tonb Adolf Hitlers abgelegt fyat, so beweist nun auch ihr, daß ihr Nationalsozialisten der Tat seid!
Heil Hitler!
Führer des Gebiets 13 Bezirksleiter der Deutschen der Hitlerjugend Arbeitsfr., Bez. Hess./H.-N.
gez.: Kramer, MdR. gez.: Becker, MdR.
7!G.-Gemeinschaft„KraftdurchHreude"
Amt für Reisen, Wandern und Urlaub.
Betr.: Norwegensahrt mit der „M o n t e Olivia" am 23. 3 u n i.
Die Teilnehmer aus dem Kreise Gießen wollen ihre Karten sofort auf der Geschäftsstelle der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Gießen, Schanzenstraße 18, abholen. Abfahrt Samstag, den 23. Juni, 22.35 Uhr, von Gießen.
Betr.: Fahrt-Swinemünde, Heringsdorf am 2 3. Juni.
Die Karten find ebenfalls sofort abzuholen. Abfahrt Samstag, 23. Juni, 16.31 Uhr von Gießen. NG.-Krauenfchast, Ortsgruppe Mitte.
Die NS.-Frauenfchaft, Ortsgruppe Mitte, weist darauf hin, daß am Sonntagvormittag 10 Uhr eine Führung durch den Botanischen Garten stattfindet.
Heichsbund Volkstum und Heimat.
Sonntag, 24. Juni, 15 Uhr, spricht Prof. Dr. Sommer an der „Deutschen Wacht" in Oberstein- berg bei Watzenborn-Steinberg über den „H e s s i - ichen Rennwe g". Bei schlechtem Wetter findet der Vortrag in der Kirchenhalle des Schiffenbergs um 16 Uhr statt. Unsere Mitglieder werden zu reger Beteiligung eingeladen. Gäste willommen!
Kampfbund für Deutsche Kultur.
An alle Vereine und Gesellschaften des Kreises.
Da noch nicht alle Vereine der Meldepflicht nachgekommen sind, macht der Kampfbund f. D. K., Ortsgruppe Gießen, noch einmal darauf aufmerksam, daß alle Vereine, Verbände, Museen, Gemeinschaften, Gesellschaften usw. zu melden sind, die mit öffentlichen oder geschlossenen Veranstaltungen hervor- treten, die dem wissenschaftlichen, kulturellen oder gesellschaftlichen Leben dienen. Die Meldung hat umgehend an den Ortsgruppenleiter des K. f. D. K., Fritz Cujä, Kirchenplatz 23, zu erfolgen.
Hitler-Jugend, Dann 116 Gießen.
Achtung Gebietsausstellung! (Abteilung Grenz- und Ausland).
Ende August wird die Ausstellung des Gebietes Hessen-Nassau in Frankfurt a. M. eröffnet. Auch die Abteilung Grenz- und Ausland wird ihre Arbeit zu zeigen haben. U. a. brauchen wir Bilder, die anläßlich der Saarkinderverschickung von Saar- brücken-Burbach nach Oberhessen im Winter des vergangenen Jahres ausgenommen wurden. Wir bitten nicht nur unsere Kameraden, sondern auch die Pflegeeltern, alle Aufnahmen, die das Leben der Saarkinder mit der HI. oder den Dorfbewohnern zeigen, an den Bann 116 der HI. Gießen, Asterweg, bis zum 29. Juni einzusenden. Unkosten werden auf Wunsch ersetzt.
Heil Hitler!
Der Führer des Bannes 116 Häuser, Gefolgschaftsführer G.A.-Referent: Berghöfer, Scharführer. Verbotene Gammelbestellungen von Beamten.
Das Staatspresseamt teilt folgende Verfügung des Staatsministers Jung mit:
Sammelbestellungen auf Kohlen und andere Brennstoffe zu Vorzugspreisen dürfen von Beamten und Beamten-Vereinigungen für die Folge nicht mehr aufgegeben werden. Der Kohlenhandel hat Anspruch darauf, diese Lieferungen im regelmäßigen Geschäft auszuführen. Vorzugspreise für bestimmte Berufsgruppen können dabei nicht eingeräumt werden. Andererseits wird von dem Kohlenhandel erwarbt, daß er sich bei seiner Kalkulation mit dem bescheidensten Nutzen begnügt. Wo die Preise dieser Voraussetzung nicht entsprechen, müssen sie herabgesetzt werden. Die Preisüberwachungsstelle bei dem Hessischen Staatsministerium wird gegebenenfalls das Erforderliche veranlassen. Belegschaftslieferungen werden von dem Verbot der Sammelbestellungen nicht betroffen, wenn sie in den betreffenden Betrieben seit Jahren in ständiger Hebung durchaeführt wurden. Ebenso bleibt der Bezug von Kohlensparvereinen, Bezugsgenossenschaften und dergleichen durch die vorstehenden Vorschriften unberührt.
Oie Wiedersehensfeier ehem. 116er verlegt.
Wie uns vom Geschäftsführenden Ausschuß des 116er-Tages mitgeteilt wird, mußte umständehalber die Feier auf den 21. und 2 2. Juli oorver- l e g t werden.
In dem vorgesehenen Programm tritt eine Aen- derung nicht ein. Wir werden in den nächsten Tagen Bericht über den Fortschritt der Vorarbeiten für die Wiedersehenstage erstatten.
Oie Ausbildung junger Mädchen im Haushalt.
Die Allgemeine Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen bittet uns um folgende Veröffentlichung und bezieht sich dabei auf das Reichsarbeitsblatt Nr. 15, Teil I, S. 131. Punkt 4 dieser Richtlinien sagt folgendes:
„Das Anlernverhältnis soll ein Jahr dauern. Das junge Mädchen soll in alle seinen körperlichen und geistigen Kräften entsprechenden hauswirtschast- lichen und kinderpflegerischen Arbeiten eingefuhrt werden. Wo eine hauswirtschaftliche Berufsschule besteht, ist diese zu besuchen. Am Ende des Jahres erhält das junge Mädchen ein Zeugnis, aus dem hervorgeht, in welchen Gegenständen und mit welchem Erfolg die Unterweisung erfolgt ist. Die Aufnahme des Mädchens erfolgt schlicht um schlicht. Die Krankenkassenbeiträge werden von derHausfrauentrichtet. Weitere Beiträge zur Sozialversicherung falle n fort. Die Vorschriften über die Genehmigung von Steuererleichterungen für Hausgehilfinnen finden Anwendung." „ , .
Den Krankenkassen ist die Ueberwachung der erforderlichen Anmeldung übertragen worden.
Oie Ausübung der Jagd auf Schalenwild.
Um bis zum Erlaß eines Reichsjagdgesetzes eine pflegliche Ausübung der Jagd nach allgemein anerkannten Grundsätzen deutscher Weidgerechtlgkeit sicherzustellen und eine Gefährdung des Wild stand es ourch übermäßigen Abschuß auszuschließen, ordnete der Hessische Staatsminister am 19. Juni für das Gebiet des Landes Hessen folgendes an:
Kundgebung der Ortsgruppen Nord und Ost der NSDAP.
Die Ortsgruppen Nord und Ost der NSDAP, hielten gestern abendgemeinsam eine aroßeKundgebung ab. Der Saal des Cafe Leib war bis auf den letzten Platz besetzt. Musik, von Mitgliedern des SAR.-Musikzuges ausgeführt, leitete den Abend ein. In feierlicher Form wurden die Fahnen der beiden Ortsgruppen eingebracht. Ortsgruppenleiter Pg. Thomas eröffnete die Kundgebung und hieß insbesondere den Redner des Abends herzlich willkommen. Er erteilte ihm sofort das Wort.
Gauamtsleiter der NSV., Bürgermeister pg. Haug führte in etwa eineinhalbstündiger, lebendiger, fesselnder Rede u. a. folgendes aus: Wer heute durch Deutschland gehe, erkenne das deutsche Volk kaum wieder. Das ehemals zerrissene Volk sei heute ein neues Volk und — vielleicht zum ersten Male in der deutschen Geschichte — ein wirkliches Volk. Diese grundlegende Umgestaltung eines Volkes in so kurzer Zeit müsse aber auch dem letzten Deutschen die weltbewegende Bedeutung des Nationalsozialismus klar werden lasten. Bisher sei doch immer nur Kampf gewesen! Der Bruder habe gegen den Bruder gestanden! Die Sprache sei in den vergangenen, Überwundenen 14 Jahren doch bas letzte und und einzige Gemeinsame gewesen.
Die geschichtliche Mission des Nationalsozialis- muß sei ungeheuer groß.
Die Geschichtsschreibung, wenn sie eines Tages die Geschichte des nationalsozialistischen Deutschland schildern wolle, werde berichten müssen von dem unerschütterlichen Glauben der ersten Nationalsozialisten an ihren Führer, von der Tatsache, daß der Nationalsozialismus schon bald nachdem er in Erscheinung getreten sei, nicht mehr totgeschwiegen habe werden können, daß er sich gegen Lüge und Verleumdung behauptet und allem Terror getrotzt habe.
Bis zur Machtergreifung des Nationalsozialismus sei es doch immer so gewesen, daß sich die vielen Parteien immer erst 14 Tage vor der Wahl des deutschen Volkes entsonnen hätten. Der-Nationalismus habe nie um die Stimmen, sondern immer um Herzen und Seelen der Volksgenossen gekämpft. Dieser Kampf dürfe nie vergessen werden. Noch sei nicht das ganze Volk nationalsozialistisch; zwischen dem nationalsozialistischen Staat und dem nationalsozialistischen Volke sei noch ein weiter Weg. Der Nationalsozialismus müsse aber in bas letzte Haus bringen.
Eine Jugenb von reinstem nationalsozialistischem Geiste müsse heraufwachsen. Sie zu diesem Ziele zu erziehen, sei unsere größte Aufgabe. Alles Trennende müsse fallen. Eines Tages müßten alle gemeinschaftlich marschieren.
Aber stets müsse auch darüber gewacht werden, daß der nationalsozialistische Gedanke nie verfälscht werde.
Es gebe heute noch sehr viele, die eifrig vom Nationalsozialismus redeten, die aber zur Zeit des liberaliftischen Systems Geschäfte machten, wie sie es heute auch tun möchten und morgen vielleicht es unter einem kommunistischen Regime ebenfalls tun würden: die Konjunkturritter!
Man treffe heute noch an Stammtischen jene Sorte Menschen, die andauernd vom Weltkriege redeten, ohne je draußen gewesen zu sein. Die gleichen feiert* es, die vom Nationalsozialismus sprächen und alles bester wüßten, ohne je gekämpft zu haben: die UOprozentigen. Vor diesen Leuten heiße es auf der Hut sein, damit nicht gerade von ihnen der Nationalsozialismus verfälscht werde.
Man brauche nicht den ganzen Rockaufschlag mit allen möglichen Abzeichen zu schmücken, um nach außen hin darzutun, daß man Nationalsozialist sei, viel wichtiger sei es, durch die Tat den Nationalsozialismus zu beweisen.
Der Staat unter nationalsozialistischer Führung habe im vergangenen Jahre Ungeheures geleistet. 14 Jahre lang sei der Weg nach unten gegangen, und in einem Jahre sei nicht nur Halt geboten, sondern auch der Marsch in die deutsche Freiheit angetreten worden.
Die hälfte der Arbeitslosen sei wieder eingefügt in den kreis der Schaffenden, das Volk fei zufammengeschmiedet, im Ausland die Achtung wiedergewonnen, die Ehre zurückerobert, fo daß über sie kein Debattieren mehr möglich fei.
Und wie falsch fei es gewesen, wenn Gegner behaupteten, daß Nationalsozialismus den Krieg bedeute. Es gebe kein friedenswilligeres Volk als das deutsche. Der Führer hpbe sich bereit erklärt, das letzte Maschinengewehr verschrotten zu lassen, wenn die Gegner so weit abrüsteten, wie es Deutschland getan habe.
Und das vergangene Jahr nationalsozialistischer Regierung habe gezeigt, daß Kultur und Religion nicht vernichtet werden sollten. Wohl aber müsse festgehalten werden, daß Religion und Politik zwei verschiedene Dinge seien. Der Priester solle Priester
und der Politiker Politiker bleiben. Es werde nicht mehr möglich sein, daß unter dem Deckmantel der Religion je wieder ein politisches Geschäft gemacht werden könne. Da müßten sich auch jene anpassen, die ihre Religion auch in der Politik im Vordergründe sehen möchten. Der nationalsozialistische sstaat sei kein Kirchenstaat. Es frage sich aber, ob heute noch ein Prediger auf der Kanzel stehen könne, wenn nicht der Nationalsozialismus gekommen wäre.
Das vergangene Jahr nationalsozialistischer Regierung habe auch die Toleranz gegen die Juden bewiesen. Es sei lediglich ihr Einfluß zurückgewie- sen worden da, wo sie kein Recht auf Einfluß gehabt hätten, Und getan worden sei in dieser Hinsicht nur, was das Lebensrecht des deutschen Volkes erfordere.
Die Grundpfeiler der großen nationalsozialistischen Forderungen seien: der wahrhaft deutsche Nationalismus und: der deutsche Sozialismus. Jeder müsse sich vor Augen halten, daß der andere Volksgenosse Kamerad sei, mit dem marschiert werden müsse.
Schon regten sich Stimmen, die eine Verbürger- lichuna des Nationalsozialismus wünschten. Der Nationalsozialismus lehne es aber ab, seine kämpferische Natur und seinen deutschen Sozialismus auch nur in einer Faser aufzugeben, Deutschland sei, das dürfe nicht vergessen werden, nicht etwa durch die Kreise der Intelligenz frei geworden, sondern durch den gläubigen einfachen SA.-Mann, wenn auch einzelne unter ihnen — bestimmt nicht die Masse — aus den Kreisen der Intelligenz, aus der Studentenschaft, gekommen seien. Den Dank an den kleinen SA.-Mann abzutragen, müßten wir zu jeder Stunde bereit sein. Und weiter dürfe nicht vergessen werden, daß die deutsche Arbeiterschaft nur durch die Ueberheblichkeit und den Standesdünkel der Bürgerschaft in die Arme des Marxismus getrieben worden fei.
Noch feien viele in unserem Volke, die es nicht verstehen wollten, was der Nationalsozialismus eigentlich wolle. Leider sei es auch hier die Intelligenz, die sich verschließe, obwohl sie längst ver- anmarschieren müßte.
Der Arbeiter wisse längst, daß sein Geschick unlösbar mit der Bewegung verbunden sei. Wer ehrlich und reinen Herzens zum Nationalsozialismus komme, werde das Ziel leicht erkennen können.
Welches Volk habe je ein solches Winterhilfswerk durchgeführt wie das deutsche? Ohne Geld sei an alle Aufgaben gegangen worden, lediglich ausgerüstet mit dem Glauben an den Erfolg sei es in Angriff genommen und durchgeführt worden. Die Aktion „Mutter und Kind" müsse eine Brücke in die Zukunft schlagen.
Unser Volk befinde sich erst auf dem Weg zur Volks- und Schicksals-, zur Not- und Brotgemeinschaft. Die Lasten würden in der Zukunft nach der Stärke der Träger zu verteilen sein. Die Taten des Nationalsozialismus vor Augen würden wir den Weg zum Endziel, zur wahren Volksgemeinschaft finden. 'Und bann werde es nur noch zwei Sorten von Menschen geben, jene die guten und jene die bösen Willens seien. Mancher der Nörgler sehe heute immer nur die kleinen Dinge, vergesse aber ganz, daß in der Geschichte immer nur das Große gemessen und gewogen werde. Der Nationalsozialismus sei nicht nach dem Handeln irgend eines Einzelnen zu werten, sondern nur nach dem Handeln des Einzigen, des Führers Adolf Hitler. Auf ihn habe der Volksgenosse zu sehen. Er kenne immer nur die Sorge um und den Glauben an sein Volk. Er sei immer der gleiche geblieben, so wie ehemals zur Kampfzeit, so sei er heute noch, immer wieder Beispiel und allen, willens, das deutsche Volk hinanzuführen. In seinem Geiste müsse die Jugend erzogen werden. Wie ein Fanal müsse das eine Wort über dem Volke stehen: Deutschland!
Deutschland müsse das Land werden, in dem alles Schwere gemeinschaftlich getragen werde. Dies aber sehe voraus, daß wir uns selbst treu bleiben, getreu auch der Bewegung, dem Zeichen des Sonnenrades, dem deutschen Sozialismus und dem deutschen Nationalismus, stets sich bekennend zum Geist der kampstahre.
Es lebe Deutschland und die nationalsozialistische Bewegung, die die Freiheit und die Rettung des deutschen Volkes wolle; es lebe der Führer! (Lebhafter anhaltender Beifall!)
Ortsgruppenleiter pg. Thomas schloß die Kundgebung mit Worten des Dankes an den Redner, mit dem Aufruf, die Nörgler beiseite zu schieben und den Weg zu gehen mit klarem Blick auf das Ziel.
Mit einem von der Versammlung begeistert aufgenommenen und erwiderten „Sieg-Heil!" auf den Führer, mit dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Horst-Weste'l-Liedes und mit der feierlichen Ausbringung der Fahnen fand der Abend seinen Abschluß.
Der Abschuß von Rot-, Dam- und Rehwild darf nur auf Grund und im Rahmen eines von dem zuständigen staatlichen Forstamt genehmigten Abschuß- planes stattfinden.
Der Abschußplan ist alle 3 Jahre zahlenmäßig, getrennt nach Wildart und Geschlecht, festzusetzen. Die Jagdausübungsberechtigten (Pächter von Staats-, Gemeinde-, Mark und Privatjagden, sowie die Besitzer nichtverpachteter Eigenjagden) sind verpflichtet, dem zuständigen staatlichen Forstamt unaufgefordert bis spätestens 31. März des Jahres nach vorgeschriebenem Muster einen Abschußplan zur Genehmigung vorzulegen. Bei verpachteten Gemeindejagden erfolgt die Vorlage durch Vermittlung der Bürger- meifterei, bei verpachteten Privatjagden durch Vermittlung des Eigenjagdbesitzers.
Wird trotz Aufforderung ein Abschußplan nicht eingereicht, so kann ihn das zuständige staatliche Forstamt von sich aus selbständig festsetzen.
Gegen die Entscheidung des Forstamts steht den Beteiligten innerhalb einer Frist von 2 Wochen Beschwerde bei der oberen Forstbehörde zu; diese entscheidet und zwar bei GemeindejagSen im Benehmen mit der Ministerialabteilung Ib (Innere Verwaltung) des Hessischen Staatsministeriums endgültig.
Die oorgeschriebenen Abschußziffern sollen tunlichst erfüllt, dürfen aber ohne Genehmigung des Forstamts nicht überschritten werden. Vor Geneh
migung oder Festsetzung des Abschußplanes darf ein Abschuß nicht stattfinden.
Für die Zeit bis zum 31. März 1935 gelten folgende Uebergangsbestimmungen:. a) Die Abschußpläne werden erstmalig für den Zeitraum bis zum 31. März 1935 genehmigt oder festgesetzt, b) Die Abschußpläne müssen bis spätestens I.Juli 1934 bei dem zuständigen staatlichen Forstamt vorliegen, c) Die Bestimmung in § 5, Satz 2 dieser Bekanntmachung, findet keine Anwendung. Das bis zur Genehmigung ober Festsetzung des Abschußplanes erlegte Wild ist auf die bis zum 31. März 1935 genehmigte oder festgesetzte Jahresabschußziffer anzu- rechnen.
Die obere Forstbehörde ist befugt, die nach vorstehenden Bestimmungen den staatlichen Forstämtern zustehenden Befugnisse ganz ober teilweise auf bie Privatforstbeamten für ihren Dienstbezirk zu übertragen.
Auf Wild- unb Tiergärten finden die vorstehenden Bestimmungen keine Anwendung.
Zuwiberhanblungen gegen vorstehende Bestimmungen werben nach Art. 32 des Naturschutzgesetzes vom 14. Oktober 1931 bestraft.
Diese Bekanntmachung ist bereits in Kraft getreten.
Schützt den Wald gegen Brandgefahr
Infolge ber anhaltenben Trockenheit sind zahlreiche Walbbrände vorgekommen. Wertvolles Dolks-
vennögen wurde dadurch vernichtet. Erfahrungsgemäß entstehen Waldbrände meist durch Wegwerfen brennender Zigarren und Zigaretten, durch Ausklopfen brennender Pfeifen, durch Abkochen und leichtsinniges Feuermachen seitens spielender oder beerensuchender Kinder. Das Rauchen im Walde ist während der heißen Jahreszeit fast überall durch orts- polizeiliche Vorschrift verboten. Solche fahrlässige Brandstiftungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft, neben dem Ersatz des Schadens. Abgesehen von Verboten wird die den Wald liebende Bevölkerung von sich aus zum Schutze des Waldes gegen Brandgefahr größtmögliche Vorsicht üben und alles unterlassen, was zu einem Waldbrand führen könnte. Ganz besonders aber ist es Pflicht der Erwachsenen, der Erzieher und der Jugendführer, in diesem Sinne erzieherisch auf die Jugend einzuwirken. Gerade heute, wo es gilt, alle Kräfte zum Wiederaufbau einzusetzen, müssen wir es vermeiden, wertvolles unb unersetzliches Volksvermögen burch einen fahrlässig verursachten Branb zu vernichten.
Kampf den Schädlingen unserer Kulturpflanzen!
Achtet auf den Kartoffelkäfer.
Die Gefahr der Zuwanderung ober ber Einschleppung des Kartoffelkäfers ist jetzt am größten. Deshalb muß jeder bie Kartoffefelber überwachen helfen.
Die häufigsten Schüblinge bes Obstbaues find Blutlaus, Obstmade unb Apfelblattsauger. Am Getreide treten bie oerschiebenen Rostarten auf. Aus den zunächst kleinen Flecken oder Streifen auf den Blättern entwickeln sich später die eigentlichen Rostpusteln. Bei Befall durch Flugbrand sind die Aehr- chen in ein dunkel gefärbtes Sporenpulver umge- wandelt. Die Schwarzbeinigkeit der Kartoffel wird meist durch Bakterien verursacht. Die unteren Stengelteile der Kartoffelstaude gehen dabei unter Schwarzfärbung in Fäulnis über. An Runkel- und Zuckerrüben zeigen sich die Maden der Runkelfliege sowie die Larven bes Schild- und Rübenaaskäfers. Die Acker- und Saubohnen, später die Samenstände der Rüben, werden pon schwarzen Blattläusen, die Kohlarten, besonders an den Blütenstengeln, von der blaugrapen bestäubten Kohlblattlaus befallen. Die Wühlmäuse können in Gärten und Baumschulen großen Schaden anrichten.
Das Merkblatt Nr. 5 enthält die Beschreibung und Abbildung des Kartoffelkäfers. Nm Merkblatt Nr. 8/9 find Mittel gegen Pflanzenkrankheiten, -schüdlinge und Unkräuter angegeben. Folgende Flugblätter der Biologischen Reichsanstalt behandeln bie jetzt wichtigen Schädlinge und Krankheiten: Nr. 9: Fritsliege; Nr. 21: Mutterkorn; Nr. 24: Maulwurf; Nr. 28: Schwarzbeinigkeit und Bakte- rienknollenfäule; Nr. 33: Blutlaus; Nr. 34: Reblaus; Nr. 41: Falscher Meltau bes Weinstocks; Nr. 42: Blattrollkrankheit ber Kartoffel; Nr. 48: Flugbrand; Nr. 49: Heu- unb Sauerwurm; Nr. 66: Rattenplage; Nr. 83: Mabige Kirschen; Nr. 90: Apfelblattsauger; Nr. 92: Rübenaaskäfer; Nr. 97: Schädlinge des Kopfsalates; Nr. 98: Wühlmaus; Nr. 117: Rübenfliege; Nr. 120: Kartoffelkäfer; Nr. 121: Erbflöhe.
Gl ebener Wochenrnarktprcise
* G i e ß e n, 23. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfunb 1,40 bis 1,50 Mark, ßanbbutter 1,30 bis 1,35, Matte 20 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier Klasse S 10%, Klasse A 10, Klasse B 9%, Klasse C 9, Klasse D 8, ungestempelte 7%, Wirsing (grün), das Pfunb 15 bis 18, Weißkraut 15, Gelbe Rüden, das Bündel 10 bis 15, Rote Rüben, das Pfund 20, Spinat 18 bis 20, Römischkohl 10, Bohnen (grün) 25 bis 30, Erbsen 20, Tomaten 30 bis 35, Zwiebeln 15, Rhabarber 8, Kartoffeln (alte), das Pfund 4% bis 5 Pf., der Zentner 4,50 bis 5 Mark, Himbeeren, das Pfund 50 Pf., Kirschen 20 bis 30, Heidelbeeren 35, Johannisbeeren 20 bis 25, Erdbeeren 50 bis 70, junge Hähne 70 bis 110, Suppenhühner 60 bis 70, Tauben, das Stück 50 bis 70, Blumenkohl 10 bis 40, Salat 8 bis 10, Salatgurken 30 bis 35, Oberkohlrabi 8, Suppengrünes 5, Rettich 10, Radieschen, das Bündel 10 Pf.
rvornottzen.
— T a g e s k a l e n d e r für Samstag: Kreisleitung der NSDAP., Schiffenberg, 22 Uhr, Sonnwendfeier. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße „Die vertauschte Braut". — VfB.-Reichsbahn, 20 Uhr, Vereinsheim, Kameradschaftsabend.
— Tageskalender für Sonntag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße „Die vertauschte Braut". — Reichsschwimmwoche, 15 Uhr, Schwimmvorführungen an der Lahnbrücke; 20.30 Uhr, Pulvermühle, Strandfest. — Neue Hessische Beamten-Sterbekasse Darmstadt, „Bayerischer Hof", 11 Uhr, Mitalieder- versammlung. — Liebigshöhe, ab 19 Uhr, Konzert mit Tanz.
— Die Sonnwendfeier auf dem Schiffenberg. Am heutigen Samstagabend findet auf dem Schiffenberg die Sonnwendfeler der NSDAP, statt. Oberbürgermeister Ritter wird sprechen. Es werden zwei Sonnwendfeuer abgebrannt. Der Sängerkreis wird durch gesangliche Darbietungen unterhalten, Konzert des SA.-R.-Mu- sikzuges ist ebenfalls vorgesehen. (Siehe die heutige Anzeige.)
*
** E i n Achtzigjähriger. Der Bauunternehmer und Weißbindermeister Gottlieb Nauheimer, Bleichstraße 17, kann am morgigen Sonntag, 24. Juni, in geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag feiern. Der Jubilar ist einer der Gründer der Gießener Rudergesellschaft.
** Die Museen im Alten und im Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
** Straßensperre. Wegen Ausführung von Asphaltarbeiten wird die Provinzialstraße Reiskirchen—Lindenstruth—Orfinberg vom 25. Juni an für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt für den Durchgangsverkehr über Gießen—Lich— Grünberg und umgekehrt, für den Nahverkehr über Reiskirchen—Hattenrod—Harbach—Ettingshausen— Queckborn.
** Zahlungsanmahnung. Das Elektrizi- täts-, Gas- und Wasserwerk weist daraus hin, daß die fälligen Strom- und Gasgelder für den Monat April noch bis zum 2. Juli ohne Kosten bezahlt werden können. (Siehe heutige Bekanntmachung!)
** D i e Kassen stunden der Bezirks- s p a r t a f f e betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen fei.
** Viehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet in Gießen Rindvieh-(Nutzvieh-) Markt statt, am Mittwoch wird Schweinemarkt ad- gehalten. (Siehe heutige Bekanntmachung der Bürgermeisterei.)
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.


