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Donnerstag, 22. März 1934

184. Jahrgang

Nr. 69 Erstes Blatt

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Deutschland zur Arbeitsschlachi angeireien

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Der Führer bei seiner Rede.-

Der Ansturm wurde der Kraftverkehr voll­mußte. Riesige Wagen­aus den Feldern, und Hirnmelsrose stürmten

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Der Führer gibt das Zeichen zum degmn der Frühiahrsoffensive gegen die Arbeitslosigkeit.

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starker Zustrom geltend, chließlich so gewaltig, daß rommen abgedämmt werden bürgen bildeten sich überall nus allen Richtungen der Die Menschen zur Baustelle.

des Führers zu vernehmen. Auf den Autobahnen und sonstigen öffentlichen Arbeitsstätten sind die unübersehbaren Glieder dieser Arbeiterarmee auf­marschiert mit geschultertem Spaten und Pickhacken, den edlen Waffen des Friedens, und warten auf das Kommando zum Beginn der Arbeitsschlacht 1 9 3 4. Run sind Vertrauen und feste Sicherheit auch wieder auf dem Gebiete der Wirtschaft eingekehrt. Die Unternehmer­schaft hat die großzügige Initiative der Regierung durch eine ebenso großzügige private Initiative ergänzt. Die Arbeiter - und Angestellten- schäft hat sich rückhaltlos in den Dienst des großen Aufbauwerkes gestellt und die ganze Nation verfolgt mit fiebrigem Interesse die einzelnen Ab­schnitte dieses grandiosen -wirtschaftlichen Gesun­dungsprozesses. Deutschland liegt heute in der Be­kämpfung der Weltkrise in vorder st er Front. Die Mittel und Wege, die es zur Behebung der Not angewandt hat, werden im vermehrten Um­fang heute von der Welt nachgeahmt. Das Jahr 1934 steht ausschließlich i m Zeichen der wirtschaftlichen Aufbauarbeit, nachdem wir im ersten Jahre unserer Macht die politischen Vorbedingungen geschaffen haben. Das neue Reich, in dem wir schaffen und leben können, ist das Werk des Führers. Ihm senden wir unsere brüderlichen Grüße entgegen. Er grüßt die Nation. Beide sind eins geworden im Kampf um Deutsch­lands Wiederauferstehung.

Inzwischen geht der Führer hin an den rech­ten Rand der Straße, wo unter Schutzdächern die großen Pläne aufgestellt sind, die das zukünf­tige Straßennetz zeigen und wo Modelle und Aufrisse der einzelnen Baustellen besichtigt werden. Generalinspekteur Todt weist darauf hin, daß auf der im Bau befindlichen Stelle allein 2700 Mann tätig sind und sich diese Zahl auf dieser Baustelle allein noch stark erhöhen wird. In diesem Augenblick kommen die neuen L a st k r a f t - wagen der Reichsbahn, Dreiachser mit Schwingachsen, heran, fahren über Wälle und Gleise und führen die Leistungsfähigkeit des deutschen Lastwagenbaues vor: geländewendige Lastkraft­wagen, die jedes Hindernis bewältigen. Arbeiter werden dem Führer vorgestellt und eine Aeußerung des Führers kennzeichnet knapp und präzis die Bedeutung des Werkes:Wie lange hätte das wohl gedauert, wenn ein Parla­ment über dieses Werk hätte bestimmen müssen? Man wäre sich in zehn Jahren nicht einig ge­worden!" Und noch ein Wort:Auch die er st en Vorkämpfer für die Eisenbahn wurden von manchen Leuten für Narren gehalten".

Gesang klingt nun auf:Brüder in Zechen und Gruben, Bruder hinter dem Pflug". Die Arbeiter singen das Lied der Arbeit. Der Führer besteigt die Lore, um seinen großen Appell an die deutsche Nation zu halten.

Aus der Baustelle

ind viele tausend Arbeiter mit Hacke und Spaten :iufmarschiert. Lorenzüge, beladen mit Sand, stehen )ia, auf einem anderen Gleis eine Reihe von Feld- d ahnlokomotiven. Eine Baulore trägt das aus rohen i Brettern zusammengezimmerte Pult, von dem aus der Führer spricht. Zahlreiche Persönlichkeiten haben fach an der Baustelle eingefunden. Man sieht u. a. Vizekanzler von P a p e n , die Reichsminister Dr. Goebbels, Schmitt, Seldte, Blom- c erg, Reichsjustizkommissar Dr. Frank, Reichs- latthalter General Ritter von Epp mit dem 11 ayrischen Staatsminister, Generalinspekteur Todt, ter die Führung auf der Baustelle übernimmt, den s Stabsleiter der PO. Dr. Ley, die Reichsleiter Schwarz, Fiehler, Buehler, Alfred Rosenberg, Grimm, Amann, Obergruppenführer Huhnlem.

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Deutsche Volksgenossen und -genossinnen! Meine deutschen Arbeiter!

Ich glaube nicht, daß jemals eine Regierung eine schlimmere Erbschaft übernommen hat als wir am 30. Januar 1933. Seit der Revolte des November 1918 war unser Volk Schritt für Schritt dem Un­tergang entgegengeeilt. Alles, was dieser geraden Linie in das Verderben zu widersprechen schien, er­wies sich nach kurzer Zeit stets als Trugschluß und Täuschung. Jede schwache Frühlingsbelebung wurde von den Regierungen als Erfolg gepriesen und war doch immer wieder nur eine Station im Wechsel der Konjunktur eines dem Zusammenbruch entgegentreibenden Systems und seiner Wirtschaft.

Ueber sechs Millionen Deutsche hatten keinen Verdienst. Das heißt aber praktisch, daß je zwei in Arbeit stehende deutsche Menschen einen dritten mit zu ernähren hatten. Dazu kam aber als aller­schlimmstes das Fehlen jeglichen Vertrauens in eine Wandlung dieser Zustände. In trostloser Verzweif­lung stierten die Millionenmassen unserer, vom wirtschaftlichen Unglück verfolgten deutschen Men­schen in die graue, leere Zukunft. So stand das Schlimmste bevor, als wir am 30. Januar des ver- aangenen Jahres nach 14jährigem opferreichen Kampf gegen die Zerstörer unseres Reiches und Volkes endlich die Macht erhielten. Wenn wir heute am Beginn des zweiten Jahres-Angriffs gegen die deutsche Wirtschaftsnot vor die Nation hintreten, können wir trotz aller Kritiker und Besserwisser auf Leistungen Hinweisen, die diese selbst vor einem Jahre noch als unmöglich erklärten. Wie aber wurde das möglich? Dies waren die Ueberlegungen, die uns damals beherrschren und die Entschlüsse, die wir faßten und verwirklichen wollten:

Denn in der Zeit eines so grauenhaften all­gemeinen und besonders wirtschaftlichen Zusam­

menbruches eine staatliche Umwälzung vorge­nommen wird, darf sie unter keinen Um- ständen z u einem Chaos führen. Wenn wir heute überhaupt mit vertrauen in die Zukunft blicken dürfen, bann nur, weil es uns dank der Disziplin der Nationalsozialisti­schen Partei, ihrer Kämpfer und Anhänger ge­lungen war, eine der größten Umwälzungen der Weltgeschichte planvoll und geord- n e t durchzufuhren. Es ist ein größerer Ruh­mestitel, eine Welt beseitigt zu haben, ohne die Begleiterscheinungen eines alles verzehrenden Feuerbrandes, als eine Revolution in das Chaos und damit in die Selbstvernichtung zu führen. Das deutsche Volk aber hat uns nicht gerufen, um von uns erst recht in den Tod gestoßen zu werden, sondern um den Weg zu finden, in ein neues und besseres Le­ben. Die Disziplin der nationalsozialistischen Revolution war damit die Voraussetzung für das Gelingen der politischen und wirtschaftlichen

Rettungsaktion unserer Bewegung.

Die innere Stabilität eines Regiments wird stets zur Quelle des Vertrauens und der Zu­versicht eines Volkes. Die Kühnheit der Pläne einer Staatsführung erhält damit erst die analoge Kühn- heit der Bereitwilligkeit zu ihrer Ausführung unv Durchführung. Es ist ein Irrtum, zu meinen, daß eine Regierung allein das Wunder einer Erneue­rung vollbringen könne. Es muß ihr gelingen, das Volk in den Dienst ihrer Mission zu stellen. Die ewigen Pessimisten und die grundsätz­lichen Nörgler haben noch kein Volk gerettet, wohl laber zahlreiche Völker, Staaten und Reiche zerstört. »Wir waren daher entschlossen, uns nicht um sie zu

lieber ein Gewirr von Gleisen schreitet der Füh­rer auf die Baustelle, begrüßt Mitarbeiter und Mitkämpfer und nimmt die Meldung des General­inspekteurs Todt entgegen. Weit im Rund stehen und sitzen viele Tausende von Arbeitern, in den schwieligen Fäusten Hacken und Spaten. Daneben sind große Abteilungen des Arbeitsdienstes auf­marschiert Riesige Tannen säumen den Hintergrund und geben ihm einen wuchtigen Abschluß. Punkt 11 Uhr heulten die Sirenen der Feldbahnlokomo­tiven. Der Badenweiler Marsch braust über das Feld. Dann nimmt Gauleiter, Staatsminister Wagner, das Wort zur Begrüßung des Füh­rers. Das von ihm ausgebrachte Sieg-Heil auf den Führer wird von der Menge jubelnd ausgenommen.

Der Führer nimmt bann bie Blähungen entgegen.

Generalinspekteur Todt richtete dabei folgende Worte an den Führer:Mein Führer! Am 23. Sep­tember 1933, vor einem halben Jahre, haben Sie, mein Führer in Frankfurt a M. Befehl ge­geben, dieses gigantische Werk der Reichs auto- b a h n in Angriff zu nehmen. Das vergangene Winterhalbjahr wurde benutzt zur Vorbereitung der Arbeiten Am heutigen Tage, zu Beginn des Ar­beitsjahres 1934, sind in Deutschland 12 große Bauabteilungen eingerichtet, in denen insgesamt 1000 Kilometer dieser Bahn in Angriff genommen worden sind. Weitere 500 Kilometer wer­den am heutigen Tage für die Bauinangriffnahme freigegeben. 1 5 000 Arbeiter stehen heute, wo das Arbeitsjahr erst anläuft, auf den Baustellen der Reichsautobahn Sie haben ihre Arbeitskame­raden hierher geschickt, um an dieser Feier teil­zunehmen. (Bei der Anführung der einzelnen Städtenamen melden sich die Abordnun­gen der dortigen Arbeiterschaft mit einem lauten Hier!") Ich melde daß noch in diesem Jahre die Fertigstellung der ersten Teilstrecke vollendet sein wird. Die Reichsautobahnen sind das erste große Werk, das in dem nationalsozialistischen Deutsch­land unternommen werde. Diese Straßen, die wir die Straßen unseres Führers Adolf Hitler nennen, müssen dem nationalsozialistischen Reich für alle Zukunft Ehre machen. Dafür zu sorgen, dafür sich restlos einzusetzen, gelobe ich mit all denen, die mit mir an diesem Werke, ihrem Werke arbeiten!"

Anschließend sprach der Vertreter der deutschen Arbeitsdienstlager:Mein Führer! Ich melde, daß am heutigen Tage im Reich 130 Arbeits­dienstlager neu in Dienst gesetzt werden. Von den Arbeitsdienstlagern wird die Durchführung der Kultivierung von 280 000 Hektar Moor- und Oedland in Angriff genommen werden Außerdem werden 180 Kilometer Wasserlauf korrigiert."

Nun schritt der Führer die Baustrecke ab, während Reichsminister Dr. Goebbels zu der angekün­digten Rundfunkansprache das Wort nahm.

Der Reichspropagandaminister spricht im Rundfunk.

1934 im Zeichen des wirtschaftlichen Wiederaufbaus

Dr. Goebbels erinnerte daran, daß heute vor einem Jahr in Potsdam derTag der nationalen Ehre" gefeiert worden fei. Ebenso wie am 30. Januar d I. das einjährige Bestehen des national­sozialistischen Regimes nicht mit pomphaften Fackel­zügen, sondern mit einer großangelegten Hilfs­aktion begangen worden fei, so wollen wir heute weniger ein Fest feiern, als eine Schlacht aufs neue aufnehmen, die wir im ver­flossenen Jahre teils in offensiven, teils in defen­siven Kämpfen tapfer durchgefochten haben. Denn vordringlichste Pflicht einer volksverbundenen Re­gierung ist es, den Massen Arbeit und Brot und einen sozialen Lebens st and zu geben, der der Kulturhöhe der deutschen Nation entspricht. In ganz Deutschland stehen nun Zehntausende und Zehntausende von Arbeitern und Angestellten, die heute wiederum in den Pro­duktionsprozeß eingeschaltet werden, um die Parole

Eichener Anzeiger

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Nie Fahrt des Führers.

Um 10 Uhr stehen vor der Wohnung des Führers einige Kraftwagen. Gegen 10.30 Uhr er­scheint d e r F ü h r e r mit feiner Begleitung. Inzwi­schen ist der Reichsführer der SS. Himmler ein- zetroffen, kurz vorher Reichspreffechef Dr. Diet - r i ch und der Adjutant Gruppenführer Brückn e r, ferner Oberführer Schaub, der Sekretär des Füh­rers. Kurz nach 10.30 Uhr setzten sich die Wagen in Beroegung, und die Fahrt ging hinaus nach Unter­haching zur Autobahnbaustelle, wo am Bahnhof eine Abteilung SS., sämtliche Vereine des Dorfes mit Musikkapellen, an der Schule die Schulkinder, HI. mb BdM. mit ihren Wimpeln Aufstellung genom­men hatten Taufende von Menschen waren in den Straßen und auf den Anmarschwegen zur Baustelle, ,ier und da Menschengruppen. Von weitem zeigen Hie hohen Fahnenmaste den Zug der Reichsauto- *ahn an.

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Der Führer mit feiner Begleitung (in der Mitte ®e"erateettor11 er' weiter nach links Vizekanzler 0 0 n P a p e n) an der Arbeitsstelle Unterhaching.

Eine Völkerwanderung nach Unterhaching.

Rege Anteilnahme der Münchener Bevölkerung.

München, 21. März. (DNB.) Auch dem Heu­ligen bedeutungsvollen Tage des Beginns der neuen deutschen Arbeitsschlacht ist das schöne Vor­frühlingswetter der letzten Tage treu geblieben. 3n den Straßen Münchens, die zahlreich tmit Transparenten geschmückt sind, welche auf die -Bedeutung der Arbeitsschlacht Hinweisen und in Lenen die Fahnen des neuen Deutschlands in der iFrühlingssonne flattern, konnte man schon von der «achten Morgenstunde an einen gesteigerten Verkehr wahrnehmen. Zahlreiche Omnibusse brach­ten ihre Insassen zu der wenige Kilometer ckußer- t)alb des Stadtgebietes liegenden Baustelle der Reichsautobahn Münche nL a n - desgrenze bei Unterhaching. Insgesamt waren an dieser Baustelle, die mit Ausnahme von Hitlerfahnen absichtlich im werktäglichen Ar­ve i t s k l e i d belassen worden ist, angetreten 2700 Mann Münchener Belegschaft der Reichsautobahn selbst. Ferner als Vertre­ter der übrigen 12 Reichsautobahnen tn Deutschland je ein Hilfsarbeiter, ein Maschinist und ein Facharbeiter. Weiter hat die Reichsbahn cn sechs Sonderzügen 5 0 0 0 Arbeiter der Deutschen Arbeitsfront an Ort und Stelle gebracht. Außerdem sind 2 0 0 0 Mann des Arbeitsdienstes in Unterhaching angetreten. Endlich sind Abordnung en sämtlicher Münchener Industriebetriebe an der Reichsautobahnstrecke zugegen. Besonders erfreu­lich ist, daß durch die Bemühungen desNational­sozialistischen Kraftfahrkorps" auch zahlreiche Arbeitslose aus München an die Baustelle gebracht werden konnten. Auch aus der Münchener Bevölkerung machte sich schon am Vormittag ein

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