Einzelbild herunterladen

llr.W Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Dienstag, 2Z.Zanuar W

Kälte gegen Erkältungen

Funk-

Nachtgedanken eines Souffleurs.

Witwe geworden ist. Es war unheimlich, daß jeder

gelebt, die sich ganz gewiß nur durch eigene Kälte­festigkeit den Rheumatismus vom Leibe gehalten

Die Hochzeit mit dem Baum.

Ein chinesisches Gericht hat sich mit einem merk- würdigen Rechtsstreit zu befassen, dessen Lösung selbst der sprichwörtlichen Weisheit des Chinesen eine Schwierigkeiten bereiten dürsten. Es handelt sich um die Geschichte der ehrenwerten Li Kou, einer reizenden Chinesin im Dorfe Po Lo an den

ihrer Gatten kurz nach der Hochzeit starb. Als sie sich zu einer fünften Heirat entschloß, suchte sieden Rat eines weisen Mannes in der Umgebung", del ihr riet, zuersteinen Baum zu heiraten", damit der neue Ehegatte nicht auch den Weg der anderen gehen müsse. So wurde die Hochzeit von Li Kou mit einem Mango-Baum im ehrwürdigen Alter von hundert Jahren feierlich begangen. Zwei Tage nach dieser Zeremonie aber wurde dieser Baum schon von einem schrecklichen Sturm zerstört. Der Eigen­tümer, der seine Einwilligung zu der seltsamen Hochzeit zwischen seinem Pflanzenliebling und Frau Li gegeben hatte, ließ die Chinesin festnehmen. Er behauptet, daß der Baum nicht den göttlichen Mäch­ten zum Opfer gefallen sei, sondern daß sein Tod nur auf die unselige Verheiratung mit Frau Li zu­rückzuführen wäre. Nun soll das Gericht entscheiden, ob Li Kou Schadensersatz zu zahlen hat. Es be­findet sich in einem verständlichen Dilemma. Im­merhin ist der Mango-Baum Frau LisGatte" ge­wesen, aber andererseits hatte der Eigentümer in die Hochzeit gewilligt. Der künftigeGatte aus Fleisch und Blut", der in Geduld gewartet hatte, während Li einen Baum statt seiner heiratete, hüllt sich in Stillschweigen. Es erhebt sich nun die Frage» ob Frau Li ihn als Ehemann Nr. 6 hätte heiraten dürfen, wenn der Sturm den Mangobaum, Num­mer 6, nicht gefällt hätte.

Oie nordische Hoffe bei den Indogermanen Asiens, (gm neues Fucf) von Hans S. K Girntker*.

Noltenius gekommen, die er in derMedizini­schen Welt" mitteilt. Während eines jahrelangen Aufenthaltes in Argentinien hat er Gelegenheit ge­habt, festzustellen, daß die Erkältungsmöglichkeiten in diesenSonnenländern" für Zugereiste we- ' nigstens sehr viel größer sind als bei uns. Da in einem Land, in dem die Wintertemperatur selten unter 5 Grad Wärme fällt, in der Regel nicht ge­heizt wird, bekommt der Körper selbst die Aufgabe der Wärmeregulierung zugewiesen. Die Einheimi­schen, besonders die Leute vom Lande, müssen das Instinktiv fühlen, denn sie wagen sich nur ungern in ein geheiztes Zimmer, aus Furcht, sich zu erkäl­ten. Wer sich aber bisher vor jedem Kältereiz ängst­lich gehütet hat, muß erleben, daß die Regulierungs­vorrichtungen der Haut eingeschlafen sind, so daß bereits einZug", eine geringe Durchnässung der Füße, eine kleine Temperaturschwankung zur Krank­heit führen. Es gilt also, die Eigenregulierung des Körpers zu üben. Diesen Zweck verfolgen die Kalt­wasserprozeduren, die Kneippschen Kuren, die täg­lichen kalten Duschen der Engländer und die heißen der Japaner. In Südamerika machte nun Dr. Nol- tenius zunächst den Versuch, sich durch warme Klei­dung vor Rheumatismus zu schützen. Dann ent­schloß er sich aber, den entgegengesetzten Weg ein­zuschlagen: er zog sich also im Winter genau so leicht an wie im Sommer, ja, er setzte sich absicht­lich der Kälte aus und erreichte, daß der Rheuma­tismus allmählich verschwand. Dr. Noltenius weist zum Vergleich auf die Beobachtungen hin, die im Weltkrieg gemacht wurden. In den letzten Kriegs­jahren waren die Erkältungskrankheiten im Feld­heer nicht häufiger, sondern seltener als im Frieden, obwohl oder gerade weil die Soldaten den Unbil­den der Witterung unvergleichlich viel stärker ausge­setzt waren. Oder ein anderer Vergleich: selbst in , der Eiszeit haben doch Menschen im deutschen Klima

Für die Gesunderhaltung der körperlichen tionen sehen viele Menschen als erste Vorbedingung eine genügende Versorgung des Organismus mit Nahrung an. Das ist richtig, führt jedoch oft zu Uebertreibungen. Aus der Besorgtheit wird nicht selten eine Ueberbesorgtheit. Man wendet lieber etwas zu viel als zu wenig an. In diesem Zuviel liegt dann eine Gefahr, wenn daraus eine Gewohn­heit wird. Neuerdings find von einem amerikani­schen Gelehrten zahlreiche Personen auf ihre Er­nährungsgewohnheiten hin beobachtet und unter­sucht worden. Die Untersuchung erstreckte sich nament­lich auf die Nahrungsmittelmengen, die mehr ein­genommen wurden, als es der tatsächliche Bedarf des Körpers verlangte. Es ergab sich dabei die über­raschende Feststellung, daß beinahe sämtliche der beobachteten Personen fast zwei Drittel mehr Nah­rung zu sich nahmen, als zur ausreichenden Ver­sorgung des Organismus genügt hätte. Der Gelehrte hatte für feine Untersuchungen die chemischen Grund­lagen als ausschlaggebend gewählt. Um die über-

Aeue Wege für den Dienst am Kunden

Das Werbegesetz eine Verpflichtung für Einzelhandel und Handwerk.

Don Dr Hans Schmidt.

Der Zerfall der indogermanischen Volkheiten, das zeigt Günther, stand immer in Wechselwirkung mit dem Aussterben und dem Aufgeben der Rassen­reinheit der überwiegend nordischen Geschlechter in-

Alteuropas, ju - -

einen Einschlag nordischer Rasse.

Besonders anziehend behandelt Gunther die ras­sischen Grundlagen beim Buddhismus und Mazdais­mus und bringt über die vor- und fruhgeschichtliche Zeit hinaus den Beweis, daß auch heute noch bei verschiedenen Völkern Asiens nordische, aus langst vergangenen Jahrhunderten stammende nordische Rassenelsmente festzustellen sind. ,, .

Vor allem wird entschieden der Auffassung ein, »einer Wissenschaftler widersprochen, die heute noch das Jndogermanentum als Wanderhirtentum aftatt-

Wohnkultur.

In der Landwirtschaft hat man ebenfalls die Er­fahrung gemacht, daß die Hühner in viel höherem Maße an Erkältungskrankheiten zugrunde gingen, wenn man ihnen schön geheizte Ställe baute. Es ist gar kein Grund dafür vorhanden, daß man sich im Winter im geheizten Zimmer wärmer anzieht als im Sommer. Ebenso wie sich übertriebene Kleidung eher schädlich auswirkt, sind auch überheizte Räume der Gesundheit durchaus unzurräglich Die deutsche Hygiene schreibt als Normalzimmertemperatur 18 Grad vor.

Wieviel Nahrung braucht der Mensch?

trennen sind. Es wird gezeigt, daß auch den Satem- Jndogermanen ursprünglich die Bäuerlichkeit an­haftet. Besonders geht dies aus der Schilderung des Mazdaismus der Perser hervor. Im Mesolithikum haben die Vorväter der Jndogermanen die Mensch­heitsstufen der Sammler, der Jäger und Fischer wahrscheinlich erst erklimmen müssen; als sie aber Jndogermanen waren, hatten sie bereits die Stufe der Pflugwirdschaft erreicht und waren adels-bauer- liche Krieger. Ein Wanderhirtentum der Jndoger­manen muß grundsätzlich abgelehnt werden.

denn unter meinen Händen wird das Glöcklein zur Sturmglocke und das dünne Holz zum Heroldstabe. Kaiser und Könige treten mit Zittern und Zagen auf, wenn ich nicht unten sitze in meiner Höhle, und selbst der Fürst der Hölle, der Mephisto, ist ein armer Teufel ohne mich. Aber, GPlage! dein Name istSouffleur". Mehrere Jahre hindurch arbeite ich schon bei der Lampe und habe während dieser Zeit ein Lied singen gelernt, dessen Thema das Theater ist. Variationen könnte ich darüber machen. Variationen, daß man die Ewigkeit davon in Noten setzen könnte. Nägel zu meinem Sarge sind die neuen Tragödien und Dramen. Sonst ainqen die Stücke still und ruhig, wie eine kleine Mondnacht vorüber, jetzt möchte man schon nach der Exposi­tionsszene ein neues Hemd anziehen. In der ersten Szene geht ein Aprilwetter los, welches mit Don­ner, Sturm und Blitz fortfährt und die kleinste

fitz ich nun schon unten in dem Loche, um die Löcher Ufern des östlichen Flusses bei Kanton, die bereits des Vortrages zu flicken. Ich kann sagen: Arm und viermal die Freuden der Ehe genossen hat klein ist meine Hütte, aber wenn ich abends darin und die nach allzu^kurzem^Ehegluck^ereits viermal sitze, eingekeilt von so und so viel dampfenden Lam- *'*'*'**f <"4' x~6

pen, dann wird sie zum Altar, woran sich die Ge­dächtnissünden schmiegen, dann wird sie zum Fels, woran sich die Schiffbrüchigen klammern, die oben herumschwimmen, bis ich sie wieder mit dem Steuer­ruder der Zunge in den Hafen der Ruhe und Sicher­heit einführe. Ich bin das Oel der Theateruhr, ja ich bin eigentlich die Triebfeder, und wenn ich ein­mal aushaken, wenn ich einmal zu früh ablaufen sollte, so würde man augenblicklich willen, wie viel es geschlagen hat. Rühre ich mein Glöcklein ober meinen Stab nur an, so rühren sich alle Hände,

Das Werbegesetz verpflichtet; zunächst die Presse, für die es in erster Linie erlassen wurde. Es soll sie vor unlauterer gegenseitiger Konkurrenz schützen, es soll ihre Zusammenarbeit mit den Unter­nehmungen klären, es soll aber auch Wert und Wir­kung der Insertion erkennen lassen, durch den Zwang zur Bekanntgabe der Auflagenhöhe. Wie die Presse dadurch zur rückhaltlosen Offenheit veranlaßt wird, so liegt auch für den Kunden im Werbegefttz eine Verpflichtung. Sie trifft in erster Linie den mittel st ändischen Einzelhandel und das Handwerk.

Diese Feststellung mag auf den ersten Blick be­fremdlich erscheinen, nachdem Handel und Handwerk in einem Reichsstand zu einer unlösbaren Einheit verbunden wurden. Sie besteht aber zu Recht, weil der mittelständische Einzelhandel und das Handwerk vor der Vereinigung in einem Reichsstand keines­wegs ihrer Bedeutung entsprechend an die Öffent­lichkeit getreten sind. Sie blieben als die kleineren Einheiten des Handels und der Fabrikation gegen­über ihren größeren Konkurrenten stark zurück. Nachdem jetzt durch die Vereinheitlichung der Inter­essen und Ueberbrückung der Gegensätze eine gemein­same Plattform für den ganzen Stand geschaffen wurde, muß er auch nach außen in seiner Ge­samtheit in bie* Erscheinung treten.

Diese Pflicht besteht für den einzelnen z u n ä ch st sich selb st gegenüber. Das ist nicht etwa ein Widerspruch zu dem nationalsozialistischen Grundsatz, daß der Dienst am Volke im Vordergrund alles In­teresses liegt. Dienst am Volke ist in erster Linie Einsatz aller persönlichen Kräfte. Die Pflicht zur Oeffenttichkeit ist für Handel und Hand­werk auch deshalb gegeben, weil sie für das Wohl und Wehe Hunderttausender von Angestellten und Arbeitern verantwortlich sind.

Nur wenn ein Stand seine Existenz ver­teidigt, kann er sie erhalten. Nur wenn er seine Bedeutung stets erkennbar macht, kann er gewinnen. Die Oesentlichkeit übergeht näm­lich den, von dem sie nichts weiß und hört. Das ist Gesetz; nur der wird beachtet, der von sich redet ober reden macht.

Wie war es früher? Jrn Jahre 1918, nach Ausbruch der Revolution, wurde in Deutschland das Wort vorn sterbenden Mittelstand geprägt. Durch die Inflation und die Umkehrung aller Wertbegriffe wurde es zur bitteren Wahrheit Einzel- und Kleinhandel, und Betriebe des Mittelstandes überhaupt, gerieten in die Gefahr, von den Mächtigeren zermalmt zu wer­den. Der Preisdruck des Stärkeren kam der schwin­denden Massenkaufkraft entgegen und beschleunigte den Verfall. Preiswahrheit und Preistreue wurden häufig Worten ohne Inhalt. Es ist das Verdienst des Führers, ihnen wieder die Geltung verschafft zu haben, die für unsere Wirtschaft und ihre Fortent­wicklung unerläßlich ist.

Der Kaufmann soll nicht Händler, er soll D i-e - n e r a m D o l k e sein. Diese Berufsauffassung ist zu neu^ als daß sie schon Gemeingut der Gesamtheit sein könnte. Noch sieht auch der Käufer allzusehr in Handel und Handwerk den Gegner im Kampf um den Preis. Diese Auffassung^ ist leider in der Ver­gangenheit hier und dort durch schlechte Beispiele genährt worden. Sie wurde aber auch durch die Hetze profitgieriger Agitatoren gefördert, die trenn­ten, wo Einigkeit not tat, und Zwietracht predigten, wo allein Zusammenarbeit helfen konnte. Das soll nun anders geworden sein? Fast unfaßbar für den Menschen unserer Zeit, der Staat und Wirtschaft bisher nur als zusammenhanglose Gebilde feindlicher Interessengruppen kannte.

Es ist also zunächst die Aufgabe des mittelstandi- schen Handels und Handwerks, die Oef f entlich- keit über s i ch selb st auszuklären, ihr zu sagen, daß der gesamte Reichsstand eine Einheit ist,

scher oder südosteuropäisch-westasiatischer Herkunft auffassen. Ebenso tritt Günther den Vertretern be­stimmterKulturkreislehren" entgegen, welche die Urheimat der Jndogermanenirgendwo im Osten" suchen. Eine Ableitung der nordischen Rasse aus Asien ist nicht allein gegenüber dem alten Menschen­bilde Jnnerasiens unmöglich, sondern auch durch keinerlei rassenkundliche Funde aus dem Boden Asiens zu stützen. Nach G ü n t h e r ist auch die An­sicht von Eickstedts, der die Tocharer alsproto­nordisch" ansieht, deswegen falsch, weil sie ihrer Her-

Während sich die Schauspieler oben auf der Bühne im vollsten Rampenlicht bewegen, übt der Souffleur unten in seinem Kasten sein nicht un­wichtiges Hand- ober besser Munbwerk aus, aber wohl verborgen, ben Blicken bes Publikums ängst­lich entzogen. DerEinbläser", wie man früher sagte, spielte auch heute noch beim Theater eine wichtige Rolle, wenn man auch alles baran setzt, ben Zuschauer baoon nichts merken zu lassen. In früheren Zeiten ist ber Souffleur manchmal unge­nierter hervorgetreten, beim bie Zahl berSchwim­mer" unter ben Schauspielern, bie auf feine Hilfe allzusehr angewiesen waren, war größer. Auch in ber Theaterliteratur würbe ber .Kastengeist" frü­her mehr beobachtet unb ihm manches Loblieb ge­sungen. Ein berartiger lustiger Hymnus finbet sich im Jahrbuch bes Russischen Theaters in Gera aus bem Jahre 1858. Der Souffleur läßt sich ba mit fol- genbenNachtgebanken" vernehmen:Manches Jahr

schüffigen Mengen zu ermitteln, würbe bas Mini­mum an stickstoffhaltigen unb stickstofffreien Sub­stanzen, bie zur ungestörten Weiterarbeit ber kör­perlichen Funktionen unb zur Forterhaltung bes körperlichen unb geistigen Leistungsvermögens er- forberlich ist, als Norm gewählt. Mit biefer Norm kommt man vollstänbig aus, um ben Organismus vor einer Schmälerung ber Funktionskräfte zu J schützen. Ein mäßiges Plus ist für bie Zeit bes Wachstums unumgänglich notroenbig, wenn nicht Erscheinungen ber Unterernährung unb Störungen bes Wachstums auftreten sollen. Gefährlich jeboch wäre es, biefe zulässigen Zusatzmengen überschreiten zu wollen. Als Folgen einer berartigen lieber- lastung würben sich nach unb nach krankhafte Stö­rungen ber Verbauungsorgane unb ähnliche Nach­wirkungen ergeben. Es muß allerbings zugegeben werben, daß bie Mäßigkeitsgrenze zu ziehen, schwe­rer ist, als bas Mäßigkeitsprinzip für bie Ernäh- rung aufzustellen. Nichts ist mehr inbivibuell als ge- rabe ber Mäßigkeitsbegriff. Die Mäßigkeitsgrenze bem persönlichen Leistungsvermögen richtig anzu­gleichen, bazu bebarf es sehr langer Erfahrungen : bes Arztes. Die Natur verfügt wohl über Kräfte, bie von sich aus bie Bebarfsmenge automatisch re- : geln ober wenigstens bem Empfinbungsleben mehr ober minber beutliche Zeichen geben, wenn bie Gren- zen überschritten werben, bie von ber jeweiligen kör»

perlichen Konstitution unb von ber persönlichen Tragfähigkeit gezogen werben. Aeußerungen biefer bem Organismus eigenen Selbstregulierung treten : jeboch nicht immer so beutlich hervor, baß sie als : unbebingt zuverlässiger Grabmesser anzusehen wären. : Es wäre vor allem ba, wo bas normale Emp- : finbungs- unb Gefühlsleben burch Uebermäßigkeit ; Schaben genommen hat, von boppelter Gefahr, biefe Klingelzeichen" bes Organismus erst abzuwarten. : Wo es noch nicht zu einer Beeinträchtigung bes : normalen Gefühlslebens gekommen ist, wirb sich beispielsweise bei überreichlichem Alkoholgenuß bie - Empfinbung ber Übersättigung im Organismus : noch zur rechten Zeit bemerkbar machen. Kommt es

baß bie Gegensätze endgültig begraben würben unb alle auf gleicher Basis stehen in dem Bestreben, Dienst am Volke nach dem Willen bes Führers zu leisten.

Worte allein vermögen jedoch nicht zu über­zeugen; sie müssen durch Taten bewiesen werden. Deshalb ist der Kundschaft wieder und wieder vor Augen zu führen, was und zu welchen Preisen sie beim Mittelstand heute kau­fen kann. Sie muß fühlen, daß sie gerade im mittelständischen Einzelhandel und Handwerk einen zuverlässigen Führer und Berater, einen

Treuhänder ihrer Interessen hat.

Leider ist in den vergangenen Jahren unb auch noch in letzter Zeit allzusehr der Ruf nach Staats- Hilfe erklungen. Der Staat hat geholfen, so weit es die berechtigten Lebensinteressen anderer Stände zuließen. Er hat Ungleichheiten im Kampf um die Existenz, sofern sie allein auf der Macht des Stärke­ren beruhten, beseitigt. Er hat durch Verordnungen unb gesetzliche Maßnahmen erreicht, daß der ganze Reichsstand des Handels unb bes Handwerks heute in seiner Preisgestaltung von einer gleichen K a l k u la t i o n s b a s i s a u s g e h e n kann Der Einwanb bes billigeren Einkaufs gilt nicht mehr! Soweit er noch möglich ist, bleibt er bas gerecht­

fertigte Verdienst des einzelnen. Staatshilfe muß in diesem Falle versagen, in dem einzig und allein S e l b st h i l f e entscheidet.

Die Selbsthilfe endet aber keineswegs beim Ein­kauf, vielmehr beginnt sie hier erft Ohne Absatz i bleibt auch ber vorteilhafte Einkauf zwecklos.

Verkaufen und umsehen sind also die weiteren Erfordernisse, auf die sich mitlelständi- fcher Einzelhandel und Handwerk nach ihren größeren Vorbildern einstellen müssen. Nicht als ob dieser Grundsatz ihnen bisher fremd gewesen wäre, keineswegs! Nur überwog vielfach noch die Meinung, als ob die Kundschaft vonselbst käme. Das ist ein Irrtum! Der Kunde, der kauft und zahlt, muß auf das Angebot auf­merksam gemacht werden. Er muh über die Qualität der Ware, über den besonderen Wert fachmännischer Handwerksarbeit aufgeklärt wer­den. Dienst am Kunden und Werbung um den Kunden sind Verpflichtungen, denen fich kein Ge- fchäftsmann mehr entziehen kann.

Er mag sich vielleicht damit entschuldigen, daß ihm bisher die geeigneten Werbemittel fehlten. Sie haben aber immer bestanden für den, der sich ihrer zu bedienen wußte sie sind nur ebenfalls durch die Initiative ber Regierung bedeutend vervollkomm­net worden.

Das neue Werbegesetz gibt jedem die Möglichkeit, Dienst am Kunden unb damit am deutschen Volke zu treiben. Wern aber staatliche Autorität ein Mittel in bie Hand gibt, für sich unb seinen Stand zu kämpfen, ber muß es auch benutzen, will er sich nicht fahrlässiges Verschulden vorwerfen lassen.

Professor Dr. H a n s F. K. Gun t h e r . Die nordische Rasse bei den Jndogerma n e n Asiens. Zugleich ein Beitrag zur Frage »°» der Urbeimat unb Rass-nherkunst der

Was gibt es Neues in der Medizin ?

Von Dr. p. Wöiffel.

Die Konzertsängerin Lore Fischer (Alt), die hier kürzlich im Weihnachtsoratorium mitwirkte und demnächst wieder in Gießen fingen wird. Die aus Stuttgart stammende junge Künstlerin wurde ur­sprünglich als Pianistin und Geigerin ausgebildet unb wibmete sich bann bem Studium bes Sieb er- unb Oratoriengesanges. Lore Fischer hat sich vor allem burch ihre Mitwirkung beim Kölner Bachfest einen Namen gemacht.

Episobe in Alarm bringt. In jebem Akte müssen ein paar Personen ben Weg alles Fleisches gehen, obgleich roeber Fleisch noch Blut im ganzen Stück ist. Da wirb erschossen, geräbert, vergiftet unb ge­hängt, baß bie Bühne zu einem Spital unb Kirch­hof wirb, ehe man bas Blatt umroenbet. Reißen bie Rezensenten einen Schauspieler herunter, so fährt biefer bem Souffleur auf ben Hals und spricht:Sie haben nicht richtig angeschlagen!" Am Ende macht mir noch die Sängerin Vorwürfe, wenn ihr Ton überschnappt, und ber Ballettmeister, wenn ihm eine Pirouette nicht gelingt."

Zu recht interessanten Ergebnissen auf dem Ge- haben. Die fo überaus häusige Plage der Erkal- biete der Erkältungskrankheiten ist Dr. Friedrich tungskrankheiten ist alsa vor allem eine Frage der

Ein neues Buch von Günther schilbert bie Geistesgeschichte unb vor allem bie Fragen bes Glau­benslebens bei ben indogermanischen Völkern Asiens unb zeigt, baß bie hier hervortretenben Züge für bie völkische Eigenart besond-rs wichtig und durch die H^Ktalischm Kreise der indo-

Rassenseelen bedingt sind. Immer wieder werden Bölker, also von Mitteleuropa nicht zu

die Zusammenhang-des gesamten Jndogerma- S^ani^ - - -

nentums betont unb hervorgehoben. Er behandelt nur bie sprachwissenschaftlich-völkerkundlich alsJn- bogermanen" bezeichneten Volker und zwar von die­sen nur die in der Dor- und Frühgeschichte nach Asten eingeroanberten, also bie Jndoiraner (Jnber, Perser unb Verwandte, b. h. bie arische Gruppe ber Jnbogermanen), bie Säten, bie Tocharer, bie Ar­menier unb kleinere verwanbte Völker- ober Stanbe- splitter. Die Hettiter, bie sprachlich neuerbings auch zu ben Jnbogermanen gerechnet werben, sowie bie Philister werben nicht behandelt. .

Günther will in seinem Buche ben Beweis bafur erbringen, baß sich in ber HerrenschM ber mbo- germanischen Völker Asiens stets em Einschlag nor- . 3n den (äg>ftfd)aftürtney^enm^n^rtesramitern "erhalb^eA ^es^ches^mach^ Günther darauf PA kern indogermanischer Sprache m Alteuropa P *

gemeinsam ein Elnsch^g aus dem Schnurkeramiter Familien vorwiegend nordischer Rass- liegen

tum nordischer Rasse. Erscheinen die ^^ss^lk°ramiker «M«» $ Bildungswert- für dies- Volker im .er saft re.ne nord, 4- M-nsch-nyrupp- B önfntumä und insonderheit für

!° hatten d,- Bandk-ram.ker wenigstens jm Hellenen-, Romer-,

nnr 1 pr unb im früheren Germanentum ruhen. ,,3n jebem

ber großen JndogermanenVölker haben fich einzelne Werte ber nordischen Rassenieele besonders beispiel­haft und vorbildlich ausgebrückt."

Der Vorzug des Werkes liegt in der klaren, ver­ständlichen und fesselnden Art der Schilderung von Fragen, die sonst nur in schwer zugänglichen wissen­schaftlichen Werken abgehandelt werden und in ber Bebeutung, welche gerabe biefe Fragen heute mehr benn je für ben rassischen Aufstieg ober Untergang bes beutschen Volkes besitzen.

Die beigegebenen zahlreichen Abbildungen erhöhen die Anschaulichkeit ber Ausführungen. Im Ganzen ist das Werk -in in lebendiger Gestaltungskraft und Geist mit wissenschaftlicher Gründlichkeit und Liebe germa"nen F"L°hmänns"Ver,äa7Münch°n. Mit g-schrieb-ner grundlegender Beitrag zur G-sch.cht- 88 Abbildungen, geheftet 6 Mark, Leinwände,nband | der nordischen Rasse. ^r. K r ° n z (Gi-tz-n). 7,50 Mark. (636).