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Wirtschaft

mern.

Devisenmarkt Vertin Frankfurt a. Hl.

Berlin

Frankfun a. 2J1.

20-2.

21-2.

21-2.

PHUtpp Hol» mann .... Zementwerk Heidelberg lemmtoeti Karlstadt..

vaaknoleu.

Geld

Bries

Berlin. 21

Gchlußk. Abend- börse

53,75

52

47

38

45,75

47,25

19,25

165

182,5

155,25

37,25

49,5

204

90,25

42

14.5

116

116

154

132

184

59

56,5

76,9

Schluß» kurs

37,5

90 49,75 204,4 91,25 42,25 14,75 116,5 116,5 154,5

132,65

59,5 56,75 77,25

70

166

181,5 154,75

37,65

89,25

49,75

205

89

41,9

14,5

116

117

155

131,65

58,5

56,25

77

99,25

52,5

51,5

46,75

37,5

120,75

46

46,5

70

19,75

165 184,5 155,5

29

181

Schlußk. Ullnag* börse

19,5

6,9

6,5

6,4

6,3

20 1,35 6,85

6,7 6,5

9,9 6,4

19,9

1,3

6,85

6,4

6,45

9,9

6,7

97,9

52,5

49,5

46,25

37,75

121,4

45,13

47,5

68,5

19,65 161,75

182,25

154,5

51,5 48,25 46,13

34,4

45,5

47,4

19,5

1,3

6,7

6,4

9,75

6,5

6,25

0 5

.. 5

1Vt\

.. 7

.. 9

,, 0

.. 0

.. 0

14,5

116

116

155

132

181,25

58

56

77

70 I

90,75

McmSselder Bergbau ..

Kokswerke .......

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen Rheinstahl .......

Vereinigte Stahlwerke. Otavt Minen .....

Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth

t®. Farben-IndusMe cheideanstalt........

Goldschmidt .........

RütgerSwerke ........

Metall gesell sch alt......

der Gewerkschaft, der mitangeklagte Kaufmann 3o-' seph Röhrl in München, von den beiden Ange­klagten weit unter Preis mit Oel versorgt und ihm Bezieher aus dem Kundenkreis der Gewerkschaft zu­geführt worden waren, so daß Röhrl diese schließ­lich billiger beliefern konnte als die Gewerkschaft Messel selbst. Jahrelang haben so die beiden leiten­den Angestellten, die übrigens ausgezeichnet von der Gewerkschaft bezahlt wurden, ihre Firma geschädigt und die Münchener Oelhandlung, an der sie beteiligt waren, und die 1924 unter Geschäftsaufsicht kam, mit billigen Oellieferunaen und großzügigen Krediten der Gewerkschaft Messel zu stützen ver­sucht. Als das Münchener Geschäft trotzdem zusam­menbrach, engagierte sich der Prokurist einen Schul­freund, einen kleinen Angestellten in Frankfurt, für seine Oelgeschäfte. Auch dieser ist mitangeklagt, scheint aber nicht gemerkt zu haben, wozu er be­nutzt wurde. Die treibende Kraft bei den Unredlich­keiten dürfte wohl der Prokurist gewesen sein, der nun vor Gericht von nichts wissen will und die Schuld auf den Direktor schiebt, während der Di­rektor erklärt, er sei wegen einer Frauengeschichte, um die der Prokurist und der Münchner gewußt hätten, diesen ausgeliefrrt gewesen und habe ein­fach mitmachen müssen. Für die Verhandlung sind etwa acht Tage vorgesehen.

Oer frühere Direktor und Prokurist der GewerkschastMeffelaufderAnklagebank

Dar m st ab t, 20. Febr. (LPD.) Gestern begann vor der Großen Strafkammer der Prozeß gegen den früheren, 1929 pensionierten Direktor der Ge­werkschaft Messel, Karl W e i ß k o p f, und den früheren Prokuristen der gleichen Firma, Joseph Drude. Die Anklageschrift, die 37 Seiten umfaßt, legt ihnen Untreue und Betrug sowie B i - lanzfälschungen zur Last. Als im Frühjahr vorigen Jahres der Oelverkauf der Gewerkschaft an die Niederlage der Gasolin AG. in Frankfurt a. M. überging, wurden die Unregelmäßigkeiten aufge­deckt. Es ergab sich, daß ein früherer Oelbezieher

70 1 70,13 1

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Donnerstag, den 22. Februar.

Langsdorf. 20 Uhr: Passionsandacht.

Grttzner....................o| 29,3 I 29,4 1 29 I

Mainkraftwerke Höchst a.M 4 73,5 I

Süddeutscher Zuck« ..... 8| I 180,751 180,5 |

4% Oeslerreichttche Goldrenre.

4,20% Oesterreichische SUberrente 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/,% desgl. von 1918 .........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

pende Mehlgeschäft hemmt nach wie vor iede Unter­nehmungslust. Von Kraftfuttermitteln waren öl­haltige etwas freundlicher, während Weizenkleie, ( Weizenfuttermehl und Treber weiter zurückgmgen. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 195 bis 196; Roggen 172,50 bis 173; Braugerste 175 bis 177,50; Hafer 146 bis 148; Weizenmehl (Spez. 0, mit Aus­tauschweizen) 29,40 bis 29,95, (ohne) 27,90 bis 28,45; Roggenmehl (060 v. H.) 23,50 bis 24, (südd., Spez. 0) 24; Weizenkleie 10 bis 10,10; i Weizenfuttermehl 11,35; Roggenkleie 10,50 bis 1C60; Sojaschrot 15 bis 15,25; Palmkuchen 15,15; Erd­nußkuchen 16,25 bis 17,20; Treber 15,85; Trocken­schnitzel 9,80; Heu (südd.) 6 bis 6,40; Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt und gebündelt) 1,90 bis 2.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 21. Febr. Das Angebot in Gemüse war allgemein aut. Bei kaum ver­änderten Preisen nahm das Geschäft einen befriedi­genden Verlauf. Es erzielten: Blumenkohl, Steige 12 und 18 Stück, 425 bis 550 ital., Eskarol, Steige 18 und 24 Stück, 350 bis 370, ital., Feldsalat 90 bis 120, Gewürzel, großes Bündel, 30 bis 40, Ka­rotten 6 bis 8, Kartoffeln, Industrie (50 Kilo), 300 bis 325, dieselben, Mäuschen, rot (50 Kilo), 500 bis 600, Kohlrabi (unter) 5 bis 6, Kopfsalat, Steige 24 Stück, 350 bis 500, span., Lattich (Treibhaus), 120 bis 130, Lauch 3 bis 6, Meerrettich I 20 bis 25, II 12 bis 15, Rosenkohl 24 bis 28, Rote Rüben 4 bis 7, Rotkraut 5,5 bis 7, dasselbe, holl., 5,5 bis 7, Sellerie, je nach Größe, 5 bis 25, Spinat 22 bis 24, 20 bis 21 ital., Schwarzwurzeln 15 bis 20, Tomaten, Kistchen etwa 10 Kilo, 450 bis 500,kan., Weißkraut 5,5 bis 6,5, dasselbe, holl., 6 bis 7, Wir­sing, spitz 13 bis 15, rund 10 bis 12, 5,5 bis 6, holl., Winterkohl 15, Weiße Rüben 7 bis 8, Zwie­beln, 50 Kilo, 600.

Bei Obst und Südfrüchte verzeichnete man starkes Angebot in Aepfeln und Apfelsinen. Die Preise liegen unverändert, der Verkauf gestaltete sich langsam. Es erzielten: Aepfell 22 bis 28, II 16 bis 20, Wirtschaftsäpfel 12 bis 13. Amerik. Aepfel, Kiste etwa 40 Pfund, rot 750 bis 1000, die­selben,' gelb 1100 bis 1400, Apfelsinen, blond 10 bis 16, span., Blut 13 bis 14, span., Apfelsinen, blond 13 bis 18, ital., Blut 18 bis 22, ital., Ba­nanen, Kiste 12,5 Kilo, 550 bis 600, Jam., 450, Bros., Eßbirnen 12 bis 18, Kochbirnen 5 bis 8, Amerik. Birnen 1700, Erdnüsse 14 bis 16, Manda­rinen 13 bis 17, span., Zitronen, Korb 200 bis 250 Stück, 350 bis 400, ital., dieselben, Kiste 300 bis 360 Stück, 525 bis 700. Die angegebenen Preise sind Großbezugsprerse, sie sind, sofern nichts ande­res vermerkt, auf ein halbes Kilo bzw. Stück in Pfennigen umgerechnet und verstehen sich bei Ab­nahme am Verkaussstand, also ausschließlich Der- sandkosten.

Allgäuer Butter- und Käfebörse.

* Kempten, 21. Febr. Allgäuer Molkereibutter, 1. Qualität 125 'Mark (letzte Notiz 125), Allgäuer Molkereibutter 123 (123), Sennbutter 116 (116), Bauernbutter 86 (86), Rahmeinkauf bei 42,5 v.H. Fetteinheiten ohne Buttermilchrückgabe 123. (123), Allgäuer Weichkäse mit 20 v.H. Fettgehalt, grüne Ware 23 bis 26 (23 dis 26), Marktlage unverändert. Allgäuer Emmenthaler mit 45 v. H. Fettgehalt, 1. Sorte 70 bis 72 (70 bis 72), 2. Sorte 65 bis 67 (65 bis 67). Marktlage ruhig. Die Preise sind Er­zeugerpreise ab Lokal oder ab Station des Erzeu­gers ohne Verpackung für ein Pfund. Notiz: Die Allgäuer Butter- und Käsebörse notierte ab 21. Februar nur mehr Mitwochs, nicht wie bisher auch Samstags.

Frankfurter Schlachtviehrnarkt.

Frankfurt a.M., 22. Febr. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb 86 Rinder, 900 Kälber, 220 Schafe, 598 Schweine. Es kosteten: Kälber 27 bis 45 Mark, Hümmel 28 bis 34, Schafe 22 bis 30, Schweine 37 bis 47 Mark. Markt­verkauf: Kälber, Hämmel, Schafe mittel, Schweine schleppend.

Briefkasten der Redaktion.

, (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

ft 5. in II Wenn Sie als Holzhauer weniger : verdienten, als vorher Ihre Wohlfahrtsunterstützung betragen hatte, dann hätten Sie alsbald nach jeder Lohnzahlung zusätzliche Wohlfahrtsunterstützung be- , antragen sollen. Da die Wohlfahrtspflege stets nur den gegenwärtigen und zukünftigen Lebensunter- > halt zu gewähren hat, so ist eine Nachforderung , für rückliegende Zeit im allgemeinen unzulässig. Ob im Einzelfalle zusätzliche Unterstützung zu ge- ' währen war, hängt von den gesamten Familien- und Einkommensverhältnissen, wohl auch von einer Nachprüfung der Arbeits- und Lohnverhältnisse ab. : Der Antrag ist bei der Gemeindebehörde des Wohn- t ortes zu stellen. Im Ablehnungsfälle können Sie i den Spruch-Ausschuß und als letzte Instanz den - Beschwerde-Ausschuß anrufen.

seiner Türe.

Die Empfehlung, Mitglied des Vereins weidge­rechter Jäger zu werden, geht fehl, ohne diesem Verein in irgendeiner Weise zu nahe zu treten. Ich übe meine Jagd nicht weniger weidgerecht aus, als ein Mitglied dieses Vereins, dessen kann der Einsender versichert und ich stolz sein. Bin übri­gens Mitglied des Hessischen Jagdklubs.

Zu der weiteren Anregung des Augenzeugen und Mitglieds des Tierschutzvereins, daß die Be­gleiterin mit ihren Terriers in den Anlagen nachts bester wildernde Katzen beseitigen solle, will ich diesem großen Tierfreund doch eröffnen, daß das Würgen der Katzen durch das Tierschutzgesetz, auf das er sich so stützt, gerade verboten ist. Wäre die­ses Verbot nicht eingetreten, so hätte sein Vorschlag vielleicht Erfolg, aber dann nur unter der Assistenz dieses Ratgebers, denn er scheint genau zu wissen, wo in der Anlage nachts Katzen zu finden sind.

Im übrigen sind auch viele Mitglieder des Ver­eins weidgerechter Jäger dieser Begleiterin, ebenso einem weiteren Begleiter, dankbar, wenn sie ihre Terriers bei dem Fuchs- und Dachsgraben zur Verfügung stellen. Wie dort die Füchse und Dächse bei solcher Jagdausübung zur Strecke gebracht werden, kann sich der Einsender von den Ver­anstaltern selbst erklären lassen, wenn ihm seine eigene Erfahrung hierzu nicht ausreicht. Auch diese Begleiter können hierüber Auskunft geben.

Von der Lebensweise des Dachses scheint der Einsender überhaupt keine Kenntnis zu haben, sonst wüßte er, daß der Dachs durch Verzehren der Gelege sämtlicher Erdbrüter, sowie Reißen der Hühner und der festsitzenden Fasanen enormen Schaden anrichtet, auch Junghasen nicht verschmäht.

Möge dem Einsender hier eine Belehrung zuteil geworden fein, so sei demselben auch empfohlen, sich künftig um andere Angelegenheiten zu küm- Der Beständer.

Staats- und Länderanleihen. Am Pfandbriefmarkt waren Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligatio- nen gut behauptet und bis 0,25 v. H. freundlicher. Liquidationspfandbriefe waren etwa behauptet. Don fremden Werten blieben Mexikaner gut behauptet.

Am Äaffamartt überwogen auch heute Kurs- besterungen, besonders einige Brauereien waren wieder gefragt und etwa 1 bis 2 v. H. fester.

Der Schluß brachte am Aktienmarkt etwas leb­hafteres Geschäft und durchschnittliche Kurssteige­rungen von 1 v. H., darüber hinaus gewannen Mannesmann 1,65 v.H., ferner lagen Scheidean­stalt 2,25 v. H. höher. Renten lagen dagegen ruhi­ger und bröckelten bis 0,25 v. H. ab. Tagesgeld blieb zu 3,50 v. H. unverändert.

Abendbörse: freundlich.

Die Abendbörse hatte bei Eröffnung auf der ganzen Linie nur kleine Umsätze zu verzeichnen. Von der Kundschaft lagen nennenswerte Aufträge nicht vor, und auch die Kulisse verhielt sich reser­viert. Obgleich die hohen Berliner Schlußkurse nicht immer voll behauptet blieben, konnte man die Grundstimmung als freundlich ansprechen.

Interesse bestand schon von vornherein für Kunstseidenwerte, während AEG. und IG. Farben leicht abbröckelten. Scheideanstalt waren auf der erhöhten Mittagsbörfe gut gehalten. Im Verlaufe entwickelte sich die Tendenz am Aktienmarkt un­einheitlich. Farbenindustrie gaben 0,50 v. H. nach, und auch die meisten der später zur Notiz gekom­menen Papiere lagen 0,25 bis 0,50 v. H., Rhein- stahl und Gessürel sogar je 1 v. H. unter den Ber­liner Schlußkursen. Eine Ausnahme bildeten am Kunftfeidenmarkt Aku, die 1,25 v. H. anzogen, auch Bemberg lagen 0,50 v.H. fester, ferner konnten sich Deutsche Linoleum um 0,75 v. H. befestigen.

Am Rentenmarkt waren Altbesitz etwas leb­hafter und 0,25 v.H. höher, Neubesitz konnten sich um 5 Pf. verbessern, lagen aber ruhig. Späte Reichsschuldbuchforderungen waren zu 93,90 v.H. unverändert, und Reichsmark-Obligationen (aus Dollar-Bonds) blieben auf Mittagsniveau behaup­tet. Von fremden Werten bröckelten Schweiz. Bun­desbahnen etwas ab. U. a. notierten: Neubesitz- anleihe 19,60, Altbesitzanleihe 96,75 bis 96,90, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,40, 6proz. Stahl­verein 70,75, 6proz. Frankfurter Hyp. Bank Gold R. 13/15 92, 5V2proz. do. Liquidation 91, 4proz. Schweiz. Bundesbahn von 1912 141, Commerzbank 51,25, Reichsbank 170,13, Buderus 78,50, Gelsen­kirchen 62,25, Harpener 95,25, Klöckner 65,65, Phö­nix 49,50, Rheinstahl 90,25, Stahlverein 42, Aku 53,75, AEG. 29,75, Bekula 128,40, Bemberg 52, Daimler 45,75, Scheideanstalt 184, Licht & Kraft 103,25, JG.-Farben 132,50 bis 132, Gefsürel 98,25, Holzmann 70, Metallgesellfchast 76,90, Rütgers- roerfe 56,50, Schuckert 102,50, Südd. Zucker 180,75, Reichsbahn-Vorzugsaktien 112,75, AG. für Ver­kehr 64,40, Hapag 28, Lloyd 32.

Gchweinemarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen standen 195 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten: Fer­kel, bis sechs Wochen alt, 17 bis 20 Mark, sechs bis acht Wochen alt, 20 bis 24 Mark, acht bis drei­zehn Wochen alt, 24 bis 26 Mark. Tendenz: gut, geringer Ueberftanb.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 21. Febr. Der Getreide­großmarkt verharrte bei schwachem Besuch in fast völliger Stagnation. Das Angebot war auf allen , Märkten mehr als ausreichend, das weiter fchlep-

Daten für Donnerstag, 22. Februar.

1732: George Washington, Begründer der Un­abhängigkeit Nordamerikas, in Westmoreland ge­boren; 1788: der Philosoph Arthur Schopenhauer in Danzig geboren; 1810: der Komponist Fr6- deric Chopin in Zelazowa bei Warschau geboren.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Unweidmännisches Erlegen eines Dachses.

(Zu dem Eingesandt im Gießener Anzeiger vom 2 0. Februar.) Ich bin nicht erstaunt über das Erscheinen des Eingesandts, denn der HerrAugenzeuge Mit- glied des Tierschutzvereins" lief, wie ich hörte, schon einige Tage in allen Ecken Gießens herum und wußte nicht, wie und wo er seine Rolle aufziehen sollte. Das aber der Artikel in solch verdrehter, aller Vorgänge und in jeder, der Wahrheit zu­widerlaufenden Weise erfolgte, veranlaßt mich, auf das Eingefandt die richtige Darstellung zu geben.

Der Dachs lag fest und wurde, wie bei diesen Jagden üblich, gegraben. Nachdem er frei lag und von dem Terrier (aber nur einem, die beiden an­deren waren Jungtiere und erst vier Monate alt) durch die enge Rohre nicht herausaebracht werden konnte, wurde er geschossen und dann herausge- zogen. Ein Schuß aus ca. 70 bis 90 Zentimeter Nähe brachte den Dachs auf die nur denkbar kür­zeste Weise zur Strecke. Hierbei war die Schädel- decke zum Teil und auch der Fang in Stucke ge- rissen, so daß das Hirn erheblich verletzt war. Nach dem Herausnehmen des Dachses zeigte derselbe noch Zuckungen und Reaktionen, wie jedes durch den Schuß erlegtes Stück Wild, weshalb man ihm im Eifer nochmals zwei ober drei Schläge mit einem Hcmdbeilchen gab, die allerdings vollständig überflüssig gewesen sind, denn der Schuß hatte die absolut tödliche Wirkung.

Von einem verfehlten Schuß kann in keiner Weise die Rede sein. Hier wäre es gut gewesen, wenn der Augenzeuge eine stärkere Brille getragen hätte, damit er aus der Entfernung, in der er stand, nicht zu falschen Ansichten gekommen wäre.

Ein unweidmännisches Erlegen kann in dem vorgeschilderten Vorgang in keiner Weise erblickt werden. Ich weise diesen Vorwurf als von einem Laien erfolgt auf das schärfste zurück. Es mag sich jeder Weidmann selbst fragen, wie e r bei dem Fuchs- ober Dachsgraben bem betr. Stück in schnell­ster unb kürzester Art ben Tob herbeiführt. Den Augenzeugen aber unb ben Verfasser bes Artikels frage ich, ob e r bei bem Dachsgraben, bas er früher alsTotschläger" mitgemacht ober auch ver­anlaßt hat, ben Fuchs ober Dachs vor bem Schuß erst in eine Narkose versetzt hatte. Jeber fege vor

bilbung verhcuckelt, wobei insbesondere festgestellt mürbe, baß bas Handwerk zum Schutze des Loh­nes des Arbeiters die von ihm wahrheitsgemäß errechneten Preise haben muß, um seine eigene Exi­stenz nicht zu gefährden.

Mit bem Gebenken an ben Reichspräsibenten v. Hinbenburg unb ben Volkskanzler Abolf Hitler würbe bie Grünbungsversammlung burch Verbanbsführer Peter Frölich (Darmstabt) ge­schlossen

Die Opel-Belegschaft auf 12 000 < Mann erhöht. Die Werksleitung Der Abam- : Opel-AG. in Rüsselsheim hat im Jahre 1933 ihre Belegschaft von 6000 auf 10 000 Mann erhöht unb biefen Stand den Winter über durchgehalten. Dar­über hinaus hat die Opel-AG. allein in ihrem Rüsselsheimer Werk seit Anfang Januar noch wei­tere 2000 Arbeitnehmer eingestellt und damit ihre Belegschaft auf insgesamt 12 000 Arbeitnehmer er­höht. Während im Januar 1933 etwa 6000 Men­schen im Rüsselsheimer Werk verkürzt arbeiteten, ist heute bie boppelte Anzahl in ber Sechstage­woche voll beschäftigt. In allen Abteilungen ber Fabrik wirb gegenwärtig mit Rücksicht auf bie be- vorstehenbe Automobilausstellung fieberhaft gear­beitet. Etwa 120 Volkswagen verlassen jetzt täglich bie Fabriktore.

Frankfurter Börse.

ZUiflagsbörfe: Aktien behauptet. Renten fest.

F r a n k f u r t a. M., 21. Febr. Der amtliche Ver­kehr litt etwas unter mangelnber Publikumsbetei­ligung am Aktienmarkt, bie latente Tenbenz ber Besserung bewirkte jeboch, baß sich bie geringe Be­teiligung burchaus nicht überall in Rückgängen äußerte, vielmehr waren auf verschiebenen Markt­gebieten Besserungen bis zu 1 v. H. festzustellen. Die Mattstellungen ber Kulisse, bie noch gestern mittag etwas auf ben Markt brückten, haben im großen unb ganzen aufgehört, so baß von biefer Seite kaum Störungen tarnen. Eine gewisse Stütze erhielt bie Tenbenz burch bie Zuversicht in politi­scher Beziehung, bie ber Besuch Ebens in Berlin auslöst.

Der Farbenkurs lag, wie schon im Vormittags­verkehr, 0,50 v. H. unter gestern abenb, bagegen waren Th. Golbschmibt um 1,13 v. H. fester. Am Elektromarkt lagen nur Schuckert 0,40 v. H. höher unb Siemens behauptet, wogegen AEG. unb Be­tula je 0,50 v. H. unb Gesfürel 1,90 v. H. verloren. Der Montanmarkt war uneinheitlich, Rheinstahl Sius 1 v. H. Stahlverein gut gehalten, bie übrigen agegen meist bis 0,50 v. H. schwächer. Eine Son- berberoegung wiesen roieber Kunstseibenaktien auf, bie auf bie günstigen Probuktionsziffern je 1 v. H. ihres gestrigen Abenbverlustes zurückgewannen. Im übrigen eröffneten Reichsbankanteile, Cement Hei- belberg unb Zellstoff Walbhof ca. je 0,25 v. H. freundlicher, Holzmann 0,50 v. H. niebriger. Von Schiffahrtsaktien Hapag 0,50 v. H. abgeschwächt, Norbb. Lloyb behauptet.

Der Renten markt war eine Kleinigkeit leb­hafter; bie Tauschoperationen von Aktien unb Ren­ten fetzten sich nicht fort. Die Reichsanleihen hatten, meist wohl auf Publikumskäufe hin, Besserungen zu verzeichnen. Altbesitz plus 0,25 v. H., Neubesitz unb späte Reichsschulbbuchsorberungen je 0,13 v. H. Umgetauschte Dollar-Bonbs waren roieber gefragt, u. a. Rhein-Elbe-Union ca. plus 0,50 v. H.

Im Verlaufe blieb bie Tenbenz am Aktien­markt gehalten, vereinzelt waren geringprozen­tige Besserungen zu verzeichnen. So konnten JG.- Farben ihren Anfangsverlust voll ausgleichen, Stahlverein gewannen 0,50 v. H., Reichsbahnvor­zugsaktien 0,13 v. H. Sonst kamen noch zur Notiz: Lahmeyer1,65v.H., Elektr. Lieferungen1 v. H., Felten 0,50 v. H., Daimler 0,25 v. H.

Am Rentenmarkt blieb bas Geschäft rege, Altbesitz befestigte sich weiter um 0,50 v. H., Neu- besitz um 10 Pf., auch späte Schulbbücher zogen erneut 0,13 v. H. an. Reichsmark-Obligationen wei­ter freunblid) unb bis 0,13 v. H. höher. Fast ohne Geschäft unb ohne Veränberung lagen Stabt-,

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

ngeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzl beschlossenen Divibenbe an. Relchsbankbiskont 4 o. H.. Lombarbzinsfuß 5 v. H.

Schultheis Patzenhofer ......0

titu (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg ............... 0

BWaldhos ....... 0

Aschaffenburg .......0

c Gas.............7

Daimler Motoren............ 0

Deutsche Linoleum ...........0

Orenstetn & Koppel..........0

Leonhard Tietz ..............0

lhade.....................10

Leeu mul atorrn-Fabrü........0

Ionti-®umml .............. 0

I Schluß- I kurs

Datum | 20-2.

....... 01 37,75 .......0 ....... 0 49,75

..... 10 204

....... 0 88,25

.......0 41,65

Die hinter Den Papieren a

Aranksuri a. 1R.

Berlin

Schluß­kurs

Gchlußk. Abend- börse

Schluß, kurs

Schlußk. Mittag. börse

Datum

20.2-

21-2.

20-2.

21-2.

% Deutsche Reichsanlethe v. 1927

96,25

97

97,5

96,75

f% ehem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929

100

100

100

99,9

6Yi% Doung-Anleihe von 1930 ..

92,75

93,35

93

93

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mtl

96,4

96,75

AuSlos.-Rechten ......

96,25

96,6

Desgl. ohne AuSlvs.-Rechte......

19,5

19,6

19,25

19,5

6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929

94

94

94,25

(rückzahlb. 102%) ..........

94

6% Hess. Landesbank Darmstadt

91,25

Gold R. 12...............

91

91,5

91

»% Hess. LandeS^ypotheken- bank Darmstadt Ltaut.......

90,25

90,25

-

Oberhelsen Provinz-Anleihe mit

92,5

92,5

AuSlos.-Rechten

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

94,4

94,75

94,75

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

94,6

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

91,75

92

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

91,65

91,75

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

6%% ehem. 4%% Franks. Hyp^ Bank-Ligtu-Psandbriefe.....

90,25

90,75

ehem. <y,% Rheinische

92,13

Hyp.-Banl-Ltqu.-Goldpse.....

92

6% ehem. 8% Pr. Lanverpfänd- brtefan statt, Pfandbriefe R. 19

94

94

94

94

6% eycm. 7% Pr. Landespsand-

94

94

94

vriefanstalt, Pfandbriefe R. 10

94

Steuergutich. Verrechnungskurs

97,13

97,13

97,13

97,13

Franklun a.M

Berlin

Schluß- kurs

Schluß!. Abend- börse

Gchluß- kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

20-2.

21-2.

20-2.

21-2-

4% desgl. Serie II .......

6,3

6,3

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1$KK

5,1

5,2

5,3

5,4

4^,%Rumän.veretnh.Rentev.iSU

7,75

8

7,5

4% Rumänische vereinh. Rente ..

4,35

4,3

4,8

4,4

3%% Anatolier .......

30,25

30,75

30

30,7

pamvurg-Amenka-Pakei ..... 0

28,5

28

27,9

28,25

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

-

25,13

25,65

Hansa-Dampfschtfs ..... 0

-

Norddeutscher Lloyd ..... 0

31,75

32

31,75

31,75

A.G- für Verkehrswesen Akt. . 0

64,4

64,4

64,5

Berliner Handelsgesellschaft .. 4

94,25

94,5

94

94

Commerz- und Privat-Bank . 0

51,5

51,25

51,5

51

Deutsche Bank und Disconw-

Gesellschaft................ 0

66

65,75

66

65,75

Dresdner Bank.............. 0

67

67

67

67

Retchsbank ..... 12

169,75

170,13

169,75

170,75

A.S.G. .................... 0

30

29,75

29,9

30,13

Bekula..................... o

128,75

128,4

128,75

128,65

Elektr. LieferungSgesellschast ... 6

100

99,75

99,5

Licht und Kraft . 6

104,5

103,25

104,5

103,25

Felten & Guilleaume........0

Gesellsch.f.Elektr.UnternehmiUtg. 6

59,5

59

59,75

58,75 99,4

100

98,5

99,25

Rheinische Elektrizität ....... 6

95,25

96

Schuckert SCo. ............. 5

102,25

102,5

103

102,75

Siemens L Halske............ 7

149,5

150

148,5

150

Lahmeyer L Go............. 16

117,4

115,75

117,4

115,25

Bvderus ...... 0

78,25

78,5

78,25

78,13

Deutsche Erdöl .......... 4

108,5

109,75

108,75

110

Gelsenkirchener..............0

62,25

62,25

62,75

62,65

Harpener ................0

95,25

95

95,75

Hoeich EisenKöln-Neuessea .. Ö

76,4

77,25

Ilse Bergbau ..........(

143,25

Ilse Bergbau Genüsse........e

117

117,5

118

118,75

Klöcknerwerke ....... fl

65

65,65

65

65,4

ManoeLmmm-Slbbrri, C

66,25

67,13

66,5

67,65

20-Februar

21 .Februar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Srie>

Geld

Brie

Helstngfov»..

5,694

5,706

5,644

5,656

Wien ......

47,20

47,30

10,40

47,20

47,30

Prag.......

10,38

10,38

10,40

Budapest ...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

168,53

168,87

168,53

168,87

Oslo.......

64,79

64,91

64,29

64,41

Kopenhagen.

57,59

57,71

57,14

57,26

Stockholm...

66,48

66,62

65,98

66,12

London .....

12,855

12,885

12,795

12,825

Buenos Aires

0,653

0,657

0,648

0,652

Neuyorl....

2,527

2,533

2,527

2,533

Brüssel.....

58,52

58,64

58,39

58,51

Italien.....

Paris ......

22,01

22,05

21,88

21,92

16,49

16,53

16,49

16,53

Schwetz ....

80,87

81,03

34,03

80,92

81,08

Spanien....

33,97

33,95

34,01

Danzig.....

81,62

81,78

81,67

81,83

Japan ......

0,764

0,766

0,759

0,761

Rio de Ian. .

0,216

0,218

0,214

0,216

Jugoslawien.

5,664

5,676

5,664

5,676

Ltiiabou....

11,71

11,73

11,65

11,67

Amerikanische Noten..............

2,48

2,50

Belgische Noten..................

58,23

58,47

Dänische Noten .................

56,89

57,11

Englische Noten .................

12,75

12,81

Französische Noten . . . . . .. . . .. ..

16,45

16,51

Holländische Noten ...............

168,11

Italienische Noten................

21 76

Norwegische Noten ..............

64,12

64,38

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten ..............

65,82

66,08

Schweizer 910160.................

80,74

81,06

Spanische Noten.................

Ungarische Noten