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kümmern, sondern mit denen zu rechnen, die unver­zagt bereit sind, mit uns den Kampf für die deut­sche Wiederauferstehung aufzunehmen und durchzu­führen.

Wir waren überzeugt, daß die Rettung des deut­schen Volkes ihren Ausgang nehmen muß von der Rettung des Bauernstandes. Denn wenn irgend ein anderer Mensch seine Dienststelle ver­lassen muß oder selbst sein Geschäft verliert, so kann er eines Tages einen neuen Platz wieder finden, durch Fleiß und Tüchtigkeit ein neues Unternehmen gründen. Der Bauer aber, der erst einmal seinen Hof verloren hat, ist meist für immer verloren. Wehe aber, wenn in einem Volk dieser Stand ver­nichtet wird! Jede Not kann man leichter meistern, eine allein kann ein Volk zugrunde richten: Sowie die Broternährung fehlt, hören alle Experi­mente und alle Theorien auf. Die Bitte um das tägliche Brot ist nicht umsonst eingeschlossen in das Gebet der Christenheit.

Der Kampf zur Rettung des Mittel­standes ist in erster Linie mit ein Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Millionen Menschen haben Bedarf an Kleidung, an Schuhen, an Wohnung, an Einrichtung und an Nahrung, und Millionen andere möchten arbeiten und »näch­ten schaffen. Die einen können ihren Bedarf nicht befriedigen, und die anderen finden keine Möglich­keit zur Herstellung dieses Bedarfs. Die Vorsehung hat uns als intelligentes Volk geschaffen. Wir sind fähig, die größten Probleme zu lösen. Unser Volk ist fleißig und gewillt zu jeder Arbeit. Der deutsche Ingenieur und Techniker, unsere Physiker und Che­miker, sie gehören zu den Bahnbrechern auf dieser Welt. Der deutsche Arbeiter wird von keinem an­deren übertroffen, und uns soll es nicht möglich sein, dem einen Arbeit zu beschaffen, um die Not der anderen zu beheben?

Wir sollen dazu verdammt sein, daß Millionen Menschen keine Gebrauchsgegenstände und Le­bensgüter schaffen können, die Millionen andere benötigen? Wir werden dieses Problem lösen, weil wir es lösen müssen. Das deutsche Volk der Zukunft soll keinem seiner Bürger Renten für '

das Nichtstun geben, aber jedem die Möglich­keit, durch redliche Arbeit sein eigenes Brot zu verdienen und so mitzuhelfen und beizutragen zur Erhöhung des Lebensstandards aller. Denn keiner kann etwas verbrauchen, was nicht an­dere mit ihm geschaffen halben. Wir aber wol­len, daß unser Volk in allen seinen Schichten in seinem Lebensstandard emporsteigt, und wir werden daher dafür sorgen müssen, daß die Voraussetzungen hierzu sich in unserer Produk­tion verwirklichen!

Wenn es gelingt, 5 Millionen unserer Erwerbs­losen einer praktischen Produktion zuzuführen, dann heißt dies, daß wir die gesamte Konsum­kraft des deutschen Volks zunächst mo­natlich um mindestens 400 Millionen, das sind im Jahr über 5 Milliarden, st ä r.k e n. In Wirklichkeit wird das Ergebnis aber noch höher sein. Eine ungeheure Aufgabe, deren Lösung gegen­über alles andere zurückzutreten hat! Wir waren uns klar, daß die Einkommensverhältnisse im ein­zelnen traurige sind. Allein das Einkommen ist letzten Endes das Auskommen, und das Auskommen eines Volkes wird bestimmt durch die Gesamtsumme der von ihm produzierten und ihm daher zur Verfügung stehenden Lebens- g ü t e r. So sehr wir daher den festen Entschluß haben, die Konsumkraft der Masse im Rahmen der Steigerung unserer Gesamtproduktion zu heben, so sehr ist unsere heutige Aufgabe nur darauf gerichtet, auch den letzten Mann in diese Produktion zu brin­gen. Ich bin glücklich, daß der deutsche Arbeiter trotz der zum Teil geradezu unmöglichen Lohnsätze dies begriffen hat. Es ist aber traurig, daß manche Unternehmer der gleichen Frage verständnis­los gegenüberstehen, anscheinend in dem Glauben, der heutigen Epoche der Wiederankurbelung der deutschen Wirtschaft in einer besonderen Dividenüenhöhe Ausdruck verleihen zu müs­sen. Wir werden von jetzt ab jeden Versuch, diese Steigerung herbeiführen zu wollen, mit allen und den entschlossensten Mitteln gegenüberzutreten wissen.

Die Mutfitting her Mrlschast durch die Maßnahmen der Reichsregierung.

Wir haben begonnen, die Wirtschaft auf der einen Seite von den Theorien frei zu machen und auf der anderen Seite aber auch von dem Wust drückender Verordnungen, ein- engenber Bestimmungen, über deren Richtigkeit oder Unrichtigkeit man sich gar nicht streiten kann, weil zunächst auf alle Fälle die Wirtschaft darunter erstickt wird. Wir haben weiter die Produktion Schritt für Schritt von jenen Belastungen zu be­freien versucht, die als unvernünftigste Steuer­verordnungen das wirtschaftliche Leben abwürgten. Wir haben hier auf einem Gebiet, dem" der Moto­risierung, vielleicht den größten und durch­schlagendsten Erfolg erzielt, auf zahlreichen anderen kaum weniger bedeutungsvollere. Wir waren weiter entschlossen, grundsätzlich an die Wirtschaft keine Geschenke mehr auszuteilen, sondern alle ver­fügbaren Mittel nur für d i e praktische und produktive Arbeitsbeschaffung zu ver­wenden. Der intelligente, tüchtige und ordentliche Wirtschaftler wird sich dabei betätigen können; der faule, unintelligente ober gar unorbent-1 liche unb unehrenhafte soll zu Grunbe gehe.n. Die Mittel, bie ber Staat mobil zu machen ver­mag, finb als praktische Befruchtung für bie Pro­duktion eingesetzt unb bamit nützlich angelegt.

Die Initiative, die dabei der Staat ergriff, hatte immer nur den Zweck und die Absicht, die wirtschaftliche private Initiative zu erwecken und damit das wirtschaftliche Leben langsam wieder auf eigene

Füße zu stellen. 21m der künftigen Verkehrs­entwicklung großzügig die Voraussetzungen zu sichern, wurde das Riesenwerk der neuen deutschen Reichsauto st raße projektiert und begonnen. Wir haben darüber hinaus aber versucht, eine bessere soziale Ordnung herbeizuführen, indem wir u. a. auch durch staatliche Maßnahmen die Bil­dung neuer Ehen in gewaltigem Aus­maße ermöglichten, und damit unzählige Mäd­chen aus der Produktion nahmen, in die Fa­milie und in das heim zurückführten. Alles das war aber nur möglich durch die Siche- rung unferer Währung, denn nicht durch leichtsinnige Experimente haben wir diese Maßnahmen ermöglicht, im Gegenteil: in der­selben Zeit ist es uns gelungen, die finanzielle Lage des Reiches, der Länder und der Kom­munen entscheidend zu bessern und in Ordnung zu bringen. Das Ergebnis dieser Tätigkeit kann in einem Sah zusammengefaßt werden und in ihm die Rechtfertigung erfahren: lieber 2,7 Millionen Erwerbslose sind im ersten Arbeitsjahr der nationalsozia­listischen Volks- und Staatsführung wieder in die Arbeit und damit in die Produktion gebracht worden.

Schafft Arbeit unb damit Brol unb Leben!

Für den deutschen Arbeiter der Stirn und der Faust beginnt nun heute am 21.März der neue Kampf. An die Spitze möchte ich wieder stellen die Forderung des vergangenen Jahres: Kampf gegen die Arbeitslosigkeit! S ch a fft Arbeit und d a - m i t Brot und Leben! Möge jeder in Deutsch­land begreifen, daß nur eine wahrhaft sozialistische Auffassung dieser Gemeinschaftsaufgabe ihre Lösung ermöglicht. Möge sich jeder über seinen Egoismus erheben und seine Ichsucht überwinden. Lohn unb Divibenbe, sie müssen, so schmerzlich es in diesem ersten Falle auch sein mag, zurücktreten gegenüber der überlegenen Erkenntnis, daß wir e ift bie Werte schaffen müssen, bie wir dann zu ver­zehren gedenken. Möge besonders jeder Unternehmer begreifen, daß die Erfüllung der uns wirtschaftlich gestellten Aufgaben nur möglich ist, wenn sich alle in den Dienst dieser Aufgabe stellen, unter Hintan­setzung ihrer egoistischen Eigensucht; mögen sie aber weiter einsehen, daß ein Scheitern an dieser Aufgabe nicht etwa einige Millionen neue Arbeitslose brin­gen würde, sondern das Ende und den Zusammen­bruch unserer Wirtschaft und damit vielleicht des deutschen Volkes.

Das Niesenprogramm der nationalen Arbeits­beschaffung benötigt zum Teil viele Monate, um vom Projekt xur Verwirklichung zu reifen. Wir haben ein Beispiel in den Reichsautostraßen. Schon in diesem Jahre werden rund zwei Drittel Milliar­den Reichsmark der Verwirklichung dieses Werkes dienen. So aber sind allein im vergangenen Jahr für das Jahr 1934 Arbeitspläne vorbereitet wor­den, für deren Durchführung weit über eine Milliarde Reichsmark veranschlagt und fichergestellt finb.

Parallel bamit werben gewaltige Summen ange- wenbet für bie Ermäßigung produk- tionstötenber Steuern. Rund 300 Mil­lionen Steuergutscheine kommen der natio­nalen Wirtschaft in diesem Jahre zugute. Um wei­teren 200 000 Mädchen den Eintritt in die Ehe zu ermöglichen, werden rund 150 Millionen Mark für Ehestandsdarlehen bereitgestellt. Umgekehrt soll die Zahl der Hausgehilfinnen eine Steigerung erfahren durch nicht minder große staatliche Maßnahmen. Gewaltige Millionenbeträge werden zu Abgabesenkungen dienen, sowie zur Senkung der landwirtschaftlichen Grundsteuer.

So gewaltig die nötigen Mittel find, so können und werden sie nicht aus der Notenpresse kom­men. Eine Inflation nach Art der November­regierung ist für uns undenkbar. Alle lausenden Ausgaben werden aus dem ordentlichen Etat bestritten. Dauernde Anlagen werden zu gege­bener Zeit aus dem Anleiheetat finanziert. Um

diese Mittel zu beschaffen, ist das Ver­trauen des Volkes und die Hilfe der Sparer die allererste Voraussetzung. Wir kön­nen mit Genugtuung feststellen, daß sich im ab­gelaufenen Iahre die Spareinlagen allein um rund eine Milliarde in Deutschland erhöht haben. Es ist uns weiter gelungen, die festverzinslichen Werte in ihrem Kurse so zu steigern, daß damit eine Senkung des Zinsniveaus praktisch eintrat. Wir werden auch in der Zukunft forkfahren, die Schuldenlasten zu erleichtern, die Kapitalbildung zu fördern, und wir werden uns dabei keiner Mittel bedienen, die irgendwie die Achtung vor Eigentum oder Vertragsrechten hintanfehen. Das Vertrauen der deutschen Sparer wird auch in Zukunft von der Regierung durch keinerlei willkürliche Eingriffe und durch keinerlei leicht­sinnige Finanzgebarung enttäuscht werden. Wir schützen den Ertrag jeder ehrlichen Arbeit, redliche Ersparnisse und redliches Eigentum.

Allein, etwas ist nötig zum Gelingen dieses gro­ßen Werkes, nämlich bie gemeinsame Zusam­menarbeit aller unb bie Hilfe eines jeben einzelnen. Wenn sich aber 40 Millionen erwachsene Menschen einem einzigen Willen ver­schreiben unb einen Entschluß zur Tat werden las­sen, bann kann aus dieser unermeßlichen Kraft nichts anberes als ber Erfolg kommen. Wir stehen heute wieder vor einem symbolischen A k t, meine deutschen Arbeiter. Die Frühjahrs­schlacht gegen die Not unserer Arbeitslosigkeit hat begonnen. In der Stunde, in ber wir hier vereint sind, wird im Norden des Reiches, in Nieder­finow ein Riesenwerk deutscher Jngenieurkunst und deutscher Arbeit und Schaffenskraft der Be­nutzung übergeben: das größte Schiffshebe­werk der Welt. Sie find hier angetreten an der Baustelle eines der gewaltigen neuen Stra­ße n z ü g e, die bestimmt sind, der deutschen Wirt­schaft neue und modernste Verkehrswege zu geben. Gewaltig ist dieser Plan unb symbolhaft für bie Größe ber uns gestellten Aufgabe. Die Regierung hat bas Werk erbacht unb beschlossen. Ingenieure, Vermessungsbeamte, Baumeister und Konstrukteure schaffen die Vorarbeiten, eine Armee von deutschen Arbeitern wird es verwirklichen. Sein Nutzen aber njtrb allen Deutschen zugute kommen. Daran wollen wir denken, die uns das Schicksal be­stimmt hat, an diesem Werke mitschaffen zu dürfen, ganz gleich an welcher Stelle, denn es ist ein schö- nes Bewußtsein, an einem Werke mithelfen zu dür- fen, bas nicht den Interessen eines einzelnen dient unb nicht im Besitz des einzelnen ist, sondern allen

gehört und viele Jahrhunderte lang allen dienen wird.

Ich weiß, meine Arbeiter, daß Worte und Reden verhallen und die Mühe und Plage bleibt. Allein, es ist auf der Welt noch nichts vorn Himmel gefallen. Aus Sorgen und Mühen er- wächfl das Leben. Und wenn wir uns heute sorgen, um Millionen Menschen wieder Ar­beit und verdien st zu verschaffen, dann wird unsere Sorge morgen fein, ihre Kon­sumkraft 3 u erhöhen und ihren Le­bensstandard zu verbessern. Nichts aber werden wir erreichen, wenn wir nicht mit zusammengebissenen Zähnen unsere ganze Kraft immer auf eines konzentrieren mit dem Entschluß, die nächste Ausgabe dann genau so anzupacken. Möge endlich die Einsicht der an­deren Völker und ihrer Staatsmänner begrei­fen, daß der Wunsch und Dille des deutschen Volkes und seiner Regierung kein anderer ist, als inFreiheit undFrieden mitzu­helfen amAufbau einer besseren Welt. So wollen wir denn mit dieser großen

Gemeinschaftsleistung die neue Arbeitsschlachk des Jahres 1934 beginnen. Das Ziel ist uns ge­setzt. Deutsche Arbeiter fanget anl

Triumphfahrt nach München.

Tausende huldigen dem Führer.

Nach ber von stürmischem Beifall ber Versam­melten aufgenommenen Rebe des Führers werben ihm abermals Arbeiter vorgestellt, nachbem ihm schon vorher Aborbnungen sämtlicher Baustellen ber Reichsautobahn gemelbet worben waren. Bei ber Rückfahrt besichtigte der Führer noch den Hilfszug Bayern, der an der Fahrstraße aufgestellt worden war und sprach dem Schöpfer des Hilfszuges seine große Anerkennung für das Werk aus Die Rückfahrt nach München war eine wahre Triumph fahrt. Spontan waren viele Tausende auf die Straße gegangen unb hatten ein dichtes Spalier gebilbet, durch bas die Fahrt ging. Alles war erfüllt von den Worten des Füh­rers, unb wie ein Schwur war es, als hier unb da Arbeiter dem Führer den Hammer, den Meißel, den Spaten, bie Hacke entgegenstreckten, um damit zu künden: Wir wollen Mitarbeiten.

Interessiertes Echo im Ausland.

Große Aufmerksamkeit in Paris

Paris, 22. März. (DNB.-Funkspruch.) Die Rede des Führers wird vomEcho be Paris" als Ausdruck eines ungeschwächten Wil­lens, alle Schwierigkeiten zu besiegen", bezeich­net.Oeuvre" warnt davor, des Kanzlers An­kündigung, bie Arbeitsbeschaffung ohne Inflation burchführen zu wollen, ohne weiteres als Bluff hinzustellen, obwohl bas Programm gegen ben ge­funden Menschenverstand zu verstoßen scheine. Man habe ben Zusammenbruch bes russischen Systems, bes faschistischen Systems, bes Experiments voraus­gesagt unb sei jedesmal gezwungen gewesen, sich dementieren zu müssen. Auch dasExperiment Hitlers" verdiene Beachtung, da sein Erfolg für Frankreich nicht gefahrlos fein würde, aber auch, ba man aus i h m einige Lehren ziehen könnte.Matin" glaubt, auf Schwierigkeiten, namentlich finanzieller Art, aufmerksam machen zu sollen, bereu sich bie führenben beutschen Kreise bewußt zu sein scheinen. Hitler fühle bas, ba er entfchieben versichere, er werbe sich ber Inflation widersetzen.

Italien.

Mailand, 23. März. (DNB.-Funkspruch.) Die Blätter geben ausführliche Beschreibungen der Ver­anstaltung in Unterhaching. Sie bringen lange

Schilderungen bes vom Führer bargelegten Arbeits­programms mit Ziffern unb Daten unter teilweise wirklicher Wiedergabe langer Stellen der Rede des Führers.Popolö d'Jtalia" schreibt: Es muß an­erkannt werden, daß der 21. März eine wirk­liche Idee von der energischen Arbeit Deutsch- lands auf dem Felde der Arbeit gegeben hat. Straßen, Brücken unb Schulen finb heute einge- weiht worben. Die Blätter erinnern an bas Bei­spiel bes Faschismus. Besonbers unterstrichen wer­ben auch die Ausführungen des Führers, in denen er sich gegen jedes Jnflationsexperi- ment wendet.

Der Widerhall in England

London, 22. März. (DNB. Funkspruch.) Die Blätter veröffentlichen ausführliche Berichte über ben Beginn ber großen Arbeitsfchlacht in Deukfch- (anb.Daily Mail" spricht von ber eindrucksvollen Rede, mit ber Hitler bie großzügigen Unternehmun­gen zur Arbeitsbeschaffung eröffnet hat. Wie groß das Interesse ist, ersieht man auch daraus, baß meh­rere Blätter sich eingehenb über bie Einweihung bes großen Schiffshebewerkes durch General Göring berichten lassen unb Abbildungen bes Hebewerkes veröffentlichen. Besonders wirb auch bie Erklärung des Kanzlers hervorgehoben, daß die Stabili­tät der deutschen Mark aufrechterhalten und jeder Versuch einer Preissteigerung für Dividenden­zwecke niedergeschlagen werden wird.

Der Beginn der Arfieiisschlachl in Heffen-Aaffan

Der Gauleiter an der Reichsautobahn

Don den unzähligen Veranstaltungen, die im ganzen Gaugebiet die Frühjahrsoffensive gegen die Arbeits­losigkeit einleiteten, war die Feier an ber Auto st raße die bedeutenbste. Wenige Kilometer von der Stelle, wo ber Führer im vorigen Jahr den ersten Spatenstich zum Bau der deutschen Reichs­autobahnen tat am Bauabschnitt Mittel- d i ck hatten sich die auf ber Strecke beschäftigten Arbeiter, darunter einige hundert Neueingestellte, eingefunden. Auf der ganzen Strecke flatterten von hohen Masten bie Fahnen des Dritten Reiches. Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger schritt bie Front der Schutzpolizei und der SA. ab unb führte dann in einer kurzen Ansprache u. a. aus: Ein neues Jahrhundert gibt Raum ber Entwickelung bem Ver­kehr auf den Autobahnen und in ber Luft. Daß ge­rade Frankfurt zum Ausgangspunkt gewählt würbe, baß der Führer hier zuerst symbolisch ben ersten Spatenstich tat, hat seine Begrünbung barin, daß von Frankfurt aus ber Gebaute ausgegangen ist, Autobahnen zu bauen. Schon 1926 27 wurden hier die ersten Vorarbeiten dazu geleistet. Ein Heer von Arbeitsmännern wird täglich neu in bie Arbeit hineingezogen; so sehen wir, wie der Wille bes Führers, bem letzten beutschen Volks­genossen einen Arbeitsplatz zu erkämpfen, seine Er­füllung findet. Ich freue mich, hier funbtun zu kön­nen, baß ber Weiterbau nach Mittel- deutschlanb nunmehr aus bem Stadium ber Planung herausgetreten ist unb zunächst 40 Kilo­meter auf ber Strecke Frankfurt Mitteldeutschland freigegeben würben. Wir Deutsche gehen unseren Weg und verlangen V e r ft ä n b n i s für bas, was wir tun, für unser Deutschland in Arbeit unb Frieden.

Der Leiter ber obersten Bauleitung, Direktor P ü ck e l, dankte dem Gauleiter. Die Zahl ber Ar­beiter sei im hiesigen Bauabschnitt von 700 bei Be­ginn ber Arbeiten auf jetzt 6000 gestiegen. Hierzu kämen bie vielen Mitarbeiter in ben Steinbrüchen, ben Eifenwerkstätten unb Zementfabriken. Nach wie vor werde die Maschinenarbeit soweit wie möglich

und am Derkehrssiugplah Rhein-Main zurückgestellt und Handarbeit bevorzugt, um auch weiter in drei Schichten arbeiten zu können. In den letzten Tagen wurden neue Millionenaufträge her­ausgegeben, so zum Bau einer neuen Main­brücke, einer 400 Meter langen Brücke über den Neckar und einer Masse von Unter- unb Ueberführungen. Die Arbeit solle nicht abbrechen, sondern stets vermehrt werden.

Der Reichsstatthalter und feine Begleitung be­gaben sich dann zu dem unweit der neuen Auto­straße in Vorbereitung befindlichen Verkehrs­flugplatz Rhein-Main, wo die Frankfurter städtischen Beamten, Angestellten unb Arbeiter und bie an ber Errichtung des neuen Verkehrsflugplatzes Beschäftigten Aufstellung genommen hatten. Hier erklärte Gauleiter Sprenger u. a.: Wir, die wir ben Beginn ber Autobahn miterlebt haben, wissen, d'.ß der Motor sich nicht allein auf der Straße seinen Weg sucht, sondern auch in der Luft. Der Luft­verkehr wird Ausmaße annehmen, wie wir sie bis heute noch nicht gekannt haben. Wir haben uns des­halb entschlossen einen neuen Verkehrs­flughafen zu erstellen. 1000 Menschen sind hier am Werk, um ben größten Verkehrsflug­hafen Sübbeutschlands zu schaffen. Er soll auch symbolisch beweisen, wie wir uns bie Zusam­menwirkung bes Motors in der Luft unb auf ber Straße gebacht haben; denn er liegt am Schnitt­punkt ber Autobahn unb schafft so eine 23er- binbung zwischen dem Verkehr in der Luft unb auf ber Straße.

Wir werben auch in unserer Heimatstadt durch Siedlungen beweisen, daß wir gewillt sind, die Löcher, in denen heute noch Familien hausen müssen, verschwinden zu lassen. Die Altstadt- teile Frankfurts werden, soweit möglich, neu- hergestellt, so daß jede Wohnung Luft unb Sonne pat. Wo Dies nicht möglich ist, werden wir bie Volksgenossen hinausführen in Sieblungen, wo eine gefunbe Familie als wertvolles Glied des deutschen Volkes entstehen kann.

Der erste Spatenstich zur Irontsolhatenstehtting in Darmstadt.

Reichsstatthalter Sprenger und Reichsführer der RSKOV. Oberlindober tun den ersten Spatenstich.

Lpd. Darmstadt, 21. März. Durch ben Sieg der nationalsozialistischen Revolution und ben Wil­len bes Führers gehen jetzt die Hoffnungen der Frontsoldaten und Kriegsopfer nach eigener Scholle in Erfüllung, ber Wunsch nach dem Stückchen deutscher Erde, für die sie jahrelang Tag unb Nacht tämpfenb durch Hölle unb Tod gingen unb mit ihrem Herzblut verdien­ten. So wurde heute in Darmstadt eine Frontsoldatensiedlung von zunäch st 35 Heimstätten in Angriff genommen. Am Waldrand, wenige Minuten vom Hauptbahn­hof, wird sie unter tätiger Mithilfe ber Siebter unb ber Allgemeinheit erstehen. Neben ben alten Frontsoldaten waren SA., SS., Freiwilliger Ar­beitsdienst mit den Fahnen erschienen. Tausende von Volksgenossen umsäumten ben mit ben Fah­nen des neuen Reich« unb mit Guirlanden ge­schmückten Bauplatz.

Der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger,

Staatsminister Jung und der Reichsführer der NSKOV., Pg. Oberlindober wurden von dem

Landesleiter der NSKOV. Ziegler willkommen geheißen. Die Richtlinien, nach denen die Sied­lungsbauten erstellt unb finanziert werden, wurden von Dem Leiter des Landesfiedlungsamts, Reqie- rungsbaumeifter Pohl, erläutert. Während drei über der Baustelle kreuzten, nahm Reichsstatthalter Sprenger das Wort.

Ich beglückwünsche Sie, so führte der Reichsstatt­halter u. a. aus, daß Sie in bie Lage versetzt murDen, endlich einmal, unb zwar wieberum wie vor dem Kriege, aus eigener Kraft, aus eigenem S?en. 3 u e ine m eigenen Heim zu kommen. 2a5 .?Mne Heim ist der Stützpunkt ber deutschen Janulie, ber Quell bes deutschen Volkstums. Daß kJC ?cn J$a!j gemeinsam beginnen wollen, 1 7U5fIuf3 jenes Gemeinsamkeitswillens, der 2£Lrr?'an9abeJ ^."°"°lsozialistischen deutschen Revolution stand. Diese Revolution begann in jenen Tagen, als wir 1914 über alle ehemaligen Gegensätze hinweg uns nur fühlten als Deutsche, 5.^ el" Glaube uns beseelte: Deutschland. Für diesen Willen unb für diesen Glauben setzten wir uns ein, jeder bereit, das Letzte zu geben: das Geben. Die Opfer des Weltkrieges waren nicht um-