vorgenommen wird, erfordert größere Anforderungen an jeden Parteigenossen. Denn nicht der ist Nationalsozialist, der Mitglied ist, sondern der als Mitglied im Dienst an der Partei und damit an Volk und Staat Diener der Gesamtheit ist und seine Schuldigkeit tut. Ausgehend vom Sinn des wahren Sozialismus geißelte der Ortsgruppenleiter scharf den jetzt hier und dort auftauchenden Feind, „Re« aktion" genannt, der glaubt, Sabotage üben zu können, in entstellenden Witzen alles Gute in den Schmutz zu ziehen sucht und sich unter wohlmeinender Maske an Hoheitsträger der Partei heranwagt, um der Partei zu schaden, lieber diese Leute wer- den genau so die Listen geführt, wie es in der Opposition der Fall war, und wir werden dann nicht mehr Marxisten in den Konzentrationslagern finden, sondern Reaktionäre als Feinde der Idee unseres Volkskanzlers. Auf die Außenpolitik körn- mend, zeigte Ortsgruppenleiter Euler auf, wie überall bei den andern Staaten die Erkenntnis von der weltgeschichtlichen Sendung des Nationalsozialismus mehr und mehr sich Bahn bricht. Der Ortsgruppenleiter kündigte sodann die nach Ostern stattfindende Fahnenweihe der Ortsgruppe an, mit deren Vorbereitung Propagandawart Kirchner beauftragt wurde. Hierauf nahm Ortsgruppenleiter Euler die Organisation der Ortsgruppe vor, die künftig in zwei Zellen und vier Blocks eingeteilt wird. Innerhalb der Ortsgruppe arbeiten folgende Amtsund Stabswalter: Karl Euler, Ortsgruppenleiter, Ernst Jung, stellvertretender Ortsgruppenleiter, Friedrich M i e tz n e r, Kassenwart, Wildern Kratz, stellvertretender Kassenwart. Karl Kirchner, Zellen- und Propagandawart, Michael Becker, Zellenwart, Heinrich Rodenhausen, landwirtschaftlicher Fachberater, Heinrich Ihm, Funkwart, Herbert Sattler, Pressewart, Karl P a u s ch, Blockwart, Karl Werner, Blockwart, Otto Stoll, Blockwart und Schulungsleiter, Otto Lotz, Blockwart. — Bei der am Sonntag vorgenomme- nen Haus- und Straßensammlung für das Winterhilfswerk gingen 120,40 Mark ein.
* Wiefeck, 23. Jan. Die Generalversammlung des Turnvereins 1862 e. V. Wieseck wurde dieser Tage im Vereinslokal Braun abgehalten. Der Vereinsführer Karl D aupert gab zunächst einen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Hieraus ging hervor, daß das Jahr 1933 nicht nur politisch, sondern auch in der Vereinsgeschichte eine Umgestaltung gebracht hat. Erfreulicherweise hab» sich der Turnbetrieb im Verein weiterhin gut entfaltet, so daß es auch möglich war, alle größerer Veranstaltungen, wie Bezirks- und Gaufeste sowi? auch das Deutsche Turnfest in Stuttgart zu besuchen. Auch einige zum Austrag gekommene Geräte-Mann- schaftskämpfe ließen erkennen, daß die Turner überall recht gute Resultate erzielten. Ferner wurden alle politischen Veranstaltungen in der Gemeinde durch die aktive Mitwirkung unterstützt. Der Verein selbst konnte mit einem sehr vielseitigen Sportprogramm aufwarten, ein Zeichen dafür, daß im Jahre der deutschen Erhebung durch den Impuls des Vereins mehr geleistet wurde, denn je. Der Vereinsführer brachte zum Ausdruck, daß kein Verein oder Verband von dem Umschwung der Revolution von 1933 unerfaßt geblieben wäre und es darum auch Pflicht für alle Funktionäre fei, sich auch fernerhin mit aller Kraft und Disziplin für eine Evolution einzusetzen. Den Kassenbericht erstattete Kassenwart Karl P a u s ch. Die Berichtszahlen gaben ein befriedigendes Bild. Der Verein zählt heute 348 Mitglieder, 23 Zöglinge und 21 Turnerinnen. Im verflossenen Jayr wurden 70 Mitglieder neu ausgenommen. Ernst Bierau gab bekannt, daß sich die Kassenführung in den besten Händen befinde und stellte den Antrag, den Kassenwart zu entlasten. Dem Antrag konnte entsprochen werden. Als Rechnungsprüfer für 1934 wurden wiederum Ernst B i e r a u und Heinrich Römer bestimmt. Gefangswart Gustav Weller sprach noch für die Gesangsabteilung und avpellierte an alle Sänger, daß auch hier jeder sein Möglichstes zur Weiterentwicklung des Vereins beitragen müsse. Turnfreund, Bürgermeister Euler, wies in einer kurzen Ansprache die geistige Verbindung zwischen dem Nationalsozialismus und dem deutschen Turnen auf. Mit einem dreifachen „Sieg- Heil!" auf den Volkskanzler Adolf Hitler und mit dem Liede „Turner auf zum Streite" wurde die Jahreshauptversammlung geschlossen.
< Großen-Buseck, 23. Januar. Im hiesigen Gemeindewald ereignete sich gestern bei den Holz- fällerarbeiten ein Unglücksfall. Der Holzhauer Karl Ho f m a n n wurde von einem ins Rollen gekommenen Baumstamm erfaßt und zu Boden gedrückt, wobei der bedauernswerte Mann eine Quetschung des Beines erlitt. Zum Glück hatte der Unfall keine schlimmeren Folgen.
is. Steinbach, 24. Januar. Heute sind es 40 Jahre, das der hiesige Milchhändler Anton R e u s ch l i n g dieses Gewerbe in G i e ß e n ausübt. Zwanzig Jahre hat er die Milch von hier mit eigenem Fuhrwerk nach Gießen gebracht, später durch die Dampfmolkerei bezogen. Treu und gewisienhaft, allzeit mit gutem Humor versehen, hat er seine Kundschaft pünktlich bedient und sich eine Stammkundschaft in Gießen erhalten und einen großen Bekanntenkreis erworben. Gefällig hat er ferner jeden Auftrag gerne besorgt und sich hierdurch ebenfalls sehr beliebt gemacht. Kürzlich gab er einmal zum Besten, was ihn fein Frühstück in Gießen gekostet hat, und wer es gerne wissen möchte, soll es einmal täglich mit 50 Pfennig auf 40 Jahre berechnen, und er wird staunen, was Reuschling von seinem Verdienst wieder in Gießen gelassen hat.
ck. Heuchelheim, 23. Jan. Der Gesangverein „Germania" hielt am Samstagabend in der Turnhalle fein Wintervergnügen ab. Die unter der Leitung des neuen Dirigenten Otto Dolk - m a n n vorgetragenen Chöre zeigten die beachU-che Höhe, zu der sich der Verein in gesanglicher Hinsicht entwickelt hat. Allgemeinen Beifall fand die Wiedergabe eines Singspiels. Den musikalischen Teil der Veranstaltung bestritt die Kapelle Leib (Launs- bach).
Kreis Büdingen.
♦ Nidda, 23. Jan. Im Alter von 86 Jahren starb hier eine unserer ältesten Mitbürgerinnen Frau Louise Keck. Sie war die Witwe des in Jmkerkreisen weitberühmten Erfinders wesentlicher Verbesserungen an Bienenwohnungen mit Rahmenwaben, die er viele Jahre allein in seiner großen Werkstätte für Jmkergeräte herstellte.
Winterhilfswerk.
Kreisführung Gießen.
Für-
Durchführung der Ersatzansprüche,
3.
1. Aufbau und Tätigkeit der öffentlichen sorgebehörde,
2. Aufgaben des Wohlfahrtspflegers,
Befr.: Schulungskursus der Amtswalter der NS.-Volkswohlfahrt.
Die NS.-Volkswohlfahrt führt einen Schu-
Es ist Pflicht eines jeden Amtswalters, daß er diesen aufklärenden Vorträgen beiwohnt. Es werden nachstehende Vorträge gehalten:
Sie Monatsplaketten für Geldspenden
Die Gauführung des Winterhilfswerks teilt mit: Die monatlichen Plaketten für Geldspenden, die dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1933/34 zugeflossen sind, sind unter Vorlage der Quittung, der Postscheck-, Bank- oder Bareinzahlung bei den zuständigen Ortsgruppen monatlich anzufordern.
14. Reichsgrundsätze über Art und Maß der Für- sorge.
Der erste Vortrag beginnt am kommenden Frei- f , , ,; ' m . .. ' u tag, 26. d. M., 19.30 Uhr, im Hause der Arbeits-
T °u- m-r V°rtr°g-N be- f t Schanz-nstraß-. Di- w-it-r-n Vorträge wer- steht, durch In demselben werden vor allen Dingen durch die Zeitung b-kanntg-macht.
die wichtigsten Anordnungen der öffentlichen Für-. ' , ö
sorge behandelt. Die Vorträge werden von Beamten Jütlerl
des Wohlfahrts- und Kreisfürsorgeamtes gehalten, gez. M o h a u p t, Kreisgeschästsführer des WHW.
Im Leichen der
Opfectag jlik öik IDinWe
Haus, und Stratzenfammlung Freitag, den 26. Januar 1934 Dolksbund für das JDeulschtum im Jhisland
Kornblume
yjjtn 26. Januar 1°34 sammeln die jugendlichen heiter des Volksbundes für das Deulfchium im Ausland, des VDA. in allen Teilendes Reiches für das Winker- hilfswert des deutschen Volkes.
•
Dieter Tag steht rni Zeichen der blauen Kornblume. Sie ist das Symbol der Verbundenheit aller Deutschen dies- und jenseits der Grenzen. Wer die Kornblume an diesem Tage trägt, bekundet seine Zugehörigkeit zur Schicksals- Gemeinschaft des deutschen tzuudert-Mllionen-volkes.
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Die Kornblume in der Mnterhilse Die blaue Blume, wo kommt sie her?
Was sagt sie uns Deutschen im Dienen Reich?
Sie kommt aus dem kämpfenden volksdeutschen Heer Der Brüder im alten Oesterreich.
Sie war dort das Zeichen von Treue und Trutz, Der Führer trug selbst sie als Knabe voll Stolz. Nun ruft sie uns wieder zu Opfer und Schutz, Ein Dolk, das fein Wille zusammenschmolz, Ein Volk über Grenzen geeint in der Not.
So ruft es die Blume der Treue uns zu: EGedenk auch der draußen: die Hunger und Tod Erleiden für Dich! Was opferst Du?!"
Oberheffen.
Fahnenweihe des Stammes VBurgund in Lollar.
, .„Dollar, 23. Jan. „Achtung!" Trillerpfeifen chnllen durch die Luft. „Stamm V Burgund — tlllgestanden! Augen rechts! Stamm V Burgund ur Fahnenweihe angetreten!" Der Oberjungbann= ugrer Philippi nimmt die Meldung des Stamm- uhrers entgegen. Dann marschieren wir. Werbemarsch durch oie ehemals rote Hochburg Lollar. ?och Über uns flattern die schwarzen Wimpel mit der Sieg verkündenden Rune, die Fahnen eines "e.nen ^"".flEngeschlechts. Hell klingt unser Lied im snschen Wind. Wir singen das Lied vom Trommel- vuden, dumpf hämmern die Landsknechtstrommeln Den Takt dazu. Jetzt Trommeln und Pfeifen: ein
•c.1 t?1]3. Preußens großer Zeit klingt auf und 04? fcmln!flrC1P ^Isthmus auch den Müdesten mit ncy. Endlich sind wir auf dem inmitten des rauschenden Waldes, den wir so lieben, gelegenen Sport» plafc angelangt. In kurzer Zeit steht das Karree. Em Lied steigt: und Gefahren..
der D b e r i u n unseren Fahnen und verspottet, uns erheben; er die einst Verächter uno bekämpft, Sinnbilder eines neuen Deutschlands sind, Sinnbilder unserer Straft und unserer Treue. Er ermahnt uns Jungen vom Stamm Burgund als Iräaer des Namens derer die sich emft opferten um eines Goldschatzes willen treu und unerschütterlich unseren Schatz zu hüten und auch für chn zu sterben; unseren Schatz — nicht
„Aus, marsch, marsch, durch Mühen ■ ,— Sprechchor. — Dann spricht g b a n n f ü b r e r. Er spricht von und Wimpeln, die einst verhöhnt sich heute so stolz und frei über Iprictjt von unseren heiligen Zeichen,
Gold — sondern Leben, unser Volk. Und bann übergibt er dem Fähnrich die Fahne. Unser Bundeslied steigt gleich einem Schwur gen Himmel. — Dumpf dröhnen die Landsknechtstrommeln, hell schmettern die Fanfaren. Stamm Burgund marschiert wieder zurück in seine Heimatorte, marschiert, erfüllt mit neuem Geist und Kampfeseifer, neuen Ausgaben, neuer Arbeit und neuen Taten entgegen. Wulle.
Jungvolk - Schulungstagung in Langsdorf.
(XD ßangsborf, 23.Jan. Am Samstag und Sonntag stand unser Dorf im Zeichen des Jung- oolks. Etwa 80 Führer der Fähnlein Lich, Hun» gen, Birklar und Steinheim waren zu einem Stammesfchulungslager versammelt. Die Leitung log in der Hand des Jungbannschulungsleiters Schreiber (Gießen). Die Arbeit begann am Samstagabend mit der Einübung von Liedern. Es wurden Instruktionen erteilt für Die Ordnungen auf Fahrt und im Lager. Dann wurde ein Rückblick gegeben über die seitherige Geschichte des Jung, volles. Weiter sprach der Leiter über Führertum und Gefolgschaft. Am Sonntagmorgen erging bei grauender Dämmerung der Weckruf durch die Gas- sen. Dann begann der Tag mit Ordnungsübungen. Es folgte eine Wiederholung der im vorigen Schu- lungslager besprochenen Gegenstände. Damals wurden Uebungen für erste Hilfe bei Unglücksfällen ver- anstaltet. Den Abschluß bildete eine Ansprache des Jungbannführer Stroh (Gießen). Die Jungen in ihren schmucken Uniformen waren als gern gesehene Gäste in den Häusern unseres Dorfes einquartiert.


