Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront in Lich
preuften
od)0'
Wirtschaft
*Bc
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
^raiii'un u. i>(.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt o. ZU.
Berlin
6S* Mittag'
_________ borfe
bö'rfe
20 10- I 2210.
22-10.
29,25
28,75
28,75
101,75
>02,7
ReichSbank
78,25
79,5
Banknoten.
Lerlin, 22-Oktober
94,75
94,75
101,8
101,9
101,8
101,9
30,251 —I
82 82,75 1
1891 189 1
28,5
u
190
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern
die Hohe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. 5)., Lombardzinsfuß 5 o. H.
alcn akau
95,75
93,5
93,75
96,4
93,3
103,9
96
93,5
96,65
93,75
103,75
86,5
107
63
62,85
80,84
33,85
96,25
93,3
105,75
96
93,5
93,25
101,5
93,5
93,5
93,9
95
94,75
95,75
93,25
0 0
0 *
0
0 . 0
12
6
6
0
0
30,75
78,5
71,5
74,5
77
144
85,5
106,25
62,5
106
75
75,5
31,13
80
71,75
74,5
77
145
120
75,75
76,25
28,9 142,65 104,13
75,9
111,5
100
92,25 141
120,25
31,4
80,25
96
71,5
74,75
77
145
61,13
66,25
48,75
65,75
50
58,5
33,5
211
167
132,25
142,9
212
91,5
39,5
83,5
79,5
115
133
143
90
99,25
83
143
91,75
99,25
27,5 142,75 104,5 118,13
74,4 110,75 98,65
92 140 119,5
0
0
0
0
0
, 7
0
0
0
0
,10 , 0
, 0
7
9
0
0
0
3
143
214
89
39,75
83
60,25
66,65
48,25
64,65
49,4
60,25
33,13
208
164
131
110,25
60,5 133,75
48,25
65
121
49,5
59,5
90,75
33.13
207,5
164
131
63,11
81,16
33,99
86,65
106,25
62,75
108,25
78
147,25
121
77
76,65
102,65
93,5
93,5
94
95
94,75
28,65
142,75
104,25
118,13
75
111
99,75
141
120-75
27,75
142,4
104,65
118
74,75
111,13
99
92
I40
121,5
soll für
0,645 58,29
0,206 3,053
54,67
81,26
12,25M
5,405 i
16,42
168,85 21,49 0,705
5,706
61,52
49,05 11,11
63,14
81,18
34,05
10,395
2,476
<d
über
7
6,9 13,65
110,5 61.4
133,75 48,75
65,4 122,13
50,13
59 91,25 33,13 211,5
169 132,5
27,25
1,3
7,55
6,85
13,9
86,25
105,75
62,5
106,75
77,5
120,5
75,9
76,13
Anschlußwällen, an dem Materialgraben und an den fränkischen Reihengräbern reihten sich immer
neue Bilder für die Teilnehmer aneinander. An dem kürzlich eingeweihten Jakob Sprenger-Haus dankte Kreisobmann Gaß- Dutenhofen dem Führenden, und er richtete den Ruf an die Anwesenden, Uebermittler des Gesehenen und Gehörten in den Schulen des Kreises zu sein. Man schied von der Stätte mit dem. Eindruck, daß der Glauberg ein bedeutendes Denkmal deutscher Bor- und Frühgeschichte ist. Rach kurzer Fahrt wurde dem alten Büdingen ein Besuch abgestattet, wo Lehrer H e u s o h n - Büdingen einen geschichtlichen lieber« blick über das Städtchen gab und auf die baulichen Schönheiten aufmerksam machte. Besonders gefielen neben der Maueranlage, den Toren, Türmen und Bürgerhäusern das Schloß und der einzigartige Schloßhof. Dankbar und frohgestimmt trat man die Rückfahrt an, die sich im Abendsonnenschein durch die herbstlichen oberhessischen Wälder und Felder freundlicher gestaltete, als die Nebelfahrt am Morgen.
115,5
1331
z-ahrt der Kreislehrerschast nach dem Glauberg.
Wtf$
W öe
28,9
26
31
78,5
96
71,5
74,5
77
144,5
W
1. Wpf
DtW' M
28,5 1,35 7,55
6,8 6,75 13,9
Kreis Wetzlar.
(D Wetzlar, 22. Okt. Am gleichen Tage, an dem Ehren-Gauoberturnwart Will 70 Jahre all wurde, konnte der in unserer Heimat bekannte Kreisoberturnwart Paul Schüler von hier seinen 6 0. Geburtstag begehen. In alter Frische und stets gleichem Pflichtbewußtsein versieht P. Schüler noch seine turnerischen Aemter, vor allem als Kreisoberturnwart im Kreise 8 Lahn-Dill. Für seine Verdienste in der Turnsache erhielt er 1924 den Ehrenbrief des Mittelrheinkreises und 1932 den Ehrenbrief der Deutschen Turnerschaft.
28
1,3
7,4
6,8
6,9
13,5
A.E.G.......................
Bekula Elektr. Lieferungsgesellschäft * * * 6 Licht und Kraft ............. 6
FettenL Guilleaume........ o
Gesellfch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektttztlüt ...... 5
Schlickert LCv............... 5
SiemensL Halske. ......‘ 7
LahmeyerLLo...............
auf, hlie, .4 Der f
Mniel
■ Nen neu,
Ku
tie
I. G. Farben-Jndustrte Scheideanstalt........
Goldschmidt Rütgerswerke ..
Metallgesellschast
Philipp Holzmann . . .. Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..
M» am mMs Wen mindest' ipiM
'Jieilbii ! au
I Unk INte ■iflanba . i öie Vk
in de igraßer
VW Delp 1 m
m btt
W
Wtt r Kid iuch Ml
Buderus
Deutsche Erdöl ..............
Gelsenkirchener
Harpener...................0
Hocsch Ctsen—Köln-Neuessen .. 0
feil
1 in i iilau WB
Hamburg-Amerika-Paket 0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hansa-Dampfschifs........... *
Norddeutscher Lloyd
A G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Bank...
Deutsche Bank und 5) ts conto* Gesellschaft................
Dresdner Bank
19U5 I in K ' ehber elbnr eitert iän l'Qier i Wichen Men U MO 3 rtnbitio : men, 'Nische ß'is r Wsche ne mei hielt. : iffl etwa in.-tzen ,rw ih $eb£ Wes Wem । III U.Q. t
listische Kämpfer sein, wir verschreiben: um- unter dem Zeichen des Hakenkreuzes dem Führer der eine höhere Aufgabe erfüllt. Unser Führer hat unter diesem Zeichen Deutschland gerettet und wird Deutschland in alle Zukunft fuhren. Dem Führer rufen wir inbrünstig und aufrichtig zu. -sieg-Heil.
Pq. S ch w a b nahm die Fahne in den Schutz der Ortsgruppe und sprach das Schlußwort.
Nach Beendigung des offiziellen Teils spielte die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr noch zu Unterhaltung und Tanz auf. In echter Volksgemeinschaft verbrachten die Teilnehmer noch einige Stunden kameradschaftlichen Zusammenseins.
Ilse Bergbau .......
Ilse Bergbau Genüsse Klücknerwerke.......
Mannesmann-Rvhrea
tt a. notierten: 8,5proz. Joungankeihe 93,60, Alt- besitzanleihe 103,90, 6proz. Stahlverein-Bonds 81,65, 5proz. innere Mexikaner 6,13, Braubank 113,90, Commerzbank 71,75, DD-Bank 74,50, Dresdner Dank 77, Reichsbank 145, Buderus 86,50, Gelsen- kirchen 63, Phönix 48,90, Rheinstahl 90,13, Stahlverein 41,75, AKU. 61,13, Bekula 142,75, Cement Heidelberg 115, Scheideanstalt 212, Dt. Linoleum 58,50, Licht und Kraft 118,13, JG.-Farben 142,90, Gesfürel 111, Holzmann 79,50, Lahmeyer 120,75, Metallgesellschaft 83,50, Rheag 99,75, Rütgerswerke 39,50, Siemens 141, Aschaffenburger Zellstoff 65,75, Reichsbahn-VA. 113,25, Hapag 28,75, Nordd. Lloyd 31,13. Nachbörse: JG.-Farben 142,75, Altbesitz 103,75.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 22. Okt. Auftrieb : Rin- der 1500 (gegen 1476 am letzten Montagsmarkt), davon 460 Ochsen, 108 Bullen, 489 Kühe und 443 Färsen. Dem Schlachthof direkt wurden zugeführt: 6 Ochsen, 3 Kühe und 2 Färsen. Kälber 429 (490), Schafe 86 (113), Schweine 4724 (4146). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 39 bis 40, b) 35 bis 38, c) 31 bis 34,
d) 26 bis 30; Bullen a) 36 bis 37, b) 33 bis 35,
c) 30 bis 32, d) 26 bis 29; Kühe a) 34 bis 35,
b) 29 bis 33, c) 22 bis 28, d) 12 bis 21; Färsen:
a) 38 bis 40, b) 33 bis 37, c) 29 bis 32, d) 24 bis 28. Kälber: Sonderklasse —, andere a) 53 bis 54, b) 42 bis 50, c) 36 bis 41, d) 27 bis 35. Lämmer und Hämmel: b2) 37 bis 38, c) 33 bis 36; Schafe e) 35, f) 28 bis 32. Schweine al) 53, a2) 53, b) 52 bis 53, c) 48 bis 53, d) 45 bis 52, e) 40 bis 50, f) —, gl) 48 bis 51, g2) 41 bis 47. Gegen die Preise des letzten Montagsmarktes haben sich beste Rinder und Kälber, ferner Hämmel und Schafe um 1 bis 2 RM. erhöht, während die Preise für geringere Tiere, insbesondere für Schweine allgemein nachgaben. Marktverlauf: Rinder langsam, geringer Ueberstand (14 Ochsen, 3 Kühe und HFärsen). Kälber mittelmäßig; Hämmel und Schafe flott; ausverkauft. Schweine anfangs lebhaft, später stark abflauend, Ueberstand 296 (in der Hauptsache geringe Schweine).
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 22. Okt. Die Geschäfts- tätigfeit am Getreidegroßmarkt blieb klein. In Weizen ist das Angebot kleiner geworden, auch Roggen, Hafer und Futtergerste hatten nur knappe Offerten, was man mit der starken Beanspruchung der Landwirtschaft mit Feldarbeiten begründet. Für Weizen hat sich die Aufnahmeneigung der Großmühlen infolge ihrer starken Vorräte noch nicht gehoben, während für die übrigen Körnerfrüchte der Absatz gut ist. Am Kraftfuttermittelmarkt ist das Angebot weiter /gering, die Nachfrage, insbesondere für Sojaschrot, ist weiter lebhaft. Für Trockenschnitzel sind die Fabriken mit Angebot noch nicht am Markt. Das Mehlgeschäft bleibt still. Für Biertreber ging der Preis weiter zurück, während am Rauhfuttermittelmarkt die Strohpreise, eine weitere Erhöhung erfahren haben. Sonst traten keine Preisveranderungen ein.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark; Weizen W IX 200, WXIII 204, WXVI 208; Roggen RIX 160, R XIII 164, R XV 168; Futtergerste Q IX 162, G XI 165, G XII 167; Hafer H XIII 160, H XIV 162; Weizenmehl WXIII und WXVI je 27,15; Roggenmehl R XIII 23,60, R XV 24; Weizennachmehl 16,25; Weizenfuttermehl 12,50; Weizenkleie W XIII 10,40, WXVI 10,60; Roggenkleie R XIII 9,60, R XV 9,84; Sojaschrot 13; Palmkuchen 13,30; ®rbmifatudjcn 14,50; Treber 16,75 bis 16,50; Heu 11. Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 4 bis 4.2V, do. (gebündelt) 4.
Kartoffeln: gelbfleischige hiesiger Gegend 2,90 bis 3 Mark per 50 Kilogramm bei Waggon- bezug. Tendenz: leicht befestigt.
JFtunöfunfproflramm.
Mittwoch, 24. Oktober.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30. Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgenspruch. Choral. 7: Frühkonzert. 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 9: Werbekonzert. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.30. Sozialdienst für die Saar. 12: Promenadenkonzert in Stuttgart. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: dreimal 15 Minuten aus dem Sendebezirk. 16: Nachmittagskonzert. 18: Lohn und Strafe in der Erziehung. Gespräch zwischen einer Jugendleiterin und einem Lehrer. 18.20: Aus Zeit und Leben. 18.45: Unterhaltungskonzert. 19.45: Das Leben spricht! 20: Nachrichten. 20.10: Unsere Saar. Den Weg frei zur Verständigung. 20.35: Stunde der jungen Nation. Freiheitskriege. 21: Bunte Stunde. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.
4% Ceflerreidjlfdie Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'/t% desgl. von 1913..........
B% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 *% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie I.....................
Metallbedarf für November sofort anmelden!
Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt mit, daß diejenigen Firmen des Kammerbezirks, die im Monat nicht mehr als je 1000 kg Blei-, Kupferoder Zinkinhalt, oder je 50 kg Nickel- oder Zinninhalt verarbeiten, ihren Bedarf für den Monat November bis spätestens 24. d. M. bei der Kammer anzumelden haben. Später eingehende Anträge können erst in den Sammelantrag für den Monat Dezember einbezogen werden. Antrags- ormulare find bei der Kammer erhältlich.
Frankfurter Börse.
TNittagsbörse: uneinhettlich.
Frankfurt a. M., 22. Okt. Mit Beginn der neuen Woche ist an der Börse ein gewisser Wandel eingetreten. Das seither lebhafte Rentengeschäft hat erheblich nachgelassen, das Interesse wandte sich etwas stärker den Aktien zu, ohne daß aber hier größere Umsätze ftattgefunben hätten. Auf Glattstellungen und Gewinnmitnahmen gab der Kurs um 1,65 v. H. auf 104,13 v. H. nach, war aber nach dem ersten Kurs wieder leicht auf 104,50 v. H. erholt, wie überhaupt die Grundstimmung des Rentenmarktes fest blieb, obschon auch die übrigen variablen Papiere Rückgänge um 0,25 bis 0,50 v. H. aufwiesen.
Der Aktienmarkt empfing von günstigen Nachrichten aus der Industrie einige Anregung und zeigte überwiegend festere Kurse. Bevorzugt war der Montanmarkt, wobei man auf das anhaltend gute Geschäft der Eisenindustrie verwies. Stärker erhöht waren Klöcknerwerke mit plus 1,75 v. H. Auch Harpener mit plus 2,25 v. H. waren fest, Rheinstahl und Buderus zogen je 1,25 v. H., Mannesmann nach unverändertem Beginn um 0,65 v. H. und die übrigen Werte um 0,25 bis 0,50 v. H. an, nur Phönix lagen 0,40 v. H. niedriger. Am Chemiemarkt waren Scheideanstalt angeboten und 2 v. H. schwächer, Deutsche Erdöl blieben behauptet, während Farbenindustrie bei kleinem Geschäft 0,25 v. H. höher notierten. Von Elektroaktien traten AEG. mit plus 1,25 v. H. stärker in den Vordergrund, aber auch sonst ergaben sich Besserungen von 0,25 bis 0,50 v. H. Schiffahrtsaktien lagen gut behauptet, ebenso Kunstseide AKU. Etwas fester eröffneten
grltf
2,444
58,25
54,63
12,23
16,40
168,77
21,41
61.48
Welt etwas geschenkt wird, ^eder^muß kämpfen. Wir müssen unter diesem Zeichen Disziplin halten, treu ein und in blindem Gehorsam unserem Führer folgen. Unter diesem Zeichen kämpfen wir um das geliebte Vaterland, kämpfen w-r um die Herzen und Seelen der Menschen. Wir müssen fanatisch an die Mission unseres Führers glauben, und bie Gbre uns dabei Richtschnur fein. Wir wollen nichts uns, alles für Deutschland. Wir wollen idea-
2,424
58,01
54,41
12,19
16,34
168,09
21,33
61,24
$ W
•w n u
? Lich, 22. Okt. Die Deutsche Arbeitsfront, Ortsgruppe Lich, hatte zu ihrer ersten großen öffentlichen Kundgebung aufgerufen, die am Samstagabend in der hiesigen Turnhalle stattfand. Kaum vermochte die geräumige Turnhalle die Teilnehmer zu fassen, so zahlreich war der Einladung Folge geleistet worden. Die hiesigen Betriebsgemeinschaften waren geschlossen mit ihren Betriebsführern erschienen, aus den umliegenden Ortschaften waren die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront herbeigeeilt.
Der Musikzug der SA.-Standarte 116 Gießen unter der Leitung von Musikzugführer Herrmann bestritt den ersten Teil des Abends und brachte schneidige Märsche, wie auch klassische Werke (Ouvertüre zu „Wilhelm Teil" von Rossini, Fantasie aus Webers „Oberon" u. a.) in gewohnter Meisterschaft zu Gehör. Reicher Beifall wurde den Darbietungen zuteil. Nachdem unter den Klängen des Badenweiler Marsches der Einzug der Fahnen erfolgt war, eröffnete der Ortsgruppenamtsleiter, Pg. Karl Schwab, die Kundgebung und erteilte nach kurzen Begrüßungsworten dem
Kreiswalier der OAF. pg. Wagner, Gießen, das Wort. Pg. Wagner sprach in etwa einftunbigen, fesselnden Ausführungen über Zweck, Ziel und künftige Bedeutung der Deutschen Arbeitsfront. An den Beginn seiner Rede stellte er die Uebernahme der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 durch die NSDAP., schilderte die Umbildung der vorhandenen 150 Gewerkschaften in 18 Reichsbetriebsgemeinschaften und kam im weiteren Verlauf feiner Ausführungen auf die Anfänge der modernen Arbeiterbewegung zu sprechen. Als um die Wende des 18. Jahrhunderts aus dem reinen Agrarstaat Deutschland ein Industriestaat wurde mit feinen Millionen Arbeitern, kam die Zeit, wo diese sich die Frage vorlegen mußten, ob auch der Arbeiter sich zusammenschließen solle gegen die sich immer mehr ausbreitende Macht des Unternehmertums. Als er es tat, ergriff der Jude die Gelegenheit, riß unter der falschen Parole „Kampf dem Kapitalismus" die Führung an sich und wurde damit zum Schutzherrn der Unterdrücker der von ihm geführten Arbeiterschaft. Er konnte dies um so mehr, als der Arbeiter ringsum den Bürger als einen Menschen sah, der, genau dasselbe wie er, sich mit Geringschätzung und Verachtung von ihm wandte. Hier mußte er sich gegen die damit verbundenen Eingriffe in feine Lebensweise zur Wehr setzen. Nie waren die Millionen der Arbeiter Marxisten, weil sie etwa das Buch oder die Lehre von Marx gelesen hatten, sondern weil sie durch die Unterlassungssünde des Bürgertums und die Sünde des Unternehmertums ihre Lebensrechte genommen bekamen. Bezeichnend sei es, fuhr der Redner fort, daß die erste Forderung der organisierten Arbeiterschaft die Anerkennung der Ehre war und nicht etwa Geld und Lohnerhöhung. Das Vorkriegsbür- gertum hatte also kein Recht, sich darüber zu erregen, wenn der Arbeiter, der sich selbst als Prolet bezeichnete, den Ruf anstimmte, er kenne kein Vaterland, das Deutschland heißt. Mit Recht lehnte er mitleidsvolle Wohltätigkeitsveranstaltungen usw. als entehrend und unwürdig ab.
Darauf brachte der Redner in klaren Worten das heutige Verhältnis von Arbeiter und Unternehmertum zum Ausdruck und zeigte, wie notwendig es ist, daß beide Teile als eine Schicksalsgemeinschaft am gleichen Strang zur Neugestaltung der deutschen Zukunft ziehen. Das Streben eines jeden Volksgenossen muß es sein, tätig am Aufbauwerk unseres Führers mitzuhelfen. In großen Zügen kam Pg. Wagner dann auf das Verwaltungstechnische in der Deutschen Arbeitsfront zu sprechen und. ging nochmals insbesondere auf die Zukunftsaufgabe der DAF. ein, die vor allem darin liege, Menschen umzuformen, die bisher des eigene Wohl dem Wohl des Ganzen voranstellten. Nachdem der Redner noch den Begriff „Volk" klarstellte, den verheerenden Einfluß des Judentums auf allen Gebieten ins Licht stellte, die Außenpolitik streifte und hierzu bemerkte, daß in der Außenpolitik nicht Treue und Glauben, sondern nur die Zweckmäßigkeit entscheide, ging er noch kurz auf die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" und deren Nutznießungen ein. Er schloß seine mit stürmischem Beifall aufgenommenen Ausführungen mit der Versicherung, daß die Deutsche Arbeitsfront alles tun werde, damit der letzte Arbeiter sagen könne: Ich bin glücklich und stolz, mich Deutscher nennen zu können.
Im Anschluß an seine Rede weihte Pg. Wagner sodann die neue Fahne der Deutschen Arbeitsfront. In seiner Weiheansprache wies er auf das Zeichen des Hakenkreuzes hin. Ein neues Symbol hat uns der Führer in seinem jahrelangen Kamp gegeben. Das Hakenkreuz schwebte unserem Führer in der Zeit des Kampfes vor und auch heute noch. Es soll uns mahnen, daß keinem Menschen in der
Schultheis Patzenhofer Alu (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg...................
Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas...............
Daimler Motoren...........
Deutsche Linoleum
Orenstein & Koppel
Leonhard Tietz
Chade......................:
Aecumulatoren-Fabrü........
Conti-Gummt...............
noch Reichsbank, Daimler Motoren und Zellstoff Waldhof.
Der Auslandrentenmarkt lag anfangs sehr still. Im freien Verkehr wurden Gülden-Russen etwas schwächer und zwar mit 1,20 bis 1,25 in kleinen Beträgen umgesetzt.
Im Verlaufe war das Geschäft auf allen Marktgebieten sehr still. Am Aktienmarkt traten keine nennenswerten Veränderungen ein, die nach den ersten Kursen erzielten Besserungen konnten sich meist behaupten. 1 bis 2 v. H. schvächer lagen Kaliaktien.
Am Rentenmarkt unterlagen Altbesitz kleinen Schwankungen, zuletzt lagen sie bei 104,13 v. H., also wieder auf dem Eröffnungsstand. Kommunal- Umschuldung, Zinsvergütungsfcheine, späte Reichsschuldbuchforderungen und Stahlverein-Bonds hrök- kelten eher weither leicht ab. Der Pfandbriefmarkt zeigte für Goldpfandbriefe und Kommunal-Obliga- tionen zumeist gut behauptete, vereinzelt auch noch leicht erhöhte Kurse, Liquidationspfandbriefe lagen nicht ganz einheitlich. Die am Wochenschluß stark forcierten Stadtanleihen lagen zumeist im Angebot und etwas 1 v. H. schwächer. Reichsanleihen und Industrie-Obligationen waren nur wenig verändert. Von fremden Werten notierten Mexikaner uneinheitlich bei kleinen Veränderungen.
Tagesgeld blieb mit 3 v. H. unverändert.
Abendböxse ruhig.
An der Abendbvrse herrschte auf allen Marktgebieten außerordentliche Geschäftsstille, da man Aufträge der Kundschaft vermißte und auch neue Anregungen fehlten. Sowohl am Aktien-, wie am Rentenmarkt war die Unternehmungslust der Kulisse minimal. Indessen war die Grundstimmung nicht unfreundlich. Soweit im Vergleich zu den Berliner Schlußkursen leichte Rückgabe eintraten, ginnen diese voll und ganz aus Kosten uer Geschäftslosigkeit. Am Rentenmarkt zeigte sich anfangs wieder etwas Nachfrage für die Altbefitzanleihe, später waren sie aber eher angeboten.
Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille in vollem Umfange an. Von fremden Werten kamen 4proz. Schweiz. Bundesbahn mit 180 um 2 v. H. fester zur Notiz, im übrigen lagen Ausländer still. Am Kassarentenmarkt traten keine Veränderungen von Belang ein.
Wune
•I Vers SS.er
- ww, Sm
Gritzner 01
Mainkraftwerke Höchst a.M...» 4
Süddeutscher Zucker.........8|
Schluyk. fST ^end.
Wetzlar, 22. Okt. Je mehr sich die Schleier deutscher Vor- und Frühzeit lüften, desto eher kann die Struktur des neuen Staates in Gegenwart und Zukunft funbamenhert werden Dazu tragen die Ausgrabunge n au f d e m G l auberg bei, die bekanntlich im Blickpunkt des öffentlichen Interesses stehen und weitgehendste Forderung seitens der Regierung erfahren. Sie sind also nicht nur berchtigt, sondern geradezu notroen = d i g. Dadurch erlangen sie auch hohe Bedeutung für den Unterricht. Das hat die Lehrerschaft seit langem erkannt, und sie nimmt alle Gelegen- beiten wahr, sich über den Stand der Arbeiten auf dem laufenden zu halten. Diesem Gedanken diente auch die Fahrt mit Postautos am Samstag nach dem Glauberg, wo man zunächst in dem netten, einfachen, für die Ausarbeitung und Aufstellung der Funde erbauten Haus die Sammlung aus den verschiedensten Zeitperioden von der jüngeren Eiszeit an bis zum Mittelalter besichtigte. Bel der dann folgenden zweistündigen Führung über das fast 2000 Meter lange, durchschnittlich 200 Meter breite und an den Längsseiten über 50 Meter steil abfallende Plateau des Berges erklärte Dr. Richter, der hessische Denkmalspfleger, die Anlage in ihrer Fülle von Aufschlüssen. Ausgehend von der sog. Enzheimer Pforte, dem Suchgraben entlang an den ermittelten Wohnanlagen, an den Ring- und
'jlmeritamidje Polen..............
Belgische Noten...........
Dänische Noten ....
Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten Schweizer Noten.................
Spanische Noten ........
Ungarische Noten ................
Datum
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Tt. Reichsanl.v. 1929 6!/2% Domlg'AnIeihe von 1930 .. Deutsche Anl..Ablös.*Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
Desgl. ohne Ausios.-Rechte......
6% ehern.8% Hess. Volisstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12..................
b'/r% Hess. Landes-Hhpotheken- bank Darmstadt Ligui.........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An
leihe Serie 1 mitAuslos.-Rechten
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
6% ehem. 7% Frankl. Hyp.-Bank
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
6Ki% ehem. 4/t% Franks. Hyp.-
Bank-Liqu.-Pfandbriefc.......
5y2% ehern. 4%% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe
6% ehern. 8% Pr. LandeSpfand-
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehern. 7% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
Steuergutsch. Verrechnungskurs..
Mr f fP erlu k tt es
I h j| 11| allf 'enic
¥ st t
’ in er je
20 10.
96,65-
93,5
105,9
.vcaut'un u. JJ(.
Berlin
Schlußkurs
Schlüße. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
20-10.
22-10.
20-10-
22 10-
4% desgl. Serie 11 .............
_
_
_
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4,7
4,75
4,5
—
4^r%Numän.vereinh.Rentev.l913
6,9
—
4% Rumänische vereinh. Rente ..
4,05
4,05
4,05
4
2V.% Anatolier ...............
34,5
34
34,5
Hranktun a. M.
Berlin
Schluß, kurs
Schlüße. Abend« börse
Schluß, lurs
Schlußk. Mittag- börle
Datum
20-10
22-10.
2010.
2210-
Marisfelder Bergbau ..
.......O
78
79
78,9
79,5
Kokswerke...........
.......0
——
95,65
96,25
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen
.......0 .....10
49
226
48,9
227,25
48,75
226,5
49
228
Rheinstahl...........
.......c
89,13
90,13
90,13
90,13
Bereinigte Stahlwerke.
.......0
41,5
41,75
42
42
Olavi Minen ........
.......(
Kaliwerke Aschersleben.
.......6
122,4
121
122,25
118.5
Kaliwerke Westeregeln .
.......6
118
116,25
119,5
116,25
Kaliwerke Salzdetfurth
.....1¥i
156
155
156
"iss
20 Oktober
22 Oktober
Amtliche Ronerung Geld | Srie>
Amtliche Notierung
Geld | Ärie
Buenos Atre.
0,644
0,648
0,641
Brüssel.....
58,17
58,29
58,17
Rio de Jan. .
0,204
0,206
0,204
Sofia......
3,047
3,053
3,047
Kopenhagen.
54,80
54,90
54,57
Danzig.....
81,08
81,24
81,10
London .....
12,275
12,305
12,225
HelsingforS..
Paris ......
5,42
5,43
5,395
16,38
16,42
16,38
Holland ....
168.43
168,77
168,51
Italien.....
21,45
21,49
21,45
Iavan ......
0,703 5,694
0,705
0,703
Jugoslawien
5,706
5,69a
Oslo.....:
61,66
61,78
61 40
Wien.......
48,95
49,05
48,95
Lissabon...
11,135
11,155
11,09
Stockholm...
63,29
63,41
63,02
Lchwetz ....
81,05
81,21
81,02
Spanien....
33,97
34,03
33,99
Prag.......
10,375
10,395
10,375
Budapest ...
—
Neuyork...
2,473
2,477
2,472


