Hiller schafft Arbeit!
weitere bewilligte Arbeltsbeschaffungsmaßnahmen im Rhein TNain-Gebiet:
TNaßnahme: Tagewerke:
Erweiterung von Kanal- und Versorgungsanlagen 3000
Teilweise Neuverlegung und Erweiterung
des Rohrnetzes und Ofenersahbau 2400
Kanalisation der Ortslage Seulberg 7500
Regulierung des Seemenbaches unterhalb
des Ortes 5000
Gasrohrverslärkungen 4500
Aufforstung von zirka 7 ha huteflächen
und Kahlflächen Oberförslerei Meißner 400
Kanalisierung und Ausbau der verlänger
ten Eleonorenslrahe im Gebiet des ehe
maligen Jorfs Hessen in Rlainz-Kaslel 3770
Ausbau von Landstraßen im Regierungsbezirk Wiesbaden zirka 2547
faffung ist das Problem der indischen Kinderehe behandelt. Schöne Bilder von indischen Bauten, von religiösen Festen usw. vertiefen diesen Teil des Films. Dann ersteht vor den Zuschauern das Reich der Mitte: China, hier wird in klarer Folge gemildert, wie ein junges Mädchen, in einer Mis- ionsschule erzogen, ohne Vorwissen von den Eltern erheiratet wird, ihren Ehemann erst mit dem Tage der Hochzeit kennenlernt und keinerlei Einwand erhebt, weil sie des stoischen Glaubens ist, daß die Eltern nur ihr bestes wollen. In weiteren Bildern wird die Hochzeit geschildert, die ganz im Zeichen des Ahnenkultes steht, der Frau aber gleichzeitig die nebensächlichste Rolle zuweist: sie wird nur einmal der Hochzeitsgesellschaft gezeigt, um von nun an jener Bedeutungslosigkeit anheimzufallen, die der chinesischen Frau Schicksal ist. Freundliche Bilder bringt der letzte Abschnitt des Films, der das paradiesische Leben auf der Insel Bali schildert und
in feinen Bildern die hoheitsvolle Grazie der Frauen dieses Jnselvolkes veranschaulicht.
** Stenografische Leistungen an den deutschen Schulen. In der ersten Hälfte des Februar findet unter Teilnahme aller kurzschriftpflegenden Unterrichtsanstalten ein Schülerleistungsschreiben statt, das unter Billigung der Ministerien von der Deutschen Stenografenschaft veranstaltet wird. Das Schreiben soll für die Schuljugend ein Ansporn sein zur Erlernung und Fortbildung in der Kurzschrift, die heute jeder Schulentlassene braucht, gleichviel welchen Beruf er ergreifen mag. Das Schreiben soll bei den Schülern Freude an ihren eigenen Leistungen hervorbringen und die Liebe zur Kurzschrift vertiefen. Die Preisträger erhalten Urkunden, die, von Jahr zu Jahr ergänzt, einen wertvollen Nachweis der kurzschriftlichen Leistungsfähigkeit darftellen. Den Besten winken außerdem noch Bücherpreise.
Deutsche ohne Winterhilfe.
Oberheffen
Konzert eingeladen. Wie zu erwarten, war die
Texte wurde aufs beste durch den Chorleiter, Musiklehrer Fritz Leib (Gießen), und die willig folgende Sängerschar bargeboten. Berufsschullehrer Geng- nagel gab ein anschauliches Bild vom Leben und Schaffen Silchers und kennzeichnete ihn als den Meister der Komposition für das Volkslied, bei dem Wort und Ton völlig ineinander aufgehen. Eine dreiaktige Operette „Aennchen von Tharau", wobei
zu Bentheim-Steinfurth, Fürst zu Castell, Fürst zu Wächtersbach, Graf Georg zu Solms-Laubach, Graf Wilhelm zu Solms-Laubach, Prinz Ernst Heinrich zu Stoiber g-Roßla, Prinz Ludwig zu Solms-Lich, die Landgräfin von Hessen, Fürstin Carl zu Psen- burg-Büdingen, Prinzessin Marie zu Dstnburg-Bü- bingen, Prinzessin Ludwig und h^lne zu Solms- Lich, Gräfin zu Dohna-Schlobitten, Stiftsdechant Kahn entbot mit dem 121. Psalm die Grüße und Wünsche der Kirche, August Freiherr v. Löw diejenigen der Fürstlichen Beamten und Angestellten, Bürgermeister Geil sprach im Namen der
Gesangverein „Einheit", Allendors a. d. Lahn, der demnächst auf eine 10jährige Dirigententätigkeit
Wesens allgemein beliebt.
= Leihgestern, 22. Jan. Am Samstagabend hielt der hiesige Kriegerverein im Gasthaus „Zum Löwen" seinen diesjährigen Winterfami- l i e n a b e n b als Gedenkfeier der Reichsgründung ab. Zu der Feier war auch ein Vertreter der Bezirksleitung Gießen der Kriegerkameradfchaft „haffia" erschienen. Er überbrachte die Grüße der Bezirksleitung und betonte, daß der Kriegerverein Leihgestern einer der treuesten und besten sei. Aus der überaus reichen Vortragsfolge fei besonders hervorgehoben die von hohen vaterländischen Gedanken durchzogene Begrüßungsansprache des Herrn Postschaffners 'Georg Held. In dem zweiaktigen
einleitendem Armeemarsch begrüßte Sturmführer Burger- Münzenberg die vielen Gäste und dankte insbesondere den förbern«
Erbprinzessin ausbrachte. Am Abend brachten bie Feuerwehr und Gesangvereine, denen sich eine Anzahl anderer Vereine angeschlossen hatte, im Schloßhof dem erbprinzlichen Paar ein Ständchen dar. Nach den Chören des Kirchengesangvereins und der „Cäcilia" hielt Pfarrer D r a u d t eine Ansprache und brachte ein hoch auf den Erbprinzen und seine Gemahlin aus. Der Erbprinz dankte und forderte zum dreifachen Sieg-Heil auf den Führer des deutschen Volkes auf. Zwei Chöre des Rothschen Männerchors beendeten die Feier im stimmungsvollen, von Lampions und Fackeln erleuchteten Schloßhof. Am Abend vereinigte eine einfache Feier im Schloß das junge Paar mit den Gliedern der Familie und Verwandten.
l'cuiDtreiä (Rieften.
Stadt. Ein zwangloses Beisammensein schloß sich ...... m ... - -
an, bei dem Fürst Reinhard ein hoch auf die! sich würdig seinen -^argangern an.
• - - - - - ' I Grünberg, 22. Jan. Der hiesige Manner
chor, der in diesem Jahre auf ein lOOjähriges Bestehen zurückblicken kann, veranstaltete am vergangenen Sonntag in der Turnhalle ein Konzert, das sich eines guten Besuches erfreute. Der Abend war dem großen schwäbischen Chormeister und Liederkomponisten S i l ch e r gewidmet und brachte daher ausschließlich Chöre von ihm: Natur-, Liebes-, Soldaten- und Abschiedslieder. Die Grundstimmung der
** Eine Kundgebung für den studen- tischen Arbeitsdienst findet am morgigen Mittwochmittag, auf Einladung von Rektor und Studentenschaft, in der Neuen Aula der Landesuniversität statt. Als Vertreter des deutschen Arbeitsdienstes wird Gauarbeitsführer Neuerburg (Kassel) sprechen. Gleiche Kundgebungen werden morgen zu derselben Zeit an jeder deutschen Hochschule veranstaltet.
** Die Schnakenbekämpfung in den Kellern betrifft eine Bekanntmachung des städtischen Bauamtes in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir besonders aufmerksam machen.
** Si l b e r n e Hochzeit. Obermaschinenmeister Heinrich Muth und Frau, Klinikstraße 3 e, können heute das Fest der Silberhochzeit feiern.
** Verkehrs st örung auf der Bieber- talbahn. Am Sonntag gegen 18.45 Uhr kam es auf der Biebertalbahn kurz vor dem Bahnhof Rodheim zu' einem unfreiwilligen Aufenthalt eines Zuges. Ein Worderrad eines vollbesetzten Wagens geriet gegen eine Weichenspitze, so daß der Wagen mit den Vorderrädern aus den Schienen sprang und wieder aufgegleist werden mußte. Der Zwischenfall hatte keine ernsteren Folgen. Nach 20 Minuten Aufenthalt konnte die Fahrt fortgesetzt werden.
** „D a s Weib bei fernen Volker n." Der Film, der gegenwärtig im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße über die Leinwand geht, kann Anspruch darauf erheben, ein Kulturfilm genannt zu werden. Nach einer Idee von Dr. A. B a e ß l e r, der gleichzeitig mit der Filmvorführung Vortrag hält, ist ein Bildstreifen zusammengeftellt worden, der in einer überraschenden Fülle der Bilder und Gesichte das Leben fremder Völker in wesentlichen Ausschnitten nahebringt. Da ersteht Afrika vor dem geistigen Auge, die Frau in der Dorfgemein- schaft, als Mutter in ihrem häuslichen Wirkungskreis, bei der Schönheitspflege usw. Mit großem Interesse folgt man dem streng eingehaltenen Brauchtum bei der Hochzeit des Fischers mit der schönen Jnamangua, an der, wie das in Afrika meist üblich ist, das ganze Dorf teilnimmt. Dann führt der Film nach Indien und bringt Bilder aus dem Leben der Kols, eines indischen Volksstammes, der feine Eigenarten in starkem Maße erhalten hat. Hier sieht man insbesondere ein mimisches Tanz- spiel der Frauen und Männer, das in seiner reizvollen Bewegtheit den ganzen ursprünglichen Sinn dieser Bevölkerung erkennen läßt. In ernster Auf-
Am 26. Januar sammelt der „Volksbund für das Deutschtum im Ausland" im ganzen Reich für die Winterhilfe des deutschen Volkes. Seine jugendlichen Helfer verkaufen an diesem Tage das alte Volksdeutsche Zeichen, die blaue Kornblume. Jeder Deutsche soll sie an diesem Tage tragen und sich durch sie bekennen zur Schick-
T Großen-Linden, 22. Jan. Der infolge die musikalische Leitung vom Goetheorchester gestellt eines Unglücksfalles ums Leben gekommene Chor- wurde, vervollständigte den wohlgelungenen Abend, leiter Heinrich Köhler wurde unter außergewöhn-1 Wie stets bei den Veranstaltungen in der Turn- lich starker Beteiligung seiner Freunde und Sanges- ‘ Halle üblich, wurde auch diesmal wieder eine Büchbrüder aus nah und fern hier zu Grabe getragen. I fenfammlung für das Winterhilfswerk ver- Jn feiner Grabrede schilderte der Pfarrer den Ver-: anftaltet, die einen namhaften Betrag erbrachte, ftorbenen als einen von Gott mit hohem mufikali-1 ch Lich, 22. Jan. Für Samstag abend hatte der fchen Können ausgestatteten Chorleiter. Die Liebe SS.-Sturm 1/4/33 in die Turnhalle zu einem und Achtung, deren sich der Verstorbene erfreute, 61 ~ - * - - * -*• ---K:-
kam in den vielen Ehrungen durch die von dem Verblichenen geleiteten Gesangvereine der umlie-
Man braucht nur über die Gebirgskämme der Sudeten zu gehen in deutsches Land jenseits der Grenzen, in die Täler des Erzgebirges, des Adlergebirges, des Böhmerwalds, nach Südtirol, nach Ostoberschlesien, da findet man diese Inseln deutscher Not, Deutsche ohne Winterhilfe.
In den Heimarbeitergegenden Sudetendeutschlands wütet der blanke hunger. Menschen, die auf kargem Boden sitzend seit Jahrhunderten in vierzehnstündiger Heimarbeit mit Spitzen, Spielwaren, Handwebe ein immer schon hartes Brot verdienten, stehen vor dem Nichts, weil alle Märkte ihren Waren verschlossen sind und weil sie von einer statlichen Unterstützung von 1,50 Mark in der Woche nicht leben können und doch nicht sterben wollen. Kartoffeln und Wurzeln sind ihre Nahrung. Diele Schulen sind längst geschlossen, weil die vom hunger entkräfteten Kinder den Schulweg nicht mehr machen können und weil ihnen Kleider und Schuhe fehlen. Und es ist in Ostoberschlesien nicht anders und in vielen Gegenden, wo deutsche Menschen leben. Deutsche Kinder, die vor hunger sich nicht mehr außerhalb des Hauses bewegen können . . . das ist ein Bild, zu dem sich eine einzige Zahl gesellen soll: die Selbstmordziffern der Deutschen sind in der Tschechoslowakei doppelt so hoch wie die der Tschechen! Das ist ein stummer Verzweiflungsschrei deutscher Not, den man hören muß, überall, wo Deutsche wohnen.
In China leben 4000 Deutsche. Als der Aufruf zur Winterhilfe des deutschen Volkes erging, veranstaltete die Landesgruppe China der NSDAP, eine einmalige Sammlung unter diesen 4000 Volksgenossen. Und die Sammlung erbrachte 112 000 Mark, die der Heimat überwiesen wurden. Deutsche in Brasilien sammelten 45 000 Mark. 15 000 verwendeten sie zur Unterstützung erwerbsloser Deut- cher in Brasilien; 30 000 gingen nach Deutschland. Rührend ist dieses Beispiel: Vertriebene Rußland- deutsche, die sich in Argentinien angesiedelt haben und wahrlich schwer um ihr Brot ringen, anuneln für die deutsche Heimat, für notleidende Volksgenossen. Aus deutscher Not erwuchs die deutsche Schicksalsgemeinschaft, nicht nur im Reich, andern überall, wo Deutsche wohnen, und über alle politischen Grenzen hinweg schließt sich zusammen und erstarkt die große deutsche Nation der hundert Millionen. Der in Argentinien siedelnde Rußlanddeutsche, der seine sauer erübrigten Gro- chen ins Reich schickt — das er nie gesehen hat — der fragt nicht nach der Staatszugehörigkeit. Er ist Deutscher, und der andere jenseits des Ozeans, dem es noch schlechter geht als ihm, der ist auch Deut- cher, der ist sein Bruder. Und das genügt.
Wenn aus ärmlichen deutschen Siedlungsgebieten, etwa aus der jugoslawischen Batschka, aus dem Banat oder aus Siebenbürgen keine Ströme von Geld nach Deutschland fließen, dann besagt das nicht, daß dort ein Teil der deutschen Volksgemeinschaft die Forderung der Winterhilfe nicht gehört hat. Das besagt nur, daß sie dort mehr Löcher zu stopfen haben, als sie selber stopfen können. Aber ie sammeln und helfen genau so wie wir im Reich und tun ihre Pflicht. Denn es ist nicht wichtig, wohin das Geld geht; wichtig ist,
Drama „Aus Sibirien zurück" oder „Für tot erklärt" zeigten alle Mitwirkenden ihr bestes Können. Ergreifend war das Spiel des Kriegsgefangenen Paul Werner (Herr Wilhelm Schmitt). Emilie W a l l b o 11 als Frau des Rückkehrers hatte die schwierige Rolle der zweimal verheirateten Frau psychologisch gut erfaßt. Ihre Darstellung fand reichen Beifall. Die lebenden Bilder „Gefallenenehrung" und „Es geht mit gedämpftem Trommelklang" in ihrer vorzüglichen Darstellung lösten bei den alten Kriegern schmerzvolle Erinnerungen aus. Die Kapelle ,Großhaus" erfreute durch schneidige Militärmärsche. Der diesjährige Familientag reihte
Einzug desneuvermähtten Erbprinzen-! paares in Lich. Ic; „ ■ ....... "" ' '
= ßid), 22. Jan. Am Samstagnachmittag hielt ©angeroeremtgung Dr. Hermann Otto, Erbprinzzu Solms- imh hör fi.r Hohensolm-Lich mit seiner jungen Gemahlin Gertrud geb. Freiin zu W e r t h e r n seinen feierlichen Einzug in Stadt und Schloß Lich, die beide reich mit Fahnen geschmückt waren. Die jahrhundertelangen engen Beziehungen zwischen Schloß und Stadt kamen bei dieser Gelegenheit wieder zum vollen und erfreulichen Ausdruck. An der Gemar- kungsgrenze von einer Reiterabteilung in Empfang genommen und begrüßt, fuhr das junge Paar im Viergespann in Lich ein. Arn Eifenbahnübergang in der Butzbacher Straße hatten die Handwerker und Geschäftsleute unserer Stadt Aufstellung genommen und brachten durch Bäckermeister I h r i n g und dessen Töchterchen Ilse Marie Willkomm- gruß und Blumengebinde dar. Die Bevölkerung hielt die Straßen sehr zahlreich besetzt und grüßte das einziehende Paar sehr freundlich mit dem deutschen Gruß. Besonders eindrucksvoll gestaltete sich die Begrüßung unmittelbar am Eingang zum Schloßhof, wo junge Mädchen Spalier bildeten und Blumen in den reichgeschmückten Wagen warfen. Um 16 Uhr schloß sich dann der offizielle Empfang im Schloß an. Eine größere Anzahl von Gästen war dazu aus Stadt und Bürgerschaft geladen. Don auswärtigen Gästen waren mit ihren Gemahlinnen erschienen: der frühere Großherzog von Hessen, der Erb großherzog, Fürst
Gesangverein „Eintracht", Hörnsheim, Nationale o______’ 'v j „Eintracht-Harmonie", Klein-
Linden und der Kirchengesangverein von Leihgestern; ferner widmeten noch je ein Männergesangverein von Groß-Rechtenbach und Watzenborn-Steinberg, die der Verstorbene vorübergehend geleitet hatte, Kränze. Am Grabe sangen Sänger und Sängerinnen Weisen, die Herr Köhler einst mit ihnen eingeübt hatte. Heinrich Köhler war ein Chorleiter mit edelster Kunstauffassung, allzeit bemüht, nur hervorragendes zu leisten. Trotz seiner erst zehnjährigen aktiven Tätigkeit als Chorleiter hatte er mit seinen Vereinen schon ungezählte Ehren- und erste Preise und zahlreiche Dirigentenpreise errungen. In Dirigenten- und Sängerkreisen war er wegen seines allzeit fröhlichen und echt deutschen
1918, der Separatisten und der Franzosen, das Reich zu zerstören und eine Rheinische Republik unter französischer Herrschaft zu gründen, seien glänzend an den festen Grundmauern des Werkes Bismarcks gescheitert. Nachdem nun die Parteien beseitigt sind, die Volksverbundenheit an Stelle des Klassenhasses getreten ist und Reichspräsident von Hinden bürg Adolf Hitler am denkwürdigen 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte, fei ein fester Treuebund zwischen dem alten nationalen Deutschland und dem jungen revolutionären Deutschland geschaffen, so daß eine vollkommene Vereinheitlichung des Deutschen Reiches, somit eine Vollendung des Werkes Bismarcks, in allernächste Nähe gerückt sei. Das jetzige Dritte Reich bedürfe der Mitarbeit aller Volksgenossen. Der Sparerbund, der während der Wirren der Inflationszeit im Jahre 1923 entstanden fei, habe feit feiner Gründung bei jeder Gelegenheit sich zur Aufgabe gemacht, für den nationalen Freiheits- und den deutschen Rechtsgedanken zu werben. Es gebe kein Gebiet, das nut Geld, Besitz und Eigentum in Verbindung gebracht werden könne, zu dem die Sparerbewegung nicht ihr Material im Interesse des Gemeinwohles zur Verfügung gestellt hätte. Mit der Aufforderung, an der Einheit des Reiches mitzuarbeiten, und mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unsere beiden Führer Reichspräsident von Hindenburg und Volkskanzler Adolf Hitler schloß Pg. Witt seine interessanten Ausführungen.
An Hand zahlreicher Lichtbilder erläuterte dann Herr Lorenz noch einmal eingehend die Gründung des Deutschen Reiches bis zur Gegenwart. Auch dieser Redner behandelte zum Schlüsse feiner fast einstündigen Ausführungen die Notwendigkeit des Sparerbundes, des einzigen großen Kampfbunds der deutschen Sparer. Das demokratische Zeitalter, in welchem die alten Systemparteien glaubten, die Sparerbewegung vernichten und verächtlich machen zu können, sei nach der Mackt- ergreifung Adolf Hitlers als überwunden zu betrachten. Die Rechte der 20-Millionenfront der deutschen Sparer zu vertreten, fei nur im Interesse der gesamten deutschen Wirtschaft, somit auch des Volksganzen gelegen. Gleichgültigkeit gegenüber dem Aufbauwerk der jetzigen nationalen Regierung zu zeigen, fei genau so zu verurteilen, wie offene Gegnerschaft. Mit Recht brachte Volkskanzler Adolf Hitler kürzlich zum Ausdruck: „Wer nicht kämpfen will in dieser Welt, der verdient das Leben nicht".
Nach den mit Beifall aufgenommenen Ausführungen brachte Herr Reiber noch verschiedene geschäftliche Mitteilungen über den Stand der Rentnerversorgung, Dollarklausel und Organisationsfragen, worauf die Veranstaltung geschlossen wurde.
BornoNzen.
— Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis nach 22 Uhr „Bob macht sich gesund". — Deutsche Arbeitsfront, 19.30 Uhr, Volks- Halle, Massenverfammlung. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Weib bei fernen Völkern".
— Aus dem Stadttheaterbureau: Morgen, Mittwoch abenb, das Schauspiel „Alle gegen Einen — Einer für Alle von Forster-Burggraf. (Siehe heutige Anzeige.)
Iltuycu UHU uuiu, fic. vukuiv» — «p«.-
falsgemeinfchast des deutschen Hundertmillionen- ü0^C5e
Veranstaltung aus unserer Stadt und auch aus
________ Nachbargemeinden gut besucht. Die Musik mürbe genben Orte zur Geltung. Es legten, burch ihre von dem Mufikzug der SS. -Standarte 33 Vertreter ehrende Nachrufe widmend, Kränze nieder: ausgeführt. Nach .....
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den Mitgliedern der SS., die durch ihre Unter- stützung das Konzert ermöglichen halfen. In das auf unseren Volkskanzler und Führer Mols Hitler ausgebrachte Sieg-Heil stimmten die Anwesenden begeistert ein. Die reichhaltige Vortragsfolge brachte in der Hauptsache unsere alten Armeemärsche, die mit starkem Beifall ausgenommen wurden. Diese, wie auch die schönen Konzertstücke ließen erkennen, mit welcher Sorgfalt und Gründlichkeit bei großem Musikverständnis Musikzugführer Spangen- macher fein Amt als Leiter der Kapelle versieht. Als in einem Volks- und Vaterlandsliederpotpourri das Deutschlandlied gespielt wurde, erhob sich die Menge und sang begeistert mit. Stiftspfarrer Draudt, der Ortsgruppenwalter der NS.-Dolkswohlfahrt Lich, sprach über die Aufgaben des Winterhilfswerks und ermahnte, nicht nachzulaffen im opfern für unsere notleidenden Volksgenossen. Der an das Konzert sich anschließende Tanz hielt alt und jung noch für einige Stunden beisammen.
Kreis Büdingen.
A Nidda, 22. Jan. Am Samstagabend hielt der hiesige Zweigverein des VHC. feinen diesjährigen Familienabend, verbunden mit Auszeichnungsfest, im „Gambrinus" ab. Nach einem flott gespielten Eröffnungsmarsch hielt der Führer des Zweigvereins, Reichsbahnobersekretär Becker, die Begrüßungsansprache. Bei gemeinschaftlich gesungenen Wander- und Daterlandsliedern und schönen Musikvorträgen einer Kapelle, die sich aus sieben musikbeflissenen Mitgliedern in dankenswerter Weise unter Leitung von Berufsschullehrer i. R. Bopp gebildet hatte, entwickelte sich bald eine festliche Stimmung. Ein Theaterstück und ein reizendes Duett boten viel Anlaß zur Heiterkeit. Interessant war auch die Auszeichnung von 22 Wanderern und Wanderinnen des Vereins, die sich im letzten Jahre durch fleißige Beteiligung an den Ausflügen besonders hervorgetan hatten. Eine größere Anzahl von ihnen hatte schon in früheren Jahren mehrfach Auszeichnungen erhalten, darunter stand an erster Stelle der Führer Becker selbst zum 15. Male. Sanitätsrat Dr. Koch überreichte jedem der Ausgezeichneten das wohlverdiente Wan- derzeichen (entweder einen Ring an den Wanderstab oder ein Plakett), mit einem von ihm selbst für jeden einzelnen besonders verfaßten Verslein. Im Namen der Geehrten dankte Justizoberinspektor i. R. Geiger dem Vorstand und dem Verfasser der sinnigen Verse herzlich. Nach einem Schlußmarsch der Kapelle und dem Gesang des Dogelsberglieds schloß der Führer mit warmem Dank an alle, die durch Musik und sonstige Darbietungen die Feier sch Sn gestaltet hatten, die Vortragsfolge, der ein Tanzvergnügen folgte. Wie in früheren Jahren, machten die Festgäste am folgenden Tage noch einen gemeinsamen Ausflug nach Bad-Sal,zhausen.
T Aus dem Niddatal, 22. Jan. Das Beite l u n w e s e n , das nach den energischen Maßnahmen der Regierung so gut wie aufgehört hatte, ilt jetzt wieder stark im Zu nehmen begriffen. Namentlich an Sonntagen ist die Plage groß, und ein gutes Dutzend d"r Fechtbrüder passiert die Hausschwelle. Auf den Hinweis, daß das Betteln verboten sei, meinen sie, man dürfe sich nur nicht erwischen lassen.
Kreis Schotten.
* Schotten, 22. Jan. In den K r e i s a u s • s ch.u ß des Kreises Schotten ist Oberforst- meister Karl D e u st e r aus Schotten als Nachfolger des von hier verzogenen bisherigen Kreisausschußmitgliedes Dr. med. Kopitfch als Mitglied ein« getreten.
y. Schotten, 22. Jan. Die Musikkapelle der hessischenLandespolizei gab vergangenen Freitag hier ein großes Konzert. Nachmittags fand vor dem Rathaus ein Platzkonzert statt, abends war die Turnhalle sehr stark besetzt. Unter der Stabführung des Musikmeisters B u s l a u fanden die wertvollen musikalischen Darbietungen begeisterten Beifall. Bürgermeister Menge! sprach den Dank und Willkommensgruß aus. — Die Schnakenplage hat in den letzten Jahren auch im Vogelsberg überhandgenommen. Besonders im letzten Jahre war sie zu verspüren. Unter Mitwirkung der Stadt und sonstiger Stellen will man an die planmäßige Vertilgung und Bekämpfung dieser Plagegeister alsbald Herangehen. — Auch eine durchgreifende Säuberung s- und Spritzaktion der Ob ft bäume wird mit Hilfe zweier Kolonnen von Arbeitslosen burdp geführt werden. Obstbauinspektor Metternich wird diese Maßnahme, wie im Kreise Büdingen, auch in unserem Kreis durchführen. — Die Bürgermeistereien sind mit der Zusammenstellung der Erb-


