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stenladen Diebesgut veräußern wollte. Als :iie Beamten sah, stürmte er blitzschnell aus
Auktionator bereits nen hat. Ein Teil Besitz der Erben.
mit den Vorbereitungen begon- des Schloßinventars bleibt im
auf ijk leichtü Antia!.
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Die heroische Rettungstat des Dampfers „Neuyork".
Ium die Einigung mit Italien bezeich- D< „Pester Lloyd" will erfahren haben, daß |fd im Einvernehmen mit dem Prinzregenten i iie Schaffung eines neuen Wahl- i $2 s und Normalisierung
Ber Nfgene Bande jugendlicher Krast wagenräuber vor Gericht.
ji e21. Dez. (DNB.) Der Vizekanzler Fürst verlberg hielt bei einer Weihnachtsfeier der vd^ganisation des Heimatschutzes „Jung 23a= mV eine Rede, deren versöhnlicher Ton auf- sL, sagte u. a.: Wir wollen nicht in die u ft Haß und Unversöhnlichkeit phr tragen. Wir wollen in der Zukunft pirnungsoerschiedenheiten, die Feindschaft der na irt und der Vergangenheit vergessen, IM wollen gerade am Weihnachtsfest auch mit lid Versöhnungsbereitschaft derer gedenken, in Laufe des vergangenen Jahres die Waf- .ir ne Hand gezwungen haben. Wir haben [e Feind in und außerhalb Oester- t mit dem es uns nicht möglich wäre, bei kse gen guten Willen uns auszusöhnen, hcien keinen Feind, den wir in der Zukunft lUI1 Feindschaft entgegenbringen wollen.
des ganzen staat- .. agyarsag" erklärt, säs Person sei eine Garantie dafür, daß sich Iußenpolitik Südslawiens in der Richtung lieblichen internationalen Zu- irs n a r b e i t bewegen werde.
Ausbreitung der Malaria-Epidemie auf Ceylon.
Die Malaria-Epidemie auf Ceylon nähert sich mit großer Eile der Hauptstadt Colombo. Selbst in kleinen Ortschaften wurden bereits 20 bis 30 Todesopfer gezählt. Nach Madras (Ostindien) und der Insel Java sind dringende Telegramme gerichtet worden, in denen um die Lieferung von Chmin gebeten wird.
London, 21. Dez. (DNB. Funkspruch). Der Kapitän des norwegischen Dampfers „ S i st o " und der Führer des Rettungsbootes der „N e u- y o r k", Wiesen, schilderten einem Vertreter der „Press Association“ auf dem Hapagdampfer „Neu- york", der auf der Heimreise bei Cowes Roads vor Southampton vor Anker gegangen ist, die dramatische Rettung der 16 norwegischen Seeleute.
Kapitän R e i n e r t s e n von der „Sisto", der pflichtgemäß als Letzter das verunglückte Frachtschiff verlassen hatte, erzählte, er habe in den 19 Jahren, die er zur See fahre, niemals einen so schweren Sturm erlebt. Seine Mannschaft habe sich vergeblich bemüht gehabt, die Verschiebung der Schiffsladung, die die Ursache des Unglücks gewesen sei, äu verhindern. Die Rettungsboote der „Sisto" seien von den riesigen Wellen nacheinander fort- ae riss en worden. Als das Steuerruder so zerstört gewesen sei, daß es sich nicht wiederherstellen ließ, habe er seinen 808-Ruf ausgesandt, lieber die Rettung durch die Leute der „Neuyork" erging sich der Kapitän m höchsten Lobsprüchen. Er unterstrich dabei die Tapferkeit und die seemännischen Fähigkeiten der Besatzung des deutschen Rettungsbootes. .
Der zum Ersten Offizier ernannte Führer des Rettungsbootes „Neuyork", Wiesen, gab eine nüchterne Darstellung der Vorgänge. Der schwerste Teil der Rettungsarbeit sei es gewesen, das Boot der „Neuyork" in dem schweren Seegang aufs Wasser zu bringen, und vom Schiff freizumachen. Das Rettungsboot sei dann heruntergelassen und beim Aufsetzen auf das Wasser zweimal gegen die Wand des in dem schweren Wetter hin- und herschaukelnden Schiffes geschleudert worden. Es sei dabei an der Seite beschädigt worden. Die Besatzung des Bootes habe den größten Mut gezeigt. Nur ihrer seemännischen Tüchtigkeit sei es M danken, daß das Boot freigekommen sei. Wir ruderten, so fuhr Wiesen fort, eine halbe Stunde lang, bevor wir der „Sisto" nahekamen. Anfangs batte ich längsseit gehen und die Mannschaft an Bord nehmen wollen. Aber infolge des Rollens des steuerlosen Schiffes gab ich den Gedanken auf. Ich fuhr so nahe wie möglich heran und rief der
dem «etchäft. Obgleich die Polizisten hinter ihm herichisc!m und ihn am Oberschenkel und am Ohr veril tz^iten, gelang es dem Strolch, mit seinem KomsYz-m Klemmt im Kraftwagen zu entwischen. Snu'd :ourbe dagegen festgenommen. Vier Tage späte irkinnten auch Schulz und Klemmt verhaftet weroüe. Llm 1. September gelang es Struck, aus dem n itüängms zu entwischen. Er mußte jedoch bald । 'I nnen, daß seine Flucht auf die Dauer er- solgli^o j;j, und zog es daher vor, sich in ziemlich verhliü zertem Zustande bei der Staatsanwaltschaft
Mannschaft der „Sisto" zu, ein Tau zu werfen. Dieses wurde festgemacht. Sodann forderte ich die Mannschaft der „Sisto" auf, über Bord zu springen. Meine Leute arbeiteten sehr tapfer. Es war eine große Anstrengung; zwei Mann und ich selbst waren nötig, um jeden einzelnen Schiffbrüchigen durch das Wasser ins Rettungsboot zu ziehen. Wiesen schloß: Die Mannschaft war bei der Rückkehr erschöpft, aber glücklicherweise wurde niemand
sucht ii,.lönig vom Trittbrett zu stoßen. Ein ^m'ehrspolizist, der sich dem Wagen in den WegklDte, konnte sich nur durch rasches Beiseite- fpriiif^ii vor dem Ueberfahrenwerden retten.
Fernsehen in der Reichskanzlei.
De it fführer wurde dieser Tage durch den Staats- sckretic Des Reichspostministeriums, Dr. Ohne- sorcg,;eine Fernübertragung vorgeführt. Mit - eiern vom Reichspostzentralamt in der Reichs- kanzl'le cufgestellten Fernsehempfänger wurden verschied le -e Ausschnitte aus Tonfilmen, Sendungen des PUiakurzwellensenders der Deutschen Reichspost | i Berlin-Witzleben, wohlgelungen aufge- nomm1
Schl UM verließen König die Kräfte, und er fiel " ii -Straße. Glücklicherweise zog er sich nur k-rletzungen zu. Zwei Tage später gelang 'Saanbe wieder aufzuspüren, als sie in einem
Das von seiner Weihnachtsfahrt nach Brasilien wieder nach Friedrichshafen zurückgekehrte Luft- chiff „Graf Zeppelin" konnte auf der Heimfahrt den m i l l i o n st e n Fahrtkilometer zurücklegen und damit ein für ein Luftfahrzeug außergewöhnliches Jubiläum begehen. Nur ein Angehöriger der Besatzung kann gleichzeitig mit „seinem" Luftschiff dasselbe Jubiläum der Zurücklegung des millionsten Kilometers feiern, den er im regelmäßigen Verkehr auf dem „Graf Zeppelin" hinter sich gebracht hat. Er ist der einzige, der bei jeder der 423 Fahrten, die das Jubiläumsschiff seit 1928 durchgeführt hat, an Bord war. Es ist dies der 1890 in den Vereinigten Staaten geborene Fahrmeister August Grözinger, der seit dem Jahr 1908 im Luftschiffdienst steht. In seinem Fahrtenbuch sinden sich alle kleinen und großen Fahrten des „Graf Zeppelin" vermerkt, die dieser in den sechs Betriebsjahren seit seiner Indienststellung unternommen hat. Fahrmeister Grözinger ist somit auch der erste deutsche Luftmillionär, gleichviel ob Flieger oder Luftschiffer, der seine Million Flugkilometer mit ein und demselben Luftfahrzeug erreicht hat — eine Leistung, die besonderer Anerkennung wert ist.
Das holländische Großflugzeug „River" vermißt.
In Holland herrscht große Aufregung -darüber, daß das durch das Luftrennen London—Melbourne berühmt gewordene Flugzeug „Uioer", das am Mittwochabend von Kairo nach Bagdad gestartet war, vermißt wird. Man befürchtet, daß die Maschine zwischen Gaza und Ruthba in einen Sturm geriet und mitten in der Wüste nie-dergehen mußte. Die englischen Militärbehörden in Bagdad haben zugesagt, unverzüglich Nachforschungen in der arabischen Wüste anzustellen. Bisher konnte jedoch wegen heftiger Gewitter hiermit nicht begonnen werden. Unter diesen Umständen hat die Direktion der holländischen Luftverkehrsgesellschaft beschlossen, ein zweites Flugzeug, den „Leeuverik", zu entsenden, um selbst Nachforschungen nach dem vermißten „Uiver" vornehmen zu lassen und gegebenenfalls die für Niederländisch-Jndien bestimmte umfangreiche Weihnachtspost zu übernehmen. Der von dem bekannten Piloten Geyfen borfer geführte „Leeuverik" soll zunächst bis Kairo fliegen. Neben der aus zwei Piloten, einem Bordfunker und einem Mechaniker bestehenden gewöhnlichen Besatzung werden ein Ne- servernechaniker sowie zwei höhere Beamte der Luftverkehrsgesellschaft an Bord sein.
Englischer Hauptmann
will in Rekordzeit nach Delgifch-Kongo stiegen.
Das englische Flugzeug „Königin Astrid" startete zu einem Rekordflug nach Belgisch- Ko n g o. Das Flugzeug wird von dem englischen Fliegerhauptmann Waller gesteuert. In seiner Begleitung befindet sich der belgische Fliegerhauptmann Franchomme. Waller hat mit derselben Maschine am Flug London—Melbourne teilgenommen. Er hat die Absicht, die Strecke Brüssel—Leo- poldsville in zwei Tagen zurückzulegen. Der Start vollzog sich unter ziemlich ungünstigen Wetterbedingungen. Der Flug hat besondere Bedeutung im Hinblick auf den Plan, zwischen Brüssel und der belgischen Kongo-Kolonie eine ständige Post- und Verkehrsfluglinie einzurichten
Der „Raubüberfall" im Eisenbahnabteil.
Wie bereits gemeldet, wurde in einem Abteil des Personenzuges Köln—Koblenz der 25jährige Heinrich F u e r b a ch aus Annen (Westfalen) mit einer Schußwunde in der Herzgegend aufgefunüen. Der Zugführer veranlaßte die Ueberführung des Schwerverletzten in das Krankenhaus. Die ersten Angaben des Fuerbach, er sei von einem U n - bekannten überfallen und seiner Barschaft von 2000 RM. beraubt worden, schienen den Beamten der Landeskriminalpolizei unwahrscheinlich. Ihre Bemühungen führten dann auch zur Aufklärung des Vorfalles. Fuerbach hat gestanden, sich den Schuß in selbstmörderischer Absicht beigebracht zu haben. Als Grund hierzu gibt er wirtschaftliche Not an. Da der Schuß aber nicht den Tod herbeigeführt habe, sei er auf den Gedanken gekommen, einen Ueberfall vorzutäuschen.
Die Ahnengalerie und einige wertvolle Schlachtengemälde wurden dem Dresdener Armeemuseum überwiesen. Die Jagdbeute einer Sudanreise des letzten Königs erhält ein Leipziger Museum als Leihgabe. Verschiedene andere Dinge, darunter seltene Jagdtrophäen, kommen nach Schloß Moritzburg bei Dresden. Die Mehrzahl aller Ge- genftänbe aber wird im Januar versteigert, lieber bie Verwenbung bes Schlosses selbst ist noch keine Entscheibung gefallen.
Dank und Anerkennung für die tapfere Besatzung.
Der norwegische Ministerpräsibent unb Minister des Aeußeren M o w i n ck e l hat an bie Hamburg- Amerika-Linie bas folgenbe Telegramm gerichtet: „Habe eben mit Bewunderung von ber Rettung ber Besatzung bes norwegischen Schiffes „Sisto" burch bie heldenhaften Anstrengungen ber Besatzung Ihres Schiffes „Neuyork" gelesen. Ich bitte Ihre Gesellschaft, meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen unb ber Besatzung ber „Neuyork" ' überbringen zu wollen." Der Osloer Runbfunk beschloß seine Sendung am Mittwoch mit einer kleinen Rebe, anläßlich ber Rettung, worauf bas Orchester bas Deutschlanblieb unb ben norwegischen Nationalqe- fang spielte.
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Aus Anlaß ber helbenhaften Rettungstat ber „Neuyork"-Besatzung hat ber Reichs- unb preußische Minister bes Innern Dr. Frick an bas Hamburgische Staatsamt folgenbes Telegramm gerichtet: „Anläßlich heldenhafter Rettungstat ber Be- satzunb „Neuyork" ersuche unverzüglich Einreichung von Vorschlägen zur Beantragung ber R e t'- t u n g s m e b a i l l e.
Reichs- unb preußischer Innenminister, Dr. Frick."
Die „Neuyork" mit ben 16 Schiffbrüchigen bes norwegischen Dampfers „Sisto" an Borb hat am Donnerstag ben Hafen Cherbourg angelaufen. Dem Kapitän ber „Neuyork", Kruse, würben für die helbenmütige Rettung ber norwegischen Seeleute vom Präsidenten ber Cherbourger Han- belsfammer Blumen unb eine silberne Medaille überreicht.
Lord Rothermeres Besuch in Deutschland.
!i in, 20. Dez. (DNB.) Der englische Zei- i tätig Lord Rothermere, ber in Berlin hengeit hatte, sich mit führenben Persönlichkeiten imn Deutschlanbs zu unterhalten, hatte ben ich die Reichsautobahnen persönlich in iijiein zu nehmen. Auch bem Braunen i v-lvird Lorb Rothermere einen Besuch ab» n.ffier englische Gast traf auch einige Male Führer zusammen, bem er burch sein ^Eintreten für Deutschlanb unb besten Führer mb er mehr war.
e versöhnliche ZRebe Starhembergs
Lilin begann ber Prozeß gegen eine Banbe K aftmagenräubern. Sieben Ange- „ tdben sich zu verantworten: ber breimal oor- bestrchsli Emil Schulze, ber sechsmal vorbestraft » ;'arl Klemmt, ber breimal vorbestrafte ^riet'icic Struck unb ber bisher noch unbestrafte Joha-:in» N.; die Angeklagten stehen burchweg im Alien o/n 20 bis 21 Jahren; brei weitere Personen babern ich wegen Hehlerei zu verantworten. Gege:i i-chulze unb Klemmt ist außerbem Anklage weae.i, Äiberstanbes gegen bie Staatsgewalt unb gefähirliLer Körperverletzung erhoben worben. q2ii Verbrecher haben in über 50 Fällen P e r| ion entraf troagen, bie auf ben Straßen jpiJben, entmenbet unb ausgeplün- ö ernt mb mit ben Wagen Diebesfahrten unten noinr|r.!i' Wenn ber gestohlene Wagen seinen Zweck erfiiHMa hatte, ließen ihn bie Banbiten einfach auf der NSiHe stehen. Wie rücksichtslos bie Täter vor-
Fünf Familienmilglieder im Zeitraum von vier Wochen geworben.
\Jn ber Familie Denker in Salchenborf bei -^oiger hat ber Tob abermals Einzug gehalten. Wie erinnerlich starb vor kurzem bas Ehepaar Denker an einem Tage, ber Mann an einer Lungenent- zunbung, bie Frau bei ber Geburt. Vier kleine Kin- ber blieben zurück. Dann starb wenige Tage später ber Großvater unb roieber einige Tage später auch bie Großmutter mütterlicherseits. Jetzt nun starb auch ber alte Großvater Denker. Die vier Kinber finb nunmehr vollstänbig auf frembe Menschen angewiesen. Hier ist ber traurige Fall zu verzeichnen, baß innerhalb vier Wochen fünf Menschen aus einer Familie gestorben finb.
Keine lieberreffe des Flugzeugs von Ulm gefunden.
Reuter meldet aus Neuyork: Die Annahme, daß es sich bei ben in der Nähe von Honolulu aufgefun- benen Flugzeugtrümmern um lleberrefte ber Maschine bes vermißten Fliegers Ulm hanbele, habe sich als irrig herausgestellt.
Die Warschauer Eleklrizilälswerke unter Zwangsverwaltung.
Das Warschauer Bezirksgericht verfügte in dem Prozeß ber Stabt Warschau gegen bie Warschauer Elektrizitätswerke Einsetzung einer Zwangsverwaltung über bas Elektrizitätswerk, um die als berechtigt anerkannten Forderungen der Stadt zu sichern. Die Forderungen der Stadt Warschau gehen auf sofortige Lösung des Konzessionsoertrages mit der französischen Aktiengesellschaft, auf Ueber-- gabe des gesamten Unternehmens in das Eigentum der Stadt Warschau, auf Exmission der Elektrizitätsgesellschaft aus allen ihren Gebäuden und auf eine Bargeldentschädigung für die Verletzung des Vertrages durch die französischen Konzessionäre hinaus. Zum Zwangsverwalter wurde der ehemalige Verkehrsminister Kühn ernannt.
Amerikanisches Missions-Ehepaar in Ehina ermordet.
An Schanghai hat die Ermordung des amerikanischen Missionars John St am und seiner Gattin Betty Stam durch chinesische Kommunisten erhebliches Aufsehen erregt. Es wird berichtet, daß das Ehepaar von den Roten öffentlich enthauptet worden ist. Die Kommunisten verkündeten dabei, es handele sich um die Wiedereröffnung eines Mordfeldzuges gegen alle Ausländer. Frau Stam war es rechtzeitig gelungen ihr drei Monate altes Töchterchen in einem Versteck zu verbergen. Das kleine Kind wurde zwei Tage lang von chinesischen Frauen ernährt und auch von einem chinesischen Christen nach Wuhu in Sicherheit gebracht.
Leichter Autounsall
des bekannten Rennfahrers Hans Sluck.
Der bekannte deutsche Autorennfahrer Hans Stuck hat auf der Fahrt von Brünn nach Berlin einen Autounfall erlitten, der glücklicherweise ohne ernste Folgen geblieben ist. In der Nähe von Jglau wollte Stuck an einem quer über der Straße stehenden Zigeunerwagen vorbeifahren. Der Wagen Stucks kam dabei der Straßenböschung zu nahe, überschlug sich und wurde vollständig zertrümmert. Hans Stuck erlitt dabei lediglich Hautabschürfungen; seine Frau trug eine leichte Gehirnerschütterung davon. Stuck und feine Frau wurden nach Brünn transportiert; sie wollen von hier aus in einem ihnen von der Autounion entgegengesandten Kraftwagen nach Berlin weiterfahren.
Versteigerung auf Schloß Sybillenort.
Als der letzte sächsische König Friedrich A u g u st III. starb, wurde fein zweiter Sohn, Markgraf Friedrich Christian von Meißen, Besitzer des Schlosses Sybillenort bei Breslau. Die Kostbarkeiten des Schlosses machte er weiten Kreisen der Bevölkerung zugänglich. Nunmehr hat er aber gemeinsam mit den anderen Erben beschlossen, den Haushalt aufzulösen, da die Verwaltungskosten für das riesige Schloß außerordentlich groß sind. Ende Januar soll in Sibyllenort eine V e r - Steigerung ftattfinben, für die ein Breslauer
ainge-i »beweist ein Vorfall am 14. April dieses ahtfiei. Der Polizeihauptwachtmeister König be- mcrfi.lt nen am Vortag gestohlenen Wagen des Schaiw hlers Brausewetter. In dem Wagen saßen'» Lchulze und Struck, die eine Freundin ab-- holem mollten. Die Verbrecher rochen Lunte und rooMite1 lchleunibst daoonfahren. Geistesgegenwärtig schwv: ;|isich König auf das Trittbrett und packte ben iprer Schulze, um ihn zum Halten zu zwin- rasende Fahrt durch die Straßen Ber- 'iiginn, in deren Verlauf der Verbrecher ver-
Büchertisch.
“?Jc(t2!nitI’niarfd’eri Historischer Roman von Adolf Bartels. 520 Seiten. Volksausgabe. Lernen 4,80 Mk. Hamburg 1934, Hanseatische Verlagsanstalt. — (449) — Der bekannte Roman erscheint jetzt in der fünften Auflage als billige Volksausgabe. Man wird das Erscheinen dieses Werkes gerade in unseren Tagen begrüßen. Die „alten Dithmarschen" waren in ihrer Art bereits Nationalsozialisten, hatten die soziale Frage durch ihr Ge- schlechterwesen, das reich und arm zusammenhielt, gelost und wußten, was Rasse ist. Bartels' Roman, der in die vier Bücher „Die Schlacht von Hemming- stedt", „Herr Heinrich (von Zütphen, der Refor- mator)", „Die Geschlechter" und „Die letzte Fehde" zerfällt, gibt ein großzügiges Bild der Dithmarscher Geschichte von 1500 bis 1559, aber auch eine Darstellung echten deutschen Bauerntums. In diesem Volksepos werden die germanischen Lebensformen unserer Vorfahren wieder lebendig. Hermann Löns hat diesen Roman zu den großen Gestaltungen unterer völkischen Vergangenheit gerechnet.
— Martin Raschke: Der Erbe. Eine Er- zählung. 262 Seiten. Leinen 5 Mark. Rütten und Loening Verlag, Frankfurt a. M., 1935. — (560) — 2In der Schwelle zum Mannsein fällt einem jungen unsteten Menschen der Großstadt bas ländliche Geburtshaus des Vaters als Erbe.zu. Er fährt in das Bergdorf an der böhmischen Grenze, um das kleine Haus zu verkaufen und mit dem Erlös einen lange geträumten Reiseplan zu verwirklichen. Aus dem kurz gedachten Aufenthalt wird ein Jahr der Lehre und der Wandlung. Leben und Art der Verwandten am Orte offenbaren ihm den Zwiespalt seines eigenen Blutes: Wanderlust, Unraft, Prahlerei auf der einen, Liebe zur Ordnung uni) Klarheit auf der anderen Seite. Langsam lernt er in wahrer Kenntnis seines Wefens zu leben, gefestigt durch die wachsende Verbundenheit mit Natur und Landschaft und zu innerft bestätigt -durch die Liebe zu einem Mädchen, deren ruhige Stärke und Bereitschaft die widerstreitenden Kräfte in ihm zusammen- schließen. Er verzichtet auf den schweifenden Traum seiner Jugend und begrüßt freudig das sichere Glück am Anfang eines neuen, einfachen Lebens.
— Sabine Volkmar: Fischerfrau von der Nehrung. Preis gebunden 3 RM. Verlag C. Bertelsmann in Güterlöh. — (607) — Wenn das Anne auf der Wanderdüne steht, wenn ihre braunen Füße den heißen Mahlsand fühlen, dann gleicht sie der ostpreußischen Erde. So treibt das Leben der Fischerfrau dahin, durchpulst vom Werden, Wachsen und Wandlung ostpreußischer Küstenlandschaft. Und drum sind auch die Schicksale dieses Romanes in dieses pausenlose Gleichmaß so unlöslich einge- spannt.
— Werner May: Die Lausbuben von ©rlen au. Eine fröhliche Schulgeschichte. Mit Bildern von Georg Müller. Ferdinand Hirt, Breslau. Geb. 2 RM. — (639) — Inmitten einer schönen deutschen Landschaft steht das Landerziehungsheim Erlenau. Eine fröhliche Jungenschar, voll Lebens- freude und Uebermut beherbergt dieses Schloß. Reich unb glücklich ist diese Welt, in der Bücher, aus denen man lernen soll, und Spaten, mit denen man schaffen kann, einander ablösen. Im fröhlichen und ersten Gang der Tage wachsen die Jungen hinein in einen Geist, wie Deutschland ihn braucht.
— Segelflug und Segelflieger. Entwicklung— Meister — Rekorde. Von Georg Brütti n g. 220 Seiten, 82 Bilder auf Tafeln, 10 Skizzen und Diagramme. Verlag Knorr & Hirth, München. Geheftet 4,60 RM., Leinen 5,60 RM. — (631) — An dem Buch des jungen Segelfliegers Brütting ist beides vereinigt: lebendige Entwicklungsgeschichte und packende Erlebnisschilderung. An der rechten Stelle ergreifen Berufene als Erzähler oder Erklärer das Wort — Professor Georgii, der Rhönvater Urfinus, Wolf Hirth, Kurt Schmidt, Dittmar, Schempv, und wie sie alle heißen. 82 prächtige Photos sowie Skizzen und Diagramme helfen mit, dieses allen verständliche Segelfliegerbuch der Tatsachen zu schaffen, dem Hermann Köhl das Geleitwort schrieb.
M Zuchthausstrafen von einem Jahr iJlq aten bis sechs Jahren und 61 Angeklagte I idognisftrafen von einem Jahr bis zwei Jah- |i d): Monaten.
Wettervoraussage.
Die bisher sehr kräftige Wirbeltätigkeit über dem Ostatlantik hat erheblich nachgelassen und mit ihr auch die Zufuhr feucht-milder Ozeanluft nach Mitteleuropa. Da sich gleichzeitig das osteuropäische Hochdruckgebiet in Richtung Skandinavien verstärkt und die sich über dem Ostatlantik noch entwickelnden Wirbel süostwärts wandern, kann auch bei uns mit langsam fortschreitender Abkühlung gerechnet werden.
Aussichten für Samstag: Vielfach Ne- bei oder Hochnebel, sonst im wesentlichen trocken und gelegentlich auch aufheiternd, bei nach Ost drehenden Winden beginnende Abkühlung.
Aussichten für Sonntag: Bei Luftzufuhr aus Osten voraussichtlich weitere Abkühlung.
Lufttemperaturen am 20. Dezember.mittags 7,2 Grad Celsius, abends 6,9 Grad; am 21. Dezember: morgens 6,4 Grad. Maximum 7,5 Grab, Minimum 5,0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. Dezember: abends 5(9 Grad; am 21. Dezember: morgens 5,9 Grad Celsius. — Niederschläge 0,5 mm.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für Öen übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XL 34: 11500. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr, Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
Nd)t>crräfer mit Zuchthaus und Gefängnis bestraft.
। nm unb, 20. Dez. <DNB.> Die Justiz, stelle teilt mit: Der vierte Strafsenat des ml^esgerichts Hamm verhandelte im Zentral- w * Werl gegen zahlreiche Dortmunder irnniften, denen Vorbereitung d) d e r r a t, Beteiligung an dem Roten n uämpferbunöe sowie verbotener Waf- ir. Sprengstoffbesitz zur Last gelegt war. Die ini ung hat ergeben, daß der Rote Front- seimnd trotz Verbotes seit Sommer 1932 in
vd, insbesondere in dem Stadtteil Eving, 'errichtet worden war. Der größte Teil flagten hat dieser verbotenen Organisation 1 die militärisch organisiert und neisung der kommunistischen Zentrale mit , -iichen Militärwaffen und Mu- i:o! sowie mit Sprengstoffen aus» # s>' t war. Noch Ende 1932 wurden in der jiq&ir) q von Dortmund Sprengversuche mit |l*IHgefertigten Handgranaten angestellt. Auch ?i- Erfahren beweist wieder, daß die Kommu- Itty Partei dem von ihr geplanten beroaff- «! n!Aufstand bis ins kleinste v o r g e- arb iiaet hatte, und nur durch das energische ’i|m der nationalsozialistischen Bewegung hindert worden ist, den Bürgerkrieg
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