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SJLtfpont

Oberheffen

(für

1:1

Wieder ein deutscher Sieg in Nizza.

, Am Samstag gab es im Preis derPortugie­sischen Kavallerie^ einen weiteren deutschen Sieg von Oberleutnant Kurt Haffe, der diesmal auf Olaf" das schwere Jagdspringen nach einem harten Stichkampf mit zwei fehlerlosen Ritten gewann, nachdem er vor wenigen Tagen aufDer Mohr" den ersten deutschen Sieg herausgeritten hatte. Mit ihm zusammen war auch Oberleutnant Momm auf Baccarat" in der Entscheidung, jedoch hatte dieser das Pech, am Hochweitsprung zu stürzen. Er schied daraufhin aus, so daß er in der Gesamtwertung nur den vierten Platz belegte, währendTora" (Oberleutnant Brandt) mit vier Fehlern nicht bis in das Stechen gelangte und sich mit acht weiteren Pferden in den 5. Platz unter insgesamt 23 Be­werbern teilte.

Das 3. Hallen-Handbatt-Turnier.

Spielvereinigung 1900 und Tv. Lützellinden Gruppensieger. 35 Wettspiele.

To. Lollar Tv. Krofdorf (1:3) 3:4, Tv. Grüningen Tv. Nauborn (1:1)

Grüningen gewonnen),

Tv. Groß-Rechtenbach Tv. Wetzlar (1:0) 2:0,

Tv. Hausen Tv. Garbenteich (1:1) 5:2,

Bezirksführer Happ verläßt Gießen.

Der Bezirksführer des Bezirks Gießen im Gau XII, Herr Happ, wurde beruflich nach Kassel j versetzt. Dadurch scheidet eine Persönlichkeit aus dem i Gießener Sportleben, die sich auf Grund fahre- , langer sportlicher Tätigkeit das Vertrauen aller ( Vereine erworben hatte. Die Verdienste, die sich i Herr Happ um die Sportbewegung erwarb, hatten i auch an höchster Stelle ihre Anerkennung gefunden, i Der Ehrenbrief des WSV. und der DSB. wurden , ihm zuteil. Das Ausscheiden des bewährten Mannes i aus unserem Sportbezirk wird allgemein bedauert, i

Leinberger-Kurs,sten siegen... ,

Die Spiele am Samstag und am Sonntag auf dem Waldsportplatz haben den Beweis erbracht, ' das es möglich ist, innerhalb einer kurzen Zeit aus Spielern, die aus verschiedenen Vereinen kommen, sich daher in Spielauffassung vollkommen unter­scheiden, ein Mannschaftsgefüge zu schaffen, das fähig ist, größere Aufgaben zu lösen. Die Mann­schaft, die seit acht Tagen unter der Leitung des DFB.-Lehrers Leinberger trainierte, konnte ihrem Betreuer kein schöneres Geschenk machen, als daß sie sich in beiden Spielen als die einwandfrei bessere Mannschaft erwies. Die zu beiden Treffen er­schienenen Zuschauer verliehen befriedigt den Wald- sportplatz. Sie sahen ein wundervolles Kombina­tionsspiel und Tore, die der Schußkraft des Kursisten- sturmes das beste Zeugnis ausstellten.

Leinberger-Elf gegen

Gtadtmannschast Gießen 3:0.

Im Samstagspiel stellte sich eine Stadtmannschaft vor, die sich nicht aus den besten Spielern zusam­mensetzte und daher kein wahres Bild über die Gie­ßener Spielstärke abgeben konnte.

Die Gießener standen: Schmidt; Schneider, Michel; Feuster, Heilmann, Lehrmund; Ritter, Roth, Haupt, Grünewald, Ranft.

Bald nach Spielbeginn erzielen die Kursisten das erste Tor. Michel war als Verteidiger nicht im Bilde. Die Gießener stellen um und erwidern mit heftigen Gegenangriffen; Lehrmund ist mit einer Vorlage Haupts im Strafraum, Lippert vereitelt ein sicheres Tor durch unfaires Spiel, der fällige Elfmeter blieb aus. Langsam setzt sich das technisch reifere Können der Kursisten durch und sie werden feldüberlegen. Ein plötzlicher Vorstoß des linken Flügels und das zweite Tor fällt. Das dritte Tor beruhte auf einer Fehlentscheidung des Schiedsrich­ters. Günther nahm einen Ball in klarer Abseits­stellung auf, flankte zur Mitte und der Mittelstür­mer brauchte nur noch einzuschieben. Die Gießener verloren in der zweiten Halbzeit Heilmann, und damit war ihre Niederlage besiegelt.

Kursisten gegen Stadtmannschost Marburg 5:0(4:0).

Im Rahmenprogramm des Sonntags hegte VfB.- Reichsbahn Schüler gegen die gleiche des FC. Wetz­lar mit 3:2 Toren und die Stadtjugend mußte in verkürzter Spielzeit eine l:0-Niederlage durch die Landjugend hinnnehmen.

Dann betraten die 22 Akteure das Spielfeld. Vor Beginn des Kampfes ergriff der Bezirksführer Happ das Wort zu folgenden Ausführungen: Mit diesem Spiele ist der Lehrgang, begonnen mit gro­ßen Hoffnungen, beendet. Seine Aufgabe war, durch Zusammenziehung von Spielern aus fast allen Kreis­vereinen, diese zu unterweisen, um dadurch die Spielkultur in den einzelnen Mannschaften zu heben. Weiter dankte er Herrn Leinberger für den vor­bildlich geleiteten Kursus und überreichte ihm zur Erinnerung an die Stätte seiner Lehrtätigkeit ein Bild der Stadt Gießen. Der Mannschaftsführer der Kursisten gab den Dank der Mannschaft in Form einer Bronzefigur, die er Leinberger über­reichte, Ausdruck.

Der Spielverlauf.

Dann beginnt das Spiel. Die Kursistenelf spielt ohne Roskonj, den Beherrscher des Mittelfeldes des Samstagsspieles. In der 8. Minute wird eine Flanke des Linksaußens vom Tormann schlecht abgewehrt von Lang zum Führungstor eingeschos­sen. Marburgs Rechtsaußen rast die Linie entlang, seine halbhohe Vorlage nimmt der Halbrechte aus der Luft, Schlarb lenkt zur Ecke. Eine große Lei­stung! Die Kursistenelf wird überlegen, zwei Frei­stöße von links und ein Alleingang des Mittelstür­mers stellen das Halbzeitresultat auf 4:0. Die zweite Spielhälfte steht im Zeichen der Kursisten. Sie de­monstrieren Fußball, produktiv und schön für das Auge des Zuschauers. Lang umdribbelt den Ver­teidiger, gibt zu Wohlgemuth, der von halblinks mit dem rechten Fuß-schießend das 5. Tor erzielt. Mit Glück können die Marburger dieses Resultat be­haupten. Schiedsrichter Hohmann leitete groß­zügig und gerecht.

Der Abend versammelte die Kursteilnehmer im Bürgerhof. Kreisführer Henkel und Herr Lein­berger ergriffen das Wort. Das Erfreulichste für unseren Kreis ist, daß Wohlgemuth den Gausturm im Repräsentativkampf gegen Baden am nächsten Sonntag in Kassel führen wird. Mit dem alten Sportsruf verabschiedete sich Leinberger von Gießen.

O»e Endspiele

um die deutsche Meisterschaft:

Gruppe Südwest: in Frankfurt: Offenbacher Kickers SV. in^ö^n^Mülheimer SV. Union Bückingen

2:0 (0:0).

Gruppe Mille:

in Nürnberg: 1. FC. Nürnberg - Dresdner in6^ali2e:1:ffiatfer Halle - Borussia Fulda 2:1 (0:1).

Gruppe Ost:

in Beuthen: Beuchen 09 Biktoria 89 Berlin i/stinp: Viktoria Stolp - Preußen Danzig

Kurze Sportnotizen.

Der deutsche Fußballmeister Fortuna Düsseldorf wurde in Ludwigshafen von Phönix vor 4000 Zuschauern 2:0 (1:0) geschlagen.

Im Gau Südwest werden die Spiele der Fußball-Gauliga abgeschlossen. Die Sportfreunde Saarbrücken brachten sich am letzten Spieltag durch einen 2:0-Sieg in Kaiserslautern vor dem Äbstieg in Sicherheit, absteigen müssen nun AO. Worms, Mainz 05 und SV. Wiesbaden.

Deutschlands Hockei-Nationalelf er­kämpfte sich in Düsseldorf einen feinen Erfolg: vor 3000 Zuschauern wurde Holland mit 5:1 (3:1) geschlagen. Im Spiel der Damen siegte Deutschland in Hannover sogar mit 6:0 (0:0) über Hollands Vertretung.

Deutscher Waldlaufmeister wurde Syring- Wittenberg vor Kohn- Berlin. Die Mannschaftsmeisterschaft fiel an den Hamburger AC.

3:1 (1:0). _ . ,,

Gruppe Nordwest:

in Bochum- Schalke 04 - VfL. Benrath 01 (0:0). in Hamburg: Tv. Eimsbüttel Werder Bremen 128000*3uschauer wohnten am dritten Spiel­tag der Deutschen Fußballmeisterschaft den acht Cnd- pielen bei, gegenüber 118 000 am Zweiten und 84 000 am ersten Spieltag. Es ist also wachsen des Interesse der Fußballgemeinde festzustellen.

Süddeutschlands Fußballlf schlug in Stuttgart von 30 000 Zuschauern Sudostfrank- reidi mit 6:1 (4:0) Toren. Von den sechs Treffern schoß der Saarbrückener Mittelstürmer Conen allein vier.

Kreis Büdingen.

* Büdingen, 22. April. Bei Kulturarbeiten in den f ü r st l i ch e n F o r st e n bei Büdingen legte eine Waldarbeiterin aus Rinderbügen beim Hacken eine Anzahl französische Silbermünzen frei, die im Waldboden vergraben lagen. Die Münzen weisen Jahreszahlen von 1726 bis 1790 auf, tragen die Bilder Ludwigs XV. und Lud­wigs XVl. und sind ebensoaroß wie die alten deut­schen Fünfmarkstücke. Der Forstdistrikt, in dem die Münzen gefunden wurden, war mit etwa 150jäh- rigem Buchenbestand bewachsen. Der Münzenfund wurde dem hiesigen Schloßmuseum zugeführt.

* Nidda, 22. April. Ein vor einigen Tagen aus dem Nachbarorte Wallernhausen verschwun­denes und wie die Ermittlungen ergaben nach Koblenz gefahrenes 29 Jahre altes Mädchen hat, nachdem ihre Rücksprache mit einem befreundeten jungen Manne nicht den erhofften Er­folg hatte, den. TodimRhein gesucht. Das Mäd- wurde bei Oberkassel in der Nähe von Bonn als Leiche aus dem Rhein gezogen.

Kreis Alsfeld.

N. Flen sunge n, 22. Avril. Freitag ereignete sich in unserem Dorfe ein Unglücksfall. Der Wagnermeister Hermann Wallenfels war an der Kreissäge mit Holzschneiden beschäftigt, als ihm ein schwerer Holzklotz, der von der Säge absprang, mit voller Wucht gegen die B r u st schlug. Für die Behandlung des Verun­glückten, der sofort besinnungslos wurde, mußte ein Arzt zugezogen werden.

Preußen.

Äon 6 Ähr morgens an frische Brötchen

Zur Förderung des Weizenabsatzes durch Hebung des Verkaufs von Weißgedäck hat die Reichsregie­rung durch Gesetz vom 26. März 1934 für die Zeit vom 1. April bis 30. September d. I. den Arbeits­beginn in Bäckereien und Konditoreien bereits von 4.30 Uhr und für gewisse Vorarbeiten bereits von 4 Uhr an zugelassen. Um der getroffenen Maß­nahme zur vollen Wirksamkeit zu verhelfen, hat wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt der preußische Minister für Wirtschaft und Arbeit die Ortspolizeibehörden angewiesen, für die Dauer des Gesetzes die Abgabe von Backwaren jeder Art auch von offenen Verkaufsstellen bereits von 6 Uhr an zuzulassen.

Kreis Wetzlar.

* Rodheim a.d. Bieber, 23. April. Gestern abend ereignete sich hier unweit des Dorfes in der 8-Kurve ein Autounfall, der zum Ggück noch glimpflich verlief. Ein Personenwagen, der mit drei Erwachsenen und einem Kinde besetzt war, kam in der Kurve ins Schleudern und über­schlug sich zweimal. Die Insassen erlitten glücklicherweise keine ernsteren Verletzungen und konnten nach Anlegung von Verbänden ihre Reise fortsetzen. Der Wagen mußte nach Gießen abge­schleppt werden.

Kircbe und Schule.

Kantate-Feiern am 29. April.

EPH. Mit Unterstützung der Reichskirchenregie, gierung bereitet der Reichsverband für evangelische Kirchenmusik für den Kantate-Sonntag (29. April) einen Tag der evangelischen Kirchenmusik vor, an dem in allen evangelischen Gemeinden Kantate-Feiern durchgeführt werden. Es ist bei der Feier nicht an die Veranstaltung von Kir-

Das 3. Hallen-Handball-Turnier, das die Gieße­ner Turnerschaft am gestrigen Sonntag in der Volkshalle abhielt, gestaltete sich zu einem großen sportlichen und ideellen Erfolg. 41 Mannschaften von 30 Vereinen hatten Meldungen abgegeben, bie mit wenig Ausnahmen auch erfüllt wurden. Leider konnte die Mannschaft des Turnvereins Wetzlar nicht teilnehmen, die sicherlich als Gaumeister des Gaues XII Nordhesien die Kräfte Zusammenhalten will für die bevorstehenden schweren Kämpfe um die deutsche Meisterschaft.

Die Spiele wurden in zwei Gruppen ausgetragen. Gespielt wurde zweimal sechs Minuten, die Ver­lierer schieden jeweils sofort aus, so daß die Sieger in Vorrunden, Zwischenrunden, Vorschluß- und Schlußrunden ermittelt werden konnten. Die Ver­anstaltung, die unter der Leitung der Spielwarte der beiden hiesigen Turnvereine, der Herren Strack und Becker, stand, erforderte sehr viel Vorarbeit, die mit aller Sorgfalt geleistet wurde. Das Turnier nahm einen reibungslosen Verlauf. Die Gießener Turnerschaft stellte erneut ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis.

Die Wettkampfe begannen bereits am frühen Morgen. Die ersten Mannschaften traten bereits um 8 Uhr zu den Spielen an. Zunächst wurde die Vorrunde der Gruppe II bestritten. Auf den Verlauf der einzelnen Spiele einzugehen ist unmöglich. Schon am Vormittag hatten sich zahlreiche Zu­schauer eingefunden.

Der Hauptteil der Veranstaltung wurde am Nach­mittag bestritten. Die Entscheidungen fielen durch­weg am Nachmittag. Schon gegen 14 Uhr hatten sich etwa tausend Zuschauer eingefunden. Besonders die Soldaten unseres Bataillons nahmen regen An­teil. Das Programm des Nachmittags hielt die Zu­schauer über vier Stunden lang in Spannung.

Großartiger Auftakt war der

Einmarsch der teilnehmenden Mannschaften.

Drei alte Turnerfahnen wurden vorausgetragen. Die Mannschaften im bunten Dreß boten ein far­benfrohes Bild. Beim Einmarsch in die Volkshalle sangen Turner und Sportler das LiedO, Deutsch­land hoch in Ehren!". Der Führer der Gießener Turnerschaft,

Turnbruder Deining

hielt eine kurze Ansprache. Er begrüßte die Zu­schauer und die teilnehmenden Mannschaften und gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß sich die Handballturniere der Turnerschaft unserer Stadt einer sichtlich steigenden Beachtung erfreuten. Die Gießener Turnerschaft sei stolz darauf, ein solches Turnier veranstalten zu können, und zwar beson­ders deshalb, weil sie selbst sich wesentlich dafür ein­gesetzt habe, daß diese Halle erbaut worden sei, in der nun auch der Handballsport ausgeübt werden könne. Gleichzeitig komme in dem heutigen Tur­nier auch der Wille zur Breitenarbeit zum Aus­druck, die in der DT. schon von jeher gepflegt wor­den sei. Mit dem Wunsche, daß die Kämpfe Jo ritter­lich durchgeführt werden möchten, wie es bisher der Fall gewesen sei, und mit einem dreifachenGut- Heil!" auf die Deutsche Turnerschaft schloß der Redner feine Ausführungen.

Bürgermeister Dr. Hamm

als Vertreter der Stadtverwaltung hieß die Teil­nehmer an diesem Turnier herzlich willkommen und sprach den Dank dafür aus, daß diese Halle zum Austragungsort gewählt worden fei. Der Wett­kampf sei ein Mittel der Erziehung zur Mannhaftig­keit und zum Wehrwillen. Der Kampf sei ein Mit­tel nicht nur zur körperlichen Stärkung, sondern auch zur Förderung der Gemeinschaft innerhalb unseres deutschen Volkes. Alle Kraft werde auf ein gemeinsames Ziel hingelenkt. Unserem Führer und Volkskanzler aber müsse Dank dafür gesagt werden, daß er uns alle dazu berufe, in kleinem Rahmen am Aufbau und an der Erreichung großer Ziele mitzuwirken. Mit einem dreifachenSieg- Heil'" auf den Führer und Volkskanzler beschloß er seine eindrucksvollen Worte. Gemeinsam wurde so­dann von allen in der Volkshalle Versammelten der erste Vers des Horst-Weffel-Liedes gesungen.

Die Ergebnisse der Wettkämpfe:

Gruppe 2.

Vorrunde:

Sp.-Dg. 1900 Gießen II OSC. Gießen (3:1) 6:4. Tv. Klein-Linden Tv. Hausen (0:2) 0:2.

2. Komp. 15. Jnf.-Regt. II SA.-Sturm 34/116 (2:1) 4:2.

Gießener Turnerschaft II Tv. Garbenteich (2:3) 3:6.

Tgde. Friedberg I! Tv. Lang-Gons (2:0) 3:0. Tuspo. 1860 Marburg II Tv. Hochelheim (1:2) 2:4.

Tuspo. Nauborn Tv. Heuchelheim II (1:0) 4:2. Tv. Pohl-Göns II Tv. Wetzlar II (1:3) 2:6.

Tv. Roth Tv. Lollar (0:1) 0:4.

Tv. Ruttershausen Tv. Schupbach (1:0) 3:1. Tv. Gambach Tv. Grüningen (0:2) 1:2.

Gießener Turnerschaft III Tv. Groß-Rechtenbach (2:2) 2:3.

Tv. Krofdorf Tv. Holzheim (für Krofdorf ge- 1 wonnen),

1 Tv. Lich Tv. Lützellinden (0:2) 0:5.

Zwischenrunde:

Landkreis Metzen.

X Wieseck, 22. April. Heute mittag fand im dichtgefüllten Gotteshause die hier schon seit einigen Jahren eingeführte Feier der Aufnahmeder Kleinsten in die Schule statt. 62 Kinder, 30 Buben und 32 Mädchen, zogen, geschmückt mit Kränzchen und Sträußchen, in die Kirche ein. Zur Erinnerung an ihren großen Tag wurden die Kleinen nach dem Gottesdienst photographiert. Vor einigen Tagen wurde der neue Ker ch eu­re ch n e r , der Direktor der Spar- und Darlehens­kasse Wieseck, Karl Werner in fein Amt ein- gesührt. Lehrer Schneider hatte dieses Amt seit 1924 inne, das er mit großer Umsicht und Pflicht­treue verwaltete. Er übernahm es damals von dem aus Wieseck scheidenden Lehrer i. R. Braune- well.

wg. Großen-Buseck,22. April. Dieser Tage veranstaltete die Landesfilm st elle der NSDAP, im Saale des Gastwirts Wilhelm Wagner eine Filmvorführung. Am Nach­mittag fand eine Vorstellung für Kinder, am Abend zwei Vorstellungen für Erwachsene statt. Alle Glie­derungen der NSDAP., SA., SAR., NS.-Frauen- schaft und BdM. von Großen-Buseck und einigen Nachbarorten nahmen teil. Nach einem Film, der den Rückgang der Landwirtschaft vor der Erneue­rung Deutschlands und dann deren Aufstieg unter der Hakenkreuzflagge zeigte, wurde der Hauptfilm Der Sieg des Glaubens vom Nürnberger Partei­tag 1933 aufgeführt. Der Bildstreifen, der das groß­artige Geschehen der Tage von Nürnberg in hervor­ragender Weise roiebergab, wurde mit großer Auf­merksamkeit verfolgt. Der Sturm, der vor einigen Tagen auch über unser Dorf hinwegbrauste, richtete insbfonbere an einem neuerrichteten Maschi­nenschuppen eines hiesigen Schlossermeisters großen Schaden an.

* Watzenborn-Steinberg, 23. April. Die 70jährige Witwe Marie Z a m m e r t von hier erlitt gestern einen schweren Unfall. Sie stürzte so unglücklich, daß sie einen Arm brach und sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht wer­den mußte.

> Holzheim, 22. April. Bei der Haus- sammlung in der Opferwoche für die Innere Mission gingen hier 550 RM. ein. Im hohen Alter von 84 Jahren starb hier dieser Tage der Landwirt Peter Z e i ß X.

Kreis Friedberg.

Gambach, 21. April. Der Dolksopfertag der Inneren Mission brachte hier einen gut« besuchten Feftgottesdienst. Pfarrer C h r i ft i a n legte seiner Predigt das Wort vom guten Hirten zu­grunde. Bei der Feier wirkten die vereinigten Po­saunenchöre mit. Außerdem fanden bei der Kirche, auf dem Kneiben und in Ober-Hörgern Platzkon­zerte statt, zu denen sich zahlreiche Zuhörer einge- funben hatten. Die Spenbe für bie Innere Mission brachte in unserem Orte den erfreulich hohen Betrag von rund 500 Mark. Am Abend versammelte sich die Gemeinde zu einem ©emeinbeabenb in der Kirche. Nach dem gemeinsamen Gesang und nach der Begrüßungsansprache durch den Ortsgeistlichen sprach der örtliche Leiter der NSV., Lehrer O st h e i m e r. Es folgte bann ein Lichtbilder-Dortrag, in dem der Vortragende Pfarrer C h r i ft i a n die Hauptzweige der Tätigkeit der Inneren Mission vor Augen führte. Der Schulaufnahme der ABC-Schützen ging ein Gottesdienst voraus, an dem sich die Kinder und de­ren Eltern zahlreich beteiligten. Das Wiederauf­leben dieser alten schönen Sitte wurde allgemein be­grüßt.

Tv. Heuchelheim I 2. Komp. 15. IR. I (0:2) 0:7, SS.-Sturm 2/IV/33 Gießener Turnerschaft I (1:2) 1:3,

Tgm. Friedberg I Tuspo. Butzbach (1:0) 2:1.

Zwischenrunde:

Gießener Turnerschaft I Tv. Pohlgöns I (3:2) 7:3, Spo. 1900 I Tgm. Friedberg I (1:0) 4:0.

Die Mannschaft der 2. Komp, kam durch Freilos in die Vorschlußrunde.

Vorschlußrunde:

Spv. 1900 Gießen 2. Komp. (2:2) 4:2.

Die Gießener Turnerschaft kam durch Freilos in das Entscheidungsspiel. Das Spiel der 1. Mann­schaft der Spielvereinigung 1900 gegen die Sol­daten war der rassigste Kampf des Tages.

Entscheidungsspiel:

Spv. 1900 Gießen I Gießener Turnerschaft I 6:0 (3:0).

Das Spiel und damit die Kämpfe in der Gruppe I nahmen einen überraschenden Ausgang. Allgemein hatte man mit einem Siege der Soldaten gerechnet. Es kam anders. Die Soldaten unterlagen über­raschend gegen die Blauweißen und schieden dadurch aus. So mußten die 1900er nun der Mannschaft der Turnerschaft im Endspiel gegenübertreten. Der sich entwickelnde Kampf gestaltete sich sehr hart. Die Blauweißen legten mit ungeheurer Energie los, so daß die Turner kaum zu einem Aufbau ihres Spieles kommen konnten. Alle Bemühungen der Turner blieben vergeblich. Es blieb ihnen jeder Erfolg versagt. Die Blauweißen, heftig durch ihre Anhänger angefeuert, schossen ein Tor nach dem anderen. Mit 3:0 wurden die Seiten gewechselt. Auch nach dem Wechsel stand das Spiel im Zeichen der Blauweißen. Nachdem die Turner gar noch einen Mann verloren hatten, war an ein Aufholen nicht mehr zu denken. Das Spiel nahm keinen be­friedigenden Verlauf. Leider erfuhr das Spiel durch bas Verhalten eines Teiles ber Zuschauer eine Trübung.

Siegerehrung.

Die Schiedsrichter Langsdorf (Friedberg), Weber und Schmidt (Butzbach), D r o l s b a ch (Garbenteich) und Michels, Müller und Se i b t (Gießen) walteten mit unbestechlicher Gerechtigkeit ihres Amtes. Das Schiedsgericht, das sich aus den Herren Fr. Seibert (Wetzlar), O. Bauern- s ch u b (Wetzlar) und P. Ritsert (Gießen) zu­sammensetzte, war dem Wettkampf eine zuverlässige Leitung. Den Abschluß des Tages bildete die Sie­gerehrung, die durch den Gau-Handballobmann Seibert (Wetzlar) im Schützenhaus stattfand. Den siegreichen Mannschaften wurden gerahmte Plaketten, den 2. und 3. Siegern prächtige Diplome als Andenken an das Turnier zuteil.

Die Mannschaft des Siegers.

Balser; Funke, Volkmann; Cremers; Schuler, Steines, Krüger.

Davon Angehörige des hiesigen Bataillons: Ge­freiter Funke (NZ.), Gefreiter V o l k m a n n (1. Komp.), Grenadier Cremers (1. Komp.), Schütze Steines (4. Komp.), Grenadier Krüger (1. Komp.).

2. Komp. II Tv. Lützellinden (0:4) 3:5, Tv. Ruttershausen 1900 Gießen (1:2) 3:6, Tgm. Friedberg II Hochelheim (1:1) 2:1.

Erste Vorschlußrunde:

Tv. Krofdorf To. Grüningen (2:0) 2:1, Tgm. Friedberg II Tv. Lützellinden (0:3) 1:7, Spv. 1900 Gießen II Tv. Groß-Rechtenbach (4:0) 6:2,

Zweite Vorschlußrunde:

Tv. Hausen Tv. Krofdorf (1:0) 2:2 (für Krof­dorf gewonnen),

Tv. Lützellinden Spv. 1900 Gießen II (3:1) 6:2.

Entscheidungsspiel:

Tv. Krofdorf Tv. Lützellinden (1:4) 4:5.

Das Entscheidungsspiel der Klasse II nahm einen prächtigen Verlauf. Die Lützellindener Turner ver­mochten sehr gut zu gefallen. Sie hatten bereits einen harten Kampf gegen die 1900er hinter sich, kämpften aber während dem ganzen Spiel mit un­gebrochener Kraft. Ihre Angriffe wurden mit gro­ßer Wucht vorgetragen, waren aber nie übermäßig hart. In Krofdorf hatte die Mannschaft einen sehr guten Gegenspieler, der vor allem außerordentlich flink war. In der ersten Halbzeit dominierten die Sieger, während der zweiten Halbzeit kamen aber die Krofdorfer auf und ließen ihrem Gegner nur noch einen knappen Sieg.

Gruppe 1.

Vorrunde:

Tv. Kirchgöns Tv. Pohlgöns I (0:1) 1:2, Spp. 1900 Gießen I Tuspo. Marburg I (4:0) 4:4 (für 1900 gewonnen).