Sie feierliche Beisetzung des Königs der Belgier
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Buntes Allerlei
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Darum der Igel sich selbst bespuckt.
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rn wahrscheinlich, daß der Igel sich selbst bespuckt, an sseinen Igelgeruch durch einen Geruch zu ver- \W octEn, der für die Jgelseinde kein Interesse hat he"deshalb nicht ihre gefährliche Aufmerksamkeit ’ 'rrelt.
Oemonstrationszug der Raucher.
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König Viktor Emanuel.
Nie Bittschrift auf Baumrinde.
Der Große Rat der Huronen-Jndianer von
die Üebermalung zu entfernen. Aber mit der Ueber- malung verschwand auch der „echte Raffael" und zum Vorschein kam ein ganz wertloses Porträt
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fofotl lerhin; 'anbei- diesem nidji ls Cy chlungl merhii nglisch wex. lusbay.
ir.icr Zeit nahe vertraut sind und die von ihm Tier wieder beobachtet wurden, gibt es noch ncTidje Rätsel, die der Lösung harren. Der Igel 3-, der so leicht zahm und dayer öfters in Ge- a^enschast gehalten wird, scheint durchaus nicht -l dumme Geselle zu sein, für den man ihn bisher ei. Konrad Werter, der in den „Zoologischen ilrbüchern" sehr genaue und eingehende Gefangen- mists-Beobachtungen an europäischen Igeln mit» iilv hat an seinen beiden Häftlingen bemerkens- eÄe Proben von Intelligenz gefunden. Vor allem beschäftigte ihn eine noch wenig beobachtete, etunre Erscheinung, die unter allen Säugetieren M n der Igel ausweist: das Selbstbespucken. Wenn
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war wie eine türkische Rargileh mit Tabak gefüllt. Schlauchleitungen, an deren Enden Mundstücke befestigt waren, hielten die Begleiter der Hobelbank und rauchten daran. Auf einem anderen Wagen war ein mächtiger Kachelofen aufaestellt, ebenfalls mit Pfeifentabak geheizt. Die Raucher sorgten durch die Schlauchleitungen, daß der Ofen Zug hatte. Viel Spaß machte auch ein Dudelsack mit Tabak, an dessen Enden 40 Mundstücke befestigt waren, so daß aus dieser Mammutpfeife 40 Raucher zu gleicher Zeit ihren Nikotinhunger stillen konnten.
peinliche Ueberraschung.
Ein reicher Amerikaner reiste nach Italien, um dort Bilderschätze zu entdecken. In Florenz teilte ihm sein Führer mit, daß dort ein alter Gelehrter wegen Geldmangel einen echten Raffael aus Fa- milienbesitz verkaufen wolle. Man wurde Handelseins, der Amerikaner bekam das Bild und zahlte 150 000 Lire in bar dafür. Das italienische Gesetz verbietet aber die Ausfuhr von Kunstwerken. Der Amerikaner ließ das Bild kurzerhand übermalen. Man sah nun darauf eine Sennerin, die eine Kuh molk und im Hintergrund den Turm von Pisa im Sonnenschein. Kein Grenzwächter erkannte in dem Bild ein Kunstwerk. Als der Amerikaner nach Hause kam, beauftragte er einen Restaurator damit,
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retteoiUe in der Nähe von Quebec hat an den britischen Generalgouverneur eine Bittschrift gerichtet, in der der Wunsch ausgesprochen wird, daß ihr Häuptling Ludger Basken einen Sitz im Senat von Kanada erhalte. Die Eingabe ist nach altem indianischem Brauch auf Baumrinde geschrieben und in einen aus Gräsern geflochtenen Rahmen gefaßt. Oben in der Mitte befindet sich eine farbige Zeichnung der kanadischen und der französischen Fahnen, sowie ein Biber, das Toten-Tier des Stammes, an der rechten Seite ein Jndiancrkvpf; auf der linken Seite find drei Ahorn-Blätter angebracht. Die Bittschrift spricht zunächst die Freude des Huronen- Stammes darüber aus, daß die Regierung eine Gedenkfeier an die vor 400 Jahren erfolgte Entdeckung Kanadas abhalten wolle; die Huronen feien stets treue Verbündete des „Großen Onvnthia", des englischen Königs, gewesen. Das Fest, durch das die Ankunft der Bleichgesichter in diesem Land gefeiert werde, biete eine günstige Gelegenheit, um das ehrwürdige Alter ihrer Rasse und den Wert ihrer Dienste dadurch anzuerkennen, daß ein Mitglied des Huronen-Starnrnes zum Senator erhoben werde ...
Brüssel, 22. Febr. (DNB.) Die Trauerfeier- Ichkeiten zu Ehren des auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Königs der Belgier fanden |eute ihren Höhepunkt und Abschluß. In einem imposanten Trauerzuge wurde König Albert I. vom Schloß in Brüssel nach der Residenz in Lacken übergeführt und dort in der Gruft ter belgischen Könige beige fe^t.
Die Beteiligung war gewaltig. Zahlreiche Fürst- lchkeiten, mehrere Staatschefs, hohe Abgesandte ileler Staatsoberhäupter, die Diplomaten und Nililär-Attachss fast aller Länder nahmen teil. Me Bevölkerung umdrängte in dichten Massen die Straßen, durch die der Zug seinen Weg nahm, jfenfter und Balkone waren seit den frühe- jien Morgenstunden dicht besetzt.
Bis zum Beginn des Trauerzuges, der sich kurz vor 12 Ahr in Bewegung setzte, defilierten seit den frühen Morgenstunden 4 0 0 0 0 ehemalige Kriegsteilnehmer mit ihren Fahnen vor dem auf der offenen Freitreppe des Schlosses aufgebahrten einfachen Sarg, der, nur mit einer großen Fahne bedeckt, mitten in einem Meer von Blumen und Kränzen aufgestellt war und an dem Generale der Armee die Ehrenwache hielten.
inzwischen versammelten sich auf der Freitreppe tes Schlosses der Hof und die amtlichen Per- sinlichkeiten. Dann trat die hohe Geistlich - Is i t, an ihrer Spitze der Kardinalerzbi- jti) o f von Mecheln, aus dem Schloß. Auf das ^sichen zum Aufbruch klang von der nahegelege- i-n Kirche das Totengeläut. Es verkündete, daß l r König feine letzte Fahrt angetreten hatte.
Militär eröffnete den Zug, an dessen Spitze sich, h'ch zu Roß, der Oberstkommandierende der beb tzsschen Armee, Generalleutnant van Emelen, rit seinem Stabe setzte. Unmittelbar dahinter tmen kleinere Abteilungen der im Weltkriege oer- i j n i) e t e n Heere: italienische Fußtruppen; c alische Dragoner und Matrosen; Infanteristen Mio Flieger der französischen Armee, sodann grv- H re belgische Truppenabteilungen c er Waffengattungen in feldmarschmäßiger Aus- rfstung. Die Erinnerung an den Krieg wurde noch ,ft rfer durch die folgende Gruppe wachgerufen, in fci Kriegsveteranen, Kriegerhinterbliebene, »Mische Gefangene aus der Zeit der Besetzung um. marschierten. Es folgten Abordnungen sämt- lyer Dienstgrade des belgischen Heeres, der Ge- nralftab und die Fahnen sämtlicher Regimenter.
Ss kam nunmehr die Lafette mH dem Sarg, vor dem der Kardinalerzbischof von Mecheln, umgeben von zahlreichen höheren und niederen Geistlichen, schritt. Rechts und links vom Sarge gingen der Minifter - Präsident, die Präsidenten der Kammer und des Senates, der Jusiizminister, der Innenminister, sowie zwei Generäle. Dem Sarge wlgte, von einem Kammerdiener geführt, das Leibpferd des Königs.
Gesenkten Hauptes schritt Kronprinz Lev - s ld in Generalleutnantsuniform, begleitet von seinem Bruder. Nunmehr schloß sich das offizielle 5inuergefolge an, sehr viele, namentlich die frem- ier Prinzen und Fürstlichkeiten, in Uniform. Man fat den König von Bulgarien, den Prin- -cm von Wales, den italienischen Thron- loper, den Kronprinzen von Schweden, den Künzen Axel von Dänemark, den Prinzen Ä'olaus von Rumänien, einen Prinzen von <5 am und den Prinzgemahl der Nieder- lcmd e. In ihren Reihen schritt auch der Präsi- iit t der französischen Republik, Lebrun.
Als Vertreter des Reichspräsidenten und der Leichsregierung bemerkte man den Botschuf-
ter von Keller. Ls folgten die Mitglieder des Diplomatischen Korps, darunter der deutsche Militärattache in London, Oberst Freiherr Geyr von Schweppenbnrg.in Reichswehruniform.
Eine Gruppe französischer Generäle in Uniform, geführt von General Weygand. Der französische Kriegsminister, General P 61 a i n , war gleichfalls zu sehen. Von der englischen Admiralität und Generalität waren Sir Roger K e y e und Lord A l l e n b y erschienen. Weiter kamen das ganze Kabinett, sämtliche ehemaligen Staatsminister, die Abgeordneten der Kammer und des Senates, der Oberste Gerichtshof und die Spitzen aller Militär- und Zivilbehörden.
Der Trauerzug führte zunächst zur Kathedrale Sainte Gudule. Hier las der Kardinal ein feierliches Seelenamt und erteilte die Absolution. Nach dem Requiem erfolgte die Ueberfüh - rung nach Laeken. Der Hof und die Trauer- aäste folgten in ihren Wagen dem Sarge. In Laeken erfolgte der Vorbeimarsch der Truppen, die vom Schloß in Brüssel bis nach Laeken Spalier gebildet hatten, sowie der Abordnungen der fremden Truppenteile. Alsdann wurde der Sarg von dem Kardinal in die Krypta geleitet und nach kurzem Gebet dort neben den Gräbern Leopolds I. und Leopolds II. beigefetzt. Eine Salve von 21 Kanonenschüssen schloß die Feier.
Zusammenstöße in der belgischen Kammer.
Brüssel, 22. Febr. (DNB.) Die Kammer trat am Donnerstagabend zu einer geheimen Sitzung zusammen, um den Text einer Huldigungsadresse für den neuen König zu beraten. Gleich zu Beginn der Sitzung forderte der Abgeordnete der flämischen Nationalisten Borgt- non die Öffentlichkeit der Sitzung, da Fragen behandelt würden, die für die Öffentlichkeit von Interesse seien. Die Person des Königs, so fuhr er fort, ist uns gleichgültig, doch erfordert die Debatte die Oeffentlichkeit. Als der Abgeordnete die Behauptung aufstellte, daß keiner der ersten drei belgischen König die Initiative zugunsten der Rechte des flämischen Volkes ergriffen habe, erhob sich unter den Abgeordneten ein Entrüstungssturm, und der Minister Vancauwe- l a e r t legte schärfste Verwahrung gegen die Aeuße- rung des Abgeordneten ein.
Als daraufhin der kommunistische A b - g e o rb n e t e Motte auf Gerüchte anspielte, wonach König Albert I. Selb st mord verübt haben soll, kam es zu heftigen Zusammenstößen. Einer der kommunistischen Abgeordneten wollte sich auf einen marxistischen Abgeordneten stürzen. Nur mit Mühe konnte er von den Saaldienern zurück- gehalten werden. Der Präsident sah sich schließlich genötigt, die Sitzung aufzuheben.
In einer neuen Kammerfitzung wurde die Huldigungsadresse für den neuen König angenommen. Sieben Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei, drei Kommunisten und sämtliche Abgeordnete der flämischen Nationalisten haben gegen die Adresse gestimmt. Die Ausführungen des flämischen Nationalisten Borguinon haben nicht nur bei den Abgeordneten der anderen Parteien, sondern auch bei den übrigen flämischen Abgeordneten schärfsten Protest hervorgerufen. Wie sich aus dem Sitzungsprotokoll ergab, hat der kommunistische Abgeordnete Motte bei der Erwähnung des Todes König Alberts lediglich von merkwürdigen Umständen gesprochen. Zu der Frage der Todesursache hört man übrigens noch, daß sie wahrscheinlich noch die Justiz beschäftigen werde; der Juftizminister werde demnächst mit dem General- staatsanwalt in Besprechungen darüber eintreten.
S c „Deutsche Raucherbund" hat sein 50jähnges IjJJlaum gefeiert und dieses Fest würdig ver- qumt. Der Bund umfaßt heute 132 verschiedene ! Hrcherklubs . mit insgesamt 4000 Mitgliedern, tyll IXrtd diesen 4000 sind auch einige Nichtraucher, die |b<n<,tfl iber nach der Gesellschaft von Rauchern sehnen, erta‘ £ ,wl sie wissen: „Wenn das Pfeifchen dampft und iiin ; pHMv sind wir fröhlich im Gemüt". Das Ulkigste ciiliLM Jubiläum war der Demvnstrationszug der 1100 Raucher. Es war zwar nicht notwendig, sich [Hiop-vitut Gasmasken zu versehen, aber immerhin wurde Siainhnt, was das Zeug hielt. Eine Riesenzigarre btf Pappe wurde Dorangetragen. Eine Hobelbank
bi! Igel Gegenstände belecken, von denen gewisse Heische Reize ausgehen, also charakteristisch rie- iiSbe und schmeckende Stoffe wie Leim, Tabak, Birnen, fauliges Zeug usw.,dann werden sie immer eiryer, entwickeln dabei reichlich Speichel und be- |p'"en sich unter den wunderlichsten Bewegungen . 114 Verbiegungen. Der Spuck-Akt wird 3 bis 4rnal t auf j{". eie- auch 40 Mal und noch öfter vollzogen. Die ein Jliurforfdjer, die schon früher dieses Phänomen picht achtet haben, gaben Erklärungsversuche, die Her- )or einif Iet ^her ablet)nt. Von einer „Vergiftung" der Sta- jfe ihn H4. durch das Bespucken kann keine Rede sein, da re Gr • I ihr Jgelspeichcl nicht giftig ist. Daß es sich dabei .('uIlu1. in eine „Reinigung" handle, ist ganz unmöglich, -zpftsil' ryr.ür möchte glauben, daß die Tiere diese Hand- .„bild ec 11 ur.t ausführen, um sich der Umgebung anzugleichen. ‘ @rupP: U« Feinde des Igels sind Säugetiere, die ihre Kein ' Bire hauptsächlich durch den spezifischen Geruch
)<; Igels auffinden. Dieser Igelgeruch ist dem Tier y\ eigentümlich und findet sich sonst nirgends; n erinnert am ebenen an „traniges" Leder. Es ist
Kunst und Wissenschaft.
Unfall der Dichterin Ricarda huch.
Die Dichterin Ricarda Huch, die seit einiger Zeit in Heidelberg wohnt, erlitt beim Ausgleiten vor der Haustür einen Oberschenkelhalsbruch. Der Zustand der 69jährigen Frau gibt, wie wir hören, zu Bedenken keinen Anlaß. Ricarda Huch befindet sich in ihrer Wohnung.
Generalmusikdirektor Willem Kes t«
In der Universitätsklinik zu München v e r - ft a r b Generalmusikdirektor Willem Kes im 79. Lebensjahre. Kes war der Gründer des Kon- zertgebouw-Orchesters in Amsterdam, der ersten Stätte klassischer, insbesondere deutscher Musik in Holland, an der später Willem Mengelberg gewirkt hat. Im Jahre 1894 erhielt Kes auf Veranlassung von Paderewski einen Ruf an das Scottish Orchestra in Glasgow und einige Jahre später an das kaiserliche Konservatorium in Moskau. 1905 kam Kes nach Koblenz, wo er 20 Jahre als Leiter des Musikinstituts tätig war. Kes war ein Schüler Joseph Joachims und ist auch als Komponist hervorgetreten, insbesondere mit der Chorballade „Der Taucher".
Sauerbruch spricht über die Weltgeltung der deutschen Medizin.
Der Freundeskreis der Deutschen Akade- m i e kam zu einer öffentlichen Sitzung in Berlin zusammen, an der u. a. auch der Landesbischof der evangelischen Deutschen in Südslawien, Dr. Popp,
Bischof D. Heckel, Legationsrat Dr. Oster vom A. 21., ferner Staatsrat Bankier Dr. von S t a u ß, der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste, Honig, der Direktor der Nationalgalerie, Dr. Hanfstaengl, und Professor Stein von der Hochschule für Musik teilnahmen. Der berühmte Chirurg Geheimrat Professor Dr. Sauerbruch, der dem Senat der Akademie angehört, hielt einen mit herzlichem Beifall aufgenommenen Vortrag über d i e deutsche Medizin und ihre Weltgeltung, wobei er hervorhob, daß es dem neuen Deutschland vielleicht beschieden sein werde, der Welt darzutun, was wahres und echtes Arzttum sei.
Mißglückte Südpolarexpedition.
Wie Reuter aus Kapstadt meldet, mußte die Südpolarexpedition des Vizeadmirals Evans infolge schlechten Wetters das weitere Vordringen in das Südpolargebiet a u f g e b e n. Die Expedition hatte bereits 1000 Meilen m Richtung auf die im südlichen Eismeer gelegene Sou- vet-Jnsel zurückgelegt, jedoch wurde das Vordringen durch Stürme derart behindert, daß das Feuerungsmaterial bedenklich zur Neige ging. Vizeadmiral Evans teilte jetzt funkentelegraphisch mit, daß die Brennstoffvorräte nicht mehr ausreichten, um die Bouvet-Jnseln zu erreichen und daß die Expedition daher nach Simonstown (Kapland) zurückkehren werde.
Aus aller Welt.
SA.-Führer sammeln für die SA.
Die SA. Groß-Berlin führt am Samstag und Sonntag eine Aktion durch, wie sie in dieser Art bisher von keinem anderen Verbände durchgeführt worden ist. Im Rahmen des W i n t e r h i l f s w e r- k e s sammeln zugunsten der Berlin-Brandenburger SA.-Männer alle S2l.-Führer vom Sturmführer an aufwärts bis einschließlich Obergruppenführer. Auch der Führer der Gruppe Berlin-Brandenburg, Gruppenführer Ernst, wird sich an dieser Sammlung beteiligen.
kein Verbot der Dynamobeleuchtung für Fahrräder.
Verschiedene Polizeiverwaltungen haben in letzter Zeit elektrische Fahrradlampen, die den Strom nur von einer Dynamomaschine erhalten, als unvorschriftsmäßig beanstandet, weil sie nur während der Fahrt leuchteten. Der Reichsverkehrsminister hat sich in einem Erlaß vom 10. Februar 1934 an die ßdnberre-gierungen gegen solche Maßnahmen gewandt und dabei u. a. ausgeführt, es sei auch bei der gegenwärtigen Umgestaltung des Straßenverkehrsrechtes nicht damit zu rechnen, daß in Zukunft Fahrradscheinwerfer mit Dynamobeleuchtung schlechthin unzulässig sein werden. Eine solche Maßnahme würde sich im Hinblick auf ihre wirtschaftliche Auswirkung verbieten, die gerade die weniger bemittelten Schichten treffen würde.
Schwere Schäden am Wildbestand durch wildernde Hunde.
Aus der Umgebung von Koblenz häufen sich die Nachrichten, daß hier und da Rehe aufgefunden werden, die gerissen oder zu Tode gehetzt worden sind. In vielen Fällen war den Rehen der Kopf vom Rumpf getrennt. Bei Oberlahn st ein wurde z. B. beobachtet, wie ein großer Hund ein Reh bis an den Rhein hetzte, es dann packte und so zurichtete, daß schließlich das Tier durch einen herbeigerufenen Jäger erschossen werden mußte. Leider verfehlte die dem Hund zugedachte Kugel ihr Ziel. In einem bei Montabaur gelegenen Wiesental und bei Osterspai) fand man im ganzen vier Rehe, denen der Kopf vom Rumpf getrennt war. In den Waldungen beim Hunsrückdorf Eckenroth wurden von den Ortsbewohnern wildernde Hunde in der Nähe der Stelle angetroffen, an der man kurz vorher ein totes Reh mit abgerissenem Kopf entdeckt hatte.
Sportflugzeug verunglückt.
Bei einem Uebungsflug verunglückte am Mittwoch das Sportflugzeug D 2833 in der Nähe von Mülheim (Ruhr). Hierbei wurde der Fluazeug- führer Bräunig verletzt. Der zweite Insasse des Flugzeuges Herter kam ums Leben. Der Unfall ist vermutlich auf einen Bedienungsfehler zurückzuführen.
Die betrogenen Bräute. — Gefängnis für einen Heiratsschwindler.
Das Kasseler Schöffengericht hatte sich mit einem Heiratsschwindler größten Formats zu beschäftigen. Angeklagt war ein Drogengroßhändler aus Kassel, der sich nacheinander mit mehreren Mädchen verlobt und ihnen größere Geldbeträge abgelockt hatte. Nach und nach hatte er von verschiedenen Bräuten insgesamt 19 0 0 0 Mark erschwindelt und zum Schluß eine Dame geheiratet, die 30 000 Mark mitbrachte. Von dem (Selbe lebte er herrlich und in Freuden. Aber die betrogenen Bräute brachten die Sache zur Anzeige. Jetzt stand er vor dem Richter und suchte sich damit zu entschuldigen, daß er stets ehrliche Absichten gehabt habe, bescheiden gelebt und schwer gearbeitet habe. Die Zeugenaussagen ergaben das genaue Gegenteil. Der Angeklagte wurde wegen fortgesetzten Betruges und Unterschlagung zu zwei Jahren drei Monaten Gefäng- n i s verurteilt und sofort in Haft genommen.
Verwahrloste Jugend. — Kölner Schulkinder als Ladendiebe.
Kölner Schulkinder im Alter von 7 bis 12 Jahren konnten jetzt auf Grund eingehender Ermittlungen überführt werden, feit längerer Zeit systematisch Gelddieb st ähle in Geschäften und Gastwirtschaften ausgeführt zu haben. Dabei sind die jugendlichen Täter in unglaublich gerissener Weise Dorgegangen. Zwei bis drei Kinder gingen meist in den Laden ober in bie Gastwirtschaft hinein unb fragten nach Bilbchen unb Kistchen. Waren bie Kinber abgefertigt, wußten sie es stets so einzu- richten, baß ein anberer braußen stehenber Junge sich schnell in bas Geschäft einschlich unb bort versteckte. Im geeigneten Augenblick würbe bann bie Kasse ausgeraubt.
Jugendliche Brandstifter unschädlich gemacht.
Die Einwohner von Gemünden a. M. lebten feit einiger Zeit in großer Aufregung, weil zahlreiche Brand st iftungen vorkamen, ohne daß es gelang, des Täters habhaft zu werden. Ein Gartenhaus und eine Scheune brannten völlig nieder. Verschiedene Scheunen wurden dadurch vor dem Niederbrennen bewahrt, daß man rechtzeitig die Brandlegung entdeckte. Wiederholt fand man brennende Kerzen und Streichhölzer in den Scheunen.
Als nun in einem Anwesen wiederum ein Brand ausbrach, gelang es den Täter zu fassen. Es handelt sich um einen 19jährigen Schreinergehilfen, der dabei betroffen wurde, als er sein Elternhaus an- zündete. Der Brandstifter wurde verhaftet; man vermutet, daß es sich bei dem jungen Menschen um eine krankhafte Veranlagung handelt.
keine Lungengrippe-Epidemie in Marjoß.
Zu der Meldung des „Fränkischen Volksblattes" in Würzburg, daß in dem kleinen Rhöndorf Marjoß (nicht Marholz) feit Wochen eine gefährliche Lungengripve wüte, der bereits 21 Personen zum Opfer gefallen fein sollen, wird dem DNB. von der Regierung in Kassel mitgeteilt, daß diese Meldung nicht den Tatsachen entspricht. Es sind lediglich in einem längeren Zeitraum sechs Einwohner des Dorfes zwischen 60 und 70 Jahren an einer einfachen Lungenentzündung gestorben.
Japanisches Marineflugzeug an einem Felsen zerschellt. — Fünf Offiziere tot, einer schwerverletzt.
Wie aus Söul (Korea) gemeldet wird, kam es bei dem Fluge eines aus 17 Flugzeugen bestehenden japanischen Marineflugzeuggeschwaders, das von Omura (Kiuschu) nach Heijo (Korea) unterwegs war, zu einem schweren Unglücksfall. Ein Flugzeug raste infolge des Nebels gegen einen Felsen unb zerschellte. Von ber aus sechs Marineoffizieren bestehenben Besatzung würben fünf getötet unb einer schwer verletzt.
Kleine politische Nachrichten.
Polizeipräsibent i.e.R. v. Westre m zum Gut- acker (Frankfurt a. M.), Regierungsvizepräsident i. e. R. Cammer (Wiesbaben) unb Regierungs- vizepräfibent Manb (Koblenz) würben in ben Ruhestanb verfetzt.
Staatssekretär Feder sprach im großen Saal des Reichswehrmini st eriums vor Offizieren und Beamten bes Heeres unb ber Marine über Fragen ber nationalsozialistischen Weltanschauung unb Wirtschaft. Seine Ausführungen wurden mit außerordentlich starkem Beifall ausgenommen.
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Die Regierungskommission hat für das Saarge b i e t das Abzeichen des Bundes der Frontsoldaten (Stahlhelm mit eingraviertem BdF.) verboten. Das Abzeichen des Stahlhelms ist, da der Stahlhelm selbst im Saargebiet verboten ist, schon seit längerer Zeit nicht mehr gestattet.
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In ben nächsten Tagen wirb im irischen Parlament eine Gesetzesvorlage eingebracht werben, burch bie bas Tragen von blauen Hemben verboten wirb. Diese Maßnahme richtet sich gegen die Vereinigte Jrlandpartei bes Generals O' Duffy.
Wettervoraussage.
Der Kern bes Hochbruckgebiets hat sich nun ganz auf bas Festlcmb verlagert unb nimmt bie Alpen unb Sübbeutschlanb in seinen Bereich. Obwohl im Narben kräftige Störungen vorüberziehen, bie warme Luft ostwärts beförbern, bleibt unser Gebiet vorerst unter bem Einfluß bes hohen Druckes. Die zufließenbe Warmluft wirb wohl Dunst- unb Wolkenbilbungen veranlassen, boch ist bei uns kaum mit Nieberschlägen zu rechnen. Vielmehr wird es zeitweise aufheitern, wobei bie Temperaturgegensätze zwischen Tag unb Nacht sich verschärfen.
Aussichten für Samstag: Dunstig unb bewölkt mit Aufheiterung, tagsüber milber, nachts Temperaturen um ben Gefrierpunkt, trocken.
Aussichten für Sonntag: Tagsüber mild, teils wolkiges, teils aufheiternbes Wetter.
Lufttemperaturen am 22. Februar: mittags 6,2 Grab Celsius, abenbs 5,3 Grab; am 23. Februar: morgens 1 Grad. Maximum 8,4 Grab, Minimum — 0,5 Grab. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Februar: abenbs 3,7 Grab; am 23. Februar: morgens 1,6 Grab Celsius. — Nieberschläge 0,1 mm. — Sonnenscheindauer 1 Stunde.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theober Kümmel. DA. 1.34: 11 700. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steinbruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.
Altern Hände schneller?
aller aus als das Gesicht. Warum eigentlich'? Altern die Hände etwa schneller? Ja — aber nur bann, wenn ihre Pflege vernachlässigt wirb. Dabei kostet es doch wirlliA wenig SW, bie Hänbe nach ber Hausarbeit und nach dem Waschen jedesmal mit Leokrem einzureiben. Das tut Wunder für die Haut! Die Hände bleiben sammet- weich und zart: man kann ihr wahres Mter nicht erraten Leokrem ijt schon von 22 Psg. ab erhältlich.
Bei manchen Frauen sehen die Hände


