den Schritt unseres Herrn und Heilands, zum Land der Sehnsucht und Verehrung aller Christen wurden, und auf denen 1900 Jahre später unsere deutschen Kameraden unter unsäglichen Entbehrungen und Beschwerden für Heimat, Volk und Vaterland stritten und starben. Auf Anregung von Pfarrer V ö m e l erklärte Dr. Kaufmann seine Bereitwilligkeit, die Einnahme des Abends für eine kirchlich-soziale Einrichtung dort im heiligen Lande zur Verfügung zu stellen, wofür ihm herzlicher Dank der Zuhörerschaft wurde. — Die hiesige Koch - und Nähschule, die unter Leitung von Fräulein Martha Helwig- Gießen steht und seit Jahren durch außerordentliche Leistungen sich auszeichnet, veranstaltete im Saale der Gastwirtschaft Schlierbach eine Ausstellung, die sich eines sehr regen Besuches erfreuen durfte. Besonderes Interesse zeigten die Besucher für die Handwebearbeit, die von den Mädchen praktisch vorgeführt wurde, und worin wirklich schöne Erfolge erzielt worden waren. Sehr lehrreich für die Hausfrauen waren auch die Zusammenstellungen von Eintopfgerichten und ebenso beherzigenswert die unter dem Motto „Eßt deutsches Obst" stehenden Teile der sehr reichhaltigen Ausstellung. — Am Sonntag ließ die Kreisfilm st elle Wetzlar der NSDAP, hier im Benderschen Saale den Film „Der Choral von Leuthen" mit seinem Beiprogramm „Das Jugendherbergswesen in Ostpreußen" und einem „Wildwestfilm" — diesmal aber im hohen Norden
in Schnee und Eis — laufen. Leider ließ der Besuch der Abendvorstellung zu wünschen übrig. Bei der Nachmittagsvorstellung für die Schulen der Umgegend war der Saal — wie immer — bis auf den letzten Platz gefüllt.
Eine Lvköpfige Einbrecherbande vor Gericht.
Die Brandstifter des Wormser Festspielhauses unter den Tätern.
LPD. Mainz, 20. März. Achtzehn männliche und zwei weibliche Personen hatten sich vor der Großen Strafkammer in Mainz wegen Diebstahls und Hehlerei zu verantworten. In den letzten Jahren bis zur nationalen Erhebung war in Worms und Umgebung ein förmlicher Einbruchsterror ausgeübt worden. Die Polizei hatte einen schweren Stand, und es gelang ihr erst nach vieler Mühe, den Verbrechern, meist ehemaligen Kommunisten, das Handwerk zu legen. Unter den Tätern befinden sich auch der 21jährige Kurt Richter und der 22jährige Jakob G e f f e r t, die vor einiger Zeit das Wormser Festspielhaus in Brand gesteckt hatten und deshalb zu je 12 Jahren Zuchthaus verurteilt worden waren. Beide waren auch die Haupttäter der jetzt zur Verhandlung stehenden Einbrüche, die stets zur Nachtzeit in
Läden, Fabriken, Lagern, Schaufenstern, städtischen Gebäuden usw. ausgeführt wurden. Selbst vor Einbrüchen in Pfarrhäuser und in die Wormser Liebfrauenkirche schreckten die Verbrecher nicht zurück. Reiche Beute an Lebens- und Genußmitteln, Klei- dungs- und Wäschestücken, Schmucksachen usw. fiel den Dieben in die Hände.
Nach zweitägiger Verhandlung wurden verurteilt: Kurt Richter zu 5 Jahren Zuchthaus, Jakob Geffert zu 4 Jahren Zuchthaus, Ernst Richter zu 8 Jahren Au chthaus, Gottfried Schlegelmilch zu ? Jahren Zuchthaus, Ernst Schlegelmilch zu 3V- Jahren Zuchthaus. Die übrigen Angeklagten wurden zu Gefängnisstrafen von 1 Monat bis 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Sechs Angeklagte, darunter die beiden Frauen, wurden freigesprochen.
Nundfunkprogramm.
Donnerstag, 22. März.
6.05 Uhr: Gymnastik. 6.55: Frühmeldungen. 7.10: Frühkonzert. Klänge aus aller Welt. 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13.15: Nachrichten. 13.35: Mittagskonzert II. Rezepte für gute Laune. 14.40: Kinderstunde. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Hans Carosfa, „Führung und Geleit". 17.45: Aus Zeit und Leben. 18.15: Familie
und Raffe. 18.25: Spanischer Sprachunterricht 18.50: Sozialdienst. 19: Stunde der Nation: Aus unvollendeten Bühnenwerken von Franz Schubert. 20: Nachrichten. 20.10: Kleine Stücke für Violine und Klavier. 20.30: Don Carlos, Jnfant von Spanien. Dramatisches Gedicht von Friedrich von Schiller. 22: Nachrichten. 22.20: Aus Neuyork (D. S.): Kurt G. Sell: Worüber man in Amerika spricht. 22.45: Zwischenprogramm. 23: Mit Pauken und Trompeten. 0.30 bis 1: Nachtmusik.
Freitag, 23. März.
6.05 Uhr: Gymnastik. 6.55: Frühmeldungen. 7.10t Frühkonzert. 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert L Don guten und bösen Geistern. 13.15: Nachrichten^ 13.35: Mittagskonzert II. 14.40: Stunde der Frau. 15.59: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: „Jacobi — Lavater — Basedow, Goethes früfie Freunde", Vortrag. 17.45: „Alte Bekannte stellen sich vor", eine kleine Szenenfolge. 18: Stunde der Jugend. 18.25: Englischer Sprachunterricht. 18.50: Griff ins Heute. 19: Stunde der Nation: Stimmen an der Grenze, Land an der Saar. 20: Nach?ichten. 20.10: Der schwarze Domino. Komische Oper von D. F. E. Auber, bearbeitet von Hans Roslaud. 21.40: Kurzgeschichten aus der Pfalz. 22: Nackrichten. 22.35: Zwischenprogramm. 23: Dom Schcksal des deutschen Geistes. Die deutsche Klassik und der Blick auf den vorgeschichtlichen Menschen, vor Albert Borso. 24 bis 1: Nachtmusik.
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Alte Friedhofskapelle
Freitag, den 23. März, abends 8 Uhr. Mitwirkende: Frl. M. Lenz, Frl. HeilvigRoloff. Organist Nebeling, der Lutherkirchenchor.
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Lollar, den 21. März 1934.
Die Beerdigung findet Freitag, den 23. März, nachmittags 4 Uhr statt
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In tiefer Trauer:
Familie Hermann Hahn
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Familie Hermann Dietz, Anna Rau
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Meute entschlief nach kurzer schwerer Krankheit unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel
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Gießen (Neuenweg 30), den 22. März 1934.
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Vereinsfiibrer.
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Für die uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir unseren herzlichsten Dank
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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Christine Luh, geb. Müller
Odenhausen, den 21. März 1934.
Die Beerdigung findet am Freitag, den 23. März, nachmittags, 2 72 Uhr, statt
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Am 21. März verschied sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden mein lieber Mann, mein guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel
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Der Vorsitzende des Deutschen Gemeindetagcs, Oberbürgermeister Fiehler, hat einen Appell an die Gemeinden gerichtet, möglichst viele Freiquartiere für die SA. bei der Bevölkerung zu beschaffen, damit bewährte Kämpfer der nationalsozialistischen Bewegung einige Wochen kostenlos Unterkunft und Verpflegung erhalten. Er beabsichtigt, dem Führer an seinem Geburtstage, dem 20. April d. I. zu melden, wieviel Freiquartiere der Deutsche Gemeindetag gesammelt hat. 17340
Wir erwarten von der Bevölkerung unserer Stadt, daß zahlreiche Familien zur Förderung des Gedankens der Volksgemeinschaft einem SA.-Mann für mindestens zwei Wochen Gastfreundschaft gewähren. Ein schlichtes Bett und einfache Familienkost wird von jedem SA.-Mann dankbar begrüßt.
Es ist eine Ehrenpflicht eines jeden deutschen Volksgenossen, gegenüber den Frontkämpfern des Dritten Reiches, die freiwillig Gut, Blut und Leben aufs Spiel setzten um unser Vaterland vor der bolschewistischen Zerstörungswelle zu retten, sich auf diese Weise dankbar zu zeigen. Es darf daher in keiner Familie, deren Ernährer im Erwerbsleben steht, der SA.-Mann als Gast fehlen.
Die einzelnen Ortsgruppen der NSDAP, werden in den nächsten Tagen bei der Einwohnerschaft umfragen lassen, wer Freiquartiere zur Verfügung stellt. Dabei soll auch die Zeit angegeben werden, während der das Quartier bereitgestellt ist. Es ist erwünscht, daß Freiquartiere bereits Ende März und im April gewährt werden.
Gießen, den 20. März 1934.
Bürgermeisterei Gießen.
3.23.: gez.: Bartholomäus.
' Kreisleitung der NSDAP.
Gez.: Hopfen müller, stellv. Kreisleiter.
//./testet
INH: WILHELM HOHN UND SOHN .
Kreuzplatz 15 Kreuzplatz 15
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Heute Donnerstag bis Sonntag
Hotel auf dem Ozean nach d. Roman „Überfahrt“ Ein sensationeller Kriminalfilm in deutscher Sprache
Hauptrollen:*Georg Brent, Zita Johann
Ferner; Auserwiihlt. Beiprogramm Ufa-Ton-Woche 1745c


