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Ölungen vorsahen, in denen sich die biologische (Bärunfl auf alkalischem Wege vollziehen soll, in der die festen, organischen Stosse sinken, vergären und das überstehende reine Wasser dann in einer Ton- rvhrenleitung einer Derrieselungsanlage zugeführt wird. Regierungsbaurat Mangold vom Kultur­bauamt gab anhand der Pläne Aufschluß über das gesamte Vorhaben.

Die Arbeiten konnten schon vor einiger Zeit in Angriff genommen werden. Die Durchführung der Erdarbeiten wurde durch ein langfristiges Darlehen derOefsa" ermöglicht. Die gesamten Arbeiten urn- fassen 1600 Tagewerke und bieten etwa 30 Arbei­tern für einige Monate lohnende Beschäftigung. Bei dem Aushub der Faulgrube stieß man auf Schwie­rigkeiten, da ein Teil der Grube aus einem festen Basaltfelsen herausgearbeitet werden muß.

Oie Wiedersehensfeier

der ehemaligen -116er in Gießen.

Freitag abend fand im GasthausPostkeller" eine Versammlung des geschäftsführenden Ausschus­ses des- Vereins ehemaliger 116er Gießen statt, der zur Ausgestaltung der Wiedersehensfeier der ehe­maligen 116er am 28. und 29. Juli in Gießen ein­gesetzt wurde. Zu dieser Versammlung waren neben den bereits eingesetzten Organisationsaus­schüssen auch die Vertreter der verschiedenen ande­ren in der Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regimentspereine zusammengeschlossenen Vereine eingeladen worden. Der Führer des Vereins ehe­maliger 116er Gießen, Kamerad I. Bill, begrüßte die Teilnehmer, besonders den Vorsitzenden des Landesverbandes, Oberst Köttschau - Bad-Nau- Heim, und Herrn General Mohr, als den dienst­ältesten 116er, und gedachte dann in längeren Aus­führungen des Geburtstags des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, dem das deutsche Volk so unendlich viel zu verdanken habe. Vielleicht wäre uns, so führte er u. a. aus, eine Abhaltung einer Wiedersehensfeier der ehemaligen 116er nicht mög­lich, wenn nicht der Führer Adolf Hitler das deutsche Volk vor dem drohenden Zusammenbruch gerettet hätte. Mit einem Gelöbnis der unverbrüchlichen Treue zum Führer und mit einem dreifachenSieg- Heil!" schloß der Redner seine Ausführungen. Ge­meinsam wurde sodann der erste Vers des Horst- Wessel-Liedes gesungen.

Nach einer Pause trat man dann in die Bera­tung verschiedener Fragen ein, die die organisato­rische Durchführung der Wiedersehensfeier betrafen. Insbesondere wurde man sich in der Versammlung klar, in welcher Reihenfolge und in welcher Form die einzelnen Ausschüsse (die zum Teil ergänzt wurden) ihre Arbeit in Angriff nehmen sollten.

Der Vereinsführer, Kamerad Bill, gab einen klaren Ueberblick über die im Rahmen der Wieder­sehensfeier vorgesehenen Veranstaltungen, insbeson­dere über die feierliche Einholung der alten Regimentsfahnen, die nach Mög­lichkeit auch zu dieser großen Feier erbeten werden fallen. Vorgesehen sind, wir berichteten bereits kurz darüber, eine Gefallenen-Ehrung und ein Festgottesdienst am Denkmal auf dem Land- graf-Philipp-Platz, ein großer Begrüßungs­abend in der Volkshalle, der alsDeut­scher Abend" ausgestaltet sein wird, ferner am Sonntagvormittag ein Besuch einer Ausstellung in der Kaserne, der große Festung, und dann nach einer Ansprache des Landesführers Oberst Kött­schau- Bad-Nauheim (von einem der Balkone der Volkshalle), das kameradschaftliche Bei­sammensein auf dem Festplatz (Trieb). Mit be­sonderer Freude gab der Vereinsführer davon Kenntnis, daß von der Reichswehr der Wieder­sehensfeier alle Aufmerksamkeit entgegengebracht werde und auch von dieser Seite tatkräftige Unter­stützung zu erwarten sei.

Der Landesführer Oberst Köttschau sprach in kurzen Ausführungen über die Ausgestaltung der F e st s ch r i f t und sagte darüber hinaus dem Ver­ein ehemaliger 116er Gießen seine volle Unter­stützung für diese Veranstaltung zu. Verschiedene Vertreter anderer Gießener Regimentsvereine er­klärten sich ohne weiteres bereit, an der Vorberei­tungsarbeit für diese große kameradschaftliche Ver­anstaltung tatkräftig mitzuwirken.

Im weiteren Verlauf des Abends wurde noch manche praktische Anregung für die organisatorische Arbeit gegeben. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler wurde die Versamm­lung geschlossen.

,KM"-!lnterhaltungSabend der SS.

Die SS. des Sturmbanns IV/33 vereinigte am Samstag ihre fördernden Mitglieder zu einem wohlgelungenen Unterhaltungsabend im Caf6 Leib. Obersturmbannführer Mozeck hieß die Teilneh­mer willkommen und wünschte allen einige unter­haltsame Stunden. Einige Kameraden unterhielten mit guter Streichmusik, die dankbar ausgenommen wurde.

Im Mittelpunkt des Abends standen die Aus­führungen des Schulungsleiters des Rasse- und Siedlungsamtes des Sturmbanns IV/33 Metz (Gießen), der in anschaulicher Weise und in dichte­rischer Sprache über die deutsche Geschichte und ihre Zusammenhänge Vortrag hielt. Der äußere Macht­kampf des Nationalsozialismus sei, so führte er u. a. aus, beendet, trotzdem sei es notwendig, daß wir immer wach und kämpferisch blieben. Immer rängen zwei Welten miteinander: die Welt des Ichs und die Welt des Bodens. Er erinnerte dann an die Kämpfe der Goten und an ihren Verfall, weil sie sich vom Boden entfernten und sich mit anderen Äölkern verschmolzen. Weiter schilderte er die Persönlichkeiten der deutschen Geschichte in kritischer Beleuchtung, wandte sich insbesondere der Rotte zu, die Friedrich Barbarossa spielte, dessen Charakterbild der Geschichtsunterricht uns stets ver­zerrt habe, schilderte die Abhängigkeit der deutschen Fürsten, Könige und Kaiser von Rom. Man hörte ferner von den Kämpfern für die deutsche Sache, von Luther, der das stolze Wort gesprochen:Ich kann nicht anders...!" Der Vortragende erinnerte an den 30jährigen Krieg. Nie habe ein Volk so viele Tränen gemeint, wie das deutsche Volk zu jener Zeit. Nie habe ein Volk so viel Leid getragen, als das deutsche im 30jährigen Kriege!

Dann hörte man von der neueren deutschen Ge­schichte. In großer Zusammenfassung sprach der Redner von der Entstehung des Zweiten Reiches, von Bismarck und König Wilhelm I., von der ge­schichtlichen Sendung der beiden Männer und ihrer aufrechten deutschen Art. Dann zeichnete der Red­ner ein Bild von den Ereignissen nach dem Welt­krieg, schilderte das verhängnisvolle Wirken der führenden Männer der damaligen Zeit, charakte­risierte das Wesen Stresemanns, wies auf Die Zu­sammenhänge hin, die zur Annahme des Dawes- Planes führten und sprach von jenen Machina­tionen, die das deutsche Volk in den Jahren des liberalistischen Systems an den Abgrund führten. Nun aber habe das deutsche Volk zu Adolf Hitler gefunden, es bekenne sich wieder zu Dem Recht auf

den Boden, zum heiligsten Recht des Menschen. Das deutsche Volk bekenne sich wieder dazu, daß die Grundlagen des völkischen Seins der Grund und Boden, Die Kraft des Körpers und Des Geistes seien. Wir jeien Glied in einer Kette von den Ahnen 3U den Zukünftigen. Das Volk, das leben wolle, werbe leben. Die Königin Luise habe einmal gesagt:Wir sind auf den Lorbeeren Friedrichs Des Großen ein­geschlafen!" Der Nationalsozialismus werDe Dem­gegenüber nicht aufhören, au marschieren. Das deutsche Geschick werbe in ber festen HanD Des Führers bleiben, unD er werde alle Kräfte in einen großen Strom leiten: Deutschland!

In seinen abschließenden Ausführungen beschäf­tigte sich der Redner mit dem Gedanken der Zucht, als dem Ausdruck eines bewußt gewollten sittlichen Willens. Er sprach von den besonderen Ausgaben, die der SS. gerade in dieser Hinsicht gestellt seien, ferner von dem Wesen der Frau, wie es sein solle, vom Kampf um Die Erringung Der Familie unD schließlich von Der SieDlung. Er betonte, Daß SieDler im Deutschen Osten nur jener nachgeborene Bauern­sohn werben könne, ber durch bie harte Schule ber SS. gegangen unb bereit sei, unter großen Opfern ein großes Ziel zu erreichen.

Mit einigen feinen Verszeilen, in Der Die Ver­pflichtung ber Gegenwärtigen für bie Zukünftigen ihren symbolischen Ausbruck fanb, beschloß ber Vor- tragenbe seine Ausführungen. Anhaltender starker Beifall bankte bem Rebner.

Nachbem noch eine große Anzahl von Mitglieds­büchern verteilt worben war, fanb ber Abenb mit musikalischen und humorvollen gesanglichen Dar­bietungen feinen Abschluß.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag: Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Ein Mädel wirbelt durch die Welt".

Aus Dem Stadttheaterbüro. Mor­gen, Dienstag, Abend das musikalische Lustspiel Die Frau ohne Kuß" von Keßler-Kollo. Mitt­wochabend roieDerumDie Frau ohne Kuß". Freitagabend das TrauerspielDie Verschwörung Des Fiesco zu Genua" von Schiller. Sonntag das LustspielDie Frau ohne Kuß". (Siehe Anzeige vom Samstag.)

** Don Der Universität. Von Der Presse­stelle Der Universität Gießen roirD uns mitgeteilt: Professor Dr. Walther Schultze, Oberarzt Der Universitäts-Hautklinik Gießen, Der für Das Ende des Wintersemesters vertretungsweise Den Lehrstuhl für Dermatologie in Frankfurt a. M. innehatte, ist das Ordinariat für. Dermatologie in Jena angeboten worden. Dr. Schultze hat Den Ruf zum 1. Mai anaenommeti unD roirD als Nachfolger von Pro­fessor Spiethoff, Der nach Leipzig geht, Die Leitung Der Jenaer Hautklinik übernehmen.

Vierte Anordnung für den 1. Mai für die Kundgebung in Gießen.

Bett. Kapellen.

Folgende Kapellen stellen sich an diesem Tage für Gießen zur Verfügung:

1. SA. mit Spielmannszug,

2. SA.-R. mit Spielmannszug,

3. Reichswehr mit Spielmannszug,

4. Stahlhelm mit Spielmannszug,

5. HI. mit Spielmannszug,

6. Spielmannszug des Jungvolks.

Bett. Fahnengruppen.

Sämtliche Fahnen werden zu folgenden Fahnen­gruppen zusammengestellt:

1. Fahnengruppe Der SA. und SA.-R. Dazu ge­hören sämtliche Sturmfahnen Gießen und Um­gebung.

2. Fahnengruppe der HI. Dazu gehören sämtliche HJ.-Fahnen von Gießen und Umgebung.

3. Fahnengruppe Der PO. Alle Ortsgruppenfah­nen Der OG., Die an Der KunDgebung in Gie­ßen teilzunehmen haben, ferner alle Unter­organisationen Der Partei, NSBO., NS- Hago, Amt für Beamte, NSLB.

4. Fahnengruppe Des Jungvolks Gießen unb Umgebung.

5. Fahnengruppe ber Universität, sämtliche Kor­porationen in Wichs, Universitätsbanner.

6. Fahnengruppe aller Vereine, Kriegervereine, Sportvereine usw., bie eine anftänbige Fahne besitzen. Ich weise nochmals barauf hin, baß bie Vereine nicht geschlossen marschieren, son- bern jeber in seinem Betriebe marschiert. Es hanbelt sich hier nur um Fahnengruppen von je brei Mann.

Es wirb in Sechserreihen innerhalb ber Fahnen­gruppen marschiert. Zu jeber Fahne gehören brei Mann.

Befr. Ehrenableilungen.

Folgenbe Ehrenabteilungen beteiligen sich außer­halb ber Betriebe an bem Umzug.

1. Reichswehr,

2. SA.,

3. HI.,

4. Jungvolk.

Jebe Ehrenabteilung ist 120 Mann stark.

Sämtliche Kapellen, Fahnengruppen unb Ehren­abteilungen treten auf bem Dsroalbsgarten an. Zeitpunkt wirb noch bekanntgegeben.

Die zustänbigen SA.-, HI.-, Jungvolk- unb Ver­einsführer unb bie politischen Leiter sinb Dafür ver­antwortlich, Daß bie Fahnengruppen zusammen­kommen. Jeber hat sofort Das Nötige zu veran­lassen.

Bett. Lokale für den Abend.

Sämtliche Betriebe werden aufgeforDert, sich umgehend Lokale für den Abend zu besorgen. Aus Die Zahl Der Teilnehmer ist Dabei Rücksicht zu nehmen.

rNufikbestellungen für Den Abend

bei Den Kapellmeistern unserer Kapellen. Reichs­wehr: Obermusikmeister Krauße, SA.-R.: Musik­zugführer Herrmann, SA.: Truppführer Rie­be r g a l l, Kaiserallee, Orchester Des Stadttheaters, und in erster Linie natürlich Berufs- m u s i k e r.

Behr. Marschkolonnen für den Feslzug.

Es werden folgende große Marschkolonnen gebil­det. Jede tritt gesondert an. Ort wird noch bekannt­gegeben.

1. Sämtliche Betriebe mit voller Beleg­schaft. Führer dieser Kolonne ist Pg. Wagner, Kreisamtsleiter Der NSBO., Gießen, Schanzen­straße. Unter Dieser Anschrift melden bis spätestens Dienstag, Den 24. April, sämtliche Betriebe ihre Teilnehmerzahl. Von dort erfolgt Dann bis zum 25. April morgens 12 Uhr SarnrnelrnelDung an Die Kreisleitung.

2. Handel, Handwerk und Gewerbe. Führer ist Pg. Schimmel, Kreisamtsleiter ber NS.-Hago, Goethestraße 7. Unter dieser Anschrift erfolgen ebenfalls bie Stärkemelbungen bis zum 24. April. Sammelmelbung an bie Kreisleitung bis zum 25. April 12 Uhr. Gleichzeitig find zu melben: Festwagen, Sonbergruppen. Zu biefer Gruppe ge­hören sämtliche Innungen unb Geschäfte, Banken, Sparkassen.

3. Behörden. Führer ist Pg. Heß, Kreisamts­leiter des Amtes für Beamte, Gießen, Kreisleitung, Löberstraße 9. Unter dieser Anschrift erfolgt Mel­dung aller Behörden bis Dienstag, Den 24 April. Sammelmeldung an die Kreisleitung bis Mittwoch, den 25. April, 12 Uhr. Dazu gehören Beamte mit Ausnahme der Reichsbahn, die mit Den Betrieben marschiert, Erzieher, Gericht, Rechtsanwälte, Pfarrer.

4. Berufstätige Frauen, Die nicht in einem Betriebe mitmarschieren können, z. B. Hausange st eilte. Meldungen nicht erforder­lich. Sammelplatz wird noch bekanntgegeben.

Arbeitslose marschieren in ihren Berufs­gruppen mit. Sie schließen sich irgendwo an, gegebe­nenfalls auch ohne Meldung.

In Zweiselsfällen Anfrage bei ber Kreisbetriebs- 3ellenabteilung Schanzenstraße, die entscheidet über die Zugehörigkeit zu den einzelnen Marschkolonnen. Telephon: 3587.

Für alle Marschkolonnen werden noch Sammel­plätze bestimmt.

Schmelz, Kreispropagandaleiter.

Das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit.

Von Karl Hahn, stellv. Kreisbetriebszellenobmann.

In bem Betrieb arbeiten ber Unternehmer als Führer bes Betriebes, bie Arbeiter unb Angestellten als Gefolgschaft, gemeinsam zur. Förberung ber Betriebszwecke unb zum gemeinsamen Nutzen von Volk unb Staat.

Dieser Grunbsatz ber Zusammengehörig­keit, bes Gemeinschaftslebens unb G e - meinschaftswillens burchzieht bas ganze Gesetz. Er bildet ben Unterbau unb formt bie Ge­staltung bes Gesetzes. Gerabe bieses Prinzip ber Gemeinschaft, bas allem anberen voransteht, bebeutet eine Revolutionierung bes Wirtschafts- qedankens überhaupt, benn es erfolgt eine Ab- föfung bes liberalistischen, kapitalistischen Wirtschafts- benfens burch bie nationalsozialistische Wirtschafts­auffassung. Der Betrieb, seither im Selbstzweck ge- grünbet, war eine Stätte, wo sich bie Gewinn­sucht jeglicher Schattierung hemmungslos austoben konnte, ohne Rücksicht auf bie Mitarbeiterschaft, geschweige benn auf Volk und Staat. Der Begriff besraffinierten" unb besgeriebenen" war viel­fach gleichbedeutend mit bem bestüchtigen" unb strebsamen" Geschäftsmannes.

Mit biefer Auffassung wirb jetzt gründlich Schluß gemacht, benn an bereu Stelle werben im Wirt­schaftsleben bie begriffe bes solbatischen Lebens eingeschaltet. Der Unternehmer wirb ber Betriebsführer. Er wirb in betriebstechnischen Fragen mit Vollmachten ausgestattet, bie aller­dings ihre natürlichen Grenzen in ber restlosen Erfüllung ber ihm gestellten Aufgaben gegen­über seiner Gefolgschaft finben. Als Betriebsführer trägt er bie Verantwortung für bas Wohl unb Wehe bes ihm anvertrauten Betriebes unb feiner Gefolgschaft. Als Vorgesetzter soll er ein Vorbilb fein hinsichtlich ber Gesinnung, bes Charakters unb ber Betriebsamkeit. Beibe Betriebsführer unb Gefolgschaft bilben eine Gemeinschaft, bie ber Volksgemeinschaft gegenüber für ihr Tun unb rlcn verantwortlich ist. So gehen zusammen- geschroeißt burch benDeutschen Sozialismus" biefe ehemaligen Gegner als eine gebunbene unb oerbunbene Zelle einen gemeinsamen Weg

mit einer hoppelten Verantwortung, vor bem neu- erftanbenen Kameraben ber Arbeit unb ber beut- schen Volksgemeinschaft.

Der Vertrauensrat ist kein Betriebsrat. Denn wenn bem marxistischen Betriebsrat als Hauptaufgabe bie Züchtung bes Klassenhasses zwi­schen Angehörigen bes gleichen Betriebes burch bie ausschließliche Verlegung seiner Tätigkeit auf bas Feilschen unb Hanbeln über bie vermietete Arbeits­zeit oblag, so hat ber Vertrauensrat gerabe bas Gegenteil zu tun. Der Dertrauensrat hat bie Pflicht, bas gegenseitige Vertrauen inner­halb ber Betriebsgemeinschaft zu ver­tiefen. Gemeinschaftsgeist einerseits, Vertrauen anberfeits, b. h. hier eine Versittlichung ber Be­ziehungen untereinanber, bilben bie Pfeiler unseres Sozialismus, unb besten Verwirklichung herbeizu­führen unb hierüber zu wachen, ist unb bleibt bie Hauptaufgabe bes Vertrauensrates. Von ber Voll­kommenheit ber Zusammenarbeit, bie bei allen Be­teiligten eine vornehme Gesinnung unb hohe mora­lische Eigenschaften voraussetzt, hängt bas Blühen unb Gebeihen ber Betriebe ab. Nicht nur bilben unb beraten, sonbern auch wachen soll ber Dertrauensrat, unb zwar für bie richtig oerftnnbene Durchführung ber Gesetzesbestimmungen. Der Kern­punkt ist nun nicht, wie seither, in Paragraphen festgezwängt, sonbern in ber nationalsozialistischen Weltanschauung unzweibeutig verankert. Glaubt ber Dertrauensrat, baß Böswilligkeit unb absichtliche Verstöße gegen biefen Geist vorliegen, so muß er bei bem Beauftragten bes Reiches Einspruch er­heben. Allein biefer Einspruch ist ein äußerst wich­tiger Schritt, ber für den ungeeigneten Betriebs­führer bie schroerwiegenbsten Folgen nach sich ziehen kann.

Dieser Beauftragte, ben der Nationalsozialismus zur Wahrung seiner heiligsten Belange in ben Be­triebsgemeinschaften aufgestellt hat, ist ber Treu- hänber ber Arbeit. Seine Arbeit ist zweierlei:

1. trägt er Die Verantwortung für Die sinngemäße Durchführung des Arbeitsgesetzes und ist des­halb reichlich mit Machtmitteln ausgestattet;

2. hat er für die Erhaltung des Arbeitsfriedens zu sorgen.

Seine Arbeit beginnt Da, wo Der Betriebsführer, fei es durch Unfähigkeit oder schlechten Willen, eine gütige Zusammenarbeit mit seiner Gefolgschaft nicht Herstellen kann. Wenn bas Gesetz bem gutwilligen unb fähigen Betriebsführer weitgehenbe Vollmach­ten einräumt, so hat es anberfeits brakonische Maß- nahmen für Den schlechtwilligen eingebaut. Hier bereits kann ber Treuhänder entscheidend eingreifen.

Kündigungen sind ihm anzuzeigen. Arbeitszeit­verkürzungen unterliegen seiner Genehmigung. Er kann Tarifordnungen erlassen, Betriebsordnungen widerrufen und neue festfetzen, den Dertrauensrat ernennen und sämtliche Streitfälle aus eigener Machtvollkommenheit schlichten. Ihm zur Seite steht Der Sachverständigenbeirat, Der sich aus brei Vierteln aus Der Vorschlagsliste ber Deutschen widerrufen und neue festsetzen, Den Dertrauensrat Arbeitsfront zufammenfetzt.

Der Dritte Abschnitt Des Gesetzes regelt Die Ta­rif- unD Betriebsordnung. In Der Be­triebsordnung müssen Arbeitszeit, Lohn, Bußen, Kündigungsfrist und Kündigungsart enthalten sein. Sie wird vom Betriebsführer unb Vertrauensrat nach bestem Wissen und Gewissen ausgestellt und tritt am 1. Mai 1934, Dem Tag Der nationalen Ar­beit, an Dem Der Vertrauensrät ein feierliches Ge­löbnis vor Der Betriebsgemeinschaft ablegen muß, erstmalig in Kraft. Gleichzeitig fallen: das Betriebs- rätegesetz, Die Tarifvertragsordnung und Die Verord­nung über Das Schlichtungswesen. Das sind gerade die Gesetze, welche die Bildung Des unwürdigen Typs Des'Proleten" förderten.

Den Höhepunkt im organischen Aufbau Des Ge­setzes bildet zweifellos Der vierte Abschnitt, Der in 21 Paragraphen die SozialeEhrenger.ichts- b a r k e i t behandelt. Der Grundzug Des Begriffes ist absolut neu. Er steht in aller Erhabenheit turm­hoch über all dem, was in Arbeiterbewegung und Programm jemals vorgebracht worden ist. Er fin­det nur eine gewisse Angleichung in Dem alten Ehrengericht des Adels, Des Militärs und Der Stu­dentenschaft. Eine Verurteilung durch Diese Gerichte war für diese Kreise mehr als eine Strafe: sie be­deutete eine unauslöschliche Schande. Vor einer sol­chen sittlichen Gipfelhöhe sollen in Zukunft Die Kon­flikte innerhalb Der Betriebsgemeinschaften ausge­tragen werden. Diese Ehrengerichte oertragen mit den ehemaligen Arbeitsgerichten ebensowenig ein Gleichnis, wie Die Idee Der sozialen Ehre mit bem Arbeiterrecht einer vergangenen Epoche irgendeine Aehnlichkeit aufweist. Diese Ehrengerichte werden nach deutschem Recht, D. h. geleitet Durch ein ur­wüchsiges, gesundes Rechtsempfinden, unter Ableh­nung aller überspitzten Rechtskonstruktionen ihre Urteile fällen.

Unter Berücksichtigung Der wiedererstandenen Würde dieser Ehrengerichte werden wieder Geltung und Wert erhalten: Pflichterfüllung, Ver­antwortungsbewußtsein, Achtungs­würdigkeit!

Durch dieses Gesetz ist Deutschland der bestent­wickeltste Staat in sozialpolitischer Hinsicht.

Sechs Dilbeler Einwohner wegen Hochverrats vor Gericht.

LPD. Darmstadt, 20. April. Vor Dem Straf­senat des Oberlandesgerichtes hatten sich heute sechs Einwohner aus Vilbel wegen Hochverrats zu ver­antworten. Die Anführerin, Frau Anna Mino- p r i o erhielt ein Jahr und sechs Monate Gefäng­nis, Ludwig K r o n e r ein Jahr vier Monate Ge­fängnis, Karl Giebenhain und Gabel erhielten je ein Jahr und drei Monate Gefängnis und Heinr. Marburger ein Jahr Gefängnis. Die Untersuchungs- haft wird Den Verurteilten teilweise angerechnet. Der sechste Angeklagte wurde freigesprochen.

Gewinnauszug

1. Klasse 43. Preußisch-Süddeutsche (269. Preuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich Hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden

Abteilungen I und II

2. Ziehungstag 21. April 1934

3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 100 2)1. gezogen

2 Gewinne zu 100000 M. 155108

4 Gewinne ju 1000 M. 224370 258157

28 Gewinne,-u 800 M. 56951 58410 124886

136333 140770 158910 171018 196151 243915 253434 262953 269475 363785 388458

58 Gewinn, »u 500 M. 17903 18244 20936

43533 45724 45925 50571 55089 57055 58091 84710 125541 157660 165915 204035 212194

218284 239707 240514 247599 267049 267180 294912 332533 341263 364985 389728 394229 395167

176 Gewinne zu 200 M. 2142 17478 24727 39052 40733 51783 54086 68765 71826 74204 74601 77776 77788 80385 82671 86026 89993 91548 93824 105282 108634 110307 125670 136582

143753 147837 153694 155807 158600 161958

164201 166159 172124 173987 175283 176520

177513 180167 183859 183865 186075 189593

192697 194129 195221 208728 216179 217974

218715 222368 232256 240461 242318 251627

254929 256281 266388 272385 274994 281355

286961 287971 288219 290542 292034 302230

305632 308123 311085 316898 327445 332519

334662 339957 342145 344590 345719 347270

354499 365152 377231 378182 379121 383565

387382 392063 393507 398743

2. Ziehungstag 21. April 1934

Ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 100 M. gezogen

2 Gewinn« zu 3000 M. 102319

12 G«winn« ,u 2000 M. 175894 213407 275370 279361 363164 397177

8 G«v,nn« ,v 1000 M. 82668 96979 205412

218852

16 Gewinne 800 M. 95037 179007 189754

225674 259044 268228 310596 349168

48 Gewinn, zu 500 M. 32005 34551 49199

75653 77127 121292 125609 151126 162054

191830 199135 199882 205684 210901 227513

230087 235897 247521 258554 286879 316841

351818 361867 374269

164 Gewinne zu 200 M. 4850 6286 21914 22735 24556 33635 44869 55642 60032 60764 62315 80152 89445 92972 93719 95193 96254 116946 120569 122139 144644 145021 145587 146149

150474 151360 170500 175451 177648 182250

182482 191077 201112 201934 201945 203659

205476 208742 211812 224028 226264 228467

229742 235947 241269 243418 246219 249784

251052 251070 263550 271236 274301 277060

288659 289280 293677 297720 298072 298491

301198 312868 314011 315869 316850 320617

320971 333982 334885 336482 340518 344877

347881 348956 353501 354041 363403 366657

376777 386743 389499 393919

20 Tagesprämien.

Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 NM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 28183 80630 121129 160401 161854 185229 255625 258618 267138 330100

Die Ziehung der 2. Klaffe der 43. Preußisch- Süddeutschen (269. Preußischen) Staats-Lotterie findet am 16. und 17. Mal 1934 statt.