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Abschluß der Naturforscher- und Äerzle-Tagung in Hannover.

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ein neuer Fall von Gangster-Feme in Neuyork.

In einem Klub im Neunorker Stadtteil Brooklyn hat sich ein neuer aufsehenerregender Fall von Gangster-Feme ereignet. Das von den Gang­sters ausgesprochene Todesurteil wurde an dem jungen Spieler Fred Bocci vollstreckt, der gerade aus dem Gefängnis entlassen worden war. Bocci spielte nachts in dem Klub Karten, als plötz­lich zwei bewaffnete Männer in die Klubräume eindrangen. Einer der Eindringlinge rief Bocci zu: Wenn du beten willst, beeile dich", worauf dieser niederkniete. Plötzlich erhob er sich jedoch und ver­suchte, eine Telephonzelle zu erreichen, um die Polizei zu benachrichtigen. DasHinrichtungskom­mando" war aber schneller. Kurz vor der Telephon- aelle brach Bocci, von vier Kugeln tödlich getrof­fen, zusammen.

wilde Löwenjagd in einer amerikanischen Stadt.

In der Stadt Richmonds (Virginia) brach beim Werbeumzug eines Zirkus durch die Stadt ein Junglöwe aus seinem Käfig aus. Tau­fende von Zuschauern wurden von Schrecken ergrif­fen und stoben in wilder Flucht davon. In dem allgemeinen Drunter und Drüber wurde der Löwe zunächst durch den großen Lärm eingeschüchtert. Bald erholte er sich aber von seiner Angst und fiel zwei Pferde an, die er schwer verletzte. Polizisten versuchten nun, die Bestie zu erschießen. Sie ver­letzten sie aber nur an der Tatze. Die Schmerzen ließen nun den Löwen mit Wutgebrüll durch die Straßen rasen, wobei er Hunderte von Fußgängern vor sich her trieb. Schließlich floh der Löwe in ein Haus, dessen Bewohner aus Furcht aus den Fen­stern sprangen. Endlich gelang es, den Löwen zu erschießen, wobei jedoch eine Person durch eine verirrte Kugel verletzt wurde.

Passaglerbool

auf dem Ganges gekentert. 45 Menschen ertrunken.

Ein Boot mit 45 Passagieren kenterte wäh­rend eines mitternächtlichen Sturmes bei Noak- hili in der Mündung des Ganges. Sämtliche Passa­giere ertranken.

Schweres Erdbeben in Mexiko zerstört drei Dörfer.

Im Staate Jalisco ereignete sich ein schweres Erdbeben, durch das drei Dörfer 3 er- st ö rt wurden. Man befürchtet, daß zahlreiche Menschen dem Beben zum Opfer gefallen sind. Neun Leichen sind bereits unter den Trümmern der eingestürzten Häuser geborgen worden. Die Zahl der Verletzten beträgt 200.

wieder mehrere Bergsteiger in den bayerischen Bergen vermißt.

Nachdem erst vor kurzem sieben Bergsteiger im Schüsselkar vermißt und dann tot aufgefunden wor­den waren, werden jetzt in den bayerischen Bergen wiederum fünf Bergsteiger vermißt. Wie dieDeutsche Bergwacht" meldet, handelt es sich dabei um den Kunstmaler Wllhelm Arwei- l e r und seine Begleiterin Bernhardine G e i g l, die nach Garmisch gefahren waren, um sich an den Baader See zu begeben, ferner um Dr. Erich Gut- t e n t a g aus München, der im Allgäu vom Heil­bronner Weg über das Nebelhorn nach Oberstdorf wandern wollte, und endlich um einen Herrn und eine Dame, deren Namen bis jetzt nicht ermittelt werden konnten. Diese beiden hatten am 9. Sep- tefhber ihre Fahrräder in Mittenwald untergestellt

In Lille ist eine Derbrecherbande ermit­telt worden, deren Raubzüge um so größeres Aus­sehen erregen, als ein in der Stadt sehr bekannter Polizeiinspektor das Haupt der Bande ist. Seinen Vorgesetzten ist der noch m jugendlichem Alter stehende Inspektor durch sein feudales Auf­treten und gewisse Gepflogenheiten, die Unsummen verschlangen, ausgefallen. Nach längeren Bemühun­gen gelang es, seinem Treiben auf die Spur zu kommen. Mit Hilfe einer Reihe von Freunden hatte er eine regelrechte Bande zusammengestellt, die in der Hauptsache K 0 k a i n s ch i e b u n g e n oornahm und auch auf den Rennplätzen eine nicht einwandfreie Tätigkeit entfaltete. Die Angelegen­heit dürfte in Nordfrankreich noch weitere Kreise ziehen, da bekannte Persönlichkeiten es nicht ver­schmäht haben sollen, die Dienste dieser Bande m Anspruch zu nehmen. Der Sohn eines bekannten Industriellen, dessen Name noch verschwiegen wird, soll Mitglied dieser Bande gewesen fein, die bis auf drei Personen, die im Augenblick der Verhaf­tung entweichen konnten, dingfest gemacht wurde.

Der Polizeiskandal liegt nunmehr klar zutage. Der 35jährige Polizeiinspektor Mariani, aus Korsika gebürtig, stand an der Spitze der Bande,

die gestohlene S t e m p e l st e u e r m a r k e n verkaufte, mit Rauschgift handelte und v e r botene Glücksspiele begünstigte. Mariani, ein Mann von herkulischem Körperbau und gutem Aussehen, war am Donnerstag mit fünf seiner Genossen am Bahnhof in Lille verhaftet wor­den, als sie gerade Stempelmarken im Werte von 300000 Franken, die gestohlen waren, für 200000 Franken an einen Industriellen verkaufen wollten. Vier seiner Helfershelfer stammen ebenfalls aus Korsika, der fünfte gehört einer angesehenen Fa­milie in Lille an. Mariani hatte den Verdacht da­durch erweckt, daß er über seine Verhältnisse lebte, bei einem Monatsgehalt von 1800 Franken einen eigenen Kraftwagen besaß und seine geschiedene Frau mit vier Kindern und eine Freundin mit einem Kind unterhielt. Er erklärte bei ferner wer- nehmung, er habe sich in die Stempelsteuerfache eingelassen, um die Betrügereien aufzudecken und die Schuldigen dem Gericht zu übergeben. Man hielt ihm aber seinen Lebenswandel vor und ver­wies auf die Tatsache, daß er seine Vorgesetzten über diese Angelegenheit hätte auf dem Lausenden halten müssen.

geschlagen. Da der Turm mit Zinkblech beschlagen war, konnte man die Flammen zunächst nicht sehen. Erst nach mehreren Stunden wurde das Feuer von SA.-Männern bemerkt, die sofort Löschversuche unternahmen, die jedoch keinen Erfolg mehr hatten. Die Feuerwehr mußte sich auf den Schutz der Nachbarhäuser beschränken. Gegen Mittag war die Kirche vollkommen niedergebrannt. Das Gotteshaus wurde im Jahre 1751 erbaut.

Grohfeuer in einer fränkischen Gemeinde.

Die mittelfränkische Kirche Leubach wurde von einem @r ofef euer heimgesucht. Der Brand ent­stand in einer Scheune und breitete sich schnell aus. Trotz angestrengtester Löscharbeiten wurden in kur­zer Zeit vier Wohnhäuser und fünf Scheunen sin­ge ä s ch e r t. Das Vieh konnte, mit Ausnahme von brei Schweinen, gerettet werben. An ber Branbbe- kämpfung beteiligten sich außer ben Feuerwehren auch bie Angehörigen des Arbeitsdienstlagers Let­tengraben. Die Brandursache ist noch nicht einwand­frei geklärt.

Englischer Tank explodiert.

Bei den gegenwärtig in der Nähe von Swindon in England stattfindenden Felddienstübungen ver­unglückte ein 16-Tonnen-Tank der ersten eng­lischen Tankbrigade. Aus noch nicht aufgeklärter Ursache geriet der Benzinvorrat der Kriegsmaschine in Brand und brachte seine Geschütz- und Ma­schinengewehrmunition zur Explosion. Die Mannschaft konnte sich rechtzeitig durch Abspringen retten. Der führerlose Tank, aus dem 10 Meter hohe Flammen emporschossen, rollte unter fort­währenden Explosionen und Detonationen einen Hügel abwärts. Ein auf seinem Wege befindlicher anderer Tank wurde von seinem Führer zur Seite gerissen und zerbrach dabei einen Telegraphenmast.

Polizeiskandal in Lille.

Polizeiinspektor als Anführer einer Verbrecherbande

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Der letzte Tag der 93. Versammlung der G e - sellschaft deutscherNaturforscherund Aerzte in Hannover brachte noch drei bemerkens­werte Vorträge auf medizinischem Gebiet. Zuerst würdigte Professor Dr. Z e i ß - Berlin das Lebens- werk Emil von B e h r i n g s des Entdeckers des Heilserums für Diphtherie und Starrkrampf. Er zeichnete ein von persönlichen ®r^nIlf.r.yn9Vtma rissenes Bild dieses hervorragenden Wissenschaftlers und betonte besonders, daß im Gegensatz zu Den Behauptungen einer ausländischen Boulevard-Presse Behring und nicht der französische Gelehrte Roux Entdecker des Diphtherie- und Starrkrampf-Serums sei. Professor Dr. U h l e n h u t h - Freiburg 1. B. sprach über die Bedeutung der Heil- und Schutz- serum-Behandlung und der Bekämpfung von In­fektionskrankheiten. Professor Dr. Mer k e l» München behandelte das ThemaGerichtliche Me­dizin und Kriminalistik". Nachdem er die wichtige Arbeit hierfür besonders geschulter Mediziner m der Aufklärung von Kriminalfällen eingehend ge­würdigt hatte, wies er aus die notwendige Vor­aussetzung hin, daß die Aerzteschaft von den Fort­schritten her kriminalistischen Arbeiten und Fest- stellungsmöglichkeiten unterrichtet werde, um die Staatsanwaltschaft darauf Hinweisen zu können. In seinem Schlußwort dankte namens der örtlichen Geschäftsführung Professor Dr. Willige-Han­nover den Vortragenden und dem 1. Vorsitzenden, Geheimrat Bosch, die es ermöglicht hatten, daß die Versammlung ein weithin sichtbares Zeugnis für den hohen Stand der naturwissenschaftlichen und medizinischen Forschung ablegen konnte.

Der Film im Dritten Reich.

Die Reichsfilmkammer trat in München unter Vorsitz ihres Präsidenten Dr. Scheuer­mann zu einer Arbeitstagung zusammen. Dor Beginn der Beratungen empfing der Präsident die Vertreter der Presse und legte die Verbundenheit von Presse und Film in der Reichskulturkammer dar. Das künstlerische Ziel der Reichsfilmkammer sei nach den Richtlinien des Reichsministers Dr. Goebbels der a b s 0 l ut e Film, ein künst­lerisch, musikalisch, völkisch und technisch selbständig ges Kunstwerk, das die geistige Bedeutung deut- scher Kunst und deutschen Wesens weit über die Grenzen des Reiches hinaus der Welt vermitteln solle. Während der Arbeitstagung wurden vor allem wirtschaftliche und finanzielle Fragen behan- bett. Dabei würbe u. a. festgestellt, daß die Filmkre- ditbank, die vor Jahresfrist auf Veranlassung von Dr. Goebbels gegründet wurde, bereits heute etwa die Hälfte aller deutschen Filme finanziere.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Longe. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VIII. 34: 10 100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch. und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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und wollten Bergfahrten im Gebiet der Meiler­hütte unternehmen. Am 17. September wollten sie wieder in Mittenwald eintreffen. Von ihnen fehlt jedoch jede Nachricht.Der seit dem 13. August vermißte Josef Selmeier aus München ist jetzt im Mittelkar an der Höllentalspitze tot aufgefun­den worden.

Wie die Deutsche Bergwacht nachträglich mitteilt, sind zwei der vermißten Bergsteiger wohlbehalten zurückgekehrt. Es sind dies die 29jährige Bernhardine Geigl und der gleichaltrige Kunst­maler Wilhelm Ar weiler aus Krefeld.

Zwei Todesopfer eines Unwetters im Weser-Gebiet.

Ein heftiges Unwetter, das zwischen Bremen und Verden über dem Weser-Gebiet tobte, verur­sachte in der Feldmark Geestefeld ein schweres U n - glück. Der Blitz schlug in eine Kolonne von etwa 20 Arbeitern ein, die bei Erdaufschüttungs­arbeiten beschäftigt waren. Die Leute sanken sämt­lich bewußtlos zu Boden, erholten sich aber nach und nach wieder bis auf den Arbeiter Heuer aus Kassel, der tödlich getroffen war. In Rethen an der Aller ereignete sich ebenfalls ein tödlicher Unglücksfall. Der außerordentlich starke Sturm legte einen Fahnenmast im Gelände des Arbeitsdienstlagers um, der den dort stehenden Feldmeister Tirow aus Walsrode traf und so schwer am Kopf verletzte, daß er auf der Stelle t 0 t war.

Line Kirche durch Blitzschlag eingeäscherl.

In einer der vergangenen Nächte brannte die Kirche des Dorfes Hörnerkirchen (Schleswig-Holstein) infolge Blitzschlages vollkommen nieder. Bei einem Gewitter war der Blitz in den Kirchturm

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