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Aus aller Welt

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lat die Landwirtschaft auch hier mehr angeliefert «ls der laufende Mühlenbedarf benötigte. Die Be- ltände in den Mühlen und Lagerhäusern waren mit L,6 Millionen Tonnen Weizen um rund 700 000 Tonnen größer als vor einem Lahre.

Unsere Brotversorgung ist gefichert.

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Die CnMtkküng der Ge i-fttz nvörrZfe fn der Landwirtschaft zeigt, daß bei der Verwendung zu Futterzwecken offensichtlich Zurückhaltung geübt wird, denn der Vorrat mit rund 2,13 Millionen Tonnen bleibt weniger hinter der Vorjahrsziffer zurück als man nach dem Ernteausfall annehmen müßte. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Hafer. Hier waren die ersthändigen Bestände um rund 1,4 Millionen Tonnen größer als im Vorjahre, ob­wohl die Ernte um 1,7 Millionen Tonnen kleiner ist. Das Bild der Futterversorgung gestaltet sich noch günstiger, wenn man die günstige Entwicklung der Hackfrucht - und Rübenernte sowie des

Wetten Schnfkles während der letzten Wochett be­rücksichtigt. Nach den neuesten Feststellungen liegt auch die Kartoffelernte trotz der noch vor wenigen Wochen geäußerten Befürchtungen sogar über einer Normalernte.

Das Gesamtbild der Versorgungslage muß also auf Grund der ersten Vorratserhebung als d u r ch- aus günstig angesehen werden. Dieser Erfolg wäre nicht möglich gewesen ohne die weitschauen­den Maßnahmen der nationalsozialistischen Bauern­politik, insbesondere ohne den Neubau unserer Ge­treidewirtschaft.

f e n. Das ist schließlich auch wichtiger als die Schaf­fung von Voraussetzungen für einen gesunden brauchbaren zivilen Luftverkehr.

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Das große Lustrennen England Australien.

London, 20. Okt. (DNB.) Das Luftrennen England Australien begann am Sams­tag um 6.30 Uhr in Mildenhall mit dem Start des Ehepaares M o l l i s o n in seinem FlugzeugBlack- Magic". Der Wettbewerb besteht aus einem Schnel­ligkeitsrennen und einem Handicap-Rennen. Die Zwangslandeplätze sind Bagdad, Allahabad, Singa- pore, Port Darwin in Nordaustralien, Charlesville in Queensland und Melbourne. Das Ehepaar Mol­li s o n hat gleich am ersten Tage Bagdad erreicht. Es durchflog die etwa 4050 Kilometer lange Strecke von Mildenhall in 12 Stunden 50 Minuten, legte also stündlich über 300 Kilometer zurück.

Um Mitternach (Sonntag auf Montag) war der der Stand des Luftrennens wie folgt: Die Führung hat das britische Cometflugzeug von Scott und Black, die sich bereits auf dem Wege nach Port Darwin in Australien befinden. Das holländische Flugzeug ist auf dem Wege nach Sin- gapore. Drei weitere Flugzeuge, ein amerikanisches und zwei britische, sind noch in Vorderindien. Die M o l l i s o n s sind auf den vierten Platz geraten. Die beiden neuseeländischen und dänischen Flug­zeuge sind in Kleinasien. Zwei britische, ein ameri­kanisches und ein australisches sind in Griechenland, zwei britische, sind in Rom und eins in Marseille. Das Flugzeug von Neuguinea ist noch in Le Bourget. Vier Flugzeuge haben aufgegeben.

Einweihung

der Motorsportschule Tübingen.

kkmer von ihnen müßte Ins Krankenhaus gekrachk t werden. Der Führer des Personenkraftwagens war angetrunken und nicht im Besitze seines Füh» ' rerscheines. Er wurde festgenommen. Sein Fahr­zeug wurde beschlagnahmt.

Chinesische Räuber überfallen ein Dorf.

I Fast 300 Todesopfer.

: Nack) einer Reutermeldung aus Schanghai. Das : -pori Kaoyu (Nord-Kiangsu) wurde von 250 Räu- bern überfallen. 30 Einwohner wurden erschos­sen, 30 weitere verbrannt und 216 ins Was­ser ^trieben, wo sie ertranken. Don den 300 Hausern des Dorfes wurden 254 eingeäschert. Ungefähr 150 überlebende Einwohner sind ge­fluchtet. Annähernd 80 sind zurückgeblieben, obwohl ihnen ihre ganze Habe genommen ist. Die Verteidi­gungsmannschaft des Dorfes hatte eine Gruppe Räuber, die 16 Mann als Geiseln entführen woll- ten beschossen. Darauf zogen sich die Banditen zu- : ruck. Sie kamen aber nach kurzer Zeit mit Der- starkung wieder und überfielen das Dorf.

. Gefängnisstrafe.

für einen früheren französischen General.

1 Der frühere General Bardi de Fourtou, : der einem Staviski-Unternehmen angehörte und deshalb bereits verschiedene Auseinandersetzungen mit den Justizbehörden hatte, hatte sich dieser Tage vor der 11. Pariser Strafkammer wegen Miß­brauch seines Generalstitels'zu verant- warten, den er zugunsten einer englischen Kraft­wagenfirma für die Erteilung von Aufträgen durch das französische Kriegs- und Luftfahrtmi'nisterium in die Waagschale zu werfen gewußt hatte. Bardi de Fourtou wurde zu 18 Monaten Gefängnis und 200 Franken Geldstrafe verurteilt.

Die englischen Schatzgräber auf der Cocos-Insel verhaftet.

Die 18 englischen Schatzgräber, die, wie bereits gemeldet, nach der Cocos-Insel ausaefahren waren, um den sagenhaften Schatz desSchwarzen Jack", des Seeräubers und späteren Gouverneurs von Jamaica, Henry Morgan, zu heben, sind von der Polizei von Costarica (Mittelamerika) ver­haftet worden. Gleichzeitig wurde auch ihre Aus­rüstung beschlagnahmt. Die Verhafteten werden nach der costaricanischen Hafenstadt Puntarenas gebracht.

Der Tag" geht imBerliner Lokal-Anzeiger" auf.

In einer Mitteilung an seine Leser gibtD e r T a g" (Verlag Scherl) bekannt, daß nunmehr der ScherlscheBerliner Lokal-Anzeiger" die Aufgaben desTag" unter Fortsetzung seiner Tra­dition übernimmt. Die Leser desTag" erhielten mit der nächsten Ausgabe morgens die Tag-Aus­gabe desBerliner Lokal-Anzeigers".

Kunst und Wissenschaft.

Heues aus dem kunsthistorischen Museum der Universität Marburg.

Das Kunsthistorische Museum der Universität Marburg ist im Laufe der letzten Zeit durch ver­schiedene Neuaufstellungen bereichert worden. Es kamen zur Neuaufstellung: Die Bibliothek aus der Reformationszeit der lutherischen Pfarrkirche mit hervorragenden Schweinsledereinbänden Marburger Buchbinder; ein Schrank mit Apothekengläsern und -gefäßen; drei Kabinetts wurden neu eingerichtet: das eine für die hessische Münzsammlung, ein wei­teres für Gemälde und Zeichnungen (vorwiegend aus der Stadt Marburg), ein drittes mit 26 Hand­zeichnungen, vor allem Marburger Motive Adolph Menzels. Neu aufgebaut wurden in den Sälen für Keramik sechs Eisenöfen, weiter kamen zwei Löwen­figuren aus dem Marburger Rathaus, der Werk­statt Ludwig I u p p e s entstammend, zur Aufstel­lung. Die Neuerwerbungen zielten vor allem auf den Ausbau der V o l k s k u n st a b t e i l u n g, die in diesem Winter eingerichtet werden soll, hin. Es sind einige hervorragend schöne Truhen darunter, dann Trachtenstücke, ein großer Grabstein aus Dautphe bei Biedenkopf und mehrere reichgeschnitzte Bauernhaustüren. Eine Glocke mit Chr'istuskopf- relief wurde aus Klein-Gladenbach (Kreis Bieden­kopf) angekauft. Der bekannte Kunstmaler Geheim- rat B a n tz e r stiftete sein großes GemäldeAbend­ruhe der Landleute". Ferner erwarb die Universi­tät für die Galerie des Museums drei Gemälde hessischer Meister:Landschaft bei Roppershausen" von Hch. Giebel,Landschaft bei Marburg" von K. B a n tz e r,Erdhausen im Winter" von Karl Lenz,Gehöft in Toskana" von Paul Baum.

Bei Helgoland gestrandeter USA.-Dampfer wieder flott.

Der bei Helgoland gestrandete amerikanische DampferTopatopa" konnte wieder flottgemacht und nach Hamburg abgeschleppt werden. Die La­dung des Schiffes brauchte nicht gelöscht zu werden. Das Leck ist in dem Bodentanks entstanden, so daß in die Schiffsräume selbst kein Wasser gedrungen ist.

Französisches Auto im Gebirge abgestürzt. Sechs Tote, ein Schwerverletzter.

Eine siebenköpfige französische Familie wollte in einem Kraftwagen das auf dem 1645 Meter hohen Puy de Dome bei Clermont-Ferrand gelegene Ob­servatorium erreichen. Auf einem für Kraftwagen nicht zugänglichen Weg stürzte der Wagen einen steilen Abhang hinab und begrub alle Insassen. Sechs Personen waren auf der Stelle tot, wäh­rend eine Person schwere Verletzungen da- oontrug.

Vertretern aus 57 Ländern durch den Präsidenten des japanischen Roten Kreuzes Fürst T o k u g a w a eröffnet. Prinz Kanin verlas eine Botschaft der Kaiserin, in der mit Befriedigung die Entwicklung der Rote-Kreuz-Beweguna sestgestellt und der Tagung ein erfolgreicher Verlauf gewünscht wurde. Richter P a y n e vom amerikanischen Roten Kreuz und Oberst Fabre vom Internationalen Aus­schuß des Roten Kreuzes antworteten auf die Bot­schaft der Kaiserin. In einer einstimmig angenom­menen Entschließung wurde als Tagungsort der nächsten Internationalen Rote-Kreuz-Konferenz 1938 Madrid bestimmt. Her Bericht über die Botschaft der Kaiserin und die Ansprache Tokugawas, Paynes und Fabres wurde durch Rundfunk nach Deutsch­land und Amerika verbreitet.

Besuch deutscher Kriegsschiffe in Schottland und Holland.

Das PanzerschiffDeutschland" das erste deutsche Kriegsschiff, das Schottland nach dem Kriege besucht ist in Leith eingetroffen. Die Deutschland" schoß beim Vorbeifahren an der Insel Jnchkeith Salut. Die Geschütze beim Edinburgh- Schloß erwiderten den Salut. Konteradmiral Carls ging an Land, um Konteradmiral Herdman Hounes, den befehlshabenden Offizier der schot­tischen Küste, seine Aufwartung zu machen. Bot­schaftsrat Fürst Bismarck von der deutschen Bot­schaft in London trifft am Samstag zum Besuch auf derDeutschland" ein. Am Samstag und Sonntag wird dieDeutschland" für deutsche Be­sucher zur Besichtigung freigegeben.

Das LinienschiffS ch l e s w i g - H o l st e i n" traf zu einem fünftägigen Besuch in Amsterdam ein. Der Einfahrt in den Hafen wohnte eine große Zuschauermenge bei, unter der sich auch marxistische Elemente befanden. Die Polizei war jedoch zahlreich zur Stelle und sorgte dafür, daß sich keine Zwi­schenfälle ereigneten. Das Hafengebiet ist unter ver­schärfte polizeiliche Bewachung gestellt worden. Bald nach der Ankunft begab sich Kapitän z. S. Schu­ster an Land, um dem Bürgermeister von Amster­dam einen Besuch abzustatten.

Reichsjägermeister Göring enthüllt das Misentmal in der Schorfheide.

Reichsjägermeister Hermann Göring ent­hüllte am Sonntag in der Schorfheide im Beisein einer großen Anzahl von Jägern und Jagdfreunden, Vertretern von Behörden und von Zoologischen In­stituten ein von Prof. Max Esser gestaltetes, fast drei Meter hohes Wisent-Bildwerk. Unter den 250 Gästen sah man Reichsminister Rust, Reichsbank­präsident Dr. S cha ch t, die Generale der Landes­polizei Daluege, Wecke und v. Zeppelin, Gras von Arnim-Boitzenburg, Oberlandforstmeister Haussen- dorff; Herzog von Croy, Oberbürgermeister Dr. Sahm und Generalforstmeister Dr. v. Keudell. Auch die Leiter des Berliner Zoologischen Gartens waren zur Besichtigung des neuen Wisentgeheges anwesend. Ein Förstertrupp blies auf Waldhörnern dieBe­grüßung". Dr. Lutz Heck bewillkommnete den Reichs­jägermeister mit einem kräftigenWaidmannsheil". Er teilte mit, daß das Freigehege zur Zeit mit 23 Wisenten besetzt ist.

Königin und Kronprinz von Dänemark zu Besuch in Berlin.

Ihre Majestät die Königin von Däne­mark und Se. königliche Hoheit der Kronprinz von Dänemark trafen zu einem Besuch auf Schloß Cäcilienhof in Berlin ein. Im Auf­trage des Führers und Reichskanzlers überreichte Legationssekretär von N o st i tz von der Protokollabteilung des Auswärtigen Amtes der Königin einen Blumenstrauß bei ihrer Ankunft auf dem Stettiner Bahnhof, wo sie von ihrer Schwester, Kronprinzessin Cäcilie, und dem königlich-däni­schen Gesandten, Kammerherrn Zahle, und Frau Zahle begrüßt wurde.

Diplomalenhochzeit in Washington.

In der deutschen Concordia-Kirche zu Washington wurde die Tochter Gertrud des deutschen Botschaf­ters in Washington, Dr. Luther, mit dem Lega­tionssekretär v. H a e f t e n getraut. Diele Vertreter der amerikanischen Regierung, mehrere fremde Di-

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Inzwischen liegen auch zahlenmäßige Beweise für das Funktionieren der Getreidewirtschaft vor. Diese finden sich in den Ziffern der Vorratserhe- b u n g nach dem Stande vom 30. September. Da im Gegensatz zu früheren Jahren die Vorräte der ersten und zweiten Hand jetzt am gleichen Stichtage erhoben werden, gewinnen wir monatlich einen Ge­samtüberblick der Getreidevorratslage und der Ge­treidebewegung. Es braucht nicht weiter hervor­gehoben zu werden, daß die erste Vorratserhebung des Getreidewirtschaftsjahres 1934/35 unter den gegebenen Verhältnissen mit besonderer Spannung erwartet wurde. Um so erfreulicher ist die Feststel­lung, daß die Entwicklung der Dersorgungslage durchaus als normal anzusehen ist, wenn auch die einzelnen Gebiete einige Unterschiede zeigen. Dorauszuschicken ist, daß die Weizenablieferung in den östlichen Anbaugebieten stärker war als im Vor­jahre. Bei allen Getreidearten entsprechen aber im ganzen die noch vorhandenen ersthändigen Bestände unter Berücksichtigung ber gegenüber der vorjäh­rigen Rekordernte diesjährigen niedrigeren Ernte vollauf den Erwartungen. Die Landwirtschaft hat also nicht nur die für die Brotversorgung erforder­lichen Weizen- und Roggc,mnengen, sondern sogar noch etwas mehr abgeliefert. Schon diese Tat­sache allein sollte genügen, um die immer wieder in Auslandsmeldungen auft auch enden Gerüchte über eine angebliche Gefährdung der deutschen Brot­versorgung zu zerstreuen. Die Zahlen im einzelnen verstärken diesen Eindruck noch mehr.

Aus Grund der bisherigen Vorratsentwicklung ist eine besonders starke Verfütterung von Roggen nicht festzustellen. Es befanden sich nämlich' am 30. September beim Winterroggen noch 74 Prozent der Gesamternte in den Händen der Landwirtschaft gegenüber 76 Prozent vor einem Jahr. Danach war unter Berücksichtigung der geringeren Ernte die Verringerung der in der Landwirtschaft vorhande­nen Vorräte bis Ende September etwas geringer als im Vorjahre. Die Vorräte bei der Landwirt­schaft insgesamt beliefen sich auf rund 5,4 Millionen Tonnen Roggen gegenüber rund 6,4 Millionen Tonnen vor einem Jahr. Demgegenüber waren in den Mühlen und Lagerhäusern noch rund 1 Mill. Tonnen vorhanden gegen 790 000 Tonnen vor einem Jahr. In dieser Menge sind aber die in den Kleinmühlen unter fünf Tonnen Tagesleistung und den kleineren Lagerhäusern mit weniger als 150 000 Tonnen Fassungsraum befindlichen Roggenmengen ebensowenig enthalten, wie die in Kähnen einge­lagerten ober rollenden und schwimmenden Men­gen, so daß sich also das Vorratsbild noch günstiger gestaltet. Da die Lagerbestände an Roggen außer­halb ber Landwirtschaft feit Ende August um rund 120 000 Tonnen zugenommen haben, muß man an» nehmen, daß von der Landwirtschaft im ganzen in diesem Zeitraum etwas mehr Roggen abgeliefert wurde als für die laufende Vermahlung nötig war.

Die Winterweizen Vorräte wurden am 30. September 1934 auf 72 Prozent der Gesamt- i 'ernte gegenüber 77 Prozent vor einem Jahre be­ziffert. Das entspricht einem Gesamtvorrat von drei Millionen Tonnen gegenüber 4,1 Millionen Tonnen im Vorjahre. Auch hier erklärt sich der Rückgang Der ersthändigen Bestände aus dem Ernteausfall. Die Weizenablieferung hielt sich etwa auf der glei­chen Hohe wie im Vorjahre, zeigt allerdings ent­sprechend den Ernteausfällen der einzelnen Gebiete größere Abweichungen. Da auch die Weizenbestände n den Mühlen und Lagerhäusern gegenüber dem Vorjahre um 200 000 Tonnen zugenommen haben.

Im festlichen Rahmen wurde die von der Stadt Tübinaen neu erbaute Motorsportschule ein» geweiht. An ber Feier nahmen Obergruppenführer Hühnlein, ber württembergische Minister Dr. Schmidt, Generaldirektor Dr. Kissel von den Daimler-Benz-Werken und Gruppenführer Lubin teil. Obergruppenführer Hühnlein betonte, baß biefer Neubau ein wuchtiges Denkmal der Geschichte des deutschen Kraftfahrwesens sei, das ihn mit be­sonderem Stolz und Befriedigung erfülle. In der Motorsportschule soll unsere bewährteste und be= fähigste Jugend eine möglichst vollkommene Ausbil­dung erhalten. Wenn auch die Motorausbildung hier im Vordergründe steht, so wollen wir uns immer dessen bewußt sein, daß wir vor allem auf einer nationalsozialistischen Schule sind. Unsere Jugend soll in diesen Schulen ihre beste allgemeine Ausbildung in körperlicher, seelischer und sittlicher Beziehung finden. Meine schwerste Aufgabe ist die Auslese des besten Führermate­rials. Ich weiß, daß Härten in ber Führ er aus­lese sich nicht immer werben vermeiben lassen, boch muß dieser Weg gegangen werden, dann unsere Jugend steht uns über allem.

Schlagwetterexplosion ans einer west­fälischen Zeche fordert sieben Todesopfer

Auf der Zeche Konstantin IV/V in Herne (Wests.) ereignete sich bei der Vornahme von Reparatur- arbeiten eine örtliche Schlagwetterexplo­sion. Sieben Bergleute wurden getötet, vier wurden verletzt. Folgende Einzelheiten werden dazu bekannt: Auf der vierten Sohle des Schach­tes V waren ein Schlosiermeisier und sieben Gru­benschlosser mit Jnslandsehungsarbeiteu an einer Rohrleitung beschäftigt, während etwa 150 Meter entfernt vier Grubenhauer in einer Richtstrecke gleiche Arbeiten ausführten. Auf bisher noch nicht geklärte Weife entstand eine Schlagwetterexplosion, durch die die sieben Grubenschloffer getötet wur­den Die weiter entfernt arbeitenden vier Gruben­hauer kamen' mit dem Leben davon, erlitten aber durch Stichflammen schwere Verbrennungen.

Auf die Nachricht von dem Unglück sammelte sich vor dem Zechentor alsbald eine große Men­schenmenge an, die der Bekanntgabe der Namen der Opfer harrte. Die Beamten der Zechenverwal­tung leiteten die Bergungsarbeiten persönlich. Die Leichen der sieben tödlich verunglückten Knappen wurden nach dem Evangelischen Krankenhaus in Herne geschafft und dort aufgebahrt. Die Verum glückten wurden insBergmannsheim" nach Bo­chum gebracht. Ihr Befinden soll den Umständen nach entsprechend gut sein. Die Toten und Ver­letzten sind fast ausnahmslos Familienväter.

Internationale Rote-Kreuz-Konferenz in Tokio.

Die 15. Internationale Rote-Kreuz- Konferenz wurde in Tokio im Hauptquartier des japanischen Roten Kreuzes in Anwesenheit von

plomaten sowie Mitglieder ber deutschen Kolonie hatten sich in der Kirche eingefunden.

Vier Streckenarbeiter getötet.

Montagmorgen wurden um 7.45 Uhr zwischen den Stationen Friedrichsseld und Wieblingen im dichten Nebel vier Streckenarbeiter die durch Signal vor einem herannahenden Zuge gewarnt worden waren, vom Personenzug MannheimHeidelberg überfahren und getötet. Die Verunglückten waren an­scheinend auf ein falsches Gleis geraten.

3m Segelflugzeug tödlich abgestürzt.

Aus dem Segelflugplatz Pasing bei München ist ber ehemalige Kampfflieger Boening in seinem SegelflugzeugZögling" a b g e st ü r z t. Er erlitt babci einen Schädelbruch und würbe ins Kranken­haus Pasing eingeliefert, wo er balb barauf starb.

Schiffsbrand in Kanada. Neun Menschen er­trunken.

Auf dem Winnipegosis-See, etwa 280 Kilometer nordwestlich von Winnipeg im Staate Manitoba (Kanada) brach auf einem Schiff, auf dem sich zehn Personen, Männer, Frauen und Kinder, befaiü>en, ein 23 r a n b aus. Neun Personen kamen umsLe - b en, als das Schiff sank.

Betrunkener Autoführer verursacht schweren Verkehrsunfall.

Auf ber Kesselsdorfer Straße ist ein nach Dresden fahrender Dresdner Personenkraftwagen auf einen auf Dienstfahrt befindlichen Polizeikraftwagen auf­gefahren und hat sich dann überschlagen. Durch die Heftigkeit des Zusammenstoßes wurden die fünf Insassen bis auf den Wagenführer schwer verletzt und mußten dem Krankenhause zuge­führt werden. Bei einer Person besteht Lebensge­fahr. Der Polizeikraftwagen, der mit fünf Beam­ten besetzt war, wurde um seine eigene Achse ge­dreht, wobei sämlliche Beamten verletzt wurden.

Während im vorigen Jahre durch den Zusammen» schluß der Mühlen und die Einführung des Fest» preissystems für Brotgetreide die Grundlage für die nationalsozialistische Getreidepolitik geschaffen wurde, konnte in diesem Jahre durch die A u s - behnung des Fe st preissystems auf Futtergetreide und die einheitliche Z fammenfaffung des gesamten G treidever kehrs vom Erzeuger zum Verbraucher ber Aufbau der nationalsoziali­stischen Getreidepolitik in den Grundzügen erfolgen, wie sie im agrarpolitischen Apparat der NSDAP, bereits 1932, also vor der Machtergreifung, be­schlossen worden waren.

Die Arbeit nach den neuen Grundsätzen ist bereits feit Wochen im Gange. Dabei hat es sich gezeigt daß gewisse Aenderungen bei der Handhabung der Bestimmungen notwendig sind, die durch eine soeben im Reichsanzeiger veröffentlichte Verordnung ge­troffen werden. Hierbei wird die Möglichkeit ge­schaffen, gewisse Härten bei der Einlage- £ u n 9 s p. s l i cht 3U beseitigen, insbesondere werden die Kleinmühlen von ber Einlagerungspflicht befreit. Dies konnte geschehen, weil bas große Ziel ber organischen Getreidevorratswirtschaft hier- durch nicht gefährdet wird und weil andererseits die Einlagerungspflicht für die Kleinmühlen wegen Mangel an Lagerraum und Kapital eine besondere 5)ärte darstellte. Eine weitere Vervollkommnung des Gesamtaufbaues wird durch die Einbeziehung der Teigwarenhersteller in die Getreide- wirtschaftsverbände erreicht. Für die Getreide ab­liefernden Bauern ist es von besonderer Bedeutung, daß künftig Abschläge und Zuschl ä g e wegen geringerer bzw. besserer Beschaffenheit der Ware mit bindender Wirkung festgesetzt werden. Es war notwendig, diese Gewähr dafür zu schaffen, daß für bessere Beschaffenheit des Getreides angemessene Zuschläge gezahlt werden, da den Bauern trotz der geringeren Ernte mit Rücksicht auf den Brotpreis für durchschnittliche Ware keine nennenswert höhe­ren Preise als in der gleichen Zeit des Vorjahres bewilligt werden konnten. Eine Rückwirkung auf den Brotpreis werden diese Zuschläge nicht haben, weil Getreide von besserer Beschaffenheit auch eine bessere Ausbeute bei den Mühlen ergibt. Bin­dende Vorschriften für d i e Bemessung bei der Getreideablieferung von unterdurchschnittlicher Qualität haben sich als notwendig erwiesen, um den Bauern vor äu hohen Abzügen bei Getreide von minderer Be­schaffenheit zu schützen. Um die Bewegung des Futtergetreides zum Verbraucher zu erleichtern, kann künftig ein Verteilungshändler mit Zustim­mung des Kreisbauernführers an einen anderen Derteilungshändler unter Berechnung des orts­üblichen Aufschlages auch dann weiter liefern, wenn dies nicht nur gelegentlich geschieht; allerdings muß die Verkaufsmenge an Futtergerste und Hafer zu­sammen im Eiüzelfall weniger als 5 Tonnen be­tragen. Die hier getroffenen Aenderungen brauchen nichts an den bisherigen grundsätzlichen Bestim­mungen zu ändern, da sich diese durchaus bewährt haben.

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Wettervoraussage.

Der neue Tiefdruckwirbel bei Island hat sich er­heblich verstärkt und wird allmählich auch Ein­fluß auf unser Wetter gewinnen. Der vor allem in Süddeutschland noch wirksame hohe Druck dürfte jedoch in unserem Bezirk vorerst eine durchgreifende Wetterverschlechterung verhindern.

Aussichten für Dienstag: Neblig-dun­stig und bewölkt mit kurzer Aufheiterung, im gan­zen noch mild, vereinzelt etwas Reaen.

Aussichten für Mittwoch: Voraussicht­lich etwas wechselhafteres Wetter.

Lufttemperaturen am 21. Oktober: mittags 13 Grad Celsius, abends 11,3 Grad; am 22. Oktober: morgens 6,8 Grad. Maximum 13,2 Grad, Minimum 6,3 Grad. Erdtemperauren in 10 cm Tiefe am 21. Oktober: abends 11,3 Grad; am 22. Oktober: morgens 9,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 2,9 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IX. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch» und Steindruckerei

R. Lange, K.«G., sämllich in Gießen.

Ein russisches Riesenflugzeug.

Die Bolschewisten Heben das Gigantische, sie haben infolgedessen auch die Pläne des Inge­nieurs Dupolew nach allen Kräften gefördert, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, ein Riesen­flugzeug zu bauen. Das Flugzeug verfügt über acht Motoren mit 5000 PS. Es kann eine Besatzung von 14 Mann und rund hundert Fahrgäste aufnehmen. Die Maschine trägt den Namen Maxim Gorkis. Ursprünglich sollte das Riesenflugzeug in den Dienst des Verkehrs gestellt werden. Aber in der Sowjet­union gibt es keine Privatpersonen, die sich eine ßuftreife erlauben können. Hier ist man froh, daß man überhaupt nicht z u rei­sen braucht, denn die Benutzung der überfüllten und klapprigen Eisenbahnen ist mit Lebensgefahr verbunden, und ist man schon gezwungen, eine Reise au unternehmen, dann reicht meist das Geld nicht hin noch her. Man quält sich auf der Eisenbahnachse durchs Land, spielt den blinden Passagier und sucht die Kontrollbeamten zu täuschen, eben weil man nicht in der Lage ist, eine Fahrkarte zu kaufen. Das RiesenflugzeugMaxim Gorki" ist denn auch einer anderen Bestimmung zugeführt worden, es soll ununterbrochen das Luftgebiet der Sowjetunion durchkreuzen und Werbematerial abwer-

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