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nr. 248 Erster vlatt

184. Jahrgang

Dienstag, 23. Oktober 1934

Eichener Anzeiger

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eute, arbeitet die Propaganda der Welt gegen

Deutschland mit der Forderung der totalen Äbrü- ung. Die Welt motiviert ihre Hochrüstung mit der

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Die Krisis des Vurgsriedenskabineiis

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;itljung und rLeoenskamps eines Volkes, welches ca in seinen oolklichen Halt und Gemeinschaftsdienst eimben hat. Dieses Soldatentum ist nie von

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Militarismus und Soldatentum

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ung. Die Welt motiviert ihre Hochrustung Mit der eutschen Gefahr. Das Scheitern der Abrüstungskon- :renz wird als deutsche Schuld ausgelegt. Die Auf« ahme Rußlands in den Völkerbund wird der Welt

jt-ecfen und Zielen bestimmt, sondern ist die Form iirsr inneren Haltung, ist immer auf die Gemein- huft ausgerichtet und nie auf eine Gruppe von Amschen.

ks ist darum für ein soldatisches Volk nicht der

Angriffs und die Methoden. Daß die Qualitäten des Frontsoldatentums über die ehren­volle Wahrung der Tradition hinausgehen, und daß dieses beste deutsche Mannestum der alten Frontsoldaten heiß und innig verlangt, am Staate Adolf Hitlers Mitarbeiten zu können, diesem be­rechtigten Wunsche aller meiner Kameraden will ich auch hier Ausdruck geben." Die alten Kameraden des Stahlhelm wollten ehrlich und fest an dem Auf­bauprogramm des neuen Deutschland Mitarbeiten, es sei zweifellos, daß von dem Frontsoldatentum als dem Träger des Frontsozialismus Brücken zum Nationalsozialismus und dessen deutscher Weltan­schauung führten. Dem Lande und den Menschen, für die man sich im Felde geschlagen und einge­setzt habe, gehöre man, so lange man atme. Des­halb höre er als Bundesführer auch nicht auf, mit an der Zukunft des deutschen Volkes und des deut­schen Landes zu arbeiten und unermüdlich alle Kameraden zur Mitarbeit aufzufordern. Diese finde ihren Rahmen in dem neuen einigen Reich. Die gestellte Aufgabe heiße für die alten Front­soldaten immer nur: Deutschland!

jedtellt ist.

Soldatentum ist eine Haltung, Ergebnis von Er- und Lebenskampf eines Volkes, welches

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staltungen durch den Besuch des Bundesführers, Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e. Der Minister wurde von dem Landesführer Wenzel und den Vertretern der Stadt und des Staates begrüßt und von Ehrenstürmen der SA. und SS. und einer Ehrenabteilung der NSDFB. (Stahlhelm) empfan­gen. Beim Führerappell hielt der Bundesführer eine Ansprache, aus der ein starkes Bekennt- nis zum Führer Adolf Hitler und der feste Wille zur Mitarbeit am nationalsozia­listischen Staat durchklang. Nach einem Vorbei­marsch fand eine große Kameradschaftsfeier statt, zu der als Ehrengäste Vertreter der Regierung, der Partei, der SA., SS. usw. erschienen.waren.

Der Bundesführer Reichsminister S e l d t e er­klärte in einer Ansprache, für das erfolgreiche Durchhalten sei nichts so wichtig als die Tatsache, daß heute die alte deutsche Sehnsucht nach einem Reich, einem Volk und einem Führer erfüllt sei. Da gebe es für keinen echten deutschen Mann irgendein Zögern. Mit Stolz könnten die Stahlhelmer heute von sich sagen, daß auch sie zu den Freiheitskämpfern gehörten, die in jenen düste­ren Novembertagen mit dem gleichen Ziel wie Adolf Hitler und seine Getreuen angetreten seien. Schon seit dieser Zeit habe der Stahlhelm für den Führer, der einmal kommen mußte, gearbeitet, für den Führer, der alle Kräfte der Nation, der Arbeiter, der Soldaten und der Bauern hätte zusammenfassen müssen, um den Sieg zu erringen. Diesen großen deutschen Sieg habe Adolf Hitler errungen. Der Weg zum Siege lehre, daß beide Bewegungen, nämlich der politische Na­tionalsozialismus und der soldatische Stahlhelm- geisi, zusammengehörten.Eine harte und scharfe Luft", fuhr der Bundesfuhrer wörtlich fort, weht um die umbrochene Scholle. Aber Umbruch bedeutet bereitstellen für neue Ernte. Wir haben keine Zeit in diesem Kampfe, uns zu falscher Stunde kritisch über die Methoden zu äußern. Mitmachen heißt es! Und derjenige, der aus den Reihen heraussprang, der den Fuhrerruf über das Feld ertönen lieh: Die Kompame hort auf mein Kommando!, der gibt auch die Form des

Geldte auf dem Freiburger Frontsoldaten - Appell.

Freiburg, 22. Qkt. (Funkspr.) Die alle badische Unversitätsstadt Freiburg stand am Samstag im Zeichen des NSDFB. (Stahlhelm). Der Landesver­band Baden beging die Traditionsfeier zur Erinne­rung an die Gründung des badischen Stahlhelm vor zehn Jahren in Verbindung mit einem Führer­appell. Ihre besondere Wethe erhiellen die Beran-

lehnt werden sollte. Man glaubt, daß die radi- kalsozialistischen Kabinettsmitglieder von sich aus weder der Entscheidung des Ministerpräsidenten noch der der beiden Kammern vorgreifen werden, so daß verschiedene Möglichkeiten offenbleiben. Sollte sich die Kammer gegen die Auflösung der Kammer aussprechen, würde der Ministerpräsident den Se­nat um das Recht, Neuwahlen auszuschreiben, ersuchen, d. H. das Land zum obersten Schiedsrich­ter machen. Sollte der Senat die geforderte Kam­merauslösung verweigern, würde Doumergue dem Präsidenten den Rücktritt seines Kabi­netts überbringen. Dasselbe würde er tun, wenn die Nationalversammlung von Versailles sich gegen die Abänderung der Verfassung aussprechen sollte.

Wenn auch ein Teil der linksstehenden Presse die Lage als willkommenen Anlaß nimmt, um gegen dieantirepublikanischen oder bonapartisti- schen Pläne" des Ministerpräsidenten Sturm zu lausen, so ist immerhin die warnende Stimme von

Die Senatsmehrheil gegen Doumergue.

Heute entscheidender Ministerrat.

Paris, 22. Qkt. (DNB.) Unter dem Vorsitz Präsidenten der Republik findet am Dienstag

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Doumergues Kampf um die Staalsrefom in Frankreich

Radikalsozialistischer Widerstand gegen das Recht auf Auflösung der Kammer.

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HerriotsE r e No uv eile" zu beachten, die u. a. schreibt: Wir brauchen noch den Burgfrieden. Wer sich von den höheren Belangen des Landes leiten läßt, wer den nationalen Notwendigkeiten größere Bedeutung beimißt als allzu engherzige partikularistische Erwägungen, wird das verstehen. Auch das Land verlangt dies von all denen, in die es sein Vertrauen gesetzt hat. Wir dürfen niemals vergessen, daß die nationale Wiederaufrichtung noch nicht abgeschlossen ist." Die Presse, die für den Ministerpräsidenten eintritt, nimmt ihn geaen den Vorwurf in Schutz, die Verfassung um­gehen zu wollen. Sie erwartet, daß er, wenn er festbleibe, auch die widerspenstigen Parlamentarier zur Vernunft bringen werde. Es handelt sich, so meint z. B.Echo de Paris", um einen Ein­schüchterungsversuch, von dem Doumergue nichts zu befürchten habe. Er habe die öffent­liche Meinung hinter sich und das Land, das sich nach einer Lösung sehne.

übrigen Kabinettsmitgliedern gleichgestellt ist. Der Ministerpräsident darf im Falle von ernsten Meinungsverschiedenheiten zwischen Regierung und Kammer den Präsidenten der Republik ohne vorherige Genehmigung des Senats bitten, die Kammer aufzu­lösen und Neuwahlen auszuschreiben. Die Regierung soll allein das Recht haben, die Haushaltsausgaben vorzuschlagen. Der Haushalt des laufenden Jahres kann verlängert werden, wenn der nächste Haushalt nicht rechtzeitig verabschie- d e t worden ist.

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Ministerrat statt, dem Ministerpräsident Dou­mergue die Staatsreformpläne dar­legen wird, worauf eine Aussprache über die Einberufung der Nationalversamm­lung stattfinden wird. Doumergue hat die Absicht, den Kammern die Einberufung für den 15. Novem­ber vorzuschlagen. Die Reformvorschläge des Mini­sterpräsidenten betreffen folgende Punkte:

1. Der Ministerpräsident erhält besondere Voll­machten und die Rechte eines Premier- ministers, während er gegenwärtig den

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Vor dem radikalfozialistischen Parteitag.

Don unserem Dr. K. Z.-Korrespondenien.

Paris, 22. Oktober 1934.

Der alljährliche Parteitag der Radikal­sozialen, der gewöhnlich in der letzten Woche des Monats Oktober stattfindet, pflegt den Auftakt für das politische Leben und die parlamentarische Arbeit des Winters zu geben. Der Verlauf dieses Kongresses der seit Jahrzehnten stärksten und fast immer ausschlaggebenden Partei läßt in der Regel gewisse Rückschlüsse auf die innenpolitische Kon­stellation der kommenden Monate zu. So wurde auf dem Parteitag von Angers im Oktober 19 2 8 beschlossen, daß die radikalsozialen Minister, zu denen auch damals Herriot und Sar- raut gehörten, sich aus dem Burgfriedens- Kabinett derUnion nationale" z u - rückziehen sollten, das 1928 von Poincare (wie das heutige von Doumergue) geleitet wurde. Wenn der Auszug der Radikalsozialen aus der Regierungsmehrheit damals nicht den Sturz des Gesamtkaoinetts herbeiführte, so lag es daran, daß im Frühjahr 1928 die sogenanntenPoincars- Wahlen" stattgefunden hatten, welche die Links­mehrheit von 1924 in eine Mehrheit des Rechts­blocks verwandelt hatten. Mit diesem konnte Poin- car6, unter Verzicht auf die radikalsozialen Stim­men, wenn auch auf einer erheblich geschmälerten Majoritätsgrundlage weiterregieren.

Würden heute die radikalsozialen Minister zu­rücktreten, so wäre die Demission des Ge- snmtkabinetts unvermeidlich. Den Poincarö-Wahlen" entsprechendeDoumergue- Wahle n", welche den Wunschtraum der Rechtspar­teien bilden, stehen noch aus. Ob sie je erfolgen wer­ben, ist mehr als fraglich. Die nächsten ordentlichen Neuwahlen finben verfassungsmäßig e r st im Frühjahrl936 statt. Eine vorzeitigeAuf-

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irmirft werden können. Das Gegenteil war ' e r F a l l. Die Behauptung, der deutsche Militaris- ms sei eine Gefahr, ist geblieben. Damals wie

Grad der Bewaffnung entscheidend, wo hingegen der Grad der Bewaffnung für den Militarismus das A und O bedeutet. Militaristisch sind in diesem Sinne Staaten wie Frankreich, dessen Heer zweck- bestimmt ist, Werkzeug zum Zweck und zum Schutz von Interessen. Die Friedensbeteuerungen solcher Länder sind ein Mittel zur eigenen Tarnung und sind ein Mittel zur Diffamierung des politischen Gegners, der des Militarismus' nicht bedarf, aber in seiner Grundhaltungsoldatisch" ist. Die un­überbrückbare Gegnerschaft dieser beiden Formen hat im Tiefsten ihren Grund in dem Minderwertig­keitsgefühl des Militarismus, der weiß, daß die Kraft einer inneren Haltung in der Lage ist, auch der besten technischen Ausrüstung zu trotzen: Der Weltkrieg hat bewiesen, was echtes Soldatentum vermag.

Hier an dieser Stelle ist die Wurzel der Pro­paganda zu suchen, denn der unehrliche Makler einer Sache wird immer versuchen, seine wirklichen Absichten zu tarnen. Wer nicht selbst hinter einem Busch sitzt, wird keine anderen dahinter suchen. Die Geschichte der Völker lehrt uns, daß in Völkern, wo dasSoldatische" den Charakter der Menschen bestimmt, auch bei vollkommenster Abrüstung die innere soldatische Haltung nicht verloren geht. Dies wissen aber auch die Regierungen, die sich in ihrer Gegnerschaft zu Deutschland zusammengefunden haben, womit verständlich wird, warum man von einem deutschen Militarismus redet, der nie in Deutschland bestanden hat. K. M.

lösung derKammer kann zwar von dem Prä­sidenten der Republik und dem Senat gemeinsam beschlossen werden. Ein solcher Fall ist aber in der Geschichte der dritten Republik noch nichtdage- wesen und wird aller Voraussicht nach auch nicht eintreten, da die ftreng konservative Haltung des französischen Senats Derartigen Neuerungen im Wege steht. Ueberdies hat die Generalprobe der Kantonalwahlen den Rechtsparteien die Lust zu Neuwahlen genommen. Der erwartete Rechts­ruck, von der im Amt und in der Macht be­findlichen Regierung nach Kräften begünstigt, ist ausgeblichen. Die hauptsächlichen Gewinner waren die K o m m u n i ft e n, die ihre General­ratssitze von 10 auf 33 vermehren konnten. Ihre starke Stimmenzunahme gerade in den ländlichen Bezirken beweist, daß ihre Anziehungskraft nicht von dem marxistischen Parteiprogramm ausging, sondern von der klaren Oppositionsstellung zu der reaktionä­ren Rechtsregierung, wodurch nachweislich zahlreiche radikalsoziale, also kleinbürgerliche Wähler gewon­nen wurden. Die Rechtsparteien Louis Marins und Tardieus haben gegenüber den Kantonalwahlen von 1928 zwar 29 Sitze gewonnen, aber gegenüber 1931, als die andere Hälfte der Generalräte und Arron- disfementsräte, die noch bis 1937 im Amt find, er­neuert wurde, nicht weniger als 42 Sitze ver­loren. Die Hauptleidtragenden find die Radi- ka Asozialen, da sie kein klares Ziel vor Augen hatten. Sie vermochten sich weder eindeutig für noch gegen Doumergue zu entscheiden. Im Ganzen ge- sichen, sind die Veränderungen überhaupt nicht sehr groß. Als Hauptergebnis bleibt festzuhalten, daß die Linke trotz ihrer ungeheuren parlamentarischen Miß­wirtschaft seit den Maiwahlen von 1932 bis zum Regierungsantritt derUnion nationale" nach dem blutigen 6. Februar ihren Besitzstand be­haupten konnte, und daß Doumergue keineswegs über eine so starke Machtstellung verfügt, wie Poin- car6 sie 1928 unter ganz ähnlichen Umständen inne hatten

Das erleichtert die Lage der Radikalsozialen,

Schulungsräume für die HI.

Berlin, 22. Okt. (DNB.) Die Reichsjugendfüh- rung hat mit der Ausführung eines S ch u l u n g s - Programms begonnen. Zu dessen Unterstützung hat Reichserziehungsminister R u st angeordnet, daß die erforderlichen Zusammenkunftsräume (Heime) allen Einheiten der Hitlerjugend zur Ver­fügung gestellt werden. Es werden in der Haupt­sache Räume für kleinere Einheiten be­nötigt, also für 20 bis 60 Jungen. In vielen Fällen sind staatliche wie kommunale Baulich« feiten noch bei weitem nicht voll ausgenutzt. Auch Räume in öffentlichen Schulen, soweit sie sich dafür eignen, sind bis auf Widerruf für die Durchführung des Schulungsprogramms zur Der» fügung zu stellen. Wenn auch Klass enräums hierfür nicht geeignet fein werden, so sind kei­nerlei Bedenken gegen eine Ausstattung lee­rer Räume durch die Einheiten der HI. selbst.

5. Im Rahmen der Verfassung wird ein B e - a m t e n g e s e tz erlassen.

Der Direktionsausschuß der demokratischen Linken des Senats, die den Radikalsozia list en in der Kammer entspricht und über die absolute Mehr­heit verfügt, hat sich gegen die Absicht Doumer- gues ausgesprochen, die Kammer ohne o i e Zustimmung des Senats auflösen zu können. Eine Abordnung hat dem Ministerpräsi­denten die Beschlüsse des Ausschusses mitgeteilt. Doumergue erklärte, seine Reformpläne feien fertig- gestellt, er werde sie in einer Rundfunkrede am kommenden Samstag dem Lande Mitteilen. Er denke nicht daran, davon Abstand zu nehmen, sondern beabsichtige, es darauf a n - kommen zu lassen.

Die öffentliche Meinung Doumergues bester Verbündeter

Der Einspruch der Radikalsozialistischen Senats­gruppe gegen die Reformpläne Doumergues und dessen entschiedene Versicherung, daß er mit allen gesetzlichen Mitteln die Verwirklichung seines Pla­nes betreiben werde, haben in parlamentarischen Kreisen und in der Presse einen Wiederhall gefun­den, der die Zuspitzung der innenpolitischen Lage erkennen läßt. Das Ergebnis des Ministerrates und besonders die Haltung der radikal- sozialistischen Kabinettsmitglieder werden deshalb mit Spannung erwartet. Doumer- gue hat insofern eine klare Lage geschaffen, als er den radikalsozialistischen Senatoren erklärt haben soll, er werde um jeden einzelnen Punkt seines Planes kämpfen und erst dann gehen, wenn dieser Plan als ganzes abge-

amit begründet, daß man den Weltfrieden sichern volle, der durch Deutschland gefährdet fei. So geht ach wie vor ein Gerede und Geraune durch die Belt, Deutschland sei der Friedensstörer, Deutschland

1 -i das Land, welches alle anderen Länder zwinge, ch mit einem Wall von Eisen zu umgeben.

Seit Jahrzehnten geht diese Lüge um die Welt, jllle Bemühungen, dagegen die Wahrheit aufzurich-

1 n, ttafj Deutschland alles andere wolle als den Jirieg, scheinen vergeblich zu sein. Wenn man sagt, tiügen haben kurze Beine, so müssen wir hier sagen, i ese Lüge hat unendlich lange Beine. Woran liegt Ins? Sind wir ein solches Volk, oder sind wir es i.cht? Es muß auf diese Frage eine Antwort geben. (ehen wir zunächst einmal davon aus, daß in jeder lüge, und sei sie noch so groß, ein Körnchen Wahr- ; hüt liegt, bann müssen wir bestätigen, daß auch in . tiefer Lüge eine Wahrheit steckt, die wir nicht nötig ; fiiben, zu verstecken. Wenn man uns nachsagt, daß viir Deutschen das Soldatische lieben, dann netten wir dies nicht bestreiten; es ist so, aber doch §anz anders, wie es unsere Gegner meinen. Wir lie- b n das Soldatische nicht, weil wir den Krieg wol- Itm, sondern weil wir unser Leben nicht ohne 2 i e n ft am anderen vorstellen können. Dieser lenst an der Gemeinschaft aber kann nur exerziert Md geübt werden so ist jedenfalls unsere Ersah- r. ng nicht durch Ueberrebung, sonbern durch jnl b atif d) e s D i e ne n. Damit stehen wir aber auch vor ber Grunblüge der Feindpropaganda: Das, ms in Deutschland als eine Vorbereitung für den lienft an der Gemeinschaft angesehen wird, wird m Ausland als eine Vorbereitung zum Kriege ge- iiutet. Soldatische Disziplin ist in Deutschland: Die

I tebung, sich in der Gemeinschaft einordnen zu kön- i n. Im gegnerischen Ausland ist sie: Der Drill» tuen Krieg. Militarismus und Soldatentum zeigen sch hier als vollkommen verschiedene Erziehungs- nerte.

«Es gibt eine innere und äußere Haltung eines Menschen, die wir alssoldatische" ansprechen. Diese jnltung trägt als Kennmerkmal, bestimmte Dinge t-s Lebens bestimmten Wertungen zu unterziehen: liie Ehre dem Vorteil, die Pflicht dem Behagen, dis Harte dem Angenehmen,die Sache der Gemein- fciaft dem eigenen Wohlbehagen. Diese Haltung tmn der Lebensstil einzelner fein, es können Grup- pm und ganze Einheiten sich in einer solchen Hal- limg verpflichtet fühlen. Es kann aber auch fein, MB ein ganzes Volk biefen Sinn bes Lebens so a: sfaßt. Der Typus des Soldaten kann fo das K-sicht eines ganzen Volkes bestimmen, daß er den (i-unbfon feiner Lebenshaltung ausmacht. Nirgenb- in war dies fo deutlich wie in Preußen: Der preu- jj ehe Lebensstil verpflichtete den Menschen zur ,letzten Dienstverpflichtung für die Gemeinschaft. Hub es ist deshalb ganz verständlich, daß, je mehr di: ser Lebensstil in Deutschland durchbrach, Deutsch- Icnb immer mehr soldatisch werden mußte, und, ji- uns heute absolut verständlich, auch feine Geg- i.aschaft in dem Maße zunehmen muhte, wie dieser SBbensftil an Größe und Macht gewann. Alle Geg- mir wissen dies und haben ihre Propaganda auf bi:-fe dem gemeinen Menschen verständliche Ebene s choben, auf die äußerlich sichtbare, auf die solda- !iche Form der Erziehung.

Denn und bas ist bas Entscheibenbe! all Ulfe Erziehungselemente sind für denechten Mili- laiismus" unerheblich. Derechte Militarismus', tri dem die Gegner reden und den sie als IdTectenbes Beispiel an bie Wand malen, ist ein Biruf, wie jeber anbere, ist im Grunbe genommen fixe Zweckfache. Ist eine Einrichtung, mit ber ein Mtimmter Zweck erreicht werben soll im Dienste liier Gruppe. Ist ein Werkzeug wie jebes andere im Dienste einer Absicht, bie auf Nutzen aus if- Ist im Jbealfall ein schlagkräftiges Heer für dm Einsatz von Absichten und Unternehmungen frier Schicht, bie sich bieses Heer hält zum Schutz iiilb zur Eroberung. Es ist eine Sölbnerarmee, bie licht im Innersten auf eine Fahne verewigt ist, ioibern die auf bie absolut sichere Führung ber zynischen Mittel exerziert wirb, die nötig sinb, um dm Gegner zu vernichten. Es kommt imechten Mlitarismus" im wesentlichen barauf an, technisch ii;? ber Höhe zu fein, weil fein ganzer Sinn unb $trf auf bie Erreichung von materiellem Nutzen

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Zu den zugkräftigsten Propagandastücken Feindbundmächte während des Krieges gehörte Behauptung:Der deutsche Militarismus fei Friedensstörer der Welt." Amerika ist unter dieser Propagandalüge in den Krieg gegen Deutschland ge­zogen. Nach 1918 glaubte die damalige deutsche Re- fterung, wenn sie in Deutschland alles auslösche, 305 an Soldatischem im deutschen Volk vorhanden ist, in Erfüllung der Forderung der Siegermächte - würde ein erträglicher Frieden für Deutschland