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Mit Wasser und Schaum gegen das Feuer Feuerwehr und Luftschutz demonstrieren.

Wer sich gestern nachmittag die Zeit nehmen konnte, für eine Stunde auf Oswaldsgarten zu weilen, konnte hochinteressante Vorführungen der Feuerwehr und des Luftschutzes sehen. Die Feuer- wache zeigte in Verbindung mit der Werkfeuer­wehr der Firma Poppe und in Gemeinsckaft mit dem Luftschutz die Bekämpfung von verschieden­artigen Bränden. Viele Zuschauer hatten sich ein- gefunden. Insbesondere die Schuljugend umlagerte den abgesperrten Raum vor dem Gebäude der Feuerwache in großen Scharen.

Auf dem freigehaltenen Raume waren Pyra­miden aus Brettern, Bohlen und leichtentzündlichen Stoffen aufgerichtet worden, die nacheinander in Brand gesteckt wurden und, da sie mit Petroleum übergossen waren, im Ru hell aufloderten.

Am darzulun, wie schnell mH handfeuerlösch- geräien Brände gelöscht werden können, griff die Feuerwache die Flammen mit Handfeuer­löschern der verschiedensten Systeme an, und es war überraschend zu sehen, wie in wenigen Minuten in 2 bis 3 Minuten die heftig aus den Holzpyramiden heraus schlagenden

Flammen gelöscht wurden.

Besondere Aufmerksamkeit wurde dann dem Schaumlöschverfahren entgegengebracht. Teer und Benzol, auf den Sandboden ausgeschüt­tet, wurden ange^ündet. Die Flammen liefen mit großer Geschwindigkeit über die begossene Fläche. Unter großer Rauchentwicklung brannten die feuer­gefährlichen Flüssigkeiten ab und ließen dabei gleichzeitig erkennen, welch ungeheure Gefahr diese Stoffe für Lagergebäude darstellen, wenn Feuer leichtfertig in ihre Nähe gebracht wird.

Die Feuerwache rückte dann in Verbindung mit der vorzüglich ausgerüsteten Poppeschen Werkfeuer­wehr (die von der Gießener Freiwilligen Feuer­

wehr ausgebildet wurde) mit dem Schaumlösch­gerät gegen die intensiven Flammen vor und ver­mochte sie ebenfalls innerhalb von Minuten völlig abzulöschen. Der Schaum, mit Wasser und einem speziellen Pulver erzeugt, wurde aus dem gewöhn­lichen Spritzrohr, gegen das Feuer vorgetragen. Die Ursache der frappanten Wirkung des Schaumes im Dienste der Feuerbekämpfung besteht bekanntlich darin, daß durch den Schaum der Zutritt des Sauerstoffes in der Luft zum Feuer verwehrt wird und dadurch die Flamme erstickt. Mit einem be­sonderen Ansatzstück (für Feuerbekämpfung im Tank) wurde bei einer weiteren Hebung brennen­des Benzol in einem Bottich gelöscht.

Der Luftschutz, der sich für diese Uebung eben­falls zur Verfügung stellte, zeigte die Bekämp­fung von Brandsätzen auf eigens dafür kon­struierten provisorischen Dachböden.

Die Hebung wurde von Teilnehmern des Lehrgangs für zivilen Luftschutz, der dieser Tage abgeschlossen wurde, durchgeführt. Don dem gleichen Trupp wurde auch ein großer Dachstuhlbrand mit ver- hältnismäßlg einfachen Mitteln gelöscht.

Die Hebungen verliefen sehr demonstrativ und gaben einen guten Heberblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Feuerbekämpfung. Die Vorfüh­rungen wurden von zahlreichen Vertretern der Be­hörden und der Standarte mit großem Interesse verfolgt.

Im Anschluß an die Hebung war den Vertretern der Behörden Gelegenheit gegeben, unter Führung von Branddirektor Braubach die Einrichtungen der Feuerwehr kennenzulernen. Das Meldewesen wurde eingehend erklärt, man besichtigte ferner die verschiedenen Wagen, Spritzen, Leitern, Rettungs­wagen usw., mit ihren vielfältigen Spezialeinrich­tungen, die die Feuerwehr für alle Fälle gerüstet erscheinen lassen.

Die Gießener Tnrnerschast

und ihre 1. Sieger von 1850 bis 1934.

Nächsten Samstag und Sonntag werden in un­serer Stadt ehemalige 1. Mehrkampf­sieger der Gießener Turnerschaft ein Wiedersehen feiern.

Von 109 ersten Siegen berichtet uns die unten angeschofsene Ehrentafel, die im Lause der Jahr­zehnte im edlen Wettstreit mit ebenbürtigen Turngenossen bei Volks- und Geräteturnen und Itn Zwölfkampf erkämpft wurden. 57 Gießener Turner sind an diesen Leistungen beteiligt, von denen noch 37 leben, davon 18 auswärts.

Sie alle wissen sich verbunden in gleichem Stre­ben und Erleben, vom Jüngsten bis hinauf zu den Kameraden mit 70 und mehr Lebensjahren Auge in Auge, und noch weiter hinauf mit denen, die sie nur noch in wehmütiger Erinnerung sich zur Seite fühlen.

Tiefe Dankbarkeit gegen die Gemeinschaft, die ihnen die ausgezeichnete Schulung ermöglichte und sie zu glänzenoen Leistungen emportrug, führt sie wieder in die alte Turnstadt Gießen, die den edlen Kern deutschen Turnertums schützend und mehrend in immer neuen Wandlungen durch gute und böse Zeiten trug seit jenem Sommer 1816, da der Stu­dent Karl Rollen, als Frontkämpfer aus den Freiheitskriegen in sein Elternhaus nach Gießen zurückaekehrt, die nach ihrer politisch-militärischen Jahn-Lützower Tracht genannte Verbindung der sog.Gießener Schwarten" gründete und dem Dolksturnen nicht nur in der Bevölkerung Gießens selbst eine dauerhafte Heimstätte bereitete, sondern es auch hinaustrug in Stadt und Land.

Im kreise ihrer beiden hiesigen Turnvereine und deren Angehörigen, zusammen mit Freun­den und Bekannten, werden die ersten Sieger bescheidenen Sinnes bekunden, daß der einzelne an sich nichts ist, aber alles der zielbewuhte und tatfrohe Geist turnbrüderlicher Verbunden­

heit, dem sie In all den Jahren weithin sicht­baren Ausdruck geben und den sie aus tief­innerster Verpflichtung heraus werbend in die aufhorchende Jugend in Slädl und Land roei- tertragen durften.

Unb wenn sie am Sonntag um die Mittags­zeit in festlichem Marsche durch die Stadt nach dem Jahngedenkstein geleitet werden, wird sich dieses Gesamtbild gleichzeitig in Erinnerungen auf­lösen, da vor Jahr und Tag jeder einzelne Sieger im schlichten Schmuck des Eichenkranzes nach hei­ßen Kampftagen auf Turnfahrten und Bergfesten, auf Gau-, Kreis- und sogar Deutschen Turnfesten in seine liebe Stadt Gießen mit frohen Scyaren einzog und seine Gießener Volksgenossen ihn stolz als den Ihrigen begrüßten, der den Namen der Stadt in Ehren in die Weite getragen hatte.

Am Jahngedenkstein werden sie sich freudig zum Schöpfer deutschen Turnertums bekennen, das niemals Selbstzweck war, sondern in den Händen selbstloser, volks- und vaterlands- begeisterker Jünger durch politische, wirtschaft­liche und soziale Kämpfe hindurch den Weg suchte zu Gemeinsinn und Volksverbundenheit, zu körperlicher Kraft und Schönheit, zu Ein­heit, Ehre und Freiheit von Volk und Vaterland.

Die Nachwelt setzt jeden in sein Ehrenrecht" hatte Jahn in den schweren Kämpfen seines Le­bens geschrieben, und kein Geringerer als unser großer Führer Adolf Hitler hat diese Hoffnung Friedrich Ludwig Jahns wahrgemacht bei dem ge­waltigen Deutschen Turnfest zu Stuttgart.

Was wir vor Jahren einst gelobt, In Treue sei's gehalten?

Wenn Tod und Teufel uns umtobt, Wir bleiben doch die Alten!

Wir fetzen unser Herz zum Bfand: heil Dir, du deutsches Vaterland!"

Äste über die 1. Turnsestsieaer (Mehrkämpfer) her Gießener Tnrnerschast Turnverein 1846 unb Männerturnverein-, beginnend mit dem Jahre 1850.

1850: Gießen, Lahnbezirksfest; 1. Pr. Karl Schmitt.

1860: Offenbach a. M., Kreisturnfest; I.Pr. Gg. Lotz.

1861: Oberstein, Kreisturnfest; 1. Pr. Karl Nehmeyer.

1862: Gießen, Kreisturnfest; 1. Pr. Herrn. Haustein.

1862: London, Stiftungsfest des deutschen Turn­vereins; 1. Pr. Hermann Haustein.

1863: Leipzig, 3. Allgemeines Deutsches Turnfest;

1. Pr. Hermann Haustein.

1863: Arnsburg, Bezirksturnfahrt; 1. Pr. Heinrich Kämmerer. '

1864: Siegen, Turnfest; l.Pr. stud. A. Rausch.

1867: ©anfeburg, Bezirksturnfahrt; l.Pr. L. Statt- rein.

1867: Arnsburg, Bezirksturnfahrt; l.Pr. heinnch Kämmerer.

1870: Lich, Gauturnfest; l.Pr. Karl Müller.

1872: Schotten, Gauturnfest; l.Pr. Karl Demuth.

1873: Alsfeld, Gauturnfest; l.Pr. Heinrich Bartsch.

1875: Friedberg, Gauturufest; l.Pr. Karl Köhler.

1876: Bad-Nauheim, Gauturufest; l.Pr. Karl Wüst.

1877: Marburg, Gauturufest; 1. Pr. Herrn. Plank.

1879: Nidda, Gauturufest; l.Pr. Wilhelm Dapper.

1879: Münzenberg, Gautumfahrt; 1. Pr. Ludwig Hnverzagt.

1880: Wetzlar, Gauturufest; l.Pr. Ludwig Unoenagt.

1880: Münzenberg, Gautumfahrt; 1. Pr. Wilhelm Dapper.

1882: Manzenberg, Gautumfahrt; 1. Pr. Gustav Trübe.

1882: Herborn, Gauturufest; 1. Pr. E. Hoffmann.

1883: Bad-Nauheim, Gautumfahrt; 1. Pr. Ludwig Hnverzagt.

1884: Münzeuberg, Gautumfahrt; 1. Pr. Heinrich Wenzel.

1885: Lich, Gauturufest; 1. Pr. Georg Balser.

1885: Bad-Nauheim, Gautumfahrt; 1. Pr. stud. phil. Th. Hof.

1885: hainig bei Lauterbach, Gautumfahrt; 1. Pr. Ludwig Hnverzagt.

1886: Alsfeld, Gauturufest; l.Pr. stud. pil.Th. Hof.

1886: Münzenberg, Gautumfahrt; l.Pr. K. Wenzel.

1888: Gießen, Gauturufest; 1. Pr. Friedrich Köhler.

1888: Gießen, Gauturnfest; 1. Pr. Karl Heuser.

1889: Heuchelheim, Gautrnfest; l.Pr. Th. Vaubel.

1890: hainig bei Lauterbach, Gautumfahrt; 1. Pr.

Louis Schäfer.

1890: Schotten, Gauturufest, 1 Pr. Gust. Ruppel. 1891: hanig bei Lauterbach, Gautumfahrt; 1. Pr.

Karl Heuser.

1891: Butzbach, Gauturufest; 1. Pr. Karl Heuser. 1894: Wetzlar, Gautumfahrt; 1. Pr. Karl Fischer.

1894: Schweiuheim, Gauturufest; 1. Pr. K. Heuser. 1895: Kirchhain, Gautumfahrt; 1. Pr. Emil Marx.

1896: Alsfeld, Gauturnfahrt; l.Pr. Herrn.Krocker. 1896: Büdingen, Gauturufest; 1. Pr. h. Kräcker. 1897: Krofdorf, Gautumfahrt; 1. Adolf Schäfer.

1897: Biedenkopf, Gauturufest; 1. Pr. A. Schäfer. 1898: Lauterbach, Gauturufest; 1. Pr. Emil Marx. 1899: Friedberg, Gauturufest; 1. Pr. Peter Gesser. 1900: Grimberg, Gautumfahrt; 1- Pr. K. Müller. 1900: Kirchhain, Gauturufest; 1. Pr. Karl Müller. 1902: hainig bei Lauterbach, Gautumfahrt; 1. Pr.

Heinrich Schmidt. M

1902: Butzbach, Gauturufest; 1. Pr. Ludw. Noll 1902: Dünsberg, Gautumfahrt; 1. Pr. K. Muller. 1904: Ufingen, Gauturufest; 1 Pr. Ludw. Bep er. 1904: Hungen, Gautumfahrt; 1. Pr. Ludw. Bepler 1904: Düusberg, Gautumfahrt; Ehreusteger Karl

Müller. .. _ .

1905: Düusberg, Gautumfahrt; Ehrensteger Karl

1905: Nieder-Wöllstadt, Gautumfahrt; 1. Pr. Karl

1906: Schotten, Oauturnfeft; 1. Pr. fiemr tarnet 1907: Dllnsberg. Gouturnsahrt: 1. Pr. K. Schwarz.

1909: Gleiberg Gauturnsahrt: 1.ßubro. SBepter.

1909: Feldberg, Volkstümliches Wettumeu; 1. Pr.

1909: Dassel,'^Volkstümliches Wettumeu; 1. Pr. Lud-

1909: Kastel? Volkstümliches Wettumeu; 1. Preis

1910: Feldbe?g, Volkstümliches Wettumeu; Ehren- sieaer Heinrich Noll.

1910: Saarbrücken, Volkstüml. SBetlurnen; 1. Pr.

1910- Kreuznach, Kreisturnfest; 1. Pr. L. Bepler. 1911! Dünsberg, Gauturnsahrt; 1. Pr. Hans Thöt.

1911: Wasserkuppe (Rhön), Volkstümliches Wett- turnen; 1. Pr. Ludw. Bepler.

1912: Gießen, Gauturufest; Ehreusteger K. Müller.

1912: Gießen, Gauturufest; Ehreusteger L. Bepler.

1912: Gießen, Gauturufest (Fünfkampf); 1. Pr. Ludwig Bepler.

1912: Gießen, Gauturnfest (Altersklasse); 1. Pr. Karl Heuser.

1914: Kirchhain, Gauturufest (H.-St.); 1. Pr. Her­mann Neuser.

1919: Feldberg, Volkstümliches Wettumeu; 1. Pr. Georg Daum.

1919: Feldberg, Volkstümliches Wetturneu (H.-St.);

1. Pr. Karl Reuter.

1919: Wasserkuppe (Rhön), Volkstümliches Wett- turnen (Altersklasse); 1. Pr. Heinrich Noll.

1920: Gießen, Gauturufest (Altersklasse); 1. Pr. Karl Müller.

1921: Marburg (Lahn), Gauturufest (Altersklasse); Ehrensieger Karl Müller.

1921: Hanau, Gauverbandswetturnen (Altersklasse);

1. Pr. Karl Müller.

1921: Hanau, Gauverbaudswetturnen (H.-St.);

1. Pr. Karl Reuter.

1922: Gießen, Bezirksgerätewetturnen; 1. Pr. Franz Sauer.

1922: Wetzlar, Gauturufest (M.-St.); 1. Pr. Karl Reuter.'

1923: Lauterbach, Gauturufest (O.-St.); l.Pr.Karl Reuter.

1924: Biedenkopf, Gauturufest; Ehrensieger Karl Reuter.

1924: Wasserkuppe (Rhön), Volkstümliches Wett- turnen; 1. Pr. Karl Reuter.

1924: Butzbach, Gautumfahrt; 1. Pr. Karl Reuter.

1925: Friedberg, Gauturufest; Ehrensieger K. Reuter.

1925: Friedbera, Gauturnfest (M.-St.); 1. Pr. Karl Gartenschläger.

1925: Würzburg, Kiliani-Volksturnfest; 1. Pr. Karl Reuter.

1926: Laubach, Bezirkswetturnen; 1. Pr. W. Bock.

1926: Nidda, Gauturufest (M.-St.); 1. Pr. E. Dilges.

1927: Darmstadt, Kreisturnfest; 1. Pr. K. Reuter.

1927: Heuchelheim, Gauturufest (Altersklasse); l.Pr. Hans Thöt.

1928: Wetzlar, Bezirkswetturneu; 1. Pr. Ludwig Malkomestus.

1928: Butzbach, Gauturufest (Altersklasse); Ehren­sieger Hans Thöt.

1928: Köln, Deutsches Turnfest; 1. Pr. K. Reuter.

1929: heychelheim, Bezirkswettumen; 1. Pr. Arthur Kreiling.

1929: Alsfeld, Gauturufest (Altersklasse); 1. Pr. Ernst Jung.

1929: Alsfeld, Gauturufest (Altersklasse); 1. Pr. Peter Grimm.

1929: Alsfeld, Gauturufest (Altersklasse); 1. Pr. Franz Sauer.

Oer Dichter Alfred Srufff.

- >* A

Der ostpreußische Dichter Alfred Brust ist nach langer Krankheit im Alter von 43 Jahren in Cranz geftorben. Er war ein Dichter, der schwerblütig und scheu um die Erfüllung seiner Sendung rang. Eine äußere Ehrung wurde ihm mit der Verleihung des Kleist-Preises 1929 zuteil, den er für feinen Ostpreußen-RomanDie verlorene Erde" erhielt. Von seinen übrigen Büchern nennen wirFvlke- ning",Cordatus",Jutt und Jula" undIch bin".

1929: Alsfeld, Gauturufest (Volkstümliche Wett­kämpfe); 1. Pr. Erich Dilges.

1930: Kirchhain, Gauturufest (Altersklasse); 1. Pr. Hans Thöt.

1930: Treis a. d. Lda., Bezirkswettumen; 1. Pr. h. Rothermel.

1930: Heuchelheim, Bezirkswettumen (Gerätewett­kampf); 1. Pr. Ludwig Herbert.

1931: Nauborn, Bezirkswettumen (Fünfkampf); Ehrensieger Ludwig Malkomesius.

1931: Nauborn, Bezirkswettumen (Fünfkampf);

1. Pr. Otto Liudenstruth.

1932: Gießen, Gauvolkstumeu; 1. Pr. Otto Liu­denstruth.

1933: Heuchelheim, Bezirkswettumen (Gerätekampf);

1. Pr. Heinrich Herbert.

1934: Friedberg, Bezirkswettumen; l.Pr.K.Michels.

1934: Großen-Linden, Kreistumfest; 1. Pr. A. Burkhard.

1934: Wasserkuppe (Rhön), Volkstümliches Wett­turnen; l.Pr. Heinz Hermann.

Oberhessen.

Dad-Aauheinier Herbstwoche.

* Bad-Nauheim, 21. Sept. Die Vorberei- tungsarbeiten zur diesjährigen gewerblichen Ausstellung im Rahmen der Bad-Nau- Heimer herb st woche nähern sich ihrem Ende. In der Trinkkuranlage sind die Aussteller emsig bei der Arbeit. Sämtliche hallen rundum sind voll besetzt. Am kommenden Samstag, 22. September, 11 Uhr, wird die feierliche Eröffnung stattfinden, handel, Handwerk, Landwirtschaft, Gaststätten­gewerbe, Industrie, freie Berufe, kurz, das gesamte Bad-Nauheimer Gewerbe stellt aus. Die Aussteller legen besonders Gewicht darauf, lebendige Ware zu zeigen, d. h. sie versuchen, dem Besucher ihre Waren vom Ursprung an bis zur Fertigstellung vorzuführen. Am Sonntag, 23. September, spielt das Musikkorps des 15. Jnf.-Regiments Gießen. Am Montag, 24. September, gastiert das Ballett der Frankfurter Oper, und am Dienstag wird das Kasperle-Theater des Frankfurter Rundfunks alt und jung erfreuen. Schließlich sei noch erwähnt, daß für die Besucher der Ausstellung auch noch besondere Vergünstigungen vorgesehen sind. Näheres in der heutigen Anzeige.

NS.-Frauenschaststreffen in Büdingen.

* Büdingen, 20. Sept. Unsere Stadt stand am Sonntag im Zeichen des Treffens der NS. - Frauenschaft des Kreises Büdin­gen. Die Veranstaltung war von bestem Wetter begünstigt. Kurz nach Mittag bewegte sich ein statt­licher Zug von etwa ^00 bis 600 Frauen vom Kriegerdenkmal aus durch die Stadt nach dem idyllisch gelegenen Hammer. An dem Aufmarsch nahmen auch BDM.-Gruppen teil, Die Festhalle auf dem Hammer war dicht besetzt. Die Teilnehme­rinnen wurden von der Ortsgruppe Büdingen mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Die NS.-Frauenschafts- leiterin des Kreises Büdingen Frau Tilly Knaus hieß die Teilnehmerinnen herzlich willkommen. Die Leiterin der Gaufrauenschaft Frau Brinkmann (Frankfurt a. M.) feierte in ihrer Ansprache die Frau als Vorkämpferin des Dritten Reiches. Ein Massenchor brachte sodann bas LiedWach auf, wach auf, du deutsches Land!" zum Vortrag. Der BDM. zeigte drei mit großem Beifall aufgenom­mene Volkstänze. Ein Zwiegespräch (Ortsgruppe Hirzenhain), Volkstänze, die Aufführung einer Strickstube, ein feines Duett (Ortsgruppe Aulen- diebach) usw. wechselten miteinander ab und unter­hielten ausgezeichnet. Allzu schnell vergingen die Stunden. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer schloß die Kreisfrauenschaftsleiterin das Treffen.

Lanvkrets (Stefoen.

Watzenborn-Steinberg, 20. Sept. Im hohen Alter von fast 9 3 I a h r e n verstarb wie gestern schon kurz berichtet unser Mit­bürger Johannes Häuser, Bahnhofstraße Nr. 29. In seinem langen Leben ist er von ernstlichen Er­krankungen vollständig verschont geblieben. Bis vor einiger Zeit konnte man ihn noch beobachten, wie er leichtere Arbeiten im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Tochter, bei der er wohnte, verrichtete. Einer seiner Alterskameraden, Johannes Happel, ist noch am Leben und bei seinem Alter verhältnis­mäßig rüstig. Im 92. Lebensjahr steht Johannes Burk VII., im 90. Lebensjahr Johannes Burk IX. Vom 80. bis 90. Lebensjahr stehen noch sechs Män­ner und neun Frauen mit zusammen 1253 Lebens­jahren. Untere Gemeinde zählt 2540 Einwohner.

wg. Großen-Buseck, 20. Sept. Die Eheleute Wilhelm Melior feierten gestern bas Fest ber silbernen Hochzeit. Der GesangvereinHei­terkeit-Sängerkranz brachte bem Jubelpaar ein Stäubchen. Dieser Tage fanb hier bie Ver- steigerung des Gemeindeobstes statt. Es waren viele Kauflustige erschienen. Tafeläpfel kosteten am Baum durchschnittlich 4 Mark pro

Zentner. Wirtschaftsäpfel unb Kelterobst kamen auf 2 bis 3 Mark. Auch Birnen unb Nüsse erzielten hohe Preise. Zur Zeit herrscht in unserem Dorfe beim Einbringen bes Obstes und beim Keltern des Fallobstes rege Tätigkeit. Neben den beiden hiesi­gen Apfelweinkeltereien wird auch in privaten haushalten viel Apfelwein hergestellt. Auch Birnen- und Zwetschenhonig wird viel gekocht. In jüng­ster Zeit machen sich in unserer Gemarkung Feld­diebe bemerkbar, hiesigen Landwirten wurden zwei Birnbäume geplündert.

+ Grünberg, 20. Sept. Im Rahmen der Feuerschutzwoche fand hier am Mittwoch ein Brandangriff der Freiwilligen Feuerwehr und der Pflichtfeuerwehr auf dem Marktplatz statt. Anschließend nahm die Wehr, mit ihrer Kapelle an der Spitze, einen Hmzug vor. Bei dem darauf fol­genden Werbe ab end imHotel Hirsch", den Bürgermeister Dr. M i l d n e r mit einleitenden Worten über die Bedeutung der Feuerschutzwoche eröffnete, sprach Ortsgruppenleiter, Rechtsanwalt Lind, im Namen der Partei und widmete der Feuerwehr und deren gemeinnützigem Wirken Worte der Anerkennung. Oberbrandmeister Sei­fart führte dann an Hand zahlreicher Beispiele aus, wie durch Hnachtsamkeit eine Menge Brände entstehen, die zur Vernichtung von Menschenleben und wertvollem Volksoermögen führen. Forstmei­ster S u ß n e r sprach über Waldbrände, ihre Ver­hütung und Bekämpfung. Studienrat Dr. Men - g e r, Schulungsleiter der Ortsgruppe Grünberg im Reicksluftfchutzverband, sprach über die Wirk­samkeit der Brandbomben im Luftkriege und ihre Bekämpfung. Im weiteren Verlaufe der Versamm­lung wies Dberbranbmeifter Seifart noch auf die am zweiten Gallmarktstage vorgesehene große Katastrophenübung hin. Propagandaleiter Schmidt dankte im Namen der Partei den Veranstaltern, sowie den Rednern des Abends und schloß mit einem dreifachen Sieg - heil! auf den Führer. Deutschland- und Hvrst-Wessel-Lied beendeten die Veranstaltung, die von Musikvorträgen der Feuer­wehrkapelle umrahmt war.

+ Grün berg, 20. Sept. Zur städtischen Obstversteigerung waren zahlreiche Steigerer erschienen, darunter auch auswärtige. Die Preise lagen durchweg hoch. Bei gutem Tafelobst stellte sich der Zentner Aepfel am Baum auf 6 bis 10 Mark. Kelteräpfel erzielten 1 bis 2 Mark pro Zent­ner, größere Mengen Kelteräpfel steigerten auswär­tige Käufer.

Kreis Friedberg.

LPD. Friedberg, 20.Sept. Aus noch nicht geklärter Hrsache fuhr ein Motorradfahrer in einer Kurve bei Ossenheim gegen einen ßaftmagen. Der Motorradfahrer trug jo schwere Verletzungen davon, daß er nach kurzer jeit ver - ft a r b.

Kreis Schotten.

Laubach, 20. Sept. Anläßlich der Feuer- s ch u tz w och e veranstaltete die hiesige Freiwillige Feuerwehr am Dienstagabend unter Vorantritt der Kapelle des Laubacher Musikoereins einen Werbe­umzug durch die Stadt. Anschließend wurde im Saale desSolmser Hofes" nach einleitenden Wor­ten des OG.-Amtsleiters der NSV., Pg. Ernst M ö n n i g die Einwohnerschaft von Bau-Inspektor Bickhardt durch einen Lichtbildervortrag auf die Wichtigkeit des Feuerschutzes hingewiesen. Der am Mittwochabend auf das hiesige Rathaus unternom­mene Brand angriff stellte die Schlagfertig­keit der Wehr wieder unter Beweis. Im Laufe der Woche werden Dachböden und Keller von Feuer­wehrleuten zwecks Entfernung leicht brennbarer Gegenstände kontrolliert. Am nächsten Sonntagvor­mittag wird die Feuerschutzwoche mit Kirchgang, anschließend Werbeumzug und Ansprache des Bürgermeisters auf dem Marktplatz be­schlossen.