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die großen Aufgaben, die dem deutschen Männer- gesang in der Zukunft harren.

Die Sänger haben in erster Linie die Aufgabe, an der Erziehung des deutschen Menschen mit- zuarbelten, indem sie durch ihre Lieder ihn zur Volksgemeinschaft führen helfen und in ihm die soldatischen, kämpferischen und heroischen Eigenschaften wecken helfen, die er für den Kampf im täglichen Leben braucht.

Durch solche Arbeit und die intensive Pflege des Liedes wird auch die Sangesbewegung über die dringlich gewordene Frage des Nachwuchses Hin­wegkommen.

Im Zuge der Neuordnung wurde auch die San­gesbewegung unter eine zentrale Leitung gebracht. Die Bünde wurden aufgelöst und auch der Hes­sische Sängerbund gehört jetzt als Gau X11 dem Deutschen Sängerbund a n. So ist es auch möglich, von zentraler Stelle aus Fragen zu lösen, wie z. B. die Zusammenarbeit mit der Reichsmusikkammer, der SA. usw. Mit der Musikkammer wird auch die Frage der Haupt- und nebenberuflichen Chordirigenten gelöst. Es ist not­wendig, daß hauptberufliche Chorleiter zugunsten arbeitsloser, aber fachlich tüchtiger Dirigenten zu­rücktreten müssen. Die Stundenhalter müssen ver­schwinden.

Der DSB. mit dem ReichsbundVolkstum und Heimat" zusammen. Das ist in Hessen durch die ein= heitliche Führung im Gausängerbund sehr einfach zu bewältigen. Wir sollen das Volk singen lernen und dabei der Kerntrupp sein. Wir müssen auch zum Volks- und volkstümlichen Singen kommen, anderseits aber auch die beherrschende Stellung des Männerchores erhalten und sie der Jugend über­mitteln. Zur Förderung dieser Arbeit werden

Schulungslager zunächst für die Chorleiter durchgeführt. Die deutsche Sängerbewegung steht nicht in einer Krise, aber in einer Zeit des Kamp­fes, die erfüllt fein muß von frisch-fröhlichem Sin­gen mit dem Ziele, seelische Kräfte im Volke zu wecken und durch die edle Sangeskunst Künder deutschen Wesens zu bleiben.

Gaugeschäftsführer Wilk erstatteten den Ge­schäftsbericht, aus dem u. a. die Neubildung des Gauvorstandes durch Ministerialrat R i n g s h a u - f en als Gauführer, Schulrat Born, als Stell­vertreter, Direktor Brückmann als Gauschatz­meister A l l e s als Provinzwalter von Rheinhessen, Wendler (Bad-Nauheim) von Oberhessen und D a l i o r von Starkenburg zu entnehmen war. Der von Gauschatzmeister Brückmann erstattete Kas­senbericht ergab einen Kassenbestand von 6900 Mark im letzten Geschäftsjahr. Nachdem Schulrat Born dem Kreis Solms-Wetzlar nochmals den Dank für die Mühewaltung ausgesprochen hatte, sprach Mi­nisterialrat Ringshausen das Schlußwort.

Um die Mittagsstunde fand auf dem Domplatz eine überaus stark besuchte

Kundgebung

für das deutsche Lied unter Mitwirkung der Gießener Reichswehrkapelle (Leitung Obermusikmeister K r a u ß e) und eines Massenchores (Leitung: Lehrer Bock) statt.

Ministerialrat Ringshausen überbrachte zunächst die Grüße des Reichsstatthal­ters und Gauleiters Sprenger, von dem er sagte, daß dieser mit der gleichen Energie und Zähigkeit, die er für andere Aufgaben aufwendet auch die kulturellen Belange und damit auch die Sängerschaft unterstützt. Hierauf sprach er von der Macht des deutschen Liedes und seiner sittlichen und seelischen Kraft, die zu wecken Sache der deutschen Sängerschaft, die zu pflegen Verpflichtung des gan­zen Volkes ist. Durch die aus der Pflege des deut­schen Liedes gewonnenen seelischen Kräfte erwach­sen dem Volke und dem Führer Hilfen, die das Fundament für das Dritte, das ewige Deutsche Reich bereiten helfen. Heute muß das Lied mehr denn je Brücke sein für die Volksgenossen jenseits der Grenzen, besonders für die Volksgenossen an der Saar. Mit einem machtvollen Bekenntnis zum Führer der Deutschen Adolf Hitler schloß die Kund­gebung.

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Das neue Wisenidenkmal in der Schorfheide

das nach einem Entwurf von Professor Max Esser gestaltete, jetzt durch den Reichsjäger- melfter Ministerpräsident Göring geweihte Denkmal, das 3 Meter lang und 2,80 Meter hoch ist, trägt auf beiden Seiten folgende Inschrift:Einst zog uriges Großwild durch Deutschlands Wälder seine Fährte. Jagd war Mutprobe unserer germanischen Vorfahren. Unter dem Reichsjägermeister Hermann Göring im Dritten Reich A. D. 1934 entstand hier ein deutscher Urwildpark. Wisent, Auer, Elch, Hirsch, Wildpferd, Biber und anderes Getier unserer Heimat sollen darin eine Freistatt finden, um kommenden Geschlechtern als lebendige Zeugen zu dienen vom Wildreichtum des einst nicht durch Menschen beherrschten Deutschland".

Ein,Militärkonzert, ausgeführt vom Mu­sikkorps des 1. (Hess.) Inf.-Rgt 15 schloß sich an.

*

Der Gauvorstand war überein gekommen, das für 1935 vorgesehene Gausängerfest, für das bekanntlich die Provinzialhauptstadt Oberhessens Gießen vorgesehen war, ausfallen zu lassen.

Maßgebend für den Beschluß waren die vorgesehe­nen organisatorischen Umänderungen des Gaues XII mit dem Ziele eines Rhein-Main-Gaues, sowie der frühere Beschluß des Nachbargaues auf Abhaltung eines Sängertages zu gleicher Zeit, im Juli 1935 in Wiesbaden, und die Rücksicht auf das Bundesfänger- feft in Breslau.

Oberheffen.

Gallusmarkt-Verlosung in Grünberg.

+ Grünberg, 22. Okt. Am Sonntaqnachmit- tag fand in der Turnhalle bei starkem Besuch dis Ziehung der G a l l u s m a r k t v e r l o s u n g statt. Die vier ersten Gewinne fielen auf folgende Losnummern: N. 1754: ein Rind, Nr. 736: ein Schwein, Nr. 3048: ein Fahrrad, Nr. 1863: eine moderne Wanduhr. Die Glücksgöttin ließ die bei­den ersten Gewinne nach Grünberg fallen. Auf dem Juxplatz, wo noch Karuffel und einige Schaubuden verblieben waren, fand mit deren Abschiedsvorstel­lung der diesjährige Gallusmarkt fein Ende.

Oichterabend in Alsfeld.

* Alsfeld, 23. Okt. Die NS. - Kultur­gemeinde in der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" veranstaltet am 2 8. O k t o b e r hier im Deutschen Haus" ihren ersten Dichterabend mit Rudolf Herzog. Dazu schreibt man uns u. a.: Der Abend wird für alle Volksgenossen von Bedeu­tung sein, die Rudolf Herzog, den deutschen Mann und Dichter lieben. In schweren Notzeiten des

Vaterlandes war er einer der Bannerträger deut­scher Art und deutschen Wesens. Tiefe Begeisterung lösten seine Gefühle im Kriege und Wiedererstehen Deutschlands in den Herzen unzähliger Männer und Frauen aus. Durch seine Romane, von denenDie vom Niederrhein",Die Stoltenkamps und ihre Frauen",Wieland der Schmied",Das Lebenslied" u. a. in viele Sprachen übersetzt wurden, gehört Rudolf Herzog zu den gelesensten Schriftstellern Deutschlands und der Welt. An vielen deutschen und ausländischen Bühnen wurden seine Dramen gespielt. Alle Volksgenossen werden sich diesen Abend nicht entgehen lassen. (Siehe heutige Anzeige!)

Landkreis (fließen.

# Garbenteich, 22. Okt. Gestern ereignete sich zwischen hier und Lich, in der Nähe der Kreis­abdeckerei, ein A u t o u n f a l l, der leicht schlimmere Folgen hätte haben können. Am Wagen des hiesigen Einwohners Dr. R. löste sich in voller Fahrt ein R a d . Dr. R. und fein Begleiter, ein Mann aus Garbenteich, wurden aus dem Auto geschleudert. Der Wagen überschlug sich und wurde stark beschä­digt. Dr. R. klagt über starken Schmerz in der Seite, doch scheint keine schwere Verletzung vor­zuliegen. Der Mitfahrer trug Verletzungen im Ge­sicht davon, hat aber anscheinend auch keinen grö­ßeren Schaden erlitten.

> Allendors (Lahn), 22. Okt. Die für das Winterhilfswerk durchgeführte Brot- fammlung hat auch in diesem Jahre wieder einen ansehnlichen Ertrag gebracht. Die Jungvolk- Pimpfe haben insgesamt 13 5 Brote zusammen­gebracht.

3 Mainzlar, 22. Okt. Die B r o t s a m m - l u n g der NSV. ergab in unserem Ortsgruppen­bezirk (Mainzlar, Daubringen, Staufenberg) insge- samt 326 Laib Brot, davon entfallen allein auf un­seren Ort Mainzlar 120 Brote.

* Burkhardsfelden, 22. Okt. Die 73 Jahre alte Frau Marie Schmidt von hier erlitt durch

einen unglücklichen Sturz einen Bruch des lin. ken Oberschenkels. Die bedauernswerte Frau mußte zur Behandlung nach Gießen gebracht werden. r ~ r

8 Lumda, 22. Okt. In unserem Dorfe gingen für die Eintopffammlung 16,45 RM. ein; aus dem Verkauf der B e r n ft e i n n a d e l n wur­den 7,40 RM. gelöst. Das Jungvolk brachte für dle deutschen Schulen tm Ausland 10 RM. zusammen, außerdem sammelten sie 60 Laib Brot für die hungernden Volksgenossen. Diese Gaben im Gesamtwert von 70 RM. wurden inner­halb einer Woche aufgebracht; wahrlich, ein guter Anfang für diesen Winter.

Kreis Büdingen

* Büdingen, 22. Okt. Die B r o t s a m m l u n g im Kreise Büdingen erbrachte das ansehnliche Er- gebnis von 5600 Broten.

* Echzell, 22. Okt. Ein tragischer Un- glück s fall, dem leider ein blühendes Menschen- leben zum Opfer fiel, ereignete sich in unserem Dorfe. Beim unvorsichtigen Hantieren mit einer geladenen Pistole kam der 38 Jahre alte Landwirt Wilhelm Rau vermutlich dem Abzug zu nahe, so daß ein Schuß l o s g i n g, der den bedauerns- werten Mann in den Kopf traf und den sofortigen Tod zur Folge hatte. Der Verunglückte war die einzige Stütze seiner alleinstehenden Mutter.

Gewinnauszug

1. Klasse 44. Preußisch-Süddeutsche (270. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten

2. Ziehungstag 20. Oktober 1934

In der heutigen Vormittaasziehung wurden Gewinn^ über 100 M. gezogen

Auf

jede gezogene Nummer sind zwei gleich

hohe

Gewinne gefallen, und zwar je einer

auf

die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

114509 148496

165509 181423 193943 233716 244949 264220 310784 335758 375046

108874 147836 161536

178701 192410

231723 244029 258265

296102 325415

365763

120062 154319 170835

188039

202889 234729 248174

264412 311203 342126 375175

154529 171043 188272 209045

236299 249584 266759 316068 345000 377335

155278

171460

191366

211365

239600

252155

279968

316077

347494

383179

161121

173503

191450

227184

243833

255307

293556

320910

357834

385370

2 Gewinne zu 100000 M. 277041

2 Gewinne zu 3000 M. 162705 ______

12 Gewinne zu 1000 M. *20470 156823 18044t

193164 ©ero?nn\4zu 800?M. 12429 86825 125270 159492 165709 322057 341001 342968 _____ Bnc1_

46 Gewinne 500 zu M. 27567 37973 51581 59517 84431 86013 93210 96869 100512 113640 120567 173637 177438 192925 197894 205916 219034

240754 249527 274955 296089 299711 334251

178 Gewinne zu 200 M. 2851 8371 12200 27803 29151 33726 35306 43755 53339 67253 69013 69653 70562 76262 76704 84303 86366 92161 ------ ------ ------ 121676 124461 133673

391111 395565 395839 395992 396936

Ön der heutigen Nachmitlagsziehung wurden Gewinne über 100 M. gezogen

2 Gewinne zu 50000 M. 361884

2 Gewinne zu 10000 M. 316341

6 Gewinne zu 2000 M. 84263 347174 358858

6 Gewinne zu 1000 M. 81773 310700 395940

12 Gewinne zu 800 SR. 3646 60583 84471 144658

241832 245110 ____

44 Gewinne zu 500 M. 1870 19885 20675 54692 60680 79119 88191 91157 97259 112635 113534 145700 177822 183116 210204 212663 242522

281252 301900 332439 343783 393579

192 Gewinne zu 200 M. 1645 2670 6604 6833 7769 8549 8613 16192 16704 32249 33363 35939 43524 53144 53235 59369 63676 65503 67234 70550 73761 77148 83659 88587 92062 101047 102352 103684 107634 107816 109097 109416 110891

112118 113976 115057 117173 123370 124218

124245 126721 131235 150167 158524 161146

167529 168267 168552 173081 178368 179914

182344 183392 185445 187167 190852 192776

192927 195193 203556 204787 210426 211331

211591 217734 222136 230570 251407 257925

259299 267831 275116 278027 281712 284401

298523 300125 304540 306012 309085 312295

313706 315327 319931 324668 325374 331469

352769 366263 367744 369968 370936 395793

396658 396688 398817

20 Tagesprämien.

Auf jede gezogene Nummer find zwei Prämien zu \t 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 5920 20798 48793 78127 165427 165557 178188 199623 364438 384888

NS.-Kulturgemeinde in der NSG. Kraft durch Freude, Kreis Alsfeld

Der größte lebende Dichter des 3. Reiches

RUDOLF HERZOG

kommt zum Dichter-Abend am Sonntag, dem 28. Oktober 1934, 8 Uhr abends, nach ALSFELD (Deutsches Haus")

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Für die Gemeinde Mainzlar (Kreis Gießen) sollen auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde 900 qm Ehaussierungsarbeilen in einem Los vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Hessi­schen Kulturabauamt offen, wo Angebotsoordrucke, soweit der Vorrat reicht, unentgeltlich zu beziehen und wohin die Angebote verschlossen, mit ent­sprechender Aufschrift versehen, poftfrei bis zum Er­öffnungstermin am Montag, dem 29. Oktober 1934, vormittags 10 Uhr, einzureichen sind.

Zuschlagsfrist 3 Wochen; freie Auswahl bleibt ausdrücklich Vorbehalten.

Gießen, den 19. Oktober 1934.

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Amtliche Bekanntmachungen des Kreisamts Schotten.

Lehrer Sauer von Einartshausen und Schreiner­meister Winter von Schollen wurden auf Grund der Durchführungsbestimmungen Art. 3 zum Gesetz, betr. die Bekämpfung der Faulbrut und Nosemaseuche in der Bienenzucht, vom 12. Juli 1934 als Bienen­seuchensachverständige bestellt und verpflichtet.

Betr.: Glaubergfahrt der Lehrer des Kreises Schotten. An die Schulvorstände des Kreises.

Die Lehrkräfte, die an der geplanten Fahrt teil­nehmen, können, soweit erforderlich, den Unterricht ausfallen lassen. 6239L

Betr.: Reformationsfeier am 31. Oktober 1934.

An die Schulvorstände des Kreises.

In allen Orten, in denen am 31. Oktober eine Feier der Ev. Religionsgemeinde stattfindet, fällt der Un­terricht aus.

Unser Wohltäter vom Oswaldsgarten

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