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Der Zeitungsdienst des Reichsnährstandes schreibt: Die stetige Zunahme der Arbeitslosigkeit in den

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Oie Zuerkennung der Hochschulreife.

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fähigkeit der mit dieser Aufgabe betrauten fran­zösischen Diplomaten, in erster Linie de Jouvenels, dies unmöglich gemacht, doch werde Mussolini eines Tages einsehen, daß der deutsche Borstoß in Mittel­europa nur ausgeschoben, aber nicht ausgehoben sei.

Kampf gegen Pfuscher und Schwarz­arbeiter in der Gärtnerei.

Meine politische Nachrichten.

Am 28. Februar 1934 betrug die Summe der schwebenden Schuld des Deutschen Reiches 2243,4 Millionen Mk., gegen 2167,1 Millionen Mk. am 31. Januar 1934. An Steuergutscheinen waren im Umlauf: 1326,3 (1278,7) Millionen Mk., und für Zwecke der öffentlichen Arbeits­beschaffung der Reichsbank als Sicherheit über­lassen 600 (600) Millionen Mark.

Premierminister Hertzog gab im Senat der südafrikanischen Union bekannt, daß die Regierung in Berlin und Paris eigene diplomatische Vertretungen Südafrikas einrichten werde. Der Vertreter in Berlin würde gleichzeitig in Stockholm beglaubigt werden.

Das Sozialamt der Deutschen Ar­beitsfront gibt im Einvernehmen mit dem Reichswirtschaftsministerium und dem Reichsar­beitsministerium bekannt, daß mit der Aufstel­lung der Li st en für die Vertrauens­räte und mit sonstigen Wahlvorbereitungen ent­sprechend dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit und den dazu erlassenen Ausführungsbe­stimmungen unverzüglich zu beginnen ist.

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Die Reichsleitung der N S. - H a g o und der Be- alftragte für die deutschen Verbrauchergenos­senschaften haben eine Vereinbarung getroffen, nach der die Werbung der Verbrauchergenossen­schaften sich ausschließlich auf ihre bis­herigen oder auf ihre ausgeschiedenen Mitglieder zu erstrecken hat. Sämtliche Dienst­stellen der NS.-Hago sind angewiesen worden, jeden Kampf gegen die Verbrauchergenossenschaften zu unterlasse^

Bei der Aufstellung der e st n i s ch e n Präsi­dentschaftskandidaten erzielten General L a i d o n e r und Ministerpräsident P a e t s in den ländlichen Bezirken erheblich mehr Unterschriften als der Kandidat der Freiheitskämpfer, General L a r k a. Die ländlichen Stimmen sind für die Wahl enscheidend, da die Landbevölkerung 71 v. S).

Gesamtbevölkerung Estlands ausmacht.

Kunst und Wissenschaft.

Generalmusikdirektor Werner Ladwig f.

In Dresden verstarb nach kurzer Krankheit der Leiter des Dresdener Philharmonischen Orche­sters, Generalmusikdirektor Werner Ladwig. Er hat ein Alter von nur 35 Jahren erreicht. Der Dresdener Philharmonie stand er erst seit dem 1. September 1933 als alleiniger Dirigent vor.

Deutschland beteiligt sich an der Brüsseler Weltausstellung.

Die Reichsregierung hat der belgischen Regierung mitgeteilt, daß sie die Einladung zur Teilnahme an derInternationalen Meltaus st e l - Lung Brüssel 1 935" annimmt. Zur Durch­führung der erforderlichen Maßnahmen wurde vom Reichswirtschaftsminister im Einvernehmen mit dem Reichsminister für Dolksaufklärung und Pro- paganda der Geh. Regierungsrat Dr. Mathies zum Reichskommissar für die Weltausstellung be­stellt. Zum stellvertretenden Reichskommissar wurde der Referent im Reichsministerium für Volksauf­klärung und Propaganda Dr. B ä h r e n s ernannt.

Internationale Konferenz für Krebsbekämpfung in Paris.

In Paris begann eine vorbereitende internatio­nale Konferenz, auf der Vertreter von Verbänden und Einrichtungen zur Bekämpfung des Krebses aus zahlreichen Ländern teilnehmen. Als Vertreter des Reichsausschusses für Krebsbe- kämpfung sind eingetroffen der Präsident des Reichsausschusses, Geheimrat B o r st, der stellver­tretende Direktor des Universitätsinstituts für Krebs­forschung in Berlin, Dr. A u l e r, und Prof. H o l t- h u s e n'(Hamburg). Die Pariser Tagung geht, auf die Beschlüsse des im Oktober 1933 in Madrid abgehaltenen ersten internationalen Krebskongresses Zurück, der die Schaffung einer internationalen Union als Zentralstelle der einschlägigen Verbände und Einrichtungen vorgesehen und die Ausarbei­tung der Satzungen einem engeren Ausschuß über­tragen hat.

aufs schmählichste bekämpft hat, grundsätzlich nicht wünscht.

Zu der Veröffentlichung in der Berliner Jllu- strirten Zeitung teilt der Führer des Deutschen Luftsports, Präsident Loerzer, mit: Ebenso wie der Reichsminister der Luftfahrt weise auch ich die begonnene Artikelserie in derBerliner Jllustrirten Zeitung" überKriegserlebnisse des Fliegerleut­nants Göring" energisch zurück. Die Bezugnahme im Artikel auf angebliche Kriegstage­bücher der Brüder Loerzer ist vollkommen aus der Luft gegriffen. Weder ich noch mein Bruder haben jemals ein Kriegstagebuch be­sessen. Ebensowenig habe ich dem Verfasser sonstige Informationen gegeben, noch mein Einverständnis zu einer derartigen Veröffentlichung erteilt." Probst Loerzer teilt mit:Der Verfasser hatte sich wegen Überlassung von Bild­material zu einer Schilderung von Kriegs­erlebnissen an mich gewandt. Ich habe jedoch weder Bildmaterial noch andere Un­terlagen zur Verfügung gestellt, son­dern diese Dinge den zuständigen Stellen überlassen. Die falsche Angabe, daß ein Wunsch des Herrn Reichsministers der Luftfahrt zur Ab­fassung eines Buches über Treue und Kamerad­schaft im Kriege vorliege, bewog mich, dem Ver­langen nach einem Vorwort stattzugeben. Die Verwendung dieses Vorworts jedoch in der nunmehr erfolgten Art stellt gröbsten Miß­brauch dar."

Berlin, 22. März. (DNB.) Nach der fügung des Reichsinnenministeriums und Reichsleitung des Deutschen Arbeitsdienstes sind die Direktoren aller deutschen Schulen verpflichtet, bis zum 20. März 1934 die Ra - men und Anschriften s ä m t l i ch e r A b l t u- rienten an den für den Schulart zuständigen Arbeitsgau bezw. bei den Abiturientinnen an die zuständige Landesstelle zu melden. Da bisher nicht alle Direktoren ihrer Meldepflicht bis.zum festgesetzten Termin, am 20. März 1934, nachge­kommen sind, fordert die D e u t s ch e S t u d e n- tenschaft die Direktoren, die die Meldung noch nicht vorgenommen haben, auf, die Namen und Anschriften der Abiturienten dem zuständigen Ar­beitsgau, die der Abiturientinnen der zuständigen Landesstelle bis spätestens zum 26. März 1934 zu übersenden.

Alle Abiturienten und Abiturientinnen werden darauf hingewiesen, daß sie bei der Meldung zum Dien st Halbjahr eine amtliche Mittei­lung über die Zuerkennung der Hochschul­reife vorweisen müssen. Alle Abiturienten und Abiturientinnen, die die Hochschulreife erhalten und zu studieren beabsichtigen und damit zur Ableistung des Diensthalbjahres im Sommer 1934 verpflichtet sind, müssen deshalb diese schriftliche amtliche Mitteilung selbst anfordern, wenn ihnen die Hochschulreife bisher nur mündlich Anerkannt worden ist.

letzten Jahren hat auf allen Gebieten der Wirt- schäft ein Pfuscher- und Schwarzarbeitertum übel­ster Sorte gezüchtet. Besonders breit und sehr zum Schaden der reellen Gärtner haben sich diese Ele­mente auf dem Arbeitsgebiet der Gartenaus­führenden und Friedhofsgärtner ge­macht. Leute, die den Gärtnerberuf nicht genügend ober überhaupt nicht erlernt haben, bieten den Gartenbesitzern und Grabstelleninhabern ihre Arbeit zu Preisen an, die oft weit unter den tarif­lich fe ft gefegten oder ortsüblichen Löhnen liegen, so daß es dem anständigen Gärt­ner, der seinen Gehilfen und Arbeitern Die ihnen zustehende Löhne zahlt, von vornherein unmög­lich gemacht wird, Aufträge zu erlangen. Die un­ausbleibliche Folge dieses Unwesens ist eine Z u - nähme der Arbeitslosigkeit bei den gärtnerischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Diese Pfuscher und Schwarzarbeiter, die weder Steuern noch soziale Abgaben bezahlen, lassen sich nur wirksam bekämpfen, wenn alle Garten­besitzer es ablehnen, von derartigen Leuten ihre Gärten betreuen zu lassen. Nur dann wird es möglich sein, dem reellen Gärtner ver­mehrte Arbeit zuzuführen und den Gärtnerberuf gegen das Pfuschertum zu schützen.

Schwere Explosion auf einem französischen Pelroleumkahn. Zehn Tote, zehn Verletzte. Als der Transpo.ikahnLa Girafe" in dem un­weit von Rouen gelegenen Seine-Hafen Port Jerome festmachen wollte, explodierte aus noch nicht geklärter Ursache die aus vollen Petro­leumfässern bestehende Ladung mit donnerähnlichem Getöse. Das Fahrzeug stand alsbald in Hellen Flammen. Das Unglück dürfte zehn Tote und zehn Verletzte gefordert haben. Die Explosion ereignete sich, wie ergänzend gemeldet wird, in dem Augenblick, als die Petroleumtanks des Schiffes durch Röhren mit dem Petroleumbehälter an Land verbunden waren und die Abfüllung begann. Fünf Leichen sind bereits geborgen, fünf andere hat man unter den brennenden Ueberresten des Schif­fes erkennen können. Unter den Toten befinden sich drei Angestellte der Französisch-Amerikanischen Petroleumraffinerie, ferner vier Offiziere, ein leiten­der Monteur und zwei Matrosen des Transport­kahns. Das Feuer konnte nach vierstündigen Be­mühungen gelöscht werden.

Todesstrafe

für pflichtvergessene russische Eifenbahnbeamte.

Wie aus Moskau gemeldet wird, hat der Oberste Staatsanwalt der Sowjetunion Akulow, der gleichzeitig der Stellvertreter des Vorsitzenden der OGPU ist, ein Telegramm an sämtliche Staats­anwalt chaften gerichtet mit der Aufforderung, sorg­fältig die Gründe und Ursachen zu prüfen, die zu den letzten Eisenbahnunglücken geführt haben, und gegen gewissenlose Eisenbahnbeamte als exemplarische Bestrafung nur die Tod es­st r a f e zu verhängen. Der Oberste Staatsanwalt erklärt daß nur mit härtesten Maßnahmen die Disziplinlosigkeit unter den russischen Eisenbahn­beamten beseitigt werden könne. Wie die Telegra- phen-Agentur der Sowjetunion ferner meldet, sind ein Lokomotivführer und ein diensthabender Sta­tionschef bereits zum Tode verurteilt wor­den. Sie waren angeklagt, die Eisenbahnkatastrophe auf der Station Tawatui verschuldet zu haben. Fünf Angeklagte wurden zu Freiheitsstrafen von ver­schiedener Dauer verurteilt.

Schwere Ausschreitungen streikender Taxichauffeure in Rewyork.

Das Newyorker Theateroiertel war in den letz­ten Nächten, in der Zeit zwischen dem Schluß der Vorstellungen und dem frühen Morgen der Schau- vlatz heftiger Zusammenstöße zwischen der Polizei und st r e i k e n d e n T a x i ch a u f f e u r e n, Die durch Straßenpöbel weiteren Zuzug erhalten hatten. Sie suchten jeden Taxiverkehr zu unterbin­den, indem sie die Wagentüren abrissen, die In­sassen, darunter viele Frauen in Abendkleidern, zum Aussteigen zwangen und die Taxis demolierten, so daß der mittlere Broadway schließlich den Anblick eines großes Trümmerfeldes bot. Die Streikenden fuhren in großen Omnibussen zu Hunderten nach dem Theateroiertel, wo sie ausstiegen und ihr Zer­störungswerk begannen. Der Polizei gelang es schließlich, die Demonstranten m die Seitenstraßen abzudrängen. Jedoch kamen immer wieder Über­fälle von Streikenden, die sich in eleganten Privat­wagen befanden, auf Nichtstreikende vor Etwa 500 Streikende veranstalteten einen Demonstrationszug, der sich über den unteren Broadway naa) Citggall bewegte. Polizeibeamte, die den Zug auflosen woll­ten, wurden tätlich angegriffen und zuruckgetrie- ben. Die Streikenden zerstörten e t w a 5 U Auiodroschken. deren Chauffeure sich dem

Streik nicht angeschlossen hatten. Zum Teil wurden die Wagen auch in Brand gesteckt. Die arbeits­willigen Chauffeure wurden so mißhandelt, daß sie blutüberströmt und bewußtlos zu Boden stürzten. Der Verkehr auf dem Broadway ruht fast völlig. Andere Abteilungen zogen nach der Times Square und den Zentralbahnhöfen, um im Theater­viertel den nach Schluß der Vorstellungen stark ein­setzenden Verkehr lahmzulegen. Die von den Strei­kenden durchzogenen Straßen ähnelten Schlacht­feldern.

Immer neue Terrorakte in Spanien.

In Santander überfielen zwei aus je vier Mann bestehende Banden zur. gleichen Zeit zwei Banken, deren Angestellten sie mit der Waffe be­drohten und einsperrten. Es fielen ihnen insgesamt über 150000 Peseten in die Hände, mit denen sie unerkannt entkommen konnten. Aus dem Provinzmuseum in Burgos wurde von einem unbe­kannten Täter ein arabisches Schmuckstück gestohlen, dessen Wert eine halbe Million Peseten beträgt. Bei Vigo wurde eine Dorskirche von einem Anarchisten in Brand gesteckt. In Valencia dauern die Sabotageakte an den elektrischen Hoch­spannungsleitungen an. In der vergangenen Nacht sind allein 14 Bomben an Leitungsmasten zur Explosion gebracht worden.

Opfermut zweier Vahnangestellteu verhütet ein Eifenbahnungtück.

Ein Zug der Bernina-Bahn ist, wie aus St. Moritz gemeldet wird, mitsamt seinen Passagieren durch den Opfermut zweier Arbeiter aus einer schweren Gefahr gerettet worden. Kurz bevor der Zug auf der Station Bernina-Häuser einfahren wollte, 'löste sich von dem über dem Ort hochstreben­den Mont Pers eine große Schneelawine los und stürzte auf das Bahngleis nieder, das auf einer Strecke von etwa 800 Metern und einer Höhe von drei bis vier Metern zugedeckt wurde. Zwei Bahn- angefteUte liefen, mit Signalen bewaffnet, dem Zug entgegen und konnten ihn noch im letzten Augenblick zum Halten veranlassen. Im selben Moment wur­den die beiden von nachstürzenden Schneemassen verschüttet. Der eine konnte nach einer Stunde als Leiche geborgen werden, während die Leiche des anderen Bahnängestellten noch gesucht wird.

Todesstrafe und lebenslängliches Zuchthaus für Raubmörder.

Das Schwurgericht in Oels (Schlesien) verurteilte den Arbeiter Josef Knospe aus Gimmel (Kreis Oels) wegen Raubmordes zum Tode. Sein Mittäter, der Fleischergeselle Adolf Wollny aus Schönau (Kreis Oels) wurde zu lebensläng, lichem Zuchthaus verurteilt. Beide waren in der Nacht zum 15. November 1932 in das Geschäft der Kolonialwarenhändlerin Else Wein er t in Freyhan (Kreis Militsch) eingedrungen. Als die Ladeninhaberin sie dabei überraschte, wurde sie von Knospe mit Faustschlägen bearbeitet, so daß die Frau bald danach starb.

Das Urteil im Düsseldorfer Giftprozeh.

Im Düsseldorfer Giftprozeß verurteilte das Reichs­gericht in Leipzig wegen Vorbereitung zum Hochverrat den Schleifer und Galvaniseur H i 11 g r a f zu drei Jahren Z u ch t h a u s und fünf Jahren Ehrenrechtsoerluft, den Schlosser Wein- z i e b r zu zwei Jahren Gefängnis und den Sattler Saalwächter zu zwei Jahren Gefängnis, wegen Beihilfe zur Vorbereitung des Hochverrates den Kraftfahrer Hans Wienke zu einem Jahr drei

werden solle, wobei das Kölner Organ nur als Kopfblatt der DAZ. weitergeführt würde, falsch sei. DieKölnische Zeitung" werde in jeder Bezie­hung unverändert weiter erscheinen.

Monaten Gefängnis Bei den Deruneilten werden je elf Monate und drei Wochen für bie erlittene Untersuchungshaft in Abzug gebracht. Die Ange« klagten Ludwig und Schmidt werden frei« gesprochen.

Hinrichtung eines Gattenmörders.

Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mit« teilt, ist in Arnsberg (Wests.) der durch Urteil des Schwurgerichts in Arnsberg vom 15. September 1933 wegen Mordes zum Tode verurteilte Albert Heinz aus Niederschelden h i n g e r i ch t e t wor­den. Der preußische Ministerpräsident hat von dem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht, weil Heinz mit ungewöhnlicher Heimtücke und verbreche­rischer Hartnäckigkeit etwa zwei Jahre lang feiner Ehefrau Arsenik beigebracht und hierdurch all­mählich ihren qualvollen Tod herbeigeführt hatte.

Gewitter über Thüringen. Eine Kirche eingeäschert.

lieber die Pößnecker Gegend (Thüringen) gingen heftige Gewitter nieder, die von schweren Hagelschlägen begleitet waren. Ein Blitz schlug in die Kirche des Ortes Daumitzsch und zündete. Die Kirche wurde völlig ein Raub der Flammen. Der 36 Meter hohe Turm, der drei Glocken trug, stürzte krachend zusammen. Auf dem Friedhof wurde durch den stürzenden Turm und das Stein- und Balkenwerk der Kirche großer Schaden angerichtet.

Eine wertvolle Diamanfenfenbung verschwunden.

Aus bisher unaufgeklärter Ursache ist eine Dia - mantenfenbung im Werte von etwa 175 000 Mark, bie am 12. Februar von Amsterbam nach Wien abgegangen war, verloren gegangen. Ein belgischer Diamantenhänbler aus Antwerpen will bas Paket bis zu bem genannten Zeitpunk in Amsterbam als postlagernbe Senbung nach Wien aufgegeben haben. Als ber belgische Hänbler einige Tage darauf das Paket in Wien persönlich in Empfang nehmen wollte, stellte sich heraus, daß man dort von dem Eingang eines solchen Paketes nichts wußte. Sowohl von der Amsterdamer wie von der Wiener Polizei werden eingehende Nach­forschungen nach dem Verbleib der Sendung, die versichert war, angestellt.

Die Brandkatasirophe von Hakodate. Schwerer Sturm über Iapau.

Nachrichten über Einzelheiten von der furcht­baren Brandkatastrophe in Hakodate laufen bisher nur sehr spärlich in Tokio ein, da fast sämtliche Verbindungen unterbrochen sind. Aus die­sem Grunde ist auch eine genaue Feststellung über die Zahl der Opfer noch nicht möglich, man spricht jedoch von 1000 Toten und 15 000 Ver­letzten. Ein furchtbarer Sturm trägt zur Er­höhung der in der Stadt herrschenden P a ni k bet und verhindert die Löscharbeiten. Am Donnerstag» morgen war noch kein Nachlassen des Feuers zu beobachten. Das Geschäfts- und das Vergnügungs­viertel sind fast vollkommen zerstört. Das Gefäna- nis brannte bis auf die Grundmauern nieder, fo

daß die Gefangenen von Militärabteilungen aus der Stadt herausgeführt werden mußten. Das Militär ist im übrigen in sehr weitgehendem Maße au den Hilfsarbeiten eingesetzt. Nach den bis­herigen Meldungen sind bei dem Taifun, der über Japan und besonders über Tokio wütete, allein in Tokio und Umgebung 80 Personen ums Leben gekommen; über 300 Personen wur­den verletzt. Der vom Sturm angerichtete Sach­schaden ist außerordentlich groß. Zahlreiche Tele­graphenverbindungen wurden zerstört, mehrere Ei­senbahnlinien unterbrochen. Der Rundfunksender in Tokio mußte wegen größerer Schäden für einige Zeit stillgelegt werden. Die Regierung hat für die notleidende Bevölkerung besondere Hilfsmaßnahmen ergriffen.

Quer durch die Wett ohne Geld." Hochstapler mit Eouleurband und Parteiabzeichen.

Zwischen 15 und 20 fühlt der Jüngling den Drang in sich, die Welt zu erobern. Glücklicher­weise verzichten die meisten daraus, ihren Neigun­gen in dieser Hinsicht nachzugehen und bleiben brav in der Lehre, weil sie frühzeitig genug zu der Er­kenntnis kommen, daß man ohne Geld die Welt nicht erobern kann, man also klüger tut, zuerst sich Geld zu beschaffen. Anders ein achtzehnjähriger junger Mann, der von Hamburg nach Berlin kam, um hier mit der Welteroberung den Anfang zu machen. In Hamburg hatte er sich Postkarten drucken lassen, die ihn in schmucker Sportkleidung als Radfahrer zeigten. Die Karten trugen die Unterschrift:Quer durch d i e Welt ohne Geld". Er verkaufte diese Postkarten in Kaffee­häusern und Gastwirtschaften, und er wäre ja wohl auch noch ein Stück weiter auf feinem Wege quer durch die Welt gekommen, wenn er feine Aus­rüstung nicht durch ein Eouleurband und das Parteiabzeichen der NSDAP, vervollstän­digt hätte. In einem Restaurant wurde er von einem Akademiker über seine studentische Verbin­dung näher befragt. Auf gut Glück nannte der iugendliche Hochstapler eine Burschenschaft, bereu Farben jedoch mit denen des Couleurbandes nicht übereinstimmten. Als er sich dann noch einem SA.- Mann gegenüber in Widersprüche hinsichtlich seiner Parteizugehörigkeit verwickelte, wurde der Aus­reißer festgenommen und nach dem Polizeipräsi­dium gebracht. Hier förderte man aus seinen Taschen einen Paß zutage, in dem der hoffnungs­volle junge Mann selbst seinen Beruf hineinge­schrieben hatte:Weltreisender".

Wettervoraussage.

lieber Mittel- und Süddeutschland ist der Luft­druck weiterhin angestiegen und dürfte vorüber­gehend zu stärkerer Aufheiterung führen. Dabei werden die Temperaturen tagsüber etwas höhere und nachts etwas tiefere Werte erreichen. Da abev die nördliche Störungstätigkeit noch nicht abge­schlossen ist und von Island her wieder ein neuer Wirbel vorschreitet, ist noch mit zeitweiser Bewöl­kung und später mit aufkommender Niederschlags« neiaung zu rechnen.

Vorhersage für Samstag: Neblig, wol­kig mit Aufheiterung, zunächst meist trocken, nachts etwas kühler, tagsüber milder.

Lufttemperaturen am 22. März: mittags 9,2 Grad Celsius, abends 6,2 Grad; am 23. März: morgens 4 1 Grad Celsius. Maximum 9,7 Grad, Minimum 3 6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. März: abends 6,7 Grad; am 23. März: mor­gens 4,9 Grad. Niederschläge 0,9 mm. Son­nenscheindauer eine halbe Stunde.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch» und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

seiner eigenen Kriegserlebnisse in einem Blatts Der Verlag derKölnischen Zeitung" teilt mit, des Verlages Ullstein, der bis zur Macht- daß eine Meldung, wonach dieKölnische Zeitung" Übernahme durch den Nationalsozialismus diesen mit derDeutschen Allgemeinen Zeitung" fusioniert

neichswohnfmsorge für kinderreiche Familien.

Berlin, 22. März. (DNB.) Zur Förderung des Baues von Not - und Behelfswohnungen für die minderbemittelte Bevölke­rung erhalten die Gemeinden nach den Bestim­mungen des Reichsarbeitsmimsters zinsfreie Reichsdarlehen, deren Höchstlatz allgemein 1000 Mark für jede Wohnung beträgt. Aus An­regung des Reichsarbeitsministers hat sich der Reichsfinanzminister neuerdings damit einverstan­den erklärt, daß für Wohnungen kinderreicher Fa­milien ein Zusatzdarlehen von 3 0 0 Mark gegeben wird.

Angestelltenstetten bei Behörden für nationalsozialistische Kämpfer.

Berlin, 22. März. (DNB.) Im Einvernehmen mit dem Reichswehrmini st er hat sich der Reichsinnenmini st er damit einverstanden erklärt, daß zugunsten von bewährten Kämpfern für die nationale Erhebung die bei den Behörden vorhandenen Ange st eilten st eilen auch wei­terhin und zwar bis Ende September 1 9 34 nur ju 50 o. H. mit Versorgungsanwär­tern besetzt werden. Die den Schwerkriegs­beschädigten ^gebilligten Vorzugsrechte wer­den durch diese Maßnahme nicht beschränkt. Auch die Vorbehalte der Beamtenstellen ändern sich nicht.

Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in der Werbung.

Der Präsident des Werberats der Deutschen Wirt­schaft hat angeordnet, daß für wirtschaftliche Zwecke mit Abbildungen, Aussprüchen oder Lebensgewohn­heiten lebender Persönlichkeiten des politischen oder öffentlichen Lebens nur mit deren ausdrück­licher und schriftlicher Zustimmung geworben werden darf. Dank - und Empfeh­lungsschreiben dürfen nur mit ausdrücklicher und schriftlicher Zustimmung der Schreibenden und unter genauer Angabe ihres Namens, Berufes und ihrer genauen Anschrift sowie von Ort und Zeit der Ausstellung der Schreiben verwendet wer­den Der Inhalt der Schreiben muß den Tatsachen und den Richtlinien des Werberates entsprechen. Dank- und Empfehlungsschreiben, für die Zu­wendungen irgendwelcher Art v e r s p rochen oder gewährt worden sind, dürfen zur Wirt­schaftswerbung nicht verwendet werden Bei der Wirtfchaftswerbung muß insbesondere die Mög­lichkeit einer Irreführung durch die Bezeichnung einer Ware und die Angaben über sie vermieden werden.

Keine Veröffentiichung der -Kriegs- erlebniffe des Fliegerleuknants Hermann Körmq".

Berlin, 22. März. (DNB.) D-r R-ichsminist-r für Luftfahrt Hermann Göring hat die wettere Veröffentlichung der ArtikelferieDw Kneg-. erlebniffe des Fliegerleutnants Hermann Gorina tnderBerlinerIlluftr , rtenZ - t iu ng untersagt, weil einmal die Ueberschrift irre­führend ist, weil zum anderen der Bericht in feinen wesentlichen Punkten auf f r e i e r E r f l n d u n g beruht, weil er ferner in der reportagehaften Dar­stellung dem schweren Ernst des Krieges nicht gerecht wird und weil schließlich Der Reichsminister für Luftfahrt eine Veröffenlltchung