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rer Vorträge.

lglischen Arbeits- Stand der eng»

Der Unterstaatssekretär im en;

lingt, und daß erhebliche Summen zur Beschulung, gesetzt, daß es nicht wie in England < Ausbildung und Berufsgliederung blinder Geistes-Ilichen Unterstützungsinstitut ausarte.

Kunst und Wissenschaft

Aus aller Wett

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gleichen oder ähnlichen Gebrechen de­al l e n werden. Sie hoffen, daß durch diesen frei­willigen Verzicht auf Nachkommenschaft die Aus­merzung der erblichen Blindheit ge-

Der neue Darmstädter Generalintendant.

Franz E v e r t h, der erste Oberspielleiter der Städtischen Bühnen in Köln, langjähriger Ober- pielleiter des Düsseldorfer Schauspielhauses und Nitarbeiter von Luise Dumont, wurde als Nach- olger des mit dem Ende der laufenden Spielzeit ausscheidenden Generalintendanten Dr. RolfPrasch auf zwei Jahre zum Generalintendanten des Hessi­schen Landestheaters in Darmstadt berufen. Wäh­rend eines vertraglichen Urlaubs von vier Wochen wird er im Staatstheater München gastweise als Spielleiter und Hauptdarsteller tätig sein.

Der Hamburger Lessingpreis.

Der Lesfingpreis derStadt Hamburg in Höhe von 5000 Mark, der alle drei Jahre ver­liehen werden soll, wurde in diesem Jahre vom Senat der Freien und Hansestadt zu gleichen Teilen den Dichtern Konrrrd B e st e und Friedrich Griese zugesprochen. Das Gutachten der für die Preisver­teilung verantwortlichen Vertrauensleute betont, daß die Verleihung grundsätzlich dem kulturpolitischen Willen der nationalsozialistischen Regierung entfpre- chen müsse, und daß in erster Linie niederdeutsche Dichter und Gelehrte zu berücksichtigen seien. Das Schaffen von Konrad Beste sei als ein Sinnbild des Entscheidungskampfes unseres Volkes zu bewer­ten; Grieses Werk sei eine heroische und visionäre Schau, die als eine Tat der nationalen Selbstbe­sinnung und Erneuerung begriffen werden müsse. Beide Dichter stehen im Alter von 44 Jahren. Von Beste, der aus Braunschweig gebürtig ist, sind vor allem die RomaneGrummet" undDas heidnische Dorf" bekannt geworden. Friedrich Griese stammt

Oie Opfer

-es Betrügers Alexandre

Der Lehrmeister Staviskys.

wickelt sein. u ,fl ,, . .

Die Bilanz der Opfer Alexandres ift erschreckend Nicht weniger als drei Abgeordnete, 18 Präfekten, 30 Hauptkassierer verschiedener Ge­sellschaften, zwölf Gerichtsvorsitzende, zwei Staatsanwälte, zwei Senatoren, 50 Richter, 12 Polizeikommissare und eine noch nicht übersehbare Menge von Offizieren und mittleren und kleinen Beamten haben dem Großbetrüger ihre Ersparnisse anvertraut. Alexandre scheint auch der Lehrmeister Staviskys gewesen zu sein; denn Stavisky ist vor einem x>ahre in einem Unternehmen Alexandres, der nach außen sehr bescheiden auftrat, angestellt gewesen.

Ein Iahr am Werk."

Der Zentral-Parteioerlag Franz Eher, München, bringt zum 30. Januar, dem Jahrestag der Macht­ergreifung, eine Sondernummer heraus, die in öd Bilderseiten einen ausgezeichneten Ueberblick über die Entwicklung der Partei und des Staates gibt Unter der LeitwortEin Jahr am Werk ist hier ein Bildmaterial zusammengetragen, das in seiner Gesamtheit zweifellos einen historischen Wert darstellt. Einzelpreis der Sondernummer 20 Pf.

Schuhhaft für einen unsozialen Gutsleiter.

Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschafts­gebiet Pommern Dr. Graf von der Goltz hat veranlaßt, daß der Leiter eines vorpom- merschen Gutes in Schutzhaft genommen wurde. Auf dem Gute herrschten, wie der Deutsche berichtet, skandalöse Zustände. Die Landarbeiter mußten teilweise zu zweien in einem Bett schlafen und auch zu zweit mit einem Handtuch vorliebnch- men. Das Schmalz wurde in gebrauchten Briefum­

ministerium, Hudson, gab den

lisch en A r b e i t s l o s e n z i s f e r mit rund zwei Millionen an. Nach seiner Auffassung ist das System der Arbeitslosenversiche­rung die geeignetste Abwehrmaßnahme, voraus­gesetzt, daß es nicht wie in England zu einem staat-

Jn den Vorschriften über die Betriebsord­nung und die Ta r i f o r d n u n g ist für bestimmte Fälle noch die Ernennung eines Sonder- c treuhänders derArbeit vorgesehen. Ferner kann der Reichsarbeitsminister Sondertreuhänder zur Erledigung bestimmter Aufgaben bestellen.

Aus den Schluß- und Uebergangsvorschriften des t Gesetzes, das in seinen wesentlichen Teilen bekannt- j lich am 1. Mai d. I. in Kraft tritt, ist noch hervor- i zuheben, daß die Ueberführung der Stellung des ( Treuhänders der Arbeit in das Reichsbeamtenver­hältnis mit dem 1. April 1934 in Kraft tritt. Durch die Schlußvorschriften wird ferner noch bestimmt, ( daß, soweit in Betrieben, in denen nach diesem Ge- ( setz eine Betriebsordnung zu erlassen ist, eine Ar- i beitsordnung nicht vorhanden ist oder die vorhan- ! bene Arbeitsordnung nicht den Vorschriften dieses : Gesetzes entspricht, eine Betriebsordnung spätestens bis zum 1. Juli 1934 vom Führer des Betriebes zu erlassen ist. Bis zum Inkrafttreten einer Betriebsordnung gilt die bisherige Arbeitsordnung als Betriebsordnung weiter.

Oer erste nationalsozialistische Minister.

Eine Erinnerungsfeier in Weimar.

Weimar, 23. Jan. (DNB.) Am 23. Januar jährt sich zum vierten Male der Tag, an dem zum erstenmal in Deutschland ein Na- tionalsozialist Mini st er wurde. Dr. Frick, der jetzige Reichsinnenminister, wurde i n Thüringen zum Innen - und Volksbil­dungsminister gewählt. Dem Gedenken dieses Tages galt eine Erinnerungsfeier, die in An­wesenheit von Reichsminister Dr. Frick von der Thüringer Regierung im Landtagssitzungssaal zu Weimar veranstaltet wurde.

Nach einer Begrüßungsrede des Staatsministers W ä ch t l e r unterstrich Reichsminister Dr. Frick die Bedeutung des 23. Januar 1930 für den natio­nalsozialistischen Endsieg in Deutschland. Es sei e i n Experiment gewesen, als die Nationalsozialisten damals in die Regierung eines kleinen deutschen Landes gingen. Dank der genialen Führung Adolf Hitlers, der trotz aller schweren Bedenken diesen Schritt wagte, habe sich die nationalsozialistische Be­wegung auf legalem Wege bis zum end­gültigen Erfolge durchgesetzt. Heute seien Partei und Staat eins. Die Partei fei der alleinige Träger des Staates und die einzige Quells, aus der die Parteigenossen in den Regie­rungsstellen ihre Kraft zur Erfüllung der ihnen vom Führer aufgegebenen Aufgaben schöpften. Nie­mals dürfe daher ein Minister die Verbindung mit der Partei verlieren. Reichsminister Dr. Frick rich­tete zum Schluß seiner Rede eine Warnung an alle diejenigen, die den Zeitpunkt für gekommen halten, eine FrageM onarchie oder Republik aufzurollen. Adolf Hitler und seine Mitarbeiter, so betonte der Reichsminister nachdrücklichst, werden den Platz, auf den die Vorsehung sie gestellt hat, bis zum letzten Atemzuge verteidigen und niemand solle glauben, daß man sie durch irgendwelche Machenschaften dazu bewegen könne, ihre Politik aufzugeben. _

Reichsstatthalter Sauckel dankte Dr. Frick für seine in Thüringen geleistete Arbeit. Am Abend fand zu Ehren des Reichsministers Dr. Frick im Deutschen Nationaltheater eine Festvorstellung von Richard WagnersRheingold" statt, die sich zu einer erhebenden Kundgebung für den Reichs­minister gestaltete.

Oie Neuordnung des weiblichen Arbeitsdienstes.

Berlin, 24. Jan. (VdZ.) Auf Grund des Er­lasses des Reichsbeauftragten für den Arbeitsdienst der NSDAP, ist bestimint worden, daß der weib­liche Arbeitsdienst die Bezeichnung .-Deutscher Frauenarbeitsdienst" führt. Die Reichs­leiterin ist Frau Gertrude S ch o l tz - K l i n k aus Karlsruhe. Sie hat ihren Sitz in Berlin. Im Reich sind 13 Landesbezirke gebildet worden, die sich mit den Landesarbeitsbezirken decken. Die Be­dingungen für die Aufnahme in den Frauenarbeits­dienst sind folgende:

1. Eingestellt werden nur Bewerberinnen, die das 17. Lebensjahr bereits vollendet und das 25. Lebens­jahr noch nicht überschritten haben.

2. Bei der Bewerbung sind vorzulegen: hand­geschriebener Lebenslauf, Lichtbild und Gesundheits­zeugnis. , . v er

3. Die Meldungen zur Aufnahme m den Frauen­arbeitsdienst nehmen nur die Landesstellen des Freiwilligen Arbeitsdienstes bei den jeweiligen Landesarbeitsämtern entgegen.

4 Jede Bewerberin verpflichtet sich bet der An­nahme dir Bewerbung zu einer ununterbrochenen Dienstzeit von 20 Wochen.

Nach der neuesten Zusammenstellung, die die Reichsleitung des Arbeitsdienstes veröffentlicht, gibt es im Frauenarbeitsdienst gegenwärtig 242 Arbeitsdien st Heime. Diese verteilen sich auf die 13 mit dem Landesarbeitsamtsbezirk überein- ftimmenben Landesstellen des Frau-narb-ltsdi-nstes folgendermaßen' Pommern 33 Heime Westfalen 30, Brandenburg 28, Schlesien 24, Niedersachstn 22, Nordmark 21, Südwest 20, Ostpreußen 18, Bayern 10, Rheinland 10, Sachsen 9, H e s, e n 8 und Mit- teldeutschland 7.

Starke Zunahme der Eheschließungen.

Berlin, 23. Jan. (DNB.) Nach den Feststellun­gen des Statistischen Reichsamtes wurden im Jahre 1933 in den deutsche'n Großstädten im ganzen rund 209 000 Ehen geschlossen, das sind ?uLd 40 000 mehr als im Jahre 1932. Der grübt- Teil dieser Zunahme der Ehesch >-ßung°n mit rund 34 000 entfallt auf die Monate August bis Dezember d. h. also in die Zeit nach dem Jn- kratttreten des Gesetzes zur Forde- runa der Eheschließungen Die Ieirats- zister h-trug im Jahre 1933 10 7 auf 1000 Emrooh. ner der Großstädte. Sie war damit die höchste lei t d euer st e n N a ch k r i e g s , a h r - n, ,n denen die Heirat-Häufigkeit bekanntlich Mit dem Nachholen der während der Kriegsjahre unterblie-

Ä!»ÖSÄ w- der 1932.

Studentische Wechestunde am kommenden Montag.

Berlin, 23. Jan. (DNB.) Die vom Allge- meinen Deutschen Wafsenring im Ein- vernehmen mit der Deutschen Studenlen. jchaft am Montag, den 29. Januar veranstaltete

Paris, 23.Jan. (DNB.) Der neue Betrug; skandal, der zur Verhaftung des Leiters der W amtenbank, George Alexandre, geführt hat, scheint dem Stavisky-Skandal nicht nachzustehen. Man behauptet, daß zahlreiche bekannte Personen den Verwaltungsräten der von Alexandre gegründeten elf Gesellschaften angehört haben. Ein inzwischen verstorbener ehemaliger Fi­nanzminister, mehrere Abgeordnete und frühere Parlamentarier sollen in die Angelegenheit ver­

schlügen verabreicht. Als sich die Arbeiter beschwerde- führend an den Deutschen Landarbeiterverband wandten, wurde eine Reihe von ihnen wegen Un- ruhestiftung entlassen. Wir begrüßen, so schreibt der Deutsche, die scharfen Maßnahmen gegen diese un­sozialen Elemente sehr und würden wünschen, daß die nationalsozialistischen Unternehmer Mittel und Wege finden würden, um von solchen Störern der Volkseinheit abzurücken.

Verächtlichmachung des neuen Staates in Auslandbriefen.

Das Berliner Sondergericht verurteilte die 30jährige Lagerarbeiterin Frieda Zorn auf Grund des Gesetzes zur Abwehr heimtückischer Angriffe zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis. Die Angeklagte hatte in Briefen an ihre in Neuyork lebende Schwester unwahre Behauptungen aufgestellt, die geeignet sind, das Ansehen des nationalsozialistischen Staates zu gefährden. Diese Briese waren bei der Devisen­kontrolle als verdächtig angehalten und geöffnet worden.

Die Beisetzung der Opfer der Baseler Vlörder.

Am Dienstagvormittag wurden die Opfer der Baseler Mörder, zwei Detektivkorporale und ein Polizist, auf dem Zentralfriedhof in Bafel b e i- gefetzt. Die Trauerfeierlichkeiten in der Abdan­kungskapelle gingen unter gewaltiger Anteilnahme der Bevölkerung, der Polizeikorps verschiedener Kantone und in Anwesenheit auch einer Abordnung der deutschen Schutzpolizei vor sich. Die gewaltige Menge der Kränze hatte in der Kapelle feinen Platz gefunden und mußte auf den Stufen am Gin- a niedergeleat werden. Nach den Feierlichkeiten

en die Leichen eingeäschert.

Zwei Tote auf der Landstraße.

Auf der Landstraße Osterburg-Wittenberge, am sog. Drüsedaurer Heuweg, fanden Fußgänger den Biehhändler Friedrich Beyer aus Aken (Elbe) mit seinem völlig zertrümmerten Motorrad t o t auf. Neben ihm lag ein unbekannter Mann, der durch einen schweren Schädelbruch schwer verletzt war und bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus starb. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, daß Bayer durch einen Kopfschuß getötet worden war. Die Pistole lag neben dem Motorrad. Da der Mit­fahrer keine Äusweispapiere bei sich hatte, konnten die Personalien noch nicht feftgefteüt werden. Man vermutet, daß Beyer, der auf dem Seehäujer Fer-

Weihestunde findet in allen deutschen Hoch- ch u l st ä d t e n gleichzeitig statt. Die Teilnahme an der Berliner Feier im Sportpalast haben außer zahlreichen anderen Ehrengästen bisher zuge- agt: Der Reichsaußenminister, der Reichsinnenmini- ter, der Reichswehrminister, der Reichswirtschafts­minister, der preußische Justizminister, der Reichs­justizkommissar, mehrere Staatssekretäre, die Rek­toren der Berliner Hochschulen, die Gruppenführer Ernst, von Setten, von Morosowitz, Fliegergrup- lenführer von Gronau, Reichsfportführer von Tschammer-Osten und viele andere hohe SA.- und SS.-Führer. Die Festrede hält Oberpräsident Staatsrat Wilhelm K u b e. Außerdem werden spre­chen der Reichsführer der Deutschen Studentenschaft, Dr. S t ä b e l und der Führer des Allgemeinen Deutschen Waffenringes, L a n g h o f f.

Oie Blinden und das Gterilifationsgeseh.

Vorstand und Arbeitsausschuß des Vereins der blinden Akademiker Deutschlands e. V. stellen sich hinter die Maßnahmen der Reichsregierung zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Sie empfehlen den erbkranken blinden Geistesarbeitern, dieses Opfer in innerer Freiheit zu bringen, nach An­hören einer Autorität den Antrag auf Unfruchtbar­machung selbst zu stellen und nicht zu warten, bis er von einem beamteten Arzt oder einem Anstalts­leiter gestellt wird. Sie betonen dabei die Schwere des Opfers, das die Sterilisierung für einen seelisch- jeiftig vollwertigen Menschen bedeutet, erkennen eine Notwendigkeit um der Zukunft des deutschen Volkes willen rückhaltslos an. Als blinde Geistes­arbeiter, die im Beruf stehen und daher wissen, welche äußeren Hemmungen und Schwierigkeiten die Blind­heit für ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Gleichstellung mit sich bringt, wollen sie durch diese Mahnung ihre erbuntüchtigen Schick- alsgesährten davor bewahren, die chwere Verantwortung aus sich zu nehmen, daß Kinder und Kindeskinder von einem

arbeitet der jetzigen und der kommenden Genera­tion frei werden.

Hierzu sei noch folgendes bemerkt: Es ist irrig, nun in jedem blinden Volksgenossen einen erb­untüchtigen und dann in diesem blinden Erbkran­ken, der unter das Gesetz fällt, schlechthin einen Minderwertigen zu sehen. Blindheit ist in den meisten Fällen ein rein körperliches Gebrechen. Das Fehlen eines Sinnes ist eine körperliche Behinderung bei seelisch-geistiger Doll-, ja oft Hochwertigkeit. Erblich Blinde können nickt nur seelisch-geistig, sondern auch wirtschaftlich voll­wertig fein. Es liegt im Interesse der Allgemein­heit, daß man die schulische und berufliche Ertüchti- aung der Jugendblinden nicht vernachläfsigt. Der Allgemeinheit würden sonst auf die Dauer weit Größere finanzielle Lasten aufgebürdet. Unseren blinden Volksgenossen bringen wir nach wie vor Verständnis und Mitgefühl entgegen, damit sie ihr unverschuldetes Gebrechen nicht als ein zu hartes Schicksal empfinden.

Kleine politische Nachrichten.

Sämtliche höheren Führer der Hitler- Jugend, die Führer des Deutschen Jung­volks und des Bundes Deutscher Mädel versammelten sich am Dienstagabend zu einer Führertagung in Potsdam. Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach hielt eine grundsätzliche Rede, in der er die künftigen Ziele und Wege der Hitler-Jugend darlegte. Es folgten eine Reihe roeite-

aus Mecklenburg; von ihm sind an erster Stelle die RomaneDie letzte Garbe",Der ewige Acker", Winter" undDas letzte Gesicht" zu nennen; auch als Dramatiker hat er sich einen Namen gemacht: seine BauerntragödieMensch aus Erde gemacht", wurde erst vor kurzem am Berliner Staatstheater uraufgeführt.

TNinister Dr. Goebbels' Beileid zum Tode von Professor Troost.

Reichsminister Dr. Goebbels richtete als Prä- siedent der Neichskulturkammer an die Gattin des verstorbenen Baumeisters Paul Ludwig Troost ein in herzlichen Worten gehaltenes Beileidsschreiben, in dem es u. a. heißt: Das junge Deutschland hat in Paul Ludwig Troost den Mann verloren, der dazu berufen war, auf dem Gebiete der Baukunst weg­bahnend einer ganzen Künstlergeneration voranzu- schreiten. Dieser Verlust ist um so tragischer, als er zu einem Zeitpunkt eintritt, an dem der Heimgegan­gene nach jahrzehntelangem Kampf um seine künst­lerische Berufung eben das Glück erlebte, vom Füh­rer mit großen, neuen Aufträgen zu künstlerischer Gestaltung berufen zu werden. Das einzige, was Sie und uns dabei trösten kann, ist die Tatsache, daß der Verstorbene wenigstens in einer Reihe von ge­nialen Entwürfen die Große seines Denkens und Formens der Nachwelt übergeben konnte.

Die am Mittwoch um 11 Uhr erfolgende Bei­setzung des Architekten des Braunen Hauses Pro­fessor Paul Ludwig Troost im Nördlichen Fried­hof in München wird auf Weisung des Führers als Staatsbegräbnis durchgeführt.

In den Abendstunden des Dienstag wurde auf Weisung der Bundespolizei der großoeutfche stell­vertretende Bürgermeister von Innsbruck Dr. Walter Pembauer verhaftet, lieber die Gründe der Verhaftung ist noch nichts bekannt. In der letz­ten Zeit wurden in der christlich-sozialen Presse heftige Angriffe gegen Dr. Pembauer erhoben.

kelmarkt Vieh aufkaufen wollte, gegen einen Baum gefahren ift und aus Verzweiflung darüber, daß der Sozius dabei schwer verletzt wurde, Selbstmord verübt hat. Nicht ganz ausgeschlossen ist aber auch die Vermutung, daß der unbekannte Mitfahrer den Viehhändler hinterrücks erschossen hat, um ihn zu berauben und so das Unglück verschuldet hat, bei dem er selbst den Tod fand.

Von der Untergrundbahn überfahren und unverletzt geblieben.

Wie Berliner Blätter melden, hat sich auf dem Untergrundbahnhof Seneselder Platz ein aufre­gender Vorfall ereignet. Eine junge Frau, die hart an der Bahnsteigkante stand, erlitt plötzlich einen Ohnmachtsanfall und stürzte auf die Gleise, gerade in einem Augenblick, als ein Zug ein- uhr. Der Zugführer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, so daß mehrere Wagen über die Frau hin­wegrollten. Alle Zeugen des Vorganges glaubten mit Bestimmtheit, daß die Frau den Tod gefunden habe. Als jedoch die herbeigerufene Feuerwehr den Wagen anhob, wurde die Frau zum allgemeinen Erstaunen völlig unverletzt geborgen. Sie war so unglücklich zwischen die Schienen gefallen, daß ämtliche Wagen, ohne sie zu berühren, über sie hin- oeggefahren waren.

Aufsehenerregende Verhaftung eines estnischen Generals.

Im Zufammenhang mit einem großen <S f a n d a l beim Verkauf estländischer Kriegsschiffe an Peru zwischen dem Betrag, den die Regierung von Peru gezahlt hat und dem, den Estland emp­fangen hat, besteht eine Differenz von 300 000 Dol­lars wurde in Riga der estländische, frühere ruf- sische General Lebedew verhaftet, der als Vermittler bei dem Geschäft auftrat. Bei der Haus­suchung bei General Lebedew fand man 70 000 Dol­lars. Lebedew wurde unter polizeilicher Aufsicht nach Estland befördert und dort den Behörden über­geben. Seine Verhaftung erregt um so größeres Aussehen, als er der Träger eines sehr bekannten Namens ist. General Lebedew war während des Weltkrieges Adjutant des Generals S a n f o n o w und nahm an der Schlacht bei Tannenberg teil. Eine große Rolle spielte er in der Geschichte der Befreiung Estlands.

Dynamilexplofion im Hafen von Rio. Zwei Tote, zehn Verletzte.

Die Explosion eines Dynamitlagers auf der Insel Governador im Hafen von Rio de Ja­neiro hat zwei Todesopfer und 10 Verletzte gefordert. Die Explosion, die sich während der Nacht ereignete, verursachte auf der dicht bevölkerten Jnfel eine Panik. Mehrere Laaerspeicher find zerstört worden. Die Schuppen der Marinefliegerschule wur­den beschädigt.

Fünf Kinder als Opfer eines Familiendramas In Belgien.

Ein schreckliches F a m i I i e n b r a m a hat sich in einer der letzten Nächte in der Ortschaft Berzee bet Namur abgespielt. Ein ehemaliger kleiner Unter­nehmer, der seit einiger Zeit beschäftigungslos war, erschlug mit einem Hammer feine drei Töchter und verletzte feine übrigen beiden Kinder, darunter einen Säugling im Alter von zwei Monaten, so schwer, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Dann erhängte er sich an einem Balken des Dachbodens. Der Täter war ein ruhiger beliebter Mann, der mit feiner Familie in bester Eintracht gelebt hatte.

Notlandung des Afrikafliegers Schwabe.

Der auf einem Kapstadt-Flug befindliche deutsche Sportflieger Karl Schwabe, der dieser Tage in Livingstone landete, ist anschließend zum Flug nach Johannesburg gestartet. Nach einer telegraphischen Meldung mußte der Flieger wegen orkanarti­ger Regenstürme in Messina am Limpopo niedergehen. Schwabe ist auf dem Notlandeplatz glatt gelandet und wird fo bald wie möglich feinen Flug mit dem Ziel Johannesburg fortfetzen.

Das Große Los bringt Pech.

65 ist eine alte Tatsache, daß das große Glück im Leben, die Gewinnung des Großen Loses, häufig den Anfang einer Pechserie darstellt. Lotterie-Ein­nehmer können davon ein Lied fingen. Es gibt nur wenige, die, nachdem sie den guten Griff getan hatten, mit dem Gelde nachher auch etwas anzu­fangen wußten. Vor einigen Jahren hatte ein Schullehrer das Große Los gezogen. Er gab feinen Beruf auf und betätigte sich als Finanzier. Nach knapp einem Jahr schon gehörte er zu den Wohl- sahrtsempfängern. Auch der Hauptgewinner der französischen Staatslotterie, der Friseur Bonhoure aus Tarascon, hat mit seinen Millionen anscheinend viel Aerger. Bonhoure kaufte sich ein Schloß. Er wollte absolut Schloßbesitzer werden. Aber Schlosser sind alt, und Bonhoure muß jetzt Unsummen für Reparaturen an dem Schloß bezahlen. Daß er einen Luxuswagen fährt, ift selbstverständlich. Mit diesem Fahrzeug hat er jetzt einen vierzehnjährigen Knaben überfahren. Der Verletzte wurde mit zwei doppelten Beinbrüchen ins Krankenhaus aebracht. Der unglückliche Knabe wird höchstwahrscheinlich Invalide bleiben und Herr Bonhoure wird die Rente bezahlen müssen.

Wettervoraussage.

Das kräftige Hochdruckgebiet hat sich über den. Kontinent weiter behauptet und läßt zunächst das trockene Wetter mit Nachtfrost fortbestehen. Durch eine bei Island erschienene neue Störung setzt aller­dings von Westen her Luftdruckfall ein, und wärmere Luft schiebt sich vor, die späterhin Anlaß zu Milde­rung und Bewölkungsaufzug geben dürfte.

Aussichten für Donnerstag: Dunstig und wolkig mit Aufklaren, trocken, weiterhin Nacht-

2?usfichten für Freitag: Langsam auf­kommende Milderung und einsetzende Wetterbeun­ruhigung.

Lufttemperaturen am 23. Januar: mittags1,9 Grad Celsius, abends3,2 Grad; am 24. Januar: morgens 6,4 Grad. Maximum1,8 Grad, Mini­mum 7,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. Januar: abends0,7 Grad; am 24. Ja­nuar: morgens1,3 Grad Celsius.

Amtliche Lvinterfportnachrichten.

Vogelsberg. Hoherodskopf: Heiter, 8 ( Grad, 20 bis 25 cm Schnee, verharscht, Ski nur im Walde möglich.__________________________

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für \ Politik: Dr. Fr. W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den ( Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. ( Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und . Steindruckerei R. Lange, K.G., sämtlich in Gießen.