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184. Zahrgang

Hy Erstes Blatt

Samstag, 22. Dezember 1934

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ei 3 Unterbrechung und ein Nachlassen in der lii nicht duldet, zugleich aber der propagan-

glückliche Erbschaft, die Barthou seinem Nachfolger überlassen hat, lebt deshalb wieder auf, weil sein Nachfolger Laval in seiner letzten Rede vor dem Senat wieder darauf zu sprechen kam, indem er die Einladung an Deutschland wieder­holte, sich an den Verhandlungen über den Pakt zu beteiligen. Nun, eine solche Verhandlung hat Deutschland niemals prinzipiell abgelehnt. Es hat in seiner Septembernote an die an einem solchen eventuellen Pakt interessierten Mächte Einwendun­gen erhoben, Fragen gestellt und Vorschläge ge- macht. Soweit wir unterrichtet sind, hat sich jedoch daraus eins weitere Diskussion unb Klärung der Frage nicht ergeben. Ob weitere Besprechungen in

o ... o M..iErzeu - ML lacht" des deutschen Bauern, durch die Luftversorgung Deutschlands auch für kriti-

mischung in Zustände und Interessen, die Deutsch, land nicht unmittelbar berühren, kann es aus keinen Fall teilnehmen. Um einen naheliegew den Fall herauszugreifen: es würde eines Tages der latente Konflikt zwischen Polen und Litauen wegen der Wilnafrage zu einem kriegerischen Zu­sammenstoß führen. Dann wäre Deutschland, das in diesem Falle nur ein Interesse, nämlich das der Neutralität hätte, verpflichtet, nicht nur selbst Trup» pen zu stellen, sondern auch sein Land zum Auf­marschgebiet Frankreichs zur Verfügung zu halten, während in Polen und Litauen, also in bedrohlicher Nähe der deutschen Ostgrenze, sowjetrussische Truppen in Aktion treten

die beiderseitigen Schutzbedürfnisse eine Art Aus­gleich zwischen Amerika und England wenigstens hinsichtlich der Kreuzer und anderer sog. Hilfs­kriegsschiffe schafft. Einzelheiten sind noch nicht fest­gelegt, da der Flottenpakt ja noch zwei Jahre läuft.

Keine Kündigung des Ilotten- abkommens durch Frankreich.

Paris, 21. Dez. (DNB.) Eine Nachricht, die der Regierung die Absicht zusprach, das Wa­shingtoner Flottenabkommen zu kün­digen, wird von zuständiger französischer Stelle als unzutreffend erklärt. Bekanntlich g e - nügt die japanische Kündigung, um den Vertrag für den 31. Dezember 1936 außer Kraft zu setzen. Der französische Außenminister und der Kriegsmarineminister Pietri haben sich vor beiden Kammerausschüssen über die Haltung ge­äußert, die Frankreich bei den Verhandlungen über ein neues Flottenabkommen ein­zunehmen gedenke. Sie haben hervorgehoben, daß es für Frankreich nur eine Frage gebe, ob Frankreich nicht bereits jetzt seinen Standpunkt hinsichtlich der Grundlage künftiger Abkommen be­kanntgeben solle, da der Washingtoner Vertrag nie­mals als etwas Endgültiges angesehen worden sei. Im Jahre 1936 werde Frankreich, wenn ein neues Abkommen nicht zustande kommen sollte, seine Handlungsfreiheit wiedererlangen. Ueber das Verhältnis der Flottenbauten würden Sonder­handlungen mit jeder der in Frage kommenden Mächte geführt werden müssen. Die Aufrüstung Deutschlands zur See, so hat Pietri dar­gelegt, bleibe entgegen den Rüstungen zu Lande (?) im Rahmen des Versailler Vertrages.

Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittag»

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Parteiorganisation selb st festgestellt wor­den sein. Sinowjew und Kamenew werden ferner illegale Beziehungen zur Gruppe S y r z o w (ehemaliger Vorsitzender des Rates der Volkskommissare Groß-Rußlands) und Rjutin (gewesener Sekretär der Moskauer Parteiorganisa­tion) oorgeworfen, die sich in der Verban­nung befinden, aber trotz aller Verwarnungen durch Einwirkung auf die Parteiinstanzen und die politische Polizei versucht haben sollen, innerhalb der Moskauer und anderer sowjetrussischer Partei­organisationen Verbündete zu finden, um die Partei von dem Stalin-Kurs abzubringen. Kamenew und Sinowjew haben verwandtschaftliche Beziehungen zu Trotzki, dessen Anhänger aber in dieser Verschwörung keine Rolle zu spielen scheinen.

Ueber der Elbmündung lag diesiges Wetter, als am Samstag gegen 3 Uhr der Hapagdampfer N e u y o r k" m i t d en 16 geretteten nor­wegischen Seeleuten an Bord in Cux­haven eintraf. Im Amerikahafen hatten sich trotz der frühen Morgenstunde Angehörige der Fahrgäste und der Besatzung eingefunden, um Freunde und Verwandte als erste auf deutschem Boden begrüßen zu können. Die Marinekapelle intonierte den Ba­denweiler Marsch und von der Reeling, die von Menschen dicht besetzt war, ertönte als Begrüßung der Ruf: Unserem deutschen Vaterlande, unserer Heimat ein dreifachesSieg-Heil". Die Fallreeps fielen. Einige Marineoffiziere unter Füh­rung von Korvettenkapitän U d t k e begaben sich an Bord, um Kommodore Kruse zur großen see­männischen Tat ihre Glückwünsche auszusprechen, die er und seine Besatzung vollbracht haben.

Zum Empfang der Besatzung derNeuyork" ist um 7.30 Uhr der Führer und Reichskanz­ler Adolf Hitler im Sonderzug in Cuxhaven eingetroffen. Auf dem Steubenhöft hatten Abtei­lungen der Reichsmarine des Standortes Cuxhaven sowie die Leibstandarte des Führers Aufstellung genommen. Außerdem hat­ten sich zahlreiche Volksgenossen eingefunden, die den Führer bei seinem Erscheinen mit stürmi­schen Heilrufen begrüßten. Der Führer begab sich sofort an Bord derNeuyor k", um an den Empfangsfeierlichkeiten teilzunehmen und die Retter der Besatzung derSisto" zu ehren.

E er zii nicht duldet, zugleich aber de is hl Porbereitung der großen

Norwegens Dank für die Nettungslat d?rNeuyork".

Der Geschäftsträger der Kgl. norwegischen Ge­sandtschaft in Berlin, Legationsrat Ulrich Stang, hat dem Protokollchef des Auswärtigen Amtes, Grafen von Bassewitz, einen Besuch abge­stattet, um den Dank der norwegischen Regierung auszusprechen für die heroische Ret­tungstat der Besatzung des HapagdampfersNeu­york". Bei diesem Besuche hat Legationsrat Stang das folgende an den Herrn Reichsminister des Auswärtigen gerichtete Schreiben überreicht:

Herr Reichsminister!

Die Besatzung des HapagdampfersNeuyork* hat in der Nocht zwischen dem 18. und 19. bs< Mts. südwestlich der irischen Küste unter Einsatz ihres Lebens in schwerster Seenot befindliche nor­wegische Seeleute des norwegischen Dampfers Sisto" gerettet. Für diese heldenmütige Ret­tungstat der selbstlosen deutschen Seeleute, die stundenlang in der stürmischen Nacht heroisch aushielten, bis die schiffbrüchigen Norweger vor dem sicheren Tode vollzählig gebor­gen waren, beehre ich mich, auftragsgemäß, den aufrichtig st en und tiefempfundenen Dank der Kgl. norwegischen Regier r u n g auszusprechen. Durch ihr vorbildliches Ver­halten haben diese deutschen Seeleute einen leuch­tenden Beweis dafür abgelegt, was deut­scher Gei st, deutsche Schulung und deut« sche Seemannstüchtigkeit leisten können.

Der Führer begrüß! die Retter derÄeuyork"

Darris warnt.

Garantien gegen die kommunistische Propaganda.

Paris, 22. Dez. (DRB.-Funkspruch.) 3mMa­lin" unterzieht Philipp Barres die französisch-russi­schen Beziehungen einer kritischen Betrachtung. Sowjetruhland sei in den Kreislauf der europäischen Politik zurückgeholl worden, nicht etwa, da die westlichen Völker den Kommunismus annähmen, sondern nur, da sie das Bedürfnis verspürten, ein Gegengewicht gegen die neue deutsche Macht zu er­halten. 3eht handele es sich darum, wie die Sowjet­regierung ihre Rückkehr zu den internationalen Be­ziehungen auffasse. Rach französischer Auffassung setzten diese Beziehungen den Verzicht auf jede kommunistische Betätigung außer­halb Sowjelrußlands voraus. Die Ratio­nen müßten die Gewißheit haben, daß sie es m i t Sowjetruhtand, aber nicht mit der kommuni st ischen Partei zu tun hätten, denn eine Entente mit Sowjetruhtand, beispiels­weise eine französisch-russische Enlente, könne eines Tages gewisse Interessenvorteile dielen, aber nur dann, wenn es sich um ein Rußland handele, das nicht die Revolution in Frankreich begünstigen wolle.

Die Vertreter Sowjetrußlands hätten seit Mona­ten Frankreich allerhand Versicherungen nach dieser Richtung abgegeben, aber Frankreich ver­lange mehr. Es gäbe in der Welt noch viele Umslurzherde, die von Sowjelrußland geschürl würden. Es gäbe auch in Frankreich eine kommunistische Partei und eine kommunistische Propaganda, die nur durch Moskau unter­halten würde. Die Sowjets müssen also formell die in Frankreich im Ramcn der Dritten Inter­nationale getriebene Tätigkeit desavouieren. Menn auch der vorläufigen franzüsisch-sowjetrussi- schen Entente eine andere etwa in Form des Ost­oder irgendeines anderen Paktes folgen solle, könne sie nur zur Richtlinie haben: Wohl mit Rußland, aber niemals mit dem Kommunismus.

Das Attentat auf Kirow.

Ein Schlag gegen die Opposition.Wurden Sinowjew und Kamenew verhaftet?

Moskau, 21. Dez. (DNB.) Amtlich wird mit­geteilt: Das Bundeskommissariat des Inneren (OGPU.) hat die Untersuchung gegen den Mörder Kirows, Nikolajew, abgeschlossen. Die Untersuchung hat ergeben, daß der Anschlag von einer illegalen Organisation vorbe­reitet wurde, die den Kreisen um Sinow­jew und Trotzki angehörte und die sich zur Aufgabe gemacht hatte, durch Terrormaßnah­men die Parteileitung zu zwingen, den jetzigen politischen Kurs aufzugeben und die Sinowjew-Trotzkischen Ansichten in der Sowjetunion zu vertreten.

Die Untersuchung hat bewiesen, daß sich die Or­ganisation die besondere Aufgabe gestellt hatte, Kirow zu ermorden, weil er durch seine Maßnahmen die Auflösung der illegalen Orga­nisation verfügt und mit allen ihm zur Verfügung stehenden Machtmitteln die illegale Gruppe verfolgt hatte. Die gesamte Organisation stand unter Lei­tung von Katalinow. Bisher wurden 14 Ver­haftungen vorgenommen, darunter Schazhi (ehemaliger Generalsekretär der Kommunistischen Jugend der Sowjetunion), Rumjanzew (ehe­maliger Volkskommissar für Landwirtschaft), L e - w i n und Mantel st am m. Alle diese Verhafteten und Mitglieder der Partei. Sie wurden vor längerer Zeit wegen feindlicher Tätigkeit aus der Partei ausgeschlossen, aber dann wieder aufgenommen, nachdem sie erklärt hatten, den Parteianordnungen zu folgen. Die 14 Verhaf­teten wurden zur Verfügung des Militärgerichts- Hofes gestellt.

Es bestätigt sich also, daß Kirow von einem Mitglied der Partei ermordet wurde und daß sich an der illegalen Verschwörung gegen die Partei zahlreiche Personen beteiligt haben, die früher bedeutende Aemter in der Regierung und der Partei eingenommen haben und die vor mehreren Jahren zur Elite der kommunistischen Garde gehörten. Ueber eine Verfolgung von Sinowjew und Kamenew wurde von amtlicher Stelle keine Mitteilung

gemacht. Die sowjetrussischen Stellen haben aller­dings Sinowjew und Kamenew öffentlich angegriffen und sie als die g e i ft t g e n Urheber für den Mord an Kirow verantwortlich gemacht. Die Prawda" beschuldigt die Sinowjew- und Kamenew- Gruppe, daß sie die Partei von ihrem jetzigen poli­tischen Kurs habe abbringen wollen. Die Partei denke nicht daran, sich mit der Politik dieser Gruppe abzugeben, sie würde vielmehr die allerschärf- sten Maßnahmen gegen sie ergreifen.

In Charkow wurde vor kurzem eine Organisation unter Führung eines ausgeschlossenen Kommunisten namens Sokol festgestellt, die nach offiziellen Mitteilungen sich der Propaganda für den Faschismus schuldig gemacht und die Spal­tung der Partei betrieben haben soll. Grup­pen dieser Art sollen auch innerhalb der

Amerikas künftige Flottenpolitik.

Wunsch nach Verständigung mit Japan. - Enger Anschluß an England

sagt, bt in den Januar verschoben worden ist.

Delle i Ruhe und Frieden verpflichtende Charak­ter d e: Weihnachtswoche ist es natürlich nicht allein, der litin allgemeinen Waffenstillstand veranlaßt. $ leimt ist es das allen europäischen Regierungen gemcwune Gefühl, daß die am 13. Januar fällige Eni: !cre idung über das künftige Schicksal des itaarlanöes zugleich der Schlüssel für itiertD eitere Behandlung aller europäi­schem '?.obkme sein wird, daß diese Entscheidung geraiiDi,: das Gesicht Europas formen und bestimmen wird:. <->.le diplomatischen Pläne und Entwürfe, die m d>«> etzten Monaten das Feld der internationa­len bewegten, vom Ostpakt angefangen, der i hrj die französisch-russische Vereinbarung vor- läufi'y lillgelegt wurde, über den neuen, in seinen Umriii noch nicht erkennbaren Friedenspakt M u!.1|j l i n l s, bis zu den direkten Aussprachen desduschen und französischen Frontsoldaten- tunr-nlle diese Versuche und Anregungen, Europa aus Gewitteratmosphäre der letzten Monate hin- ausMmern, werden erst mit klarem Ziel und Aus­sicht:!!! Erfolg wieder ausgenommen werden kön­nen,: rin die europäische Grundfrage des deutsch- f r an iiöf i f cf) e n Verhältnisses durch die AbstM'.iung über die Saar beantwortet sein wird.

E?!si jedoch an sich zweifellos schon ein gutes 3eid-fim einer bereits eingetretenen Entspannung, daß H Idi alle europäischen Regierungen sichtlich ent­schloß^! haben, das Ergebnis der Saarabstimmung a b 33,1 tu a r t e n, nachdem die zwischen Frankreich und 11 l^tschland getroffene Vereinbarung die Be- rejtfrtii der beiden zunächst interessierten Länder befugte hatte, alle lauten propagandistischen Stö- rungP der Selbstbestimmung der Saarbevölkerung zu lii Klaffen und so eine loyale Hinnahme des Er­gebnis ie und feiner notwendigen Folgerungen zu crmihD|lb)en. Wenn wir in Deutschland von dem ein- deutiki^. Charakter dieses Ergebnisses überzeugt sind, so hiftr wir auch bestimmte und erfreuliche Symp­tome frrfür, daß die Berechtigung dieser deutschen 3uütejt in den meisten Ländern geteilt wird, auch bortü tu man sonst nicht leicht bereit war, für deutsche Hof schien und Interessen Verständnis zu zeigen.

Wl:;esen dies vor allem aus englischen Stimmen; es mehren sich dort die Mahnungen sehr 2 listiger und einflußreicher Persönlichkeiten an die : ^geleitete öffentliche Meinung, das neue DeuÜ i>!:md mit einer größeren Vorur - te iliiilio f i g f e i t zu beurteilen, als dies bisher der ixpil: roar. Aber auch die Stimmung i n F r a n k- r e i c cheint sich immerhin so gewandelt zu haben, daß h Regierung, welche entschlossen ist, auch ein für mJnmfreid) ungünstiges Ergebnis der Saar- abftÄniung loyal anzuerkennen und in die künftige deuM-.ranzösische Politik einzubauen, keinen Wi- berfriithten in der öffentlichen Meinung begegnet. Bei iiggern Optimismus kann man sogar hoffen, daß., inter den Wirkungen der deutschen Bemü- hunklarium Frieden und Verständigung die Mehr­heit !'l te| französischen Volkes eine gerechte Liquidie­rung r^r Saarfrage innerlich wünscht, weil sie öariüii toie beste Bürgschaft für ihren lebhaften Wuürymach Sicherheit, Ruhe und Ordnung erblickt.

D)<! Reichsaußenminister Freiherr von Neu- r a 11: Iber als Schwabe über eine sehr kernige und» il:!hafte Sprache verfügt, hat in einem Jnter- üierenxit einem italienischen Blatt den Plan d e «is i ft p a f t e s und die diplomatische Der- roomr eit, die dieser Plan erzeugte, als einen B r äei gezeichnet, der im Kessel der Vermutungen kochglyne daß bisher auch nur die bescheidenste Xorrüt:thbei herausgekommen sei. Dieser Vergleich ist iüi):T Tat zutreffend, wenn auch die Köche, die den ii st 'i angerührt haben, nicht mehr begeistert duvc» pin werden. Die Diskussion über diese um

i)cleti täglich, außer >n Ltejs und Feiertags il i»i: Die Illustrierte le en Familienblätter ;i> i«nn Bild Die Scholle IT »r lr-vezugspretr:

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Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

rh rntejafgre gesichert werden soll, als wir sie emrrroeife in der letzten Vergangenheit zu ver- ze hh elhatten. Auch auf dem Gebiete der Außen-

IiDro o m Ausland aus gesehen wird rhlTbas Bestreben deutlich, nach den vielerlei ifrttt-tngen, die die letzten Monate und Wochen,

p I ||i ütt werden die Tage zwischen den Festen bqr irgendwelche neuen Aufgaben, noch eine rnt Veränderung der alten bringen. Die Zeit Peinlichkeit, der diese Festwoche in der Fami- gl'Kumet sein soll, wird sich auch auf das Staats-

Wohl mit Rußland, aber niemals mit dem Kommunismus."

Paris spürt die Schattenseiten einer Entente mit Moskau.

putsche Reichsregierung hat in einer z M°Äeihe wichtiger innerpolitischer Gesetze in le;-en Kabinettssitzung dieses Jahres ihre

abgeschlossen und für das zweite £5 Bestehens des nationalsozialistischen S w isi'ilanzfertig gemacht. Die Weihnachtsferien w dimiDer Fortführung des großen Win ter - s-erks gewidmet sein, das seiner Natur

Drecken und so, wie zu hoffen ist, diesen T -un i*n n friedlichen Charakter geben, den sie in fr b'lirt glücklichen Zeiten immer gehabt hat.

zu lc'ffs . Das Zusammentreffen des österreichischen >eling.RimDcjan^ers Schuschnigg mit dem ungari- __schech i'inifterpräfibenten © ö m b ö s , bas mit eipcii« ffreundschaststelegramm an Mussolini endet«,wird wohl für dieses Jahr den Abschluß ... einen: chr regen und vielseitigen diplomatischen eu oes Ai FLHIimmahme sein, deren unklare Ergebnisse als jf ju adjttf Wie in das nächste Jahr übernommen werden, üörr bie r. 'Zeitlichste Beweis dafür, daß in dem Kräfte- n ftnritfw fplel i Diplomatie eine Pause notwendig gewor- ijren ' den (itikft in der nun feststehenden Tatsache zu er« blick kl«. 2a ß der Besuch des französischen Außen- \\{ uns ju m&nifir Laval in Rom aufs neue unb, wie man

ic tti Nichterscheinen n enzelnen Nummern lg< höherer Gewalt krisprechanschliisse

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Ira|t?firt am Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitäts vuch- und Ziemdruckerei R. Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: §chulstrahe 7 Mengenabschlüsse staffel 8

dem von Laval verkündeten Rahmen der Gleich­berechtigung unb freien Entschließung ftattfinben werben, hängt also ganz von der Gegenseite ab.

Herr von Neurath hat aber auch Grenzen gesteckt, innerhalb deren an eine deutsche Mitwir­kung überhaupt gedacht werden kann. Der ur­sprüngliche Plan sieht für alle Teilnehmer am Pakt die Verpflichtung vor, im Falle des Konfliktes zwischen zwei ober mehreren ßänbern der zahl­reichen Vertragsgruppe bewaffnet einzu­greifen, unb ben gesamten territorialen Zustanb Osteuropas für eine unbegrenzte Dauer zu ga­rantieren. An einer solch weitgehenben unb mit unabsehbaren Verpflichtungen belasteten Gin»

Washington, 22. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die amerikanische Regierung, so würbe am Frei­tag von hoher Stelle ausgesührt, ist über bas ne­gative Ergebnis ber Londoner Flottenpaktbespre­chungen sehr enttäuscht, hofft aber dennoch, daß im Laufe des nächsten Jahres sich noch e i n Weg z u einer tatsächlichen Verminde­rung der Seerüstungen finden lassen werde. Die Regierung hat sich während der ganzen Zeit darauf beschränkt, weiterhin eine relative Sicherheit zu verlangen, wie sie der Washingtoner Flottenvertrag von 1922 den drei Seemächten und der Londoner Vertrag den fünf Seemächten verschaffte. Nie jedoch hat die amerika­nische Regierung in Worten oder Taten eine feind­liche Haltung gegenüber Japan eingenommen, und sie bedauert es sehr, wenn jetzt aus der amerika­nischen Presse oder aus Parlamentskreisen krie­gerische Fanfarentöne kommen und wenn Japan mit starker Aufrüstung ober mit bem Ausbau bzw. der Neueinrichtung von Flotten st ützpunkten im Stillen Ozean ge­droht wird. Ein derartiges Gerede ruft nur noch stärkere Antworten aus nationalistischen Kreisen anderer Länder hervor und verhindert jede Möglichkeit zu einer friedlichen Verständigung.

Botschafter Davis hat kürzlich erklärt, Amerika stelle selbstverständlich jedem Lande frei, Verträge zu kündigen, die es als untragbar ober unvorteil­haft betrachte. Man bebauert zwar die Unter­brechung des Befriedungswerkes, aber man regt sich nicht weiter darüber auf; Amerika wirb sich in Zukunft nur noch enger an England anschließen und eine Verständigung zwischen den beiden Admiralitäten über ein Flot­tenprogramm erstreben, das jegliches Wett­rüsten ausschließt, und mit Rücksicht auf

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