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Hollands berühmtestes NuMUg verunglückt

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Dt Leiter der Landesgruppe We st mark

^| s:8undes der Saarvereine, Heinz Kel-

>, rlläßt folgenden Aufruf:

Eiiift bewundernswert, mit welchem Opfermut

ei um mit ihrer Stimme das Saargebiet be-

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Kleine politische Nachrichten.

Am 1. Januar wird der Reichsjugendfüh­rer Baldur von Schirach am Grabe des gefallenen Berliner Hitlerjungen Herbert N o r k u s an die gesamte deutsche Jugend seine Neujahrs­botschaft richten, die von 10 bis 10.45 Uhr von allen deutschen Sendern übertragen wird.

bo13)m vielen Fällen noch weitere Hilfe be- nontig werden. Jeder Volksgenosse sollte darum in f e in r r Nachbarschaft Umschau halten, ob boiH sein Abstimmungsberechtigter bei beit Betreuung von Aegehörigen, bei der Heber» wo««hnig des Hauses oder auch beruflich v e r t r e - t e bi werden muß. Diese Nachbarhilfe ist an den der Abstimmung Ehrenpflicht jedes Sthh-ien.

2c Bund der Saarvereine ist leider nicht in der

nur voll!, t Z wisch« 'ern uni Führer, k ich! in ganz hloß die llic Deutschlands i sei, wie üie erhedlichn ien, fo bie unb bet te ningt/Qäll rein. Der Mc ich tos Äm er

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SM61.3anuarl935 einheitliche Reichsjustizverwaltung

Der Reichs st atthalter für Anhalt und Braunschweig gibt bekannt, daß er anläßlich des Weihnachtsfestes die Volksgenossen, die wegen verleumderischer Beleidigung seiner Person zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden sind, begnadigt habe.

Der Präsident des Evangelischen Bundes, Pfarrer i. R. D. Kreniers (Bonn) ist im 75. Lebensjohr gestorben. Er war feit 1909 Führer des Rheinischen Hauptvereins und auf der diesjährigen Generalversammlung des Bundes in Breslau zu seinem Präsidenten gewählt worden.

Die französische Kammer Hot eine Interpellation der Marxisten über Maßnahmen zur Beibehaltung der Arbeit in den Citroen- Werken abgelehnt. Ministerpräsident Flandin erklärte, daß die Regie­rung sich nicht weigere, für die Arbeiter der Citroen- Werke zu sorgen. Die Regierung wolle jedoch nicht das Geld der Steuerzahler zum Wisderflottmachen von privaten Unternehmen verwenden. Die Kam- mer nahm dann den Haushaltsvoranschlag für 1935 mit 460 gegen 126 Stimmen an.

OasneuesüdslawischeKabinett

Belgrad, 21. Dez. (DNB.) Die Bildung des neuen Kabinetts Jeftltsch wurde um 18 Uhr be­

stätigt. Die wichtigsten Ministerien wurden wie folgt besetzt: Ministerpräsident und Außenministe­rium: Jeftitsch; Kriegsministerium: Zivko- witsch; Justizministerium: K o j i t s ch ; Finanz­ministerium: Stojadinowitsch; Innenpolitik: Welimir Popo witsch, Banus von Serajewo; Han­del und Industrie: Wrbanitsch, Präsident der Agra- mer Handelskammer. Von der bisherigen Regie­rung Uzunowitsch wurden nur drei Minister, nämlich Jeftitsch, Zivkowitsch und Ko­ji t s ch übernommen. Die neue Regierung besteht zum größten Teil aus jüngeren Persön­lichkeiten. Der bisherige Ministerpräsident Uzunowitsch und seine Freunde haben offenbar einen völligen politischen Zusammen- b r u cf) erlitten. Das gleiche gilt auch von dem ehe­maligen Außenminister Marinko witsch und seinem Anhang. Auffallend bei der Lösung der Ka­binettskrise war ferner, daß dabei die Präsidenten der Skupschtina und des Senats nur eine g e - ringe Rolle spielen. Der Regentschafts, rat hat die Verhandlungen von Anfang bis

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Grohfcuer bei einer englischen Texlilfirma.

Ein Großfeuer äscherte einen Teil der Lager­räume einer Firma für Tuche und Stoffe hi L e ed s ein, die etwa 9000 Arbeiter und Ange- teilte beschäftigt. Die feuerfesten Wände und Decken verhinderten ein Hebergreifen der Feuersbrunst auch auf das Hauptgebäude. Der Schaden dürste trotzdem beträchtlich sein.

Die älteste Hunsrück-Bäuerin gestorben.

In der Ortschaft Reich (Hunsrück) st a r b kurz vor Vollendung ihres 9 9. Lebensjahres die älteste Bäuerin des Hunsrück, Frau Witwe Anna Marga­rete Rheingans. Bis vor wenigen Wochen noch erfreute sie sich einer ausgezeichneten körperlichen und geistigen Frische. Eine Grippe warf sie aufs Krankenlager, und der Tod hat jetzt ihrem langen Leben ein Ende gesetzt.

u v ereits 18mal «die Strecke AmsterdamBatavia n| Men Richtungen beilogen hatte, südlich von Rut- )t|f> in Sturm zur nächtlichen Notlandung n schießen müssen, wobei das Flugzeug gegen einen

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Lage, Vertretungskosten zu übernehmen. Der Bund hat die Durchführung der gesamten Abstimmunas- oorbereitung außerhalb des Saargebietes und Die Fahrt der Sonderzüge zu tragen, so daß ihm eine weitere Belastung unmöglich ist.

Die Berliner Wirtschaftsführer haben sich bereiterklärt, ihren zur Abstimmung fahrenden Betriebsangehörigen den Lohn auch während der Reisetage weiterzuzahlen und diese Tage selbstverständlich auch nicht auf den Jahresurlaub anzurechnen. An die Wirt­schaftsführer der Westmark richten wir die Bitte, sich diesem Vorgehen anzuschließen, zumal den meisten Abstimmungsberechtidten an sich schon durch die Fahrt ins Saargebiet erhebliche persönliche Opfer entstehen. An diesen Ent­scheidungstagen muß ganz Deutschland in einer Front mit den 800 0 0 0 Saarlän­dern stehen. Es muß gleichsam ein Aufbruch der gesamten Nation fein, um die Brüder der Saar heimzuholen.

Das Saarland darf nicht flaggen.

Sarbrücken, 21. Dez. (DNB.) Die Regie- rungskommission des Saargebietes veröffentlicht eine Verordnung, durch diedie öffentliche A u s - stellungvonFahnen, Flaggen und Wimpeln in den Farben des Saargebietes sowie in den Far­ben der völkerrechtlich anerkannten Staaten und deren Teile bis zum Zeitpunkt der amt­lichen Bekanntgabe des Abstimmungs- ergebnises verboten" wird. Ferner wird die öffentliche Ausstellung nationaler SymboleundHoheitszeichen sowie solcher Symbole, die einenabstimmungspolitischen Charak­ter haben" untersagt. Die Bestimmungen der Verordnung finden keine Anwendung auf die Be­hörden der Regierungskommission, der Abstim­mungskommission, auf die internationalen Truppen, sowie auf die Zollbehörden und die im Saargebiet akkreditierten konsularischen Vertreter.

gebraucht wurden, aus eigener Kraft aufzubringen. Lord Rothermere betonte, daß ihn die historische Stätte des Braunen Hauses und die Organisation der NSDAP, außerordentlich interessiert habe.

landesgerichtspräsidenten und Gene- r a l st a a t s a n w ä l t e n die auf den Reichsmini­ster der Justiz übergeaangenen Zuständigkeiten in Demselben Umfange übertragen, in dem sie f ü r Preußen den entsprechenden Behörden über­tragen sind.

Professor D. Karl Barth dienstentlassen

Berlin, 21. Dez. (DNB.) Der ordentliche Pro­fessor der evangelischen Theologie in Bonn, D. Karl Barckh, gegen den der Reichsminister für Wissen­schaft, Erziehung und Volksbildung ein Dienststraf­verfahren eingeleitet hatte, weil er den für bie öffentlichen Beamten v o r g e s ch r i e b e- nen Eid auf den Führer und Reichskanzler nur unter Vorbehalten zu leisten bereit war, ist durch Spruch der Dienststrafkammer der Regierung in Köln mit Dien ft ent« laffung unter Gewährung einer Unterstützung in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Ruhegehaltes auf die Dauer eines Jahres bestraft worden. Gegen das Urteil ist die Berufung an das preußische Ober­verwaltungsgericht in Berlin zulässig.

ie, zu helfen.

kichütternde Beweise der Treue wurden in bie» ,i;it offenbar. Sie geben uns die Gewißheit, $5 um bie beutsche Sache an der iirr gut befteUt ist. Denn hinter denen, bie ,ur jfoftimmung schreiten, steht bie Treue bes 1 (jji rien deutschen Volkes. An viele Volks- ^eiLtoim wird nun in den Tagen der Abstimmung )it! tufgabe herantreten, alleinstehenden Angehöri­gem i-yilflich zu sein, damit jeder Saarländer un- pe'||wt:t auf die entscheidungsvolle Reise gehen kann. : len auch bie NS. -Frauenschaft unb an­dere Organisationen helfenb bereitstehen und sich v tip r ia Hem der Kinder annehmen, wirb

füllst.

St< Reichsjustizministerium hat nicht bie Absicht, bist Sachbearbeiter der bisherigen Landesjustiz- mjmUTien bei der nunmehr erfolgenden zentralen Fiii 'ung der Justiz auszuschließen. Es ist vielmehr de r I.unsch des Reichsministers der Justiz, einen grijo;?' Teil des Personalbestandes der Landesjustiz- miiiiiärien in d i e oberste Reichsjustiz- vkiir^altungsbehörde zu übernehmen. Siv'üd bereits in diesen Tagen 16 neue Sach - breiiüb eiter aus den Ländern in das Rlcli-sjustizministerium einberufen wiicöcn.

ÄNtliche Aufgaben, die gegenwärtig den ober« ft Heu öß a n b e s j u ft i j b e p b r b e n auf bem ©e« bii iei ker Strafgesetzgebung unb ber ©traf« r «rh rs pflege einschließlich der Strafvoll- ziiZi: Verwaltung obliegen, werben den zu- ftctiizien Abteilungen des Reichsjustizministeriums inn toün übertragen. Auch in den Ländern, für bide Beauftragte bestellt finb, gleichzeitig mit ber UelfcKTitung ber Rechtspflege auf das Reich, wurden b ii iSiie b ö r b e n ber Staatsanwaltschaft i ringe samten Deutschen Reich verein- htkNicht. Die oberste Aufsicht unb Leitung ber Sdt^ianwaltschaften hat ber Reichsminister ber Jlürß! Nach seinen Weisungen arbeiten die General- sto ii Anwälte, Oberstaatsanwälte unb übrigen 23e« anininber Staatsanwaltschaft.

5, Len ßänbern Hessen, Braunschweig, 2In» Hanl. - ippe und Schaumburg-Lippe, für die Beauf- trcHr,nicht vorgesehen sind, werben den Qbfiia

Reichsschatzmeister Schwarz gibt be­kannt, baß die Ehrenliste der gefallenen Kämpfer der NSDAP, von der Hilfskasse der NSDAP, geführt wird. Keine Gliederung und keine Dienststelle der NSDAP, ist berechtigt, selb­ständige Aenderungen vorzunehmen. Alle bisher vorhandenen Listen sind daraufhin zu prüfen unb richtigzustellen.

Lorb Rothermere besuchte in Begleitung seines Sohnes bas Braune Haus, wo ihn ber Stellvertreter bes Führers, Rudolf Heß, empfing und ihnen den Senatorensaal und die Karteianlage zeigte, weil die Organisation der NSDAP, das besondere Interesse des englischen Zeitungsverlegers fand. Reichsschatzmeister Schwarz sprach über die unerhörten Schwierigkeiten, die zu überwinden roatsn. um die großen Wittes iUL m der Äampfoett

2) Hin, 21. Dez. (DNB.) Am 1. Januar 1935 übiechhmen Reichsminister der Justiz Dr. Gür t- n nii ri-inb das von ihm geleitete Reichsju ft i z - mnirjfterium in allen deutschen ßän« d d r die unmittelbare Führung ber Iustiz.

Der Reichsschatzmeister der NSDAP, gibt bekannt, daß die bis einschließlich 31.Dezember 1934 verfügte Zulassungs sperre für 23er» taufe ft eilen ber Reichszeugmeisterei der NSDAP, für parteiamtliche Bekleidungs- unb Ausrüstungsgegenstände sowie Abzeichen bis auf weiteres verlängert wirb.

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Aus aller Wett

Elly Beinhorn in Washington.

Die beutsche Fliegerin Elly Beinhorn ist mit ihrem Flugzeug in Washington (USA.) eingetroffen. Sie wurde von Mitgliedern ber beutschen Botschaft am Flughafen empfangen und anschließend von Botschafter Dr. ß u 11) e r begrüßt, ber ihr zu Ehren einen Empfang gab. Elly Beinhorn wirb sowohl im amerikanischen wie beutschen Runbfunk ihre Erleb­nisse während ihres Amerikafluges erzählen.

heftige Sturme über bem Atlantik.

Ein heftiger Sturm tobt wieder im Atlan­tischen Ozean. Acht große Dampfer auf dem Wege von Neuyork nach Europa mit Weihnachtspost haben infolgedessen Verspätung erlitten, darunter dieAscania" ber Cunarb White Star-ßine, bie Europa", bie am Freitag in ßonbon eintreffen sollte, aber erst am Sonntag erwartet wird und dieDeutschland". Der HapagdampferNeu- y o r k", der auf der Reede von Cowes vor Anker aing, hat bie 16 Mann Besatzung des norwegischen DampfersS i ft o" an Bord, die er in dem Atlan­tik-Sturm unter den Scheinwerfern derEuropa" gerettet hat. DieNeuyork" wird die Mannschaft derSisto" mit nach Hamburg nehmen, von wo sie die Heimreise nach Norwegen fortsetzt.

Die Schneeverhältnifse in den Alpen. Roch keine Dintersporlmöglichkeit.

Nach Mitteilung der Deutschen Bergwacht und des Verkehrsverbandes München und Südbayern haben bie Nieberschläge ber letzten Tage in ben Alpen in ßagen über 1400 Meter zu geringen Schneefällen geführt unb eine Schneedecke von durchschnittlich 10 bis 30 Zentimeter geschaffen. Skitouren und Abfahrten bis ins Tal sind gegen­wärtig aber noch nicht möglich.

Das erste Leistungsabzeichen der HI. in Berlin.

Auf dem Gebiet Berlin wurde bem Kamerad- schaftsführer Hans ßindner von Bann 270 das bronzene Leistungsabzeichen der Hitler- Jugend von Bannführer Günther, dem Ver­treter des Obergebietsführers Axmann, über­reicht. Lindner ist ber erste Hitler-Junge des Ge­bietes Berlin und der 13. im ganzen Reich,^ber dieses Jugendleistungsabzeichen, das dem SA.» SportMeicheL gleichzujetzeg ist, erworben hot.

Ende allein geführt.

Kunst und Wissenschaft.

Ein Gemälde von Vanher

für das Museum der Universität Warburg.

Universitätskurator Geh. Rat v. Hülfen hat aus der gegenwärtigen Weihnachtsausstellung Marbur­ger Künstler ein von dem bekannten Maler Geh. Rat. Bantzer neugeschaffenes GemäldeAlte Buchen am Waldesrand" für das Mufeum der Mar­burger Universität erworben. Der Erwerb diefes neuen Werkes unseres hessischen Altmeisters, das als ein Gegenstück von Böcklins bekanntem Gemälde Das Schweigen im Walde" angesprochen werben kann, bedeutet eine neue wertvolle Bereicherung bes Museums.

Alfred karrafch und Heinrich Anacker erhallen den Hamburger Dietrich-Eckhard-Preis. Der Hamburgische Senat hat auf Vorschlag bes Vertrauensmänner - Kollegiums ben Dietrich- Eckharb.Preis ber Freien unb Hansestadt Hamburg für das Jahr 1934 zu gleichen Teilen an Alfred K a r r a f ch unb Heinrich Anacker verliehen, ber als nationalsozialistischer Lyriker be­kannt geworden ist.

Die Ehrengabe für Werner Deubel.

Die Gesellschaft ber Bücherfreunde zu Chemnitz hat ihre Ehrengabe 1 9 3 4 in Höhe von 500 Mark bem in Affolterbach im Dbenroalb lebenben Schriftsteller Dr. Werner Deubel (frü­her lange Jahre Feuilleton-Rebakteur berFrank­furter Nachrichten") verliehen, von dem bisher der RomanGötter in Wolken" und die Bücher Deutsche Kulturrevolution",Weltbild der Jugend" unbSchillers Kampf um bie deutsche Tragödie" erschienen sind.

Ddi^ndesjustizministerien werden an diesem Taae zuy b dehen a u f h ö r e n. In ben Ländern H e s- f e r; Braunschweig, Anhalt, Lippe und Schaum- buhjSippe gehen die Aufgaben ber obersten San« beiichs izbehörden auf das Reich unmittel« b dar iüber. In ben übriaen Ländern nehmen bie öooüiem Reichsminister Der Justiz bestellten B

ili| :'ir a g t e n ihre Tätigkeit auf. Insgesamt sind ..Jliuaer Beauftragte bestellt worden, für 1. Bayern, 2. ! ÖJirttemberg und Baden, 3. Sachsen und Thü- rirr? , 4. Hamburg, Lübeck, Bremen, Oldenburg urtii Mecklenburg. Sie werden dafür sorgen, daß biille Uberjentralifation der Geschäfte aufhört und baNl!-ie Abgabe aller hierfür geeigneten Geschäfte a i irr ii i e Provinzialjustizbehörden er» folü.E)ie Geschäfte der Justiz werden zwischen ber oblMtrii Reichsjustizbehörde und den Provinzial- beitänen so zu verteilen sein, daß einerseits das R^Wustizministerium die Gewißheit hat, feinen Wille.bisindieuntersteJustizbehorde Ö uuife feen zu können, unb baß andererseits bidfc C:i)efs der Provinzialjustizbehörden die Mög- lpth!-i haben, in weitem Umfange die Geschäfte deüirLilstiz in eigener Verantwortung zu

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Büchertisch.

Pampayaco. Deutsches Forscherleben im Urwalb Südamerikas. Von Eduard P o e p p i g. 72 Seiten. 0,90 Mark. Akademische Derlagsgefcll- schaft Athenaion m. b.H., Potsdam. (617) Das Büchlein behandelt einen Schauplatz, der sich für Poeppigs botanische Forschungen als besonders ergiebig erwies. Die Hacienda von Pampayaco am Ostabhang der Anden bildete 1829/1830 den Aufent­halt Poeppigs, der hier das weite Urwaldgebiet erforschte. Das Buch bringt in feiner klaren Sprache nicht nur Naturbeschreibungen von hohem Reiz, sondern auch packende Erlobnisschibderungen auf dem farbigen Hintergründe der tropischen Land­schaft. Pveppig war einer der ersten, der hierher Dorgrang, unb seine Erkenntnisse sind auch von der heutigen Wissenschaft noch nicht überholt.

Borisav Stankovic:Hadschi Gajka verheiratet ihr Mädchen". Roman. Aus dem Serbischen von S. D. Zeremski. Leinen 4,80 RM. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München. (576) Dieses Buch eines Dichters, ben bie Serben als ihren besten Erzähler feiern, führt ben Leser an bie Grenze zwischen Europa unb Kleinasien. Die kleine Stabt, an ber sich slawische, griechische, türkische unb altrömische Einflüsse mischen, ist ihm bie Welt. In kraftvoll großen Silbern zeichnet er ben Balkan zu ber Zeit, ba bie alte stäbtische Aristokratie verfällt, ba ein Geschlecht unverbogener, berber Bauern sich an­schickt, bie Macht zu ergreifen. Es ist eine Welt sehr ursprünglichen Lebens, bie Stankovic schilbert, aber boch herrschen in ihr Gesetze, bie zu erfüllen finb, gegen bie ber einzelne wohl anrennt im stürmischen Wollen, sich selbst burchzusetzen, gegen bie er aber boch machtlos bleibt. Solche Gesetze gibt bie Sippe, bie Umwelt, das Herkommen, der Brauch, aber auch das eigene Ich in seinem Ehrgefühl oder in ber Kindesliebe ober was immer das Handeln der Menschen bestimmt. Slawische Weichheit und orien­talische Wildheit mischen sich in -ben Gestalten biefes Buches auf eigentümliche Weise. Die Schilderung eines großen Hochzeitsfestes, bie Zeremonien ber kirchlichen Feier, bas Mahl, bie Musik ber Zigeuner mit ihren aufreizenben unb wehmütigen Rhythmen. Unvergeßlich bleibt bem Ohr ber wehe Klang bes Hochzeitsliebes: Habschi Gajka verheiratet ihr Mäb- chen... ! Verheiratet wirb das Mäbchen, es barf selbst nicht wählen, wem es seine Jugenb und Schönheit schenkt, die bald im grauen Alltag ber Ehe mit einem ungeliebten Mann dahinschwinbet. Habschi Gajka verheiratet ihr Mäbchen..." weh­mütig hebt bas Lieb an unb enbet in bitterster Traurigkeit. Es herrscht bie Sippe unb ihr Gesetz, vor dem der Einzelne, vor allem die Frau, nichts gilt.

Nourrain e. Roman von Fred Neu- m e y e r. Ganzleinen 4,80 Mark, kart. 3,80 Mark. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main. (593.) Nourraine ist ein Bauer aus dem Rumäni- schen, von der Mündung eines lieberbefungenen Stroms. Wie er eine Erbschaft macht, sein Haus vernagelt, die Welt seiner Heimat hinter sich läßt, brennend vor Neugier in das Babel Berlin ein­dringt, wie er sich mit allem Fremden kindlich­erstaunt und trotz vieler Widrigkeiten geläutert nach Hause fährt das ist bie einfache, mit Phantasie geschriebene Fabel dieses Romans.

August Messer: Glauben unb Wis - s e n. Geschichte einer inneren Entwicklung. Neue Folge. Brosch. 1,50 RM. Ernst Reinhardt Verlag, München 1935. (531). Unter dem TitelGlau­ben und Wissen" veröffentlicht ber bis vor kurzem an ber Landesuniversitckt lehrende Philosoph und Pädagoge Professor Messer 1919 eine Anzahl Briefe an eine Freundin, die, ursprünglich nicht zur Ver­öffentlichung bestimmt, Rechenschaft geben sollten über Welt- unb Lebensanschauung bes Briefschrei- bers. Zahlreiche Zuschriften zu biefer Veröffent­lichung legten die Vermutung nahe, daß ber in dem Buche geschilderte Entwicklungsgang für deutsche Menschen um die Wende des 19. und 20. Jahrhun­derts einigermaßen typisch war. Die neue Folge von Briefen über Glauben und Wissen finb an einen Stubenten gerichtet im Glauben an deutsche Zu­kunft unb deutsche Jugend. Die hier zusammengefaß­ten acht Briefe behandeln in zwangloser und leicht verständlicher Form allgemeine Fragen philosophi- scheu und weltanschaulichen Charakters, z. B. Glau- bensprobleme;Entfremdung vom Leben durch Wissenschaft": das Ethos ber Volksgemeinschaft; objektive Gültigkeit unserer Wertschätzungen; Frei­heit, Unsterblichkeit, Gott.

Wettervoraussage.

lieber Skandinavien hat sich in Verbindung mit dem russischen Hochdruckgebiet ein kräftiges Teilhoch entwickelt. Demgemäß bringen von Osten her lang­sam kältere Luftmassen über Deutschland westwärts vor, zumal sich die bis auf den Ostatlantik ent­wickelnden Wirbel in der Hauptsache südostwärts verlagern.

Aussicht für Sonntag: Vielfach neblig und überwiegend bewölkt, im ganzen trocken, bei östlichen Winden weitere Abkühlung und vereinzelt auch schon leichter Frost.

Lufttemperaturen am 21. Dezember: mittags 6,4 , Grab Celsius, abends 6,2 Grad; am 22. Dezember: morgens 5,2 Grad. Maximum 6,6 Grad, Minimum : 5,0 Grad. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter \ Tiefe am 21. Dezember: abends 6,2 Grad; am 22. Dezember: morgens 5,6 Grad Celsius.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor , Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Verlag: Drühl'sche Universitäts-Buch« und Steindruckerei

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Zkit. tftjßreisltfts L Juli. 123<Mtig,

Tlachbarhilfe während der Gaarabstimmung.

Al Wirtschastsführer und Volksgenossen der Westmark! - Erleichtert den Abstimmungsberechtigten die Reife ins Saargebiet!

Felsen stieß unb darauf in Brand geriet. An Bord befanden sich insgesamt sieben Personen; außer der vierköpfigen Bemannung drei Fluggäste in der Ka­bine. Es handelt sich um den Direktor des Nieder­ländisch-Indischen Pressebüros, Beretty, ben be­kannten Mediziner Universitäts-Professor Walch unb einen hollänbischen Geschäftsmann namens Kort. Die Nachricht von derUiver"-Katastrophe hat in Holland größte Bestürzung hervor- gerufen. Von Amsterdam ging das als Hilfsma­schine ausgerüstete FlugzeugLeeuwerik" nach Kairo ab. Die Leichen der sieben Opfer sind nach dem Wüstenlager von Rutbahwell über­geführt worden; sie sollen durch ein britisches Mi- litärslugzeug nach Kairo gebracht werden. Man glaubt übrigens hier, baß das Unglück durch Blitz­schlag erfolgt ist unb nicht infolge einer unglück­lichen Landung, ba das Gelänbe ausgezeichnet fein soll.

T* holländische GroßflugzeugUive r", das r r dj feinen zweiten Platz im Luftrennen London

? Umrne berühmt geworden ist, ist während des i iliachtsfluges von Holland nach Niederländifch- dm in der Syrischen Wüste a d g e st ü r z t und i r r a n n t. Die vierköpfige Besatzung und bie tk' Fluggäste sind hierbei ums Leben ge- !' mm e n. Das Flugzeug ist etwa 18 Kilometer Hi'i von Rutbah aufgefunden worden. Bei der d? ion der Holländischen Luftverkehrsgesellschaft if in Telegramm ein, in dem die ersten Meldun- jtmHber die Zerstörung des Großflug- z i u;ie sHiner" auf der Luftstrecke Gazah S i gdb bestätigt werden. Allem Anschein nach hat

k ;tr Pilot derHiner", Setmann, der als i, eil ber erfahrensten Flieger der Gesellschaft gilt

l|s Illen Teilen nicht nur bes Reiches, fonbern auch h Ii iLuslanbes bie Saarabstimmunasbe- ij«tilgten aufbrechen, um am 13.Januar MZöhre Stimme für Deutschlanb abzugeben. Wer iiinwl Einblick in bie Vorbereitungsarbeit bei ben ' JtsTuppen bes Bunbes ober Saarvereine gewin­ne ir konnte, steht erstaunt unb erfreut vor solchen ß t hg e n tief ft er Heima11 iebe. Gebrech­liche anb Kranke beantragen ihre Eintragung in |i<h hftimmungsüften unb werben sich in ber zwei- ei i Januarwoche, betreut von ßanbsleuten ober Kristern, auf ben Weg in die alte Heimat ichi. Mütter und Väter lassen ihre Familien