xHren des Ueberschusses an Weizen und
ip
Kl
st
rr^braucht, und daher drohen die, die erkann-
n
it
Frankfurt a. M., 21. Dez. Das zweite
SMl
komrvHe
"5-iiiern schließlich dem herrschenden Liberalis- a immer entfremdete. In Frankreich voll-
illojiiin einer Berufsorganisation allein das Heil ,|oi*n mit einem Bauernaufstand. Stän- " hrnt der Zulauf aus dem Millionenheer derer
Rhein-mainisches Bauernthing
3m Zeichen der Verbundenheit von Volk und Führung.
VO Indio“ K Q d wenn z L
anbrnpn 7, I
Den. eindrucksvollen Schlußvortrag hielt der Hauptschulungsleiter des SS.-Abschnitts XI, Landwirt Metz, der in weitausholenden eindeutigen Darlegungen über die Sünde wider das Blut sprach. Bei allen Teilnehmern hinterließen seine rückhaltlosen Ausführungen einen starken und sicherlich bleibenden Eindruck.
ii.
nbenbeif i* « . „ ...
allein ur n e ' Kraft zu verstehen, muß man sich vor
Aus galten, daß der französische Paysan sich
soll, um b? jelung zu er schon im k alifierung8 V. arch MtV;
'ns Aroli.
in nn denen heute noch riesige Vorräte unab- ai'stid, ist die diesjährige Ernte in den beiden sreugnissen Frankreichs erst recht unv erlich. Und wenn die hauptstädtischen Blätter icj das Anwachsen des Viehstandes Rr?n, so steht demgegenüber der Rückgang lud tisch en Fleischverbrauchs, er« irrihe’ durch die Abstriche an den Löhnen und t feen, wodurch naturgemäß die Erlöse für Vieh feil gesunken sind. Eine unsinnige und rein ilsc- Politik hat dazu dem Bauern neue i ( lasten aufgeladen. Alles das war Grund
■ä'ii S
l . Mi an rY'iv ,
die i'is^er den alten Worten ihrer Deputierten lenb grünJuB ufe schenkten und nunmehr erkennen, daß es ®ad) iu Yb f.'id als eben Worte.
qin ann diese Bewegung mit dem Bund der nl b: i r t e im Vorkriegsdeutschland vergleichen.
Im Wer Caprivi-Zeit die deutschen Erlöse der bivli:schaft nicht zureichten, um deren Leben zu e ir, iam jene Standesorganisation, die den beut«
f:i die Bewegung über ein Menschenalter tek cker ihr Ziel ist das gleiche. Um diese spät
)?5 „vovo i die n
x H ST! W er Qlkk '"'e
at Un 7« rnih? ]rruc igtiii unt, vtitn xjiiu -uuioul ui iKuicm deii!-^^- err >oriot" malt, sich gegen Modernisierungen trberte5
ann.
tieMnUnr
9 mit
n man .te t,i 'ernach..?i ~
’iirunb, u", u
’enh J . --a
®ad) zn^-'i .. eben iraE< l'Qner aus § 5bräuAe
$ ?och in । 'hm ja f?-<(f) n
»thfp
ii. im ihn zum ersten Mal in geschlossener i»eiganifation zu formieren; eine Tatsache, i mi Io überraschender ist, als der französische r bc<r, also der durchschnittliche Landbewohner, ijtn'her individuell zersplitterte und mit jener urigen Härte, deren Bild Balzac in seinem
d 1 wie gegen Beiträge wehrt.
)i fn überkommenen Kräfte halten noch weite is! ?r Provinz in ihrem Bann. Mit unoer- st ite Zähigkeit und der sprichwörtlichen Spar- . -- fein i<iilndert sich der Bauer auf seiner Zwergwirt- i°eMaprl) t a Er lebt frugaler als irgend ein mittel« c? Ifc? ai^er Landwirt, er greift schließlich in den nt Torfen .-ppiitrnnpf, wenn es nicht anders geht und hofft n'LDer^t?t'.u 1 iefare Zeiten. Aber diese Krise dauert zu all i|| «'die Politiker in Paris mit ihrem Korrup- ■ Hfl io > i mug haben schließlich die Geduld des Fran-
m i t Gewalt von den Vorrechten anderer befreite, während die preußische Bauernbefreiung in aller Ruhe und Ordnung vor sich aing, daß der Bauer Frankreichs zur vollen Durchführung seiner Befreiung von 1789 bis 1792 nicht weniger als sieben Bauernkriege veranstaltete und erst durch Bonaparte sich bändigen ließ, aus der Wildheit der Jacquerie in bas ruhige Gleichmaß zurückkehrte und, nachdem er sein Schäflein ins Trockene gebracht hatte, gesättigt — Napoleon die Kinder für seine Feldzüge lieferte. Die schönen Phrasen der Verfassung kümmerten ihn nur so lange, als er sie benutzen konnte, um feine Lage zu verbessern, nachher ging er zu jedem Tüchtigen, der ihn davor bewahrte, daß seine Lage sich verschlechterte. So machte er die Julirevolution mit und ebenso die von 1848, um nachher d i e Reaktion zu stützen, die Napoleon III. gegen die Majorität eines im übrigen konservativen Parlamentes nicht zuletzt mit den Bauern durchführte, die mit der Waffe des allgemeinen Wahlrechts ihm, dem Mann der Ordnung, eine überwältigende Mehrheit gaben. Und nach 1871 haben die gleichen französischen Bauern k o n« f e r d a t i d gewählt. Es waren ihre Söhne, mit denen die Kommune niedergeworfen wurde, ihre Abgeordneten bildeten die Mehrheit in allen Parlamenten und verhinderten den Sieg der radikalen Städte ...
Man muß dieses Schwanken zwischen Jacquerie und dem nachfolgenden tiefen Ruhe- und Friedensbedürfnis des französischen Bauern voll ermessen, um die Zeichen der Zeit richtig zu deuten. Dou- m e r g u e, der lediglich auf die Staatsform schaute, hatte dabei vergessen, daß die Nöte der Bauern immer größer wurden. Sein Nachfolger Fl and in faßt die Sache anders an. Aber kann er mit dieser Kammer und diesem Senat fein Programm der Bauernhilfe verwirklichen? Er wenigstens hat erkannt, daß man schon z u lange zögerte und will die spekulativen Elemente beseitigen, die zwischen landwirtschaftlichem Produzenten und Verbraucher sich eingeschoben haben und den Rahm abschöpfen. Wie weit diese Kammer, in der gerade die Männer sitzen, die eine bauernfeindliche Politik trieben, hier mitgeht, davon hängt schließlich nicht nur Flandins Schicksal ab. Wer das andere Frankreich: die Provinz, nicht darüber vergißt, weil er Pariser ist, kennt die Gefahr.
riil-sbauernthing der Bauern Hes» . - । Jn li-rN f f a u 5 fand am Tage der Wintersonnen-
°r* x roenille’n der kleinen hessischen Gemeinde Richen 8 sicy m am ,strande des Odenwaldes statt. Hier waren ____ di« Wcrrnführer des ganzen Gaues zusammenge-
fraftroagen einen Lieferwagen und per«' sperrte damit einem entgegenkommenden Wagen den Weg. Nur der Geistesgegenwart des Führers des in Richtung Frankfurt fahrenden Personenkraftwagens war es zu danken, daß ein größerer Unfall vermieden wurde. Er steuerte seinen Wagen über die Randsteine und suhr gegen eine Mauer. Der Wagen — der einem Gießener Kaufmann gehört, würde schwer beschädigt und mußte abgeschleppt werden. Personen kamen nicht zu Schaden.
♦ Nieder-Bessingen, 21. Dez. Am zweiten Weihnachtsfeiertag feiert der ä l t e st e Einwohner unseres Ortes, der Altveteran und Förster i. R. Georg Blei, mit seiner zweiten Frau Katharine, geb. Koch, das in unserem Dorfe bisher seltene Fest der Goldenen Hochzeit.
Kreis Schotten.
ch Groß-Eichen, 21. Dez. Im Saale von Gastwirt F a u st wurde gestern ein wohlgelungener Elternabend von der hiesigen Schule veranstaltet. Die Beteiligung war so groß, daß der Saal die Menge der Besucher kaum fassen konnte. Lehrer Appenheimer begrüßte die Erschienenen. Er wies darauf hin, wie richtig es fei, daß Schule und Elternhaus Zusammenarbeiten und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis besteht. Ein dreistimmiger Schülerchor sang sodann Luthers Weih- nochtsued: „Vom Himmel hoch". Ein Streichtrio von „Lübeck" folgte, vorgetragen von Lehrer Appenheimer, Groß-Eichen, (Cello), Lehrer Bell, Groß-Eichen, (Violine) und Lehrer Müller, Lardenbach, (Violine). Darauf fang der Schülerchor dreistimmig das Lied „Es ist ein Ros entsprungen". Es folgte ein zweistimmiger Gitarrenchor (ausgeführt von Schülerinnen), ein Streichtrio von „Corelli" (zwei Geigen und Cello) und der Schülerchor „Wie schön leuchtet der Morgenstern". Im Mittelpunkt des Abends stand das Märchenspiel „Schneeweiß und Rosenrot", das gut gespielt wurde und allgemeinen Beifall fand. Volkstänze, Blockflöten- und Gitarrenchöre vervollständigten das Programm. Mit dem Liede „All mein Gedanken" unter Cello- und Geigenbegleitung und einem Sieg- Heil auf den Führer schloß die mit großer Befriedigung aufgenommene Veranstaltung.
Kreis Alsfeld.
< Nieder-Ohmen, 20. Dez. Die Sammlung vom Eintopfgericht am vorigen Sonntag ergab in unserer Gemeinde den Betrag von 33 Mark.
£ Groß-Felda, 21. Dez. Unser Kirchturm wird zur Zeit zum größten Teile neu geschiefert. In schwindelnder Höhe sind die Arbeiter am Werk, um den stark beschädigten Turm mit neuen Schiefern zu belegen. Wie notwendig diese Ausbesserungen waren, kann man daran sehen, daß die alten Schiefer noch mit handgeschmiedeten Nägeln ange
schlagen sind. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Turmhahn heruntergeholt, um neu „vergoldet" zu werden. Als er von seinem hohen Standort geholt wurde, war es anscheinend für die Zuschauer aufregender als für den beteiligten Dachdecker. Nach alter Sitte wurde gestern der Hahn, in neuem Glanze strahlend, von den Dachdeckern durch den Ort getragen, wobei neben klingender Münze auch allerlei Lebensrnittel gesammelt wurden. Meist ist es üblich, Eier oder Speck zu spenden. Die Sammler kehrten reich beladen von ihrem Beutezug zurück. Anschließend wurde ein „inhaltsreiches" Frühstück eingenommen. Der Hahn, mit bunten Papierbändern geschmückt, wird dann wieder an seinen alten Platz gebracht. Die Dorfjugend begleitete die Dachdecker mit lautem Kikeriki' auf ihrem Gang durch die Straßen des Dorfes.
preuhen.
Kreis Wehlar.
* Wißmar, 22. Dez. Der 57jährige Hilfsarbei- ter Ehr. S ch n e p p von hier erlitt dieser Tage einen Betriebsunfall. Er zog sich erhebliche Bru st Verletzungen zu und mußte in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht werden.
* Lützellinden, 22. Dez. Der 24 Jahre alte Bergmann Wilhelm S ch a u ß von hier erlitt bei der Arbeit so erhebliche innere Verletzungen, daß er in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht werden mußte.
* Lützellinden, 22. Dez. Gestern wurde der hiesige Einwohner Johannes Hoffmann auf der Straße zwischen Klein-Linden und Gießen von einem Kraftwagen angefahren und zu Boden geschleudert. Der bedauernswerte Mann erlitt Kopfverletzungen, eine Gehirnerschütterung und außerdem Hautabschürfungen. Er mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
Kreis Biedenkopf.
$ Bischoffen,' 21. Dez. Die Eintopf» s a m m l u n g am vergangenen Sonntag brachte in unserer Gemeind den Betrag von 41 Mark. — Für das Winterhilfswerk wurden in Bischoffen 10 Zentner Roggen abgeliefert.
Familientragödie rechtzeitig verhindert
Frankfurt a. M., 21. Dez. (LPD.) In der vergangenen Nacht versuchte ein 35jähriger Mann in der Böttckerstraße sich, seine Frau, seine drei Kinder und seine Schwiegermutter mit Gas zu vergiften. Nach einem voraufgegangenen Fa- m i 1 i e n ft r e i t öffnete er den Gashahn, um die Tat auszuführen. Die Schwiegermutter hatte jedoch rechtzetig das Ausströmen des Gases bemerkt, und so konnte das Vorhaben des Mannes rechtzeitig vereitelt werden. Der Mann wurde f e ft genommen.
Ein Förster als Wilddieb.
Seine drei Söhne als Helfershelfer.
teil.
Obecheffen
„Vorwärts, vor-
Heute mittag er-
Ab° an
wurde der Abend geschlossen.
* Klein-Linden, 21. Dez.
ir Won ck r eine OuN i Politik«, ta; lt, erbleichen in selbst in V fteigerteil kosten-!' and (W- nPreisti ! Erzen"
getreten und wurden vom Gauleiter besichtigt. Den Tag beschloß ein Deutscher Abend, dessen zahlreiche Besucher nur mit Mühe Platz im großen Saal des Gemeindegasthauses fanden. Der Gesamteindruck des Tages stand im Zeichen eines auch das gesunde Standesbewußtsein fördernden nationalsozialistischen Bekennens zum bewußt gepflegten Volkstum.
Gauleiter Regierungsrat Reiner am Thing so daß auch in diesem kleinen Kreis
der Geist lebendiger Volksgemeinschaft von Stadt und Land
stark zum Ausdruck kam. In Richen waren Ordnungen aller Gliederungen der Bewegung
die Zuschauer mit dem Beifall nicht kargten. Ortsgruppenleiter Dr. Crößmann dankte der HI. für ihre Darbietungen und sprach davon, daß die Gedanken unseres Führers nirgends besser verkörpert seien als in der Jugend, die den Namen des Führers trage. Diese Jugend werde der Garant dafür werden, daß nie wieder ein Tag, wie der 9. November 1918 für unser Volk kommen werde. Mit
100grm nur 0,25
Tabletten nur 0,20
ßr|a !nrzen Einführungsworten begründete Lan- deeb um nführer Dr. Wagner, der in Richen feine|(mof hat, Ort und Zeit des Things und kam bann uuf die Grundlagen nationalsozialistischer SchMu g des Bauerntums zu sprechen.
©iii)3ic n gab der Beauftragte des Reichsbauern-
Der Gauleiter und Reichsstatthalter, dem der Landesbauernführer die einzelnen Teilnehmer am Thing oorgeftellt hatte, weilte mit feinen Begleitern nach dem Thing als Gast bei Dr. Wagner. Neben Amtsleitern des Gaues und dem später erscheinenden Staatsminister Jung nahmen u. a. der Treuhänder der Arbeit, der Landesobmann der Deutschen Arbeitsfront, sowie der stellvertretende
*
dem gemeinsam gesungenen Lied: wärts" und mit dem Sieg-Heil auf den Führer
daran W nige, :
knalldampfendes Gewehr, mH dem fein Vater und feine Brüder öfters auf Wild schössen, und zwar an einer Stelle, die sie extra zu diesem
Zweck hergerichtet hatten.
Das Vertrauen des jungen Mannes zu dem Fremden ging so weit, daß er einige Tage später in de'semGegenwart trotz Schonzeit auf ein Schmalreh schoß, es aber nur weidwund traf. Auf diese Weise gelang es dem Ermittlungskommissar schließlich, Eingang zur Familie zu finden, was dazu führte, baß" er für das Ende feiner „Sommerfrische" im Hause der Angeklagten Wohnung nahm. Im Verlaufe der Zeit gelang es ihm,
den Vater und die beiden anderen Söhne zu beobachten, wie sie trotz Schonzeit in fremdem Revier Rehe und Hasen schossen.
Auch er erhielt sein Teil davon, das er bann, allerdings nur zum Zwecke des Beweises, an die geeignete Stelle sandte. Als Gegenleistung ließ er aus Berlin aus „seinem eigenen Betriebe" — er hatte sich doch als Metzgermeister ausgegeben — gelegentlich einmal ein paar Schinken kommen. Nach dem durch den Ermittlungskommissar hinreichendes Material zusammengetragen war, griff die Polizei ein, worauf überraschend Haussuchung, Beschlagnahme sämtlicher Jagdutensilien und Verhaftung aller Beteiligten erfolgte. Im Verlaufe der ersten richterlichen Vernehmung wurden drei der Beschuldigten auf freien Fuß gesetzt, während gegen den Vater und einen Sohn Haftbefehl erging.
3n der gestrigen Hauptverhandlung gaben die Inhaftierten zu, gewildert zu haben. Ersterer — der Vater — will einen Hasen geschossen haben, während der Sohn den Abschuß eines Rehes zugab.
Beide bestritten aber entschieden, früher gewildert zu haben, die hier zugegebenen Straftaten wollen sie auf Veranlassung des Ermittlungskommissars begangen haben. Alle Angeklagten bekundeten übereinstimmend, daß der Ermittlungskommissar sie durch Versprechungen zur Begehung der Straftaten verleitet habe. Dieser stellte als Zeuge die Behauptungen der Angeklagten, daß er ihnen Versprechungen gemacht habe, entschieden in Abrede. Er gab noch einmal eine genaue Darstellung der von ihm gemachten Feststellungen und bezeichnete das Tun der Angeklagten als Aasjägerei schlimmster Art.
Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sah vier Angeklagte als überführt an und beantragte Verurteilung des Vaters, als des Haupttäters und Verführers feiner Söhne, wegen gewerbsmäßigen Wilderns, sowie wegen Untreue zu drei Jahren Gefängnis, 100 Mark Geldstrafe und 3 Jahre Ehrverlust, gegen zwei Söhne wegen gewerbsmäßigen Wilderns zu je 9 Monaten Gefängnis. Hinsichtlich der Tochter lautete der Antrag auf Freisprechung.
3n später Abendstunde wurde das Urteil verkündet. Es lautete gegen den Vater auf zwei 3 ahre Gefängnis, gegen einen Sohn auf 3 Monate Gefängnis unter voller Anrechnung der Untersuchungshaft; ein weiterer Sohn erhielt 7 Monate Gefängnis, während der vierte Sohn wegen einfachen 3agdvergehens 50 Mark Geldftrafe bekam. Die Tochter wurde freigefprochen.
Sämtliche beschlagnahmten Gewehre, Pistolen und Munition, sowie eine Anzahl Geweihe und Reh- decken verfielen der Einziehung.
eignete sich hier ein Verkehrsunfall. Ein Personenkraftwagen, der von der linken auf die rechte Straßenseite fahren wollte, wurde von einenz Gießener Lastkraftwagen angefahren und schwer beschädigt. Der Führer des Personenkraftwagens, der zunächst das Bewußtsein verlor, kam glimpflich davon. Er erlitt nur geringfügige Verletzungen. Am Lastkraftwagen wurde durch den heftigen Zusammenstoß der Kühler eingedrückt.
Y Großen-Linden, 21. Dez. In der vergangenen Nacht wurden an mehreren Stellen in Großen-Linden Einbrüche verübt. So weit bis jetzt festgestellt werden konnte, hatten die Diebe nur in einem Falle Erfolg. Bei einem Arbeiter am Adolf- Hitler-Platz, der kurz vorher geschlachtet hatte, konnten sie 16 frische Hausmacherwürste erbeuten. Beim Einsteigen der Einbrecher in die Speisekammer eines Wohnhauses in der oberen Bahnhofstraße erwachten die Bewohner aus dem Schlafe, zu Boden fallende Gegenstände in der Speisekammer hatten starke Geräusche hervorgerufen. Auf die Hilferufe der Frauen ergriffen die Spitzbuben die Flucht, ohne ihr Ziel erreicht zu haben. An anderen angrenzenden Wohnungen wurden ebenfalls Spuren des nächtlichen Diebeszuges wahrgenommen. ohne daß es auch hier zu dem von den Einbrechern erwünschten Erfolg geführt hätte. Man schien es in der Hauptsache wohl auf die Erbeutung von Lebensmitteln abgesehen zu haben, weil in fast allen Fällen die Speisekammern der Hauptanziehungspunkt waren.
Y Großen-Linden, 22. Dez. Gestern nachmittag ereignete sich am südlichen Ortsausgang ein Verkehrsunfall. In der scharfen Kurve an der Universitätsmühle überholte ein Personen-
5ir Mörder Kiefer hingerichtet.
Dlnrmftabt, 21. Dez. (LPD.) Das Staats» pr «jfiuamt teilt mit: Der am 21. Juni 1934 vom Schvm^ericht Mainz wegen Mordes zum Tode oeruiiMdte Valentin Kiefer aus Horchheim (Rhein- heffetzbjiift heute in Butzbach hingerichtet moriiin nachdem der Reichsstatthalter in Hessen erflcta :r)atte, von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebiinvch machen zu wollen. Kiefer hatte die Stief- mutirck, seiner Braut, um sie aus dem Wege zu schasisii^ auf freiem Felde durch Kopfhiebe mit einer HacMc, schlagen.
Landkreis Gießen.
OO!i l e i n • ß i n b e n, 21. Der Die Hitler- j it gi| irii) des Unterbanns IV/116 hatte unsere EinrMknerschast für Donnerstagabend in den Saal des i ßchhauses „Zur deutschen Eiche" zu einem W e hi) abend eingeladen. Nach flotter Marsch- musiMrs Spielmannszuges marschierte die HI. mit ihrem Bahnen in den Saal und nahm auf der Bühqn Aufstellung. Karl Haas, der mit der Füh- runtrbor hiesigen Gefolgschaft beauftragt ist, be- grüßjs iie Volksgenossen und sprach über den Zweck des Ämds, der darin bestehe, den Eltern und den EiniMbnern zu zeigen, was in der HI. gearbeitet wurM Unterbannführer Textor (Großen-Linden) fd)iliibil dann in längeren Ausführungen die Ent- wickÄ.i! des Dritten Reiches durch Adolf Hitler, den i Ü7nn, den Gott in erster Linie unferm Volk unb:4 .'rüber hinaus der ganzen Welt geschenkt habe, beminZnoIf Hitler sei es gewesen, der Deutschland undü Vv ganze Welt vor dem Bolschewismus be- roahfa iabe. Ihm hätten wir es zu verdanken, daß wirn vieder ein Volk seien. Eine neue Jugend mürfi ^zogen werden, die das Werk unseres Füh- rers»Mende. Von dieser Jugend, die nach unserem Fütlpicl ihren Namen trage, hänge das Schicksal des beuÄi Volkes ab. Nationalsozialist sein verpflichte, itt so zu handeln, als wenn die Augen des FütK) 7 dauernd auf uns gerichtet seien. Die Vor- traxtzhye des Abends brachte Konzertstücke einer fleirüm! Kapelle, Lieder aus der Bewegung, ein voM-irüsches Spiel „Die mit heißem Herzen nach der fernnat schauen" und einen Sprechchor „Volk im .’rrgen". Sämtliche Darbietungen waren gut DorbbiExiet und wurden vortrefflich gespielt, so daß
? 'Hitei honte die Schwierigkeiten, welche das über» no mc 1 ' loumbr • System gerade auf diesem Gebiet der , Aolkis- mnd Bodenwirtschaft fast bewußt durch Nack'wbjigkeit hinterlassen habe. Besondere Aner- fenntar fand der Minister für die vorbildlichen BodsemZbeiten im Rhein-Main-Gebiet. Der Be- aufhrace Darr6s stellte offiziell fest, daß hierzu- ! lanbre hffer gearbeitet worden sei, als anderswo, wohil cs er sei überall der Wille vorhanden, bessere KräWeiünzusetzen.
Der nicht alltägliche Fall, daß ein Gemeinde- förfter mit feinen Söhnen wegen Wilddiebe- r e i unter Anklage gestellt ist, fand gestern vor dem Schöffengericht in Wetzlar in später Abendstunde seinen Abschluß.
Angeklagt waren wegen gewerbsmäßigen Wilderns der Gemeindeförster Müller aus Altenkirchen und feine zwei Söhne, deren einer ebenfalls den Beruf feines Vaters ausübt, gegen einen weiteren Sohn und eine Tochter lautete die Anklage auf einfaches Jagdvergehen bzw. Hehlerei. Die Vernehmung der Angeklagten, von denen zwei aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurden, wo sie sich seit 13. Oktober 1934 befinden, ergab nichts Wesentliches. Lediglich der Vater, der heute im 59. Lebensjahr steht, schilderte, daß er seit über 30 Jahren im Amt ist. Früher im ehemals besetzten Gebiet tätig gewesen, wurde er 1922 anläßlich des passiven Widerstandes, nachdem er von den Franzosen festgesetzt worden, ihnen aber wieder entschlüpft war, aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen. Seitdem bekleidete er in Altenkirchen das Amt des Gemeindeförsters. Als solcher versah er auch für den Jagdpächter von Altenkirchen den Dienst als Jagdaufseher gegen eine Vergütung von jährlich 300 RM., während er die kleine, 120 ha große Jagd des Nachbarortes Bellersdorf gepachtet hatte.
Schon seit 3ahren bestand in der Bevölkerung der Verdacht gegen den Angeklagten, daß er wildere.
Im Jahre 1930 fand gegen den Angeklagten schon einmal eine Hauptverhandlung vor dem Strafrichter wegen Jagdvergehens statt, doch endete diese mit seiner Freisprechung. Als im letzten Jahre im Altenberger Jagdrevier ein auffälliger Rückgang des Wildbestandes sich bemerkbar machte, wandte sich der Jagdpächter an den Deutschen Jagdschutzverband, worauf ein Ermittlungskommissar in das Jagdrevier Altenkirchen entsandt wurde. Dieser, ein Mann vom Fach, der schon große Erfolge dieser Art im Reiche aufzuweisen hatte, ließ sich in Wetzlar nieder. Von dort aus machte er mit seinem Motorrad Streifen in das von ihm auszukundschaftende Revier. Der „Zufall" wollte es, daß er eines Tages infolge einer fingierten Panne mit seinem Motorrad vor dem Forsthause Altenkirchen, der Wohnung der Angeklagten, halten mußte und nicht weiter konnte. Bei dieser Gelegenheit wurde er mit dem jüngsten Sohne des Angeklagten bekannt. Im Verlaufe der Unterhaltung gab er sich als ein Erholung suchender Metzgermeister aus 23er« lin aus, lobte die Gegend und verabredete mit dem ortskundigen jungen Mann für die nächste Zeit eine Fahrt mit dem Motorrad in die Umgegend. Was lag näher, als daß der junge Mann mit Freuden auf die beabsichtigte Motorradtour einging. Pünktlich am 24. Juni traf der „Sommerfrischler" ein, und die Fahrt begann.
Rach kurzer Fahrt sichteten sie ein Reh. Der Er- mitttungskommissar hielt sofort an und knüpfte eine Unterhaltung über Wild und 3agd an. Als er sogar den Wunsch äußerte, gelegentlich einmal etwas zu schießen, war der junge Mann so unvorsichtig, dem Freunde zu sagen, hier in diesem Bezirk könnten sie — die Familienangehörigen — alle schießen, obwohl in diesem Altenkirchener Revier ein anderer Pächter und der Vater über diesen Bezirk 3agdhüter war. Dabei erwähnte er, zu Hause besäßen sie ein
Nach dem Weihnachtsessen D- ■»-. * _ » «
nicht vergessen DUIIFl€11 *JdfZ
ifNf, .heft te* eine 60®* '«Honten» AeuhkY '5. Geburt-'' aijtsV;
Fritzi jon linken ,Il<
befind*' r beruf- e W greiinr ne < stanm < n neuef- ■ • ärennY r Sft1
1Y
im w/ > ooY
dem P
%
«'M
Mm Arch fuhniisi Staatsminister Rike, einen Bericht über u Sotoä- den Simd des Landeskulturwerks im ganzen Reich. itt ist Y' Seir-i laufschlußreichen Darlegungen gipfelten in ler W. „keine politische Freiheit
e jttilHK ohne die Rahrungsfreiheit".


