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\er Felix". — Oberhessischer Kunstverein, Turm» „aus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Gemäldeaus- tellung. — Volksmissionarisches Amt der evange- ischen Landeskirche Nassau-Hessen, 20 Uhr, Volks- ^jssionsoortrag „Luther, der Prophet der Deutzen — auch heute noch!"
_ Stadtheater Gießen: Heute 20 Uhr unter der Spielleitung von Paul Wrede erste Kiederholung der Operette: „Polenblut" von Red- j al. Musikalische Leitung Kapellmeister Cuj6; Einstudierung der Tänze Theo B ä u l k e. (Siehe sestrige Anzeige.) #
** Sitzung d e s Provinzialausschus. '!s-s. Am Freitag, 26 Oktober, 8.30 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, । kandgraf-Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung ies Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen latt mit folgender Tagesordnung: 1. Klage des ' udwig Corde in Gießen gegen den Bescheid des ^.reisamts Gießen vom 20. 9. 1934 wegen Ver
sagung des Wandergewerbescheins. 2. Dienststrafverfahren gegen den Oberfeldsckützen Morler in Bad-Nauheim. 3. Klage der Elise Fritzen in Büdingen gegen den Bescheid des Kreisamts Büdingen vom 29. März 1934 wegen Versagung der Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft im Hause Obergasse 28/30. 4. Klage des Bezirksfür- soraeverbandes der Stadt Essen gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Friedberg auf Erstattung von Unterstützungskosten für das Kind Anni Schiebahn.
** Schulpersonalien. Uebertragen wurde dem Oberstudiendirektor der Realschule in Neu- Isenburg Dr. Albert S t r e u b e r die Stelle des Oberstudiendirektors an der Ernst-Ludwig-Schule in Bad-Nauheim mit Wirkung vom 8. Oktober 1934; dem Studienrat an der Ernst-Ludwig-Schule in Bad-Nauheim Friedrich K n i e r i m eine Studienratsstelle an der Aufbauschule zu Friedberg mit Wirkung vom 8. Oktober 1934 an.
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ßener Gesangvereine, die Musikgilde der DA.
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Oie Winterarbeit des Reichsbunds Volkstum und Heimat.
der Lobodachor im RVH. werden unsere Veranstaltungen mit gutem deutschem Liedgut bereichern.
Stadtbaurat G r a v e r t eröffnet am 24. Oktober unsere heimatkundliche Vortragsreihe mit dem Thema: „Wie unsere Stadt entstanden ist" (mit Lichtbildern). Professor Dr. R a u ch wird unsere schönen alten Fachwerkbauten im Lichtbild zeigen. Professor Dr. Hummel wird mit einem Lichtbil- dervortrag in das Werden unserer Heimatlandschaft einführen. Ein Sonntagnachmittag (4. Nov.) verei- nigt uns mit der Schiffenberger Heimatvereinigung auf dem Schiffenberg, wo Regierungsbaurat Kuhl- mann durch das alte Kloster führen und Dr. Walbrach über die Geschichte des Schiffenbergs sprechen wird. Professor Dr. Funk wird an einem Abend die Schönheiten des deutschen Waldes im Lichtbild zeigen. Die Natur- und Tievschutzgedanke findet Berücksichtigung in einem jagdgeschichtlichen Vortrag von Studienrat H ö l z e l und in einer Führung durch den Schlachthof mit Vortrag von Schlachthofdirektor Dr. Keller. Auch die Üniver- sitätsbibliothek wird an einem Sonntag unseren Mitgliedern Einblick in ihre Schätze gewähren.
Zwei Heimatabende sollen das Helmaterlebnis vertiefen helfen.
Gesang, Tanz und Spiel unter Mitwirkung unseres oberhessischen Mundartdichters Georg Heß und einer Trachtengruppe sollen uns an die Quellen unseres Volkstums führen und das Band der Zusammengehörigkeit stärken.
So wird das reichbesetzte Programm des RVH. uns manchen Winterabend wertvoll gestalten helfen. Sorge jeder durch regen Besuch unserer Veranstaltungen dafür, daß die Heimatidee in weiteste Kreise unseres Volkes getragen wird.
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Vom OrtsringGießendesReichsbun- k s Volkstum und Heimat wird uns getrieben:
In diesem Winter tritt zum ersten Male in unsrer Stadt der Reichsbund Volkstum und Heimat rit eigenen Veranstaltungen auf den Plan. Als mger Bund, kaum ein Jahr alt, bringt er den Mut un Anfang auf und rechnet auf die Zugkraft seiner »imatidee in weitesten Kreisen unseres Volkes. Die । §umat gehört uns allen, sie kann und muß mithin oi ä) zum Kernpunkt einer einheitlichen völkischen Jjltur werden, einer Kultur, die nicht nur Angeleinheit einer begrenzten Schicht von „Gebildeten ist, > Halbs • idem die Gemeingut des ganzen Volkes ist, ob )rem $ | «in oder reich, ob hoch oder niedrig.
3n der Liebe zur angestammten Heimat wollen wir alle Schichten und Stände unseres Volkes
einen.
। Dies ist uns bis jetzt praktisch geglückt in dem Lufbau unseres Gießener Ortrings, in seinen 740 Mitgliedern alle Schichten der Bevölkerung vertreten sieht vom Arbeitslosen bis zum 11 iversitätsprofessor. Damit ist die wichtigste Vor- ü.ssetzung für eine gemeinschaftsbildende Arbeit ge- goen. Der geringe Monatsbeitrag von 25 Pfennig, tl für die 32feitige Heimatzeitschrist „Volk und C'iolle" geliefert und freier Zutritt zu den Veran- ftltungen gewährt wird, ermöglicht auch dem wirt- senftlich Schwachen, hier mitzutun.
Unsere Winterveranstaltungen sollen die helmat- neunde aus allen Schichten zusammenführen zu gemeinsamem Erleben der Heimat.
freulicherweise haben wir in unseren Mauern hin- reihend Fachleute, die sich in uneigennütziger Weise in!den Dienst der Heimatarbeit stellen. Unsere Gie-
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öcr Eröffnungsabend.
Vie Hitler-Jugend will im Zusammenwir- kn mit der Deutschen Arbeitsfront mit bei zusätzlichen Berufsschulung der deutschen Jugend lin: damit dem deutschen Volke dienen. Am gestri- c,?" Abend wurde in unserer Stadt im Caf6 Leib Line Arbeit mit einer Feier eröffnet. Der Abend mürbe von dem Berufsreferenten der HI., Fritz- geleitet.
Hitlerjugend unb BDM. füllten den Saal fast tii auf den letzten Platz. Schneidige Märsche des Klsikzuges der HI., der feierliche Fahneneinmarsch, teseisterte Worte im Sprechchor und ein Lied der Jy. leiteten den Abend ein. Als erster Redner sprich der
Kreiswalter der 0A§. pg. Wagner nächst über das Wesen und den Sinn der Deut- 1dm Arbeitsfront. Arbeitsfront sei nicht Fortsetzung i( Gewerkschaften, nicht Standesinteressenvertre- iuig. Durch den Nationalsozialismus seien die Ge- Mi'kschaften wohl übernommen, aber sofort zu dem «e nacht worden, was sie ihrem Sinne nach sein soll- ftr Mit der „Interessenvertretung" der vergange- mei Jahre, die latenten Bürgerkrieg bedeutet habe, । ii i uns nie geholfen. Sechs Millionen Arbeitslose litn das Ergebnis des Klassenhasses gewesen. An Sille des Klassenhasses müsse das Bewußtsein der Llltsverbundenheit treten. Die ehemaligen 146 Ge-
Mschaften seien zusammengefaßt worden in 18 ietchsbetriebsgemeinschaften und in einem einzigen l?:waltungskörper aufgegangen.
liie Einheit unseres Volkes müsse als Schick- falsgemeinschaft verstanden werden.
littschaftsführer und Wirtschaftsgefolgschaft müß- in in der Betriebsgemeinschaft .zusammenwachsen, m gegen alle wirtschaftlichen Wechselfälle von der lein nun g her gewappnet zu sein. Wirtschaftlicher luitieg sei nur durch politische Einheit zu errei- i itr.« Der Arbeiter stehe heute restlos auf der Seite
)i5 Nationalsozialismus. Der Arbeitgeber dürfe rd:t hinter ihm zurückstehen. Jeder Wirtschafts- m»er müsse sich darüber klar sein, daß Wirtschaft hjt den Bedarf des deutschen Volkes zu decken, feit und Brot dem lebendigen Menschen zu fcbin habe. Dividende, Profit, Aktienpakete seien tif das Wichtigste. Das Wertvollste sei immer der (Äifende Mensch. Wirtschaftsführer sollten sich für it Ihnen anvertrauten Arbeiter verantwortlich füh- «• Das Ziel für uns alle sei das gleiche.
tue Jugend solle eine zusätzliche Verufsfchulung erfahren. Das Mädchen solle auf seinen ureigen- sm Beruf — Jrau und Mutter zu sein — ci'rbereitet werden. Den Jungens solle über ^mbrik- und Werkftattausbildung hinaus das
| n'twendige geistige Rüstzeug für den Lebens- kampf vermittelt werden.
In Qualitätsarbeiter, dessen Fehlen im letzten , W^Zehnt manchmal sehr unliebsam in Erscheinung dlrrten sei, müsse wieder auf breiter Front erstehen.
lange sei versäumt worden, für tüchtigen Nach- HüiCTs zu sorgen. Deshalb müsse im Einvernehmen :rHber Arbeitsfront die zusätzliche Berufsschulung > m!ser aufgenommen werden. Was gebaut werde, I |e Ör uns alle. Es fei das Haus für die deutsche ; |jt. nft. Die Gegenwärtigen müßten Kern sein, ver- ! PD.elt im Boden, sich im Sturm behaupten können, ni e »voll bestehen vor der deutschen Geschichte. Von 1 rc.ein Geschlecht müsse es dereinst heißen, daß es i|ti: betrogen, geknechtet, geschlagen worden sei, sich < wti-bod) behauptet habe, im Bewußtsein dessen, daß < jlir Kampf dem deutschen Volke und dem Vater- Ibbi diene.
Als zweiter Redner sprach Bezirksjugendleiter der DAF.,
Unterbannführer Sauer-Krankfurt/M.
Die Jugend wisse, um was es gehe. Sie wisse, daß sie Gestalterin der deutschen Zukunft sei. Leider habe der Berufswettkampf ein erschütterndes Bild gezeigt. Alle Kurse und Schulungen feien dringend nötig. Wir stünden am Anfang eines neuen Wirt- schaftsdenkens, das mit allen Kräften ausgebaut werden müsse. Darüber hinaus müsse sich das Verständnis des einen Volksgenossen für die Arbeit des anderen anbahnen. Die jungen Kameraden sollten sich gegenseitig an ihren Arbeitsstätten kennenlernen. Jeder einzelne müsse auch über grundsätzliche Fragen des neuen Wirtschaftslebens im Bilde fein. Auf dem Lande liege die Lehrlingsbildung noch sehr im argen. Zusätzliche Berufsschulung sei dringende Notwendigkeit. Die HI., die schon manche Aufgabe löste, werde auch diese zu lösen wissen. Jeder einzelne müsse in seinem Berufe der Tüchtigste fein wollen, begeistert bei seiner Arbeit sein zum Wohle des Vaterlandes.
Zum Schluß sprach dann noch der
Gebietsschulungsleiter Unterbannführer Ruder.
In der Vergangenheit sei es keiner Organisation gelungen, die Jugend zu erfassen. Das Wort „Wer die Jugend hat, der hat die Zukunft!" sei meist von Leuten gebraucht worden, die kein Verhältnis zur Jugend hatten. Reichsminister Dr. Goebbels habe das Wort umgemünzt: „Wer die Zukunft hat, der hat die Jugend". So nur konnte es fein, daß der Führer Adolf Hitler, der die Zukunft des deutschen Volkes in Jahrtausende hinein wolle, die Jugend gewann. Das Bekenntnis zum Arbeiter sei eine neue Idee, die von der Jugend wohl verstanden worden sei. Sozialismus sei ein Teil un- feres deutschen Wesens, sei Sehnsucht und Streben zum Volksgenossen.
Die Arbeit sei nicht notwendiges Hebel, sondern gehöre zu unserem Wesen. Für Faulenzer sei in unserem Vaterlande kein Platz mehr.
Der Arbeiter solle feine Stellung im Volke immer ftarfer und stolzer fühlen. Er solle zu feinem Berufe inneren Kontakt haben, denn nur dann könne die große Leistung erwachsen. Dann wachse der Hand- werker auch über sich hinaus und könne zum Künstler feiner Art werden.
Die zusätzliche Berufsschulung solle mit allen Mitteln betrieben werden. Die Entwicklung in unterem Berufsleben müsse nach oben führen. Eine Wertung des Volksgenossen nach Herkunft und Besitz gebe es nicht mehr. Entscheidend seien Charakter und Leistung.
Die Parole der zusätzlichen Berufsschulung solle kein Zwang sein. Aber wir müßten uns dessen bewußt sein, daß das Erbe des deutschen Arbeiters in der Gemeinschaft ausgenommen und bewahrt werden müsse.
Der deutsche Arbeiter, der überzeugt sei von der Kraft der schaffenden Idee des Nationalsozialismus, werde mit allem Können sich dafür einsetzen, daß der Führer seine Ziele erreichen könne. Hierzu müsse jeder einzelne sein Bestes geben. (Anhaltender Beifall!)
Der eindrucksvolle Abend, der durch verschiedene sinnvolle Sprechchöre bereichert worden war, fand mit dem Liede der HI. „Vorwärts, vorwärts!", mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer und mit dem Fahnenausmarfch feinen Abschluß.
Kreisverbandstagung der Evangelischen Franenhilfe.
00 Klein-Linden, 22. Okt. Die Evangelische Frauenhilfe des Kreises Gießen hielt am gestrigen Sonntag für die Orte Lang-Göns, Großen-Linden, Leihgestern, Watzenborn-Steinberg, Heuchelheim, Gießen, Klein-Linden und Kirch-Göns aus dem Kreise Friedberg in unserer Gemeinde eine Kreisverbandstagung ab, die von etwa 600 Teilnehmern besucht war.
Im F e st g o 11 e s d i e n st sprach Pfarrer Weinberger (Darmstadt) über Epheser 5, Vers 15 bis 20 „So sehet nun zu ..." Der Redner schilderte die Pflichten der evangelischen Frau gegenüber Familie, Gemeinde und Volk an Hand folgender Leitsätze: 1. Evangelische Frauen, machet die Augen auf, 2. Kaufet die Zeit aus, 3. Haltet euch an Gottes Wort und 4. Saget Gott alle Zeit Dank für alles im Namen unseres Herrn Jesu Christi.
In der N a ch v e r s a m m l u n g, die wie der Festgottesdienst in der Kirche stattfand, begrüßte die Kreisvorfitzende, Frau K r e u d e r (Gießen), die vielen Gäste und besonders die Redner des Tages und machte auf die hohen Aufgaben aufmerksam, die eine evangelische Frau und Mutter bet der Erziehung ihrer Kinder in Familie, Gemeinde und Volk zu erfüllen habe. Dem Jahresbericht sei folgendes entnommen: Im verflossenen Jahr fanden im Kreis vier größere Tagungen statt. Die Teilnehmerzahl bei der Tagung in Annerod am 26. Januar betrug 304, die Kollekte ergab 47,92 RM. An der Tagung in Beuern, die am 30. April stattfand, beteiligten sich 786 Frauen, die Kollekte ergab 88,81 RM. In Watzenborn-Steinberg, wo die Tagung am 3. September abgehalten wurde, nahmen 376 Frauen teil, die Höhe der eingegangenen Kollekte betrug 61,21 RM. Die Tagung in Birklar vom 14. Januar 1934 war von 214 Frauen besucht und hatte eine Kollekte von 40,70 RM. aufzuweisen. Die Gesamteinnahmen betrugen 256,19 RM., die Gesamtausgaben 229,50 RM., so daß ein Ueberschuß von 26,69 RM. verbleibt. Die Ta
gung des Bezirks für das kommende Jahr findet in Heuchelheim statt.
Sodann wandte sich Frau Dr. Ohly (Alsbach) brüsten Ausführungen über das Thema: „D i e chriftliche Erziehung in Familie, Sern e i n ö e und Volk" an die Teilnehmer. Sie sprach davon, daß eine rechte Erziehung nur möglich sei, wenn die Erziehung auf christlicher @runb- lage erfolge, denn Kinder seien eine Gabe Gottes und uns Menschen besonders anoertraut. Ein wichtiges Erziehungsmittel feien die alten Sitten und Gebräuche, die dringend erhalten werden müßten. Wieviel hätten unseren Vorfahren die Glocken zu sagen gehabt, immer hätten unsere Alten sie als einen Ruf Gottes vernommen. Unser Führer Adolf Hitler könne sein Werk nur bauen, wenn das „Äch" in dem „Du" aufginge. Allezeit für unser Volk, den Führer und seine Mitarbeiter zu beten, sei dringend nötig. Die Frau und Mutter müsse in die Familie den Halt hineinbringen, der gegründet sei auf unsere christliche Religion. Heute müßten wir zum evangelischen Glauben geschlossen zusammenstehen. Es gelte, keine Stunde zu verlieren, unseren Glauben in das deutsche Volk hineinzu-
Jn seinem Schlußwort forderte der Orts- geistliche, Pfarrer Bremmer, zur Mitarbeit an den großen Aufgaben auf, die in unferm Volke und in unserer evangelischen Kirche noch zu lösen seien.
Der Mädchen- und Frauenchor der evangeliscyen Kirchengemeinde, der auch den Festgottesdienst mit einem Chorvortrag verschönt hatte, paßte sich mit dem Chor: „In der elften Stunde: Gehe in den Weinberg...", einer Komposition von Hoff, der Mahnung des Geistlichen an. Damit fand die Tagung ihren Abschluß. Die vielen auswärtigen Festbesucher waren bei hiesigen Gemeindegliedern zu Gast geladen.
ll.CSängertag des Gaues XU in Wetzlar.
Deutschland! Es lebe der Führer? Dazu werden
11. Gausängertag ab, der sehr gut besucht war. Bereits am Samstag begannen bei Ackermann die Sitzungen des erweiterten Gauvorstandes. Der Kreiswalter des Kreises Solms-Wetzlar, Lehrer Majewski (Oberndorf), begrüßte die Erschienenen und gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß der Hessische Sängerbund zum ersten Male hier in Wetzlar tage. Das sei als Zeichen der Verbundenheit der Sänger zu werten, die Grenzpfähle nie gekannt hätten. Unter dem Vorsitz von Lehrer Born, dem stellvertretenden Gauleiter begannen bann die Vorarbeiten des Gauvorstandes mit den Kreiswaltern und dem Hauptmusikausschuß, denen sich am Nachmittag die mit allen Kreischormeistern im Gau anschlossen. — Der Kreis Solms-Wetzlar veranstaltete im Schützengarten zu Ehren des Gauvorstandes und der Sängervertreter einen
Vegrüßungsabend
W etzlar, 21. Okt. Der Gau XII (Hessen-Darm- l unsere Arbeit wird das große Wort stehen: Es lebe stadt) im Deutschen Sängerbund hielt hier seinen' Dk"iUrblri^d! c?a foht> hör Kührori Tmut morho«
wir gestärkt durch die, die ihr Leben aufgeopfert haben für das Vaterland, die den Heldentod gefallen sind, und wir gedenken in diesem Augenblick besonders der gefallenen Sangesbrüder. Der Chor fang „Selig sind die Toten" und bereitete somit den Toten eine würdige Ehrung. Der Gauführer wies dann noch auf die dem Liede innewohnenden Kräfte hin und gedachte der Brüder an der Saar, deren Kampf wir unterstützen können durch das deutsche Lied. Wir wollen ihr Deutschtum zum Siege führen helfen. Wir wollen aber auch dafür dankbar sein, daß das Schicksal uns einen Mann geschenkt hat, der uns zum Volk zurückgeführt hat und dem darum alle unsere Arbeit gewidmet fein muß.
Nach dem „Saarlied" sprach der
Gauchormeister Universitätsmusikdirektor Prof. Nr. Temesvary-Gießen
an dem auch die Vertreter der Behörden und der Partei teilnahmen. Der Abend verlief ausgezeichnet. Unter Mitwirkung von etwa 700 Sängern wurde ein ausgesuchtes Programm unter dem Motto „Deutsches Wesen im Lied" geboten, das auf hoher künstlerischer Stufe stand. Kreiswalter M a- j e w f k i, sowie Bürgermeister Kindermann entboten den Sängergästen den Willkommensgruß und der stellvertretende Gauleiter Born dankte namens der Vertreter für den freundlichen Empfang.
Am Sonntag begann im Schützengarten
die Arbeitstagung
zu der sich einige Hundert Vertreter aus ganz Reffen eingefunden hatten. Auch Gauleiter, Ministerialrat Ringshaufen war erschienen, der insbesondere den 72jährigen Lehrer Göbel (Burkhardsfelden), den Senior der hessischen Sänger, der im nächsten Jahre auf eine 50jährige Dirigenten- und Vorstandstätigkeit zurückblicken kann, begrüßte. Gemischte Chöre der Vereine aus Aßlar, Altenstädten, Münchholzhausen, Klein-Altenstädten und Nieder- Girmes leiteten zu der eigentlichen Tagung über.
Kreiswalter Majewski, Oberndorf,
entbot den Vertretern den Willkommensgruß und gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß der Leiter des Hessischen Sängerbundes, Ministerialrat Ringshausen, trotz seiner vielen Arbeit doch noch persönlich erschienen war. Die Sänger im Solms-Wetzlarer Kreis aber erfreue es fernerhin, daß der Hessische Sängerbund in diesen Teil seines Bundesgebietes gekommen fei.
Sie feien hergekommen, um den Kulturwillen zu bekunden. Es solle der Sänger über die Chorgemeinschaft und Liedgemeinschaft hinaus immer fester in die Volksgemeinschaft hineinwachsen In diesem Sinne entbot er ihnen den deutschen Gruß.
Oer Gauleiter des Sängergaues XII, Ministerialrat Ringshausen
hieß alle Sänger zu der 11. (Bautagung willkommen und begrüßte sie in den Mauern der alten Stadt Wetzlar. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die hessische Sängerschaft in Wetzlar so gastliche Aufnahme gefunden hat und sprach dem Kreiswalter und der Stadt Wetzlar den Dank dafür aus.
Hierauf gab der Vortragende einen Rückblick und einen Ausblick und betonte, daß maßgebend für alle neue Arbeit nur der Wille des Führers ist. Das Volk hat den Führer bejaht, wie kein anderes Volk der Welt es je getan hätte, darum dürfen auch die Sänger nicht kleinlicher fein als das übrige Volk.
Die Kräfte, die der deutsche Gesang immer bewiesen hat, werden jetzt besonders in ihrem ethischen und sittlichen Gehalt gefordert.
Der Sangesbewegung braucht es um die Jugend nicht bange zu fein, denn das Lied als solches ist Werbung genug. Der Führer hat die seelischen Kräfte des Volkes neu erschlossen und sie zum Träger des Aufbaues gemacht. Dazu zählt auch der deutsche Sänger.
Das Lied ist der höchste Ausdruck der Sehnsucht und der Hoffnung des Menschen, der deutschen Seele und zugleich die höchste Vollendung der beut- schen Sprache. Ein Volk ohne Lieder stirbt aus. Wir aber tragen in uns den Glauben an das Ewige. Wir haben eine stolze Vergangenheit hinter uns und eine herrliche Zukunft vor uns. Ueber
über die Aufgaben und Ziele des Hessischen und des Deutschen Sängerbundes. Die vorherrschende Unruhe über die organisatorischen Maßnahmen, die so streng, straff und schnell ourchgeführt wurden, ist, so führte er u. a. aus, unberechtigt. Wir müssen stolz darauf fein, daß die Maßnahmen im Hessischen Sängerbund schneller als in den anderen Bünden durchgeführt wurden. Wir wären sonst zu einer Vereinsamung gekommen, so aber haben wir dem Deutschen Sängerbund ein Beispiel gegeben.
Der deutsche Männergesang darf in seiner Vereinsamung nicht bleiben, und es ist erfreulich, daß er jetzt hineingestellt ist in die Kultur- und Volkstumsarbeit am Volke. Bisher gab es Zerklüftungen nach der Seite der Volksmusik und nach der der Konzertmusik, jetzt wollen wir mit unserem Gefühl und unserer Tat dort stehen, wo wir immer gestanden haben, zum Volke.
So wollen wir durch die Pflege des offenen Singens das ganze Volk Mitarbeiten lassen In schlichter einfacher Weise und die Kräfte, die wir in ihm auslösen, werden auch unseren Bestrebungen wieder dienlich fein.
Das Fremde muß ganz aus der Musik verschwinden. Der Platz des Sängers ist in der Mitte zwischen Volks- und Kunstmusik. Darin sind rofr in der Lage, vorbildlich zu sein. Wir wollen mit dem Volke einstimmig mitfingen und darin vo'ran- gehen, damit die anderen es lernen; denn das macht uns keine Mühe. Gleichzeitig wollen wir aber den vielstimmigen Männerchor mit Sorgfalt und Eindringlichkeit weiter pflegen. Wir wollen die Erfahrungen der Meister behalten und sie in das Volk, besonders in die Jugend tragen.
Die hessischen Sänger wollen auch darin vorbildlich sein, daß sie das Volk zum Liede führen und gleichzeitig ihren Männerchor auf alter Höhe bewahren, sich so unterordnen den großen Gedanken des Führers. Sie wollen bewahren das ewige, unsterbliche Gut, das ihnen anheimgegeben ist: das deutsche Lied!
Oer stellvertretende Gauleiter, Schulrat Born,
gab bann eine Uebersicht über die frühere und jetzige Arbeit des Sängers. Er hielt den Sängern die (Entfernung vom Volke vor, in die sich die Vereine begeben hatten und ihr abseitiges Leben, das sich in Der Technik des Singens und in Rekordwahn verlor. Beim Aufbruch war darum die Sache nicht leicht gewesen. Der Führer bestimmte uns zum Fachwalter des Männergesanges. In Hessen unterstützte die Regierung die Sangesbewegung dadurch, daß sie Ministerialrat Ringshausen zum Führer des Sängerbundes bestimmte, der gleicheizeitig Landschaftsführer des Reichsbundes „Volkstum und Heimat" ist. Wir brauchen jetzt eine tapfere Sängerschar, die sich gern und freudig der Arbeit unterzieht und die Bereitschaft schafft für
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